Ruhezonen im Wald

Verschiedene Tierarten sind auf grossflächig ruhige Waldgebiete angewiesen, so etwa die Waldschnepfe, das Auerhuhn oder die Wildkatze. Bei vielen Arten führen Störungen zur Brut- oder Setzzeit zu weniger Nachwuchs. Die häufige Beunruhigung des Reh- und Gemswildes führt zu unerwünscht hohen Tierdichten in den wenigen ruhigen Waldgebieten. Unnatürlich starker Verbiss am Jungwald ist die Folge.

 

Ruhezonen können in Waldreservaten oder im Wirtschaftswald liegen. Problem Nummer Eins im Schweizer Wald ist die teilweise sehr hohe Erschliessungsdichte (Waldstrassen, Maschinenwege). Diese Strassen werden nicht nur von der Forstwirtschaft genutzt. Spaziergänger, Bikerinnen, Naturliebhaber, verbotener Fahrzeugverkehr, Reiterinnen und Hunde bringen Unruhe in den Wald.

 

Durch den Verzicht auf neue und die örtliche Aufhebung von bestehenden Waldstrassen lässt sich die Erholungsnutzung im Wald eingrenzen. Pro Natura und ihre Sektionen prüfen laufend Waldstrassenprojekte auf ihre Naturverträglichkeit. Übermässige und rechtswidrige Eingriffe bekämpft Pro Natura nötigenfalls mit Einsprachen und Beschwerden und erreicht damit in den meisten Fällen ein besseres Ergebnis.