Progetti

Uno dei quattro pilastri di Pro Natura è la protezione attiva dei biotopi e delle specie.
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Portrait Sofia Gatica
21.11.2017 Aktiv werden

«Dabei sind sie es doch, die die Menschen vergiften!»

Sofía Gatica verlor ihre Tochter wegen des massiven Gifteinsatzes auf argentinischen Gentech-Plantagen. Seither kämpft sie gegen den Agromulti Monsanto.

Sofía Gatica aus Argentinien (Bildmitte) ist 50 Jahre alt und arbeitet in einer städtischen Klinik in Córdoba, der zweitgrössten Stadt Argentiniens. Ihr Leben steht plötzlich Kopf, als ihre Tochter Nandy zur Welt kommt und nur drei Tage nach der Geburt an schwerem Nierenversagen stirbt. Gatica beginnt zu recherchieren und ist schon bald davon überzeugt, dass Pestizide der Grund für den Tod ihrer Tochter sein müssen. Seither widmet sie ihr Leben dem energischen Kampf gegen den Agrarmulti Monsanto. In Argentinien werden auf rund 200 000 Quadratkilometern gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut – begleitet von massiven Pestizideinsätzen.

Pro Natura: 2013 und 2015 wurden Sie Opfer körperlicher Gewalt und Bedrohung. Warum?
Sofía Gatica:
2012 habe ich in der Ortschaft Malvinas Argentinas den Zugang zu einem Grundstück blockiert, auf dem Monsanto eine der weltweit grössten Fabriken für gentechnisch verändertes Saatgut bauen wollte. Der Konzern hatte meine Tochter auf dem Gewissen, und seinetwegen haben meine Söhne Rückstände von Chemikalien im Blut. Gemeinsam mit anderen Aktivisten haben wir Monsanto daran gehindert, mit dem Bau dieser Todesfabrik zu beginnen. Darauf wurden wir mit Feuerwaffen bedroht. Seither bewege ich mich nur noch mit Polizeischutz, ebenso meine Kinder. Und trotzdem wurde ich von Helfershelfern des Multis geschlagen und musste mich mehrmals ins Krankenhaus begeben. Ich bin sogar auf Schadenersatz verklagt worden. Dabei sind sie es doch, die die Menschen vergiften und für ihren Tod verantwortlich sind!

Sie argumentieren, dass Glyphosat für zahlreiche Krankheiten und den Tod von Hunderten von Personen verantwortlich ist. Worauf stützen Sie sich dabei?
Am Stadtrand von Córdoba liegt das Quartier Ituzaingó. Ich habe selber quasi eine epidemiologische Studie durchgeführt, bin von Tür zu Tür gegangen und habe die Menschen befragt. Mehr als die Hälfte der Quartierbewohner ist an Krebs erkrankt, weil sie in unmittelbarer Nähe zu Plantagen mit transgenem Soja leben, auf die Millionen von Litern Glyphosat ausgebracht werden. Dass dieses Soja schlecht für die Gesundheit sein könnte, wussten wir nicht. Wir assen es in unserem Salat, und die Kinder spielten in den Feldern. In einer offiziellen Studie haben die Regionalbehörden von Córdoba ermittelt, dass 33 Prozent der Bevölkerung an Krebs leiden und bei 80 Prozent der Kinder im Blut Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen werden können.

2012 haben Sie den renommierten Goldmanpreis erhalten. Hat Ihnen diese Auszeichnung in Ihrem Kampf geholfen?
Ja, seither fühle ich mich ernst genommen und geschützt. Der Preis hat mir auch Kraft gegeben, weiterzukämpfen. Dank unserer NGO, den «Madres de Ituzaingó» (Mütter von Ituzaingó), kamen die lokalen Verantwortlichen von Monsanto ins Gefängnis, wobei der Konzern selbst nicht verurteilt wurde. International konnten wir das Wachstum von Monsanto in einigen Ländern bremsen. Ich weiss nun, dass man sich gegen einen Dämon sehr wohl wehren kann.»

 FRANCOIS MUSSEAU arbeitet als Südamerika-Korrespondent. 
 

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Info

Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.

Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Prächtige Bilder und exklusive Angebote runden das Lesevergnügen ab. Alle Pro Natura Mitglieder erhalten das Magazin exklusiv fünf Mal im Jahr. Es blickt auf 48 Seiten hinter die Kulissen politischer Entscheide, präsentiert Forschungsergebnisse, erklärt die Natur. Und es schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft.

Schwalbenschwanz
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Naturgarten: Schmetterlinge im Garten und auf dem Balkon

Sie möchten eine Oase schaffen für tanzende Schmetterlinge? Ein schmetterlingsfreundlicher Garten bietet Nahrung und Unterschlupf. Wir zeigen Ihnen mit 6 Tipps, wie Sie Ihre flatternden Gäste optimal bewirten.

Schmetterlinge brauchen Vielfalt. Die verschiedenen Lebensstadien einer Schmetterlingsart sind oft auf unterschiedliche Pflanzen und Standorte angewiesen.

1. Einheimische Pflanzen setzen

Pflanzen Sie eine Hecke mit einheimischen Sträuchern wie z.B. Schwarzdorn oder Faulbaum. Hecken bieten nebst Nahrung auch geschützte Ruheplätze für Raupen, Puppen und Falter.  

Wussten Sie? Für Schmetterlinge wertlos sind dagegen Kirschlorbeer- oder Tujahecken sowie steriles Rasengrün. Exotische Zierpflanzen sind für die einheimischen Raupen ebenfalls wertlos, manchmal sogar giftig. Den Faltern bieten sie oft wenig bis keinen Nektar. Verzichten Sie auch auf den exotischen «Schmetterlingsstrauch» oder Sommerflieder (Buddleja spec.). Er gilt als invasive Art, die einheimische Pflanzen verdrängt. 

Kleiner Fuchs Matthias Sorg
Kleiner Fuchs

2. Biologisch gärtnern

Bewirtschaften Sie Ihren Garten nach biologischen Grundsätzen.Verzichten Sie auf synthetische Insektizide. Sie schaden vor allem den Raupen, oft aber auch den Faltern. Synthetische Düngemittel und torfhaltige Produkte gehören ebenfalls nicht in den Schmetterlingsgarten. Setzen Sie stattdessen auf Kompost und Mulch zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit. 

Baum-Weissling Matthias Sorg
Baum-Weissling

3. Blumenwiese anlegen

Bieten Sie eine blumenreiche Wiese an, auf der es von Frühling bis Herbst kontinuierlich blüht. Mähen Sie nur zwei mal jährlich und nicht die ganze Fläche auf einmal. Lassen Sie jedes Jahr einen anderen Teilbereich ganz ungemäht. So finden Schmetterlinge Nektarpflanzen und Platz für die Eiablage. Wiesenkräuter sind willkommenes Futter für Raupen. 

4. Brennesseln und Disteln stehen lassen

Reservieren Sie eine Ecke als kleine Wildnis mit Brennnesseln und Disteln. Diese Pflanzen sind Nahrungsquellen für viele Raupen und Schmetterlinge.5. Ernte teilen

Gibt es in Ihrem Garten Beeren, Gemüse und blühende Kräuter? Umso besser, das ernährt viele Raupen und Falterarten. Auch Ihre Grosszügigkeit ist gefragt, wenn sich etwa die Schwalbenschwanz-Raupe am Rüeblikraut gütlich tut. 

Kleines Nachtpfauenauge Matthias Sorg
Kleines Nachtpfauenauge

6. Weniger aufräumen

Seien Sie intelligent faul, wenn es ums Aufräumen im Garten geht. Alte, absterbende Bäume sind wichtige Überwinterungsplätze, genauso wie Asthaufen, dürre Stauden, altes Gras und Kletterpflanzen. Lassen Sie dürre Pflanzen im Herbst stehen und schneiden Sie sie erst im Sommer zurück. So können sich Eier, Raupen und Puppen, die bei Ihnen überwintern noch fertig entwickeln. 

Traubenkirschen-Gespinstmotte Lorenz Heer
Traubenkirschen-Gespinstmotte

Schmetterlinge auf Ihrem Balkon

Auch ein Balkon lässt sich schmetterlingsfreundlich gestalten. Ersetzen Sie die Geranien durch einheimische, nektarreiche Arten. Schmetterlinge mögen etwa einheimische Nelken oder Gewürzkräuter wie Arznei-Thymian oder Schnittlauch. Lassen Sie Ihre Küchenkräuter blühen. Kletterpflanzen eignen sich zur Abschirmung oder als Wandbegrünung. Ihr Blätterdach dient Schmetterlingen als Ruheplatz und die Blütenpracht bietet den Faltern reichlich Nahrung. So wird Ihr Balkon zur grünen Oase und eine willkommene, wichtige Raststation für vorbeifliegende Schmetterlinge.  

Weitere Informationen für die Gestaltung eines schmetterlingsfreundlichen Gartens finden Sie im Pro Natura Merkblatt: «Schmetterlinge im Garten kennen und fördern» (digital) und «Blumenwiesen anlegen und pflegen».

Empfehlung aus unserem Shop

Häufige Fragen zum Schmetterling

Bei Pro Natura gehen zum Thema Schmetterlinge immer wieder Anfragen aus der Bevölkerung ein. Hier ist eine Auswahl der am häufigsten gestellten Fragen.

Wieviele Schmetterlingsarten leben in der Schweiz?

Gegen 3600 verschiedene Arten! Zu den Schmetterlingen zählen nicht nur die bekannten und oft auffälligen Tagfalter. Diese sind mit etwa 200 Arten eine Minderheit. Mit sehr viel mehr Arten vertreten sind die Nachtfalter. Zu den rund 3400 Arten gehören z.B. Motten (z.B. die Kleidermotte oder die gefürchtete Dörrobstmotte), Spanner und Spinner . Weltweit kennt man über 150'000 Tag- und Nachtfalterarten. 

Blumenwiesen bietet Nahrung
Was bedeutet Lepidoptera?

Das ist der wissenschaftliche Sammelbegriff für die Ordnung der Schmetterlinge und bedeutet Schuppenflügler. Dies rührt daher, dass die Flügel der Schmetterlinge von winzigen Schüppchen bedeckt sind. Bei Berührung lösen sich diese relativ leicht und bleiben an den Fingern haften. Auf die Flugfähigkeit hat dies keinen Einfluss, wenn dabei nicht die Flügel verletzt werden. 

Soll man Schmetterlinge züchten?

Mit der Raupenzucht verhält es sich ähnlich wie mit der Winterfütterung der Vögel: für die Erhaltung der Arten bringt es nichts. Schmetterlingsraupen der freien Wildbahn zu entnehmen, sie zu Hause aufzuziehen und dann wieder freizulassen, ändert nichts an der Qualität des Lebensraums. Und diese ist derzeit in vielen Gebieten der Schweiz schlecht. Kurzfristig werden zwar mehr Schmetterlinge sichtbar sein, aber langfristig werden sie wieder verschwinden, weil sie in der Landschaft keinen Platz finden. Die Massnahme kann sogar schädlich sein! Wenn bei der Aufzucht andere Bedingungen herrschen als im Lebensraum, kann das die Überlebenschance der Nachkommen negativ beeinflussen (zum Beispiel könnten die gezüchteten Schmetterlinge zu früh schlüpfen). Die nach Hause genommenen Raupen «fehlen» in der Natur. 

Die Zucht hat aber auch positive Seiten. Eine Schmetterlingsraupe aufziehen, ihr beim Verpuppen zuschauen und das Ausschlüpfen des fertigen Schmetterlings beobachten, ist spannend und lehrreich. Wenn diese Aufzucht mit häufigen, nicht geschützten Arten geschieht (z. B. Kohlweissling, Tagpfauenauge), wenige Raupen der Natur entnommen werden und die geschlüpften Falter am selben Ort freigelassen werden, kann dies eine sinnvolle Aktivität sein. 

Kann man Schmetterlinge wiederansiedeln?

Eine Wiederansiedlung gewisser Arten kann dann sinnvoll sein, wenn ein Schmetterlingslebensraum so verbessert wurde, dass dort wieder eine Population leben könnte, diese aber nicht mehr selbständig an diesen Ort zurückkehren kann. Für solche Wiederansiedlungsprojekte gibt es international anerkannte Rahmenbedingungen, die eingehalten werden sollten. 

Darf ich überhaupt Schmetterlingsraupen nach Hause nehmen?

Verzichten Sie darauf, Schmetterlinge oder Schmetterlingsraupen einzufangen.

Einige Schmetterlingsarten sind in der Schweiz oder in einzelnen Kantonen geschützt. Sie dürfen, ausser mit behördlicher Bewilligung, nicht eingefangen, gehalten und ausgesetzt werden. Das Tier des Jahres 2003, der Schwalbenschwanz, ist in den Kantonen Aargau, Bern, Genf*, Obwalden, Schaffhausen, Waadt* geschützt.

*Genf und Waadt haben eine Spezialbestimmung für alle Wirbellosen Tierarten.

Aurorafalter Sonja Roth
Aurorafalter
24
Ott
2026
Igel auf einer Veranda

Kurs

Kurs Igelfreundliche Gärten in Oltingen

Luogo
Oltingen
Costo
Gratuito
Giorno
Sabato
Data
24.10.2026
Data e ora
14:00 - 17:00
Iscrizione entro
Ein Asthaufen bietet dem Igel Unterschlupf, liegen gelassenes Laub dient ihm als Polstermaterial für sein Nest und in einer Wildhecke kann der Insektenfresser Nahrung finden. Mit wenig Aufwand lässt sich in jedem Garten etwas für unseren stachligen Nachbarn tun.

Der Igel ist in der Schweiz in den letzten Jahren auf dem Rückzug und wird inzwischen als potentiell gefährdet eingestuft. In den Gärten und in der Landschaft gehen Versteck- und Nistmöglichkeiten verloren, der Igel findet weniger Nahrung und die Gefahren nehmen zu. Schaffen wir gemeinsam mehr Lebensraum für den Igel.

In unserem Kurs...

...lernen Sie Wissenswertes zur Biologie und Ökologie des Igels.

...erfahren Sie was einen igelfreundlichen Garten ausmacht.

...holen Sie sich theoretisches und praktisches Wissen zur Förderung von Igeln im Garten ab.

...bauen wir zusammen eine Kleinstruktur (bspw. Asthaufen oder Wildhecke).

Der Kurs ist Teil des Projekts "Igelfreundliche Gärten".

Ulteriori informazioni

Dettagli dell'evento

Data

Sabato, 24.10.2026
Data e ora
14:00 - 17:00

Luogo

Oltingen

Dettagli

Tipo di evento
Stagione
Grado di difficoltà

Preparazione

Indirizzo
wird nach Anmeldung bekannt gegeben
Osservazioni
Der Kurs findet bei jeder Witterung statt.
Da prendere con sé
Gartenhandschuhe

Costo

kostenlos

19
Set
2026
Praktischer Naturschutz

Natureinsatz

Arbeitseinsatz im Ronfeld

Luogo
Hochdorf
Costo
Gratuito
Giorno
Sabato
Data
19.09.2026
Data e ora
09:00 - 12:00
Iscrizione entro
Wir machen das Naturschutzgebiet wieder winterfest.

Mäh- und Holzarbeiten, die nicht maschinell erfolgen können, erledigen wir gemeinsam und unter fachkundiger Leitung von Hand. 

Leitung: Marianne Baruffa 

Treffpunkt: Beobachtungshütte (Hide) Ronfeld, Hochdorf 

Dettagli dell'evento

Data

Sabato, 19.09.2026
Data e ora
09:00 - 12:00

Luogo

Hochdorf

Dettagli

Tipo di evento
Stagione

Preparazione

Indirizzo
Hide Ronfeld
Da prendere con sé
dem Wetter angepasste Kleidung, robuste Schuhe, Arbeitshandschuhe

Costo

kostenlos

Aktiv werden

Freiwilligenarbeit bei Pro Natura – wir suchen Sie

Engagieren Sie sich jetzt für die Natur.

Menschen am heuen © Matthias Sorg
Suchen Sie nach Freiwilligenarbeit im Bereich Naturschutz in der Schweiz? Pro Natura bietet Ihnen eine breite Palette an Möglichkeiten. Das ist für die Natur ein riesiger Gewinn: Dank der Mitarbeit von über 3000 Freiwilligen können wir Projekte realisieren und unseren Verein weiterentwickeln.

Sie möchten sich freiwillig bei Pro Natura für die Natur einsetzen? Egal ob Jung oder Alt – die Freiwilligenarbeit steht allen offen.  Je nach Einsatz packen Sie draussen tatkräftig an oder wirken drinnen strategisch mit. Der Naturschutz ruft! Spenden Sie der Natur Ihre Zeit und Leidenschaft! 

3 Gründe, die für die Freiwilligenarbeit bei Pro Natura sprechen 

  • Sie entdecken wilde Ecken in der Schweiz.
  • Dank Ihrer Unterstützung können wir unsere Naturschutzgebiete optimal pflegen.  
  • Mit Ihrem Volunteering-Einsatz sammeln Sie spannende Erfahrungen im Schweizer Naturschutz. 
Freiwillige heuen auf der Alp Flix
Ferienarbeitswochen
  • Mögliche Arbeiten: Trockenmauern bauen, Alpweiden pflegen, Helfen auf der Alp oder Wasserleitungen restaurieren
  • Alter: 18 bis 70 Jahre
  • Hinweis: Für die Vorbereitung, Organisation und Betreuung müssen wir einen Unkostenbeitrag verlangen. Details finden Sie in den jeweiligen Angeboten. 
Menschen bücken sich in einem Feld
Corporate Volunteering 
  • Teambuilding: Leisten Sie sinnvolle Freiwilligenarbeit im Team 
  • Fachkundige Leitung: erfahren Sie mehr über die Schutzgebiete, ihre Entstehung, ihre Bewohner und ihre Pflege. 
  • Hinweis: Für die Gruppenleitung, die Arbeitsgeräte und deren Transport erheben wir einen Unkostenbeitrag. Die Unternehmen kommen selbst für Reisespesen und Verpflegung auf. 
Gruppenfoto am Ökotopia
Schweizer Jugendnaturschutz: Werden Sie Leiterin oder Leiter 

Unsere Jugendgruppen bieten vielfältige Naturerlebnisse für Kinder und Jugendliche. 

  • Bringen Sie Kindern und Jugendlichen die Natur näher. 
  • Spiele anleiten, über dem Feuer kochen und Lager-Feeling erleben.  

Kontaktieren Sie eine Jugendgruppe in Ihrer Nähe. 

Ein Kind schaut durch einen Feldstecher Lorenza Marconi
Aktiv werden

Angebote für Kinder und Jugendliche

Pro Natura begleitet Kinder und Jugendliche in der Natur. Dank den Aktivitäten der Jugendgruppen und dem Kindermagazin «Steini» erleben sie unvergessliche Momente.

Kinder und Jugendliche sollen sich in der Natur zu Hause fühlen und sich bewusst sein, dass sie einen Teil davon sind. Mit unseren Angeboten unterstützen wir deshalb den achtsamen Umgang mit der Natur. Direkte Beobachtungen fördern das Verständnis für Tiere, Pflanzen und natürliche Zusammenhänge. Mit Pro Natura können Kinder und Jugendliche…

… an einem Anlass oder einem Lager einer Jugendgruppe teilnehmen und durch unvergessliche Abenteuer die Welt um sich herum entdecken. Für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre.

… das Kindermagazin Steini lesen –100% genial und 100% Natur. Das Magazin ermuntert Ihr Kind mal spielerisch, mal naturwissenschaftlich oder auch mal auf lustige Art und Weise die Natur um sich herum zu entdecken. Für 6- bis 12-Jährige.

Ulteriori informazioni

Eine Gruppe wandert gemeinsam mit Eseln auf einer Weide
Umweltbildung

Jugendgruppen in deiner Nähe

Unsere Gruppen bieten vielfältige Naturerlebnisse für Kinder und Jugendliche. Hier finden Sie die Kontakte und Links auf die Programme der Gruppen.

Aargau

Jugendgruppe Aare-Wiggertal

Diese Jugendgruppe ist momentan inaktiv. Interessierte Personen, welche sich im Leitungsteam engagieren wollen, können sich bei Ursina El Sammra, Umweltbildungsverantwortliche Sektion Aargau, melden. 

Jugendgruppe Regio Rheinfelden

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 12 Jahren.

Béa Bieber, 079 351 15 59

[email protected]

Webseite/Programm Regio Rheinfelden 

Ulteriori informazioni

Contatto

Projektleitung Jugend Deutschschweiz
@email
061 317 92 44

Baselland

Jugendgruppe Baselland

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren.

Clemens Güntert, 078 861 29 39

@email

Webseite/Programm Baselland

Sommerlager – Auf in unbekannte Gewässer!

Jugendgruppe Laufental

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren.

@email

Webseite/Programm Laufental

Basel-Stadt

Jugendgruppe «Grieni Kääfer»

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren.

@email

Webseite/Programm Grieni Kääfer

Bern

Jugendgruppe Thun «Alpendohlen»

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren.

Aline Grieb, 077 403 90 47

@email

Webseite/Programm Alpendohlen Thun

Jugendnaturschutz Bern

Diese Jugendgruppe organisiert Angebote für Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren.

Viviane Brönnimann

@email

Webseite/Programm Jugendnaturschutz Bern

Jeunes+Nature Jura Bernois (Les Lynx)

Ce groupe Jeunes+Nature propose des offres pour les enfants et les jeunes entre 6 et 14 ans.

Magali Delémont, 079 135 36 61

@email

page web/programme Jura Bernois

Fribourg

Jeunes+Nature Fribourg

Diese Jugendgruppe organisiert zweisprachige Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 12 Jahren.

Armin Aland, 026 422 22 06

@email

page web/programme Fribourg

Genève

Jeunes+Nature Genève

Ce groupe Jeunes+Nature propose des offres pour les enfants et les jeunes entre 6 et 12 ans.

Elodie Garibaldi, 022 311 10 10

@email

page web/programme Genève

Graubünden

Erlebnis Natur (Koordination der Bündner Gruppen)

Pro Natura Graubünden

Webseite/Programme der Bündner Jugendgruppen

Jugendgruppe «Wilde Waldbande» Chur

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren.

Jugendgruppe «Walderleben» Chur

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren.

Jugendgruppe Crex Kids

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert ornithologische Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren.

Jura

Jeunes+Nature Jura

Ce groupe Jeunes+Nature propose des offres pour les enfants et les jeunes entre 6 et 13 ans.

Maurane Lamboley, 079 729 96 71

@email

page web/programme Jura

Luzern

Jugendgruppe Luzern

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren.

Maja Mühlebach

@email

Webseite/Programm Jugendgruppe Luzern

Neuchâtel

Jeunes+Nature Neuchâtel

Ce groupe Jeunes+Nature propose des offres pour les enfants et les jeunes entre 6 et 13 ans.

Mylène Mangé, 076 371 46 92

@email

page web/programme Neuchâtel

Schaffhausen

Gwaagge - Naturausflüge für Kinder

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche, welche die 1. bis 6. Klasse besuchen.

Karin Ahlich

@email

Webseite/Programm Gwaagge

Schwyz

Jugendgruppe Innerschwyz

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren.

Pascal Barmet, 079 299 46 50

@email

Webseite/Programm Innerschwyz

Jugendgruppe Einsiedeln

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren.

Brigit Dürr, 079 493 97 13

[email protected]

Webseite/Programm Einsiedeln

Jugendgruppe «Pfäffiker Eichhörnchen»

Diese Jugendgruppe ist momentan inaktiv. Interessierte Personen, welche sich im Leitungsteam engagieren wollen, können sich bei Heidi Schuler melden.

Jugendgruppe 12+ Kanton Schwyz

Diese Jugendgruppe ist momentan inaktiv. Interessierte Personen, welche sich im Leitungsteam engagieren wollen, können sich bei Heidi Schuler melden.

St. Gallen

Jugendgruppe Toggenburg

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren.

Barbara Grob, 079 725 86 37

@email

Webseite/Programm Toggenburg

Solothurn

Jugendgruppe Solothurn

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 14 Jahren.

@email

Webseite/Programm Solothurn

Jugendnaturgruppe Thal

Die Jugendnaturgruppe Thal organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche ab der 1. Klasse aus der Region Thal-Gäu und Umgebung.

Webseite/Programm Thal

Ticino

Gruppo Giovani + Natura Ticino

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren.

Silvia Bernasconi, 091 835 57 67

@email

pagina web/programma Ticino

Uri

Jugendgruppe Uri

Diese Jugendgruppe befindet sich im Aufbau. Interessierte Personen, welche sich im Leitungsteam engagieren wollen, können sich bei der Sektion Uri melden.

Webseite/Programm Uri

Vaud

Jeunes+Nature Vaud

Ce groupe Jeunes+Nature propose des offres pour les enfants et les jeunes entre 6 et 12 ans.

Nathalie Mauri, 021 566 82 50

@email

page web/programme Vaud

Valais / Wallis

Groupe Jeunes+Nature Valais romand

Ce groupe Jeunes+Nature propose des offres pour les enfants et les jeunes entre 6 et 14 ans.

Eglantine Chappuis, 078 965 74 56

@email

page web/programme Bas Valais

Jugendgruppe Oberwallis

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren.

Webseite/Programm Oberwallis

Zug

Naturerlebnis Zug

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren.

Franziska Schmid

@email

Webseite/Programm Naturerlebnis Zug

Zürich

Jugendgruppe Bassersdorf / Nürensdorf NBN Kids

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 13 Jahren.

Beatrice Tschirky, 044 836 93 95

@email

Webseite/Programm NBN Kids

Jugendgruppe Wädenswil «Wädiwisel» 

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 12 Jahren.

Moritz Mani, 078 967 63 53

@email

Webseite/Programm Wädiwisel

Jugendgruppe Zürich «Natrix»

Diese Jugendnaturschutzgruppe organisiert Angebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren.

Leon Brüniger

@email

Webseite/Programm Natrix

 Werner Oertel

SOR­BUS: Mithelfen zur Förderung von Speier­ling und Elsbeere

Morgenstimmung über See @ Matthias Sorg
19.05.2020 Umweltpolitik

Biodiversitätskonvention: Artenvielfalt am Scheideweg 

Eigentlich wollte die Staatengemeinschaft im Oktober in China die Biodiversitätsziele für die kommenden 10 Jahre verhandeln. Um das Artensterben zu stoppen. Doch nicht nur die weltweite Corona-Krise könnte einen Strich durch diese Rechnung machen. Dabei zeigt uns gerade das Virus, dass im Falle einer Krise dringendes und engagiertes Handeln auch möglich ist.

Wo früher Wiesen waren, stehen heute Häuser. Wo früher Hecken, Obstbäume und bunte Felder blühten, erstrecken sich heute oft Monokulturen bis zum Horizont. In vielen kleinen Bächen sind Pestizide nachweisbar. Und jedes Jahr wird es auf der Erde wärmer. Es fliegen weniger Singvögel durch unseren Garten. Wir brauchen immer mehr Wasser, um unsere Balkonpflanzen vor dem Verdursten zu retten. 

Wir spüren täglich: Biodiversität und Klima stecken in der Krise. Wir müssen handeln. Das taten zum Beispiel 14'000 Zürcher Stimmberechtigten, die 2018 mit ihrer Unterschrift der kantonalen «Natur-Initiative» zum Erfolg verhalfen. Die Initiative fordert genügend Mittel für die Erhaltung und die Förderung der Zürcher Natur.

Der Bedarf ist seit Jahrzehnten bekannt

Die Initiative verlangt jährlich mindestens 55 Millionen Franken für den Naturschutz im Kanton. Ein stolzer Betrag, könnte man meinen. Doch die 55 Millionen entsprechen bloss 10 Prozent des Betrages, den Zürich jährlich ins Strassen- und Schienennetz investiert. Und 0,25 Prozent des jährlichen kantonalen Budgets.

Die Geldforderungen der Initiative sind nicht aus der Luft gegriffen: Der Zürcher Regierungsrat selbst hatte 1995 ausgerechnet, dass es jährlich 49 Millionen Franken braucht, um die Zürcher Natur zu schützen. Bisher wurde gerade mal ein Drittel dieses Betrages für die Biodiversität investiert.

Kantonale und nationale Bewegung im Gang

Die Zürcherinnen und Zürcher sind nicht die einzigen, die sich um ihre Natur sorgen. In der ganzen Schweiz sind Bewegungen im Gange, um die kantonalen Regierungen endlich in Richtung Biodiversitätsschutz voran zu bringen. Auch im Thurgau kam eine Volksinitiative zustande, die eine kantonale Biodiversitätsstrategie fordert mit zusätzlichen Millionen, die dafür investiert werden sollen.

Auf nationaler Ebene fordert Pro Natura mit weiteren Umweltverbänden ebenfalls eine Trendwende: Mit der Biodiversitätsinitiative soll der Schutz der biologischen Vielfalt in der Verfassung verstärkt werden. Mit diesem Schritt stünde endlich genügend Geld und auch mehr Fläche zur Verfügung, um die Flora und Fauna der Schweiz besser zu schützen.

Internationale Ziele: nicht erreicht

Dass es sich bei dieser Biodiversitätskrise nicht um ein neues, überraschendes Phänomen handelt, zeigt auch die Diskussion auf der internationalen Bühne: Bereits 1992 einigten sich die Vereinten Nationen auf die «Biodiversitätskonvention». Mit dem Ziel, das Artensterben einzudämmen.

28 Jahre später sehen die Erfolge dürftig aus: Die Zwischenziele, welche sich die Vertragsparteien immer wieder gesteckt hatten, wurden nicht erreicht. Auch die Schweiz hat es nicht geschafft, die 2010 gemeinsam beschlossenen «Aichi-Ziele» umzusetzen, die sie bis 2020 hätte erfüllen müssen.

Eigentlich wäre eine Vertragsstaaten-Konferenz im chinesischen Kunming im Oktober 2020 der nächste Meilenstein für den weltweiten Schutz der Biodiversität gewesen. Mit der Corona-Pandemie wird die Konferenz nun auf Frühjahr 2021 verschoben - auf der die Vereinten Nationen neue Beschlüsse zu Lösung der Umweltprobleme der Gegenwart fassen können.

Trendwende dringend nötig

Unabhängig von der herrschenden Pandemie ist heute nicht klar, in welche Richtung sich der Kampf gegen das Artensterben entwickeln wird: Denn die bisher vorliegenden Pläne für den ersten Vertragsentwurf, den sogenannten «zero draft», laufen Gefahr, genauso wenig Wirkung zu entfalten wie der Vorgänger, die «Aichi-Ziele». Zu dieser Einschätzung kommt Friedrich Wulf, Projektleiter Internationale Politik bei Pro Natura.

Das grosse Problem: Es werden zwar internationale Ziele gesetzt, doch die Zielerreichung wird nicht verbindlich überprüft und ist nicht einforderbar. So wird es auch in Zukunft unmöglich sein, dem Artensterben Einhalt zu gebieten. Zwar will der «zero draft» auch die Bereiche Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft zur Verantwortung ziehen, um die Natur weltweit langfristig zu schützen. Aber ohne griffige Regelungen zur Umsetzung ist die dringend nötige Trendwende beinahe unmöglich. Pro Natura kämpft im Rahmen ihres Netzwerks Friends of the Earth International dafür, dass die Regierungen auf höchster Ebene endlich Verantwortung übernehmen und die Biodiversitätskonvention kein Papiertiger bleibt.

Lebensraum Wiese
laufende Projekte

Aktuell fördern wir mit über 250 Projekten die Natur und die Artenvielfalt in allen Regionen der Schweiz. Dies ist nur dank Spenden und Mitgliederbeiträgen möglich. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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