Mediencommuniqué

Bundesrat spricht Mittel für den Herdenschutz: Eine Chance für die Schafhaltung

06.11.2013

Der Bundesrat bewilligt mehr Geld für den Herdenschutz in der Schweiz und sichert ihn rechtlich ab. Das ist der richtige Weg, um die Schafhaltung in der Schweiz nachhaltig zu gestalten. Pro Natura erwartet, dass die Kantone und die Schafhalter diese Chance nutzen.

 

Mit seinem heutigen Entscheid zur rechtlichen Abstützung des Herdenschutzes in der Jagdverordnung und der Bewilligung von mehr Mitteln für den Herdenschutz ebnet der Bundesrat den Weg für eine nachhaltige Schafhaltung in der Schweiz. Er erfüllt damit eine seit langem erhobene Forderung der Naturschutzorganisationen. «Der Herdenschutz funktioniert. Das zeigen die Erfahrungen. Um ihn überall, wo nötig, umsetzen zu können, braucht es genügend Geld und Personal. Wir freuen uns, dass nun mehr Geld gesprochen wurde», sagt Mirjam Ballmer, Projektleiterin Naturschutzpolitik von Pro Natura. Pro Natura geht allerdings davon aus, dass es für einen effizienten Herdenschutz in der Schweiz künftig auch mehr Personal brauchen wird.

 

Eine Chance für die Schafhaltung

Gefordert sind jetzt die Kantone und die Schafhalter. «Mit Geld allein ist es noch nicht getan. Es braucht den Willen der Beteiligten, die Gelder auch abzuholen und sinnvoll einzusetzen», gibt Mirjam Ballmer zu Bedenken. In Alpenländern hat die Haltung von Schafen eine lange Tradition. Diese soll erhalten werden, doch kann sie das nur, wenn sie sich an die neuen Gegebenheiten anpasst. Ein gesetzlich und finanziell abgestützter Herdenschutz ist die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft der Schweizer Schafhaltung.

 

Internet:

www.herdenschutzschweiz.ch

www.pronatura.ch/grossraubtiere

 

Weitere Auskünfte:

Mirjam Ballmer, Pro Natura Projektleiterin Naturschutzpolitik, Tel. 061 317 92 08, mirjam.ballmer@pronatura.ch

Medienstelle: Roland Schuler, Tel. 061 317 92 24, 079 826 69 47, roland.schuler@pronatura.ch

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