Progetti

Uno dei quattro pilastri di Pro Natura è la protezione attiva dei biotopi e delle specie.
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Paarung Hain-Schnirkelschnecken Sylvain_Montagner
03.01.2025 Tier des Jahres

Die Hain-Schnirkelschnecke ist das Tier des Jahres 2025

Mit der Hain-Schnirkelschnecke (Cepaea nemoralis) kürt Pro Natura eine gemächliche «Bodenmacherin» zum Tier des Jahres 2025. Zusammen mit unzähligen Bodenlebewesen schafft sie unsere wortwörtliche Lebensgrundlage. Doch der Boden schwindet. Die Vielfalt unter unseren Füssen braucht besseren Schutz.

Zwei Drittel aller weltweit bekannten Arten sind Bodenlebewesen. Sie sorgen für intakte Böden, von denen auch wir Menschen profitieren – sei es für die landwirtschaftliche Produktion, als Wasserfilter oder CO2-Speicher. Das diesjährige Tier des Jahres, die Hain-Schnirkelschnecke, ist Teil dieser Bodenbiodiversität. In ihrem «Amtsjahr» wirbt sie für den besseren Schutz des bedrohten Lebensraumes Boden.  

Facettenreiches Häuschen ... 

Heimisch ist die Hain-Schnirkelschnecke in der ganzen Schweiz, im lichten Wald (dem Hain), und Parks ebenso wie in Hecken und Gärten. Immer dabei: ihr Häuschen. Mit 2.5 Zentimetern Durchmesser und einer Farbpalette von cremig-weiss bis pastellrot zählt es zu den grössten und vielfältigsten der heimischen Schneckenwelt. Bemerkenswert ist auch die Biologie der Hain-Schnirkelschnecke: als zweigeschlechtliches Weichtier kann jede Schnecke sowohl Spermien wie auch Eizellen produzieren. Nach einem innigen Liebestanz tauschen die Tiere Spermienpakete aus und legen später mehrere Dutzend Eier in selbstgegrabene Erdlöcher. Daraus schlüpfen nach etwa drei Wochen die winzigen Jungschnecken – Häuschen inklusive.  

Gärtner:innen brauchen die kleinen Schnecken nicht zu fürchten. Im Gegenteil. Wie die meisten der 254 einheimischen Schneckenarten ernährt sich auch die Hain-Schnirkelschnecke vor allem von welken und abgestorbenen Pflanzen, gelegentlich von Aas. Damit ist sie Teil einer der wichtigsten Produktionsketten der Welt, der Bodenproduktion. Ohne diese Arbeit wäre die Oberfläche der Erde meterhoch mit Totholz, Kadavern und Exkrementen bedeckt.  

... bald ohne Zuhause? 

Pro Jahr schaffen Hain-Schnirkelschnecke und Co. durchschnittlich 0.1 Millimeter neuen Boden. Bei Extremereignissen wie Starkregen oder Trockenperioden mit starkem Wind können aber bis zu 5 Millimeter Boden pro Jahr verloren gehen. Unsachgemässe landwirtschaftliche Nutzung führt auf mindestens 10 Prozent der Schweizer Ackerböden zu unerwünschtem Bodenschwund. Zudem wird in der Schweiz jede Sekunde mehr als ein halber Quadratmeter fruchtbarer Boden versiegelt.  

In seiner «Bodenstrategie 2020» stellte der Bundesrat denn auch fest, dass die Schweiz mit ihren Böden nicht nachhaltig umgeht. Zudem fehlt eine nationale Bodenkarte sowie eine Bewertung des Gefährdungszustands der Bodenlebewesen. Was man allerdings weiss: Rund 40 Prozent der Schweizer Schneckenarten sind bedroht. Als wenig mobile Weichtiere reagieren sie stark auf Umweltverschmutzung, Lebensraumzerstörung und Klimaveränderung. 

Böden besser schützen – jetzt! 

Um die Zukunft von Bodenlebewesen wie der Hain-Schnirkelschnecke zu sichern, legt Pro Natura schon lange einen Fokus auf die Reduktion des Bodenverbrauchs durch Überbauung und lanciert entsprechende Raumplanungsvorstösse. Mit der «Aktion Hase & Co.» setzt sich Pro Natura in der Landwirtschaft für bodenschonende Praktiken ein und unterstützt im Siedlungsraum das Anlegen biodiverser Grünflächen. Nicht zuletzt bietet auch ein Grossteil der über 800 Pro Natura Schutzgebiete der Hain-Schnirkelschnecke ein Zuhause.  

Weitere Informationen: 

Kontakt: 

  • Nathalie Rutz, Pro Natura Medienverantwortliche, Tel. 079 826 69 47, @email
  • Für vertiefte Informationen und Interviews:
    Estée Bochud, wissenschaftliche Mitarbeiterin Malakologie am Naturhistorischen Museum Bern, Tel. 079 752 62 92, @email 
Hain-Schnirkelschnecke kriecht über ein Holzstück Stéphane Vitzthum
Tier des Jahres

Die Hain-Schnirkelschnecke ist das Tier des Jahres 2025

Die Hain-Schnirkelschnecke (Cepaea nemoralis) ist eine jener unzähligen Arten, die unsere Böden fruchtbar und lebendig halten. Die kleine «Bodenmacherin» wirbt 2025 für einen respektvollen Umgang mit der Biodiversität unter unseren Füssen.

Weit verbreitet, aber wenig beachtet: Die Hain-Schnirkelschnecke ist überall in der Schweiz zu Hause. Sie besiedelt unterschiedliche Lebensräume von lichten Wäldern über vielfältiges Agrarland bis zu naturnahen Gärten. Höhere Lagen ab 900 Metern über Meer meidet sie. Die Art ist aktuell nicht bedroht.

Warum wählt Pro Natura die Hain-Schnirkelschnecke zum Tier des Jahres?

Die Hain-Schnirkelschnecke nimmt über ihre raue Raspelzunge tote oder welke Pflanzenteile, Pilze, Moose und gelegentlich Aas auf. Sie ist Teil jener enormen Vielfalt an Lebewesen, die organisches Material abbauen und dem Boden zuführen.

Damit ist sie eine «Bodenmacherin». Die Biodiversität im Boden sichert die Grundlage, auf der wir buchstäblich alle stehen. Wo der Boden durch Versiegelung, schwere Maschinen oder Pestizideinsatz geschädigt wird, leiden Arten wie die Hain-Schnirkelschnecke. Deshalb ruft Pro Natura mit dem Tier des Jahres 2025 dazu auf, dem Bodenleben mehr Sorge zu tragen.

Hain-Schnirkelschnecke von vorne fotografiert mit ihren Füllern Stéphane Vitzthum
Die Augen der Hain-Schnirkelschnecke sitzen auf dem oberen Fühlerpaar. Die Sehfähigkeit der Schnecke ist allerdings gering. Der Tast- und der Geruchssinn sind dagegen sehr ausgeprägt.

Schönheit in mehreren Farben

Hain-Schnirkelschnecken gehören mit einem Häuschen-Durchmesser von rund 2.5 Zentimetern zu den grösseren einheimischen Schneckenarten. Ihr schmuckes rechtsgedrehtes Häuschen trägt bis zu fünf dunkle Bänder und variiert in seiner Farbe von cremig-weiss bis pastellrot. Als Unterscheidungsmerkmale von der sehr ähnlichen Garten-Schnirkelschnecke eignen sich Gehäusemund und -nabel. Sie sind bei der Hain-Schnirkelschnecke stets dunkel gefärbt. Das Schneckenhaus ist nicht nur der Rückzugsort der Schnecke bei Trockenheit oder Kälte. Das Kalkgehäuse enthält auch Herz, Leber, Lunge, Magen und Niere des Tieres.

Wussten Sie, dass es vereinzelt sogenannte Schneckenkönige gibt, bei denen das Häuschen links- statt rechtsgedreht ist? Bei diesen Schnecken sind auch die Organe im Häuschen spiegelverkehrt angeordnet.

Verschiedene, leere Häuschen der Hain-Schnirkelschnecke liegen auf einem Stein Matthias Sorg
Wer findet die meisten leeren Schneckenhäuschen?

Amore, amore…

Zur Paarungszeit im Frühling oder Herbst bieten die Hain-Schnirkelschnecken ein erstaunliches Schauspiel. Bevor die zwittrigen Tiere Samenpakete austauschen, liebkosen sie einander stundenlang, inklusive Stimulation mit einem Liebespfeil aus Kalk. Später legen sie einige Dutzend Eier in eine selbst gegrabene Erdhöhle. Die winzigen Jungschnecken schlüpfen nach drei Wochen. Die Hain-Schnirkelschnecke wird mit drei Jahren geschlechtsreif. Sie kann in der Natur etwa sechs Jahre alt werden.

Paarung Hain-Schnirkelschnecken Sylvain_Montagner
Bevor die zwittrigen Tiere Samenpakete austauschen, liebkosen sie einander stundenlang.

Wussten Sie, dass sich die Hain-Schnirkelschnecke im Winter zurückzieht und bei tiefen Temperaturen in eine Winterstarre verfällt?

Jungschnecke cepaea nemoralis. Die winzigen Jungschnecken tragen schon ihr Häuschen, wenn sie aus dem Ei schlüpfen. Alice Wassmer
Die winzigen Jungschnecken tragen schon ihr Häuschen, wenn sie aus dem Ei schlüpfen.

Guter Schleim ist alles

Die Hain-Schnirkelschnecke bewegt sich auf ihrem muskulösen Fuss vorwärts, immer auf dem selbst produzierten Schleimteppich gleitend. Sie kann selbst Messerschneiden unbeschadet überkriechen. Eine Hain-Schnirkelschnecke legt etwa 3.5 Meter pro Stunde zurück. Schnecken können je nach Bedarf Schleim in unterschiedlichen Zusammensetzungen produzieren: Als «Reiseteppich», bei der Paarung, als Abwehrmittel, bei Verletzungen.

Bild: Diese Hain-Schnirkelschnecke hat ihr Gehäuse mit einem Film aus getrocknetem Schleim verschlossen. So schützt sie sich gegen Trockenheit.

Hain-Schnirkelschnecke bei Trockenheit Stephane Vitzthum

Vielfalt in der Schneckenwelt

254 Schneckenarten sind bisher in der Schweiz nachgewiesen worden. Schnecken besiedeln praktisch alle Lebensräume der Schweiz, vom Grundwasser über Seen und Flüsse, Wälder und Wiesen bis hinauf ins Hochgebirge. Die Gletscher-Glasschnecke lebt sogar im ewigen Eis! Rund 40 Prozent der Schneckenarten der Schweiz sind bedroht. Die Rote Liste der Mollusken der Schweiz (Schnecken und Muscheln) wird aktuell überarbeitet. 2026 werden wir wissen, wie es um die Schneckenwelt der Schweiz steht.

Studers Schliessmundschnecke Luca Pagano
Die meisten Schnecken sind sehr klein. Im Bild die stark gefährdete Studers Schliessmundschnecke, die nur in einigen Regionen des Kantons Tessin lebt.
Einblicke in die Welt der Hain-Schnirkelschnecke

Drei Zahlen

Milliarden Lebewesen leben in einer Handvoll Erde.
Zentimeter legt die Hain-Schnirkelschnecke in einer Stunde zurück.
Schneckenarten sind in der Schweiz nachgewiesen.

Wunder Bodenleben

Unglaublich, aber wahr: In einer Handvoll Erde wuseln etwa 10 Milliarden Lebewesen. Zwei Drittel aller bekannten Arten der Welt leben im Boden. Zur Bildung von fruchtbarem Boden tragen Arten wie die Hain-Schnirkelschnecke bei, indem sie organisches Material rezyklieren. Der schweizerische Bundesrat hält in seiner «Bodenstrategie 2020» fest, dass der gegenwärtige Umgang mit den Böden nicht nachhaltig sei: Sie werden durch Bautätigkeit zerstört oder durch Erosion, Verdichtung und Schadstoffe belastet.

Maisfeld vor Grossüberbauung in Köniz/BE Matthias Sorg
Fruchtbare Böden sind keine Selbstverständlichkeit. Der Bodenverbrauch muss reduziert, die Bodennutzung schonender werden.

Zur Miete gesucht: Schneckenhaus

Schnecken spielen eine wichtige Rolle im Kreislauf der Natur. Dass sich Vögel, Igel, Kröten und andere Arten von Schnecken ernähren, ist allgemein bekannt. Auch von Weinbergschnecken an Kräutersauce hat man schon gehört. Aber kennen Sie die Schneckenhaus-Mauerbiene? Sie baut ihr Nest in verlassenen Schneckenhäusern. Bei anderen Arten sind Schneckenhäuser als schützender Unterschlupf oder Winterquartier gefragt, zum Beispiel bei Asseln oder Spinnen.

Bild: Eine Schneckenhaus-Mauerbiene hat sich das verlassene Haus einer Weinbergschnecke für ihre Eiablage ausgesucht. Jetzt verschliesst sie das Nest mit Pflanzenmörtel.

Eine Schneckenhaus-Mauerbiene hat sich das verlassene Haus einer Weinbergschnecke für ihre Eiablage ausgesucht ETH Zürich / Albert Krebs

«Und mein Salat?»

Unter Gärtner:innen sind sie ein Dauerthema: die gefrässigen Schnecken. Oft wird übersehen, dass die meisten Schneckenarten sich nicht an Salat und Blumen vergreifen. Manche Arten sind sogar ausgesprochen nützlich im Garten, denn sie verzehren die Eier anderer Schneckenarten.

Schneckenkörner sind im naturnahen Garten deshalb tabu. Sie töten auch Arten wie die Hain-Schnirkelschnecke. Wie Sie Ihren Salat wirkungsvoll gegen Schneckenfrass schützen können, lesen Sie hier.

Bild: Einsammeln und weg damit - die naturfreundlichste Methode zur Bekämpfung der Spanischen Wegschnecke.

Spanische Wegschnecke auf einer Hand iStock / beekeepx

Vielfalt und Strukturen pflegen

Die Hain-Schnirkelschnecke ist bezüglich ihres Lebensraumes nicht besonders anspruchsvoll. Doch ohne Unterschlupf, Schattenplätze und welkes Pflanzenmaterial kann auch sie nicht sein. Wo öffentliche Grünflächen und Gärten vielfältig und naturnah gestaltet sind, kann im Frühling die Schneckenpirsch beginnen: Finden Sie in Ihrem Quartier oder in Ihrem Garten das hübsche Tier des Jahres 2025? Schnecken mögen’s feucht: Die beste «Jagdzeit» ist deshalb frühmorgens oder gegen Abend, an regnerischen Tagen auch tagsüber.

Naturnahe Gärten sind eine Oase für alle Arten von Tieren Matthias Sorg
Naturfreundliche Gärten sind auch für die Hain-Schnirkelschnecke ein passender Lebensraum.

Das tun wir für die Hain-Schnirkelschnecke

Pro Natura sichert über 800 Naturschutzgebiete in allen Regionen der Schweiz. In vielen dieser Gebiete kommt auch das Tier des Jahres 2025 vor. Entdecken Sie eines unserer Schutzgebiete.

Verschwindet der Boden unter Teer und Beton, ist er auf lange Zeit zerstört – da nützen all die kleinen «Bodenmacherinnen» wie die Hain-Schnirkelschnecke auch nichts mehr. Pro Natura setzt sich deshalb in der Raumplanung für einen haushälterischen Umgang mit dem Boden ein.

Auch landwirtschaftlich genutzte Gebiete können die Hain-Schnirkelschnecke beherbergen. Dafür braucht es Vielfalt im Kulturland und eine schonende Bewirtschaftung des Bodens. Daran arbeitet Pro Natura zum Beispiel mit der «Aktion Hase & Co.».

Die Hain-Schnirkelschnecke und viele andere Tier- und Pflanzenarten leben auch in Städten und Dörfern. Deshalb engagiert sich Pro Natura mit zahlreichen Projekten für die Natur vor unserer Haustür.

 

18
Mar
2026
Igel

Für Familien

AUSGEBUCHT - Igelwerkstatt in der Wärchi (zweiter Anlass am 21.10.26)

Luogo
Wärchi Stans, Schmiedgasse 27a, Stans
Costo
Da CHF 5.00
Giorno
Mercoledì
Data
18.03.2026
Data e ora
13:30 - 16:00
Iscrizione entro
Igel-Entdecker: Kreative Bastelstunden für Familien.

Feine Nase und spitze Stacheln: das Tier des Jahres von Pro Natura ist der Igel! In der Wärchi wartet auf dich eine kleine Igel Ausstellung und viel Platz für Kreatives. 
Forme einen Igel aus Ton, konstruiere einen Igel-Roboter oder gestalte einen Igel aus Wolle und anderen Naturmaterialien.

Teilnehmerzahl beschränkt.

Ulteriori informazioni

Dettagli dell'evento

Data

Mercoledì, 18.03.2026
Data e ora
13:30 - 16:00

Luogo

Wärchi Stans, Schmiedgasse 27a, Stans

Dettagli

Tipo di evento
Stagione
Grado di difficoltà

Preparazione

Osservazioni
für Kinder von 3 bis 12 Jahren (ab 6 Jahren ohne Begleitung)

Costo

Fr. 10.– / Fr. 5.– für Pro Natura Mitglieder

21
Ott
2026
Igel

Für Familien

Igelwerkstatt in der Wärchi

Luogo
Wärchi Stans, Schmiedgasse 27a, Stans
Costo
Da CHF 5.00
Giorno
Mercoledì
Data
21.10.2026
Data e ora
13:30 - 16:00
Iscrizione entro
Igel-Entdecker: Kreative Bastelstunden für Familien.

Feine Nase und spitze Stacheln: das Tier des Jahres von Pro Natura ist der Igel! In der Wärchi wartet auf dich eine kleine Igel Ausstellung und viel Platz für Kreatives. 
Forme einen Igel aus Ton, konstruiere einen Igel-Roboter oder gestalte einen Igel aus Wolle und anderen Naturmaterialien.

Teilnehmerzahl beschränkt.

Ulteriori informazioni

Dettagli dell'evento

Data

Mercoledì, 21.10.2026
Data e ora
13:30 - 16:00

Luogo

Wärchi Stans, Schmiedgasse 27a, Stans

Dettagli

Tipo di evento
Stagione
Grado di difficoltà

Preparazione

Osservazioni
für Kinder von 3 bis 12 Jahren (ab 6 Jahren ohne Begleitung)

Costo

Fr. 10.– / Fr. 5.– für Pro Natura Mitglieder

14
Mar
2026
Hérisson d'Europe

Jugendnaturschutz

Auf den Spuren des Igels

Luogo
Galmwald
Costo
Gratuito
Giorno
Sabato
Data
14.03.2026
Data e ora
10:00 - 16:00
Iscrizione entro
Wer versteckt sich im Wald, zwischen den Gräsern und unter den Büschen, und hinterlässt Spuren? Komm mit uns auf einen Ausflug in den Galmwald, um Igel zu entdecken! Wir werden gemeinsam spazieren gehen, ihren Spuren im Wald folgen, diese kleinen Tiere kennenlernen und versuchen, ihre Verstecke zu finden.

Anmeldung

Für wen?

Alle Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, unabhängig davon, ob sie Mitglied bei Pro Natura sind oder nicht.

Mit wem?

Mit hochmotivierten ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern, die jede Menge tolle Ideen haben und natürlich die Natur lieben!

Wie?

Indem du dich bis spätestens 2 Tage vor dem Ausflug anmeldest.
Wenn der Ausflug bereits ausgebucht ist, kannst du dich auf die Warteliste setzen lassen.
Die Details zum Ausflug werden dir eine Woche vor dem Ausflug per E-Mail mitgeteilt.

Ulteriori informazioni

Info

Pro Natura Freiburg
Rue St-Pierre 10
1700 Freiburg
Tél: 026 422 22 06
[email protected]

Contatto

Armin Aland
Projektleiter der Jugendgruppe
@email

Documenti scaricabili

Anmeldungsanleitung

Dettagli dell'evento

Data

Sabato, 14.03.2026
Data e ora
10:00 - 16:00

Luogo

Galmwald

Dettagli

Tipo di evento
Stagione
Grado di difficoltà

Preparazione

Da prendere con sé
Geeignete Kleidung, Picknick

Costo

Kostenlos

12
Mar
2026
Braunbrustigel

Vortrag

Der Igel - das Tier des Jahres 2026

Luogo
Naturmuseum Solothurn
Costo
Gratuito
Giorno
Giovedì
Data
12.03.2026
Data e ora
19:00 - 21:00
Beliebt, aber zunehmend bedroht: Der Braunbrustigel lebt mitten unter uns. Wo wir der Natur in Dörfern und Städten wieder mehr Raum geben und sie aufblühen lassen, da profitieren auch unsere Igel.
Gemeinsam mit dem kleinen Insektenfresser möchte Pro Natura 2026 dazu aufrufen, Gärten, Grünanlagen, Friedhöfe und Parks igelfreundlich zu gestalten und zu pflegen.

In ihrem Vortrag erklärt die Wildtierbiologin Dr. Sandra Gloor Wissenswertes über die Biologie des Igels, seinen Lebensraum und konkrete Massnahmen, mit denen wir
zu seinem Schutz beitragen können.

Ulteriori informazioni

Dettagli dell'evento

Data

Giovedì, 12.03.2026
Data e ora
19:00 - 21:00

Luogo

Naturmuseum Solothurn

Dettagli

Tipo di evento
Stagione

Costo

Eintritt frei - Sie sind herzlich eingeladen.

23
Apr
2026
Igel im Totholz

Vortrag

Der Igel - stacheliger Gartenfreund

Luogo
Pfarreisaal St. Leodegar im Hof, Luzern
Costo
Gratuito
Giorno
Giovedì
Data
23.04.2026
Data e ora
18:30 - 19:30
Iscrizione entro
Im öffentlichen Vortrag stellt uns die Wildtierbiologin Julia Felber das bedrohte Tier des Jahres 2026 vor.

Mit seinem spitzigen Stachelkleid ist der Igel unverkennbar. Als dämmerungs- und nachtaktiver Insektenfresser sehen wir ihn jedoch selten. Dabei lebt der Igel auch in der Schweiz mitten unter uns – in Siedlungen, Gärten oder Pärken. Am Vortrag erfahren Sie unter anderem, was wir tun können, um dem Igel zu helfen.

Dettagli dell'evento

Data

Giovedì, 23.04.2026
Data e ora
18:30 - 19:30

Luogo

Pfarreisaal St. Leodegar im Hof, Luzern

Dettagli

Tipo di evento
Stagione
Grado di difficoltà

Preparazione

Indirizzo
St. Leodegar-Strasse 6 (bei der Hofkirche), 6006 Luzern
Osservazioni
Der Vortrag steht allen Interessierten offen. Im Anschluss findet die GV von Pro Natura Luzern statt.

Costo

kostenlos

16
Mag
2026
Igel _ Tier des Jahres 2026

Stand – Kommen Sie vorbei!

Kräuter- und Wildpflanzenmarkt in Escholzmatt

Luogo
Escholzmatt
Costo
Gratuito
Giorno
Sabato
Data
16.05.2026
Data e ora
09:00 - 16:00
Der Entlebucher Kräuter- und Wildpflanzenmarkt in Escholzmatt hat sich vom Geheimtipp zum beliebten und weitherum bekannten Anlass für alle entwickelt, die auf der Suche nach etwas Besonderem sind. 

Pro Natura Luzern ist mit einem Informationsstand vor Ort und bietet Gartentipps, die dem Tier des Jahres 2026 zugutekommen. 

Infos: www.biosphaere.ch/de/event/14-entlebucher-kraeuter-und-wildpflanzenmarkt

Dettagli dell'evento

Data

Sabato, 16.05.2026
Data e ora
09:00 - 16:00

Luogo

Escholzmatt

Dettagli

Stagione

Costo

kostenlos

Igel (erinaceus europaeus) Wolfgang Hock
Tier des Jahres

Der Igel ist das Tier des Jahres 2026

Beliebt, aber zunehmend bedroht: Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) lebt mitten unter uns. Je mehr Natur wir in Dörfern und Städten aufblühen lassen, desto besser geht es auch unseren Igeln.

Bei der Wahl des beliebtesten Schweizer Wildtieres hätte der Igel sein schwarz glänzendes Näschen sicher ganz vorne. Unzählige Freiwillige kümmern sich um verletzt oder krank aufgefundene Igel. Und wer an einem lauen Sommerabend einen Igel durch den Garten tippeln sieht, freut sich über den sympathischen Gast.  

Warum wählt Pro Natura den Igel zum Tier des Jahres? 

Igel brauchen ein dichtes Netz von Unterschlupfmöglichkeiten und ein reiches Nahrungsangebot an Insekten. Beides finden sie in weiten Teilen der landwirtschaftlich genutzten Gebiete kaum mehr. Deshalb lebt der stachelige Insektenfresser heute vor allem in locker überbauten Bereichen unserer Dörfer und Städte. Seine Bestandesentwicklung macht allerdings Sorgen. Seit 2022 ist der Igel auf der Roten Liste der Schweiz als «potenziell gefährdet» eingestuft. Wo Siedlungen verdichtet werden, können wertvolle Igel-Lebensräume verschwinden. Deshalb ruft Pro Natura mit dem Tier des Jahres 2026 dazu auf, Gärten, Grünanlagen, Friedhöfe und Parks igelfreundlich zu gestalten und zu pflegen. 

 Igel in Lausanne Olivier Born
Dieser Igel ist in der Stadt Lausanne unterwegs.

Igel stehen auf Insekten

Wenn ein Igel in der Dämmerung emsig schnüffelnd durch einen Garten oder Park streift, dann sucht er Futter. Ganz oben auf der Menüliste stehen bei ihm Laufkäfer, Schmetterlingsraupen und Regenwürmer. Igel hören sehr gut und haben eine feine Nase. Lautes Schmatzen oder das Knirschen von Käferpanzern zwischen spitzen Zähnen zeigt uns an: Die Beutesuche war erfolgreich. Nebst ihren Leibspeisen erbeuten Igel eine breite Palette weiterer Tiere und verschmähen auch Aas nicht. 

Wussten Sie, dass Igel pflanzliche Nahrung nicht verdauen können? Wenn ein Igel an einem Apfel schnüffelt, handelt es sich kaum um einen Vegi-Igel. Viel wahrscheinlicher ist, dass der Igel den Wurm riecht, der im Apfel steckt.  

Igel im Gras Vladimir Ya
Wo stecken die Käfer, Würmer und Raupen?

Gefährliche Streifzüge

Igel legen auf ihren nächtlichen Streifzügen im Durchschnitt etwa einen Kilometer zurück. Dabei überqueren sie Strassen, müssen Hindernisse umgehen und sich vor Fallen wie Kellertreppen, Schwimmbecken oder Lichtschächten hüten. Besonders gefährdet sind Männchen während der Paarungszeit, also ab Mitte April. Sie legen dann auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen auch mal mehrere Kilometer zurück. 

Wussten Sie, dass Igel überall dort durchschlüpfen können, wo unsere Faust durchpasst? Im wahrsten Sinne des Wortes eine Faustregel! 

Jungigel auf Treppenstufe Monique Morin
So ein Krampf: Schon diese wenige Zentimeter hohe Bordkante macht dem Jungigel Schwierigkeiten.

Per Karussell zum Nachwuchs

Igelmännchen umkreisen ihre Auserwählte manchmal stundenlang, bis sich das Weibchen nicht mehr wegdreht und paarungswillig ist. Man spricht vom «Igelkarussell». Paarungen finden bis Ende August statt. Nach einer Tragzeit von rund 35 Tagen bringt das Weibchen zwei bis sieben Junge zur Welt. Das Familienleben ist kurz: Jungigel sind schon nach etwa 6 Wochen selbständig und müssen sich fortan allein durchs Leben schlagen.   

Wussten Sie, dass Igelmütter allein für ihren Nachwuchs sorgen?  

Igelmutter mit Säugling Daniel Heuclin
Kaum zu glauben: In wenigen Wochen wird dieser Säugling ein selbstständiger Igel sein.
Der Igel: Porträt eines tierisch sympathischen Nachbarn
Gramm muss ein Igel im Herbst wiegen, um den Winter überleben zu können.
Stacheln trägt ein erwachsener Igel.
Igelart gibt es in der Schweiz, den Braunbrustigel (Erinaceus europaeus).

Wo schlüpf’ ich unter?

Igel brauchen sichere Tagesverstecke, Nester für die Geburt ihrer Jungen, trockene Winterquartiere. Nur dort, wo solche Unterschlupfmöglichkeiten reichlich vorhanden sind, können Igel leben. Besonders wählerisch sind die Stacheltiere nicht. Es muss nicht immer der klassische Ast- und Laubhaufen im Naturgarten sein. Eine Holzbeige, der Hohlraum unter einem Gartenhäuschen, ein locker hingeworfener Bretterhaufen oder ein Igelhaus aus dem Baumarkt werden ebenso gerne angenommen.  

Igelmutter mit Jungtier Ronald Stiefelhagen, Minden Pictures
Eine Igelmutter transportiert ihr Jungtier in ein neues Versteck. Vielleicht ist sie am alten Ort gestört worden.

Naturgarten: Paradies für Igel und Mensch

Ein Naturgarten voller Leben bietet alles, was der Igel braucht: Unterschlüpfe, Schutz vor Mährobotern, Zugang zu Wasser und jede Menge Insekten. Wo es den Igeln gefällt, ist es auch den Menschen wohl. Blütenvielfalt, spannende Naturbeobachtungen und ruhige Ecken, um die Seele baumeln zu lassen: All das bietet der Naturgarten. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen sich dazu entschliessen, die Natur in ihre Gärten einzuladen.  

Familie im Naturgarten Daniel Rihs
Naturgärten sind Paradiese für Gross und Klein. Hier fühlen sich auch Igel wohl. Es gibt ein reiches Angebot an Unterschlüpfen und Nahrung.

Igel in der Stadt? Ja, das geht!

Wo Wohnsiedlungen verdichtet werden, sind Igel-Lebensräume bedroht. Umso wichtiger, private Gärten und öffentliche Grünräume noch konsequenter igelfreundlich zu gestalten. Auch Gemeinden können dem Igel viel Gutes tun. Schulanlagen, Parks oder Friedhöfe bieten reichlich Potenzial für bunte, abwechslungsreiche Lebensräume. Bonus: Wer Igel fördert, hilft auch Insekten, Siebenschläfern, Zaunkönigen und vielen anderen Arten.  

Wiese Matthias Sorg
Hecken, Bäume und blühende Wiesen auf dem Bremgartenfriedhof in Bern. Hier können auch Igel leben.

Das tut Pro Natura für den Igel

Pro Natura hat schon viele Gärten, Parks und Grünanlagen mit Rat und Tat zum Blühen gebracht. Ab 2026 setzen wir noch einen drauf: Im März startet landesweit die grosse Aktion BONJOUR NATURE: Willkommen im Naturgarten! Hier lesen Sie, was wir Ihnen anbieten: BONJOUR NATURE: Willkommen im Naturgarten

Das können Sie für den Igel tun

Unser kostenloser Naturgarten-Newsletter versorgt Sie monatlich mit Infos, Tipps und Tricks rund um den Naturgarten. Gleich abonnieren: Naturgarten-Newsletter abonnieren | Pro Natura 

Sie haben einen Garten und wollen den Igeln sofort helfen? Praktische Informationen für einen igelfreundlichen Garten inklusive Bauanleitung für einen Ast- und Laubhaufen finden Sie hier.  

Viele Pro Natura Sektionen bieten Exkursionen, Kurse, Vorträge und mehr rund um den Igel an. Die aktuelle Liste der Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.  

Sie haben in Ihrem Wohnquartier einen Igel beobachtet? «Wilde Nachbarn Schweiz» interessiert sich für Ihr Erlebnis. Je mehr wir über die Verbreitung des Igels in der Schweiz wissen, desto besser können wir ihn schützen und fördern. Wilde Nachbarn Schweiz 

Haben Sie einen verletzten, abgemagerten oder kranken Igel gefunden? Überall in der Schweiz gibt es Igelstationen, die sich kompetent um solche Tiere kümmern. Informationen und Kontakte finden Sie beim Igelzentrum oder bei Pro Igel.  

Lebensraum Wiese
laufende Projekte

Aktuell fördern wir mit über 250 Projekten die Natur und die Artenvielfalt in allen Regionen der Schweiz. Dies ist nur dank Spenden und Mitgliederbeiträgen möglich. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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