Mediencommuniqué

Energiestrategie 2050 – Appell der Umweltallianz an den Ständerat

08.12.2014

Der Zug rollt – jetzt Weichen richtig stellen

 

Der Nationalrat hat die grossen Sparpotenziale der Energieeffizienz erkannt und macht mit dem Zubau bei den erneuerbaren Energien vorwärts. Der Generationenprozess der Energiewende rollt damit auf gut gelegten Gleisen. Beim Abschied von den altersschwachen Atomkraftwerken sowie beim Naturschutz muss der Ständerat jedoch die Weichen neu stellen.

 

Die Energiewende rollt: Was von Hauseigentümer, Gemeinden, Ingenieurinnen, global tätigen Unternehmen oder lokalen Gewerblern angestossen wurde, hat nun auch das Schweizer Parlament erfasst. Die «Ausstiegsallianz» wird zur aktiv gestaltenden «Energiezukunfts-Allianz». Die Umweltorganisationen freuen sich, dass es einer Mehrheit des Nationalrates einigermassen ernst ist mit der Energiewende. Dieser Gestaltungswille muss nun in den Ständerat getragen werden. 

 

Natur besser schützen – Atomausstieg tatsächlich festlegen

Die Energiestrategie 2050 ist ein erster Schritt in Richtung mehr Sicherheit, Wertschöpfung, und Umweltschutz. Energieeffizienz und erneuerbare Energien machen uns unabhängiger und innovativer. Die Umweltallianz appelliert jetzt an den Ständerat, für die AKWs einen Ausstiegsplan mit klaren Laufzeiten zu beschliessen. Dies bietet Planungs- und Investitionssicherheit. Das unverantwortliche Experiment mit den alten Atomkraftwerken ist zu beenden. Die Energiestrategie wird zudem glaubwürdiger und breiter abgestützt, wenn die schönsten Landschaften der Schweiz ihren Wert behalten. Da muss der Ständerat korrigieren. Zudem wollen selbst Promotoren der Wasser- und Windkraft nicht, dass für die Energiewende explizit irrelevante Anlagen der Naturschutz geschwächt wird. Die Energiewende ist zu wichtig, um auf dem Weg dorthin Substanz im Streit um unverhandelbare Naturwerte zu verlieren.

 

 

Für weitere Fragen:

Florian Kasser, Greenpeace, 076 345 26 55

Elmar Grosse Ruse, WWF Schweiz, 078 745 23 41

Caroline Beglinger, VCS, 079 310 11 86

Rico Kessler, Pro Natura, 061 317 92 24

Jürg Buri, SES, 044 275 21 21

 

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