Freiwillige zur Unterstützung von Amphibienwanderungen gesucht

Gefahren für Amphibien gibt es viele, darunter der Lebensraumverlust, fehlende Fortpflanzungsgewässer, Umweltgifte und Pilzkrankheiten. Aber auch der Verkehr fordert seinen Tribut: Ende Winter machen sich die Amphibien auf den Weg an ihre Fortpflanzungsgewässer. Viele müssen dabei Verkehrswege überqueren.

 

Wenn möglich, werden deshalb Strassenabschnitte während der Amphibienwanderungen für eine bestimmte Zeit für den Verkehr gesperrt oder fix installierte Kleintierunterführungen erstellt.

 

Oftmals müssen aber temporäre Amphibienzäune aufgestellt werden. Freiwillige, Schulklassen oder Gemeindemitarbeitende sammeln dort die Tiere ein und tragen sie über die Strasse. Trotz dieser Schutzmassnahmen überleben viele der etwa 5 Millionen Amphibien ihre Hochzeitsreise nicht.

 

Jährlich werden an rund 200 Standorten in der Schweiz über 160‘000 Amphiben von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sicher über die Strasse ans Laichgewässer getragen. Für diverse Zugstellen werden noch helfende Hände gesucht.

 

Die freiwilligen Helferinnen und Helfer tragen die in Kübeln gefangenen Tiere über die Strasse. Die Kontrollen finden meist morgens bei Tagesanbruch und manchmal zusätzlich auch abends nach Einbruch der Dämmerung statt. In Abhängigkeit des Witterungsverlaufs im Frühjahr werden diese Zugstellen während mehrerer Wochen betreut.

 

Pro Natura hat sich im Rahmen der Kampagne «Mehr Weiher für Frosch und Co» von 2013- 2015 auf die Suche von Helfergruppen gemacht. Per 2016 übernimmt die Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (karch) die Organisation und Koordination der freiwilligen Helferinnen und Helfer. Pro Natura ist, zusammen mit der Stadt Neuenburg, Universität Neuchâtel im Stiftungsrat der karch. Möchten Sie sich ebenfalls als für die Amphibienwanderung engagieren?

Strassensperren wegen Frosch-Wanderung

Tagesschau vom 03.03.2012