Erhaltung und Aufwertung. Natur.. und' Kulturlandschaft Natischerberg
Der Projektperimeter ist der Natischerberg als Gesamtes. Es wir durch die Gemeindegrenze umrissen. Zum Perimeter gehören sämtliche Flächen ausserhalb der Bauzonen. Das Projektgebiet erstreckt sich über eine Höhendifferenz von 1500 Meter und liegt teils innerhalb und teils ausserhalb des UNESCO Welterbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Das Gesamtprojekt ist im Sinne der „Charta vom Konkordiaplatz", in der sich die Gemeinden im UNESCO- Welterbeperimeter verpflichten, die Entwicklung der Region nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit Zu fördern. Insgesamt sollen im Zeitrahmen von 15 - 20 Jahren 19 Teilprojekte im und um das UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn umgesetzt werden.
Bei verschiedenen Teilprojekten geht, es um die Instandhaltung von Objekten, welche ganz oder teilweise in der traditionellen Trockenmauer- Technik errichtet worden sind. Trockenmauern leisten einen grossen Beitrag an den Naturschutz. Sie sind vom Menschen geschaffene Lebensräume für eine Vielzahl meist spezialisierter Pflanzen- und Tierarten. Für viele Tiere wie Insekten, Reptilien, Kleinsäuger und Vögel bietet das Lückensystem dieser Mauem Unterschlupf: Die Mauem bieten Schutz, Ruheort, Winterquartier und Nistmöglichkeiten.
Von grosser Bedeutung für die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen sind zudem die Teilprojekte, die sich mit den Flachmooren „Egga“ und ,,Bodme", den Naturschutzmassnahmen Lötschbergrampe und „Ägertenblatte", und der Aufwertung des Amphibienlaichgebietes „Lüsga" und des Auenwaldes im Blindtal befassen. Im Rahmen dieser Projekte werden gezielt Massnahmen ergriffen um die einzelnen Habitate zu schützen und aufzuwerten.
Die Trägerschaft, bestehend aus der Burgerschaft Naters und der Munizipalgemeinde Naters, hat bereits die im Folgenden kurz umschriebenen Teilprojekte ausarbeiten lassen. Diese werden innerhalb der nächsten 5 Jahre umgesetzt.

Projekte die zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen werden von Pro Natura finanziell unterstützt.
Dazu gehören folgende Projekte:


Sanierung Wässerwasserleitung Obri und Undri Bitscberji .
Am Natischerberg sind gegenwärtig noch 33 Wasserleitungen in Betrieb. Die Bewirtschaftung und der laufende Unterhalt der Suonen wir durch sogenannte Wassergeteilschaften bewerkstelligt. Grössere Unterhaltsarbeiten wie beispielsweise die totale Sanierung der "Obri Bitscherji" und "Undri Bitscherji" können aus finanziellen Gründen jedoch nicht bewerkstelligt werden. Im Rahmen dieses Projektes werden die beiden Suonen ab Höhe Geimen vollkommen offen geführt und naturnah gestaltet. Zusätzlich wird die bestehende Druckleitung der "Obri Bitscherji" erneuert. Sie dient künftig beiden Suonen als Wasserzubringer. Die Trägerschaft dieses Projektes ist die Wassergenossenschaft Bitscherji. Die Kosten werden rund SFr. 830'000 betragen

Aufwertung Auenwald Blindtal
Im hinteren Teil des Blindtals im Gebiet „Blitti" umgeben von Fichtenbeständen konnte sich seit Jahrzehnten ein Erlenbestand behaupten, ja sogar ausbreiten. Verursacht durch regelmässige Übertritte des Wildbaches Bruchji ist der Ansatz eines Auenwaldes zu erkennen. Das Ziel des Projektes ist es, durch gezielte waldbauliche Eingriffe die ursprüngliche Dynamik und ökologische Funktion der Aue wieder herzustellen. Die Fläche des Auenwaldes soll dabei in den nächsten 15 Jahren verdreifacht werden (Projektkosten 1. Etappe SFr. 66'000)

Erhaltung Flachmoor Egga und Flachmoor Bodme
Das Flachmoor Bodme befindet sich auf rund 2'000 m.ü.m. auf einer Hangterasse südwestlich des Weilers Bäll. Im Gebiet dieses Flachmoors ist eine der populationsstärksten Birkhuhnansiedlungen der Schweiz angesiedelt. Beim Flachmoor Egga handelt es sich um ein Flachmoor von kommunaler Bedeutung. Ziel des Projektes ist die Erhaltung und Aufwertung der beiden Moore.

Naturschutzmassnahmen Ägertenplatte
Die Ägertenplatte wurde früher stark mit behirtetem Schmalvieh beweidet. Dadurch entstand eine Art "Geisslandschaft" = Kahlfrass. Nachdem der Schmalviehauftrieb aufhörte, entstand eine grosse Artenvielfalt mit vielen Orchideen, seltenen Pflanzen und Tiere. Die Landschaft ist im Begriffe einzuwalden. Durch den Aushieb unerwünschter Bäume und der Förderung von seltenen Sträuchern soll die Artenvielfalt wieder gesteigert werden (Kosten SFr. 16'000).

Das Amphibiengebiet Lüsga
Das Amphibiengebiet Lüsga ist im Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung aufgeführt. Die vorgesehene Aufwertung beinhaltet eine optimierte Sicherstellung der Wasserzufuhr zu den einzelnen Tümpeln, die ökologische Verbindung derer untereinander sowie das Abdichten der Tümpel. Für die vorgesehenen Aufwertungsmassnahmen wird mit einem Kostenaufwand von rund SFr. 38'000 gerechnet