Artenschutz

Unter Artenschutz versteht Pro Natura alle Massnahmen, die den Fortbestand von Pflanzen-, Tier- und Pilzarten in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sichern. Artenschutz befasst sich daher nicht nur mit bedrohten Arten, sondern mit der gesamten Artenvielfalt.

 

Ein Drittel aller Pflanzenarten und 40% aller Tierarten stehen in der Schweiz auf der Roten Liste. Dieser hohe Anteil an gefährdeten Arten zeigt: Die Schweiz tut zu wenig zur Erhaltung der Artenvielfalt. Pro Natura handelt deshalb, setzt sich für die Förderung von vielen Tier- und Pflanzenarten und ihren Lebensräumen ein und setzt selber Projekte um.

  • Pro Natura setzt sich dafür ein, dass die menschlichen Aktivitäten - wie etwa Landwirtschaft, Waldbewirtschaftung oder Erholung - unter Berücksichtigung und Schonung der Artenvielfalt ausgeübt werden und die politischen Rahmenbedingungen entsprechend gesetzt werden.
  • Pro Natura setzt sich dafür ein, dass Konflikte zwischen menschlichen Nutzungsinteressen, Tieren und Pflanzen nicht einseitig auf Kosten der Natur gelöst werden, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Rückkehr von Luchs, Bär und Wolf.
  • Pro Natura setzt sich für ein gut funktionierendes Netz von Schutzgebieten ein, zu welchem auch neue Nationalpärke gehören.
  • Pro Natura trägt selber zu diesem Netz bei, indem sie Naturschutzgebiete sichert und betreut. Pro Natura wertet zudem Bäche, Flüsse, Moore, Trockenwiesen, Wälder und andere Lebensräume auf, die wichtig für die Erhaltung der Artenvielfalt sind. Zudem setzt sie gezielt Artenförderungsprojekte um, damit Arten, für welche die Schweiz eine hohe Verantwortung trägt in ihrem Bestand wieder zunehmen und sich wieder ausbreiten können. Sie tut dies unter anderem für den Biber, für Fledermäuse, für Frösche und andere Amphibien, für Reptilien, für Schmetterlinge, aber auch für Libellen, Heuschrecken, Alpenbock, Wildbienen und andere Insekten.