Keine Pestizide in unseren Gewässern

Unsere Flüsse und Bäche sehen klar und sauber aus, doch der Schein trügt. Ein Grossteil der Schweizer Gewässer ist mit Pestiziden belastet. Die Verunreinigung durch Pestizide ist teilweise so hoch, dass sie für Wasserorganismen lebensbedrohlich sein kann. Doch auch für den Menschen sind Pestizide eine Gefahr. Mit ihrer Kampagne «Keine Pestizide in unseren Gewässern!» fordert Pro Natura eine deutliche Anwendungsreduktion dieser Mittel in der Landwirtschaft.

 

Pestizide töten unerwünschte Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen. In der konventionellen Landwirtschaft werden aber Pestizide immer häufiger eingesetzt. Mit verheerenden Folgen für Natur und Mensch. Die Wirkung der Gifte lässt sich nicht kontrollieren und sie werden somit zu einer Gefahr für die biologische Vielfalt. Die giftigen Pestizide gelangen auch zu uns Menschen. Sie befinden sich in der Umwelt, als Rückstände auf und in Nahrungsmitteln und in unseren Gewässern.

Pestizide in Schweizer Bächen - Video «Das leise Sterben»

Jährlich werden über 2000 Tonnen Pestizide in die Umwelt ausgebracht– hauptsächlich durch die Landwirtschaft, aber auch durch Private in ihren Gärten oder durch Bahnbetreiber auf Geleisanlagen. Pestizide haben tödliche Auswirkungen auf Kleintiere. Wer ist dafür verantwortlich? Und was heisst das für unser Grundwasser? Im Video geht Pro Natura diesen Fragen nach. Grenzwerte werden mehrfach überschritten. Wir müssen dringend handeln!

SRF zu überschrittenen Toleranzwerten in Fliessgewässer und die Auswirkungen auf die Kleinstlebewesen
10vor10 vom 4. April 2017