Mediencommuniqué

Die Nachfolger von M13 müssen eine Chance haben

20.02.2013

Pro Natura bedauert den Abschuss von M13 und fordert ein verstärktes Engagement des Kantons Graubünden, damit die Regionen auf weiteren Bärenbesuch vorbereitet sind. Es gibt keine Entschuldigungen mehr für unterlassene Prävention. Seit 2005 ist die Schweiz ein Bärenland und wird es bleiben.

 

Pro Natura anerkennt, dass der Abschuss zwar sehr rasch, aber gemäss dem gültigen Bärenkonzept erfolgt ist.  M13 hatte wenig Scheu vor Menschen, doch hat er keinerlei aggressives Verhalten an den Tag gelegt.

Störend ist, dass die Verfehlungen, die M13 zur Last gelegt wurden, und die ihm letztlich das Leben kosteten, auf eindeutige Versäumnisse der betroffenen Region zurückzuführen sind. Mängel in der Prävention und bei der Vorbereitung auf Bärenbesuche haben zu dieser unnötigen Zuspitzung der Situation beigetragen. Deshalb verlangt Pro Natura, dass der Kanton Graubünden einen ständigen Bärenbeauftragten einsetzt. Dieser soll einerseits die Präventionsmassnahmen vorantreiben, sowie künftig bei Bärenpräsenz sofort reagieren und die notwendigen Massnahmen zusammen mit den Betroffenen an Ort und Stelle umsetzen. Potenzielle Bärengebiete müssen sich bereits jetzt mit einem Abfallmanagementkonzept, Herdenschutzmassnahmen und Information der Bevölkerung auf Bärenbesuch vorbereiten.

 

Weitere Auskünfte:

Mirjam Ballmer

Pro Natura Projektleiterin Naturschutzpolitik

Tel. 061 317 92 08

mirjam.ballmer@pronatura.ch

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