Auried in der Abenddämmerung © Matthias Sorg

Auried (FR)

Wer wirbt da so lautstark um Weibchen?

Mit Einbruch der Dämmerung versammeln sich an den Weihern des Aurieds ganze Horden kleiner, grüner Quaker. Es sind Laubfrosch-Männchen, die im Frühling - bis gegen Mitternacht - mit geblähter Schallblase lauthals nach paarungswilligen Weibchen rufen.

Eine der grössten Laubfrosch-Populationen der Schweiz hat im Auried sein Zuhause. Die heute sehr selten gewordene Froschart schätzt die gut besonnten Gewässer im ehemaligen Kiesabbaugebiet als Laichplätze. Die Feuchtwiesen mit Einzelbäumen dienen ihnen als Sommerlebensraum. Aber auch andere Amphibien, Watvögel, Libellen und weitere Wirbellose fühlen sich in der strukturreichen Landschaft rundum wohl. Damit dies in Zukunft so bleibt, lässt Pro Natura gegen die Verbuschung Schottische Hochlandrinder weiden. Zudem werden die Flächen mit zusätzlichen Pflegemassnahmen offen gehalten.

Auf eigene Faust oder mit kundigen Experten

Ab Laupen gelangen Sie, nach einem etwa halbstündigen Spaziergang entlang der kanalisierten Saane, ins Naturschutzgebiet. Es lohnt sich, ganz am südlichen Zipfel mit den Erkundungen zu starten: Dort beginnt nämlich beim Informationshaus der Themenweg. So erfahren Sie viel Spannendes über das Gebiet und die darin lebenden Pflanzen und Tiere. Eigene Beobachtungen sind am besten vom Gewässerrand oder dem Aussichtsturm möglich. Falls Sie mit Ihrer Klasse eine Exkursion planen, steht Ihnen die Unterrichtshilfe auf der Website von Pro Natura Fribourg zur Verfügung. Wer mag, wandert anschliessend weiter der Saane entlang. Via Bösingen geht es durch die hügelige Kulturlandschaft nach Laupen zurück.

Ehemaliges Kiesabbaugebiet mit stets wasserführenden und temporären Kleingewässern, Kiesinseln, Sandbänken und extensivem Grünland. Amphibienlaichgebiet und Lebensraum für Brut- und Zugvögel.

Hunde sind an der Leine zu führen.



Wann besuchen
Seltene Zugvögel sind im Frühling und Herbst zu beobachten; Froschkonzerte im Frühling und Frühsommer zu hören.
Wo
An der Saane bei Kleinbösingen (FR).
Karte: 1:25'000, Blätter 1165 Murten und 1185 Fribourg.
Fläche
Pro Natura ist Eigentümerin des Naturschutzgebietes.
Weiteres
Geführte Exkursionen durch Pro Natura Fribourg auf Anfrage. Faltblatt sowie Unterrichtshilfe finden Sie als pdf auf der Website der Pro Natura Sektion Fribourg.
Anreise
Mit dem Zug nach Laupen, dann mit dem Postauto bis zur Staumauer des Schiffenenstausees. Eine Alternative ist die kurze aber schöne Wanderung entlang der Saane von Laupen bis zum Schutzgebiet.