Mediencommuniqué

Aktionsplan Pestizide: jetzt braucht es Taten

21.05.2014

Gemeinsame Medienmitteilung von Greenpeace, Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und WWF Schweiz 

 

«Besser spät als nie» –  so begrüssen die Umweltverbände Greenpeace, Pro Natura, SVS/BirdLife Schweiz und WWF die lang erwartete Entscheidung des Bundesrats, in der Schweiz einen nationalen Aktionsplan zur Pestizidreduktion zu lancieren. Nun gilt es, den Aktionsplan mit griffigen Massnahmen zu füllen und messbare Reduktionsziele zu definieren.

 

Welche Aspekte ein erfolgreicher Aktionsplan umfassen müsste, hatten die Umweltverbände bereits im November in einem Forderungskatalog präsentiert. Der Entscheid für einen Aktionsplan ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber: die Ankündigung eines Aktionsplans garantiert noch keine Pestizidreduktion. Der Aktionsplan muss nun so ausgestaltet werden, dass es zu einer tatsächlichen Pestizidreduktion – insbesondere der stark belastenden Substanzen - kommt.

 

Zwei Jahre arbeitete die Bundesverwaltung an der Beantwortung des Postulats Moser (12. 3299), dem die Entscheidung für den Aktionsplan zu Grunde liegt. Besonders in den letzten Monaten mehrten sich die Negativschlagzeilen zum Schweizer Pestizideinsatz. Schweizer Gewässer sind mit Pestizidcocktails verschmutzt und Bienen sammeln vergifteten Pollen. Eine kürzlich erschienene Studie des Forschungs- und Beratungsbüros INFRAS zeigt die wirtschaftlichen Auswirkungen von Pestiziden. Jährlich entstehen der Schweiz Umwelt- und Gesundheitskosten in Millionenhöhe durch den Pestizideinsatz. Mit dem Aktionsplan muss  der Bund für Kostenwahrheit sorgen und die Entwicklung von Alternativen zu chemischen Pestiziden unterstützen, um die Belastung für Bevölkerung und Umwelt einzudämmen.

 

Weitere Informationen:

 

Kontakt:

Zurück