Progetti
Natureinsatz
Pflegeeinsatz Panzersperre Ennetmoos
Wir pflegen unser Schutzgebiet, die Panzersperre. Teiche ausmähen, Gehölze schneiden und Kleinstrukturen anlegen gehören zu den Arbeiten, die im Herbst in diesem Schutzgebiet anfallen.
Leitung: Daniela Rickenbacher, Pro Natura
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Panzersperre Ennetmoos
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keine
Unterstützung für Hochstammobstbäume
«Die Vögel haben mich sofort fasziniert»
Pro Natura Magazin: Warum haben Sie 1994, also vor genau 30 Jahren, die Jugendnaturschutzgruppe JuNa Toggenburg gegründet?
Peter Dörig: Ich führte Exkursionen durch und mir fiel auf, dass Erwachsene den Kindern oft die Sicht versperrten, wenn ich Anschauungsmaterial zeigte. Ich dachte:«Das kann doch nicht sein, du musst was für die Kinder machen» – und habe die JuNa gegründet.
Und Sie haben die Gruppe bis vor 14 Jahren geleitet?
Ja, genau. Das war eine sehr schöne Zeit mit vielen Naturerlebnissen mit den Kindern und Jugendlichen – aber das Tollste ist, dass die Gruppe auch mit der neuen Leitung immer noch super läuft. Ich danke dem Leiterteam von Herzen und gratuliere zum Jubiläum.
Woran erinnern Sie sich besonders gern aus dieser Zeit?
Unsere Fledermausexkursion zum Beispiel war ein grosser Erfolg, etwa 34 Kinder waren dabei und wir haben sogar einen Fledermaus-Estrich gebastelt in einem Holzhäuschen. Und für unsere Igelburg habe ich den «Grünen Zweig» vom WWF gewonnen. Mit dem Preisgeld wollte ich eigentlich gerne eine Clubhütte einrichten, leider wurde nichts daraus. Besonders schön war auch, dass meine eigenen zwei Kinder oft an den Exkursionen mit dabei waren.
Haben auch Sie sich schon als Kind für die Natur begeistert?
(lacht) Als Kind hatte ich vor allen Tieren Angst, ausser vor Hasen. Erst mit 27 wurde dann meine Leidenschaft für Vögel geweckt.
Wie kam es dazu?
Ein Bekannter lud mich zu einer Morgenexkursion in ein Ried in der Nähe ein. Damals konnte ich gerade mal eine Amsel von einem Spatz unterscheiden. An dieser Exkursion hat es bei mir Klick gemacht. Die Vögel haben mich sofort fasziniert! Daraufhin habe ich den Lehrgang als Feldornithologe und Exkursionsleiter absolviert und später auch Kurse über Reptilien, Fledermäuse, Schmetterlinge und Botanik. All das neben meiner Arbeit als Maschinenschlosser, der Familie, unserem Hund und meinem anderen Hobby, dem Volleyball. Das war schon etwas viel (er zeigt auf mehrere prall gefüllte Bundesordner mit Unterlagen aus dieser Zeit) und heute würde ich es vielleicht ein bisschen anders machen.
Haben Sie Ihre zwei Enkel schon angesteckt mit Ihrer Leidenschaft für Vögel?
Wenn wir spazieren gehen, zeige ich ihnen natürlich viel. Der Ältere, er ist sieben, sagt dann manchmal: «Ach du mit deinen Vögeln und Blumen!» Aber ab Bildern kennt er schon sehr viele.
Sie engagieren sich nach wie vor?
Ja. Als beispielsweise vor ein paar Jahren der Turm der Ruine Iburg eingerüstet war, habe ich mich dafür eingesetzt, dass Kästen für Turmfalken und Mauersegler installiert werden. Die Migros im Dorf habe ich darauf hingewiesen, dass sie ihre kleine Wiese später im Jahr und seltener mähen soll, damit die Insekten länger von den Blumen profitieren können. Ich sehe immer viele Dinge, wenn ich unterwegs bin und versuche, etwas zu verbessern. Ich kann halt nicht aus meiner Haut, denn es ist wichtig für Fauna und Flora.
BETTINA EPPER, Redaktorin des Pro Natura Magazins.
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Info
Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Es blickt hinter die Kulissen politischer Entscheide und schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft. Als Mitglied erhalten Sie das Magazin fünf mal im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.
Igelfreundliche Gärten
So mache ich meinen Naturgarten winterfest
Während viele von uns etwas mehr Zeit drinnen verbringen, bleibt Ihr Naturgarten aber auch im Winter voller Leben. Je vielfältiger und naturnaher Ihr Garten, desto mehr Tiere machen darin halt, oder nisten sich sogar dauerhaft ein.
Welche Tiere kommen mich im Winter im Naturgarten besuchen?
Mit etwas Glück beobachten Sie im Herbst einen Igel, der noch seine letzte Runde vor der Winterruhe dreht. Später schaut ein Eichhörnchen vorbei, das eines seiner 2000 Nuss-Lager plündert. Vielleicht können Sie einen Zitronenfalter beobachten, der in Ihrem Asthaufen überwintert. Amsel, Meisen und Buntspechte fühlen sich in Ihrem Naturgarten ganzjährig wohl.
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Hanna Schreiber
Die grosse Garten-Frage: Aufräumen oder nicht aufräumen?
Für viele freudige Winterbeobachtungen braucht der Garten nur noch ein klein wenig Zuneigung im Herbst. Gleichwertig wichtig ist es, in gewissen Bereichen im Garten vor dem Winter gar nicht einzugreifen. Überlassen Sie eine grosszügige Ecke Ihres Naturgartens ganz der Natur: nicht mähen, nicht schneiden, nicht das Laub oder dürre Vegetation entfernen. Distelfinken schätzen Samenkapseln als Nahrungsquellen, Aurorafalter und Schwalbenschwänze überwintern als Puppen an dürren Stängeln und Spinnen im Bodenstreu, um nur einige wenige Arten zu nennen. Haben Sie Mut, Ecken stehen zu lassen und beobachten Sie im Frühjahr das Leben, das sich dort entfaltet.
Wir haben für Sie die wichtigsten Antworten zusammengestellt, wie Sie Ihren Naturgarten im Herbst pflegen und einwintern.
FAQ «So mache ich meinen Naturgarten winterfest»
Der letzte Schnitt erfolgt im Oktober. Mähen Sie bei trockener Witterung mit einer Schnitthöhe von mindestens 10 cm. Verteilen Sie das Schnittgut zum Trocknen gleichmässig auf der Fläche, wenden Sie es regelmässig und tragen Sie es am Abend des dritten Tages ab.
Info: Mähen Sie nie die ganze Fläche. Lassen Sie mindestens 10 % Altgrasstreifen stehen. In den dürren Pflanzenstängel überwintern gerne Insekten. Achten Sie zudem darauf, dass Sie nicht immer die gleiche Fläche stehen lassen.
Wichtig: Verzichten Sie auf Mähroboter und Fadenmäher. Diese machen keinen Halt vor Tieren und sind tödlich für Igel, Amphibien und Insekten.
Was mache ich mit dem Heu bzw. Schnittgut?
Für das Schnittgut gibt es verschiedene wertvolle Verwendungszwecke:
- Nutzen Sie es als Futter für Kleintiere oder Pferde
- Errichten Sie einen Grashaufen
- Kompostieren Sie es im eigenen Garten
- Bringen Sie es in eine Biogasanlage
Das kommt drauf an, wo das Laub liegt:
- Unversiegelte Wege und Plätze: Entfernen Sie das Laub von unversiegelten Flächen vor dem Winter. Wenn Laub auf unversiegelten Flächen kompostiert, wird der Pflegeaufwand der Fläche schnell grösser.
- Unter Bäumen: Wenn die Fläche unter dem Baum nicht als Weg oder Sitzplatz im Winter genutzt wird, lassen Sie das Laub liegen. Es dient als Lebensraum, Schutz und Dünger für den Baum.
Nutzen Sie das Laub für einen Laubhaufen, bedecken Sie Staudenbeete oder kompostieren Sie es.
Herbst ist der ideale Zeitpunkt, einen Baum oder eine Staude zu pflanzen. Mehr Informationen dazu, wie Sie erfolgreich einen Baum pflanzen, finden Sie im PDF «Bäume».
Stauden können Ende April oder im September gesetzt werden. Setzen Sie die Stauden in Gruppen, am besten pro Quadratmeter Fläche nur je eine Art. Die Lücken können Sie im April mit einer Wiesenmischung füllen.
Obstbäume werden im Winter geschnitten. Alle anderen Bäume im Sommer.
Obstbäume bis 5-jährig:
- Jährlich im Winter schneiden
- Schützen Sie den Jungbaum im Winter mit einem Stammschutz: wenn an kalten Tagen die eine Stammseite von der Sonne gewärmt wird, und die Schattenseite gefroren bleibt, entstehen am Stamm feine Frostrisse, über die Schädlinge und Pilze in das Holz eindringen können. Ein Stammschutz kann ein umgebundener Jutensack oder ein weisser Kalkanstrich sein.
Obstbäume älter als 5-jährig:
Alte Obstbäume müssen nur noch alle zwei bis drei Jahre, jeweils im Winter geschnitten werden. Ein sachgemässer Obstbaumschnitt setzt Fachwissen voraus. Besuchen Sie einen entsprechenden Kurs oder lassen Sie den Baumschnitt von einer Fachperson durchführen.
- Wann: November bis Anfang März
- Wie: Pflegen Sie grössere, mehrreihige Wildhecken abschnittsweise und selektiv. Bearbeiten Sie maximal ¼ der Hecke auf einmal. Einreihige Hecken können Sie alle 3-5 Jahre auf der gesamten Länge selektiv auslichten.
- Auslichten: prüfen Sie, ob niedrigwüchsige Arten genügend Platz haben, schneiden Sie schnell wachsende Arten zurück und stellen Sie langsam wachsende Arten frei.
- Tipp: Seien Sie zaghaft mit zurückschneiden. Schneiden Sie die Hecke nur, wenn sie stört und zum Beispiel auf das Nachbarsgrundstück oder den Gehsteig wächst.
Wussten Sie? Auch auf dem Geäst von Hecken überwintern verschiedene Insekteneier, Raupen und Puppen.
- Info: Lassen Sie einige abgestorbene Sträucher in der Hecke, sie können von Kletterpflanzen überwachsen werden.
- Häckseln Sie das Schnittgut nicht. Verwenden Sie es zum Bau eines Asthaufens
- Lassen Sie das Laub im Winter liegen oder machen Sie damit einen Laubhaufen
Wichtig: Von Mitte März bis Mitte August sollte auf jegliche Eingriffe (z.B. Heckenschnitt) verzichtet werden. Der Brutbetrieb aller Vögel ist gesetzlich geschützt und darf nicht gestört werden.
- Einjährige Arten und Stauden, deren oberirdische Teile im Winter absterben, können Sie Ende Winter bodennah abschneiden.
- Spreizklimmer und Spalierobst können Sie im Winter schneiden und aufbinden, da sie sich nicht selbst an der Kletterhilfe festhalten können.
Hinweis: Der Schnitt vom Spalierobst erfordert in den ersten Jahren viel Aufwand. Konsultieren Sie eine Obstbaumfachperson. - Lassen Sie wenn möglich das Laub über den Winter unter den Pflanzen liegen.
- Kletterpflanzen können Sie im Herbst oder im Frühjahr setzen.
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Hanna Schreiber
Laubhaufen, Holzhaufen und Steinhaufen können Sie von November bis März ganz in Ruhe lassen. In dieser Zeit finden viele Tiere darin Unterschlupf oder halten gar ihren Winterschlaf darin, wie z.B. der Igel.
So viel vorweg: Die Töpfe müssen nicht jeden Herbst geleert werden.
- Lassen Sie Samenstände über den Winter stehen. Sie sind für Vögel und Insekten als Nahrungsquellen und Überwinterungsquartiere interessant.
- Wenn der Topf nicht im Regen steht, giessen Sie ihn auch im Winter einmal pro Monat an frostfreien Tagen.
- Schützen Sie Wildstauden vor zu viel Verdunstung, indem Sie die Erde mit einer 2-3 cm dicke Mulchschicht aus Laub bedecken.
- Wenn es sehr kalt wird, können Sie heikle Pflanzen (z.B. mediterrane Küchenkräuter) und Töpfe mit Jute oder einem alten Bettlaken einwickeln.
- Stellen Sie grössere Töpfe im Oktober auf 3 cm dicke Holzlatten. Dies verhindert das Einfrieren des Wurzelballens und verlängert die Lebensdauer der Töpfe.
- Überwintern Sie nicht winterharte Pflanzen drinnen an einem hellen, kühlen Ort (5-10 °C).
Die bei uns weit verbreiteten Vogelhäuser sind Nisthilfen für Höhlenbrüter. Der ideale Zeitpunkt, ein Vogelhaus aufzuhängen, ist Spätsommer oder Herbst. Beachten Sie folgendes:
- Bringen Sie das Vogelhaus im Schatten oder im Halbschatten und geschützt vor Fressfeinden an.
- Die Einflugöffnung muss frei zugänglich und idealerweise nach Südosten ausgerichtet sein.
- Befestigen Sie im Garten höchstens an jedem zweiten Baum ein Vogelhaus, da es sonst zu Revierstreitereien kommt. Halten Sie bei Vogelhäusern für gleiche Arten ca. 10 m Abstand ein.
- Stellen Sie sicher, dass das Vogelhaus mit einer Leiter zugänglich ist, Sie müssen es in der Regel jährlich reinigen.
- Das Vogelhaus muss stabil montiert sein und darf sich bei Wind nicht bewegen.
- Achten Sie bei der Montage, dass der Baum nicht verletzt wird.
Pflege
Oktober bis Ende Februar ist der ideale Zeitpunkt für die Pflege. Aber Vorsicht: Wenn ein Tier darin überwintert, verzichten Sie auf die Reinigung.
- Entfernen Sie das Nest und bürsten Sie den Kasten aus. Bei starkem Parasitenbefall können Sie das Vogelhaus mit einem Bunsenbrenner bzw. Einer Lötlampe ausflammen.
- Verzichten Sie auf Kontrollen während der Brutzeit von Mitte März bis August, um die Vögel nicht zu stören.
Nisthilfen für Wildbienen: Nein. Im Herbst und im Winter entwickeln sich in den gutverschlossenen Nestern die Wildbienen der neuen Saison. Verzichten Sie deshalb auf Eingriffe im Herbst und Winter.
Nisthilfen für Hummel: Hummel sterben im Spätherbst und die jungen Königinnen überwintern an einem anderen geschützten Ort, nicht in der Nisthilfe. Bei Hummelnisthilfen können Sie deshalb im Winter das Nistmateial auswechseln. Nutzen Sie dazu die Anleitung, die Sie zum Bau verwendet haben.
Eingriffe in einen Weiher sollte nur im Herbst erfolgen.
- Bei übermässigem Algenwachstum können Sie Fadenalgen mit einem Netz oder einem Rechen aus dem Weiher ziehen.
- Scheiden Sie einen Teil der Pflanzen im Wasser und am Ufer möglichst bodennah ab. Fischen Sie das Schnittgut mit einem Rechen aus dem Teich. Wussten Sie, dass verrottende Pflanzenteile unter dem Eis Faulgase bilden können, die für die Tiere im Teich gefährlich sein können?
- Röhrichtpflanzen können Sie über den Winter stehen lassen und erst im Frühjahr abschneiden. Sie sorgen im Winter, bei Eisbildung für einen minimalen Gasaustausch.
- Entfernen Sie Herbstlaub auf der Wasseroberfläche regelmässig. Falls Sie ein Netz einrichten, achten Sie darauf, dass dieses nicht im Wasser liegt.
- Entleeren Sie kleinere Weiher alle 2-4 Jahre, grössere Weiher alle 4-10 Jahre vollständig (Grundablass oder Abpumpen). Entfernen Sie dabei den Bodenschlamm und einen Grossteil der Pflanzen inkl. Wurzeln. Eine zu dicke Schicht Bodenschlamm würde wegen Faulgasbildung die Wasserqualität negativ beeinflussen. Lassen Sie einen Teil der Pflanzen stehen, damit sich Wassertiere zurückziehen können und sich die Pflanzen wieder neu ausbreiten können.
Eisfreihalter: Wenn Sie keine Röhrichtpflanzen im Teich haben, können Sie einige Schilfstängel bündeln oder eine Schilfmatte zusammenrollen und in den Teich stellen. Der Schilf muss mind. 20 cm aus dem Wasser ragen.
Hinweis: Legen Sie abgefischtes oder geschnittenes Material einige Tage neben den Teich, damit versehentlich gefangene Tiere zurück ins Wasser gelangen können.
Miniteiche: Miniteiche in Tontöpfen müssen im Herbst entleert werden, da die Töpfe nicht frostsicher sind.
Verwenden Sie kein Streusalz zum Enteisen von unversiegelten Wege und Plätzen. Das Salz kann Natursteinarten, Bäume und Lebewesen schädigen.
Entfernen Sie Schnee nicht vollständig von unversiegelten Wegen und Plätzen. Die Deckschicht wird sonst aufgekratzt und beschädigt.
Haben Sie noch weitere Fragen? Nutzen Sie unser Ratgeber-Angebot. Wir beantworten Ihre Fragen per E-Mail.
Kennen Sie unser Projekt BONJOUR NATURE? Pro Natura unterstützt Sie mit einer kostenlosen Beratung oder einer tollen Zertifizierung auf Ihrem Weg zum Naturgarten.
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Kurs
Kurs Igelfreundliche Gärten in Muttenz
Der Igel ist in der Schweiz in den letzten Jahren auf dem Rückzug und wird inzwischen als potentiell gefährdet eingestuft. In den Gärten und in der Landschaft gehen Versteck- und Nistmöglichkeiten verloren, der Igel findet weniger Nahrung und die Gefahren nehmen zu. Schaffen wir gemeinsam mehr Lebensraum für den Igel.
In unserem Kurs...
...lernen Sie Wissenswertes zur Biologie und Ökologie des Igels.
...erfahren Sie was einen igelfreundlichen Garten ausmacht.
...holen Sie sich theoretisches und praktisches Wissen zur Förderung von Igeln im Garten ab.
...bauen wir zusammen eine Kleinstruktur (bspw. Asthaufen oder Wildhecke).
Der Kurs ist Teil des Projekts "Igelfreundliche Gärten".
Dieser Kurs findet in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Muttenz statt.
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Contatto
Nora Lüdi
@email
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Muttenz
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kostenlos
Natureinsatz
Öffentlicher Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet I
Gemeinsam werden wir einen spannenden Tag in einem unserer Naturschutzgebiete erleben und dabei wichtige Arbeiten zur Förderung bedrohter Arten und Lebensräume tätigen. Du erfährst, auf was es bei der praktischen Naturschutzarbeit ankommt und lernst dabei Flora und Fauna des Schutzgebiets kennen. Die Veranstaltung ist für alle konzipiert und ist nicht leistungsorientiert. Jede und jeder kann so lange und soviel beitragen wie sie/er möchte und kann.
Bei Interesse an diesem oder weiteren Pflegeeinsätzen darfst du dich gerne unverbindlich bei uns melden oder dich gleich unter dem grünen Anmelde-Button oben für diesen Einsatz anmelden.
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Im Kanton Schaffhausen, genauer Ort wird zwei Wochen vorher per E-Mail bekanntgegeben
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Stoppt die invasiven gebietsfremden Arten – helfen Sie mit
In Kürze:
- Die Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt in unserem Land ist in ständigem Wandel. Die Verbreitung von Arten verändert sich und passt sich neuen Verhältnissen an. Mit dem weltweiten Handel und der globalen Mobilität transportiert der Mensch vermehrt Arten absichtlich oder unabsichtlich über natürliche Verbreitungsgrenzen hinweg.
- Die Mehrheit dieser gebietsfremden Arten hat sich gut in unsere Umwelt integriert (z.B. die Strahlenlose Kamille). Einige wenige verdrängen aber in ihrer neuen Heimat die heimische Tier- und Pflanzenwelt und werden daher als «invasiv» bezeichnet.
- Invasive gebietsfremde Arten bedrohen damit unsere biologische Vielfalt. Sie können aber auch Krankheiten einschleppen, sich negativ auf die Gesundheit von Menschen auswirken (Allergien) und Infrastrukturen beschädigen.
Invasive gebietsfremde Pflanzen – darum sind sie heikel
Als Neophyten bezeichnet man jene Pflanzen, die Menschen ab dem 16. Jahrhundert gezielt oder zufällig in fremde Gebiete einführten. Denn nachdem 1492 die europäischen Seefahrer zum amerikanischen Kontinent gelangten, begann eine Zeit, in der sich die Menschen immer häufiger von einem Kontinent auf den anderen bewegten. Diese neuen Lebensräume wären von den Pflanzen auf natürliche Art und Weise nicht besiedelt worden.
Von den rund 4000 wildlebenden Pflanzenarten in der Schweiz sind gegen 750 gebietsfremde Pflanzen, sogenannte Neophyten. Von diesen verhalten sich gut 10 % «invasiv». Sie wachsen oft rasend schnell und verbreiten sich äusserst effizient.
Ihre rasche Verbreitung liegt unter anderem daran, dass diesen Arten bei uns natürliche Feinde oder Krankheiten fehlen. So verdrängen die Neophyten die heimische Pflanzenwelt. Dadurch geraten wiederum jene Tierarten in Bedrängnis, die auf einheimische Pflanzen angewiesen sind, unter anderem die Raupen mancher Schmetterlinge.
Beispiele für invasive Neophyten sind der Japan-Knöterich, die Kanadische Goldrute, der Sommerflieder und der Kirschlorbeer.
Invasive gebietsfremde Tiere – problematisch für die Artenvielfalt
Von den 430 in der Schweiz vorkommenden gebietsfremden Tierarten, den sogenannten Neozoen, gelten 85 als invasiv (BAFU 2022).
Dazu gehören zum Beispiel der Asiatische Marienkäfer, die Asiatische Hornisse, der Japankäfer oder die Rotwangenschildkröte.
Ein weiteres Beispiel sind amerikanische Krebsarten: Mit dem Aussetzen von drei amerikanischen Krebsarten wurde in Europa auch die Krebspest eingeschleppt. Die einheimischen Krebse sterben an diesem Pilz, während die sich stark verbreitenden invasiven Arten grösstenteils immun sind.
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-
Matthias Sorg
- Drüsiges Springkraut an Bachlauf
Rechtliche Grundlagen
Das Umweltschutzgesetz USG legt fest, dass mit allen Arten in der Natur nur so umgegangen werden darf, dass sie die biologische Vielfalt nicht gefährden.
Einige invasive gebietsfremde Pflanzen und Tiere sind gemäss Freisetzungsverordnung verboten. Diese verbotenen Arten sind im Anhang 2 der Verordnung aufgeführt.
Für 22 Pflanzen und drei Tiere ist jeglicher Umgang verboten. Sie sind im Anhang 2.1 aufgelistet. Das bedeutet, sie dürfen weder verkauft, vermehrt, freigelassen, transportiert noch gelagert werden. Ausgenommen sind Massnahmen zur Bekämpfung.
Ein Beispiel dafür sind die Amerikanischen Goldruten. Sie dürfen nicht gepflückt und in einem Blumenstrauss gebunden werden, auch wenn sie sehr dekorative Blüten haben. Eine verbotene Tierart ist die Rotwangen-Schmuckschildkröte. Sie darf bereits seit 2008 nicht mehr verkauft werden. Die Tiere können sehr alt werden. Wer vor dem Verbot eine erworben hat, muss diese bei einer Auffangstation registrieren.
In Anhang 2.2 sind weitere 31 Pflanzen aufgelistet. Für sie gilt das Inverkehrbringungsverbot, das weniger umfassend ist. Es verbietet nur die Abgabe an Dritte, also unter anderem die Einfuhr, den Verkauf, das Verschenken oder Vermieten.
Ein Beispiel ist der Kirschlorbeer. Die Kirschlorbeerhecke darf also weiterhin gepflegt und zurückgeschnitten werden.
Nicht alle invasiven gebietsfremden Pflanzen sind in diesen Anhängen aufgeführt. Die Robinie beispielsweise fehlt und darf weiterhin verkauft und angepflanzt werden. Es gilt jedoch bei allen gebietsfremden Arten die Sorgfaltspflicht. Eine Vermehrung in freier Natur sollte verhindert werden. Leider ist das sehr schwierig umzusetzen oder zu kontrollieren. Auch gibt es auf Bundesebene keine gesetzliche Verpflichtung, invasive Pflanzen zu bekämpfen.
Pro Natura empfiehlt, alle gebietsfremden Pflanzen, die negative Auswirkungen auf die Natur haben könnten, aus dem eigenen Garten zu entfernen.
Zur Freisetzungsverordnung mit den im Anhang 2 aufgeführten verbotenen Arten.
Wie erkenne und entferne ich invasive Neophyten?
Fragen Sie sich, ob auch Sie unwissentlich invasive Neophyten beherbergen? Viele Kantone haben übersichtliche Merkblätter herausgegeben, wie Sie für die Biodiversität gefährliche Neophyten erkennen und entfernen.
Ein paar nützliche Merkblätter:
Praxishilfe Neophyten Thurgau
Praxishilfe Neophyten Zürich
Praxishilfe Neophyten Solothurn
Praxishilfe Neophyten Zentralschweiz
Praxishilfe Neophyten St. Gallen
Erkennen – Entfernen – Entsorgen – Ersetzen: das Allerwichtigste in Kürze
- Erkennen: Achtung, nur wenige Pflanzen sind invasive Neophyten. Arbeiten Sie mit einer Praxishilfe, um Verwechslungen auszuschliessen. Nicht, dass Sie versehentlich wertvolle, heimische Wildpflanzen entfernen.
- Entfernen: Bitte verzichten Sie gerade im privaten Bereich auf den Einsatz von Pestiziden zur Bekämpfung von Neophyten. Kontaktieren Sie stattdessen unser Ratgeberteam.
- Entsorgen: Die meisten Neophyten dürfen Sie nicht in Ihrem eigenen Garten oder Kompost entsorgen. Beachten Sie die Entsorgungs- und Kompostierungsmöglichkeiten Ihrer Gemeinde.
- Ersetzen: Nun haben Sie Platz für einheimische Pflanzen: Beachten Sie Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnisse. Wählen Sie Pflanzen, die aus der Region stammen und vermeiden Sie Zuchtformen. Mit dem Online-Tool «Einheimisch oder nicht?» von Floretia finden Sie lokale Alternativen: Zur Datenbank
Pro Natura fordert vorbeugende Massnahmen
Wenn sich invasive gebietsfremde Arten in grosser Zahl ausbreiten, wird jede Abhilfe aufwändig und manchmal sogar wirkungslos. Vorbeugen ist deshalb die bessere Lösung.
Zum Beispiel:
- in Gärten und Parks auf einheimische Pflanzen setzen.
- keine Haustiere wie Goldfische, Schildkröten aussetzen.
- keine gebietsfremden Arten importieren. Mit Pflanzen, Samen, Gemüse, Obst und Tieren können Sie unwissentlich Schädlinge einschleppen.
Website zum Problem der importierten Tiere und Pflanzen
Gefährdete Tier- und Pflanzenarten sind durch invasive gebietsfremde Arten zusätzlich bedroht.
Deshalb setzen wir unter anderem folgende Massnahmen um:
- Wir entfernen invasive gebietsfremde Arten in den eigenen Schutzgebieten (z.B. die Kanadische Goldrute in Flachmooren).
- Wir informieren darüber, wie Schäden an der Biodiversität durch invasive gebietsfremde Arten reduziert werden können.
- Wir informieren über Alternativen zu invasiven gebietsfremden Arten im Garten.
- In der politischen Arbeit fordert Pro Natura die rasche und konsequente Umsetzung der Strategie des Bundes zu den invasiven gebietsfremden Arten.
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- Zahlreiche Freiwillige von Pro Natura beteiligen sich bei der Entfernung der invasiven Neophyten – oft in mühsamer Handarbeit.
Heimische Wildpflanzen: Schön und wertvoll
Mit der Wahl einheimischer Pflanzen für Ihren Garten fördern Sie die Artenvielfalt. Jede Wildpflanze bietet Nahrung für bestimmte Tierarten und lockt diese an. Je grösser die Pflanzenvielfalt, desto grösser ist auch die Vielfalt an Tieren in Ihrem Garten.
Nicht nur der ökologische Wert einheimischer Pflanzen ist deutlich höher als der von Neophyten. Auch an Farben und Formen übertrumpfen die zahlreichen einheimischen Pflanzen viele Neophyten mit Leichtigkeit. Wir wünschen Ihnen entspannte Stunden in Ihrem bunten Naturgarten!
Bestellen Sie bei uns den reich bebilderten Flyer «Invasive Neophyten im Garten». Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne mehrere Exemplare zu. Bitte nehmen Sie mit uns per E-Mail Kontakt auf: @email
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Essbare Wildpflanzen und Heilkräuter im Alpengarten
Während der Ferienzeit bieten wir von Montag bis Donnerstag täglich spannende Führungen und Exkursionen an: offen für alle – Kinder und Erwachsene - welche die Natur im Aletschgebiet entdecken oder hinter die Kulissen der Villa Cassel schauen möchten.
Preise
- Gästekarte Aletsch: CHF 6.-
- Erwachsene: CHF 8.-
- Kinder bis 16 Jahre: kostenlos
Durchführung
Jeden Mittwoch vom 08. Juli - 05. August 2026
Ohne Anmeldung
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Info
Die von uns durchgeführten Exkursionen und Wanderungen sind nicht gefährlich. Die Versicherung ist jedoch Sache der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
keine Anmeldung erforderlich