Mediencommuniqué

Revision des Raumplanungsgesetzes

Bauboom ausserhalb der Bauzonen muss gestoppt werden

22.06.2017

Der Bundesrat hat heute seinen Entwurf für die Revision des Raumplanungsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Pro Natura verlangt, dass das Raumplanungsgesetz dem Bauboom im Landwirtschaftsland ein Ende setzt.


Das Problem ist gross: Die Gebiete, die laut Gesetz eigentlich «von Bauten und Anlagen möglichst frei gehalten werden» sollten, werden im gleichen Tempo überbaut wie die Zonen, die für das Bauen vorgesehen sind. Das beweisen Zahlen des Bundesamts für Raumentwicklung und eine unlängst veröffentlichte Analyse von Pro Natura. Ausserhalb der Bauzonen ist die Siedlungsfläche in 24 Jahren um die gesamte Fläche der Städte Zürich, Genf, Basel und Bern gewachsen.

 

«Ausserhalb der Bauzonen herrscht Bauboom», kritisiert Marcus Ulber, Raumplanungsexperte von Pro Natura. «Pro Natura fordert, dass die Revision des Raumplanungsgesetzes den Bauboom und die Zersiedelung in unseren Landschaften stoppt», so Ulber weiter. Der Grundsatz der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet muss mit dem neuen Gesetz gestärkt werden. Dazu muss die Anzahl der Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen zurückgehen, statt weiter zunehmen.

 

Weitere Auskünfte:
Marcus Ulber, Projektleiter Raumplanungspolitik, Tel. 079 860 21 69

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