![]() Verhalten und FortpflanzungBärenmännchen streifen als Einzelgänger durch die Wälder. Dabei verteidigen sie kein Revier, meiden aber andere Bären. Nur zur Paarungszeit im Sommer suchen sie den Kontakt zu einem Weibchen. Schon nach wenigen gemeinsamen Tagen und der Paarung gehen die beiden wieder getrennte Wege. Nach der Befruchtung beginnt die Entwicklung der Embryonen aber erst mit der Winterruhe der Bärin. Die Tragzeit dauert dann noch sechs bis acht Wochen. In der Überwinterungshöhle gebären die Bärenmütter zwei bis drei winzige Junge die nur 300 bis 400 Gramm wiegen. Schnell wachsen diese heran, verlassen im zeitigen Frühjahr die Wurfhöhle und bleiben für eineinhalb bis dreieinhalb Jahre bei ihren Müttern. Von diesen lernen sie günstige Nahrungsplätze und energiereiche Futtersorten kennen. Von der Mutter abgelöst bleiben Jungbären meist noch einen Sommer lang zusammen und suchen sich dann eigene Lebensräume.Dabei versuchen junge Weibchen, in der Nähe der Mutter zu bleiben, während junge Männchen oftmals sehr weit wandern müssen, bis sie ein freies Gebiet finden. Tiere, welche die kritische Jugendzeit überlebt haben, können bis zu 25 Jahre alt werden. WinterruheAls Winterlager suchen sich Bären enge Höhlen, in denen sie sich aus allerlei Pflanzenmaterial Ruhematten bereiten. In der Winterruhe nehmen Braunbären monatelang keine Nahrung auf, trinken nichts. Um zu überleben, bauen sie ihre Fettreserven ab. Bärenmütter versorgen in dieser Zeit ihre Jungen mit ihrer Milch. Während der Winterruhe sinken Körpertemperatur, Atmungs- und Herzschlagfrequenz. Weder Kot noch Urin werden ausgeschieden. Doch bei Störungen wachen die Tiere sofort auf und verlassen allenfalls sogar den Einstand. Bei mildem Wetter können Bären ihr Lager kurzfristig verlassen, so dass man auch im tiefsten Winter gelegentlich ihre Spuren im Schnee findet.Bär und Mensch - das Zusammenleben ist möglich |
Bärin mit Jungbären ![]() Bärenhöhle |