Klimarahmenkonvention

Die Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC). wurde 1992 verabschiedet. Ziel ist die Verhinderung einer gefährlichen anthropogenen Störung des Klimasystems und seiner Folgen durch Klimagase wie Kohlendioxid (CO2).

 

Experten zufolge lässt sich ein globale Temperaturanstiegschon jetzt nicht mehr aufhalten - allerdings bei konsequenter Reduktion des Ausstosses von Klimagasen deutlich verringern.

 

Klimawandel beeinflusst bereits heute die Ökosysteme und Verbreitung der Arten. Umgekehrt kann aber auch die Erhaltung und Renaturierung von Ökosystemen wie Wälder, Moore und Feuchtgebiete ein wichtigen Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstosses leisten. Etwa 20% des derzeitigen Ausstosses an Klimagasen gehen auf die anhaltende Zerstörung dieser Ökosysteme zurück.

 

Deswegen versucht die Klimarahmenkonvention, mit den «Waldmechanismen» REDD (Reducing Emissions from Deforestation and forest degradation) und LULUCF (Land Use, Land Use Change and Forestry) Anreize zu entwickeln, um die Zerstörung dieser Lebensräume zu stoppen und ihre Funktion wiederherzustellen. Doch wenn nur auf die Funktion als Kohlenstoffspeicher geachtet wird, können Menschen und die Biodiversität auf der Strecke bleiben - z.B. bei der Aufforstung mit Monokulturen. Um dies zu verhindern, setzt sich Pro Natura zusammen mit seinen Partnern im Friends of the Earth-Netzwerk und im Climate Action Network (CAN) für klare internationale Anrechnungsregeln und Sicherheitstandards ein.