Mediencommuniqué
«Parco Nazionale del Locarnese» und Pro Natura
Eine Million Franken als Versprechen für Mensch und Natur
12.11.2011
«Gründen wir einen neuen Nationalpark!» forderte Pro Natura zum Start ins neue Jahrtausend und stellte dem ersten neuen Nationalpark eine Million Franken in Aussicht. Heute konnte dieses Preisgeld dem Nationalpark-Kandidaten «Parco Nazionale del Locarnese» auf dem Monte Verità bei Ascona feierlich versprochen werden. Die Million Schweizer Franken wird dereinst für die Entgeltung der Leistungen der naturbelassenen Kernzonen den Grundeigentümern zugute kommen. Eine wichtige Wegmarke auf dem Weg zu einem neuen Nationalpark für die Schweiz.
Pro Natura gratuliert dem «Parco Nazionale del Locarnese» zu seinem Initiativgeist und seiner Beharrlichkeit auf dem Weg zu einem neuen Nationalpark. Von mediterranen Zonen wie den Brissago-Inseln bis zu hochalpinen Regionen am Wandfluhhorn (Pizzo Biela) bei Bosco Gurin mit seinen 2863 m ü.M. vereint der «Parco Nazionale del Locarnese» eine aussergewöhnliche Vielfalt an Natur- und Kulturlandschaften. International bekannte Naturschönheiten wie das Onsernone- oder das Vergeletto-Tal liegen in der Region. Die versprochene Million ist eine Motivationsspritze für die anstehende lange Zielgerade bis zur Eröffnung des neuen Parks. Im Jahr 2015 werden die Gemeinden im geplanten Parkgebiet abstimmen können, ob sie Teil des künftigen Nationalparks sein wollen.
Leistungen in Kernzonen entgelten
Zum Start ihrer Kampagne im Jahr 2000 hatte Pro Natura dem ersten neuen Nationalpark, der die dauerhafte Sicherung von Naturwerten ausweisen kann, eine Million Franken in Aussicht gestellt. Heute ist es soweit: Die Million Schweizer Franken wird von Pro Natura dem Nationalpark-Kandidaten «Parco Nazionale del Locarnese» offiziell zugesprochen. Mit diesem Geld wird der Parkrat den Grundeigentümern die Leistungen der künftigen Nationalpark-Kernzone entgelten können.
Ein Nationalpark – eine Chance für Mensch und Natur
Die Biodiversität in der Schweiz gerät immer mehr unter Druck. Rund die Hälfte aller Pflanzen- und Tierarten in der Schweiz sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Auch wertvolle und schützenswerte Landschaften laufen Gefahr, aufgrund einer intensiven Nutzung durch den Menschen an Einzigartigkeit zu verlieren. Für den Erhalt unserer Kultur- und Naturwerte ist es unerlässlich, dass die Schweiz neue Grossschutzgebiete schafft: Nationalpärke. Dabei sind Nationalpärke sowohl eine Chance für die Natur als auch für die Bevölkerung, indem sie den sanften Tourismus aufwerten.
Neue Nationalpärke – dem Ziel einen Schritt näher
Der bestehende Schweizerische Nationalpark im Engadin war eine europaweite Pioniertat der Schweiz und Pro Natura, dem damaligen Schweizerischen Bund für Naturschutz. Eröffnet wurde er im Jahr 1914. Leider blieb dieses bemerkenswerte Grossschutzgebiet bis heute ohne Nachahmer. Doch die Zeichen werden immer deutlicher, dass in der Schweiz neue Nationalpärke entstehen werden. Das ist ein Verdienst der Parkregionen und von Pro Natura. Mit ihrer visionären Kampagne «Gründen wir einen neuen Nationalpark!», lanciert zur Jahrtausendwende, markierte sie den Anstoss einer Entwicklung. Bisheriger Höhepunkt war die Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) im Jahr 2007, die auf einen Vorstoss der heutigen Pro Natura Präsidentin Silva Semadeni zurückging. Das revidierte NHG bildet heute die nötige gesetzliche Basis für neue Nationalpärke in der Schweiz. Mit dem «Parco Nazionale del Locarnese» und dem «Parc Adula» sind zwei vielversprechende Nationalpark-Kandidaten vom Bundesamt für Umwelt offiziell in der vierjährigen Errichtungsphase.
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Pressebilder:
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Weitere Auskünfte:
Otto Sieber
Pro Natura Zentralsekretär, Tel. 079 706 76 18, otto.sieber@pronatura.ch
Samantha Bourgoin
Direktorin des Parco Nazionale del Locarnese, Tel. 079 240 14 50, info@parconazionale.ch
Roland Schuler
Pro Natura Medienstelle, Tel. 061 317 92 24, 079 826 69 47, roland.schuler@pronatura.ch

