Progetti
«Man sollte ein gutes Auge und Geduld haben»
Pro Natura Magazin: Können Sie uns das Projekt Florenatlas kurz erklären?
Françoise Hoffer: Zunächst muss man wissen: Die Veröffentlichung dieses Florenatlas sehnen Botanikinteressierte aus dem Hobby- und Profibereich seit mehr als einem Jahrhundert herbei. Den Anstoss für das Projekt gab vor zehn Jahren der Verein Cercle vaudois de botanique. Nach einem ersten Treffen im Gelände 2014 legte ein kleines Startteam die Arbeitsmethode fest. Sie orientiert sich am Raster unserer Landeskarten, das heisst an Quadraten von fünf mal fünf Kilometern. Danach konnten die Bestandsaufnahmen im Feld losgehen.
Wie war das organisiert?
Alle Teilnehmenden bekamen Quadrate zugeteilt. Ich habe 16 übernommen (lacht). Das ist viel, aber ich habe Zeit. Ich war im Vallée de Joux, bei Chavornay, in der Gegend von Montreux, vom Schloss Chillon bis hoch hinauf zum Rochers de Naye. Schwierige Orte wie Moor- oder Berggebiete haben wir mit Unterstützung von Fachleuten inventarisiert.
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Es blickt hinter die Kulissen politischer Entscheide und schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft. Als Mitglied erhalten Sie das Magazin fünf mal im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.
Musste man eine Ausbildung in Biologie oder Botanik haben, um teilnehmen zu können?
Nein, das ist eben genau nicht die Idee. Es handelt sich um ein partizipatives Wissenschaftsprojekt. Wichtig ist, dass man über gute Kenntnisse in Botanik verfügt und vor allem gern in der Natur unterwegs ist. Ausserdem sollte man ein gutes Auge und Geduld haben und das Wandern lieben.
Wie sind Sie zu Ihrem grossen Wissen gekommen?
Die Natur hat mich schon immer interessiert. Ab 1994 habe ich mich jedoch stärker in die Botanik vertieft, als ich an der Inventur der Flora der Stadt Lausanne teilnahm. Das Kartieren von Pflanzen ist ein Hobby, dem ich viel Zeit widme. Beim Projekt in Lausanne wurden wir fachlich unterstützt: Einmal im Monat kamen wir im Botanischen Garten zusammen, um uns auszutauschen und Fragen zu klären. Wir konnten auch Pflanzen mitbringen und uns beim Bestimmen helfen lassen.
Die Hilfsmittel für das Inventarisieren haben sich weiterentwickelt, oder?
Oh ja, ganz klar. Das Arbeiten mit der FlorApp von Info Flora ist super! Was für eine Zeitersparnis! Man braucht nicht mehr alles von Hand zu notieren. Vor allem zeigt diese App, wonach man suchen muss.
Gibt es Flächen, die Sie besonders gern erforschen?
Ja, ich mag Brachflächen, Industriegebiete oder Campingplätze. All diese unscheinbaren Orte, wo man schöne Entdeckungen machen kann. Auch Privatgrundstücke besuche ich gern. Manchmal ist es zwar schwierig, hineinzukommen, aber dann ergeben sich oft erfreuliche Gespräche mit den Eigentümern.
Welche Bilanz ziehen Sie rückblickend aus Ihren Bestandsaufnahmen?
Es ist eine Katastrophe! Der Artenschwund beschleunigt sich.
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«Il faut avoir un bon œil et de la patience»
Magazine Pro Natura: Madame Hoffer, pouvez-vous nous présenter ce projet en quelques mots?
Françoise Hoffer: il faut d’abord savoir que cette publication est un événement attendu depuis plus d’un siècle par les naturalistes amateurs et les botanistes professionnels. Tout est parti du Cercle vaudois de botanique il y a dix ans. Une première séance de terrain a eu lieu en 2014, puis un petit groupe de départ a choisi la méthodologie qui s’appuie sur le maillage des cartes nationales, c’est-à-dire des carrés de cinq kilomètres sur cinq. Et c’est parti, sur le terrain pour les inventaires!
Comment était-ce organisé?
Chaque participant·e s’est vu attribuer des carrés. J’en ai pris 16 (rires). C’est beaucoup, mais j’ai du temps. Je suis allée à la vallée de Joux, vers Chavornay, dans la région de Montreux, du Château de chillon aux Rochers-de-Naye, ça grimpe par-là! Pour les terrains plus difficiles, comme les zones marécageuses ou la montagne, nous avons organisé les inventaires avec des guides.
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Cet article a été publié dans le Magazine Pro Natura.
Le Magazine Pro Natura vous dévoile les petites merveilles de la nature, vous informe au sujet de gros projets et vous présente des personnalités captivantes. Il porte un éclairage sur les dessous des décisions politiques et révèle où, comment et pourquoi Pro Natura lutte pour la nature. Tous les membres Pro Natura le reçoivent cinq fois par an.
Pour prendre part à ce projet, fallait-il être biologiste ou botaniste professionnel·le?
Non, ce n’est justement pas l’idée. C’est un projet de science participative. Il fallait donc avoir de bonnes connaissances de botanique et surtout aimer être dans la nature, avoir l’œil et la patience, aimer marcher aussi.
Mais vous, d’où tenez-vous toutes ces connaissances?
J’ai toujours aimé la nature, et je me suis plongée dans la botanique surtout à partir de 1994 en participant à l’inventaire de la flore de la ville de Lausanne. C’est une passion, j’y consacre beaucoup de temps. Pour ce projet, nous étions soutenus: une fois par mois, nous avions des réunions au Jardin botanique de Lausanne pour échanger et poser des questions. Nous pouvions aussi amener des plantes pour nous faire aider dans la détermination.
Les outils d’inventaire ont dû évoluer, non?
Oui, c’est clair. Avec l’application FlorApp d’InfoFlora, c’est génial! Quel gain de temps! Plus besoin de tout noter sur un petit carnet. Surtout, cet outil permet de voir ce que l’on doit chercher.
Vous avez des terrains de prédilection?
Oui, j’aime particulièrement les terrains vagues, les zones industrielles, les campings. Tous ces endroits méconnus qui offrent de jolies découvertes. J’aime aussi les terrains privés. C’est parfois délicat d’y pénétrer, mais cela permet d’échanger avec les propriétaires et c’est aussi agréable.
Avec le recul qui est le vôtre, quel bilan tirez-vous de vos inventaires?
C’est la catastrophe! Les disparitions de plantes s’accélèrent.
Animatura
Erstaunliche Insekten
Eine 3-stündige Exkursion in Schulhausnähe
In der Schweiz gibt es etwa 30’000 Insektenarten. Mehr als die Hälfte davon ist bedroht. Für das Leben auf der Erde sind die Insekten jedoch unverzichtbar. Sie bestäuben Pflanzen, die uns mit Obst und Gemüse versorgen, oder zersetzen Totholz und tragen zur Bodenbildung bei. Ausserdem dienen sie als Nahrung für viele andere Tiere wie zum Beispiel Vögel, Amphibien oder Kleinsäuger. Insekten sind für die Biodiversität unverzichtbar. Lernen wir sie mit einer Animatura-Exkursion besser kennen, um sie besser zu schützen!
Programminhalte der Animatura-Exkursion
- Wie lassen sich die Insekten von anderen Kleintieren unterscheiden?
- Wo leben die Insekten und was fressen sie?
- Welche Insekten kommen in der Umgebung der Schule vor?
- Wie kann man Insekten vorsichtig fangen und beobachten?
- Wie kann man ein paar Insekten erkennen, klassifizieren und vergleichen?
- Welche Bedeutung haben die Insekten für die Biodiversität und welchen Gefahren sind sie ausgesetzt?
- Was kann ich mit meiner Klasse zur Förderung der Insekten tun?
Wichtige Informationen
Aus organisatorischen Gründen liegt die die maximale Gruppengrösse bei 25 Teilnehmenden. Bei mehr als 25 Schüler:innen müssen entsprechend mehrere Animationen gebucht werden.
Die Exkursionen finden draussen und in der Nähe Ihrer Schule statt, die Lehrperson ist für die Suche und Auswahl eines geeigneten Standortes verantwortlich.
Der ideale Ort ist:
- eine besonnte Naturwiese, Magerwiese oder Trockenwiese, alternativ auch ein artenreicher Schulhof, Waldrand / naturnaher oder botanischer Garten mit blühenden Pflanzen,
- auch möglich am Ufer eines nicht kanalisierten Fliessgewässers mit Sandstreifen oder innerhalb einer stillgelegten und ungefährlichen Kiesgrube,
- vorzugsweise mit einem Schattenplatz für Pausen und
- der gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar ist.
- Am Animationsort braucht es ein flaches ungefährliches Gelände, das sich für Spiele eignet.
Wichtig: Kein Naturschutzgebiet, ausser es ist explizit öffentlich zugänglich.
Empfohlene Jahreszeit: Mai – September
Die gewünschten Termine werden für jede Animation individuell geprüft, deshalb können erst nach Eingang der Anmeldung Aussagen zu verfügbaren Daten gemacht werden.
Im Preis von CHF 150.00 sind folgende Leistungen inbegriffen:
• 3-stündige Animatura Exkursion
• Anreisekosten der Animatorin/des Animators
• Unterrichtsmaterialien für die Vertiefung des Themas
- Online-Anmeldung
- Terminabklärung durch Pro Natura
- Buchungsbestätigung erfolgt innert einigen Tagen per Mail
- Bestellung von kostenlosem Unterrichtsmaterial durch Lehrperson
Animatura "Insekten" im Pro Natura Shop
(Hinweis: Rabattcode zur kostenlosen Bestellung wird bei erfolgreicher Buchung mit der Buchungsbestätigung versendet) - Standortsuche durch Lehrperson
- Detailabsprache vor der Animatura-Exkursion erfolgt zwischen Lehrperson und Animatorin/Animator
- Rechnung folgt per Mail
Sie planen eine Projektwoche in Ihrer Schule mit mehreren Animationen innerhalb einer Woche?
Bitte nehmen Sie vor der Buchungsanfrage telefonisch Kontakt mit uns auf – gemeinsam besprechen wir den Rahmen und die Optionen.
Sie erreichen uns unter 061 317 92 43.
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UnterrichtshilfenAnimatura
Incroyables insectes
Une animation de 3 heures près de votre école
Il existe près de 30’000 espèces d’insectes en Suisse. Plus de la moitié sont menacées. Pourtant les insectes sont indispensables à la vie sur Terre. Certains pollinisent des plantes qui nous procurent fruits et légumes, d’autres recyclent le bois mort et décomposent le sol. Les insectes sont également une source de nourriture pour bon nombre d’espèces animales, comme des oiseaux, des amphibiens ou des petits mammifères. Au cours d‘une animation Animatura, apprenons à connaître ces animaux essentiels à notre biodiversité pour mieux les protéger.
Thèmes abordés lors de l’excursion Animatura
- Comment différencier un insecte d’une autre petite bête?
- Où vivent les insectes et que mangent-ils?
- Quels insectes vivent autour de l’école?
- Comment capturer et observer avec précaution les insectes?
- Comment reconnaître, classer et comparer quelques insectes?
- Quels rôles les insectes jouent-ils pour la biodiversité et quelles menaces pèsent sur eux?
- Que puis-je faire avec ma classe pour les insectes?
Cette animation Animatura est référencée dans le catalogue d’éducation21.
Informations importantes
La taille maximale des groupes est de 25 participant·e·s pour les écoles et 20 participant·e·s pour les passeports vacances.
Les animations se déroulent à l’extérieur et à proximité de votre école. L’enseignant·e est responsable de la recherche et du choix du lieu approprié.
Le lieu idéal est :
- Une cour d’école, prairie naturelle, prairie maigre, prairie sèche, de préférence ensoleillées.
- Possible aussi en lisière de forêt, dans un jardin riche en espèces végétales (arbustes, buissons, plantes à fleurs) ou au bord de rivières non endiguées avec des zones sableuses, ou dans d’anciennes gravières (désaffectées et non dangereuses !).
- Terrain plat, sans danger, adapté aux jeux.
- Facilement accessible en transports publics.
Important : pas de réserve naturelle, sauf si elle est explicitement accessible au public.
Période recommandée : de mai à septembre
Les dates souhaitées sont examinées individuellement pour chaque demande d’animation, c'est pourquoi il n'est pas possible de se prononcer sur les disponibilités avant réception de la demande.
Le tarif de CHF 150.00 comprend les prestations suivantes :
- Animation Animatura d’une durée de 3 heures.
- Frais de déplacement de l’animateur·rice.
- Matériel pédagogique pour approfondir la thématique en classe.
- Inscription en ligne
- Vérification de la date par Pro Natura
- Confirmation de réservation par mail dans les jours qui suivent
- Commande de matériel pédagogique par l’enseignant·e
Animatura insectes – Pro Natura Shop
(le code de rabais pour bénéficier de la gratuité est envoyé avec la confirmation de réservation si celle-ci a été effectuée avec succès) - Recherche du lieu par l’enseignant·e
- L’animateur·rice et l’enseignant·e s’entendent sur les détails avant l’animation
- Facturation par mail après l’animation
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Tel. 024 423 35 60
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Nos dossiers pédagogiquesEine Küche mit Verbindung zur Natur
Mitten im Sommer ist es schwierig, Léa Graham ein paar Minuten Zeit abzuringen. Mit ihrem Team steht sie fünf Tage pro Woche am Herd und zaubert Gerichte, die inzwischen in der ganzen Region bekannt sind. «Wenn das Restaurant Mitte März seine Türen öffnet, weiss ich, dass ein paar turbulente Monate vor mir liegen. Aber ich mag diesen anregenden Stress. Ist es zu ruhig, langweile ich mich», sagt die Waadtländerin, die mit 32 Jahren bereits die zweite Saison ihr eigenes Lokal leitet.
Nach den Erfahrungen des ersten Jahres hat Graham die Speisekarte heuer verändert und etwas Neues eingeführt: Jeden Sonntag lädt sie zum Brunch. «Ich möchte dieses Angebot, das es schon in vielen Städten gibt, auch hier etablieren.» Für einen gemütlichen, geselligen Sonntagsbrunch ist sie auch privat zu haben. Eigene Konfitüren und Brotaufstriche herzustellen und originellere Variationen als «die etwas abgedroschene Kombination Lachs und Avocado» aufzutischen, ist für sie eine neue reizvolle Herausforderung.
Geschmack und Ästhetik
Schon als Kind probierte Léa Graham Rezepte aus, liess ihre Schwester kosten, bereitete das Weihnachtsessen zu und sah sich mit ihrem Grossvater Kochsendungen an. Obwohl eigentlich alles – Lust, Talent und familiäre Unterstützung – für den Beruf der Köchin sprach, entschied sie sich zunächst für ein Kunst- und Designstudium. «Nach der Schule fühlte ich mich zu jung für eine Lehre und die harten Arbeitszeiten in der Gastronomie.»
Mit 21 stellte sie die Weichen neu und begann am Genfersee bei einem Küchenchef zu arbeiten. Ihr rasch entdecktes Talent – sie wurde im Wettbewerb der besten Lehrlinge des Kantons Waadt ausgezeichnet – und ihr fröhliches Wesen, gepaart mit einer guten Portion Frechheit, öffneten ihr die Türen zu angesehenen Häusern, wo sie ihre Ausbildung fortsetzte: erst im Hôtel de Ville in Crissier, dann im Restaurant von Anne-Sophie Pic im Beau-Rivage in Lausanne.
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Florence Kupferschmid-Enderlin
Natur und Abwechslung
Von Natur aus neugierig und ständig auf der Suche nach kreativen Lösungen und neuen kulinarischen Kombinationen – ihre Stärke – hat Léa Graham mit einer Freundin das Thema der essbaren Wildpflanzen vertieft. Sie möchte Pflanzen besser bestimmen und in die Küche integrieren können, um ihr vegetarisches Universum zu erweitern. Da Routine sie langweilt, ändert sie die vegetarische Karte des Restaurants jede Woche und macht sich einen Spass daraus, skeptische Gäste zu überzeugen, dass man auch fleischlos gut essen kann. Für alle, die die vegetarische Küche lieben, bietet Léa Graham immer im Frühling ein mehrgängiges Menü aus Wildpflanzen an.
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Pro Natura
Hektik und Konserven
Zwischen März und Oktober folgen sich die Mittagessen in Champ-Pittet Schlag auf Schlag, sodass der Küchenchefin kaum Zeit zur Erholung bleibt. Sie ist fast froh, dass das Zentrum im Winter geschlossen ist, «dann kann ich zur Ruhe kommen, nachdenken und vor allem Konserven und Einmachgläser mit laktofermentiertem Gemüse bereitstellen.» Dann nimmt sie sich auch mehr Zeit für ihre Familie, vor allem für ihre Grossmutter, mit der sie auf Flohmärkten nach Schätzen für ihr Restaurant sucht. In Champ-Pittet gibt es nur spezielle Teller und Tassen. «Ich lege grossen Wert darauf, dem Lokal eine persönliche Note zu verleihen, etwa mit Geschirr, das eine Seele hat, das mir beim Anrichten Freude bereitet und hoffentlich auch den Gästen gefällt.» In Champ-Pittet herrscht bei jeder Mahlzeit eine festliche Stimmung mit wunderbaren Farb- und Geschmacksakzenten, die Léa Graham auch in der zweiten Saison in ihrer einfallsreichen, raffinierten und genussvollen Küche zu setzen weiss. Ihrem konsequenten und engagierten Ansatz stehen noch viele schöne Jahre bevor.
FLORENCE KUPFERSCHMID-ENDERLIN ist redaktionelle Leiterin der französischsprachigen Ausgabe des Pro Natura Magazins.
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«Dans mes assiettes, j’aime mettre de l’intention dans les détails»
Au cœur de la saison estivale, difficile de grappiller quelques instants précieux à Léa Graham. Avec sa petite équipe, elle s’affaire cinq jours par semaine pour proposer ses délicieux mets, désormais réputés dans la région. «À l’ouverture de la saison, je sais que plusieurs mois d’effervescence m’attendent. J’aime ce stress stimulant. Quand c’est trop calme, je m’ennuie», précise la jeune cheffe vaudoise, à la tête de son propre établissement à 32 ans.
Forte des expériences de la première saison, Léa réinvente sa carte chaque semaine et développe de nouveaux projets: le brunch tous les dimanches, c’est son idée. «Une habitude qui s’est imposée dans les villes, et que je souhaitais proposer à Champ-Pittet.» Concocter des confitures et des pâtes à tartiner maison et cuisiner des saveurs plus originales que «l’association un peu éculée du saumon et de l’avocat»: un nouveau défi qui la titille.
Goût de l’esthétisme
Petite, elle testait des recettes qu’elle faisait goûter à sa sœur, elle préparait le repas de Noël pour sa famille, elle regardait des émissions culinaires avec son grand-père. Alors que tout la prédestinait – l’envie, le talent et le soutien de sa famille – à embrasser le métier de cuisinière, c’est vers des études d’art et de design qu’elle se tourne. «Après l’école obligatoire, je me trouvais trop jeune pour commencer un apprentissage et assumer les horaires difficiles de la restauration.»
À 21 ans, elle change de voie et intègre les cuisines d’un chef sur la Côte. Son talent vite repéré – elle est lauréate du concours des meilleurs apprentis vaudois – et son caractère enjoué, matiné d’une bonne dose de culot, lui ouvrent les portes d’établissements renommés où elle poursuit sa formation : l’Hôtel de Ville de Crissier d’abord, puis le restaurant Anne-Sophie Pic au Beau-Rivage à Lausanne.
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Florence Kupferschmid-Enderlin
Curieuse, en quête perpétuelle de créativité et de nouveaux accords culinaires – son point fort –, Léa s’est intéressée aux plantes comestibles pour appendre à les reconnaître et à les intégrer dans sa cuisine afin de développer davantage son univers végétal. Comme la routine l’ennuie, elle change la carte végétarienne du restaurant chaque semaine, et se fait un malin plaisir de réussir à convaincre certains sceptiques que ne pas manger de viande, «ça va aussi!» Pour montrer que la cuisine végétarienne peut être gastronomique, la jeune cuisinière s’est lancé le défi de proposer une fois par saison un repas en plusieurs actes à base de plantes sauvages. «Contrairement aux coups de feu des midis, là je peux prendre plus de temps pour soigner le dressage.»
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Pro Natura
Coups de feu et conserves
Coups de feu après coups de feu, les midis qui s’enchaînent à Champ-Pittet entre mars et octobre ne lui laissent que peu de répit. Elle se réjouit presque de la fermeture du centre pour la période hivernale «car c’est le moment où je peux me poser, réfléchir, et surtout préparer des conserves et des pots de légumes lactofermentés pour compléter mon garde-manger.» C’est durant cette période-là aussi qu’elle consacre du temps à sa famille. Avec sa grand-mère notamment, elle parcourt les brocantes pour dénicher quelques pépites pour son restaurant. Plus d’assiettes, ni de tasses déjà vues à Champ-Pittet. «Je mets un point d’honneur à personnaliser le lieu, avec de la vaisselle qui a une âme, qui me donne encore plus de plaisir au moment du dressage, et qui je l’espère ravit aussi les convives», conclut Léa.
FLORENCE KUPFERSCHMID-ENDERLIN est responsable de l’édition française du Magazine Pro Natura.
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Cet article a été publié dans le Magazine Pro Natura.
Le Magazine Pro Natura vous dévoile les petites merveilles de la nature, vous informe au sujet de gros projets et vous présente des personnalités captivantes. Il porte un éclairage sur les dessous des décisions politiques et révèle où, comment et pourquoi Pro Natura lutte pour la nature. Tous les membres Pro Natura le reçoivent cinq fois par an.
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Land-Art Aktivität für Familien
Naturschutzgebiet Vallon de Nant (VD)
Immenser Reichtum im wilden Hochtal
Eigentlich widerspiegelt die Diversität der Pflanzenwelt nur die Vielfalt der äusseren Bedingungen: Die Pflanzen haben hier die Wahl zwischen Kalk- oder Silikatuntergrund; aber ebenso zwischen den extremen klimatischen Verhältnissen der Talsohle (1'250 m.ü.M.) bis zu den Berggipfeln (bis 3'000 m.ü.M.). Den Spezialisten, welche nackten Gesteinsschutt bevorzugen, bieten Geröllhalden oder das Gletschervorfeld ideale Standorte.
Sogar die von uns als zerstörerisch empfundenen Steinschläge haben Potential: Sie reissen zwar Lücken in die Vegetation und bleiben mitten in der Wiese liegen. Doch Pionierpflanzen erobern schnell den offenen Boden. Andere Arten mögen besonders die mit Wasser und Staub gefüllten Ritzen und Spalten der Felsbrocken. Und wiederum Andere ducken sich hinter die grössten Stücke, zum Schutz vor dem kalten Gletscherwind.
Keine Ahnung von Botanik?
Kein Problem! Besuchen Sie bei Pont de Nant den Alpengarten Thomasia: 2'000 Pflanzen sind mit dem Namen beschriftet; eine Broschüre begleitet Sie bis zur anschliessenden Wanderung. Diese passen Sie am besten Ihren individuellen Möglichkeiten an: Bis zur Alp Nant folgen Sie auf guten Wegen dem Naturlehrpfad. Nicht Schwindelfreie und weniger Trittsichere kehren hier besser um; die weitere Wanderung führt durch Steilhänge und über rutschige Geröllhalden.
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Vorwiegend subalpine bis alpine Kalk- aber auch Silikatflora, Steinböcke und Gämsen.
Grosse Route ca. 6 Stunden, kleine Route ca. 4 Stunden.
Hunde sind an der Leine zu führen; Wege nicht befahren, auch nicht mit Fahrrädern.
Dettagli sulla riserva naturale
Accesso
Mit den SBB nach Bex, Postauto nach Les Plans-sur-Bex.
Servizi sul luogo
Alpengarten Thomasia (Broschüre auf Anfrage bei den Tourismusbüros Bex, Villars, Gryon - sowie beim Alpengarten).
Réserve naturelle du Vallon de Nant (VD)
L’immense beauté d’une vallée sauvage
La diversité de la flore dans le Vallon de Nant est un reflet condensé des multiples habitats qui constituent toute la région. Ici, les plantes peuvent choisir entre un sol calcaire ou décarbonaté, et parmi des conditions climatiques contrastées, du fond de la vallée frais pour ses 1250 m d’altitude au sommet des montagnes glacées à 3000 m. Les éboulis et la marge glaciaire offrent des conditions idéales pour les plantes habituées aux terrains pierreux et nus.
Même les chutes de pierres si destructrices offrent leurs atouts. Après avoir ouvert des brèches dans la végétation, les pierres s’immobilisent et créent des cônes d’éboulis. Les plantes pionnières colonisent ces nouvelles surfaces, d’autres apprécient particulièrement les interstices remplis d’eau et de fragments de roches, et d’autres encore s’abritent du vent glaciaire derrière les plus gros blocs.
Vous n’êtes pas expert en botanique?
Pas de problème! Visitez le jardin alpin La Thomasia, au Pont de Nant. 2000 plantes y sont étiquetées. Vous pouvez poursuivre votre promenade, une brochure explicative à la main, en suivant le sentier pédagogique jusqu’au pâturage de Nant. Il est conseillé aux personnes au pied moins assuré ou souffrant de vertige de rester au fond du vallon, car les sentiers plus en altitude sont jalonnés d’escarpements et d’éboulis parfois glissants.
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Une flore subalpine à alpine, caractéristique des calcaires, calcaires siliceux, schistes et flysch; marmottes et chamois.
Grand tour: env. 6h; petit tour: env. 4h.
Il s’agit d’un district franc fédéral (réserve de chasse), les chiens doivent donc être tenus en laisse; véhicules motorisés et vélos interdits.
Dettagli sulla riserva naturale
Accesso
Avec les CFF jusqu’à Bex, puis car postal pour Les Plans-sur-Bex.
Servizi sul luogo
Jardin alpin La Thomasia, brochures (sur demande auprès des offices du tourisme de Bex, Villars, Gryon, ainsi qu’au jardin alpin).