Progetti
UREK-N anerkennt den Handlungsbedarf bei der Biodiversitätskrise
«Mehr als ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz stehen auf der Roten Liste. Damit der indirekte Gegenvorschlag eine angemessene Antwort auf die Biodiversitätskrise ist, muss er noch deutlich verbessert werden.»
Raffael Ayé, Geschäftsführer BirdLife Schweiz
«Der Schwund der Artenvielfalt kostet die Wirtschaft laut* Bundesrat jedes Jahr 14–16 Milliarden Franken. Zum Schutz unserer Lebensgrundlagen und jener von kommenden Generationen fordern wir darum wirksame Instrumente.»
Sarah Pearson Perret, Secrétaire romande von Pro Natura
Kontakt
- Pro Natura: Sarah Pearson-Perret, Secrétaire romande, +41 79 688 72 24, @email
- Biodiversitätsinitiative: Stefan Jakob, Geschäftsführer, +41 78 627 95 51, @email
- BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, +41 44 457 70 20, @email
- Biodiversitätsinitiative: Dagmar Wurzbacher, Medienverantwortliche Deutschschweiz, +41 76 517 25 96, @email
Biodiversitätsinitiative: Ein breites Bündnis von Organisationen aus Landwirtschaft, Wald, Jagd, Fischerei, Pärken, Forschung und Naturschutz unterstützt die Biodiversitätsinitiative – darunter Pro Natura, BirdLife, die Stiftung Landschaftsschutz, der Schweizer Heimatschutz, der Schweizerische Fischerei-Verband, und die Organisationen JagdSchweiz, fair-fish und Casafair.
www.biodiversitaetsinitiative.ch
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Medienmitteilung des Trägervereins der Biodiversitätsinitiative
Biodiversität am Scheideweg - warum der Nationalrat jetzt handeln muss!
Vor kurzem haben Wissenschafterinnen und Wissenschafter ein 150-jähriges Herbarium aus dem Kanton Schaffhausen untersucht. Dabei wurde deutlich, wie schnell der Verlust der Pflanzenvielfalt in unserem Land voranschreitet: 154 der damals gesammelten 1000 Arten sind heute in der Schweiz bereits ausgestorben. Eine Art pro Jahr verschwindet. Das widerspiegelt im Kleinen, was auch im Grossen zu beobachten ist:
- 95 % der Trockenwiesen und -weiden und 80% der Moore sind seit 1900 verschwunden.
- 60 % der Insekten, 40 % der Brutvögel und die grosse Mehrheit der Amphibien und Reptilien sind vom Aussterben bedroht.
- Alles in allem sind die Hälfte aller natürlichen Lebensräume und ein Drittel aller Pflanzen-, Tier- und Pilzarten vom Aussterben bedroht.
Es besteht also dringender Handlungsbedarf zugunsten der Biodiversität, die auch der Bundesrat als «Voraussetzung für die menschliche Existenz»1 bezeichnete.
Grosse Chance im Parlament: Die richtigen Flächen am richtigen Ort in ausreichender Menge schützen
Das Schicksal der Biodiversität in der Schweiz entscheidet sich jetzt im Parlament. Die Umweltkommission des Nationalrats (UREK-N) hat kürzlich den Gegenvorschlag des Bundesrates zur Biodiversitätsinitiative im Wesentlichen gutgeheissen. Die Initiative fordert mehr Mittel und Flächen für die Biodiversität sowie geeignete Instrumente zu deren Schutz.
Auf dem internationalen Parkett vertritt die Schweiz das Ziel, auf 30 % aller Flächen die Biodiversität zu schützen. Der Gegenentwurf der UREK-N begnügt sich aber mit einer Aufzählung von Gebieten, welche gerade mal 17 % der Schweizer Landesfläche ausmachen. Gemäss Berechnungen des Bundesamtes für Umwelt, in denen auch Flächenkategorien einkalkuliert sind, welche den Schutzkriterien nicht genügen, wären wir dabei schon heute bei 13.4 %!
Solch buchhalterische Übungen bringen uns aber ohnehin nicht weiter. Wir müssen die richtigen Flächen am richtigen Ort und in ausreichender Menge schützen. Mit nur 17 % können wir die für unser Überleben notwendigen Ökosystemleistungen, zu denen etwa auch die Ernährungssicherheit gehört, langfristig nicht aufrechterhalten. Mit diesem Gegenentwurf macht die UREK-N zwar einen kleinen Schritt voran, stoppt den Rückgang der Biodiversität aber nicht.
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Diego Grandi / iStock
- Das Schicksal der Biodiversität in der Schweiz entscheidet sich jetzt im Parlament.
Ein Gegenvorschlag, zwei mögliche Wege
Der Gegenvorschlag zur Biodiversitätsinitiative wird nun in der Herbstsession im Nationalrat diskutiert. Das Parlament hat die Wahl zwischen zwei Optionen:
Option 1: Nichts tun, abwarten und einen exorbitanten Preis für den Verlust der Artenvielfalt bezahlen
Wird der aktuelle Gegenentwurf gutgeheissen, schreitet die Biodiversitätskrise weiter voran. Damit wählt der Nationalrat den Weg der Untätigkeit mit einem exorbitanten Preisschild. Die oft unsichtbaren Leistungen der Biodiversität, die wir künftig ersetzen müssten, sind nicht günstig:
- Wälder und Böden erfüllen ihre Schutzfunktion vor Naturkatastrophen und vor den Folgen der Klimaerwärmung kaum noch: Erosion, Hochwasser, Überschwemmungen, Erdrutsche und Dürre werden schwieriger zu bewältigen.
- Moore, Sümpfe und Wälder werden massiv weniger CO2 binden können, da sie von uns zerstört und ausgebeutet werden.
- Die Landschaften, auf die wir stolz sind und in denen wir so gerne unsere Freizeit verbringen, verarmen.
Es gibt ein Preisschild für die Untätigkeit: Der Bundesrat schätzt, dass uns der Verlust der Biodiversität bis 2050 jährlich zwischen 14 und 16 Milliarden Franken kosten wird. Also etwa gleich viel, wie die Schweiz im Jahr 2021 zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie aufgewendet hat.23
Option 2: Handeln und die Biodiversitäts- und Klimakrise lindern
Der zweite, rationalere Weg ist sehr einfach: Handeln. Das Parlament ist in der Lage, die richtigen Entscheidungen zu treffen und den indirekten Gegenvorschlag zur Biodiversitätsinitiative deutlich zu verbessern. Mit dieser Variante retten wir nicht nur die Biodiversität, sondern wir lindern auch die Auswirkungen des Klimawandels. Die beiden Krisen müssen gemeinsam gelöst werden. Wenn wir nichts unternehmen, werden die Bedingungen für unsere menschliche Existenz prekär.
Unsere Volksvertreterinnen und -vertreter haben jetzt die Chance, den Kompass neu auszurichten und einen Weg einzuschlagen, der den nachgewiesenen Bedürfnissen der Biodiversität besser gerecht wird:
- Sie können durch gute Raumplanung genügend Fläche für die Erhaltung und Entwicklung der Biodiversität schaffen.
- Sie können die Schweiz mit geeigneten Instrumenten zum Biodiversitätsschutz ausstatten.
- Sie müssen der Zerstückelung der Lebensräume mit Massnahmen zur Vernetzung entgegenwirken und damit die ökologische Infrastruktur errichten.
Nationalrätinnen und Nationalräte, die für dieses Thema sensibilisiert sind, können und müssen den Entwurf der Kommission erheblich verbessern. So verhindern sie, dass die Herbarien von 2022 in 100 Jahren zu stummen Zeugen einer für immer verlorenen Biodiversität der Vergangenheit werden.
Sarah Pearson Perret, Biologin, Secrétaire romande
Bilanz der Diskussionen im Parlament über die Biodiversitätsinitiative
Nach dreitägigen Beratungen empfiehlt der Nationalrat das NEIN zur Biodiversitätsinitiative. Den Gegenvorschlag hat er jedoch verbessert. Der Nationalrat verankert die ökologische Infrastruktur im Naturschutzgesetz und erweitert die zur Verfügung stehenden Instrumente mit einem weiteren Instrument: «Biodiversitätsstandorte». Dieses zielt darauf ab, in einem Gebiet den Schutz der Biodiversität mit anderen Nutzungsformen zu kombinieren und kann je nach Umsetzung zu spannenden Kompromissen führen. Pro Natura begrüsst die Ablehnung eines Flächenziels. Diese rein buchhalterische Übung wurde von der Mehrheit der zuständigen Kommission vorgeschlagen. Der Ständerat, der sich demnächst über die Initiative und den Gegenvorschlag beraten wird, muss nun sicherstellen, dass die Voraussetzungen, insbesondere finanzieller Art, gegeben sind. Die Kantone müssen bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen unterstützt werden.
1 Botschaft des Bundesrates zur Biodiversitätsinitiative und zum indirekten Gegenvorschlag, März 2022
2 Botschaft des Bundesrates zur Biodiversitätsinitiative und zum indirekten Gegenvorschlag, März 2022
3 https://www.efd.admin.ch/efd/de/home/finanzpolitik/die-bundesfinanzen.h…
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Zur BiodiversitätsinitiativeBiodiversitätsinitiative: Nationalrat schlägt einen prüfenswerten Kompromiss vor
Die Biodiversität erbringt für uns überlebenswichtige Ökosystemleistungen wie Bestäubung, verbesserte Bodenfruchtbarkeit, Schutz vor Erosion und Extremwettereignissen. Intakte Ökosysteme speichern CO2 und Wasser und sie sind daher die besten Verbündeten im Klimawandel. Ohne einen besseren Schutz unserer Biodiversität und damit unserer Ökosysteme werden unsere Ernährungssicherheit und unser Wohlstand gefährdet. Der Bundesrat schätzt, dass zu wenig entschlossenes Handeln beim Schutz der Biodiversität rund 14 bis 16 Milliarden Franken an volkswirtschaftlichen Kosten verursachen wird.
"Die Kosten des Biodiversitätsverlusts in der Schweiz werden umso höher ausfallen, je länger wir mit entschlossenem Handeln zuwarten", so Raffael Ayé, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz. "Um die Biodiversität in der Schweiz und damit die für Wirtschaft und Gesellschaft unverzichtbaren Ökosystemleistungen zu erhalten, brauchen wir endlich eine Ökologische Infrastruktur von Schweizer Qualität."
"Damit unsere Wirtschaft und Gesellschaft weiterhin von den Ökosystemleistungen der Natur profitieren kann, muss die Biodiversität nach wissenschaftlichen Erkenntnissen weiter geschützt und gefördert werden. In den Bergen, in den Wäldern, in Siedlungsgebieten und auch im Landwirtschaftsgebiet. Die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln kann langfristig nur gewährleistet werden, wenn Ökosystemleistungen wie Bodenfruchtbarkeit und Bestäubung gesichert sind", erklärt Sarah Pearson Perret, Secrétaire romande von Pro Natura.
Mehr als ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz sind gefährdet oder bereits ausgestorben. Für die bedrohten und prioritären Lebensräume, Arten und Ökosysteme sind die Schutzgebiete in der Schweiz meist zu klein. Darum sind die Ergänzung und Vernetzung der Kerngebiete sehr wichtig.
"Die Förderung der Baukultur hat der Nationalrat aus dem indirekten Gegenvorschlag gestrichen", hebt Stefan Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Heimatschutzes, hervor. Diese soll nun mittels separater Motion (22.3892) im Rahmen der Kulturbotschaft 2024 gesetzlich verankert werden. "Wir erwarten vom Parlament diesbezüglich entschiedenes Handeln im Sinne der Initiative", betont Stefan Kunz weiter.
Der Gegenvorschlag ist ein Schritt in die richtige Richtung. Insbesondere das von der FDP eingebrachte Instrument Biodiversitätsgebiete, das auch vom Bundesrat unterstützt wird, ermöglicht es, Schutz und Nutzung zu kombinieren. Es braucht nun vom Ständerat folgende Verbesserungen am Vorschlag des Nationalrats:
- Finanzielle Mittel für dringend benötigte personelle Ressourcen. Damit die Ökologische Infrastruktur in allen Sektoren umgesetzt werden kann, muss der Bund die Kantone beim Aufbau der Personalressourcen unterstützen. Letztere sind auch notwendig, um die Massnahmen in den Biodiversitätsgebieten im Austausch mit den Stakeholder:inen zu erarbeiten.
- Die Aufwertung der Jagdbanngebiete und Wildtierkorridore soll nicht nur finanziell unterstützt, sondern verpflichtend geregelt werden.
- Ein ausgewiesenes Engagement für den Schutz und die Förderung der Biodiversität in allen relevanten Sektoralpolitiken, denn die Ökologische Infrastruktur muss in allen Lebensräumen aufgebaut werden.
- Die Förderung einer hohen Baukultur (Art.17b,c im NHG) ist im Rahmen der Kulturbotschaft (2024) ins NHG aufzunehmen. Sie bleibt ein wichtiger Teil des indirekten Gegenvorschlages.
Kontakt:
- Pro Natura: Sarah Pearson Perret, Secrétaire romande, 079 688 72 24, @email
- Bird Life Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, 076 308 66 84, @email
- Schweizer Heimatschutz: Stefan Kunz, Geschäftsführer, 079 631 34 67, @email
- Stiftung Landschaftsschutz Schweiz: Franziska Grossenbacher, Stv. Geschäftsleiterin, 076 304 43 58, @email
- Biodiversitätsinitiative: Dagmar Wurzbacher, Medienstelle, 076 517 25 96 @email
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Medienmitteilung des Trägervereins der Biodiversitätsinitiative
Die Schweizerinnen und Schweizer unterschätzen das Ausmass der Biodiversitätskrise
In den letzten Jahren sind in der Schweiz Rebhuhn, Gefleckte Schnarrschrecke und Flachsseide ausgestorben. «Wir befinden uns mitten im sechsten Massenaussterben. Die Schweizer Bevölkerung hat davon bisher allerdings kaum etwas mitbekommen», so Ursula Schneider Schüttel, Nationalrätin und Präsidentin von Pro Natura. Eine neue Kampagne von Pro Natura will das ändern.
Schweiz: führend im Artensterben
Gemäss einer aktuellen Umfrage von Pro Natura wissen immerhin 57% der Schweizerinnen und Schweizer, dass «Biodiversität» etwas mit natürlicher Vielfalt zu tun hat. Konkret ist damit die Vielfalt aller Tier- und Pflanzenarten, ihrer Lebensräume und Genpools gemeint. Gleich viele Befragte glauben allerdings auch, die Biodiversität in unserem Land sei in einem «guten» oder «eher guten» Zustand. Diesen Trugschluss hat die Pro Natura Präsidentin schnell entzaubert: «Unter den Industrienationen der OECD ist die Schweiz führend beim Anteil bedrohter Arten und gleichzeitig Schlusslicht beim Anteil der Naturschutzfläche. Über ein Drittel der untersuchten Tier- und Pflanzenarten und fast die Hälfte der Lebensraumtypen hierzulande sind bedroht.»
Was wir nicht kennen, vermissen wir nicht
«Dass wir trotzdem das Gefühl haben, der Natur gehe es gut, liegt daran, dass wir saftig, grüne Wiesen mit gelbem Löwenzahn als natürlich empfinden und Tiere und Pflanzen, die wir nie gekannt haben, auch nicht vermissen», erklärt Daniela Pauli, Leiterin des Forums Biodiversität Schweiz der SCNAT. Doch Grün ist eben nicht gleich biodivers. Erst die Vielfalt der Lebewesen und ihr Zusammenspiel ermöglichen die natürlichen Kreisläufe, die unsere Lebensgrundlage sind.
«Bestäubung, Bodenfruchtbarkeit, Wasserreinigung, CO2-Speicherung, Hochwasserschutz sind gratis Dienstleistungen einer intakten Biodiversität und für uns überlebenswichtig», betont Pauli. Die Biodiversitätskrise ist für uns Menschen deshalb mindestens so bedrohlich wie die Klimakrise und gemäss der Forschung zu den planetaren Grenzen sogar noch weiter fortgeschritten.
Wir alle sind gefordert!
Mehr und besser vernetzte Naturschutzflächen, eine ökologischere Lebensmittelproduktion und Ernährung sowie eine Reduktion der biodiversitätsschädigenden Subventionen – das sind deshalb Massnahmen, die nicht nur Pro Natura fordert. Drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer wünschen sich schon heute, dass Bund und Kantone mehr unternehmen, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen. «Die Politik und jeder Einzelne sind gefordert» bekräftig Schneider Schüttel. «Wir allen können etwas zum Überleben von Igel, Wiedehopf und Laubfrosch beitragen. Aber wir müssen jetzt damit anfangen, sonst steht bald auch unser Überleben auf dem Spiel.»
Kontakt
Pro Natura:
- Markus Arn, Co-Leiter Kampagne Biodiversität, 061 317 92 36, @email
- Ursula Schneider Schüttel, Präsidentin, 078 603 87 25, @email
- Nathalie Rutz, Medienverantwortliche, 061 317 92 24, @email
SCNAT:
- Daniela Pauli, Leiterin des Forums Biodiversität Schweiz der SCNAT, Mitglied Zentralvorstand Pro Natura, 079 844 01 36, @email
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Kampagne zur BiodiversitätDocumenti scaricabili
GFS-Studie im PDF-FormatPressebilder zum Download
Diese Fotos dürfen unter folgenden Bedingungen frei verwendet werden:
- im Zusammenhang der Berichterstattung über die Kampagne zur Biodiversitätskrise von Pro Natura
- mit korrekter Angabe der Bildautoren
- die Bilder von Biosphoto ausschliesslich im Zeitraum 19.05.22 - 19.11.22
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Briefe für mehr Biodiversität versenden
Der Zustand der Biodiversität in der Schweiz ist alarmierend: Ein Drittel aller untersuchten Tier- und Pflanzenarten ist bedroht. Doch ohne Biodiversität geht es nicht. Sie sichert unsere Lebensgrundlage. Wir müssen deshalb auf allen Ebenen – auch auf Gemeindeebene – aktiv sein, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern.
Helfen Sie mit und fordern Sie Ihre Gemeinde zum Handeln auf, indem Sie ihr einen Brief senden.
Das haben wir erreicht:
Das kann die Aktion bewirken
Mit der Aktion wollen wir möglichst viele Gemeinden dazu anregen, ihr Engagement für die Biodiversität zu überprüfen. Zugleich bieten wir den Gemeinden unsere Unterstützung an: einerseits mit dem Projekt «Biodiversität verpachten», andererseits mit unserem Ratgeberteam, das kompetent zur Seite steht, wenn es um Fragen zu biodiversitätsfördernden Massnahmen geht.
Je mehr Briefe versendet werden, desto mehr Gemeinden erfahren von der Biodiversitätskrise und den Handlungsmöglichkeiten. Wir freuen uns auf viele spannende Anfragen aus den Gemeinden.
Mehr zum Projekt Biodiversität verpachten
Briefinhalt
Teil 1: Einstieg
Überzeugen Sie Ihre Gemeinde mit einem persönlichen Einstieg. Ist Ihnen zum Beispiel der Biodiversitätsverlust in Ihrer Gemeinde an einem konkreten Beispiel aufgefallen? Oder haben Sie vielleicht einen direkten Vorschlag an Ihre Gemeinde?
Dieser Einstieg ist optional. Sie können den Brief auch direkt mit Teil 2 starten.
Teil 2: Standardtext
Der zweite Teil des Briefs zeigt die Dringlichkeit zum Handeln auf. Er kann deshalb nicht verändert werden. Den genauen Wortlaut finden Sie untenstehend im Musterbrief.
Teil 3: Abschluss
Im letzten Teil des Briefs bitten Sie die Gemeinde, Möglichkeiten für mehr Biodiversität zu prüfen. Der Brief wird mit Ihrem Vor- und Nachnamen unterschrieben. In der Fusszeile des Briefs wird darauf hingewiesen, dass es sich um eine Aktion von Pro Natura handelt.
[sender_gemeinde], [datum]
Mehr Biodiversität in [empfaenger_gemeinde]
Sehr geehrte Damen und Herren
[persönliche Nachricht]
Der Zustand der Biodiversität in der Schweiz ist alarmierend: Ein Drittel aller untersuchten Tier- und Pflanzenarten ist bedroht. Seit 1900 sind 82 % der Moore und 90 % der Trockenwiesen und -weiden verschwunden. Pestizide, Bodenverdichtung, intensive Landnutzung und der wachsende Flächenbedarf für Siedlungen und Infrastruktur zerstören Lebensräume und bedrohen die Artenvielfalt.
Doch ohne Biodiversität geht es nicht. Sie ist unsere Lebensgrundlage. Wir müssen deshalb auf allen Ebenen aktiv sein, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern. Pro Natura hilft Gemeinden, die mehr für die Biodiversität tun möchten, mit einem konkreten Angebot:
Kulturland: Besitzt unsere Gemeinde verpachtetes Kulturland? Mit dem Beratungsprojekt «Biodiversität verpachten» können diese Flächen, in Zusammenarbeit mit den Pächterinnen und Pächtern, biodiversitätsfördernd genutzt werden. Mehr Informationen und Kontaktangaben finden Sie hier: www.pronatura.ch/biodiversitaet-verpachten
Wenn unsere Gemeinde kein Kulturland besitzt, aber sich im Wald oder Siedlungsraum engagieren möchte und Unterstützung benötigt, hilft das Pro Natura Ratgeberteam weiter: @email
Vielen Dank, dass Sie sich für mehr Biodiversität in [empfaenger_gemeinde] einsetzen und entsprechende Angebote prüfen. Für eine kurze Rückmeldung Ihrerseits bin ich dankbar.
Freundliche Grüsse
[sender_vorname] [sender_nachname]
Dieser Brief wurde im Rahmen der Pro Natura Aktion «Briefe für mehr Biodiversität» verschickt. Bei Fragen können Sie sich direkt an Pro Natura wenden:
Dornacherstrasse 192, Postfach, 4018 Basel, E-Mail: @email, Telefon: +41 61 317 91 91
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In der Schweiz gelten fruchtbare Böden, saubere Luft, gesunde Lebensmittel und trinkbares Wasser als selbstverständlich. Doch wie lange noch? Für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen brauchen wir die Biodiversität. Und dieser geht es auch in der Schweiz immer schlechter.
Unsere Lebensgrundlagen erhalten
Ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz ist ausgestorben oder gefährdet. Die Hälfte der Lebensräume ist bedroht. Dieser Verlust betrifft uns Menschen direkt. Wir müssen den Rückgang jetzt stoppen. Für uns, für unsere Kinder und unsere Grosskinder, für unsere Nichten, Neffen und Gottikinder – für die kommenden Generationen.
Die Biodiversitätsinitiative liefert dafür einen wichtigen Grundstein. Die Initiative will einen stärkeren Schutz der Biodiversität in der Verfassung verankern. Schützen und erhalten wir jetzt, was wir brauchen. Ja zur Biodiversität!
Bedrohte Lebensräume
Moore, Trockenwiesen oder Auen sind in den letzten hundert Jahren um 90% zurückgegangen. Diese Gebiete bieten Lebensraum für seltene und gefährdete Arten. Sie sind auch für uns Menschen wichtig: Moore zum Beispiel speichern grosse Mengen von CO2 und Wasser. Sie erfüllen eine wichtige Funktion für den Klimaschutz und für die Anpassungen an die Klimaveränderungen. Leider schreitet der Verlust der Lebensräume noch immer voran.
Biodiversität beschreibt die Vielfalt des Lebens. Diese Vielfalt ist auf drei Ebenen zu finden:
- Die Artenvielfalt beschreibt die Anzahl von Arten innerhalb eines Gebietes.
- Die Vielfalt der Lebensräume beschreibt die Anzahl verschiedener Ökosysteme (Lebensräume) innerhalb eines Gebiets.
- Genetische Vielfalt entsteht aufgrund von Unterschieden im Erbgut (der DNA) von Arten. Wenn Populationen kleiner werden, verringert sich die genetische Vielfalt bereits. Das ist problematisch. Denn nur durch genetische Vielfalt können sich Arten an Veränderungen wie neue Klimabedingungen anpassen. Besonders tragisch ist es, wenn eine Art ausstirbt. Denn damit geht genetische Vielfalt für immer verloren.
Innerhalb und zwischen den Arten sowie zwischen den Lebensräumen bestehen Wechselbeziehungen. Fallen einzelne Arten oder Lebensräume weg, hat das Konsequenzen. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite «Fragen und Antworten».
Unsere Projekte zur Förderung der Biodiversität
Conte de Noël Pro Natura
Le vœu de Lola
Depuis qu’elle est toute petite, Lola a le sentiment d’être spéciale. Non pas qu’elle se complaise dans cette idée qui, au contraire, lui est presque désagréable et la met mal à l’aise. Elle ne la formulerait jamais à voix haute devant quiconque. Mais au fond d’elle-même, Lola sent qu’elle accomplira un jour quelque chose de grand. Comme Rosa Parks. Ou Jane Goodall. Ou Jane Austen. Mais ce sont toutes des humaines! Il faut savoir que si Lola s’adressait à vous, vous n’entendriez qu’un «bêêêêê». Eh oui, Lola est une chèvre. Mais Lola a toujours aimé écouter les gens. Ainsi, elle tend l’oreille lorsque des groupes de randonneurs parlent à côté de son pâturage, par exemple au sujet des chimpanzés de Tanzanie. Mais les chèvres ne se contentent pas d’écouter des histoires, elles en vivent aussi.
Lola la petite chèvre regarde au loin par la fenêtre de la chèvrerie. Depuis quelques jours, une couche de neige scintillante recouvre les prairies et collines environnantes ; des chants de Noël s’élèvent de la ferme toute proche; l’odeur des biscuits de Noël tout juste sortis du four flotte dans l’air. Lola aime observer le monde qui l’entoure. Même lorsque la nuit tombe, elle reste à la fenêtre. Une étoile filante fend le ciel. Oh, je peux faire un vœu, pense Lola, ravie. L’image d’une orchidée lui vient immédiatement à l’esprit. Vera me manque! J’aimerais pouvoir aller la voir. Lola a fait la connaissance de Vera, l’orchidée, au printemps dernier dans son pâturage. À l’époque, Lola ne savait pas encore qu’elle allait accomplir de grandes choses à cet endroit. C’est les yeux brillants que Lola se remémore sa première rencontre avec Vera.
Au printemps, Lola se trouvait devant son nouveau logis avec un troupeau de vingt-cinq chèvres. Mais là où elle pensait trouver un pâturage ordinaire s’étendait un paysage couvert de ronces, d’arbustes et de buissons. Le site était tellement envahi par la végétation qu’il était presque impossible de s’y promener. Pour Lola, il s’agissait là d’un environnement inhabituel. Son envie de l’explorer en était d’autant plus forte. Sans se laisser décourager par les branches qui la griffaient, Lola se faufila d’un arbuste à l’autre, arrachant avec enthousiasme les pousses savoureuses. Elle bondit et atterrit avec grâce à côté d’un fourré d’aubépines et de prunelliers.
«Attention!»
Oups, qui est là? Lola regarda autour d’elle, perplexe.
La voix délicate se fit à nouveau entendre: «Je suis ici, par terre.» Sur une touffe d’herbe au milieu des fourrés, Lola aperçut les fleurs fanées d’une orchidée. Les feuilles de celle-ci, abîmées, présentaient par endroits une coloration violette. Elle a dû être belle autrefois. Je me demande ce qui lui est arrivé. Lola baissa la tête et s’excusa: «Je suis désolée. J’ai bien failli ne pas te voir. Comment va la vie, là en dessous?»
L’orchidée répondit tristement: «Pas très bien. Je manque d’énergie.»
«D’où tires-tu ton énergie?»
«Du soleil.»
Lola leva les yeux vers le ciel. Cet après-midi-là, le soleil se cachait derrière une épaisse couche de nuages. «J’aimerais pouvoir t’aider.»
«Tu ne voudrais pas me tenir compagnie un moment?»
«Oui, bien sûr.» Mais Lola ne savait pas vraiment ce que cela impliquait. Que signifie tenir compagnie à quelqu’un?
Vera la tira de ses pensées. «Que vois-tu de là-haut?»
Une question simple. «Je vois beaucoup de buissons. Un ciel gris. Et les collines tout autour.»
Vera ne sembla pas satisfaite de cette réponse. «Prends un moment pour réfléchir. Regarde très attentivement. Et ensuite, dis-moi encore une fois ce que tu vois.»
Mais qu’est-ce que cette orchidée attend de moi? Lola se mit à observer autour d’elle. Au bout d’un moment, elle remarqua certains détails. «Je vois un océan de buissons dont les branches s’entrelacent. On dirait un labyrinthe. Dans l’ombre des buissons, je ne distingue pas grand-chose. Mais si, là ! Une petite chenille verte. Elle a beaucoup de poils tout fins. Oh, et là-haut dans le ciel, une volée d’hirondelles passe devant les nuages.» Tout à coup, une goutte de pluie tomba sur le museau de Lola. Elle releva la tête et put observer une autre goutte de pluie tomber du ciel. Jamais auparavant elle n’avait observé le trajet de la pluie vers la terre. «Les gouttes de pluie tombent très lentement. Je peux toutes les voir tomber, Vera!»
Un troglodyte mignon, attiré par cette joyeuse conversation, se posa sur une petite branche, la queue dressée, et se mit à écouter.
«Tu as un talent naturel pour l’observation, Lola!»
«Et toi, que vois-tu de là en dessous, Vera?», questionna à son tour Lola. «Pas grand-chose, malheureusement. Avant, je pouvais laisser mon regard vagabonder au loin. Je voyais les contours des collines, le jeu des nuages. Le soleil me réchauffait. Je pouvais passer des heures à regarder les papillons danser. Des vaches passaient près de moi et nous étions beaucoup d’orchidées. Je n’étais jamais seule. Mais ensuite, les premiers buissons sont apparus. Mes sœurs orchidées ont disparu les unes après les autres. Tout est devenu plus exigu et plus sombre.»
Lola aurait bien aimé en savoir plus, mais le troglodyte mignon n’aimait pas les histoires tristes. Il annonça donc dans un trille jubilatoire qu’il avait de bonnes nouvelles. Lors de ses balades, il écoutait souvent les conversations des gens. Ces derniers mois, il y en avait régulièrement qui parlaient d’«inventaire des espèces», des mots qu’il avait saisis au vol sans les comprendre. Ces gens avaient constaté qu’il n’y avait plus autant de plantes et d’animaux qu’auparavant. Ils disaient aussi qu’ils voulaient faire refleurir le pâturage. À l’aide de chèvres. Cela étonna Lola. Quoi, avec mon aide? Mais que dois-je faire?
Comme chaque année, le deuxième dimanche de l’Avent, le fermier accroche une étoile de Noël en paille au-dessus de la porte de la grange. Lola ne sait pas vraiment pourquoi. Ce qui lui saute aux yeux, c’est la longue queue de l’étoile. Aussitôt, cette vision la ramène en pensée au pâturage une nuit d’été.
Lola s’était émerveillée à la vue d’une étoile filant à travers le ciel nocturne et laissant une trainée derrière elle. Vera lui avait expliqué qu’il s’agissait d’une étoile filante. Et mieux encore, que si l’on en voyait une, on pouvait faire un vœu. Cependant, Vera n’avait pas précisé qu’il fallait le faire en silence pour soi-même. Lola avait donc proclamé haut et fort: «Je veux être une chèvre spéciale et changer le monde.»
Aujourd’hui encore, Lola ne cesse de penser à ce que Vera lui avait alors répondu. «Mais tu es déjà en train de changer le monde! En mangeant les branches et les feuilles des buissons, tu permets à la lumière d’arriver jusqu’au sol. Ce qui aide de nouvelles plantes à pousser. N’as-tu pas remarqué que le soleil arrive à nouveau jusqu’à moi et que deux autres orchidées sont apparues là-bas? Et dès que diverses fleurs reviennent, il y a aussi plus d’animaux. Tu vois les sauterelles et les papillons? Les oiseaux s’en réjouissent. Et regarde, je ne suis pas la seule à aimer la lumière. Là-bas, il y a Édi, le lézard agile. Cela faisait une éternité que je ne l’avais plus vu ici.» Et effectivement: Édi prenait un bain de soleil sur un tas de pierres non loin de là et les salua aimablement. Ce tas de pierres avait été construit par un groupe de personnes portant des t-shirts ornés d’un bouquetin. Ils avaient également scié et empilé des branches pour créer des cachettes. Lola était ravie de voir les êtres humains et les animaux travailler ensemble pour redonner vie à ce pâturage.
Le fermier avait constaté que le travail des chèvres portait ses fruits. C’est pourquoi il amena un deuxième troupeau sur le pâturage au milieu de l’été. C’est ainsi que Lola fit la connaissance de Max. Lola n’avait encore jamais rencontré d’autre chèvre aimant explorer de nouveaux endroits autant qu’elle. Elle emmenait Max partout avec elle et le guidait vers les meilleurs noisetiers. Elle lui montrait aussi comment prendre le temps de vraiment observer son environnement. Comme Vera le lui avait appris. D’ordinaire, Max avait du mal à rester calme et tranquille. Mais pour faire plaisir à Lola, il joua le jeu.
«Tu sais, Max, j’ai remarqué que ce que nous faisons ici est vraiment important. Je suis heureuse de voir que la vie revient progressivement sur ce pâturage depuis que nous mangeons les buissons.»
«Je n’avais jamais remarqué tout ce qui vole, rampe et saute autour de moi. Mais c’est vraiment un bel endroit ici, Lola.»
Après tout, on ne peut protéger que ce qu’on voit et ce qu’on aime. Lola pensait qu’il était temps que Max et Vera se rencontrent. Mais un croassement sonore interrompit son projet. Le geai des chênes donnait l’alerte: un lynx! Un lynx à la lisière de la forêt!
3e PARTIE: Un vœu se réalise
Bien à l’abri dans la chèvrerie, Lola repense à sa rencontre avec le lynx. Elle pose sa tête sur le dos de Max, couché à côté d’elle. «Tu te souviens, l’été dernier, quand tu t’es retrouvé face au lynx?» Le pâturage vert et les yeux jaunes et brillants du lynx surgissent dans l’esprit de Lola.
Après les cris d’alerte du geai des chênes, la panique s’était répandue. Toutes les chèvres s’étaient éloignées en toute hâte de la lisière. Toutes, sauf Max. Il s’était dirigé tout droit sur le lynx. Après tout, il n’en avait encore jamais rencontré! Lola l’avait suivi sans réfléchir. Lorsqu’ils furent tout près du lynx, Lola planta ses sabots dans le sol et s’écri : «Arrête, Max!»
Mais Max se trouvait juste en face du lynx et le fixait du regard. Seuls quelques mètres les séparaient. «D’où viens-tu? », demanda Max au lynx. «Et que fais-tu ici?», ajouta-t-il.
Le lynx ne fit pas mine de bouger et encore moins de répondre à Max.
Lola suivait la scène avec inquiétude. Pourquoi Max parle-t-il au lynx? J’ai si peur des lynx!
Max, imperturbable, continuait à poser des questions: «Penses-tu que l’hiver sera rude?» Max et le lynx se regardèrent. Max ne pouvait plus détourner son regard. Le lynx est une créature magnifique, pensa-t-il. En même temps, il remarqua qu’il ne pouvait plus remuer ses pattes. Son corps était comme paralysé. Pouvait-on ressentir à la fois de la peur et de l’admiration? Max eut à peine le temps de laisser cours à ses pensées que le lynx disparaissait à nouveau dans la forêt, à pas feutrés.
-
Silvia Fux
«Max, c’était complètement stupide! Ça aurait pu mal se terminer», s’indigna Lola.
Max hocha alors la tête en direction de la lisière de la forêt. «Je ne l’ai vu qu’après coup, mais nous sommes à l’abri des prédateurs, Lola. Regarde la clôture que les êtres humains ont installée pour nous protéger.» Lola vit alors la clôture: de solides piquets de bois plantés tous les cinq mètres et réunis par de gros fils de fer. La clôture tient les lynx à distance, pensa Lola, rassurée, mais...
«Elle nous empêche aussi de quitter un jour ce pâturage», compléta Max avec une certaine nostalgie. «J’aimerais pouvoir découvrir cette forêt.»
Après toutes ces émotions, l’estomac de Lola se manifesta brusquement. «Non, Max. Je pense qu’avant d’explorer de nouveaux mondes, nous avons encore beaucoup à faire ici. Nous avons une tâche à accomplir sur ce pâturage. Attaquons-nous à ces buissons pour que Vera ait à nouveau beaucoup de sœurs orchidées, que les papillons volètent et que les sauterelles bondissent!»
Lola soupire et ouvre les yeux. Elle est à nouveau là, dans son gîte d’hiver. «Vera me manque», murmure Lola dans le poil rugueux de Max. «C’était beau de voir ses pétales briller au soleil. Pourquoi fallait-il que l’hiver arrive?»
«Réjouissons-nous du printemps prochain. Nous retrouverons Vera et ses sœurs.»
Par la fenêtre de la chèvrerie, Lola aperçoit le ciel étoilé. Elle n’a pas besoin d’étoile filante aujourd’hui. Son vœu s’est réalisé. Elle a vécu une expérience exceptionnelle et contribué à changer un petit monde, celui du pâturage.
À Crémines, un pâturage s’embroussaille fortement depuis des années à cause de la déprise agricole. Pour sauver ce biotope exceptionnel, nous avons lancé un projet de revalorisation.
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Nationales Komitee ruft zum Ja zur Biodiversitätsinitiative auf
«Biodiversität hat nichts mit links oder rechts zu tun, weil Schutz und Nutzen keine Gegensätze sind», sagt FDP-Nationalrat Matthias Samuel Jauslin. Christina Bachmann-Roth, Präsidentin der Mitte Frauen Schweiz, unterstreicht die Bedeutung der Biodiversität: «Wir müssen Sorge zu unserer Lebensgrundlage tragen und gleichzeitig wirtschaftliche Risiken im Blick behalten.» Die Mitte Frauen Schweiz, SP, GRÜNE, GLP, EVP, Christlich-Soziale Mitte Schweiz sowie Vertreterinnen und Vertreter ihrer Jungparteien setzen sich für ein Ja ein.
Wissenschaft schlägt Alarm: Der Zustand der Biodiversität ist besorgniserregend
Im Komitee ebenfalls vertreten sind die Biologen Julien Perrot, Gründer der Zeitschrift «La Salamandre», und Raphaël Arlettaz, Professor an der Universität Bern. «Der Zustand der Biodiversität in der Schweiz ist alarmierend. Diese Herausforderung betrifft uns alle und ist entscheidend für die Zukunft unserer Kinder», warnt Perrot.
Der schlechte Zustand der Biodiversität in der Schweiz ist wissenschaftlicher Konsens. Ende August veröffentlichten Forscherinnen und Forscher eine Stellungnahme, in der sie dringende Massnahmen zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität fordern. Bis heute haben mehr als 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Erklärung unterzeichnet (siehe www.wissenschaft-zu-biodiversitaet.ch).
Unternehmerinnen und Unternehmer und Kulturschaffende fordern ebenfalls ein Ja
Kulturschaffende sowie Unternehmerinnen und Unternehmer warnen eindringlich vor den weitreichenden Konsequenzen, falls die Trendumkehr nicht erreicht wird. Laut Schätzungen des Bundesrats betragen die Kosten der Untätigkeit in der Schweiz ab 2050 jährlich zwischen 14 und 16 Milliarden Franken. Unternehmer und Alt-Ständerat Thomas Minder betont: «Die Vielfalt in der Natur ist die Grundlage für unser Überleben – sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich.» Alle Branchen der Schweizer Wirtschaft sind direkt oder indirekt von einer intakten Biodiversität abhängig, besonders der Tourismus, der von den charakteristischen Landschaften und Dörfern profitiert.
«Die Natur ist ein komplexes Gewebe, in dem wir alle verwoben sind», sagt Musikerin Steff la Cheffe. «Lasst uns die Laufmaschen flicken, bevor das Gewebe auseinanderfällt.»
Auskunftspersonen:
- Christina Bachmann-Roth, Präsidentin Die Mitte Frauen Schweiz, Tel. 079 686 47 95, @email
- Matthias Samuel Jauslin, Nationalrat FDP, Tel. 079 402 29 81, @email
- Gardi Hutter, Clown und Komikerin, Tel. 091 646 88 88, @email
- Leona Eckert, Co-Präsidentin JEVP Schweiz, Tel. 077 405 30 47, @email
- Markus Imhoof, Regisseur des Films «More than Honey», @email
- Ursula Schneider Schüttel, Ehem. Nationalrätin, Präsidentin Pro Natura, Tel. 078 603 87 25, @email
- Prof. Dr. Raphaël Arlettaz, Universität Bern, Leiter Departement Conservation Biology, Tel. 079 637 51 76, @email
- Medienstelle: Manuel Herrmann, Tel. 078 765 61 16, @email
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Webseite der BiodiversitätsinitiativeLe comité national appelle à voter OUI à l’Initiative biodiversité
«La biodiversité n’a rien à voir avec la gauche ou la droite, car protection et utilisation ne sont pas incompatibles», déclare le conseiller national PLR Matthias Samuel Jauslin. Christina Bachmann-Roth, présidente du Centre Femmes Suisse, souligne quant à elle l’importance de la biodiversité: «Nous devons prendre soin de notre source de vie sans perdre de vue les risques économiques.» Le Centre Femmes Suisse, le PS, les Verts, les Vert’libéraux, le Parti évangélique suisse, le Centre Chrétien-social Suisse ainsi que des représentant·e·s de leurs jeunesses de parti s’engagent en faveur du OUI.
La science tire la sonnette d’alarme: l’état de la biodiversité est préoccupant
Julien Perrot, biologiste et fondateur de la revue La Salamandre et Raphaël Arlettaz, professeur de biologie à l’Université de Berne, font également partie du comité. «L'état de la biodiversité en Suisse est alarmant. Ce défi nous concerne toutes et tous et il est décisif pour l’avenir de nos enfants», avertit Julien Perrot.
Le mauvais état de la biodiversité en Suisse fait l’objet d’un consensus scientifique. Fin août, des spécialistes ont publié une prise de position, dans laquelle ils demandent que des mesures urgentes soient prises pour protéger et promouvoir la biodiversité. À ce jour, plus de 350 scientifiques ont signé cette déclaration.
Les milieux entrepreneurial et culturel réclament également un OUI
Les professionnels de la culture ainsi que les entrepreneurs mettent vivement en garde contre les conséquences du déclin de la biodiversité si la tendance n’est pas inversée. Selon les estimations du Conseil fédéral, en Suisse, les coûts de l’inaction se situeront entre 14 et 16 milliards de francs par an dès 2050. L’entrepreneur et ancien conseiller aux États Thomas Minder souligne: «La diversité de la nature est la base de notre survie, tant sur le plan social qu’économique.» Tous les secteurs de l’économie suisse dépendent directement ou indirectement d’une biodiversité intacte, en particulier le tourisme, qui tire avantage des paysages et des villages caractéristiques de notre pays.
«La nature est un tissu complexe qui nous relie tous», déclare la musicienne Steff la Cheffe. «Réparons-en les mailles avant qu’il ne se désagrège.»
Contacts:
- Céline Vara, conseillère aux Etats, Les VERT-E-S, @email
- Prof. Dr. Raphaël Arlettaz, Université de Berne, chef du Département de Biologie de la conservation, tél. 079 637 51 76 @email
- Christina Bachmann-Roth, présidente des Femmes du Centre, tél. 079 686 47 95, @email
- Ursula Schneider Schüttel, ancienne conseillère nationale PS, présidente de Pro Natura, tél. 078 603 87 25, @email
- Responsable médias: Manuel Herrmann, tél. 078 765 61 16, @email
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Page web de l’Initiative biodiversitéPotrebbe anche interessarti
Il comitato nazionale invita a votare SÌ all'Iniziativa biodiversità
«La biodiversità non ha nulla a che vedere con la destra o la sinistra, perché protezione e utilizzo del territorio non si escludono a vicenda», afferma il consigliere nazionale del PLR Matthias Samuel Jauslin. Christina Bachmann-Roth, presidente delle Donne del Centro Svizzera, sottolinea l’importanza della biodiversità: «Dobbiamo prenderci cura delle nostre risorse vitali e allo stesso tempo tenere d'occhio i rischi economici». Le Donne del Centro Svizzera, PS, VERDI, PVL, PEV, l’ala cristiano-sociale del Centro e rappresentanti delle rispettive sezioni giovanili si battono per il SÌ.
Il mondo scientifico lancia l'allarme: lo stato della biodiversità è preoccupante
Il comitato comprende anche i biologi Julien Perrot, fondatore della rivista «La Salamandre», e Raphaël Arlettaz, professore all'Università di Berna. «Lo stato della biodiversità in Svizzera è allarmante. Questa sfida riguarda tutte e tutti noi ed è essenziale per il futuro delle e dei nostri figli», avverte Perrot.
La comunità scientifica è d’accordo nel ritenere che la biodiversità in Svizzera versa in pessime condizioni. Alla fine di agosto, ricercatrici e ricercatori hanno pubblicato una dichiarazione in cui chiedono misure urgenti per proteggere e promuovere la biodiversità. Ad oggi oltre 350 ricercatrici e ricercatori hanno firmato questa dichiarazione (cf. www.scienza-sulla-biodiversita.ch).
Anche imprenditrici, imprenditori, operatrici e operatori culturali invitano a votare SÌ
Operatrici e operatori culturali, imprenditrici e imprenditori mettono in guardia contro le conseguenze di vasta portata se non si inverte la tendenza. Secondo le stime del Consiglio federale, se non riusciamo tempestivamente ad adottare misure, i costi di «inazione» si eleveranno a 14-16 miliardi di franchi all'anno a partire dal 2050. L’imprenditore e già Consigliere agli Stati Thomas Minder sottolinea: «La diversità in natura è la base vitale della società e dell'economia».
Tutti i settori dell'economia svizzera dipendono direttamente o indirettamente da una biodiversità intatta, in particolare il turismo, che beneficia di paesaggi e villaggi caratteristici.
«Natura e umanità non sono in contrapposizione. Noi facciamo parte della natura. Se sostituiamo la biodiversità con la monotonia, minacciamo la nostra esistenza,» ha infine chiosato l’artista e attrice Gardi Hutter.
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Sito web dell'Iniziativa biodiversitàStellungnahme zu den geplanten Wolfsabschüssen
Am 1. September hat zum zweiten Mal die Periode der proaktiven Wolfsregulierung begonnen. Wenn das Bundesamt für Umwelt BAFU die Anträge der Kantone bewilligt (aktuell aus GR, SG, TI, VS, VD), können diese ihre Massnahmen behördlich verfügen. Als beschwerdeberechtigte Organisation prüft Pro Natura die Abschussverfügungen der Kantone auf ihre Rechtmässigkeit.
Keine «Wolfsjagd», sondern Regulierung
Der Wolf ist auch mit dem revidierten Jagdgesetz weiterhin eine geschützte Tierart, die nicht gejagt werden darf. Wolfsrudel dürfen aber «reguliert» werden, wenn dies zur Verhinderung von ernsten Schäden an geschützten Herden oder von Gefahren für den Menschen erforderlich ist. Dabei ist die gänzliche Eliminierung von Rudeln nur als letztes Mittel zulässig und kann keinesfalls als Standardlösung betrachtet werden.
Wolfsrudel Il Fuorn / Nationalpark
Es ist unklar, ob wirklich Wölfe des Nationalpark-Rudels für die zwei Risse von Jungrindern im Unterengadin und Münstertal verantwortlich sind. Der Nationalpark ist für den Erhalt der einheimischen Wildtiere von herausragender Bedeutung. Abschüsse geschützter Tierarten erfordern immer eine Interessenabwägung durch die Kantone. In dieser Abwägung muss der Erhalt der Tierwelt des Nationalparks zwingend stark gewichtet werden. Ein im Nationalpark beheimatetes Wolfsrudel gänzlich zu entfernen, ist nicht verhältnismässig, zumal die Wölfe keinerlei unnatürliche Verhaltensweise gezeigt haben. Es darf erwartet werden, dass auch dem Wolf mit einer minimalen Toleranz begegnet wird. Nicht nur, aber natürlich besonders im Umfeld des Nationalparks. Gewisse Konflikte wird es immer geben, die sogenannte «Regulierung» kann diese nie gänzlich verhindern. Entsprechend ist eine Nulltoleranz weder umsetzbar noch angemessen.
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Notre point de vue sur les tirs de loups prévus
En août, plusieurs cantons (GR, SG, TI, VS, VD) ont déposé des demandes de régulation de meutes de loups auprès de l’Office fédéral de l’environnement (OFEV). Celui-ci en a déjà approuvé plusieurs provenant des Grisons ; les autres demandes sont encore en cours d’examen (état au 5 sept. 2024). Le canton des Grisons a d’ores et déjà annoncé le dépôt de nouvelles demandes en sus de celles approuvées. Il souhaite notamment éliminer la meute de loups du Parc national.
La deuxième période de régulation proactive du loup s’est ouverte le 1er septembre. Lorsque l’OFEV approuve les demandes des cantons, ceux-ci peuvent ordonner des mesures par voie administrative. En tant qu’organisation jouissant du droit de recours, Pro Natura examine la légalité des décisions de tir.
Pas de «chasse au loup», mais une régulation
Même avec la nouvelle loi sur la chasse, le loup reste une espèce protégée qui ne peut pas être chassée. Les meutes de loups peuvent toutefois être «régulées» pour prévenir des dommages graves aux troupeaux protégés ou si elles constituent une menace pour l’être humain. Dans ce contexte, l’élimination totale d’une meute n’est autorisée qu’en dernier recours et ne doit en aucun cas être considérée comme une solution standard.
Meute de loups Il Fuorn / Parc national
La responsabilité de la meute du Parc national dans les deux attaques de jeunes bovins en Basse-Engadine et dans le Val Müstair n’est pas avérée. Le Parc national revêt une importance exceptionnelle pour la préservation de la faune sauvage indigène. Le tir d’espèces animales protégées exige toujours une pesée des intérêts par les cantons. Dans ce processus, il faut impérativement donner beaucoup de poids à la préservation de la faune du Parc national. L’élimination totale d’une meute vivant dans le Parc national ne remplit pas les critères de proportionnalité, d’autant plus que les loups n’ont affiché aucun comportement anormal. On est en droit d’attendre que le loup soit lui aussi traité avec un minimum de tolérance. Non seulement à l’intérieur, mais aussi dans les environs du Parc national. Il est inévitable que des conflits surgissent et la «régulation» ne permettra jamais de les éviter complètement. Une tolérance zéro est par conséquent totalement inapplicable et inappropriée.
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Nationalrat verweigert dringend nötige Mittel für Naturschutz
Dreiviertel der Biotope von nationaler Bedeutung sind heute mangelhaft unterhalten, wie kantonale Erhebungen zeigen. Das ist skandalös, denn Orte wie das Val Roseg sind das Herz der Schweizer Natur. Sie sind Rückzugsorte für bedrohte Arten, speichern Wasser sowie CO2 und machen lediglich zwei Prozent der Landesfläche aus. Insbesondere der Schutz der Moore ist stark unterfinanziert und ihr Zustand verschlechtert sich gemäss neuesten Zahlen stetig. Trotzdem hat der Nationalrat heute die Kürzung des bereits im Finanzplan enthaltenen Kredits zur Sicherung der Biotope für die nächsten vier Jahre um 276 Mio. Franken bestätigt.
Milliardenkosten auf nächste Generation überwälzt
Der Bundesrat, der die Kürzung vorgeschlagen hat, begründet sie mit dem nicht zustande gekommenen Gegenvorschlag zur Biodiversitätsinitiative. Dies, obwohl die Sanierung der nationalen Biotope nichts damit zu tun hat: bereits seit 1988 sind Bund und Kantone verpflichtet, diese Gebiete zu schützen und zu unterhalten und der Schutz der Moore ist seit Annahme der Rothenthurminitiative 1987 sogar ein Verfassungsauftrag. Die Kürzung steht zudem in krassem Widerspruch zur eigenen Einschätzung des Bundes, dass es grossen Nachholbedarf beim Unterhalt der Biotope und insbesondere auch der Moore gibt. Auch die Beteuerung, dass man die Qualität bestehender Schutzflächen verbessern wolle, wird damit als Lippenbekenntnis entlarvt.
Entgegen der Argumentation im Parlament kann der fachgerechte Unterhalt und die Sanierung der nationalen Biotope nicht weiter aufgeschoben werden. Moore ohne Wasser und überdüngte Magerwiesen gehen kaputt oder lassen sich, wenn überhaupt, nur mit immensen Mitteln wiederherstellen.
Die verweigerte Finanzierung für dringende Massnahmen im Naturschutz ist umso unverständlicher, als der Bundesrat ab 2050 selbst mit Kosten von 14 bis 16 Milliarden Franken jährlich rechnet, falls nichts gegen das akute Artensterben unternommen wird.
Weitere Informationen:
- Bericht Stand Umsetzung der Biotope von nationaler Bedeutung 2021
- Resultate der Wirkungskontrolle Biotopschutz - Kurzfassung (PDF, 5 MB, 25.11.2019)
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Le Conseil national refuse d’allouer des moyens financiers vitaux pour la protection de la nature
Les trois quarts des biotopes d’importance nationale ne sont pas entretenus correctement, comme le révèlent les données relevées auprès des cantons. C’est proprement scandaleux, car nombre de ces lieux sont les joyaux du patrimoine naturel suisse. Ces sites qui couvrent à peine 2% du territoire national constituent des sanctuaires pour les espèces menacées et stockent l’eau et le CO2. Le manque de moyens financiers est particulièrement criant dans le domaine de la protection des marais. Les données récentes montrent que ces milieux ne cessent de se détériorer. Le Conseil national n’en a pas moins confirmé aujourd’hui la décision d’amputer de 276 millions de francs le crédit affecté à la préservation des biotopes dans le plan financier pour ces quatre prochaines années.
Une ardoise de plusieurs milliards de francs laissée aux générations futures
Le Conseil fédéral a proposé cette coupe en la justifiant par le non-aboutissement du contre-projet à l’initiative Biodiversité. Or l’assainissement des biotopes d’importance nationale n’a rien à voir avec cette initiative: la Confédération et les cantons ont l’obligation de les protéger et de les entretenir depuis 1988; quant à la protection des marais, c’est une tâche constitutionnelle depuis l’acceptation de l’initiative Rothenthurm en 1987. En diminuant les moyens alloués à la protection de la nature, la Confédération contredit sa propre évaluation de la situation, après avoir elle-même reconnu que l’entretien des biotopes et notamment des marais avait pris un retard considérable. Nous comprenons aujourd’hui que quand elle assurait vouloir améliorer la qualité des aires protégées existantes, il s’agissait d’une déclaration de pure forme.
Contrairement à ce que semble croire le Parlement, l’entretien et l’assainissement concret des biotopes d’importance nationale ne peuvent pas être différés plus longtemps. Les marais privés d’eau et les prairies maigres surfertilisées ne tardent pas à se dégrader. Lorsqu’il est possible de les sauver, ce qui n’est pas toujours le cas, leur remise en état exige d’énormes moyens.
Le refus de financer les mesures urgentes de protection de la nature est d’autant plus incompréhensible que le Conseil fédéral a lui-même estimé que ne rien faire pour enrayer la disparition des espèces nous coûterait 14 à 16 milliards de francs par année à partir de 2050.
Informations complémentaires:
- Rapport de 2021 sur l’état de la mise en œuvre des inventaires de biotopes d’importance nationale
- Résultats du suivi des effets de la protection des biotopes – résumé (PDF, 5 MB, 25.11.2019)
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Blühende Borde für die Urschweiz
«Die Erde hat Fieber»
Der Erde geht es gar nicht gut. Christian Abshagen, Leiter CAS Gesundheit und Umwelt an der Hochschule für Life Sciences der Fachhochschule Nordwestschweiz (HLS FHNW) erklärt im Interview, mit welcher Therapie wir ihr und damit auch uns Menschen helfen können, gesund zu werden respektive zu bleiben.
Pro Natura Magazin: Käme die Erde zu Ihnen als Patientin, welche Diagnose würden Sie ihr stellen?
Christian Abshagen: Die Erde hat Fieber, Organfehlfunktionen wie schmelzende Polkappen und zerstörte Regenwälder. Zudem zeigt sie Anzeichen chronischer Vergiftung, etwa durch Feinstaub oder Plastikmüll.
Die Erde ist also krank. Werden deswegen auch die Menschen krank?
Natürlich gäbe es leider auch kranke Menschen, wenn die Erde gesund wäre. Aber es gibt sehr viel mehr unnötig und unverschuldet kranke Menschen, wenn auch die Erde krank ist. Jährlich sterben zum Beispiel bis zu acht Millionen Menschen an den Belastungen durch Feinstaub.
Macht eine intakte Natur gesund?
Ja, ganz direkt. Etwa durch einen Waldspaziergang, der Stress mindert. Aber auch indirekt, indem sie zu mehr Bewegung animiert und auch hilft, sich gesünder zu ernähren.
Wie schaden Klimawandel und Biodiversitätsverlust der Gesundheit ganz konkret?
Beim Klimawandel ist es zunächst ganz direkt die Hitze. Allein im «Jahrhundertsommer» 2003 starben in Europa 30 000 bis 70 000 Menschen mehr als üblicherweise. Studien zeigen zudem, dass von 1991 bis 2015 ein Drittel aller Hitzetoten auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Andere direkte Folgen des Klimawandels sind Todesfälle und Verletzte durch Naturkatastrophen. Aber auch indirekt machen Klimawandel und Biodiversitätsverlust der Gesundheit zu schaffen, so nehmen etwa Allergien zu. Eine längere Pollenflugsaison und mehr invasive Pflanzen begünstigen Heuschnupfen und als Folge davon leiden mehr Menschen an Asthma. Auch die Ernährungssicherheit ist ein grosses Thema. Klimawandel und ausbleibende Bestäubung wegen fehlender Insekten führen zu mehr Ernteausfällen. Aber auch Infektionskrankheiten verbreiten sich anders und mehr als früher.
Infektionen haben mit Umweltveränderungen zu tun?
Ja.
Inwiefern?
Unsere moderne Gesellschaft schädigt durch ihren Lebenswandel Ökosysteme und Biodiversität und das leistet Zoonosen, also Erkrankungen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, Vorschub. Wir kennen das nicht erst seit Covid-19, sondern schon von HIV oder Ebola. Umweltveränderungen führen dazu, dass gewisse Spezies aussterben, andere passen sich gut an und verbreiten sich überproportional. Zum Beispiel Fledermäuse oder Nagetiere. Also oft Tiere, die in der Nähe des Menschen leben. Sind die Tiere mit Krankheitserregern infiziert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese auf den Menschen überspringen. Ein anderer Mechanismus ist, dass sich infolge des Klimawandels Stechmücken und Zecken weiter ausbreiten und mit ihnen Krankheiten wie Dengue-Fieber, Malaria oder Borreliosen.
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Prächtige Bilder und exklusive Angebote runden das Lesevergnügen ab. Alle Pro Natura Mitglieder erhalten das Magazin exklusiv fünf Mal im Jahr. Es blickt auf 48 Seiten hinter die Kulissen politischer Entscheide, präsentiert Forschungsergebnisse, erklärt die Natur. Und es schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft.
Christian Abshagen ist promovierter Arzt und hält ein Diplom in Tropenmedizin sowie ein MBA. Am Universitätsspital Basel leitet er die Fachstelle Nachhaltigkeit. Zudem ist er als Studiengangleiter und Dozent für den CAS Gesundheit und Umwelt an der Fachhochschule Nordwestschweiz tätig. Christian Abshagen lebt mit seiner Partnerin und zwei Söhnen in Basel.
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zVg
- Christian Abshagen
Wäre die Erde Ihre Patientin, welche Therapie würden Sie ihr verordnen?
Eine gute Therapie sollte immer ursächlich sein und nicht rein symptomatisch. Wir können natürlich Diamantpartikel in die Stratosphäre schiessen, um die Sonneneinstrahlung abzumildern. Aber damit sind die zugrunde liegenden Probleme nicht gelöst.
Wie lösen wir es?
Wir müssen die Treibhausgasemissionen, Nitratbelastung und Plastikkonsum senken, wir müssen weg von intensiver Landwirtschaft, wir müssen die Kreislaufwirtschaft stärken. Wir müssen die Ökosysteme, die wir noch haben, unbedingt schützen. Wir müssen uns fragen: Wie bauen wir Städte? Wie gestalten wir die Mobilität? Wie die Ernährung? Kurz: Es bedarf grosser Transformationen.
Biodiversitätsschutz, der Kampf gegen den Klimawandel und der Gesundheitsschutz sollten heutzutage also eigentlich in alle wichtigen Entscheidprozesse mit einbezogen werden?
Im 21. Jahrhundert lautet die Formel: Klimaschutz gleich Biodiversitätsschutz gleich Umweltschutz gleich Gesundheitsschutz. Es gibt von der Weltgesundheitsorganisation die Forderung nach «Health in all policies», sprich: «Gesundheit in allen Politikbereichen». Wir müssen die Gesundheit also überall mitberücksichtigen, in der Wirtschaft, in der Raumplanung und so weiter. Und weil Gesundheit und globale Umweltveränderungen so untrennbar miteinander verbunden sind, würde ich das Wort «Planetary» hinzufügen, also «Planetary Health in all policies».
Kann die Erde überhaupt noch gesund werden?
Was Klimawandel und Biodiversitätsverlust so gefährlich machen, sind die sogenannten Kipppunkte. Hier funktioniert die Erde genau so wie der menschliche Organismus. Der Körper kann ein chronisches Leiden wie eine kranke Leber sehr lange kompensieren – doch plötzlich kippt es und es kommt zu Organversagen und im schlimmsten Fall zum Tod. Wann das passieren wird, ist im Voraus sehr schwer abzuschätzen. Bei der Erde ist es genauso. Sie kann lange kompensieren, aber irgendwann kippt es.
Aber es ist noch nicht zu spät?
Wir haben das enorme Privileg – oder die grosse Bürde – die erste Generation zu sein, die die Diagnose kennt. Und wir sind eine der letzten Generationen, die noch Handlungsspielraum hat, um etwas zu verändern. Wir haben es noch in der Hand und hier müssen wir den Menschen unbedingt Mut machen. Alle, die die Notlage erkannt haben und etwas tun: Lasst nicht nach, wir können etwas erreichen!
BETTINA EPPER, stellvertretende Chefredaktorin Pro Natura Magazin.