Vielfältiger Naturgarten © Matthias Sorg

Wettbewerb «Naturgärten – kleine und grosse Paradiese!»

Ein naturnaher Garten, ein Balkon oder ein Hochbeet kann Nahrung und Heimat für Tiere und Pflanzen bieten. Für uns und die Umwelt zählt jeder Quadratmeter Natur. Pro Natura belohnt Ihr Engagement für mehr Natur im Siedlungsraum - machen Sie beim Wettbewerb mit und gewinnen Sie schöne Preise!

Ein Garten ist nicht mit einem Balkon oder einem Hochbeet auf dem Quartierplatz vergleichbar. Für den Wettbewerb unterscheiden wir die drei Kategorien Garten, Balkon oder innovative Projekte. Im Zweifelsfall wählen Sie die Kategorie innovatives Projekt – eine Umteilung durch uns ist nachträglich noch möglich.

So nehmen Sie am Wettbewerb teil

Laden Sie die Erläuterungen und den Fragebogen herunter. Machen Sie max. fünf Fotos ihres Naturgartens. Die Fotos helfen uns, die Qualität Ihres Naturgarten einzuschätzen. Senden Sie Ihren ausgefüllten Fragebogen und die Fotos bis spätestens am 31. Mai 2020 an uns (Adresse in grüner Box).

Wir unterscheiden folgende drei Kategorien

Kategorienübersicht Naturgartenwettbewerb © Diverse
© Von links nach rechts: Andrea Haslinger / Pro Natura, Melanie Konrad / NABU, Stadtgärtnerei Basel

Preise und Auszeichnungen

Pro Kategorie werden jeweils die besten drei Eingaben ausgewählt. 

  1. Preis: Eine Übernachtung für zwei Personen, inkl. Vollpension im Pro Natura Zentrum Aletsch im Wert von 400.- CHF.
  2. Preis: Eine Tagesexkursion mit «per pedes bergferien» für zwei Personen im Wert von 200.- CHF.
  3. Preis: Das Buch «Naturnah gärtnern» von Norbert Griebl aus dem Haupt Verlag im Wert von 37.- CHF.

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Zudem werden die Siegergärten im Pro Natura Magazin porträtiert. Alle teilnehmenden Personen, deren Naturgärten die Grundanforderungen erfüllen, erhalten eine dauerhafte Plakette, die ihren Garten als besonders wertvollen Naturgarten ausweist. Die Qualität der Naturgärten wird mit der Anzahl Schmetterlinge (1-3) auf der Plakette angezeigt.

Das macht Ihren Garten zum Naturgarten

Wollen Sie mit Ihrem «Naturgarten» am Pro Natura Wettbewerb teilnehmen, müssen Sie folgende Punkte mit Ja beantworten können:

  • Ich verwende vorwiegend einheimische Wildpflanzen. Heimische Wildpflanzen bieten für einheimische Tierarten mehr Nahrung oder Unterschlupf als exotische Pflanzen oder Zuchtformen. Welche einheimischen Wildpflanzen bei Ihnen gedeihen erfahren Sie auf der Webseite von Floretia.
  • Ich verzichte auf invasive Neophyten. Einheimische Wildpflanzen dienen der Artenvielfalt. Invasive Neophyten haben in einem Naturgarten nichts zu suchen. Mehr Infos zu Neophyten finden Sie auf unserer Webseite.
  • Ich verwende keine Pestizide oder Kunstdünger. Als Pestizide oder Kunstdünger werden chemisch-synthetische Stoffe bezeichnet, die als Gift gegen unerwünschte Organismen (Tiere oder Pflanzen) eingesetzt werden. Menschen, die naturnah gärtnern, verzichten auf den Einsatz von Pestiziden.
  • Ich verwende keine torfhaltigen Produkte. Durch den Torfabbau werden Moore unwiederbringlich zerstört und damit der Lebensraum von seltenen und vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Verwenden Sie nur torffreie Erde - umweltfreundliche Torfprodukte gibt es nicht. Wie Sie Torf ersetzen können erfahren Sie beim Bundesamtes für Umwelt.
  • Ich gestalte eine möglichst grosse Fläche naturnah. Es spielt keine Rolle, wie gross ihre naturnah gestaltete Fläche ist. Wichtig ist nur, dass Sie die vorhandene Fläche soweit wie möglich für ihre naturnahe Gestaltung nutzen. Wichtig ist aber, dass mindestens 2/3 bepflanzbaren Gesamtfläche ein Naturgarten ist. 

Das macht Ihren Naturgarten zu einem Naturparadies

Ihr Naturgarten erfüllt die Pflichtanforderungen – die folgenden Elemente machen ihn zu einem Paradies für einheimische Pflanzen und Tiere und Sie sammeln Punkte für den Wettbewerb! Denken Sie daran: Lebensraum für einheimische Tier- und Pflanzenarten zu schaffen, bedeutet nicht zwingend, Aufwand zu betreiben. Im Gegenteil. Weniger ist im Naturgarten oft mehr!

Die Teilnahmefrist ist abgelaufen, aber das Erlebnis "Naturgarten" geht weiter! Wer die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs «Naturgärten - kleine und grosse Paradiese!» sind, erfahren Sie Ende Sommer 2020.


Bedingt durch die Corona Pandemie sind wir mit den geplanten Besuchen der angemeldeten Naturparadiese zeitlich im Verzug. Wir hoffen aber, bis zum 31. August alle angemeldeten Naturgärten besuchen zu können.



Asthaufen und Wildbienenhotel als Unterschlupf und Nistplatz © Matthias Sorg © Matthias Sorg
Asthaufen und Wildbienenhotels dienen verschiedensten Tieren als Unterschlupf und Nistplatz.

Vielfalt an Lebensräumen

Ast- und Laubhaufen, Trockenmauern oder Tümpel bieten Käfern, Eidechsen, Fröschen und Co. die notwendigen Lebensräume und Verstecke. Auf einem Balkon können Sie für Insekten ein Zuhause schaffen. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Naturschutzbundes Deutschland NABU.

Vielfältige natürliche Nistmöglichkeiten für Tiere

Tiere brauchen Orte für die Brutpflege. In vielen Gärten gibt es künstliche Nisthilfen wie Vogelnistkästen oder Insektenhotels. Solche künstlichen Nisthilfen können nützlich sein. In einem Naturgarten sollten aber vor allem natürliche Nistmöglichkeiten in Form von Totholz, Pflanzenstengel und offenen Flächen sowie das passende Nahrungsangebot geschaffen werden.

Blumenwiesen bietet Nahrung © Matthias Sorg © Matthias Soreg
Blumenwiesen statt Zierrasen oder ein Blumenschotterrasen statt Steinplatten.

Alternativen zu Zierrasen

Ein Zierrasen bietet Tieren weder Nahrung oder Unterschlupf. Wie wäre es stattdessen mit einer bunten Blumenwiese, auf der Schmetterlinge, Wildbienen und Igel ihre Nahrung finden?

Informationen finden Sie im Merkblatt Pro Natura Praxis Nr. 21. Zu bestellen im Pro Natura Shop.

Oder bei SRF online die Tipps vom Gartenexperten: Der Weg zur biodiversen Wildblumenwiese

Versiegelte Flächen

Mehr als die Hälfte der Fläche im Siedlungsraum ist versiegelt, zumeist geteert. Diese Fläche ist als Lebensraum für Tiere und Pflanzen praktisch verloren. Viele Flächen müssen zur Nutzung nicht zwingend versiegelt sein. So kann ein Sitzplatz mit Blumenschotterrasen statt Steinplatten, ein Parkplatz mit Rasengittersteinen statt Asphalt gestaltet werden.

Im Garten unscheinbare Gegenstände, für Kleintiere sind sie tödliche Gefahren © Jan Gürke © Jan Gürke
Im Garten unscheinbare Gegenstände, für Kleintiere sind sie tödliche Gefahren.

Wildtierfallen und Barrieren

Wildtiere müssen sich für den Nahrungserwerb, die Fortpflanzung oder das Aufsuchen von Verstecken möglichst gefahrlos bewegen können. Im Garten und rund ums Haus gibt es aber viele Barrieren und Fallen für Kleintiere. Sie erfahren auf unserer Webseite wie Sie Fallen entschärfen können.

Nicht jede Beleuchtung ist nötig © Matthias Sorg © Matthias Sorg
Künstliche Lichtquellen in der Nacht sind eine tödlich Falle für viele nachtaktive Tiere.

Vermeidung von Lichtverschmutzung

Nachtfalter und andere nachtaktiven Insekten wie zum Beispiel das Glühwürmchen werden von Licht angezogen. Ihr Tanz um das Licht endet oft mit dem Erschöpfungstod.

Wie Sie mit einfachen Methoden auf unnötige Beleuchtung verzichten können finden Sie auf der Internetseite von Dark-Sky Switzerland.

Weitere Informationen

Es gibt viele Bücher zum Thema Naturgarten. «Natur für jeden Garten» von Reinhard Witt zum Beispiel zeigt ihnen Schritt für Schritt auf, wie Sie Ihren Garten in ein Natur-paradies verwandeln können. Erhältlich im Fachhandel oder im Pro Natura Shop.

Sie suchen einen Fachbetrieb, der Sie in der Umsetzung Ihres Gartentraums unterstützt oder Sie möchten bei der Pflege Ihres bestehenden Gartens auf das Fachwissen eines Naturgarten-Profis setzen? Auf der Webseite von bioterra.ch finden Sie eine Karte mit den Fachbetrieben in Ihrer Nähe.

Teilnahmebedingungen

Am Wettbewerb «Naturgärten - kleine und grosse Paradiese!» können nur Privatpersonen mitmachen. Für Firmen bietet die Stiftung Natur & Wirtschaft eine kostenpflichtige Zertifizierung an.  

Von der Wettbewerbsteilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pro Natura und ihre im selben Haushalt wohnenden Angehörigen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die eingereichten Unterlagen werden nicht zurückgesandt.

Ablauf

Diejenigen Gärten, Balkone oder innovativen Projekte, welche die Pflichtanforderungen an einen Naturgarten erfüllen, nehmen am Wettbewerb teil und werden im Sommer 2020 besichtigt und beurteilt. Eine Jury aus Mitarbeitenden des Zentralsekretariats und den Sektionen wählt die GewinnerInnen anhand der eingereichten Fragebogen und den Protokollen der Besuche aus. Die offizielle Preisverleihung findet im August 2020 statt.

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