Landschaft ist eine begrenzte Ressource
Landschaft ist, was uns umgibt. Sobald wir das Haus verlassen, stehen wir in der Landschaft. Es gibt in der Schweiz wenige unberührte und viele vom Menschen geprägte Landschaften, bis hin zur Stadtlandschaft. Wenn wir aus dem Zugfenster schauen, sehen wir meist verbaute, zerschnittene Landschaften. Grössere Gebiete, die noch von Siedlung und Verkehr verschont geblieben sind, findet man nur noch im Gebirge. Diese Gebiete, aber auch alle übrigen unbebauten Flächen sind wertvoll, denn naturnahe Landschaft kann man kaum wiederherstellen.
Landschaft ist das Kapital der Schweiz
Intakte Landschaften haben einen vielfältigen und unwiederbringlichen Wert für die Schweiz. Sie sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Sie sind der Boden der Landwirtschaft und entscheidend für die Nahrungsmittelproduktion. Die Bevölkerung braucht attraktive Freiflächen zur Erholung. Für die Wirtschaft sind sie ein wichtiger Standortfaktor und für den Tourismus das wichtigste Kapital überhaupt. Ohne intakte Landschaften wäre die Schweiz arm.
Die Postkarten-Schweiz ist bedroht
In der Schweiz wird immer mehr Fläche für Wohnen, Gewerbe und Verkehr verbraucht. Jede Sekunde wächst die Siedlungsfläche um fast einen Quadratmeter, jeden Tag um zehn Fussballfelder, jedes Jahr um die Fläche des Bielersees. Nur knapp ein Drittel der Landesfläche ist besiedelbar, der Rest wird von vegetationslosen Flächen, Alpweiden und Wald bedeckt. Von der besiedelbaren Fläche ist bereits knapp ein Viertel bebaut, die restlichen drei Viertel sind landwirtschaftlich genutzter Boden. Dieser Rest an Bauernland schrumpft rasant.

