Progetti
Erlebnisangebot
Yoga in der Natur
Rund um die historische Villa Cassel erwartet Sie ein Wochenende mit ruhigen Yogaübungen, Achtsamkeitspraxis und naturkundliche Wanderungen. Wir stärken gemeinsam Körper, Atem und Geist in der einzigartigen Natur des Aletschgebietes.
Programm
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Unterkunft und Preise
2/3er Zimmer: CHF 300.-
4/6er Zimmer: CHF 278.-
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Pro Natura Zentrum Aletsch
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siehe oben
Wespen und Hornissen als Untermieterinnen
Im August am Gartentisch: Unser Birnenkuchen erfreut nicht nur die Gäste. Er lockt auch gelb-schwarz gestreifte Besucherinnen aus der Insektenwelt an. Von den sogenannten Echten Wespen interessieren sich nur zwei Arten zeitweise für menschliche Nahrungsmittel: die Gemeine oder Gewöhnliche Wespe (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica).
Beide Arten können in grösserer Zahl auftreten. Sie legen ihre Nester meist unterirdisch in verlassenen Mäusegängen an. Weitere sechs Arten kommen bei uns seltener vor. Darunter befindet sich auch die Hornisse (Vespa crabro). Die hier beschriebenen Merkmale treffen auf alle Echten Wespenarten zu.
Ein Königreich in einem Nest
Jedes Wespennest wird von einer einzelnen Königin gegründet. Ende April verlassen die Königinnen ihre Winterquartiere und suchen einen geeigneten Ort für die Nestgründung. Da diese Plätze in der Natur immer seltener werden, müssen die Tiere manchmal mit unseren Dachböden, Gartenhäuschen oder Storenkästen vorliebnehmen. Einen Monat lang ist die Königin mit Nestbau, Eierlegen und Larvenfüttern beschäftigt.
Der Mensch kommt also ab Ende Mai mit den Wespen in Berührung. Den Höhepunkt erreichen die Insekten im Juli und August. Bis dahin sind sie mit dem Nestbau und der Aufzucht der Brut beschäftigt. Anschliessend nimmt ihre Aktivität ab.
Es gibt Jahre, in denen aussergewöhnlich viele Wespen unterwegs sind und wiederum Jahre, in denen wenige gesichtet werden. Warum das so ist, hängt von diversen Faktoren, wie dem Wetter und den natürlichen Feinden der Wespen, ab.
Tipp zum Vorbeugen eines Wespennests
Wer sich im Sommer nicht über Wespennester auf dem Balkon oder im Garten ärgern möchte, kann übrigens rechtzeitig reagieren. Wenn sich die Wespenkönigin an sonnigen Tagen im April/Mai aufmacht, einen passenden Ort für ihr Nest zu suchen, gilt es die Augen offen und einen Wasserspray bereit zu halten. Beobachten Sie zu diesem Zeitpunkt in der Nähe Ihres Gartensitzplatzes oder auf dem Balkon eine grosse Wespe an einem Ort ein- und ausfliegen, können Sie sie in unmittelbarer Nähe des Einflugortes oder den Einflugort selbst sanft anspritzen. Das mag die Wespe gar nicht und sie sucht sich einen anderen Platz für den Bau ihres Nests.
Herbstlicher Untergang
Während Honigbienen in ihren Nestern überwintern, erlischt im Herbst das Leben im Wespenstaat vollständig. Im Hochsommer schlüpfen neue Königinnen und männliche Tiere (Drohnen). Die begatteten jungen Königinnen suchen sich nach der Paarung einen geschützten Platz zum Überwintern. Die Drohnen haben ihren Auftrag erfüllt und sterben. Auch die alte Königin beendet ihr einjähriges Leben und mit ihr geht der Wespenstaat zugrunde.
Nützliche Untermieterinnen
Wespen-Arbeiterinnen benötigen als Treibstoff für ihre Flugmuskeln den Zuckersaft aus Blüten, aus reifem Obst oder aus der Rinde verletzter Bäume. Die eierlegende Königin und die Larven brauchen hingegen eiweissreiche Kost aus erbeuteten Insekten.
Während Wespen Nektar von Blüten fressen, bestäuben sie gleichzeitig die Blüten und übernehmen so eine wichtige Funktion in unserem Ökosystem. Ausserdem jagen sie Schädlinge, welche sich an unseren Landwirtschaftskulturen bedienen und grosse Schäden anrichten.
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hornissenschutz.ch - Andi Roost
- Die Mission der Wespenkönigin: Einen passenden Platz für ihr Nest finden.
Tipps für ein unbeschwertes Zusammenleben
Wespen und Hornissen sind friedliebende Tiere. Alle Wespen haben ihren Stechapparat, um Beute zu lähmen. Der Stachel wird mehrfach eingesetzt, anders als bei der Biene reisst er beim Stechen nicht ab. Wespen setzen beim Stich weniger Gift ein als Honigbienen. Gefährlich kann das Gift für allergisch reagierende Personen oder bei einem Stich in den Mund- oder Rachenraum werden. In beiden Fällen sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.
Auch Hornissen können stechen. Da sie sich aber nicht für das Essen der Menschen interessieren, sind Konflikte zwischen Mensch und Hornisse weit weniger häufig. An der weit verbreiteten Legende, dass Hornissenstiche viel gefährlicher seien als die Stiche anderer Wespen, ist nichts dran.
Damit der unbeschwerte Nachmittag unter freiem Himmel nicht in wildem Herumfuchteln und Tränen endet, gibt es ein paar Tipps:
- Die Esswaren und Süssgetränke erst kurz vor dem Essen auf den Tisch stellen und gut abdecken
- Vor dem Trinken einen Blick ins Glas werfen
- Leere Teller rasch wieder abräumen
- Hände und Mund nach dem Essen gut reinigen
- Falls Sie ein Wespennest in der Nähe haben, einen Sicherheitsabstand von drei bis vier Metern einhalten und hektische Bewegungen vermeiden.
- Fallobst aus dem Garten entfernen
Kommt Ihnen eine Wespe trotzdem näher als Ihnen lieb ist, soll man Ruhe bewahren und nicht herumfuchteln. Wespen sind keine angriffslustigen Tiere und haben kein Interesse daran, Sie zu stechen. Wenn sie sich jedoch bedroht fühlen, ist Vorsicht geboten. Auch dann, wenn Sie sie anblasen – denn das mögen Wespen gar nicht. Durch das ausgestossene CO2 werden sie alarmiert und können im schlimmsten Fall stechen.
Es gibt ein paar Tricks, wie sie die Wespen verjagen können:
- Mit einer sauberen Sprühflasche mit Wasser anspritzen: Die Wespen meinen dadurch, dass es zu regnen beginnt und machen sich auf, sich in ihr Nest zurückzuziehen.
Weitere Möglichkeiten, deren Wirksamkeit jedoch nicht zu 100% bewiesen ist:
- Zitrone mit Nägeli spicken
- Ätherische Öle und Duftkerzen aufstellen
- Fünferli auf den Tisch legen
- Kaffeepulver anzünden
Angenehmere Nachbarn sind die Hornissen: Sie interessieren sich nicht für unseren Esstisch. Auf ihrem Speiseplan stehen andere Insekten, unter anderem die für uns lästige Gemeine und Deutsche Wespe. Bei genügendem Sicherheitsabstand zu ihrem Nest steht einer bereichernden Nachbarschaft deshalb nichts im Weg.
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© pixabay
- Nicht nur bei uns Menschen beliebt: Süssigkeiten.
Was tun bei einem Wespen- oder Hornissennest?
Ein Zusammenleben mit Wespen und Hornissen ist also gut möglich. Hat man es jedoch im Frühling verpasst, den Nestbau zu verhindern, gibt es verschiedene Optionen für die weiteren Schritte:
Zuerst gilt es genau hinzuschauen: Wo liegt das Nest und tangiert es mich überhaupt? Stört das Nest nicht und können Sie es grossräumig umgehen, empfehlen wir, es in Ruhe zu lassen. Sie haben die Möglichkeit, das Nest im Winter zu entfernen, wenn die Wespen gestorben sind und das Nest leer ist.
Manchmal bauen Wespen ihre Nester in einer Hausfassade oder unter einem Dach. Die für uns lästigen Wespen jedoch, die Deutsche und Gemeine Wespe, bevorzugen es, ihr Nest unterirdisch anzulegen. Beispielsweise in Mäusegängen. Dort werden sie oft erst spät oder gar nicht entdeckt. Um zu verhindern, dass dies im Jahr darauf wieder geschieht, können Sie beobachten, wo die Wespen hinein- und herausfliegen und die Öffnung im kommenden Winter verschliessen.
Liegt ein Nest an einem unpassenden Ort oder besteht eine Allergie, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Frühzeitig umsiedeln oder zerstören. Für beide Aktionen brauchen Sie eine Fachperson.
Hier finden Sie Kontaktpersonen in Ihrer Region
Informationen zur Asiatischen Hornisse
Die Asiatische Hornisse kommt, wie es der Namen schon vermuten lässt, aus Asien. Der Hauptunterschied zur einheimischen Hornisse liegt in der Farbe. Während die Kopfvorderseite der einheimischen Hornisse gelb ist, ist diejenige der Asiatischen Hornisse orange. Ausserdem dominiert bei ihr die schwarze Grundfärbung, bei der einheimischen die gelbe. Zudem ist sie etwas kleiner als die einheimische Hornisse.
Auch im Bau der Nester unterscheiden sich die beiden Arten. Die einheimische Hornisse baut ihr Nest am liebsten in einem Innenraum wie einer Baumhöhle oder auf einem Dachstock. Frei hängende Nester in Bäumen mit seitlicher Ein- und Ausflugsöffnung stammen hingegen von der Asiatischen Hornisse.
Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlicher als die einheimische. Sie ernährt sich von verschiedenen Insekten. Sie ist dabei nicht wählerisch und frisst, was gerade zur Verfügung steht. Unter anderem macht sie auch Jagd auf Honigbienen.
Die Hauptgefahr besteht darin, dass sie zu einem invasiven Neozoon wird, die einheimische Hornisse verdrängt und lokal Schäden anrichtet. Bislang besteht kein Grund zur Beunruhigung. Trotzdem sollten mögliche Sichtungen einer Asiatischen Hornisse oder Ihres Nestes mit einem Foto der Schweizer Meldestelle zur Identifikation gemeldet werden: www.asiatischehornisse.ch
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hornissenschutz.ch - Andi Roost
- Dieses Nest der Deutschen Wespe wurde erst spät entdeckt.
Natureinsatz
Natureinsatz mit Erlebniswert
Tatkräftig anpacken im Feuchtgebiet
Dank deiner Handarbeit wird das Naturschutzgebiet zu einem besonders guten Naturschutzgebiet. Du hilfst mit beim Mähen des Rieds und bei der Gehölzpflege.
Am Mittag gibt es am Feuer etwas zum Bräteln (Fleisch/vegetarisch/vegan; bei schlechtem Wetter gehen wir ins Restaurant). Auf einem kurzen Rundgang zeigen wir dir zudem die Schönheiten dieses Schutzgebietes.
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Anmeldung bei:
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Wildert, Illnau
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Keine
Natureinsatz
Pflegeeinsatz am Immenberg 21.2.26 -ausgebucht!
Für die hohe Biodiversität im Naturschutzgebiet Immenberg braucht es wiederholte Pflege. Erleben Sie die Natur hautnah und helfen Sie mit, wertvolle Arbeiten im wunderschönen Naturreservat durchzuführen.
Beim Einsatz schneiden Freiwillige z.B. schnell wachsende Büsche und aufkommenden Jungwald zurück und schaffen damit Platz für Orchideen und viele andere Pflanzen. Dieser Lebensraum ist eine wichtige Heimat für eine Vielzahl von Tieren.
Der Pflegeeinsatz findet unter der Leitung von Yves Elmer, Reservatspfleger von Pro Natura Thurgau, am Samstag, 21. Februar, von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr statt und ist selbstverständlich kostenlos. Für die Teilnahme benötigen Sie gutes Schuhwerk, passende Kleidung und gegebenenfalls Arbeitshandschuhe. Znüni und Mittagessen werden von Pro Natura Thurgau offeriert.
Da die Anzahl möglicher Teilnehmenden erreicht ist, ist eine Anmeldung nicht mehr möglich.
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Pro Natura TGDettagli dell'evento
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Luogo
Naturschutzgebiet Immenberg
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Costo
keine
Kooperation: Museum der Kulturen und Ballenberg
Pro Natura Mitglieder profitieren
Museum der Kulturen Basel
Das Museum der Kulturen Basel zeigt in der Ausstellung «Alles lebt – mehr als menschliche Welten», wie die Beziehungen zwischen Menschen und ihrer Mitwelt neu gedacht und geknüpft werden können. In Kooperation mit Pro Natura dreht sich am Familientag am 24. August 2025 alles um das Leben der Bäume. Geheimnisse werden gelüftet, Lieder gesungen und im Baumatelier bäumig gebastelt.
Der Eintritt für Familien ist gratis. Pro Natura ist mit einem Stand vertreten, an dem Informationen zu Naturschutz und Biodiversität in der Schweiz vermittelt werden.
Vergünstigung: Profitieren Sie bis Ende 2026 als Pro Natura Mitglied von vergünstigten Eintrittspreisen: Zwei Personen bezahlen zusammen nur einen Eintritt, wobei nur eine der beiden Personen einen Pro Natura Mitgliederausweis benötigt.
Erfahren Sie mehr über den Familientag – Das Leben der Bäume am 24. August 2025.
Freilichtmuseum Ballenberg
Wer noch mehr Museumsluft schnuppern will und dabei doch draussen sein möchte, dem sei das Freilichtmuseum Ballenberg empfohlen, das sich dieses und nächstes Jahr schwerpunktmässig mit dem Thema Biodiversität befasst.
Vergünstigung: Alle Pro Natura Mitglieder erhalten bis Ende 2026 25 % Rabatt auf den regulären Eintrittspreis: Mitgliederausweis an der Kasse vorweisen oder beim Kauf der Billette im Ballenberg-Shop den Code «ProNatura2526» angeben
Erfahren Sie mehr über die Jahresausstellung zum Thema Biodiversität
Jugendnaturschutz
Jugendgruppen im Einsatz für die Natur – VolonTerra 2026
Mehr als 20% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz engagieren sich freiwillig. Das Aktionswochenende VolonTerra – eine Initiative der SAJV (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände) – macht dieses riesige Engagement sichtbar und sensibilisiert für Natur und Umwelt.
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Linus Ehi
So meldest du deine Pro Natura Jugendgruppe an:
Du kannst frei entscheiden, welches Projekt du mit deiner Jugendgruppe umsetzen möchtest. Der Inhalt, die Dauer des Projektes (ob ein paar Stunden oder das ganze Wochenende) und der Ort der Umsetzung sind ganz euch überlassen. Wichtig ist, dass es der Natur und/oder der Umwelt zugutekommt. Anmeldungen sind bis am 31. Mai 2026 auf der Website von VolonTerra möglich.
Es stehen deiner Jugendgruppe mehrere Optionen zur Auswahl:
Im Ideenkatalog wurden viele Projektideen zusammengetragen – auch von Pro Natura (Nr. 1-21). Lass dich inspirieren! Zum Ideenkatalog
Natürlich kannst du deine Jugendgruppe auch mit einer eigenen Projektidee anmelden! Zur Anmeldung
Pro Natura Jugendgruppen können ein Projekt direkt mit der lokalen Pro Natura Sektion vereinbaren. Nehmt Kontakt auf und formuliert das Projekt gemeinsam und meldet euer Projekt auf der VolonTerra Webseite an. Zur Anmeldung
Informiert zusätzlich Simea Bachmann per mail (@email) über eure Zusammenarbeit.
Du willst ein Projekt gemeinsam mit Naturschutzexpert:innen umsetzen? In der Projektbörse bieten verschiedene Organisationen Projekte an, welche gemeinsam umgesetzt werden können. Einige Pro Natura Sektionen sind auch dabei! Die Angebote sind begrenzt: Wer sich zuerst anmeldet, hat Vorrang. Zur Projektbörse | Zur Anmeldung
Die Teilnahme an VolonTerra ist natürlich kostenlos.
Es können jedoch Kosten für die Umsetzung der Projekte anfallen, beispielsweise für Material oder Werkzeuge. In diesem Fall können wir dir helfen, die Kosten für das benötigte Material zu decken. Wende dich an Simea.
Du bist nicht in einer Jugendgruppe, aber möchtest dich engagieren?
Die Pro Natura Jugendgruppen sind immer auf der Suche nach Mitleitenden, um Kinder und Jugendliche bei ihren Natur-Abenteuern zu begleiten. Hier findest du die Kontaktdaten der Pro Natura Jugendgruppen in deiner Region.
Die von Pro Natura formulierten Projektideen im Katalog können altersunabhängig und ausserhalb des Kontextes von VolonTerra umgesetzt werden. Lass dich inspirieren!
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Gibt es noch Fragen?
Melde dich gerne bei Simea Bachmann
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Schweizweit
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Kostenlos
Kurs
Kurs Igelfreundliche Gärten in Binningen
Der Igel ist in der Schweiz in den letzten Jahren auf dem Rückzug und wird inzwischen als potentiell gefährdet eingestuft. In den Gärten und in der Landschaft gehen Versteck- und Nistmöglichkeiten verloren, der Igel findet weniger Nahrung und die Gefahren nehmen zu. Schaffen wir gemeinsam mehr Lebensraum für den Igel.
In unserem Kurs...
...lernen Sie Wissenswertes zur Biologie und Ökologie des Igels.
...erfahren Sie was einen igelfreundlichen Garten ausmacht.
...holen Sie sich theoretisches und praktisches Wissen zur Förderung von Igeln im Garten ab.
...bauen wir zusammen eine Kleinstruktur (bspw. Asthaufen oder Wildhecke).
Der Kurs ist Teil des Projekts "Igelfreundliche Gärten".
Der Kurs findet in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Binningen statt.
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Nora Lüdi
@email
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Binningen
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kostenlos
Hilf mit die Artenvielfalt der Thur zu entdecken!
«Handeln ist ein gutes Mittel gegen Zukunftsangst»
Pro Natura Magazin: Die Grundstimmung in der Gesellschaft ist heute nicht gerade optimistisch. Hat das Auswirkungen auf die Haltungen und die Perspektiven der Menschen?
Chantal Peyer: Ja, natürlich. Unsere Moral und unsere Motivation werden dadurch beeinflusst. Das ist völlig normal. Aber wir dürfen uns von diesen Gefühlen nicht beherrschen lassen: Wir leben in einer Zeit, die verlangt, dass wir eine gewisse Form von Mut entwickeln. Mut zeigt sich nicht nur in grossen Taten, sondern auch im Willen, die Welt so zu betrachten, dass der Blick über die negativen Entwicklungen der Gegenwart hinausgeht. Das bedeutet, weiterhin an den Menschen zu glauben, an unsere Fähigkeit, gemeinsam Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls, der Solidarität und der Umwelt zu treffen. Und es bedeutet, unsere Aufmerksamkeit auf das zu richten, was wir aufbauen wollen, statt auf das, was zerstört wird.
Sind junge Menschen stärker betroffen? Sind sie in der Lage, sich eine Zukunft auszumalen?
Junge Menschen können von Natur aus besser gegen den Status quo rebellieren und Missstände aufdecken als wir Erwachsene. Sie halten uns quasi einen Spiegel vor und zeigen uns die Welt, die wir geschaffen haben – mit all ihren Fehlern und Schwierigkeiten. Dieser nüchterne Blick auf unsere Welt kann selbstverständlich auch Ängste wecken. Gemäss internationalen Umfragen geben 59 Prozent der jungen Menschen an, dass sie Angst vor der Zukunft haben. Es ist an uns Erwachsenen, ihnen zuzuhören, Gesprächsräume zu öffnen und sie darin zu unterstützen, aus diesen Ohnmachtsgefühlen herauszufinden. Wir können ihnen nahebringen, dass alle grossen gesellschaftlichen Veränderungen zunächst einmal Utopien waren und dass es gesund und auch legitim ist, die Welt verändern zu wollen. Und schliesslich sollten wir ihnen auch helfen, konkrete Massnahmen in diese Richtung zu entwickeln. Handeln ist ein gutes Mittel gegen Zukunftsangst.
Wie lässt sich die Lust auf eine bessere Zukunft wecken? Eher durch Erzählungen oder durch Taten? Oder gehen die Erzählungen den Taten voraus?
Der Mensch ist ein erzählendes Wesen. Geschichten ermöglichen es uns, der Welt einen Sinn zu geben und zusammenzuarbeiten. Autoren und Autorinnen wie Yuval Harari, Nancy Huston oder Alain Damasio haben das gut beschrieben. Bevor Neil Armstrong seinen Fuss auf den Mond setzte, gab es zahlreiche Bücher und Filme, die von einer Reise zum Mond erzählten – von Jules Verne über Georges Méliès bis zu «Tim und Struppi». Diese Reise wurde für das Land, dem sie zum ersten Mal gelang, zu einem Symbol für Erfolg, Macht und Erfindungsgabe. Heute geht es nicht mehr darum, zum Mond zu fliegen, sondern die Zukunft auf unserem Planeten zu sichern. Wir sollten uns fragen: Welche Geschichten lassen eine Gesellschaft, die sich an die planetaren Grenzen hält, erstrebenswert erscheinen? Welche Geschichten machen den Richtungswechsel wünschbar?
Sind Utopien angesichts der alltäglichen Realitäten nicht ein Stück weit naiv?
Meiner Meinung nach muss man die Argumentation umkehren: Heute sind diejenigen unrealistisch und unpragmatisch, die glauben, wir könnten so weitermachen wie bisher, also natürliche Ressourcen unbegrenzt ausbeuten, Ökosysteme zerstören und die Reichtumsschere in der Gesellschaft weiter öffnen. Dabei deuten alle wissenschaftlichen Fakten auf das Gleiche hin – dieses Modell führt zu einer globalen Erwärmung, die die Lebensgrundlagen auf der Erde zerstört. Hat man das einmal festgestellt, bringen einen der gesunde Menschenverstand und die Vernunft unweigerlich dazu, sich etwas anderes vorzustellen, also utopisch zu sein!
Sie möchten «nüchternen Optimismus» fördern. Was bedeutet das bezüglich Naturschutz, Klimawandel und Biodiversität?
In meinem Podcast «2040 j’y vais !» treffe ich Menschen in der Romandie, die bereits Wege zu einer nachhaltigen Schweiz aufzeigen. Im Lebensmittelbereich zum Beispiel gibt es bereits konkrete Projekte, um die CO2-Emissionen zu senken. Die technische Hochschule EPFL in Lausanne hat ihren Fleischkonsum um
50 Prozent reduziert und setzt ganz auf lokales und saisonales Gemüse. Oder die Auberge «Ben Ouais» in Corcelles-le-Jorat im Kanton Waadt – sie kämpft gegen die Verschwendung von Lebensmitteln, indem sie unverkaufte Menüs mit einem Rabatt in einem angegliederten Laden verkauft. Heute geht es darum, genau solche Projekte in einem grösseren Massstab zu realisieren. Das bedeutet, dass wir sie systemisch unterstützen müssen. Nehmen wir das Beispiel Energie. Zwischen 1956 und 1964 investierten unsere Grosseltern drei bis vier Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz in den Bau von Staudämmen, die uns heute mit Strom versorgen. Würden wir in den nächsten fünf Jahren auf die gleiche Art drei bis vier Prozent des BIP in die Finanzierung der Energiewende investieren, könnten wir einen gewaltigen Sprung nach vorn machen.
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Info
Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Es blickt hinter die Kulissen politischer Entscheide und schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft. Als Mitglied erhalten Sie das Magazin fünf mal im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.