Progetti
Naturschutzgebiet Foort (AG)
Wo Biber holzen und Eisvögel fischen
Die naturnahen Ufer sind aber nicht allein entscheidend, dass sich die beiden Tierarten so wohl fühlen. Der vegetarisch lebende Biber findet nämlich im Auenwald genau diejenigen Baumarten, deren Rinde und Blätter er so gerne frisst. Gelegentlich fällt er diese, um an die zartesten Zweige hoch oben in der Krone heranzukommen. Dem Eisvogel sagen hingegen die Jungfische zu, die in den strömungsarmen Seitengerinnen der Reuss zu Hunderten heranwachsen.
Erlebnis dynamische Aue
Das Foort bietet auch Raum für uns Menschen. Ein Wanderweg führt direkt der Reuss entlang und schlängelt sich durch den dschungelartigen Auenwald. Zwischen den beiden Seitenarmen lädt ein Rastplatz mit Feuerstelle zum Verweilen ein. Die nächstgelegene Bushaltestelle für die Rückreise befindet sich in Künten. Die Wanderung entlang der Reuss können Sie aber nach Belieben fortsetzen. An Feiertagen und an Wochenenden im Sommerhalbjahr auch auf der anderen Flussseite, denn dann ist die Fähre in Betrieb.
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Renaturierte Flussaue mit neuen Seitenarmen, Kiesinseln, Tümpeln und Auenwald. Lebensraum für Biber, Eisvogel, Laubfrosch und Äsche.
Hunde sind an der Leine zu führen.
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Pro Natura AargauDettagli sulla riserva naturale
Accesso
Mit den SBB nach Baden oder Bremgarten und weiter mit dem Bus bis Eggenwil, Post/Dorfplatz. Rückfahrt mit dem Bus ab Künten, Gried.
Naturschutzgebiet Combe-Grède (BE)
Quer durch die Geschichte des Chasseral
Vor 150 Millionen Jahren war diese Gegend von einem tropischen Meer, in welchem Saurier lebten, bedeckt. Blicken wir heute in die Landschaft, fällt es schwer, sich dies vorzustellen. Und doch: Die Felswände, die sich gegen den Himmel erheben, sind Zeugen der Jura-Zeit. Seither hat das Wasser der Suze in die Meeresablagerungen eine steile Schlucht gegraben. Die Abfolge der Kalke und der weicheren Mergelschichten sind heute freigelegt. Falls Geologie nicht Ihre Stärke ist, keine Sorge! Diese Gegend hält noch viele andere Entdeckungen bereit, die für alle spannend sind.
Im Naturschutzgebiet Combe-Grède hat der Wald Vorrang
Dies war nicht immer so: Bevor 1969 der Bach die Zufahrtsstrasse zur Schlucht wegspülte, wurde hier Holz geschlagen. Bis der Wald wieder einen naturnahen Zustand erreicht, braucht es viel Zeit. Die eindrücklichen Felswände der Schlucht bieten heute Lebensraum für Gämsen, Wanderfalken, Murmeltiere und viele andere Tiere.
Ausgangspunkt für die Entdeckungsreise ist Villeret, Sie können die Exkursion aber auch in Saint-Imier beginnen. Die zweite Hälfte der Tour ist steil und der Weg führt über Leitern. Gutes Schuhwerk ist Bedingung! Wählen Sie beim Pré aux Auges unbedingt den Umweg zum Aussichtspunkt Corne de l’Ouest - der Blick auf das Naturschutzgebiet und seine Umgebung ist einmalig! Weiter geht der Weg über Weiden bis zum Chasseral. Die Aussicht auf die drei Seen auf der Südseite ist eindrücklich. Im Herbst erheben sich in der Ferne die Alpen aus dem Nebelmeer.
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Karstlandschaft, Wald- und Wildreservat. Eidgenössisches Jagdbanngebiet.
Steile Stellen mit Leitern. Höhenunterschied mehr als 800 Meter. Hunde sind an der Leine zu führen.
Dettagli sulla riserva naturale
Accesso
Mit dem Zug von Biel oder La Chaux-de-Fonds bis Villeret (oder Saint-Imier). Rückfahrt ab Chasseral, Hotel.
Naturschutzgebiet Nätteberg, Hessenberg, Ruge (AG)
Lernen es die Männchen nie?
Durch Muster, Farbe und sogar Geruch locken die Ragwurzblüten junge, unerfahrene Männchen einzeln lebender Bienen- und Wespenarten an. Damit gaukeln sie den Insekten ein paarungsbereites Weibchen vor. Versucht jedoch das liebestolle Männchen das vermeintliche Weibchen zu begatten, werden ihm von der Orchidee bloss die Pollenpakete aufgedrückt, welche es prompt zur nächsten Blüte trägt. Dieser Trick funktioniert allerdings nur zu Beginn der Paarungszeit, vor dem Schlüpfen der Weibchen: Betreten erst die echten Damen die Bühne, lassen sich die Bräutigame nicht mehr verschaukeln.
Überzeugen Sie sich selbst!
Geeignete Besuchszeiten sind Frühling und Frühsommer. Durch die Kirschenblüte in den Fricktaler Obstgärten gestaltet sich ein Besuch im Mai besonders attraktiv. Aber nicht nur als Orchideenliebhaber kommen Sie hier auf Ihre Kosten, der vielseitige Lebensraum mit Wald und Pionierflächen bietet einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten ein Rückzugsgebiet. Unser Wandervorschlag führt Sie ab Effingen durch alle drei Teile des Naturschutzgebietes und anschliessend an den Ausgangspunkt zurück. Sie können die Tour aber auch individuell verkürzen und Bözen als Endpunkt wählen. Von beiden Dörfern bestehen gute Busverbindungen nach Frick und Brugg.
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Info
Unterschiedlich dichte, wärmeliebende Föhrenbestände und Wacholdergehölz, gebuchtete Waldränder und Hecken, Magerwiesen und offene Pionierflächen mit Orchideen und seltenen Insekten.
Hunde an der Leine führen.
Mit der App «FlowerWalks» können Sie sich für diese Route einen Botanik-Wanderführer kostenlos auf Ihr Mobilgerät laden.
Dettagli sulla riserva naturale
Accesso
SBB nach Brugg (AG) oder Frick (AG), dann mit Postauto Linie 137 nach Effingen bis Haltestelle Effingen Dorf.
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Naturschutzgebiet Baldeggersee (LU)
Da bewegt sich was im dichten Schilf
Zugegeben, die Idylle am unverbauten See täuscht etwas. Dass hier so viele Pflanzen und Tiere einen geeigneten Lebensraum finden, verdanken sie vor allem dem unermüdlichen Wirken von Pro Natura. Beispielsweise im Ronfeld, dem Feuchtgebiet am Südufer des Sees: Um die in aufwändiger Arbeit angelegten Weiher tummeln sich Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und rastende Vögel . Die Vögel finden zudem in den extensiv bewirtschafteten Wiesen - und den wieder aufgestockten Hochstammobstgärten der Umgebung - weitläufige Lebensräume.
Aus dem Versteck beobachten
Der Weg führt Sie von der Bahnstation Hochdorf zum See - und weiter dem Ufer entlang bis nach Gelfingen. Dank der Beobachtungshütte (Hide) im Ronfeld können Sie die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Auf Wasserfrösche oder Weissstörche brauchen Sie bestimmt nicht lange zu warten, der Eisvogel taucht hingegen seltener auf. Weiter bietet eine gedeckte Plattform, kurz vor der Baldegger Badi, idealen Einblick ins Leben der Ufer- und Seezone. Dieser geschützte Bereich bietet verschiedenen Wasservögeln - und im Frühjahr und Herbst auch rastenden Zugvögeln und Wintergästen - optimale Lebensbedingungen. Wer sich erfrischen möchte, geht im Baldegger Seebad oder ganz am Ende des Spaziergangs, in der Gelfinger Badi, schwimmen.
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Info
Unverbauter Mittelland-See mit natürlicher Ufervegetation und Riedwiesen. Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung sowie Zwischenstation für Zugvögel.
Hunde sind an der Leine zu führen, Baden nur in öffentlichen Badeanstalten.
Contatto
Führungen: @email
Dettagli sulla riserva naturale
Accesso
Ab Luzern oder Lenzburg mit der Seetalbahn nach Hochdorf, Hitzkirch oder Gelfingen.
Servizi sul luogo
Faltkarten sind vor Ort erhältlich.
Naturschutzgebiet Obere Stöckmatt (NW)
Entdecken Sie das blühende Gräsermeer!
Viele Trockenwiesen - und damit ihre farbigen Blüten - sind in den letzten Jahrzehnten in weiten Teilen der Schweiz verschwunden. Der Grund liegt in der Intensivierung der Landwirtschaft. Viele Pflanzen und Tiere können aber nur in Trockenwiesen überleben. Dank der seit jeher extensiven Nutzung auf der oberen Stöckmatt – die Wiese ist ungedüngt und wird nur einmal jährlich gemäht – stellen Sie beim näheren Betrachten fest, dass sie voller Leben ist: Ameisen krabbeln zwischen den Halmen und Schmetterlinge wie der weiss-schwarze Schachbrettfalter, das orange Ochsenauge oder verschiedene Bläulinge schaukeln über Blüten und Gräserähren. Rundum erklingt das Konzert der Grillen und Heuschrecken, untermalt vom Gesang der Goldammer.
Eine Insel im Wald
Vom Bahnhof Stans folgen Sie dem Wanderweg Richtung Risismüli und dann dem Bergweg zur Oberen Stöckmatt. Durch den Wald geht es die Südflanke hinauf, bis sich die offene Wiese vor Ihnen ausbreitet: Hier geniessen Sie die Aussicht und entdecken den Lebensraum Trockenwiese. Weiter führt der Wanderweg durch den kühlen Wald. Nach etwa zwei Kilometern auf der Betonstrasse führt der Weg rechts hinauf zum Etschiried. Von dort dem Wiesenweg auf der Kuppe Richtung Honegg folgen. Auf diesem Panorama-Aussichtsweg haben Sie einen weiten Blick über das Tal. Via Bürgenstock geht es mit dem Bus zurück nach Stansstad. Alternativ und etwas teurer fahren Sie mit der Standseilbahn nach Kehrsiten.
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Info
Trockenwiese von nationaler Bedeutung, umgeben von Wald.
Bitte den Weg im Schutzgebiet nicht verlassen.
Nur mit guten Schuhen! Steiler Bergweg zur Oberen Stöckmatt.
Es lohnt sich, beim Bürgenstock ein Stück entlang des berühmten Felsenweges zu gehen und den herrlichen Tiefblick auf den Vierwaldstättersee zu geniessen.
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Pro Natura UnterwaldenDettagli sulla riserva naturale
Accesso
Mit der SBB via Luzern nach Stans und Rückfahrt mit dem Bus via Stansstad oder mit der Standseilbahn nach Kehrsiten - und von dort mit dem Schiff nach Luzern oder dem Bus zurück nach Stansstad.
Seit über 100 Jahren sichern wir Naturgebiete. Mittlerweile sind über 1'000 Schutzgebiete in der Schweiz mit einer Gesamtfläche von 74'200 Hektaren so geschützt. 7'100 Hektaren davon sind im Eigentum von Pro Natura. Das Netz unserer Naturschutzgebiete wird laufend ergänzt.
Im Jahr 2023 konnten wir 60 Hektaren neu für die Natur sichern, zum Beispiel:
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Wie sichern wir so viele Schutzgebiete?
Dank unseren Mitgliedern und Spender:innen! Nur mit dieser Unterstützung kann Pro Natura langfristig Flächen für den Schutz der Natur sichern. Manche Parzellen bekommen wir geschenkt, andere vererbt oder wir kaufen die Flächen. Heute sind rund 6’900 Hektaren Eigentum von Pro Natura. In anderen Fällen schliessen wir Verträge ab, um die Nutzung und Pflege von Flächen im Sinne der Natur ab.
In der Mehrzahl unserer Naturschutzgebiete übernehmen wir die Betreuung oder sind daran beteiligt. Unsere Fachleute erarbeiten die optimalen Konzepte und Pflegepläne für die Flächen.
In manchen Gebieten fördern wir Lebensräume mit ihren typischen Tier- und Pflanzenarten. In anderen Gebieten soll sich die Natur ohne menschliche Eingriffe zu Wildnis entwickeln. Wiederum andere Gebiete dienen der Erhaltung einer artenreichen Kulturlandschaft. Dort wird die ehemalige Nutzung durch Pflege nachgeahmt. Für die Pflege arbeiten wir mit Landwirt:innen und Freiwilligen zusammen.
Schutzgebiete in der Schweiz
Neben den Pro Natura Naturschutzgebieten gibt es noch weitere Schutzgebiete in der Schweiz. Wahrscheinlich kennen Sie den Schweizerischen Nationalpark im Engadin – den bisher leider einzigen Nationalpark in der Schweiz. Wussten Sie, dass Pro Natura den Nationalpark gegründet hat und heute noch unterstützt? Wir setzen uns auch dafür ein, dass neue Nationalpärke gegründet werden.
Zusätzlich gibt es eine (leicht verwirrende) Vielfalt weiterer Schutzgebiete. Es gibt:
- Naturerlebnispärke
- Moorlandschaften
- Biotope von Nationaler Bedeutung
- Waldreservate
- Naturschutzgebiete der Kantone und einzelner Gemeinden und vieles mehr.
Leider gibt es keine Übersicht, wo welche Gebiete in der Schweiz wie geschützt sind. Pro Natura setzt sich dafür ein, dass aus der derzeit unübersichtlichen Vielzahl an kleinflächigen, sich überlagernden, schlecht funktionierenden einzelnen Schutzgebieten ein repräsentatives, umfassendes, wirksames und von den Menschen begrüsstes Schutzgebietsnetz entsteht. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Schutzgebietsarbeit können wir einen wichtigen Beitrag leisten.
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Camping Fanel: der Regierungsrat ist jetzt am Zug
Kurzinfo:
Der Kanton Bern unterzeichnete 2003 für weitere 15 Jahre einen Vertrag mit dem TCS zum Weiterbetrieb des Campings Fanel am Ostufer des Neuenburgersees. Doch der Campingplatz befindet sich in mitten eines Naturschutzgebiets und dessen Betrieb ist mit dem geltenden Recht (Naturschutz- und Heimatschutz, Wald, Raumplanung etc.) nicht vereinbar. Trotzdem gab der Regierungsrat im August 2016 bekannt, dass der Campingplatz für weitere 35 Jahre am bisherigen Standort im Naturschutzgebiet bleiben könne. Trotz Beschwerden des BAFU und der Umweltorganisationen im September 2016, zog der Regierungsrat seinen Beschluss nicht rechtzeitig zurück. Daraufhin hob das Verwaltungsgericht des Kantons Bern den Regierungsratsbeschluss auf. Damit sind bis zu einem neuen Beschluss keine Verträge zum Campingplatz möglich. Als nächsten Schritt muss der Kanton nun abklären, ob der Camping Fanel überhaupt rechtmässig betrieben werden kann.
Zum Gebiet Fanel:
Der Campingplatz liegt in einem kantonalen Schutzgebiet (seit 1967), einem Auengebiet und randlich einem Flachmoor von nationaler Bedeutung (seit 1994), einem Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung (seit 1976), einer Moorlandschaft von nationaler Bedeutung (seit 1996), einer Landschaft von nationaler Bedeutung BLN (seit 1983) und einem Wasser- und Zugvogelreservat (seit 1991). Das Gebiet Fanel ist also vielfach geschützt; kantonal, national und international. Kein anderes Areal der Schweiz geniesst einen derart hohen Schutzstatus.
Chronologie
2003: Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) begründete am 17. April 2003 dem Amt für Gemeinden und Raumordnung in einem ausführlichen Gutachten auf zwanzig Seiten, dass der Camping Fanel mit dem geltenden Recht nicht vereinbar ist.
Trotzdem unterzeichnete der Kanton Bern für weitere 15 Jahre einen Vertrag mit dem TCS zum Weiterbetrieb des Campings Fanel. Die insgesamt 6 Verträge des Kantons mit dem TCS laufen alle Ende 2018 aus.
2014: Die Umweltorganisationen haben am 26. März 2014 die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern in einem fundiert begründeten Schreiben darauf hingewiesen, dass die erforderlichen Schritte zur Wiederherstellung eines verfassungs- und gesetzeskonformen Zustandes umgehend einzuleiten sind.
2015: Am 17. September 2015 wandten sich die Umweltorganisationen an das Amt für Grundstücke und Gebäude sowie an die Regierungsrätinnen und -räte Barbara Egger-Jenzer, Christoph Neuhaus und Andreas Rickenbacher mit dem ausführlich begründeten Rechtsbegehren, es sei vom Kanton Bern kein neuer Vertrag abzuschliessen, der eine Nutzung des Campingplatzes über den 31. Dezember 2018 hinaus ermöglichen würde.
Am gleichen Tag veröffentlichte der TCS zwei Parteigutachten mit dem Ziel, beweisen zu wollen, dass der Camping Fanel «der Natur nicht schade».
2016: Der Kanton teilte die Einschätzung des Parteigutachtens des TCS und schlug die Fakten der eidgenössischen Fachleute (ENHK) und der Umweltorganisationen in den Wind. Am 26. August 2016 gab der Regierungsrat bekannt, dass der Campingplatz für weitere 35 Jahre am bisherigen Standort im Naturschutzgebiet bleiben könne.
Der Regierungsrat stützte seinen Beschluss für neue Verträge auf die Annahme, das Bundesrecht gelte nicht für Grundstücke des Kantons, die sich im Finanzvermögen (und nicht im Verwaltungsvermögen) befinden. Diese Rechtsauffassung ist nach Einschätzung der Natur- und Landschaftsorganisationen nicht haltbar. Mit einer solchen Argumentation könnten in der Schweiz Schutzbestimmungen und das übergeordnete Bundesrecht nach Belieben ausgehebelt werden. Es würde genügen, wenn der Bund, Kantone oder Gemeinden Grundstücke dem Finanzvermögen unterstellen würden.
Trotz Beschwerden des BAFU und der Umweltorganisationen im September 2016, zog der Regierungsrat seinen Beschluss nicht rechtzeitig zurück.
2018: Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hob am 8. Dezember 2017 den Regierungsratsbeschluss auf. Damit sind bis zu einem neuen Beschluss keine Verträge zum Campingplatz möglich.
Als nächsten Schritt muss der Kanton fundiert abklären, ob der Camping Fanel überhaupt rechtmässig betrieben werden könnte. Sollte der Kanton zum Schluss kommen, dass ein Campingbetrieb möglich ist, müsste er einen neuen Beschluss fassen, der erneut gerichtlich überprüft würde.
Am 6. März 2018 übergibt eine Gruppe von Campern des Campingplatzes Fanel der Staatskanzlei eine Petition.
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Medienmitteilung Pro Natura BernNaturschutzgebiet
«Pro Biotop» geht in die zweite Runde
In den vergangenen hundert Jahren sind rund 95 Prozent der Trockenwiesen und -weiden in der Schweiz verschwunden und mit ihnen zahlreiche seltene Pflanzen und Tiere. Vor allem im Berggebiet sind Trockenstandorte verbuscht, weil sich deren Nutzung durch regelmässiges Mähen und Beweiden nicht mehr rechnete. Die Folge: Die Gebiete wachsen mit Bäumen und Büschen zu, Altgras verdrängt die Blumen, die Artenvielfalt verschwindet.
Jung-Profis können für Einsätze gebucht werden
Im Berggebiet fehlt vielerorts Personal für die aufwändige Aufwertung der Trockenstandorte – hier setzt das Projekt «Pro Biotop» an: Frisch ausgebildete Profis aus den Berufsfeldern Forst- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus entbuschen und mähen an steilen Hängen und werten damit diese wertvollen Gebiete auf. Die sechs jungen Fachleute sind von August bis Oktober in den Kantonen Uri, Tessin, Graubünden und Waadt unterwegs. Kantone und andere Institutionen haben bei Pro Natura Einsatzwochen für «Pro Biotop» in Auftrag gegeben.
Chance für Lehrabgänger der grünen Branche
Während ihres dreimonatigen Einsatzes bei «Pro Biotop» erhalten die sechs Lehrabgänger den branchenüblichen Lohn und einen vertieften Einblick in die Naturschutzpraxis. Letzteres kam bei den Teilnehmenden des letztjährigen «Pro Biotop»-Einsatzes gut an: «Es war ein spannender Saisonjob, der mir Einblick in ein neues Arbeitsfeld bot», sagt Marietta Funke, ausgebildete Landwirtin, die 2017 für «Pro Biotop» arbeitete. Sie habe wertvolle Erfahrungen gesammelt, auf die sie auch im weiteren Berufsleben werde zurückgreifen können.
Ein Erfolg für den Naturschutz
«Pro Biotop» – junge Fachkräfte im Einsatz für die Natur – ist ein vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstütztes Pilotprojekt. Es ist vorerst auf zwei Jahre (2017-2018) angelegt. In der ersten Saison 2017 konnten über 25 Hektaren nationale Trockenstandorte und Flachmoore im Alpenraum aufgewertet werden. Biotope von nationaler Bedeutung sind Flachmoore, Hochmoore, Trockenwiesen und -weiden, Auen sowie Amphibienlaichgebiete. Deren Schutz und Unterhalt ist Aufgabe von Bund und Kantonen, entspricht aber auch einem grossen Anliegen von Pro Natura.
Auskünfte:
Corinne Vonlanthen, Pro Natura Projektleiterin Biotope und Arten, Tel. 061 317 91 32, @email
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Naturschutzgebiet Gwattmösli, Thun
Wegen einer geplanten Parkplatzanlage wurde die einst sumpfige Wiese im Gwattmösli (leider) aufgeschüttet und anschliessend an Industriebetriebe verkauft. Infolge dieser Aufschüttung staute sich am Waldrand Wasser und bildete einen Tümpel, der sich innert weniger Jahre zu einem einzigartigen Biotop entwickelte.
Wie wir zum Gwattmösli kamen
1985 erwarb Pro Natura Bern dank grosszügiger finanzieller Unterstützung (SEVA, UTB, Brunette-Stiftung, Stadt Thun und viele Privatspenden) von der Frutiger AG 6000m2 Land auf dem Industriegelände und konnte damit wertvolle Biotopflächen sichern. Seit 1986 ist das Objekt kantonales Naturschutzgebiet. 2001 wurde es ins Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen.
Das Naturschutzgebiet Gwattmösli zeichnet sich durch ein Mosaik von offenen Wasserflächen, Grünland und Hangrieden aus. Diese verschiedenartigen Kleinbiotope beherbergten eine reichhaltige Pflanzen- und Tierweltwelt. Leider war in den letzten Jahrzehnten, bedingt durch verschiedene ungünstige Einflüsse, ein Artenrückgang zu verzeichnen, insbesondere bei den Libellen. Zur Zeit bevölkern rund 20 Libellenarten das Gebiet.
Das Gwattmösli ist dank seiner zentralen Lage in der Agglomeration von Thun einer breiten Bevölkerung zugänglich und eignet sich auch für Feldbeobachtungen durch Schulklassen.
Erweiterung und Aufwertung
Angrenzend an das Naturschutzgebiet befindet sich die Parzelle Gwattmoos mit einem grossen röhrichtbestandenen Weiher und Grünland, das als Industrieland vorgesehen war. Nachdem die Zukunft der 1,5 ha grossen Fläche lange unklar war, konnten Pro Natura Bern und Region Thun 2011 mit der Stadt Thun einen Baurechtsvertrag abschliessen. In der Folge führten wir Anfang 2013 Aufwertungen durch: Der eingedolte Bach wurde ans Licht geholt, ein grosser Weiher und zahlreiche kleine Gewässer erstellt, Kleinstrukturen gebaut und der Waldrand aufgewertet. Zielarten sind die Gelbbauchunke und gewisse Libellenarten.
Die Pflege erfolgt v.a. mit Hilfe von Freiwilligen sowie mit Schottischen Hochlandrindern und zeitweise Wasserbüffeln. Diese konnten bereits einige Jahre beweisen, dass sie das Röhricht reduzieren und eine gewisse Dynamik aufrechterhalten können.
Der Ökofonds von Energie Thun, welcher unser Projekt finanziell unterstützte, hat 2021 ein Video produzieren lassen, in dem Urs Neuenschwander (Energie Thun) und Verena Wagner (Präsidentin Pro Natura Bern und Schutzgebietsverantwortliche) den Schutzgebietsteil Gwattmoos und die erfolgten Massnahmen auf einem Rundgang vorstellen: https://tour.thebrandpower.ch/de/tour/ygyqhkzk8
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Pro Natura BEDettagli sulla riserva naturale
Accesso
Per ÖV bis Thun, Rösslimatte oder Thun, Zeughaus.
Servizi sul luogo
Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Bitte berücksichtigen Sie die Interessen der Tiere im Gebiet.