Sömmerung
Pro Natura setzt sich für folgende Verbesserungen im Sömmerungsgebiet ein:
- Das heutige Direktzahlungssystem benachteiligt die Sömmerungsgebiete. Diese erhalten bisher für botanisch gute Qualität oder für ausserordentliche Leistungen gegen die Einwaldung botanisch wertvoller Flächen keine Abgeltungen. Es fehlt ein Anreiz, botanisch gute Qualität zu honorieren und mit einer gezielten Weideführung der botanischen Qualität Rechnung zu tragen.
- Nur in begründeten Ausnahmefällen werden weitere Alpen mit Strassen erschlossen. Diese werden nicht asphaltiert oder betoniert, fügen sich in die Landschaft ein und sind an eine zusätzliche Leistung für die Biodiversität geknüpft. Stattdessen werden nicht befahrbare Alpen deutlich besser entschädigt. Nicht mehr zu alpwirtschaftlichen Zwecken genutzte Erschliessungen werden wo immer möglich rückgebaut.
- Bund und Kantone legen prioritär zu erhaltende Alpen fest. Die Alpwirtschaft wird in jenen Gebieten finanziell gefördert, in denen klare Ziele des Arten-, Biotop- oder Landschaftsschutzes festgelegt wurden. In den übrigen Landschaftskammern wird die Entstehung von sekundärer Wildnis nicht mit Staatsgeldern aufgehalten.
Wolf und Bär in Sömmerungsgebieten
Wolf und Bär kehren in die Schweiz zurück – ein Glücksfall für den Tourismus und die Natur. Pro Natura ist überzeugt, dass ein Zusammenleben unter geeigneten Rahmenbedingungen und entsprechenden Entschädigungsleistungen problemlos für die Landwirtschaft machbar ist. Schafe müssen deshalb in den Alpen wieder behirtet werden.
Schweiz aktuell vom 11.11.2011 «Der Wolf geht um»

