Was Sie tun können

Ihr Kaufverhalten hat einen Einfluss auf die Qualität der Gewässer!

  • Wer keine Pestizide in Gewässern will, kauft biologisch produzierte Lebensmittel, vorzugsweise aus Schweizer Produktion. Landwirtinnen und Landwirte, die in der Schweiz nach biologischen Standards produzieren, verzichten auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden.
  • Auch im privaten Garten kann man auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Einheimische Stauden und Sträucher sind widerstandsfähiger und weniger anfällig gegenüber Schädlingen als exotische Zuchtformen. Ein naturnaher Garten mit Kleinstrukturen bietet Nützlingen Unterschlupf. Auch Mischkulturen im Gemüseanbau fördern Nützlinge und schonen zudem die Böden.
     

Das tut Pro Natura

Mit ihrer Kampagne «Keine Pestizide in unseren Gewässern!» macht Pro Natura auf die Gefahren durch Pestizide in Flüssen und Bächen aufmerksam. Pro Natura befürwortet eine umweltfreundliche Landwirtschaft. Deshalb fordert sie vom Bundesrat eine neue Schweizer Pestizidpolitik und setzt sich für einen griffigen Aktionsplan zur Reduktion von Pestiziden ein.

Natur und Umwelt müssen vor Pestiziden geschützt werden. Deshalb fordert Pro Natura:

 

1. Eine Anwendungsreduktion in allen Bereichen, denn 2‘000 Tonnen ausgebrachte Pestizide pro Jahr sind zu viel.

 

  • Der Ökologische Leistungsnachweis ÖLN - seit 20 Jahren Grundlage der Schweizer Landwirtschaft - muss weiterentwickelt werden. Der integrierte Pflanzenschutz darf nicht mehr nur auf dem Papier stehen.
  • Stärkung der Forschung nach nachhaltigen Alternativen zu synthetischen Pestiziden.
  • Gemeinden und private Anwender verzichten auf Pestizide.
     

2. Einen vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit Pestiziden in der Landwirtschaft.

 

  • Aufbau einer unabhängigen Beratung sowie Pflicht für regelmässige Weiterbildungskurse für Bäuerinnen und Bauern.
     

3. Unabhängige Untersuchungen zum Verbleib von Pestiziden in der Natur. Nur wenige Studien zeigen, wie Pestizide die Bodenfruchtbarkeit beinflussen und keine Pestiziduntersuchung hat die Belastung für den Menschen umfassend unter die Lupe genommen.

 

  • Mit einer Lenkungsabgabe auf Pestizide können diese Studien finanziert werden.