Schutz der Waldfläche

Die Waldfläche in der Schweiz ist regional am wachsen. Natürlicherweise wären drei Viertel der Schweizer Landesfläche mit Wald bedeckt. Nun gewinnt die natürliche Vegetation Terrain zurück, das ihm der Mensch früher abgetrotzt hat. Dies erfolgt überall dort, wo eine anderweitige Nutzung aufgegeben oder extensiviert wird. Das ist vor allem auf schwer zu bewirtschaftenden Landwirtschaftsflächen in den Alpen und auf der Alpensüdseite der Fall. In den anderen Orten steht die Waldfläche hingegen unter starkem Druck, Siedlungsflächen zum Opfer zu fallen.

 

Pro Natura ist der Meinung, dass die Waldfläche in der Schweiz zunehmen darf. Die Zunahme in einigen Gebieten darf nicht zu Lockerungen des Waldschutzes an anderen Orten führen. Der Wald darf nicht für Siedlungszwecke geopfert werden. Pro Natura wehrt sich gegen die Aufweichung des international vorbildlichen Schutzes der Waldfläche. Rodungen müssen verboten bleiben. Ausnahmen vom Rodungsverbot müssen strengen Anforderungen genügen und kompensiert werden. Wo die Waldfläche zunimmt, soll die Kompensation künftig vermehrt auch mit anderen Massnahmen als mit Ersatzaufforstungen geleistet werden können, etwa mit Massnahmen für den Natur- und Landschaftsschutz.