Progetti
Trotz Risiken: Bundesrat will Pestizidverbot im Wald aufheben
- Der Einsatz von Insektiziden im Wald kann unbeabsichtigte Folgen für Menschen und Tiere haben: So können etwa Spaziergänger:innen mit den Substanzen in Kontakt kommen oder Wildtiere wie Vögel, Igel oder Fledermäuse können vergiftete Insekten fressen und geschädigt werden.
- Insektizide belasten Böden, geraten ins Grundwasser und beeinträchtigen langfristig die Gesundheit des Waldes und die Qualität unseres Trinkwassers.
- Die Massnahme ist unnötig: Denn es gibt effektivere und nachhaltigere Alternativen, um die Asiatische Hornisse zu bekämpfen. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, die Nester dieser invasiven Art zu finden. Diese können danach auf unterschiedliche Weise zerstört werden.
Zitat Thomas Wirth, Waldexperte beim WWF:
«Die Herausforderung bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist das Finden der Nester. Hat man diese gefunden, lassen sie sich auch anders zerstören als mit gefährlichen Insektiziden, die Boden und Trinkwasser vergiften.»
Zitat Elena Strozzi, Waldexpertin bei Pro Natura:
«Der Einsatz von Pestiziden schädigt das ganze Ökosystem Wald. Denn diese Stoffe töten nicht zur die Zielart, sondern ganz viele andere Arten, die für einen gesunden und stabilen Wald wichtig sind.»
Die Wälder bedecken etwa ein Drittel der Fläche der Schweiz und erfüllen überlebenswichtige Funktionen. Sie sind Lebensraum unzähliger Arten, schützen vor Naturkatastrophen, filtern Wasser, speichern CO2 und sind der wichtigste Erholungsraum für die Schweizer Bevölkerung.
Der Einsatz von Pestiziden im Wald ist hierzulande seit langem grundsätzlich verboten. Und dies aus gutem Grund: Denn Wälder sind besonders sensible Lebensräume für zahlreiche gefährdete Arten wie Wildbienen, Schmetterlinge und bodenlebende Insekten. Viele noch unbelastete Trinkwasserquellen befinden sich in Waldgebieten. Und nicht zuletzt kann sich der Wald nur dank einem intakten Bodenleben regenerieren, das durch Pestizide geschädigt wird.
Unverhältnismässig und unnötig
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) stellt zweifellos eine Bedrohung für die Imkerei dar. Dennoch wäre die Zulassung von Insektiziden zur Bekämpfung dieser invasiven Art im Wald eine unverhältnismässige und umweltschädliche Massnahme. Erfahrungen aus anderen Ländern haben gezeigt, dass nicht-chemische Methoden bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse wirksamer sind, z.B., durch die mechanische Zerstörung von Nestern oder durch biologische Bekämpfung. Ein Pestizideinsatz bringt mehr Schaden als Nutzen für die Umwelt.
Der WWF und Pro Natura erwarten vom Bundesrat, dass er auf die Änderung der ChemRRV verzichtet und stattdessen die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse verbessert. Das ist erfolgsversprechender und zeitigt weniger Risiken.
Weitere Informationen:
Kontakt:
- Pro Natura: Elena Strozzi, Verantwortliche Waldpolitik, [email protected], 079 555 33 79
- WWF Schweiz: Jonas Schmid, Mediensprecher, [email protected], 079 241 60 57
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Ausschreibung Beugger-Preis 2026: Projekte zur Förderung feuchter Wälder gesucht
Wald ist nicht gleich Wald. Während es dem Wald in der Schweiz in seiner Gesamtheit verhältnismässig gut geht, gibt es verschiedene spezifische Waldlebensräume, die selten geworden sind. Insbesondere feuchte Waldlebensräume sind vielerorts verschwunden und sollen deshalb mit dem Elisabeth und Oscar Beugger-Preis 2026 gefördert werden.
Mehr Natur in den Wäldern
Im Auftrag der Emanuel und Oscar Beugger-Stiftung sucht Pro Natura beispielhafte Projekte zur Förderung von feuchten Wäldern. Menschliche Eingriffe haben in den letzten Jahrzehnten feuchte Waldflächen stark reduziert und beeinträchtigt. Mittlerweile hat man die Bedeutung dieses wichtigen Lebensraumes jedoch erkannt: Im Wald lebende Libellen und Amphibien brauchen feuchte und nasse Lebensräume. Auch gewisse Waldgesellschaften, wie der Erlenbruchwald, sind an Wasser gebunden und deswegen sehr selten geworden. Zudem gewinnen feuchte Wälder nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Wasserspeicher und -filter mit zunehmender Klimaerhitzung an Bedeutung.
Um die natürliche Dynamik feuchter Flächen im Wald zu erhalten oder wiederherzustellen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Bestehende Feuchtstandorte oder natürliche Quellen können langfristig gesichert werden, ehemalige feuchte Waldstandorte wiedervernässt, eingebaute Drainagen aufgehoben oder beeinträchtigte Quellstandorte renaturiert werden. Genau solche Projekte will der Beugger-Preis 2026 fördern.
Jetzt Projekte einreichen
Bis zum 3. November 2025 können Vorzeigeprojekte von privaten oder öffentlich-rechtlichen Institutionen eingereicht werden. Bei Projekteingabe sollen die Projekte in Planung oder zu Beginn der Ausführung stehen. Ausgeschlossen sind Projekte von Einzelpersonen, Projekte, bei welchen der Pro Natura Zentralverband oder eine Pro Natura Sektion die operative Leitung hat oder Projekte, die zu über einem Drittel von Pro Natura mitfinanziert werden. Der Elisabeth und Oscar Beugger-Preis wird seit 2008 an private oder öffentliche Institutionen für herausragende Projekte im Natur- und Landschaftsschutz vergeben. Die Preissumme beträgt 50'000 Franken.
Weitere Informationen und Eingabeformular:
Kontakt:
- Nathalie Rutz, Medienverantwortliche, Tel. 079 826 69 47, @email
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Im Wald und am Waldrand leben fast die Hälfte aller in der Schweiz bekannten Pflanzen, Tiere und Pilze. Viele dieser waldbewohnenden Arten sind aber trotz der relativ naturnahen Wälder in der Schweiz gefährdet. Diese Arten brauchen zum Beispiel mehr Totholz, mehr Licht oder eine bessere Verbindung mit dem offenen Kulturland. Pro Natura setzt sich in ihren Schutzgebieten und mit Förderprojekten für die Ansprüche dieser Arten ein:
- Wir sichern rund 40 Naturwaldreservate, in welchen viel Totholz steht und natürliche Prozesse ungestört ablaufen können, zum Beispiel im Justistal BE.
- Wir betreuen zahlreiche eigene Schutzgebiete, wo Platz für licht- und wärmeliebende Arten entsteht. Lichte Wälder bieten neue Lebensräume, z.B. für den Schmetterling «Waldteufel», die Orchidee «Frauenschuh» und die seltene Pflanze «Färber-Ginster» im Schutzgebiet Immenberg TG.
- Wir realisieren Projekte, in welchen auch ausserhalb von Schutzgebieten seltene Waldarten gefördert werden. Dank Pro Natura findet der Gelbringfalter im Naturpark Thal wieder mehr lichte Wälder.
Der Lebensraum Wald muss natürlich bleiben
Die Gesellschaft hat viele Ansprüche an den Wald. Er soll vor Naturgefahren schützen und zugleich Luft und Wasser filtern. Der Mensch nutzt Holz, erholt sich, treibt Sport, jagt im Wald. Dies alles bleibt langfristig nur möglich, wenn die Nutzungen naturschonend sind. Naturschonend heisst für uns:
- Wir unterstützen einen strengen Schutz der Waldfläche und sehen es nicht als Problem, dass die Waldfläche zunimmt. Mehr Wald in den Bergen darf nicht zu Lockerungen beim Waldschutz im Flachland führen.
- Wir befürworten die Holzgewinnung im Rahmen eines naturnahen Waldbaus. Dieser verwendet einheimische, standortgerechte Baumarten und fördert natürliche Strukturen und Prozesse im Wald. Eine grosse Vielfalt an heimischen Baumarten ist auch die einzig richtige Antwort auf ein sich änderndes Klima. Wir unterstützen das FSC-Label als Zeichen für eine umwelt- und sozialverträgliche Waldnutzung.
- Die Länge der Waldstrassen soll nicht mehr zunehmen. Neue Strassen müssen durch Rückbau andernorts kompensiert werden.
- 10% des Schweizer Waldes sollen ganz der Natur überlassen werden. Auf weiteren 8% möchten wir die Vielfalt an Tieren und Pflanzen gezielt unterstützen.
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Weitere Auskünfte:
Lesly Helbling
Tel. 061 317 91 48
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map.geo.admin: WaldreservateWaldreservatstypen im Detail
Waldreservate sind Naturschutzgebiete im Wald. In der Schweiz werden zwei grundlegend verschiedene Typen unterschieden. Beide haben ihre Berechtigung und sind für die Förderung der Waldbiodiversität nötig.
In Naturwaldreservaten wird vollständig auf die Holznutzung verzichtet. Die Bäume dürfen ihr natürliches Lebensalter erreichen und bleiben auch nach dem Zerfallen im Wald. Dieses Alt- und Totholz wird von unzähligen Pilzen, Flechten und spezialisierten Käfern bewohnt. Erste Waldreservate wurden in der Schweiz ab Beginn des 20. Jahrhunderts angelegt: Scatlè (1910), Schweizerischer Nationalpark (1914), Aletschwald (1933).
In Sonderwaldreservaten wird der Wald bewirtschaftet und zwar ganz gezielt zugunsten von bestimmten Waldtypen oder seltenen Arten. So gibt es Waldgebiete, die stark aufgelichtet werden, damit die vorhandenen Orchideen gedeihen oder solche, in denen der Wald so gestaltet wird, dass er als Lebensraum für Auerhühner attraktiv ist.
Übersicht über die Waldreservate in der Schweiz
Wald im Klimawandel
Wir befinden uns in einer Klimakrise. Es wird wärmer und trockener. Stürme und andere Extremsituationen nehmen zu. Mit dem Klima ändern sich auch unsere Wälder. Welche Bäume kommen mit diesen Bedingungen am Besten zurecht? Aus unserer Sicht sind folgende Grundgedanken wichtig:
- In der Schweiz gibt es fast 50 heimische Baumarten. Einige Arten sind an trockene und warme Lagen angepasst (zum Beispiel die Trauben-Eiche oder der Schneeballblättrige Ahorn). Im benachbarten Mittelmeerraum wachsen in wärmeren Klimazonen weitere Baumarten. In dieser Vielfalt finden wir genügend Arten für das Klima von morgen.
- Ein zukunftsfähiger Wald braucht vor allem eine Vielfalt an Baumarten, die dem Standort entspricht. Verschwindet eine Baumart z.B. durch längere Trockenheit, dann ist nicht der ganze Wald gefährdet. Gepflanzte Wälder mit mehrheitlich der gleichen Art sind keine gute Ausgangslage. Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Solche Probleme wie mit der Fichte in den tiefen Lagen dürfen sich nicht wiederholen.
- Das Pflanzen von Bäumen aus Übersee birgt Risiken. Das zeigen die negativen Auswirkungen von Götterbaum und Robinie: Sie vermehren sich sehr erfolgreich und verdrängen die heimischen Pflanzen. Es braucht keine neuen Experimente. Pro Natura steht deshalb der Pflanzung und Förderung weiterer Gastbaumarten aus Übersee kritisch gegenüber, zum Beispiel der Douglasie.
- Der Wald ist dynamisch. Nach Grossereignissen kann er sich oft aus eigener Kraft selbst erneuern. Ohne menschliche Eingriffe entfaltet dieser Lebensraum seine natürliche Regenerationskraft - auch im Zusammenhang mit der Klimakrise.
Pro Natura setzt auf natürliche Biodiversität – also auf die Vielfalt an Lebensräumen, Arten und Erbgut. Dies ist die beste Antwort auf die Ungewissheit, die mit der Klimakrise über unseren Wäldern schwebt.
Projekte für vielfältige Wälder
Développement des énergies renouvelables: la CEATE-N dit oui à la protection des biotopes, mais le compromis doit encore être amélioré
La CEATE-N soutient la protection des zones naturelles les plus précieuses de Suisse, ce que salue l’Alliance-Environnement. Ces marais, zones alluviales, prairies sèches et sites de reproduction des amphibiens représentent à peine 2% de notre territoire, mais abritent un tiers des espèces animales et végétales menacées. Elles sont particulièrement importantes dans la lutte contre le réchauffement climatique et la crise de la biodiversité. Elles stockent le CO2 et nous protègent des sécheresses et des inondations.
Toutefois, la commission réduit la protection pour les nouvelles marges proglaciaires et les plaines alluviales alpines, qui pourraient devenir d’importance nationale avec le recul des glaciers. D'un point de vue scientifique, c'est inutile et regrettable. En effet, nombre de ces sites pionniers sont rares et essentiels pour la préservation de la biodiversité alpine. Il est inutile de les utiliser pour assurer l’approvisionnement électrique en hiver.
Pour l'approvisionnement en électricité en hiver, la CEATE-N veut s’appuyer sur les 15 projets reconnus par la table ronde consacrée à l’énergie hydraulique. Les organisations membres de l’Alliance-Environnement insistent pour que les procédures en vigueur soient respectées et que les mesures promises lors de la table ronde soient appliquées.
L'obligation d'utiliser l'énergie solaire pour les nouveaux bâtiments va dans la bonne direction. Le développement de l'énergie solaire doit se faire en priorité sur les infrastructures existantes. Enfin, les membres de l’Alliance-Environnement sont très critiques à l'égard de l’implantation des éoliennes en forêt, car la biodiversité y est nettement plus élevée que sur les terres cultivées.
Action «Sauvons le cœur de la nature suisse»
Diverses organisations environnementales lancent un appel commun aux autorités politiques pour qu'elles maintiennent la protection des biotopes d'importance nationale. Sans protection des biotopes, des habitats irremplaçables pourraient être exploités et irrémédiablement détruits. La nature sauvage de la Greina, du Val Roseg, de Zinal ou du Maderanertal en font partie.
Plus d'informations:
Réussir la transition énergétique : energiewende2035.umweltallianz.ch/fr
Préserver les biotopes d'importance nationale : protectionbiotopes.ch
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Communiqué commun de WWF Suisse, BirdLife Suisse, Greenpeace Suisse et Pro Natura
BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke
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Die Klimakrise macht den Amphibien zu schaffen
Jedes Jahr wandern schweizweit Millionen geschlechtsreife Frösche, Kröten und Molche von ihren Überwinterungsquartieren im Wald zu den Laichgewässern, in denen sie geboren wurden. Ihre innere Uhr weckt die Tiere aus der Winterstarre und signalisiert, dass es Paarungszeit ist. Sobald die Nächte warm und die Witterung nass genug sind, starten sie ihre gefährliche Hochzeitsreise. Im Schnitt dauert diese im Mittelland von Mitte Februar bis Ende März.
Klimaerhitzung stört den Ablauf
Weil die Wanderrouten von unzähligen Strassen durchschnitten werden, wartet dabei auf tausende Tiere der Tod. Dank Kleintierunterführungen und dem Einsatz zahlreicher Freiwilliger kann das mittlerweile vielerorts verhindert werden. In den letzten Jahren war denn der Verkehr auch nicht mehr die einzige Gefahr für die Amphibienwanderung.
«Die Klimaerhitzung bringt den Ablauf der Wanderung immer öfter durcheinander», erklärt Urs Tester von Pro Natura: «Die lange Trockenheit im Februar und März letztes Jahr führte dazu, dass sich nur wenige Grasfrösche und Erdkröten auf die Reise machten. Kurz nach Beginn der Fortpflanzungszeit gab es ausserdem nochmals Frostnächte, die den Grasfroschlaich absterben liessen.»
Amphibien leiden auch unter Biodiversitätskrise
Tester betont, dass sich die Populationen von einzelnen Ereignissen dieser Art erholen können. «Treten sie aufgrund der Klimakrise jedoch gehäuft auf, kann das ganze Bestände auslöschen». Fehlen diese Tiere in Zukunft, verlieren wir wichtige Bindeglieder in der Nahrungskette: Sie fressen Mücken, Fliegen und andere Insekten und sind selbst wichtige Beutetiere für Vögel und Reptilien. Schon jetzt sind die Amphibien, eine der am stärksten von der Biodiversitätskrise betroffenen Tierarten. Durch den grossen Schwund von Feuchtgebieten sind drei Viertel der 20 einheimischen Amphibienarten gefährdet. Umso wichtiger ist es, ihren Fortpflanzungserfolg mit effektiven Massnahmen gegen die Klima- und Biodiversitätskrise zu sichern. Mit dem Anlegen zahlreicher Tümpel und Teiche leistet Pro Natura hier einen konkreten Beitrag, der Wirkung zeigt, wie eine Studie der WSL und Eawag belegt.
Weitere Informationen:
- Neues Land für Froschkönige | Pro Natura
- Mit neuen Tümpeln gegen das Amphibiensterben - WSL
- Amphibienzugstellen in der Schweiz l info fauna / karch
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Headerbild © Sandra Schweizer
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PressebilderLes amphibiens souffrent de la crise du climat
Chaque année, dans toute la Suisse, des millions de grenouilles, crapauds et tritons quittent leurs quartiers d’hiver dans la forêt pour gagner les frayères où ils sont nés. Leur horloge interne les tire de leur hibernation et leur signale que la période de reproduction a commencé. Dès que les nuits se réchauffent et que la météo est suffisamment humide, les amphibiens entreprennent leur périlleux voyage de noces. Il s’étend généralement de mi-février à mi-mars sur le Plateau.
Le réchauffement perturbe le processus
Les itinéraires de migration traversent d’innombrables routes où la mort guette des milliers d’animaux. Ce sort peut aujourd’hui leur être évité en beaucoup d’endroits grâce à l’aménagement de passages à amphibiens et à l’engagement de nombreux bénévoles. Mais depuis quelques années, la circulation routière n’est du reste plus le seul danger que doivent affronter les amphibiens lors de leur périple.
«Le réchauffement climatique perturbe de plus en plus souvent le déroulement de la migration», explique René Amstutz, de Pro Natura: «L’an dernier, à cause de la longue sécheresse en février et mars, seul un petit nombre de grenouilles rousses et de crapauds se sont mis en route. La saison de reproduction avait à peine commencé que le retour des gelées nocturnes a fait mourir les œufs des grenouilles rousses».
Les amphibiens souffrent aussi de la crise de la biodiversité
René Amstutz précise que les populations sont capables de se rétablir après de tels événements, pour peu qu’ils restent isolés. «Mais si la crise climatique les amène à se produire trop souvent, tout l'effectif peut s'effondrer.» Sans ces animaux, nous perdrions des maillons importants de la chaîne alimentaire. Ils se nourrissent de moustiques, mouches et autres insectes, tout en constituant eux-mêmes une proie de choix pour les oiseaux et les reptiles. Les amphibiens comptent déjà parmi les espèces les plus durement affectées par la crise de la biodiversité. La raréfaction des zones humides met en danger trois quarts des espèces d’amphibiens indigènes. Il est d’autant plus important d’assurer le succès de leur reproduction par des mesures efficaces contre la crise du climat et de la biodiversité. Pro Natura y travaille concrètement en aménageant de nombreuses mares et étangs, une contribution qui porte ses fruits, comme le prouve une étude du WSL et de l’Eawag.
Informations complémentaires:
- Un nouveau royaume pour la reinette
- De nouvelles gouilles pour lutter contre l’extinction des batraciens
- Sites de migrationsde batraciens en Suisse l info fauna / karch
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Umwelt-, Konsumenten- und Gesundheitsverbände warnen vor mehr Intransparenz bei der Pestizid-Zulassung
Seit einem Bundesgerichtsentscheid im Jahr 2018 haben die Umweltorganisationen ein Parteistellungsrecht bei der Zulassung von Pestiziden. Durch dieses Urteil erhielten Umweltorganisationen Zugang zu den Dokumenten, die als Grundlage für die Zulassung eines Pestizids dienen und die bis dahin nur der Verwaltung und den Agrochemiekonzerne zugänglich waren. Das Urteil hat dadurch nicht nur die Transparenz des Zulassungsverfahrens erhöht, sondern auch dessen Glaubwürdigkeit massiv verstärkt.
Eine Stimme für die Natur und Gesundheit
Zusammen mit dem Parteistellungsrecht kommt ein Beschwerderecht, das dazu dient, zu überprüfen, ob die Interessenabwägung zwischen Schutz und Nutzung in Übereinstimmung mit der Umwelt- und Gesundheitsschutzgesetzgebung vorgenommen wurde. Denn die Natur und die öffentliche Gesundheit haben keine Stimme. Sie braucht eine Anwältin im Zulassungsprozess - eine Aufgabe, welche die Umweltorganisationen, nicht zuletzt auch im Namen der öffentlichen Gesundheit, übernehmen. Wer nun das Parteistellungsrecht der Umweltorganisationen schwächen will, will Stoffe und Produkte zulassen, die gemäss Umweltrecht und aus Sicht des Konsumentenschutzes und der öffentlichen Gesundheit nicht zugelassen werden dürften.
Behauptet wird, dass das Zulassungsverfahren wegen der Verbandsbeschwerde verlangsamt wurde. Die Möglichkeit der Umweltorganisationen zur Parteistellung führt jedoch nicht zu einer Flut an Beschwerden. Seit dem Bundesgerichtsentscheid von 2018 haben die Umweltorganisationen lediglich in zwei Fällen Beschwerde geführt. Dies entspricht weniger als 0.1 Prozent der 700 derzeit hängigen Dossiers. Nach Angaben des BLV sind heute neun Beschwerden der Agrochemiekonzerne und nur eine von Umweltschutzorganisationen hängig!
Unabhängiges Audit empfiehlt mehr statt weniger Transparenz
Ende 2019 zeigte ein von der Bundesverwaltung an die KPMG AG beauftragtes Audit auf, wo die wirklichen Mängel des Zulassungsverfahrens liegen. Die Hauptgründe für den verlangsamten Prozess sind die Flut an Gesuchen aus den Unternehmen der Agrochemie, welche die viel zu tiefen Gebühren (Kostendeckungsgrad von 2%) ausnutzt sowie die oft unvollständig eingereichten Dossiers und die mangelnden personellen Ressourcen der Behörde, um diese Flut an Gesuchen überhaupt zu bewältigen.
Der Bericht von KMPG enthält zehn Handlungsempfehlungen. Unter anderem empfiehlt er, dass die Zulassungsentscheide zugänglich gemacht werden und dass die Verbände besser integriert werden. Eine Schwächung der Parteistellungsrecht für die Umweltorganisationen geht genau in die entgegengesetzte Richtung.
Agrochemie profitiert von der Intransparenz
Die überwiegende Mehrheit der KMPG-Handlungsempfehlungen wurden bislang nicht umgesetzt. Die Agrochemie arbeitet daran, dies zu verhindern, da sie von der Intransparenz des Systems profitiert. Doch je undurchsichtiger das System ist, desto wichtiger ist das Verbandsbeschwerderecht. Denn Pestizide haben massive Auswirkungen auf die Natur, das Trinkwasser und die menschliche Gesundheit (vgl. dazu das Faktenblatt von SCNAT-Factsheet). Es ist zwingend notwendig, dass ihre Zulassung transparent und im Einklang mit dem Umweltrecht erfolgt.
Die Verbände appellieren an den Nationalrat den Entscheid seiner Kommission zu korrigieren und fordern die Umsetzung des KPMG-Berichts für mehr Transparenz und Sicherheit. Nur so kann das System verbessert und die Natur und Gesundheit auch wirklich geschützt werden.
Kontakt:
- Pro Natura: Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik, 061 317 92 40, @email
- WWF Schweiz: Jonas Schmid, Kommunikationsbeauftragter, @email, 079 241 60 57
- BirdLife Schweiz: Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, 044 457 70 26, @email
- Greenpeace Schweiz: Alexandra Gavilano, Projektleiterin Nachhaltiges Ernährungssystem, 044 447 41 38, @email
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Getreidefeld © Matthias Sorg
Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, Greenpeace Schweiz, BirdLife Schweiz, SFV, AefU, Allianz Gesunde Schweiz, Public Health, Dachverband Schweizerischer Patient*innenstellen, Landwirtschaft mit Zukunft, Biene Schweiz, Future 3, Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein
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SCNAT-Factsheet zu PestizidenPotrebbe anche interessarti
Les ONG mettent en garde contre un manque de transparence accru dans la procédure d’autorisation des pesticides
En 2018, le Tribunal fédéral a rendu un arrêt qui accorde aux organisations environnementales le droit d’être partie dans la procédure d’homologation des pesticides. Depuis cette décision, ces organisations ont donc accès aux documents qui servent de base à l’autorisation d’un pesticide et qui n’étaient jusqu’alors accessibles qu’à l’administration et aux groupes agrochimiques. Cette décision a ainsi augmenté la transparence de la procédure d’homologation, et ainsi sa crédibilité.
Une voix pour la nature et la santé
Outre le droit d’être partie à la procédure, il existe un droit de recours qui sert à vérifier si la pesée des intérêts entre protection et utilisation a été effectuée conformément à la législation sur la protection de l’environnement et de la santé. Car la nature et la santé publique n’ont pas de voix. Elles ont besoin d’un avocat dans le processus d’autorisation, une tâche assumée par les organisations environnementales, également au nom de la santé publique. Celles et ceux qui veulent affaiblir le droit de ces dernières à être partie à la procédure d’homologation veulent ainsi voir autoriser des substances et des produits qui, selon le droit de l’environnement et du point de vue de la protection des consommateurs et de la santé publique, ne devraient pas l’être.
L’argument avancé par les opposants au droit de recours des associations est qu’il ralentit la procédure d’autorisation. Pourtant, la possibilité qu’ont les organisations environnementales d’être partie à la procédure ne provoque pas une avalanche de recours. Depuis l’arrêt du Tribunal fédéral de 2018, les associations concernées n’ont fait recours que dans deux cas, soit moins de 0,1% des 700 dossiers en cours actuellement. Selon les indications de l’Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires, 9 recours de groupes agrochimiques doivent actuellement être traités, contre seulement un des organisations environnementales !
Un audit indépendant recommande plus de transparence
Fin 2019, un audit confié par l’administration fédérale à KPMG SA a montré où se situaient les véritables lacunes de la procédure d’autorisation. Les principales raisons du ralentissement du processus sont l’afflux de demandes émanant des entreprises de l’agrochimie, qui profitent des émoluments beaucoup trop bas (taux de couverture des coûts de 2%), les dossiers souvent incomplets et le manque de ressources en personnel des autorités pour faire face à l’afflux de demandes d’autorisation.
Le rapport de KMPG contient dix recommandations d’action. Il préconise entre autres que les décisions d’autorisation doivent être accessibles et les associations mieux intégrées à la procédure. Un affaiblissement du droit d’être partie des organisations environnementales va exactement dans la direction opposée.
L’agrochimie profite du manque de transparence
La grande majorité des recommandations d’action de KMPG n’a pas encore été mise en œuvre. L’industrie agrochimique travaille à éviter qu’elles le soient, puisqu’elle profite de l’opacité du système. Mais plus celui-ci est opaque et plus le droit de recours des associations est important. En effet, les pesticides ont un impact massif sur la nature, l’eau potable et la santé (voir à ce sujet la fiche d’information de SCNAT) . Il est impératif que leur autorisation soit transparente et conforme à la législation environnementale.
Les organisations signataires appellent le Conseil national à corriger la décision de sa commission et demandent la mise en œuvre du rapport de KPMG pour plus de transparence et de sécurité. C'est la seule façon d'améliorer le système et de protéger réellement la nature et la santé.
Contacts:
- Pro Natura: Nicolas Wüthrich, responsable de l’information, Pro Natura, @email, 079 212 52 54
- WWF Suisse: Cédric Jacot-Guillarmod, Porte-parole WWF Romandie, @email, 079 445 87 79
- BirdLife Suisse: Patrik Peyer, Chef de projet agriculture, BirdLife Schweiz, @email, 044 457 70 26
- Greenpeace Suisse: Alexandra Gavilano, Chef de projet Système alimentaire durable, @email, 044 447 41 38
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Champ de céréales © Matthias Sorg
Communiqué de presse commun de WWF Suisse, Greenpeace Suisse, BirdLife Suisse, SFV, AefU, Allianz Gesunde Schweiz, Public Health, Dachverband Schweizerischer Patient*innenstellen, Landwirtschaft mit Zukunft, Biene Schweiz, Future 3, Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein
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SCNAT-Factsheet zu PestizidenPotrebbe anche interessarti
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Stand – Kommen Sie vorbei!
Ökomarkt St. Gallen
Der Ökomarkt ist ein jährliches Ereignis in der St.Galler Innenstadt. Die breite Palette von regionalen Ausstellenden bietet einen vielfältigen Einblick in das ökologische Waren- und Dienstleistungsangebot. Die Besucherinnen und Besucher profitieren von Informationen, können sich beraten lassen oder regionale und nachhaltige Produkte kaufen. Der Markt wurde 1996 vom städtischen Amt für Umwelt und Energie ins Leben gerufen und hat sich zu einem beliebten Anlass mit über 80 Ständen entwickelt. Seit 1999 ist die Interessengemeinschaft Ökomarkt für die Durchführung zuständig. Auch Pro Natura St. Gallen-Appenzell wird am Ökomarkt 2026 mit einem Stand vertreten sein.
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St. Gallen
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Costo
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Summende Bauernhöfe
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Feuchtwälder fördern die Biodiversität und sind widerstandsfähig gegenüber dem Klimawandel
Konferenz «Wiederherstellung von Wäldern – Potenziale und Handlungsbedarf»
Das Treffen brachte Vertreter aus den Bereichen Naturschutz und Waldbewirtschaftung mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: die Wiederherstellung von Wäldern, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Rückgang der Biodiversität und dem Klimawandel zu erhöhen. Fachleute aus der Schweiz und dem Ausland, die aus Forschungsinstituten, Regierungen, Hochschulen und der Praxis kamen, trugen zu den Überlegungen bei. Unter den untersuchten Ansätzen erwiesen sich Feuchtwälder als eine vielversprechende Antwort auf diese Herausforderungen.
Etwa 95 % der Fläche der Feuchtwälder (Auen-, Sumpf-, Moorwälder usw.) sind in der Schweiz innerhalb von zwei Jahrhunderten durch Rodungen, Entwässerungen sowie die Begradigung von Flüssen und den damit verbundenen Verlust von Auengebieten verschwunden, erinnert Karen Bussmann-Charran, Leiterin des Fachbereichs Aquatische Biodiversität am Synthesezentrum Biodiversität. Diese Lebensräume bieten jedoch unzählige Vorteile: Förderung der Biodiversität, Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, Wasserrückhalt, Hochwasserschutz oder auch Kohlenstoffspeicherung.
Weitere Baumarten
Durch die Wiedervernässung geeigneter Gebiete kann der Wald trotz des Klimawandels erhalten bleiben, ergänzte Thomas Wohlgemuth, Ökologe an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Sie ermöglicht die Ansiedlung weiterer Baumarten, die manchmal mehr Insektenarten beherbergen als die bisherigen. Dies ist ein wichtiger Hebel, da eine in Deutschland durchgeführte Studie einen Rückgang der Biomasse und der Insektenarten im Wald um 41 % bzw. 36 % zwischen 2008 und 2017 gezeigt hat, wie Jakob Pöllath, Vertreter des Bundesamtes für Naturschutz, feststellte.
Der Wasserhaushalt ist ein wesentlicher Faktor, der bei der Wiederherstellung der Schweizer Wälder berücksichtigt werden muss, pflichtete Clémence Dirac Ramohavelo, Sektionschefin Waldökosystemdienstleistungen und Waldbau beim BAFU, bei. Dazu gehören insbesondere Massnahmen zur Beseitigung der Entwässerung in ausgetrockneten Wäldern.
Teil der Strategie Biodiversität Schweiz
In den nächsten Jahren sei mit einer Zunahme der Anzahl und der Fläche der Feuchtwälder zu rechnen, erklärte Karen Bussmann-Charran. Die Erhaltung und Wiederherstellung von Feuchtwäldern sei Teil der Schweizer Biodiversitätsstrategie, merkte sie an. Darüber hinaus sei dies ein wichtiger Handlungsbereich der Programmvereinbarung 2025–2028 für den Wald zwischen dem Bund und den Kantonen, die die Umsetzung vorantreiben. Die Anliegen der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer müssen dabei berücksichtigt werden, betonten die Diskussionsteilnehmenden. Es geht nicht darum, unüberlegt und willkürlich vorzugehen, sondern wertvolle und interessante Lebensräume dort wiederherzustellen, wo sie ursprünglich vorhanden waren. Auch potenzielle Konflikte (Trinkwassergewinnung, unterschiedliche Ziele zwischen Lebensräumen und Arten usw.) müssen berücksichtigt werden.
Der Dialog und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit sind unerlässlich, um diese für die Biodiversität und das Klima so wichtigen Renaturierungsmassnahmen zu begleiten. Neben den Feuchtwäldern, die vor allem in tiefer gelegenen Regionen eine Lösung darstellen, wurde auch über die Renaturierung in Bergregionen diskutiert. Es wurden vielversprechende Ansätze zur Regeneration und Pflege sowie spezifische Massnahmen zur Förderung der Biodiversität untersucht, wie beispielsweise die natürliche Verjüngung und Diversifizierung der Baumarten.
Kontakt:
- Sarah Pearson Perret, Präsidentin des Schweizer Komitees der IUCN,
@email , Tel. 079 688 72 24 - Sophie Stroheker, Ressort Wissenschaft, Schweizerischer Forstverein,
@email
Über das Schweizer Komitee der IUCN
Das Schweizer Komitee der IUCN vereint die Schweizer Mitglieder der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN). Es setzt sich für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Institutionen, NGOs und Behörden zum Schutz und zur Wiederherstellung der Natur ein. Die IUCN ist das weltweit grösste und vielfältigste Umweltnetzwerk und umfasst mehr als 1400 Mitgliedsorganisationen aus Regierungen und der Zivilgesellschaft rund um den Globus. Ihr weltweiter Hauptsitz befindet sich in Gland (VD) in der Schweiz.
Über den Schweizerischen Forstverein
Der Schweizerische Forstverein (SFV) setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 1843 für den Erhalt des Waldes und seiner vielfältigen Leistungen ein, damit auch künftige Generationen davon profitieren können. Der Schwerpunkt liegt auf einer nachhaltigen und naturnahen Bewirtschaftung. Der SFV zählt rund 800 Mitglieder in allen Regionen des Landes und bildet damit ein nationales Netzwerk von Waldfachleuten. Alle, die sich für den Wald interessieren, können Mitglied des SFV werden.
Führung
Führung durch das Föhrenmuseum Ramsen
Mit Raphael Mettler, Co-Präsident Pro Natura Schaffhausen und Christian Knobel, Obergärtner
Wir freuen uns auf Sie.
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Pro Natura SH
Aktion Spechte & Co. Thurgau
Wald
Die Wildkatze ist das Tier des Jahres 2020
Der lateinische Name der Wildkatze bedeutet «Waldkatze». Stille Wälder mit vielfältigen Strukturen sind der ursprüngliche Lebensraum der Wildkatze. Im Wald und in angrenzenden Wiesen jagt sie Mäuse, verschläft manche Stunde im sicheren Versteck und bringt in einem trockenen Unterschlupf ihre Jungen zur Welt.
Im Jura zu Hause
Die ausgedehnten Wälder und Wiesen der Jurakette sind die Heimat der Schweizer Wildkatzen. Die einzelgängerischen Tiere bewohnen Reviere von jeweils einigen Quadratkilometern Grösse. In den ersten drei Monaten des Jahres paaren sich die Wildkatzen und gute zwei Monate später wirft das Weibchen zwei bis fünf Junge. Es zieht diese allein auf und sorgt dafür, dass die Jungtiere im Herbst selbstständig sind.
Forschung mit Dachlatten
Bis vor zehn Jahren war wenig über die Wildkatzen bekannt. Dann machten sich findige Forschende die Schwäche der Katzen für Baldrianduft zunutze. Sie steckten rohe Dachlatten, eingesprüht mit Baldrian, in den Wald. Vorbeiziehende Katzen reiben sich an diesen Latten, um ihre Duftmarken zu setzen. Dabei lassen sie Haare zurück. Mit modernen Methoden der Genanalyse lassen sich aus diesen Haaren Rückschlüsse auf das Tier ziehen. Das systematische Wildkatzenmonitoring wurde möglich.
Chancen und Gefahren
Neuste Erkenntnisse zeigen, dass unsere Wildkatzen auch ausserhalb von Wäldern zurechtkommen, sofern genügend Verstecke und Wanderkorridore vorhanden sind. Die Chancen stehen also gut, dass die Wildkatze sich vom Jura über das Mittelland bis in die Voralpen ausbreitet. Angewiesen ist das Pro Natura Tier des Jahres 2020 dabei nicht nur auf geeignete Lebensräume, sondern auch auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Hauskatzen. Diese sind zwar mit der Europäischen Wildkatze verwandt, stammen aber von der afrikanisch-asiatischen Wildkatze ab. Weil sich Wild- und Hauskatze untereinander paaren können, besteht die Gefahr einer Vermischung.
Weitere Informationen zum Tier des Jahres 2020
Dossier zum Tier des Jahres 2020: Die Wildkatze
Pressebilder (bitte Hinweis zu den Verwendungsrechten beachten)
Kontakt
Franziska Rosenmund, Medienverantwortliche Pro Natura, Tel. 079 826 69 47, @email
Andreas Boldt, Wildtierbiologe und Projektleiter Biotope und Arten, Pro Natura, Tel. 061 317 91 26, @email
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