S18 durch ein Flachmoor? Nein!

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Die geplante S18 soll die Schweizer Autobahn A1/13 mit der österreichischen Rheintalautobahn verbinden. Dabei würde ein wertvolles Flachmoor im «Schweizer Ried» zerstört. Dieses liegt auf Vorarlberger Boden, gehört aber seit 400 Jahren der Ortsgemeinde Au SG. Diese will es ungeschmälert erhalten und wehrt sich vehement gegen die geplante Linienführung. Pro Natura St. Gallen-Appenzell unterstützt seit langem die Kämpfer gegen dieses naturzerstörerische Vorhaben und arbeitet dabei besonders eng mit dem befreundeten Vorarlberger Naturschutzbund zusammen.

Beim «Schweizer Ried» handelt es sich um ein Flachmoor, das in der Schweiz von nationaler Bedeutung und mit einem Strassenbau unvereinbar wäre. Nachdem der Gemeinschaftszoll, der auf österreichischem Boden vorgesehen ist, von der Eidgenossenschaft mitfinanziert würde, würde sie zu einer Moorzerstörung im benachbarten Ausland Hand bieten, die im Inland Verfassung und Gesetz verbieten. Es ist deshalb stossend, wenn schweizerische Behörden aller Stufen ihren österreichischen Pendants verbale Unterstützung für diese umstrittene Linienführung leisten und immer wieder auf deren rasche Realisierung drängen. Dies ist umso unverständlicher, als in Vorarlberg immer mehr Gemeinden, die bisher für die Schnellstrasse eingetreten sind, diese jetzt ablehnen. Die naturliebende Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins erwartet deshalb von der St. Galler Regierung, dass auch sie im Sinne eines grenzüberschreitenden Moorschutzes von dieser Variante Abschied nimmt.

 
     
 

pro natura lokal 4/2000; im Oktober 2000; Pro Natura St.Gallen-Appenzell; Pierre Walz