Invasive, gebietsfremde Arten

Die Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt in unserem Land ist in ständigem Wandel begriffen. Die Verbreitungsgebiete von Arten verändern sich und passen sich neuen Verhältnissen an. Problematisch wird es dort, wo der Mensch Arten absichtlich oder unabsichtlich über natürliche Verbreitungsgrenzen hinweg transportiert und sich diese Arten invasiv entwickeln. Solche invasive gebietsfremde Arten können sich so vermehren, sich in einem Lebensraum ausbreiten oder diesen verändern, dass dadurch einheimische Arten verdrängt werden. Invasive gebietsfremde Arten stellen deshalb eine der wesentlichen Bedrohungen für die Biodiversität dar.

 

Das Ziel von Pro Natura:

Schäden an der Biodiversität durch invasive gebietsfremde Arten sollen nicht eintreten beziehungsweise reduziert werden.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, setzt sich Pro Natura für folgende Anliegen ein:

  1. Bund und Kantone sorgen dafür, dass sich neue invasive gebietsfremde Arten nicht ansiedeln und ausbreiten können.
  2. Der Bund legt für invasive gebietsfremde Arten, die sich bereits in Ausbreitung befinden, artspezifische Ziele fest.
  3. Von den festgelegten Zielen werden präzise Massnahmen abgeleitet und von allen Akteuren koordiniert umgesetzt.
  4. Bund und Kantone machen das Verursacherprinzip konsequent geltend und sorgen dafür, dass Massnahmen überall umgesetzt werden.
  5. Bei der Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten wird auf andere Umwelt- oder Naturschutzanliegen Rücksicht genommen.
  6. Der Bund setzt ein nationales Monitoring um.
  7. Alle Akteure achten auf eine lösungsorientierte Kommunikation.
  8. Die in diesem Standpunkt erwähnten Anliegen fliessen in die Strategie des Bundes für den Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten ein.

Pro Natura setzt sich mit ihren eigenen Aktivitäten und in ihren Naturschutzgebieten dafür ein, dass Schäden durch invasive gebietsfremde Arten nicht eintreten beziehungsweise reduziert werden.