Hirsch und Hirschkuh © Pixabay

Brunftzeit – Bajo und Joba im Glück

11.12.2018

Bajo ist das Jahr hindurch meistens alleine unterwegs. Das ist bei männlichen Hirschen so üblich. Doch im Herbst ist Brunftzeit, alles wird anders.

Bajo verlässt sein Versteck am Waldrand schon früh am Abend. Er wandert ein paar Kilometer durch den Wald nach Osten und steuert zielstrebig in Richtung der Hirschkuh Joba.

Als er sich Joba’s Ruheplatz bis auf 500 Meter nähert, zieht sie los, hinaus auf die Wiesen. Hat sie ihren Verehrer bereits wahrgenommen? Sind sie zum gemeinsamen Nachtessen verabredet? Jedenfalls ist es Zeit für die Suche nach Futter, im Schutz der Dunkelheit. Auch Bajo folgt ihr und verlässt den Wald. Beide grasen auf den Wiesen zwischen Waldrand und Dorf, jedoch ohne sich direkt zu begegnen.

Nach einem ausgiebigen Menü zieht sich Joba in der zweiten Nachthälfte zurück in ihr Versteck. Eine halbe Stunde später erhält sie Besuch von Bajo. Offensichtlich wissen die beiden genau, wo sich der andere aufhält - auch ohne vorherigen Direkt-Kontakt? Sie beziehen gemeinsam den Ruheplatz, welchen Joba schon die Tage zuvor benutzt hat. Was dann passiert, können wir nur erahnen… Es bleibt jedenfalls nicht bei einem One Night Stand, die nächsten Tage und Nächte verbringen die beiden Seite an Seite.

Diese Geschichte entstand im Rahmen des Projekts «Rothirsche in Bewegung». Die Senderhalsband-Daten von Hirschen im Schweizer Mittelland enthüllen Erstaunliches. Pro Natura erzählt die bewegenden Hirsch-Geschichten auf ihrer Website. So sensibilisieren wir die Öffentlichkeit für die Wanderbedürfnisse der Wildtiere – freie Bahn!



Brunftzeit – wie die Hirsche Bajo und Joba ihr Glück finden

Wanderroute Bajo und Joba
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