Progetti
20 Jahre Stillstand: Die Schweiz lässt ihre Feuchtgebiete austrocknen
Anfang Juli veröffentlichte das eidgenössische Forschungsinstitut WSL ihren aktuellen Bericht zum Zustand der Biotope von nationaler Bedeutung – den Perlen der Schweizer Natur. Für die Feuchtgebiete fällt das Fazit düster aus: Die Hochmoore trocknen weiter aus, ihre Fläche ist um fast 100 Fussballfelder geschrumpft. Auch die Auen entwickeln sich mehrheitlich negativ. Dabei sind Feuchtgebiete in Zeiten der sich beschleunigenden Klimakrise für Mensch und Natur überlebenswichtige Wasser- und CO2-Speicher. Eine weitere brandneue WSL-Studie zeigt, dass Feuchtgebiete zudem zentral sind für stabile Nahrungsnetze.
Wichtige Lebensräume bis heute schutzlos
Die 1975 in Kraft getretene Ramsar-Konvention hat zum Ziel, die weltweit wichtigsten Feuchtgebiete unter Schutz zu stellen. In den 50 Jahren seit der Gründung hat die Schweiz – als Wasserschloss Europas – lediglich 11 Gebiete angemeldet, das letzte vor 20 Jahren. Dies, obwohl eine 2023 publizierte Studie von InfoSpecies festgestellt hat, dass es z.B. für dynamische Fliessgewässer eine Zunahme um 124 Prozent bräuchte, um den Erhalt der regionalen Artenvielfalt zu gewährleisten. Ähnlich sieht es auch bei anderen Feuchtlebensräumen wie Stillgewässern, Röhrichten und Streuwiesen aus. Anders als Österreich oder Deutschland hat die Schweiz auch kein Ramsargebiet am Bodensee ausgewiesen.
Rückstand aufholen: Schutz ist möglich
An der UNO-Konferenz der Ramsar-Feuchtgebiete vom 23. bis 31 Juli in Simbabwe hat die Schweiz die Möglichkeit diesen Missstand zumindest teilweise zu beheben und den enormen Rückstand gegenüber ihren europäischen Nachbarländern aufzuholen (Italien: 57 Gebiete, Frankreich: 55 Gebiete, Deutschland: 34 Gebiete, Österreich: 24 Gebiete).
Pro Natura setzt sich an vorderster Front für den Schutz von Feuchtgebieten ein. Sie pflegt und unterhält einige der wichtigsten Ramsargebiete oder Teile davon, wie beispielsweise Les Grangettes (VS, VD), die Bolle di Magadino (TI) oder das Kaltbrunner Riet (SG). Es sind Vorzeigeflächen für den erfolgreichen Schutz und die Betreuung von Feuchtgebieten und beliebte Ausflugsziele für Vogelfreunde und Familien. Für den Erhalt der Artenvielfalt und unserer Wasserreserven kann und muss es davon in Zukunft mehr geben.
Weitere Informationen:
- Forderungen der Weltnaturschutzunion (IUCN) zur Ramsar-Konferenz
- WSL-Bericht zum Zustand der Biotope von nationaler Bedeutung
- WSL-Studie «Verschwinden Arten, kann das weitreichende Folgen haben»
- «Wieviel Fläche braucht die Artenvielfalt der Schweiz?» Studie von InfoSpecies
Kontakt:
Hilf mit die Artenvielfalt der Thur zu entdecken!
Die Schweiz war einst überzogen von einem Netz aus Gewässern und Feuchtgebieten. Kleine und grössere Bäche, Flüsse, Feuchtwiesen und Moorflächen prägten die Landschaft. Ein Paradies für viele Tiere und Pflanzen.
Feuchtgebiete sind rar geworden
In den letzten 200 Jahren legte der Mensch den grössten Teil der feuchten Lebensräume trocken. Die Gewässer wurden massiv verbaut und der Energiegewinnung zugeführt. Heute sind Feuchtgebiete meist nur noch isolierte Flecken, klein und inmitten von intensiv genutzten Gebieten. Eingezwängt in Siedlungen, Äcker oder Wiesen fliessen kanalisierte oder begradigte Wasserläufe. Viele kleine Bäche sind heute in unterirdische Röhren gelegt, unzugänglich für alle wasserliebenden Tiere und Pflanzen. Verbaute Flüsse verhindern die Wanderung der Fische zu ihren Laichplätzen. Lebendige Lebensräume im und am Gewässer fehlen fast überall.
In den letzten Jahren hat ein Umdenken begonnen. Das Wasser soll wieder mehr Platz in unserer Landschaft erhalten. Doch noch ist das Netz der Schweizer Feuchtgebiete und Gewässer äusserst lückenhaft. Biber, Aal oder Wasseramsel vermissen immer noch geeignete Lebensräume wie strukturreiche Ufer, dynamische Auenbereiche oder natürlich fliessende Bach- und Flussabschnitte.
Fliessgewässer «unter Strom»
Pro Natura setzt sich für naturnahe Fliessgewässer ein, die Heimat sind für unterschiedlichste Tiere und Pflanzen. Doch das Ökosystem der Flüsse und Bäche ist auch heute noch durch neue Bauprojekte und Begehrlichkeiten bedroht. Dabei spielen immer wieder Projekte für Wasserkraftwerke die Hauptrolle. Fast jeder Tropfen Wasser fliesst in der Schweiz heute schon mehrfach durch eine Turbine. Bleiben die letzten freien Gewässer verschont?
Gewässer brauchen unsere Hilfe
Pro Natura setzt sich dafür ein, dass Gewässer den nötigen Raum erhalten. Wir führen Aufwertungsprojekte durch und engagieren uns in der Politik für die verschiedenen Lebewesen der Gewässer. Wenn Bäche und Flüsse mehr Platz erhalten, dient das auch dem Hochwasserschutz. Mehr Raum für Gewässer bedeutet kleinere Hochwasserspitzen und damit auch weniger Schadenpotenzial in den Gebieten flussabwärts.
Quellen – einzigartige Lebensräume
Haben Sie schon einmal Wasser aus einer noch frei sprudelnden Quelle getrunken? Quellwasser ist kühl, nährstoff- und sauerstoffarm und sehr erfrischend. In Quellen leben sehr spezialisierte Tiere. Neben Köcherfliegen, Schnecken, Strudelwürmern und anderen Kleintieren leben oft auch Feuersalamander-Larven in Quellen. Wenn Menschen Quellen nutzen und diese fassen, machen sie so wertvollen Lebensraum zunichte.
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Label «naturemade star»Das Label für unberührte Schweizer Gewässer «Gewässerperle PLUS»Documenti scaricabili
Ausbau Wasserkraftnutzung: Was muss die Natur noch…
Projekte für lebendige Gewässer
Summende Bauernhöfe Uri
Rangerdienst Glaubenberg
Strommangellage ist nicht eingetreten, jetzt Abbau beim Naturschutz stoppen
Bürgerliche Kreise haben die drohende Strommangellage Anfang Winter schamlos dazu benutzt, um einen Frontalangriff auf den Natur- und Landschaftsschutz zu lancieren. Rechtsstaatliche Prinzipien, vom Volk verabschiedete Gesetze und bewährte Mechanismen im Planungs- und Umweltrecht wurden dabei über Bord geworfen.
Dass die Mangellage nun doch nicht eingetreten ist, kann den bereits angerichteten Schaden kaum mehr rückgängig machen: So sind die Anbauschlacht und der Run auf Subventionen für grossflächige Photovoltaikanlagen in noch unberührten, alpinen Wildnisgebieten in vollem Gang und Restwassermengen wurden trotz drohendem Artensterben temporär für gewisse Wasserkraftwerke gesenkt. Weitere Attacken auf Natur und Landschaft sind mit einer Initiative der Kleinwasserkraftlobby geplant. Dass vor allem jene Kilowattstunde am meisten zählt, welche eingespart wird, ist derweil in der Politik kaum ein Thema.
Was in der Frühjahrssession auf dem Spiel steht
In der kommenden Frühjahrssession steht mit der Diskussion zum Energie- und zum Stromversorgungsgesetz (so genannter Mantelerlass) erneut das Verhältnis von Schutz und energetischem Nutzen unserer Natur und Landschaft auf dem Spiel: Noch ist nicht gesichert, dass Biotope von nationaler Bedeutung von der Energienutzung ausgeschlossen bleiben sollen – als wären diese 2,17% der Schweizer Landesfläche für die Energiewende ausschlaggebend; die Pflicht zu Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen, wenn ein Inventarobjekt betroffen ist, wird infrage gestellt, obwohl deren Notwendigkeit vom «Runden Tisch Wasserkraft» noch vor kurzem bekräftigt worden war; die Planungspflicht für die Projekte vom «Runden Tisch Wasserkraft» soll deutlich reduziert werden und ein grundsätzlicher Interessenvorrang für erneuerbare Energien steht zur Debatte. Per Ausnahmegesetz soll nach der alpinen Photovoltaik auch der Ausbau der Windenergie beschleunigt werden, was die sorgfältige Prüfung von Naturwerten infrage stellt.
Pro Natura appelliert an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier, zu einem nachhaltigen Verhältnis zwischen Schutz und Nutzen zurückzufinden und
- im Auge zu behalten, wie eng Biodiversitäts- und Klimakrise zusammenhängen;
- zu berücksichtigen, dass ein Drittel unserer einheimischen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind, ganz besonders die Gewässerlebewesen;
- den Naturwert von neu entstehenden Gletschervorfeldern zu berücksichtigen, statt sie voreilig der Nutzung zuzuschlagen
- unsere letzten unberührten Landschaften nicht einem Energieausbau zu opfern, welcher grösstenteils konfliktfrei auf bereits bebauten Gebieten stattfinden kann;
- politische Rahmenbedingungen anzugehen, um die Energieverschwendung zu stoppen und unseren Energiekonsum auf ein planetenverträgliches Mass zu reduzieren.
Energiewende, Biodiversitätskrise und Klimakrise müssen gemeinsam gelöst werden!
Weitere Informationen:
- Standpunkte der Umweltallianz zur Frühjahrssession 2023
- Sichere Schweizer Energieversorgung 2035 - Die Lösungen der Umweltallianz
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Greina-Hochebene, Biotop nationaler Bedeutung ©…Ne détruisons pas la nature au prétexte d’une pénurie inexistante
Au début de l’hiver, le camp bourgeois n’a eu aucun scrupule à utiliser le spectre d’une pénurie d’énergie pour s’en prendre frontalement à la protection de la nature et du paysage, envoyant promener des principes de l’État de droit, des lois approuvées par le peuple et des mécanismes juridiques ayant fait leurs preuves pour l’aménagement du territoire et la protection de l’environnement.
La pénurie redoutée ne s’est finalement pas produite, mais le mal est fait: dans les dernières régions sauvages des Alpes, la bataille pour la construction de grandes centrales photovoltaïques a commencé, et la course aux subventions bat son plein; les débits résiduels ont été temporairement abaissés pour certaines centrales hydrauliques, alors que plusieurs espèces sont au bord de l’extinction. Une initiative du lobby de la petite hydraulique fait craindre d’autres attaques contre la nature et le paysage. Le monde politique semble avoir oublié que ce qui compte le plus, ce n’est pas de produire davantage de kilowattheures, mais d’en consommer moins.
L’enjeu de la session de printemps
Lors de l’examen de la loi relative à un approvisionnement en électricité sûr reposant sur des énergies renouvelables (acte modificateur unique), au programme de la prochaine session, il s’agira à nouveau de défendre un juste équilibre entre la protection de la nature et du paysage et leur exploitation pour la production d’énergie. Il n’est pas certain que les biotopes d’importance nationale resteront en dehors de l’équation – comme si ces 2,17 % du territoire suisse pouvaient faire une quelconque différence! L'obligation de prendre des mesures de protection, de restauration et de remplacement lorsqu'un objet de l'inventaire est touché est remise en question – bien que sa nécessité ait été réaffirmée récemment encore par la Table ronde sur l'énergie hydraulique. L’obligation de planifier les nouvelles centrales hydroélectriques doit être considérablement réduite et un intérêt prioritaire fondamental pour les énergies renouvelables est en discussion. Après le photovoltaïque alpin, le développement de l'énergie éolienne devrait être accéléré par une loi d'exception, ce qui remet en question l'examen minutieux des valeurs naturelles.
Pro Natura appelle les parlementaires à rétablir un équilibre durable entre la protection et l’exploitation et à
- garder à l’esprit les liens étroits entre crise de la biodiversité et la crise du climat;
- tenir compte du danger d’extinction qui menace un tiers des espèces d’animaux et de plantes indigènes, en particulier dans les milieux aquatiques;
- prendre la pleine mesure de la valeur écologique des terrains libérés par la fonte des glaciers, plutôt que de s’empresser de la faire disparaître.
- ne pas sacrifier nos derniers paysages intacts à l’extension des infrastructures énergétiques, dont la plupart peuvent être implantées dans les zones déjà bâties sans générer d’opposition;
- élaborer des conditions-cadres permettant de stopper le gaspillage d’énergie et de réduire notre consommation à un niveau supportable pour la planète.
Les crises de la biodiversité, du climat et le tournant énergétique ne peuvent pas être résolus séparément!
Informations complémentaires:
- Pour un approvisionnement énergétique suisse et sûr en 2035 - les solutions de l’Alliance-Environnement
- Point de vue environnemental, Session de printemps 2023
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Haut plateau de la Greina, biotopes d’importance…«Wir haben zusammen viel bewirkt»
Pro Natura Magazin: Was hat Ihnen Ihr Einsatz bei «Pro Biotop» gebracht?
Tonia Estermann: Ich habe sehr viel profitiert, auch an Menschenkraft und an Motivation.
Menschenkraft?
Wir waren sechs Berufsleute sowie zwei Praktikantinnen, haben uns nicht gekannt und lebten und arbeiteten dann plötzlich 13 Wochen lang zusammen. Dabei haben wir erlebt, wie viel wir in kurzer Zeit bewirken können. Wir alle zusammen. Das gibt ein sehr gutes Gefühl, auch für später.
Manche Dinge kann man nur schaffen, wenn alle am selben Strang ziehen?
Ja. Auch oder gerade weil wir nicht alle denselben Hintergrund hatten. Neben mir hat noch jemand eine landwirtschaftliche Ausbildung, zwei sind Forstwarte und zwei Landschaftsgärtner. Alles ähnliche Berufe, aber alle mit jeweils eigenen Schwerpunkten.
Wie haben Sie das bei Ihren Einsätzen gemerkt?
Spannend war, dass alle dieselbe Aufgabe etwas anders angegangen sind. Den Forstwarten war beispielsweise ein abgestufter Waldrand wichtig. Ich finde das auch schön, habe mich aber gefragt, ob das für den Landwirt, der die Wiese später bearbeiten muss, nicht zu kompliziert ist. So haben alle ihren Blickwinkel eingebracht und zusammen haben wir die Arbeit dann umgesetzt.
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Es blickt hinter die Kulissen politischer Entscheide und schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft. Als Mitglied erhalten Sie das Magazin fünf mal im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.
Alle haben alles gemacht?
Im Prinzip schon. Aber klar, wenn es darum ging, grosse Bäume zu fällen, haben das eher die Forstwarte übernommen, bei den Trockenmauern hatten die Landschaftsgärtner mehr Erfahrung und beim Mähen wir Landwirtinnen.
Sie sprechen es an: Die Einsatzgruppen von «Pro Biotop» werten nationale Trockenstandorte und Flachmoore im Berggebiet auf. Sie entbuschen und mähen steile Hänge, verlegen Wanderwege oder sanieren Trockenmauern. Was haben Sie während Ihres Einsatzes alles getan?
Ganz vieles davon. Wir haben vor allem Trockenwiesen entbuscht und gemäht. Kürzere Einsätze hatten wir auch
in Flachmooren, und wir haben Trockenmauern gebaut.
Was war Ihr Highlight?
Oh. (Überlegt lange.) Das ist schwierig.
Es war insgesamt megatoll. Ich war an vielen Orten, wo ich wohl sonst nie hingekommen wäre. Wir waren fast jede Woche woanders. Dann hatten wir am Wochenende frei und am Sonntag reisten wir an einen neuen Ort. Wir wussten zwar im Voraus, wohin wir gehen werden, trotzdem war das sehr spannend. Herrlich war auch, jeden Tag Bergluft zu riechen. Ich würde einen solchen Einsatz allen empfehlen nach der Lehre. Es lüftet so richtig den Kopf und macht Platz für neue Ideen.
Auf welche Ideen sind Sie gekommen?
Ich werde den nächsten Sommer auf einer Alp verbringen. Das war schon lange ein Traum, den ich nun erleben darf.
Und danach?
Konkrete Pläne habe ich noch nicht, aber ich würde sehr gerne auf einem Hof arbeiten.
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«Ensemble, nous avons pu être très efficaces»
Magazine Pro Natura: que vous a apporté votre engagement à «Pro Biotope»?
Tonia Estermann: j’en ai beaucoup profité, aussi sur le plan humain et sur celui de la motivation.
Sur le plan humain, de quelle façon?
Nous étions six professionnel·les et deux stagiaires. Nous ne nous connaissions pas et nous avons vécu et travaillé ensemble durant treize semaines. Cette expérience nous a permis de réaliser tout ce que nous pouvions faire en si peu de temps en agissant ensemble. Cela donne confiance, aussi pour l’avenir.
On ne peut réaliser certaines choses qu’en unissant nos efforts?
Oui, et surtout parce que nous n’avions pas toutes et tous le même parcours. Nous étions deux de formation agricole, deux autres étaient forestiers-bûcherons et deux paysagistes. Ces métiers sont proches, mais chacun a ses spécificités.
Comment l’avez-vous constaté lors de vos interventions?
Nous abordions la même tâche un peu différemment. Pour les forestiers, il était par exemple important qu’une lisière soit étagée. Je trouve ça beau, bien sûr, mais je me suis demandé si ce n’était pas trop compliqué pour l’agriculteur qui doit ensuite exploiter le pré. Chacun·e est venu·e avec sa perspective et nous avons réalisé le travail ensemble.
Qu’avez-vous fait précisément durant votre engagement?
Nous avons surtout débroussaillé et fauché des prairies sèches. Nous sommes aussi brièvement intervenus dans des bas-marais et avons construit des murs de pierres sèches.
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Cet article a été publié dans le Magazine Pro Natura.
Le Magazine Pro Natura vous dévoile les petites merveilles de la nature, vous informe au sujet de gros projets et vous présente des personnalités captivantes. Il porte un éclairage sur les dessous des décisions politiques et révèle où, comment et pourquoi Pro Natura lutte pour la nature. Tous les membres Pro Natura le reçoivent cinq fois par an.
Tout le monde a tout fait?
En principe oui, mais bien sûr, quand il fallait abattre des grands arbres, ce sont les forestiers-bûcherons qui s’en sont occupé. Les jardiniers-paysagistes avaient plus d’expérience pour les murs de pierres sèches et nous, les agricultrices, en matière de fauchage.
Un moment fort?
Difficile à dire… Cela m’a fait découvrir des endroits où je ne serais jamais allée autrement. Nous étions presque chaque semaine ailleurs. Nous avions congé le week-end et le dimanche, nous allions découvrir de nouveaux endroits. C’était aussi magnifique de sentir chaque jour l’air de la montagne. Je recommanderais à tout le monde de faire cette expérience après un apprentissage. Cela permet à de nouvelles idées d’émerger.
Quelles idées avez-vous eues?
Je vais passer l’été prochain sur un alpage. C’est un vieux rêve qui va se réaliser.
Et ensuite?
Je n’ai pas encore de projets concrets, mais j’aimerais beaucoup travailler dans une ferme.
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Tagesexkursion per pedes
Frühlingsblumen am Berghang ob Bilten GL
Pro Natura aktiv
Wir wandern aus der Linthebene hinauf in die bewaldeten Berghänge am Biltnerbach, wohin sich sonst nur wenige verirren. Dieser strukturreiche Waldbestand, mit schönen Buchenwäldern durchsetzt, hütet etliche botanische Raritäten zwischen den vielen Frühlingsblumen. Wir versuchen auch, in dieser Vielfalt die Kitaibels Zahnwurz mit ihren eher unscheinbaren blassgelben Blüten zu entdecken.
Aber auch andere Blumenarten des Frühlings gilt es am Waldboden aufzuspüren und zu bestimmen, so lange das Laubdach noch lichtdurchlässig ist. Und immer wieder unbekannte Bergwälder rund um uns, aussichtsreiche Grate und stille Weiden an einer Bergflanke, an der man vielleicht schon dutzendmal vorbeigefahren ist – aber die man noch nie durchwandert hat.
Weitere Informationen und Buchung
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Pro Natura bietet über das Jahr verschiedene interessante Tagesexkursionen an.
Das Programm wird laufend ergänzt.
Die Exkursion erfolgt in Zusammenarbeit mit Per Pedes Bergferien.
Bild: Per Pedes Bergferien
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Weitere Informationen und BuchungDettagli dell'evento
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Luogo
Bilten GL
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Costo
Pro Natura Mitglieder CHF 40.—, Nichtmitglieder CHF 80.—. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre erhalten jeweils CHF 15.— Ermässigung.
Der Landfrass in vier Zahlen
In der Schweiz darf nur in ganz bestimmten Zonen asphaltiert, betoniert und gemauert werden: im Baugebiet. So steht es im Bundesgesetz über die Raumplanung RPG, Art. 1: «Bund, Kantone und Gemeinden sorgen dafür, dass der Boden haushälterisch genutzt und das Baugebiet vom Nichtbaugebiet getrennt wird.»
Leben ausserhalb der Bauzonen
Den Boden haushälterisch nutzen, das ist in der Schweiz besonders wichtig, denn er ist rar und entsprechend wertvoll. Mehr als die Hälfte unseres Landes ist von Gewässern oder Gletschern bedeckt respektive zu felsig oder zu bewaldet, um darauf zu wohnen, zu geschäften oder Landwirtschaft zu betreiben. Die andere knappe Hälfte ist in zwei Bereiche geteilt: Der weitaus grösste Teil wird dazu genutzt, Äcker anzulegen, Schweine zu züchten oder Poulets zu mästen – sprich, es ist Kulturland, das nur unter ganz bestimmten Bedingungen und unter strengen Auflagen bebaut werden darf. Eigentlich.
Auf dem restlichen Gebiet stehen Häuser, Büros, Industriebauten, Schwimmbäder, Strassen, Brücken, Spielplätze und so weiter und bilden damit das, was gemeinhin Siedlungsgebiet genannt wird. Doch aufgepasst. Siedlungsgebiet ist nicht, wie man nach der Lektüre des Raumplanungsgesetzes annehmen könnte, deckungsgleich mit Baugebiet.
Denn – und hier kommt unsere erste Zahl ins Spiel – 37 Prozent der Siedlungsfläche in der Schweiz liegt ausserhalb der Bauzone. Das meiste sind Strassen und Wege. Doch es stehen auch – und hier kommt schon die zweite Zahl – rund 600 000 Gebäude in Nichtbaugebieten. 200 000 dienen als Wohnraum, wie viele davon in Zusammenhang mit der Landwirtschaft stehen, wird nicht erhoben.
Zwar sind die meisten dieser Gebäude vor 1972 erstellt worden, als die Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet in Kraft trat, trotzdem kommen jedes Jahr neue hinzu. Das liegt auch am Strukturwandel in der Landwirtschaft, der dazu führt, dass immer mehr Gebäude, die einmal der Agrarwirtschaft dienten, nicht mehr gebraucht werden. So werden Jahr um Jahr gegen 1500 Bauernhöfe mit all ihren Wohngebäuden, Ställen, Scheunen und Schuppen überflüssig. Überflüssig für die Landwirtschaft, doch attraktiv, um sie zu bewohnen, sei es permanent oder als Feriendomizil.
Die Kulturlandfresser
Ein Blick auf die Entwicklung bei den Siedlungsflächen zeichnet ein klares Bild: Sie sind zwischen 1985 und 2018 um einen Drittel gewachsen. Im gleichen Zeitraum haben die landwirt schaftlich genutzten Flächen um etwas mehr als einen Drittel ab genommen. Oder, um es mit unserer dritten Zahl anschaulicher zu sagen: In der Schweiz gehen pro Minute 70 Quadratmeter Kulturland verloren. In den höheren Lagen an den Wald, in den tieferen an die Siedlungen und auch die Landwirtschaft selbst knabbert mit.
Während sich die Zunahme der Wohnareale ausserhalb der Bauzonen in den letzten Jahren leicht abgeschwächt hat, hat jene der landwirtschaftlichen Gebäude stark zugenommen. In den letzten 35 Jahren gab es gar einen veritablen Bauboom ausserhalb der Bauzone. Jährlich werden dort fast 2000 Gebäude neu erstellt – auf Kosten des Kulturlandes. Werden gleichzeitig nicht mehr genutzte alte Ställe zu Ferienhäusern umgebaut statt abgerissen, ist der Schaden gleich doppelt angerichtet. Zumal diese Gebäude auch erschlossen werden müssen, was wiederum zu mehr Strassen führt, die die Landschaft weiter zerschneiden.
Darunter leiden Wildtiere besonders stark, die überregionalen Wildtierkorridore sind in sehr schlechtem Zustand, nur ein Drittel dieser wichtigen Wanderachsen ist intakt, 16 Prozent hingegen ganz unterbrochen. Hier setzt die Landschaftsinitiative an: Die bebauten Flächen ausserhalb der Bauzonen sollen insgesamt nicht mehr wachsen dürfen – denn unser Kulturland ist zu wertvoll, um es zuzubauen.
Noch ein paar Zahlen mehr
- 8 Prozent der Schweiz sind Siedlungsfläche
- 36 Prozent sind Landwirtschaftsfläche
- 30 Prozent des Landes ist bestockt (davon 90 Prozent Wald)
- 25 Prozent sind unproduktive Flächen (45 Prozent vegetationsloser Fels/Geröll; 28 Prozent unproduktive Vegetation; 17 Prozent Gewässer; 10 Prozent Gletscher/Firn)
Heute liegen 119 000 Hektaren oder 37 Prozent der Siedlungsfläche ausserhalb der Bauzone, davon sind:
- 64 000 Hektaren Verkehrsflächen; Tendenz: mässig wachsend
- 38 000 Hektaren Gebäude inkl. Umschwung; Tendenz: wachsend
- 9000 Hektaren besondere Siedlungsflächen wie Deponien; Tendenz: leicht abnehmend
- 8000 Hektaren Erholungs-/Grünanlagen; Tendenz: mässig wachsend
Der Anteil versiegelter Flächen stieg zwischen 1985 und 2018 um 40 Prozent , unter anderem wegen der Zunahme der Wohnfläche, der Fläche für Verkehrswege und des Strukturwandels in der Landwirtschaft.
BETTINA EPPER, Redaktionsleiterin Pro Natura Magazin.
-
Matthias Sorg
- Blick von den Aiguilles de Baulmes VD Richtung Moudon
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
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Mehr zur LandschaftsinitiativeLa disparition des terres en quatre chiffres
Pourquoi les surfaces agricoles diminuent à vue d’œil.
En Suisse, il n’est possible d’asphalter, de bétonner et de construire que dans certaines zones bien précises, les zones constructibles. Le premier article de la loi fédérale sur l’aménagement du territoire (LAT) l’énonce clairement: «La Confédération, les cantons et les communes veillent à une utilisation mesurée du sol et à la séparation entre les parties constructibles et non constructibles du territoire.»
Vivre à l’extérieur des zones à bâtir
Cette utilisation mesurée du sol est particulièrement importante en Suisse, où le sol constitue une ressource rare, donc précieuse. Sur plus de la moitié de sa superficie, notre territoire est soit recouvert d’eau ou de glaciers, soit trop rocheux ou trop boisé pour se prêter à l’habitat, à l’agriculture ou aux activités économiques en général. L’autre moitié – pas tout à fait 50% – comprend à son tour deux parties. Dans la plus vaste, on pratique l’agriculture: on cultive les champs, on élève des porcs et des volailles entre autres. Les constructions n’y sont autorisées qu’à des conditions bien précises et doivent remplir des exigences très strictes. C’est du moins ce que dit la loi.
Les surfaces restantes accueillent les maisons, les bureaux, les industries, les piscines, les routes, les ponts, les places de jeu, etc. – autrement dit le milieu bâti. Mais attention. Contrairement à ce que laisserait penser la loi sur l’aménagement du territoire, le milieu bâti et les zones à bâtir ne sont pas identiques. Car, et c’est ici qu’intervient notre premier chiffre, 37 % des surfaces d’habitat et d’infrastructures de Suisse se situent en dehors de la zone à bâtir. Il s’agit le plus souvent de routes et de chemins. Mais, deuxième chiffre, on recense aussi hors zone à bâtir 600’000 bâtiments, dont 200√000 servent au logement. Le nombre de ceux qui servent à l’agriculture n’est pas recensé. Si la plupart de ces constructions datent d’avant 1972, avant que la séparation entre zone à bâtir et zone agricole entre en vigueur, il en apparaît constamment de nouvelles. Cette évolution tient aussi à la mutation structurelle de l’agriculture, qui conduit à la désaffectation d’un nombre croissant de bâtiments agricoles.
Bon an mal an, près de 1500 fermes perdent leur fonction, avec leurs logements, leurs étables, leurs granges et leurs hangars. Plus nécessaires pour l’agriculture, mais attrayants comme résidence principale ou secondaire.
Les «dévoreurs» de terres agricoles
Du côté des surfaces d’habitat et d’infrastructures, l’évolution est parlante: entre 1985 et 2018, elles ont augmenté d’un tiers. Dans le même temps, les surfaces utilisées à des fins agricoles ont diminué de plus d’un tiers. Ce qu’illustre notre troisième chiffre: la Suisse perd 70 mètres carrés de terre agricole par minute. En altitude, ces terrains retournent à la forêt, en plaine, ils sont sacrifiés à l’urbanisation, mais l’agriculture elle-même en grignote aussi sa part: alors que l’augmentation des surfaces d’habitation en dehors de la zone à bâtir s’est légèrement ralentie ces dernières années, celle des bâtiments agricoles s’est intensifiée.
On a assisté ces trente-cinq dernières années à une véritable flambée des constructions hors de la zone à bâtir. Quelque 2000 nouvelles constructions y voient le jour chaque année – au détriment des terres agricoles. Si, en plus, des étables désaffectées sont transformées en maisons de vacances au lieu d’être démolies, le préjudice est double, car il faut relier ces bâtiments aux infrastructures. D’où davantage de routes, et un paysage toujours plus morcelé.
La faune en souffre tout particulièrement, avec la dégradation des corridors écologiques suprarégionaux. À l’heure actuelle, seul un tiers des grands axes de migration sont encore intacts, 16% sont même complètement interrompus. C’est sur cette situation que veut agir l’Initiative paysage: les surfaces construites hors zones à bâtir doivent à tout prix cesser d’augmenter, car les terres agricoles sont trop précieuses pour disparaître sous le béton.
Encore quelques chiffres
- 8% de la Suisse est constitué de surfaces urbanisées.
- 36% sont des terres agricoles.
- 30% est constitué de surfaces cultivées (dont 90 % de forêt).
- 25% sont des surfaces improductives (45% de roches / éboulis sans végétation, 28% de végétation improductive, 17% d’eaux, 10% de glaciers/névés)
Aujourd’hui, 119’000 hectares ou 37% de la surface urbanisée se trouvent hors de la zone à bâtir, dont:
- 64’000 hectares pour les transports. Tendance: en légère hausse.
- 38’000 hectares pour les bâtiments, y compris terrains attenants. Tendance: en hausse.
- 9000 hectares de surfaces spéciales liées à l’habitat et aux infrastructures (décharges, etc.). Tendance: en légère baisse.
- 8000 hectares de surfaces dédiées aux loisirs et aux espaces verts. Tendance: en légère hausse.
Les surfaces imperméabilisées ont augmenté de 40% entre 1985 et 2018, en raison de l’augmentation des surfaces pour l’habitat et les voies de communication, et aussi de la mutation structurelle de l’agriculture.
BETTINA EPPER, rédactrice pour le Magazine Pro Natura
-
Matthias Sorg
- Vue depuis les Aiguilles de Baulmes en direction de Moudon
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Cet article a été publié dans le Magazine Pro Natura.
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Exkursion
Abendexkursion Auen und Amphibien
Dauer: 19-22:30h inkl. Pause vor dem Eindunkeln.
Der genaue Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.
Die Exkursion findet bei jedem Wetter statt.
Mitnehmen:
- feste Schuhe
- dem Wetter angepasste Kleidung (abends kann es kühl werden!)
- Taschenlampe
- evtl. kleine Zwischenverpflegung und Getränk
- wenn vorhanden: Feldstecher.
Kosten:
CHF 10.- für Erwachsene
CHF 5.- für Kinder (die Exkursion eignet sich für Kinder ab ca. 8 Jahren)
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Bitte melden Sie sich über den Anmeldelink (oben) bis Di, 28.4.26 an.
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Pro Natura AGDettagli dell'evento
Data
Luogo
Fischbach-Göslikon
Dettagli
Preparazione
Costo
Erwachsene: CHF 10.-, Kinder: CHF 5.-
Exkursion
Tauche ein in die Welt der Quellen
Exkursion Lebensraum Quelle
Quellen zählen zu den wertvollen und zugleich sensiblen Lebensräumen unserer Landschaft. Während eines Spaziergangs wird ein lokales Quellen-Aufwertungsprojekt vorgestellt, das in Zusammenarbeit von Pro Natura Baselland und den Forstbetrieben Frenkentäler umgesetzt wurde. Sie erhalten Einblicke in die Quelle «Esel» und lernen typische Tierarten kennen, die in und um diesen besonderen Lebensraum vorkommen. Zudem wird aufgezeigt, wie dieser Lebensraum gezielt geschützt und ökologisch aufgewertet werden kann.
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Pro Natura BLDettagli dell'evento
Natureinsatz
Lebensraum Seeforelle – von der Theorie zur Renaturierung
Auf einen fachlichen Input zum Thema Bachökologie, folgt ein praktischer Teil in dem selbst angepackt wird. Ziel ist die ökologische Aufwertung eines kleinen Bachabschnitts zugunsten der Seeforelle mit «Fischer schaffen Lebensraum» (Ein Projekt des Schweizerischen Fischerei-Verbandes SFV).
Leitung: Mäsi Bühler, Präsident des Sportfischervereins Baldeggersee, Miriam Peretti, Pro Natura Luzern und Philipp Amrein, FKL
Treffpunkt: Badi Baldegg
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Dettagli dell'evento
Data
Luogo
Baldegg am Baldeggersee
Dettagli
Preparazione
Costo
kostenlos
Exkursion
Exkursion Quellen: Einzigartige Lebensräume
Im Rahmen des Projekts Quellenkartierung und Quellaufwertungen laden wir zu einer Exkursion ein, bei der wir gemeinsam in die vielfältige Welt der Quelllebensräume eintauchen. Unterwegs entdecken wir verschiedene Quelltypen, sprechen über ihre Besonderheiten und darüber, warum viele dieser Lebensräume stark unter Druck stehen. Zudem erfahren die Teilnehmenden, wie die Quellstandorte im Projekt systematisch kartiert werden und wie auf dieser Grundlage gezielte Renaturierungsmassnahmen geplant und umgesetzt werden, um die Quellen und ihre einzigartigen Lebensräume zu schützen.
Die Exkursion dauert rund zweieinhalb Stunden und endet im Dübachtal. Für den Rückweg sind zusätzlich etwa 40 Minuten einzuplanen. Bei Lust und Laune kann die Tour als Rundwanderung fortgesetzt werden, die von der Rothenfluh einen schönen Ausblick ins Tal bietet.
Im Projekt Quellenkartierung erstellt Pro Natura Baselland in Zusammenarbeit mit der Abteilung Natur und Landschaft des Ebenrain-Zentrums ein kantonales Quelleninventar. Verbaute Quelllebensräume werden mit der Grundlage der Inventarisierung renaturiert.
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Data
Luogo
Rothenfluh
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Costo
kostenlos
Kanton, KWO und Verbände einigen sich über grosse Speicherprojekte
Vereinbart wurden zwischen Kanton Bern, KWO und Verbänden unter anderem: Nutzungsverzichte diverser Fliessgewässer und Fliessgewässerabschnitte für die Stromproduktion durch den Kanton, Beitragsleistungen der KWO zum Rückbau von Fassungsbauwerken an der Simme und an der Emme, Bau- und Nutzungsbeschränkungen für drei Gletschervorfelder sowie die Errichtung einer von der KWO finanzierten Stiftung zur Sicherstellung des langfristigen Unterhalts von anderweitigen Aufwertungs- und Revitalisierungsmassnahmen.
Mit diesen erfolgreich abgeschlossenen Verhandlungen werden Zusatzvorgaben der Gemeinsamen Erklärung des «Runden Tisch Wasserkraft» von 2021 und des seit Januar 2025 geltenden Bundesgesetzes über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien für grosse Speicherausbauprojekte umgesetzt. Die nun vorliegenden Vereinbarungen sind eine Pionierleistung. In einem konstruktiven Dialog zwischen Behörden, Umweltorganisationen und der Stromproduzentin ist es gelungen, eine von allen Beteiligten mitgetragene Lösung zu finden. Am 16. September 2025 haben die Parteien die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen und heute die entsprechenden Vereinbarungen unterzeichnet.
Ausgleichsmassnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft
Die Ausbauprojekte Neubau Speichersee sowie Kraftwerk Trift und Vergrösserung Grimselsee der KWO gehören zu den 15 Speicherausbauvorhaben, für welche der «Runde Tisch Wasserkraft» in seiner gemeinsamen Erklärung vom 13. Dezember 2021 vertiefte Abklärungen empfohlen hat. Diesen Projekten attestiert das seit 1. Januar 2025 in Kraft stehende Bundesgesetz vom 29. September 2023 über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien eine besondere Bedeutung für die Stromversorgungssicherheit in der Schweiz. Sowohl die Gemeinsame Erklärung des «Runden Tisch Wasserkraft» als auch das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien geben vor, dass für die 15 grossen Speicherausbauvorhaben zusätzliche Ausgleichsmassnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft umzusetzen sind. Der Regierungsrat des Kantons Bern unterstützt diese Bestrebungen und ist bereit, künftig naturnahe oder wenig beeinträchtigte Fliessgewässer und -abschnitte von einer Nutzung durch neue oder wesentlich erweiterte (Klein-)Wasserkraftwerke auszunehmen.
«Grimsel-Dialog» führte zu Konsens unter allen Dialogpartnern
Über solche und andere zusätzliche Ausgleichsmassnahmen für die Speicherausbauprojekte der KWO haben Vertreter des Kantons Bern, der KWO und der Verbände seit dem 18. September 2024 im sogenannten «Grimsel-Dialog» verhandelt. Die beteiligten Parteien berieten über die Dauer eines Jahres die zusätzlichen Ausgleichsmassnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft für die Speicherausbauprojekte der KWO. Involviert in die Verhandlungen waren kantonale Behördenvertreter vom Amt für Wasser und Abfall (AWA) und vom Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT), die KWO, die Verbände WWF Schweiz, WWF Bern, Pro Natura – Schweizerischer Bund für Naturschutz, Pro Natura Bern, Aqua Viva, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Schweizer Alpen-Club SAC, Schweizerischer Fischerei-Verband, Bernisch Kantonaler Fischerei-Verband sowie die Standortgemeinden Guttannen und Innertkirchen. Zudem fanden bilaterale Dialog-Sitzungen zwischen Kanton und Verbänden für die Aushandlung der unten beschriebenen Gewässernutzungsverzichte statt.
Resultat des «Grimsel-Dialog» sind breit abgestützte, vollständige Massnahmenpakete über die zusätzlichen Ausgleichsmassnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft für die beiden Projekte Trift und Vergrösserung Grimselsee sowie ein Teilpaket für das noch weniger weit fortgeschrittene dritte Projekt Vergrösserung Oberaarsee. Die Verbände sichern dem Kanton Bern und der KWO zu, keine Beschwerden gegen die nötigen Konzessionsanpassungen und -ergänzungen für den Ausbau der KWO-Speicherprojekte einzulegen. Durch ihre Beteiligung am «Grimsel-Dialog» konnten die Verbände der Natur in diesem Prozess eine Stimme verleihen. Die Organisationen haben sich dafür engagiert, dass die geplanten Projekte den geltenden Umweltgesetzen entsprechen und die vorgeschriebenen Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen einen möglichst grossen Wert für Natur und Landschaft erbringen.
Gewässernutzungsverzichte, Schutz von Gletschervorfeldern, Einrichten einer Stiftung
Im Rahmen des «Grimsel-Dialog» erarbeiteten Kanton, KWO und die Verbände eine Bewertungsmethode, die sogenannte «Berner Methode». Die Methode ermöglicht es, die Eingriffe der KWO-Speicherausbauvorhaben in Natur und Landschaft sowie den ökologischen und landschaftlichen Mehrwert der vorgesehenen Ausgleichsmass-nahmen zu bewerten. So lässt sich der angemessene Umfang der Massnahmen festlegen. Für die Ausbauvorhaben der KWO wurden in den nun vorliegenden Vereinbarungen einzelne Massnahmenpakete festgelegt (vollständig für die Projekte Trift und Vergrösserung Grimselsee, teilweise für das noch weniger weit fortgeschrittene Projekt Vergrösserung Oberaarsee).
In diesen Massnahmenpaketen enthalten sind nebst direkt von der KWO umgesetzte oder finanzierte Massnahmen unter anderem auch durch den Kanton Bern zugesicherte Nutzungsverzichte von 53 kantonalen Fliessgewässern oder Fliessgewässerabschnitten für den Bau von neuen Wasserkraftwerken oder erhebliche Erweiterungen von bestehenden Wasserkraftwerken (bezeichnet als «Gewässernutzungsverzichte», Auflistung der betreffenden Fliessgewässer und Fliessgewässerabschnitte in der Beilage). Diese Nutzungsverzichte basieren auf der mit der Wasserstrategie 2010 vorgenommenen Nutzen-Schutz-Abwägung. Dementsprechend sind an vielen der betroffenen Hauptgewässer neue Wasserkraftwerke bereits heute entweder nicht oder nur unter erheblichen Einschränkungen umsetzbar. Nun werden diese dauerhaft vor weiteren Eingriffen geschützt. Konkret haben sich die Parteien auf die folgenden Massnahmenpakete geeinigt:
Massnahmenpaket Trift
- Gewässernutzungsverzichte an 18 Fliessgewässern oder Fliessgewässerabschnitten im Kanton Bern
- Rückbau des Simmewehrs des Wasserkraftwerks Spiez
- Bau- und Nutzungsbeschränkungen im Gletschervorfeld Steingletscher (Konzessionsgebiet KWO)
- Errichten einer Stiftung durch KWO zur Sicherstellung des langfristigen Unterhalts von anderweitigen Aufwertungs- und Revitalisierungsmassnahmen
Massnahmenpaket Vergrösserung Grimselsee
- Gewässernutzungsverzichte an 29 Fliessgewässern oder Fliessgewässerabschnitten im Kanton Bern
- Rückbau von zwei Kleinwasserkraftwerken an der Emme (Bätterkinden und Hagerhüsli)
- Artenreiche Wiesen: Biodiversitätsförderung durch konzeptionelle und finanzielle Unterstützung von Projekten zum langfristigen Erhalt der Flächen und Qualität sowie der Vernetzung von wertvollen, ansonsten vergandenden Kulturlandschaften
- Bau- und Nutzungsbeschränkungen in den Gletschervorfeldern Bächli- und Grubengletscher (Konzessionsgebiet KWO)
- Errichten einer Stiftung durch KWO zur Sicherstellung des langfristigen Unterhalts von anderweitigen Aufwertungs- und Revitalisierungsmassnahmen
Massnahmenpaket Vergrösserung Oberaarsee
- Gewässernutzungsverzichte an 6 Fliessgewässern oder Fliessgewässerabschnitten im Kanton Bern
- Weitere Massnahmen seitens KWO noch offen
Beschwerde des Grimselvereins gegen Trift-Ausbau bleibt hängig
Der Grosse Rat des Kantons Bern hat mit Beschluss vom 8. Juni 2023 die Gesamtkonzession der KWO für die Nutzbarmachung der Wasserkräfte im Oberhasli um das Nutzungsrecht für das Ausbauvorhaben Trift erweitert. Gegen diesen Beschluss ist derzeit noch eine Beschwerde des Grimselvereins hängig, welcher auf eine Teilnahme am «Grimsel-Dialog» verzichtet hat, und diese Beschwerde aufrechterhält. Für das Projekt Vergrösserung Grimselsee hat die KWO am 28. Mai 2024 ein aktualisiertes Konzessionsgesuch eingereicht. Über dieses Gesuch wird der Grosse Rat des Kantons Bern voraussichtlich in der Herbstsession 2026 befinden. Für das Projekt Vergrösserung Oberaarsee liegt bisher erst eine grobe Machbarkeitsstudie vor.
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Info
Gemeinsame Medienmitteilung des Kantons Bern, der Kraftwerke Oberhasli AG und der beteiligten Verbände
Einigung erzielt: Kanton Bern, KWO und führende Verbände einigen sich auf umfangreiche zusätzliche Massnahmen zum Schutz von Biodiversität und Landschaft.
Grundlage für Ausbau der Speicherausbauprojekte: Die Vereinbarungen komplettieren die Konzessionsgesuche für die beiden Speicherausbauprojekte Trift und Vergrösserung Grimselsee der KWO. Für das weniger weit fortgeschrittene dritte Speicherausbauvorhaben Vergrösserung Oberaarsee legen sie zudem einen Grundstein.
Beschwerdeverzicht der Verbände: Die beteiligten Verbände verpflichten sich, auf Rechtsmittel bei den beiden bereits hängigen Konzessionsprojekte Trift und Vergrösserung Grimselsee zu verzichten.
Umfassendes Massnahmenpaket:
- 53 Fliessgewässer oder Gewässerabschnitte werden im Kanton Bern von einer Nutzung für den Bau von neuen Wasserkraftwerken oder wesentliche Erweiterungen von bestehenden Wasser-kraftwerken ausgenommen
- Rückbau von Fassungsbauwerken an der Simme und an der Emme
- Bau- und Nutzungseinschränkungen in drei sensiblen Gletschervorfeldern
- Biodiversitätsförderung durch konzeptionelle und finanzielle Unterstützung von Projekten zum langfristigen Erhalt der Flächen und Qualität sowie der Vernetzung von wertvollen, ansonsten vergandenden Kulturlandschaften
- Errichtung einer Stiftung zur Sicherstellung des langfristigen Unterhalts von anderweitigen Auf-wertungs- und Revitalisierungsmassnahmen
«Berner Methode» als Bewertungsgrundlage: Die gemeinsam entwickelte Methode ermöglicht eine transparente Bewertung sowohl der mit dem jeweiligen Projekt verbundenen Eingriffen in die Natur und die Landschaft als auch des ökologischen und landschaftlichen Werts von möglichen Massnahmen und bildet ein wichtiges Instrument für die Festlegung von angemessenen Massnahmenpaketen.
Konstruktiver Dialog als Erfolgsfaktor: Der von der KWO initiierte «Grimsel-Dialog» zeigt, dass gemeinsame, tragfähige Lösungen zwischen Behörden, Verbände und Energieunternehmen möglich sind.
Kontakt:
- Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Gewässerschutz- und Energiepolitik 061 317 92 29, @email
- Bau- und Verkehrsdirektor des Kantons Bern: Regierungspräsident Christoph Neuhaus 031 633 31 02
- Kraftwerke Oberhasli AG (KWO), Thomas Huber, Leiter Kommunikation und Interessengruppen 079 662 48 13, @email
- WWF Schweiz: Jonas Schmid, Mediensprecher 079 241 60 57, @email
- Aqua Viva: Salome Steiner, Geschäftsleiterin 052 510 14 50, @email
- Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL-FP: Rahel Marti, Co-Geschäftsleitung 079 707 49 11, @email
- Schweizer Alpen-Club SAC: Philippe Wäger, Ressortleiter Hütten und Umwelt 031 370 18 62, @email
- Bernisch Kantonaler Fischerei-Verband: Markus Schneider, Präsident 079 460 92 05, @email
Fest
Eröffnungsfest Ausstellung "Die Aare"
Die neue Ausstellung wird mit einem Fest gebührend eingeläutet. Auf regelmässigen Kurzführungen wird den Besuchenden die neue Ausstellung und die bewegte Geschichte des längsten Flusses der Schweiz nähergebracht. Zudem gibt es Führungen im Naturgebiet, auf denen packende Aspekte über die Lebensweise diverser Tiergruppen offengelegt werden. Mit etwas Glück können die Vögel beim Nestbau, faszinierende Wasserinsekten im Teich oder die Spuren der Biber im Naturgebiet beobachtet werden.
Höhepunkt des Festes ist um 14 Uhr der Auftritt des Ensembles Musique Simili, die das Zentrum Eichholz mit Ihren Klängen erhellen werden. Ihre Interpretation der Musik der Fahrenden ist regelrecht lebenserweckend und davontragend. Neben Naturaktivitäten für Kinder und Junggebliebene werden am Fest auch Kaffee und Kuchen zur Stärkung serviert.