Mediencommuniqué

Kein neues Kraftwerk am geschützten Rheinfall: Starkes Schaffhauser Signal nach Bundesbern

18.05.2014

Die Schaffhauser Bevölkerung will ihr Naturerbe nicht blindlings dem Energiehunger opfern. Pro Natura sieht im Nein des Schaffhauser Stimmvolkes zur Nutzung des Rheinfalls ein deutliches Signal an die Bundespolitik. Die Energiewende ist zu schaffen ohne vorauseilend die schönsten Naturdenkmäler und wichtigsten Naturräume unseres Landes zu zerstören.

 

Die Mehrheit des Schaffhauser Stimmvolks lehnt eine Gesetzesänderung ab, welche den Weg für ein neues Wasserkraftwerk am Rheinfall und eine Flutung eines Flachmoors von nationaler Bedeutung hätte ebnen sollen. Die Schaffhauser Bevölkerung setzt damit ein deutliches Zeichen gegen das unnötige und vorauseilende Verscherbeln des landschaftlichen und ökologischen Tafelsilbers unter dem Vorwand des Atomausstiegs. Pro Natura ist erleichtert über die Weitsicht des Schaffhauser Stimmvolkes.

 

Die Potenziale um den Atomausstieg zu realisieren sind ausserhalb von geschützten Gebieten und Naturdenkmälern von nationaler Bedeutung ausreichend vorhanden. Pro Natura erwartet, dass das Signal aus Schaffhausen auch in Bundesbern zur Kenntnis genommen wird. «In der Bundespolitik ist die Bereitschaft momentan gross, auch geschützte Natur- und Landschaftswerte unnötigerweise dem Ausbau von Energieanlagen zu opfern», so Rico Kessler, Pro Natura Geschäftsleitungsmitglied. «Das Beispiel Schaffhausen zeigt, dass die Bevölkerung nicht leichtsinnig mitzieht, wenn unser Natur- und Landschaftserbe unnötig geopfert werden soll.»

 

Das allergrösste Potenzial, die Energieeffizienz, ist ohne Eingriffe in die Natur überall erschliessbar. Damit lässt sich nach Berechnungen der Umweltverbände alleine ein Drittel des heutigen Stromverbrauches einsparen.

 

 

Weitere Auskünfte:

Rico Kessler, Abteilungsleiter Politik und Internationales, Tel. 061 981 27 30 (nur am Sonntag, 18. Mai)

Medienstelle: Roland Schuler, Medienverantwortlicher, Tel. 079 826 69 47, roland.schuler@pronatura.ch

Zurück