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| Aktuell |
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Uralter Arven-Lärchen-Bergwald
So ist es nicht verwunderlich, dass bereits 1906 erste Appelle zum Schutz des durch starke Überweidung und Holzeinschlag gefährdeten Aletschwaldes laut wurden. Aber erst 1933 kam es zu einem wirksamen Schutz, als der damalige Schweizer Bund für Naturschutz, die heutige Pro Natura, einen langfristigen Pachtvertrag von 99 Jahren Laufzeit mit der Eigentümerin des Waldes, der Burgergemeinde Ried-Mörel unterzeichnete. Seitdem stehen im Aletschwald rund 330 ha unter Naturschutz, von dem waldfreien Grat der Hohflue und Moosflue über geschlossene Waldbereiche bis hin zum Gletscherrand mit seinen Moränen. Da die Gletscherlinie die untere Reservatsgrenze bildet, vergrössert sich das Schutzgebiet durch den zurückgehenden Gletscher laufend. 1999 konnte der grösste Fortschritt seit Bestehen des Reservates erreicht werden, als über 100 ha wertvoller Bergwald aus dem Bereich des »Teiffe Wald« zu dem Reservat hinzukamen, vor allem subalpiner Fichtenwald und Lärchen-Arvenwald. Finanziert wurde diese Erweiterung in erster Linie durch zahlreiche Spenden aus der Schoggitaler-Aktion von 1999.
Zwei Parkwächter sind täglich im Reservat präsent, um die Wanderer über Tiere und Pflanzen zu informieren, Fragen nach Wanderwegen zu beantworten, Feuer im Wald zu vermeiden oder darauf zu achten, dass Gämsen, Hirsche oder Vogelarten wie das Birkhuhn nicht von frei laufenden Hunden gejagt werden.
Mit rund 20% aller Bäume hat auch die Lärche einen wichtigen Anteil am Aufbau des Waldes. Sie wächst schneller als die Arve, und steht vor allem in den tieferliegenden Waldbereichen. Nahe der Waldgrenze sind ihr die Bedingungen schon etwas zu rauh.
Im Bergwald erfüllt es zahlreiche wichtige ökologische Funktionen - es beherbergt Moose und Pilze, Spinnen und Käfer, und schon bald dient es bereits wieder der Keimung junger Arven oder Lärchen. Achten Sie einmal darauf, wo sich die Bäume, ob Lärchen oder Arven, im dichten Wald am besten verjüngen. Oft sind es alte, schon lange von Moos und den Zwergsträuchern überwachsene Baumstümpfe, in denen die jungen Wurzeln stehen. Totes Holz ist aber nicht nur ökologisch nützlich, sondern auch wunderschön. Daher ist eine eigene virtuelle Galerie unter dem Titel »Totes Holz - lebendige Phantasie« diesem Thema gewidmet, zu deren Besuch wir Sie herzlich einladen möchten. Besonders freuen würden wir uns natürlich, Sie persönlich im Naturreservat Aletschwald begrüssen zu dürfen. Übrigens finden Sie auch in unserer naturkundlichen Ausstellung »Aletschwald - ein Überlebenskünstler am Gletscherrand« die Möglichkeit, sich spielerisch über diesen einzigartigen Wald zu informieren. Hier finden Sie Der Aletschwald zum herunterladen. |
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