Beobachtet in der Natur

Entdecken Sie mit Pro Natura bemerkenswerte Naturphänomene, lernen Sie die einheimische Artenvielfalt kennen und schärfen Sie Ihren Blick für die kleinen und grossen Wunder der Natur im Wechsel der Jahreszeiten.

Januar 2017: Eiablage mitten im Winter

Im tiefsten Winter, wenn viele Tiere schlafen, ist die Bachforelle (Salmo trutta fario) sehr aktiv. Sie widmet sich ihrem Brutgeschäft. Auf der Suche nach einem geeigneten Laichplatz schwimmen die fortpflanzungsbereiten Forellen flussaufwärts. An einer stark überströmten und somit sauerstoffreichen Stelle schlagen die Weibchen, die Rogner, so lange mit ihrer Schwanzflosse, bis im lockeren Kiesboden tiefe Gruben entstehen. Dort hinein legen sie ihre Eier, welche die Männchen, die Milchner, besamen. Zum Schluss werden die Eier mit Kies zugedeckt und sich selbst überlassen, denn die Fischeltern wandern mit der Strömung in ihr vertrautes Revier zurück.

Das Weibchen schlägt mit seiner Schwanzflosse eine Mulde in den Gewässergrund.
Das Weibchen schlägt mit seiner Schwanzflosse eine Mulde in den Gewässergrund.
© Blickwinkel/A. Hartl