Progetti
Tagesexkursion per pedes
Frühlingsblumen am Berghang ob Bilten GL
Pro Natura aktiv
Wir wandern aus der Linthebene hinauf in die bewaldeten Berghänge am Biltnerbach, wohin sich sonst nur wenige verirren. Dieser strukturreiche Waldbestand, mit schönen Buchenwäldern durchsetzt, hütet etliche botanische Raritäten zwischen den vielen Frühlingsblumen. Wir versuchen auch, in dieser Vielfalt die Kitaibels Zahnwurz mit ihren eher unscheinbaren blassgelben Blüten zu entdecken.
Aber auch andere Blumenarten des Frühlings gilt es am Waldboden aufzuspüren und zu bestimmen, so lange das Laubdach noch lichtdurchlässig ist. Und immer wieder unbekannte Bergwälder rund um uns, aussichtsreiche Grate und stille Weiden an einer Bergflanke, an der man vielleicht schon dutzendmal vorbeigefahren ist – aber die man noch nie durchwandert hat.
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Pro Natura bietet über das Jahr verschiedene interessante Tagesexkursionen an.
Das Programm wird laufend ergänzt.
Die Exkursion erfolgt in Zusammenarbeit mit Per Pedes Bergferien.
Bild: Per Pedes Bergferien
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Data
Luogo
Bilten GL
Dettagli
Preparazione
Costo
Pro Natura Mitglieder CHF 40.—, Nichtmitglieder CHF 80.—. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre erhalten jeweils CHF 15.— Ermässigung.
Ein Gespräch über schmelzende Gletscher und die Klimakrise
Gebirgsgletscher gelten weltweit als wichtige Indikatoren für Änderungen des Klimas. So auch in der Schweiz mit ihren heute noch 1400 Gletschern. Viele von ihnen werden in Folge der Klimakrise in den kommenden Jahrzehnten schrumpfen und verschwinden.
Seit Laudo Albrecht als junger Mann zum Aletschgletscher gewandert ist und in seinem Leben tausende Stunden an dessen Rand verbracht hat, schrumpft der Gletscher und dies in den vergangenen Jahren zunehmend schneller.
Die Geschwindigkeit der globalen Gletscherschmelze ist ohne Beispiel in der Erdgeschichte
Was auf den ersten Blick gar nicht so schlimm scheint, hat weitreichende Folgen für uns Menschen und die Biodiversität. Mit der Gletscherschmelze fliesst das in den Gletschern gebundene Wasser ins Meer und geht als Trinkwasserspeicher und für die Natur verloren. Folgen sind:
- Trockene Flüsse
- Sinkender Grundwasserspiegel
- Wassermangel
- Dürrekatastrophen
Der Öffentlichkeit wenig bekannt scheint, dass ein vollständiges Abtauen der Gletscher nicht mehr zu verhindern ist, wenn Gletscher zu viel ihrer Masse verloren haben. Dies ist bei einigen Gletschern in der Schweiz schon heute so weit. Sie sind schon verschwunden oder werden in den kommenden Jahren verschwinden.
Das Pro Natura Zentrum Aletsch forscht und misst
Seit 1992 misst das Pro Natura Zentrum Aletsch die Abschmelzung des Aletschgletschers. Dafür bohren die Mitarbeitenden drei Mal pro Sommer eine Messstange in den Gletscher. Jedes Mal, wenn sie auf einer Gletschertour bei der Messstelle vorbeiwandern, wird der neue Stand der Eisoberfläche mit einem Klebeband markiert und mit dem Datum versehen. Durchschnittlich schmelzen im Sommer 10 – 12 Zentimeter pro Tag ab.
Auf der Hohfluh beginnt unsere Wanderung, unser Gespräch mit Blick auf den Aletschgletscher und die umliegenden Berggipfel. An diesem sonnigen, freundlichen Tag weist hier oben auf den ersten Blick nichts auf die Klima- und Biodiversitätskrise hin. Im Gespräch mit Isabella und Laudo wird aber schnell klar, dass der schöne Schein trügerisch ist.
Rückgang des Aletschgletschers zwischen 2001 und 2022
Die Folgen für die Natur, die Biodiversität bleiben nicht aus
Isabella Albrecht weist im Gespräch darauf hin, dass sich die Pflanzen der Alpen über sehr lange Zeit an die harschen Bedingungen ihres Lebensraums angepasst haben.
«Lange Winter, kurze Sommer, wenig Nährstoffe und viel Sonneneinstrahlung prägen den Lebensraum der artenreichsten Wiesen und Weiden der Schweiz. Durch die Klimaerwärmung wird sich die Zusammensetzung der Vegetation ändern. Wärmeliebende Pflanzen aus tieferen Höhenstufen, können auch in höheren Lagen gut wachsen, wenn das Klima in den Höhen wärmer wird. Sie werden dadurch alpine Arten nach oben verdrängen. Die von den Pflanzen abhängigen Tierarten werden mitwandern müssen. Auf den Bergspitzen ist jedoch weniger Platz vorhanden; die verbleibenden Lebensräume werden deshalb immer kleiner für unsere prächtige alpine Flora werden.»
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Matthias Sorg
- Stängellose Leimkraut (Silene acaulis), eine typische Polsterpflanze alpiner Rasen.
Ohne Tannenhäher keine Arven
Die Arve ist ein extrem frostharter, knorriger, langsam wachsender Baum. Steigen die Temperaturen wird sie durch konkurrenzstarke Baumarten wie die Fichte verdrängt. Diese wird heute schon durch die Klimakrise aus dem Mittelland verdrängt. Arven können sich nur sehr langsam in höhere Lagen ausbreiten. Denn ihre Samen werden nur durch den Tannenhäher verteilt. Sie ist zur Verbreitung auf diesen Alpenvogel angewiesen. Dieser scheint aber der bisherigen Baumgrenze treu zu bleiben und nur wenige Samen in höhere Lagen zu tragen. Möglicherweise kann die Arve somit nicht schnell genug nach oben wandern und ist der Konkurrenz durch Baumarten aus tieferen Lagen ausgeliefert.
Die Veränderungen der Pflanzengesellschaften auf den Berggipfeln aufgrund der Klimakrise werden weltweit mit dem internationalen Projekt «GLORIA» untersucht, an dem sich auch die Schweiz beteiligt.
-
Matthias Sorg
- Tannenhäher auf Arve im Aletschwald.
Drohende Wohnungsnot bei den Murmeltieren
Laudo Albrecht kennt alle Murmeltierkolonien im Gebiet Rieder- und Bettmeralp. Am Schluss unserer Wanderung führt er uns an einer kleinen Kolonie am Rande der Riederalp vorbei. Laudo erklärt: «Murmeltiere haben keine Schweissdrüsen und können nicht schwitzen. An heissen Tagen beschränken sie ihre Aktivitäten deshalb und verweilen in ihren kühlen Erdhöhlen. Dadurch bleibt ihnen aber weniger Zeit, um das benötigte Fettpolster für den Winter anzufressen.»
Ungenügende Fettreserven können im Winterschlaf aber tödlich sein. Auch die Murmeltiere werden daher in höhere Lagen ausweichen müssen, wo die Sommertage noch kühler sind. Nur werden sie dort mit zunehmender Höhe immer weniger brauchbaren Untergrund für ihre Erdhöhlen finden. Der Fels wird ihren Höhlenbau verunmöglichen.
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Matthias Sorg
- Murmeltier liegt im Frühjahr an der Sonne.
Unser Gespräch zeigt: Es braucht eine Wende
Die Klimakrise verändert unsere Umwelt: Am Schwinden der Gletscher weltweit, sieht man dies ganz deutlich. Mit was für Herausforderungen künftige Generationen kämpfen müssen, ist schwer abzuschätzen. Denn die Wechselwirkungen zwischen Klima und Ökosystemen sind komplex und vielfältig. Wie lange können wir noch damit zuwarten wirksame Massnahmen zu ergreifen? Der Klimakrise entgegenwirken und das Schmelzen der Gletscher verlangsamen können wir heute schon, indem wir:
- Fossile Energien durch erneuerbare ersetzen
- Den Energieverbrauch gesamthaft stark reduzieren
- Lebensräume, die CO2 aufnehmen und binden (z.B. Wälder, Flachmoore), pflegen und schützen
- Uns politisch für Klima- und Naturschutz engagieren.
Hintergrundinformationen
Werden fossile Brennstoffe verbrannt, entsteht Kohlendioxid CO2. Durch dieses CO2, sowie durch die Freisetzung weiterer Treibhausgase wie Methan, Lachgas oder synthetische Gase, wird der Treibhauseffekt verstärkt und die Temperaturen steigen. Die Emissionen sind vor allem vom Menschen verursacht. Sie haben in den letzten Jahrzehnten derart zugenommen, dass wir heute von einer massiven Klimaerwärmung in kurzer Zeit sprechen. Der grösste Teil der Treibhausgasemissionen in der Schweiz stammt übrigens aus dem Verkehr (31% durch den Verkehr, ohne internationalen Flug- und Schiffsverkehr. Quelle: BAFU).
Der Treibhauseffekt
Ein Teil der kurzwelligen Sonnenstrahlung durchdringt die Atmosphäre, wird von der Erdoberfläche aufgenommen und dann als langwellige Strahlung wieder abgegeben. Treibhausgase verhindern, dass die langwellige Strahlung die Atmosphäre erneut zu durchdringen vermag. Dadurch werden die unteren Schichten der Atmosphäre und die Erdoberfläche erwärmt. Grundsätzlich ist der Treibhauseffekt also etwas Natürliches; ohne ihn wäre es deutlich kühler und ein Leben auf der Erdoberfläche nicht möglich.
Die bereits beobachtbaren Veränderungen zeigen: Wir sind mittendrin im Klimawandel. Die Schweiz muss sich auf trockenere Sommer, heftigere Niederschläge, mehr Hitzetage und schneeärmere Winter gefasst machen. In den Alpen erwarten die Forschenden einen besonders starken Anstieg der Temperatur: Über Landmassen ist die Erwärmung stärker als im globalen Mittel. Je mehr nun die Gletscher schmelzen, desto mehr Landmassen werden freigegeben. Entsprechend nimmt die Erwärmung zu.
Weitere Informationen zu den Schweizer Klimaszenarien CH2018 finden auf der Website des «National Centre for Climate Services NCCS».
MeteoSchweiz zeigt auf der nachfolgenden Grafik für jedes Jahr von 1864 bis 2018 eine kleine Schweizer Karte, auf der die Temperaturabweichung vom Mittel der Jahre 1961-1990 zu sehen ist. © MeteoSchweiz
Niemand weiss, wie sich das Klima in Zukunft entwickeln wird. Deshalb arbeiten die Wissenschaftler mit verschiedenen Szenarien und fragen sich zum Beispiel: Wie sieht der Gletscher gegen Ende des Jahrhunderts aus? Die Eismassen werden deutlich länger erhalten bleiben, wenn konsequenter Klimaschutz betrieben wird und die Emissionen stark reduziert werden. Damit lässt sich die Erwärmung wahrscheinlich auf 2 Grad begrenzen, wie es im Pariser Abkommen als Ziel formuliert ist.
Weitere Informationen zu den Schweizer Klimaszenarien CH2018 finden auf der Website des «National Centre for Climate Services NCCS».
Der Grosse Aletschgletscher ist ein eindrücklicher Gradmesser für die Änderungen des Klimas: Im Laufe der Zeit reagierte er auf Warm- und Kaltzeiten durch Rückzüge beziehungsweise Vorstösse. Seit den 1980er Jahren schmelzen aber die Gletscher schneller als davor. So auch der Grosse Aletschgletscher. Dies ist eine direkte Auswirkung der aktuellen Klimaerwärmung.
Während die Änderungen in der Länge des Gletschers von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich sein können, ergibt sich ein klarer Trend, wenn der Schwund der einzelnen Jahre aufsummiert wird: Der Rückgang nimmt stetig zu.
Mit fast 80 km2 Fläche ist der Grosse Aletschgletscher der grösste Gletscher der Alpen. Im ihm sind rund 20% des Eisvolumens der Schweiz gespeichert. Nun könnten wir annehmen, dass der Aletschgletscher aufgrund seiner Grösse der Klimakrise am besten trotzt. Dies ist aber nicht der Fall. Der Gletscher ist viel zu gross für das heutige Klima und wird sich auch im Fall eines starken Klimaschutzes massiv zurückziehen. Bis im Jahr 2100 wird er über die Hälfte seines Volumens verlieren. Bis 2050 geschieht dies nahezu unabhängig von der weiteren Klimaentwicklung. Ab etwa 2040 dürfte ein erster von vielen Seen im tief eingeschnittenen Tal unter dem Aletschgletscher zum Vorschein kommen. Die neuen Seen werden von da an die Landschaft prägen. Wenn wir die Klimakrise in den Griff bekommen, kann sich das Gletscherende bis ins Jahr 2100 stabilisieren, allerdings erst rund 10 km talaufwärts von der heutigen Position. Ohne griffigen Klimaschutz hingegen könnte sich um etwa 2080 am Konkordiaplatz ein riesiger Gletschersee bilden. In diesem Extremszenario bleibt sogar am Jungfraujoch kein Eis mehr übrig.
Un entretien sur la fonte des glaciers et la crise climatique
Les glaciers de montagne sont considérés dans le monde entier comme des indicateurs importants des changements climatiques. C’est également le cas en Suisse, qui compte aujourd’hui encore 1400 glaciers. Nombre d’entre eux vont reculer et disparaître dans les décennies à venir en raison de la crise climatique.
Laudo Albrecht se rend au glacier d’Aletsch depuis qu’il est jeune homme. Il a passé des milliers d’heures dans cette région au cours de sa vie et a pu voir le glacier se retirer, à un rythme toujours plus rapide ces dernières années.
Une vitesse de la fonte sans précédent
Ce phénomène qui ne semble pas si grave à première vue a pourtant des conséquences importantes pour nous et pour la biodiversité. Avec la fonte des glaciers, l’eau retenue dans les glaciers gagne la mer. On perd ainsi un important réservoir d’eau potable pour nous et pour la nature. Les conséquences sont les suivantes:
- assèchement des rivières
- baisse du niveau des nappes phréatiques
- pénurie d’eau
- sécheresses dramatiques
Le grand public ignore souvent que la fonte complète des glaciers ne peut plus être évitée lorsqu’ils ont perdu une trop grande partie de leur masse. C’est déjà le cas pour certains glaciers de Suisse. Ils ont déjà disparu ou vont disparaître dans les années à venir.
Mesures du Centre Pro Natura d’Aletsch
Le Centre Pro Natura d’Aletsch mesure la fonte du glacier d’Aletsch depuis 1992. Pour ce faire, ses collaboratrices et collaborateurs insèrent trois fois dans l’été une barre de mesure dans le glacier. Chaque fois qu’ils passent devant le point de mesure lors d’une randonnée sur le glacier, ils marquent le nouveau niveau de la surface de la glace avec un ruban adhésif et indiquent la date. En moyenne, 10 à 12 centimètres de glace fondent chaque jour en été.
C’est à Hohfluh que commence notre randonnée et notre entretien avec vue sur le glacier d’Aletsch et les sommets environnants. En cette journée ensoleillée et conviviale, rien n’indique à première vue la crise du climat et de la biodiversité. Mais en discutant avec Isabella et Laudo, on se rend vite compte que les apparences sont trompeuses.
Recul du glacier d’Aletsch entre 2001 et 2022
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Site internet «OUI à la Loi climat le 18 juin»Des conséquences pour la nature et la biodiversité
Isabella Albrecht souligne au cours de notre entretien que les plantes alpines se sont adaptées pendant très longtemps aux conditions difficiles de leur habitat.
«De longs hivers, des étés courts, peu de nutriments et beaucoup de rayonnement solaire caractérisent le milieu naturel que sont les prairies et pâturages les plus riches en espèces de Suisse. Le réchauffement climatique va modifier la composition de la végétation. Les plantes thermophiles des étages inférieurs peuvent aussi bien pousser à des altitudes plus élevées si le climat se réchauffe en altitude. Elles vont alors repousser les espèces alpines vers le haut. Les espèces animales qui dépendent de ces plantes devront migrer avec elles. Or, il y a moins de place au sommet des montagnes; les milieux naturels restants pour notre magnifique flore alpine seront donc toujours plus modestes.»
-
Matthias Sorg
- Silène acaule (Silene acaulis), une plante tapissante typique des pelouses alpines.
Sans cassenoix mouchetés, pas d’arolles
L’arolle est un arbre à croissance lente, noueux et extrêmement résistant au gel. Si les températures augmentent, il sera évincé par des essences concurrentes comme l’épicéa, lui-même déjà repoussé du Plateau par la crise climatique. Les arolles ne peuvent se propager que très lentement vers des altitudes plus élevées. En effet, leurs graines ne sont dispersées que par le cassenoix moucheté. L’arolle dépend donc entièrement de cet oiseau alpin. Mais celui-ci semble rester fidèle à la limite actuelle des arbres et ne transporte que peu de graines vers des altitudes plus élevées. Il est donc possible que l’arolle ne puisse pas migrer assez rapidement en altitude et soit livré à la concurrence d’arbres de basse altitude.
Les modifications des associations végétales sur les sommets de montagne en raison de la crise climatique sont étudiées dans le monde entier par le projet international «GLORIA» auquel la Suisse participe également.
-
Matthias Sorg
- Cassenoix moucheté sur un arolle dans la forêt d’Aletsch.
Risque de pénurie de logements chez les marmottes
Laudo Albrecht connaît toutes les colonies de marmottes de la région de Riederalp et Bettmeralp. À la fin de notre randonnée, il nous fait passer devant une petite colonie en bordure de Riederalp et nous explique la chose suivante: «Les marmottes n’ont pas de glandes sudoripares et ne peuvent pas transpirer. Lorsqu’il fait chaud, elles limitent donc leurs activités et restent dans leurs terriers bien frais. Mais cela leur laisse moins de temps pour accumuler les réserves de graisse nécessaires pour l’hiver.»
Or, des réserves de graisse insuffisantes peuvent être fatales au cours de l’hibernation. Les marmottes devront donc elles aussi se déplacer plus haut en altitude afin de trouver des journées d’été encore relativement fraîches. Cependant, le sol rocheux y est bien moins favorable à la construction de leurs terriers.
-
Matthias Sorg
- Marmotte se prélassant au soleil au printemps.
- Laudo Albrecht
Notre entretien le démontre: il faut opérer un tournant
La crise climatique modifie notre environnement: le recul des glaciers dans le monde le démontre clairement. Il est difficile d’évaluer les défis auxquels les générations futures devront faire face. Car les interactions entre le climat et les écosystèmes sont complexes et multiples. Combien de temps pouvons-nous encore attendre avant de prendre des mesures efficaces? Il est possible dès aujourd’hui de lutter contre la crise climatique et de ralentir la fonte des glaciers en:
- remplaçant les énergies fossiles par des énergies renouvelables
- réduisant fortement notre consommation d’énergie dans son ensemble
- entretenant et protégeant les milieux naturels qui absorbent et fixent le CO2 (p. ex. les forêts et les bas-marais)
- nous engageant politiquement pour la protection du climat et de la nature
Informations de fond
La combustion d’énergies fossiles produit du CO2, ou dioxyde de carbone. Ce CO2, ainsi que d’autres gaz à effet de serre comme le méthane, le protoxyde d’azote ou les gaz synthétiques, renforcent l’effet de serre et font monter les températures. Ces émissions sont principalement dues à l’activité humaine. Elles ont tellement augmenté au cours des dernières décennies que nous parlons aujourd’hui d’un réchauffement climatique massif sur une courte période. En Suisse, la plus grande partie des émissions de gaz à effet de serre provient des transports (soit 31%, sans compter les transports aériens et maritimes internationaux. Source: BAFU)
L’effet de serre
Une partie du rayonnement solaire à ondes courtes traverse l’atmosphère, est absorbée par la surface de la Terre, puis réémise sous forme de rayonnement à ondes longues. Les gaz à effet de serre empêchent le rayonnement à ondes longues de traverser à nouveau l’atmosphère, entraînant un réchauffement des couches inférieures de l’atmosphère et donc de la surface de la Terre. Sur le principe, l’effet de serre est donc un phénomène naturel; sans lui, il ferait bien plus froid et la vie serait impossible à la surface de la Terre.
Les changements déjà observables le démontrent: nous sommes au cœur du changement climatique. La Suisse doit se préparer à des étés plus secs, à des précipitations plus violentes, à davantage de jours de canicule et à des hivers moins enneigés. Dans les Alpes, les équipes de recherche s’attendent à une augmentation particulièrement forte de la température: sur les masses terrestres, le réchauffement est plus important que la moyenne mondiale. Plus les glaciers fondent, plus il se libère de masses terrestres, ce qui aggrave encore le réchauffement.
Vous trouverez de plus amples informations sur les scénarios climatiques suisses CH2018 sur le site internet du «National Centre for Climate Services NCCS».
MétéoSuisse présente sur le graphique ci-dessous, pour chaque année de 1864 à 2018, une petite carte de la Suisse sur laquelle on peut voir l’écart de température par rapport à la moyenne des années 1961-1990. © MétéoSuisse
Personne ne sait comment le climat va évoluer dans les années à venir. C’est pourquoi les scientifiques travaillent avec différents scénarios et se demandent par exemple à quoi ressembleront les glaciers à la fin du siècle. Les masses de glace se maintiendront bien plus longtemps si l’on protège systématiquement le climat et si l’on réduit fortement les émissions. Cela permettra probablement de limiter le réchauffement à 2 degrés, comme le prévoit l’objectif de l’Accord de Paris.
Vous trouverez de plus amples informations sur les scénarios climatiques suisses CH2018 sur le site internet du «National Centre for Climate Services NCCS».
Le grand glacier d’Aletsch est un indicateur frappant des changements climatiques: au fil du temps, il a réagi aux périodes chaudes et froides en se retirant ou en avançant. Mais depuis les années 1980, les glaciers fondent plus rapidement qu’avant. C’est le cas du grand glacier d’Aletsch. Il s’agit d’une conséquence directe du réchauffement climatique actuel.
Même si les variations de la longueur du glacier peuvent être très différentes d’une année à l’autre, une tendance claire se dégage si l’on additionne l’amenuisement des différentes années: le recul est en constante augmentation.
Avec une superficie de près de 80 km2, le grand glacier d’Aletsch est le plus grand glacier des Alpes. Il contient environ 20% du volume de glace de la Suisse. On pourrait croire qu’en raison de sa taille, le glacier d’Aletsch est celui qui résiste le mieux à la crise climatique. Mais ce n’est pas le cas. Le glacier est bien trop grand pour le climat actuel et il va diminuer considérablement même si l’on met en œuvre une importante protection du climat. D’ici à 2100, il perdra plus de la moitié de son volume. Jusqu’en 2050, cette diminution sera quasiment indépendante de l’évolution future du climat. À partir de 2040 environ, le premier de nombreux lacs devrait apparaître dans la vallée profondément encaissée située sous le glacier d’Aletsch. Le paysage sera marqué par de nouveaux lacs à partir de ce moment-là. Si nous parvenons à juguler la crise climatique, l’extrémité du glacier pourra se stabiliser d’ici à 2100, mais seulement à une dizaine de kilomètres en amont de sa position actuelle. En revanche, si aucune protection climatique efficace n’est mise en place, un immense lac glaciaire pourrait se former autour de 2080 à la place Concordia. Dans ce scénario extrême, il ne resterait même plus de glace au Jungfraujoch.
«Man sollte ein gutes Auge und Geduld haben»
Pro Natura Magazin: Können Sie uns das Projekt Florenatlas kurz erklären?
Françoise Hoffer: Zunächst muss man wissen: Die Veröffentlichung dieses Florenatlas sehnen Botanikinteressierte aus dem Hobby- und Profibereich seit mehr als einem Jahrhundert herbei. Den Anstoss für das Projekt gab vor zehn Jahren der Verein Cercle vaudois de botanique. Nach einem ersten Treffen im Gelände 2014 legte ein kleines Startteam die Arbeitsmethode fest. Sie orientiert sich am Raster unserer Landeskarten, das heisst an Quadraten von fünf mal fünf Kilometern. Danach konnten die Bestandsaufnahmen im Feld losgehen.
Wie war das organisiert?
Alle Teilnehmenden bekamen Quadrate zugeteilt. Ich habe 16 übernommen (lacht). Das ist viel, aber ich habe Zeit. Ich war im Vallée de Joux, bei Chavornay, in der Gegend von Montreux, vom Schloss Chillon bis hoch hinauf zum Rochers de Naye. Schwierige Orte wie Moor- oder Berggebiete haben wir mit Unterstützung von Fachleuten inventarisiert.
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Es blickt hinter die Kulissen politischer Entscheide und schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft. Als Mitglied erhalten Sie das Magazin fünf mal im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.
Musste man eine Ausbildung in Biologie oder Botanik haben, um teilnehmen zu können?
Nein, das ist eben genau nicht die Idee. Es handelt sich um ein partizipatives Wissenschaftsprojekt. Wichtig ist, dass man über gute Kenntnisse in Botanik verfügt und vor allem gern in der Natur unterwegs ist. Ausserdem sollte man ein gutes Auge und Geduld haben und das Wandern lieben.
Wie sind Sie zu Ihrem grossen Wissen gekommen?
Die Natur hat mich schon immer interessiert. Ab 1994 habe ich mich jedoch stärker in die Botanik vertieft, als ich an der Inventur der Flora der Stadt Lausanne teilnahm. Das Kartieren von Pflanzen ist ein Hobby, dem ich viel Zeit widme. Beim Projekt in Lausanne wurden wir fachlich unterstützt: Einmal im Monat kamen wir im Botanischen Garten zusammen, um uns auszutauschen und Fragen zu klären. Wir konnten auch Pflanzen mitbringen und uns beim Bestimmen helfen lassen.
Die Hilfsmittel für das Inventarisieren haben sich weiterentwickelt, oder?
Oh ja, ganz klar. Das Arbeiten mit der FlorApp von Info Flora ist super! Was für eine Zeitersparnis! Man braucht nicht mehr alles von Hand zu notieren. Vor allem zeigt diese App, wonach man suchen muss.
Gibt es Flächen, die Sie besonders gern erforschen?
Ja, ich mag Brachflächen, Industriegebiete oder Campingplätze. All diese unscheinbaren Orte, wo man schöne Entdeckungen machen kann. Auch Privatgrundstücke besuche ich gern. Manchmal ist es zwar schwierig, hineinzukommen, aber dann ergeben sich oft erfreuliche Gespräche mit den Eigentümern.
Welche Bilanz ziehen Sie rückblickend aus Ihren Bestandsaufnahmen?
Es ist eine Katastrophe! Der Artenschwund beschleunigt sich.
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«Il faut avoir un bon œil et de la patience»
Magazine Pro Natura: Madame Hoffer, pouvez-vous nous présenter ce projet en quelques mots?
Françoise Hoffer: il faut d’abord savoir que cette publication est un événement attendu depuis plus d’un siècle par les naturalistes amateurs et les botanistes professionnels. Tout est parti du Cercle vaudois de botanique il y a dix ans. Une première séance de terrain a eu lieu en 2014, puis un petit groupe de départ a choisi la méthodologie qui s’appuie sur le maillage des cartes nationales, c’est-à-dire des carrés de cinq kilomètres sur cinq. Et c’est parti, sur le terrain pour les inventaires!
Comment était-ce organisé?
Chaque participant·e s’est vu attribuer des carrés. J’en ai pris 16 (rires). C’est beaucoup, mais j’ai du temps. Je suis allée à la vallée de Joux, vers Chavornay, dans la région de Montreux, du Château de chillon aux Rochers-de-Naye, ça grimpe par-là! Pour les terrains plus difficiles, comme les zones marécageuses ou la montagne, nous avons organisé les inventaires avec des guides.
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Info
Cet article a été publié dans le Magazine Pro Natura.
Le Magazine Pro Natura vous dévoile les petites merveilles de la nature, vous informe au sujet de gros projets et vous présente des personnalités captivantes. Il porte un éclairage sur les dessous des décisions politiques et révèle où, comment et pourquoi Pro Natura lutte pour la nature. Tous les membres Pro Natura le reçoivent cinq fois par an.
Pour prendre part à ce projet, fallait-il être biologiste ou botaniste professionnel·le?
Non, ce n’est justement pas l’idée. C’est un projet de science participative. Il fallait donc avoir de bonnes connaissances de botanique et surtout aimer être dans la nature, avoir l’œil et la patience, aimer marcher aussi.
Mais vous, d’où tenez-vous toutes ces connaissances?
J’ai toujours aimé la nature, et je me suis plongée dans la botanique surtout à partir de 1994 en participant à l’inventaire de la flore de la ville de Lausanne. C’est une passion, j’y consacre beaucoup de temps. Pour ce projet, nous étions soutenus: une fois par mois, nous avions des réunions au Jardin botanique de Lausanne pour échanger et poser des questions. Nous pouvions aussi amener des plantes pour nous faire aider dans la détermination.
Les outils d’inventaire ont dû évoluer, non?
Oui, c’est clair. Avec l’application FlorApp d’InfoFlora, c’est génial! Quel gain de temps! Plus besoin de tout noter sur un petit carnet. Surtout, cet outil permet de voir ce que l’on doit chercher.
Vous avez des terrains de prédilection?
Oui, j’aime particulièrement les terrains vagues, les zones industrielles, les campings. Tous ces endroits méconnus qui offrent de jolies découvertes. J’aime aussi les terrains privés. C’est parfois délicat d’y pénétrer, mais cela permet d’échanger avec les propriétaires et c’est aussi agréable.
Avec le recul qui est le vôtre, quel bilan tirez-vous de vos inventaires?
C’est la catastrophe! Les disparitions de plantes s’accélèrent.
Animatura
Incroyables insectes
Une animation de 3 heures près de votre école
Il existe près de 30’000 espèces d’insectes en Suisse. Plus de la moitié sont menacées. Pourtant les insectes sont indispensables à la vie sur Terre. Certains pollinisent des plantes qui nous procurent fruits et légumes, d’autres recyclent le bois mort et décomposent le sol. Les insectes sont également une source de nourriture pour bon nombre d’espèces animales, comme des oiseaux, des amphibiens ou des petits mammifères. Au cours d‘une animation Animatura, apprenons à connaître ces animaux essentiels à notre biodiversité pour mieux les protéger.
Thèmes abordés lors de l’excursion Animatura
- Comment différencier un insecte d’une autre petite bête?
- Où vivent les insectes et que mangent-ils?
- Quels insectes vivent autour de l’école?
- Comment capturer et observer avec précaution les insectes?
- Comment reconnaître, classer et comparer quelques insectes?
- Quels rôles les insectes jouent-ils pour la biodiversité et quelles menaces pèsent sur eux?
- Que puis-je faire avec ma classe pour les insectes?
Cette animation Animatura est référencée dans le catalogue d’éducation21.
Informations importantes
La taille maximale des groupes est de 25 participant·e·s pour les écoles et 20 participant·e·s pour les passeports vacances.
Les animations se déroulent à l’extérieur et à proximité de votre école. L’enseignant·e est responsable de la recherche et du choix du lieu approprié.
Le lieu idéal est :
- Une cour d’école, prairie naturelle, prairie maigre, prairie sèche, de préférence ensoleillées.
- Possible aussi en lisière de forêt, dans un jardin riche en espèces végétales (arbustes, buissons, plantes à fleurs) ou au bord de rivières non endiguées avec des zones sableuses, ou dans d’anciennes gravières (désaffectées et non dangereuses !).
- Terrain plat, sans danger, adapté aux jeux.
- Facilement accessible en transports publics.
Important : pas de réserve naturelle, sauf si elle est explicitement accessible au public.
Période recommandée : de mai à septembre
Les dates souhaitées sont examinées individuellement pour chaque demande d’animation, c'est pourquoi il n'est pas possible de se prononcer sur les disponibilités avant réception de la demande.
Le tarif de CHF 150.00 comprend les prestations suivantes :
- Animation Animatura d’une durée de 3 heures.
- Frais de déplacement de l’animateur·rice.
- Matériel pédagogique pour approfondir la thématique en classe.
- Inscription en ligne
- Vérification de la date par Pro Natura
- Confirmation de réservation par mail dans les jours qui suivent
- Commande de matériel pédagogique par l’enseignant·e
Animatura insectes – Pro Natura Shop
(le code de rabais pour bénéficier de la gratuité est envoyé avec la confirmation de réservation si celle-ci a été effectuée avec succès) - Recherche du lieu par l’enseignant·e
- L’animateur·rice et l’enseignant·e s’entendent sur les détails avant l’animation
- Facturation par mail après l’animation
Ulteriori informazioni
Contatto
@email
Tel. 024 423 35 60
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Nos dossiers pédagogiquesFerienarbeitswoche
Dumagns, Casti-Wergenstein, Val Schons/Schams, Graubünden
Pro Natura aktiv
Der Weiler Dumagns selbst liegt auf etwa 1’800 Metern ü. M. oberhalb von Wertenstein im Schatten des Piz Beverin und im Herzen des Naturparks Beverin. Dumagns bietet von seinem Plateau aus einen atemberaubenden Blick auf die umliegenden Gipfel und das darunter liegende Schams-Tal.
In dieser Postkartenkulisse soll diese Ferienarbeitswoche die 2025 begonnene Sanierung einer Trockenmauer abgeschlossen werden. Es handelt sich um ein «gemischtes» Bauwerk, teils steht sie frei, teils dient sie als Stützmauer. Sie verläuft entlang eines historischen Verkehrsweges von regionaler Bedeutung.
Arbeit: Sanierung einer Trockenmauer (teils freistehend, teils Stützmauer).
Unterkunft: Altes Schulhaus in Mathon auf 1’520 Meter ü. M. mit Weitsicht.
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Info
Die Arbeitseinsätze kommen vollumfänglich der Natur zugute. Es resultiert kein finanzieller Ertrag. Ihr Kostenbeitrag geht an die Vorbereitung und Organisation der Ferienarbeitswochen sowie an Material, Unterkunft und Verpflegung vor Ort.
Bild: Stiftung Umwelteinsatz
Dettagli dell'evento
Data
Luogo
Val Schons/Schams, Graubünden
Dettagli
Preparazione
Costo
CHF 270.- pro Woche. Junge Leute in Ausbildung CHF 170.-; Pro Natura-Mitglieder erhalten CHF 50.- Ermässigung. Mindestalter: 18 Jahre.
Vacances en faveur de la nature
Dumagns, Casti-Wergenstein, Vallée de Schams, Grisons
Pro Natura actif
La vallée de Shams se situe entre les gorges de «Roflaschlucht» et la «Viamala». Elle constitue le tronçon central des trois qui composent la vallée du Rhin postérieur. L’ancienne commune de Casti-Wergenstein, qui compte environ 55 habitants, fait désormais partie de celle de Muntogna da Schons.
Le hameau de Dumagns à proprement parler est situé à environ 1800 mètres d'altitude, au-dessus de Wertenstein et à l’ombre du Piz Beverin, au cœur du Parc Naturel Beverin. Dumagns offre depuis son plateau une vue imprenable sur les sommets environnants et la vallée de Schams en contrebas.
C’est dans ce décors de carte postale que cette semaine propose de terminer la restauration d’un mur de pierres sèches entamée en 2025. Il s’agit d’un ouvrage «mixte», en partie libre et en partie de soutènement, qui longe une voie de communication historique avec substance d’importance locale.
Travail: reconstruction d’un mur en partie libre et en partie de soutènement.
Hébergement: ancienne école de Mathon, à 1520 mètres d’altitude avec très belle vue.
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Les travaux effectués dans le cadre des affectations profitent pleinement à la nature. Il n’en résulte aucun bénéfice financier. Votre contribution sert à la préparation et à l'organisation des semaines de vacances ainsi qu'au matériel, à l'hébergement et aux repas sur place.
Image: Fondation Actions Environnement
Dettagli dell'evento
Data
Luogo
Vallée de Schams, Grisons
Dettagli
Preparazione
Costo
Plein tarif: CHF 270.- par semaine. Jeunes en formation: CHF 170.-. Membres de Pro Natura: rabais de CHF 50.-. Âge minimum: 18 ans.
Eine Küche mit Verbindung zur Natur
Mitten im Sommer ist es schwierig, Léa Graham ein paar Minuten Zeit abzuringen. Mit ihrem Team steht sie fünf Tage pro Woche am Herd und zaubert Gerichte, die inzwischen in der ganzen Region bekannt sind. «Wenn das Restaurant Mitte März seine Türen öffnet, weiss ich, dass ein paar turbulente Monate vor mir liegen. Aber ich mag diesen anregenden Stress. Ist es zu ruhig, langweile ich mich», sagt die Waadtländerin, die mit 32 Jahren bereits die zweite Saison ihr eigenes Lokal leitet.
Nach den Erfahrungen des ersten Jahres hat Graham die Speisekarte heuer verändert und etwas Neues eingeführt: Jeden Sonntag lädt sie zum Brunch. «Ich möchte dieses Angebot, das es schon in vielen Städten gibt, auch hier etablieren.» Für einen gemütlichen, geselligen Sonntagsbrunch ist sie auch privat zu haben. Eigene Konfitüren und Brotaufstriche herzustellen und originellere Variationen als «die etwas abgedroschene Kombination Lachs und Avocado» aufzutischen, ist für sie eine neue reizvolle Herausforderung.
Geschmack und Ästhetik
Schon als Kind probierte Léa Graham Rezepte aus, liess ihre Schwester kosten, bereitete das Weihnachtsessen zu und sah sich mit ihrem Grossvater Kochsendungen an. Obwohl eigentlich alles – Lust, Talent und familiäre Unterstützung – für den Beruf der Köchin sprach, entschied sie sich zunächst für ein Kunst- und Designstudium. «Nach der Schule fühlte ich mich zu jung für eine Lehre und die harten Arbeitszeiten in der Gastronomie.»
Mit 21 stellte sie die Weichen neu und begann am Genfersee bei einem Küchenchef zu arbeiten. Ihr rasch entdecktes Talent – sie wurde im Wettbewerb der besten Lehrlinge des Kantons Waadt ausgezeichnet – und ihr fröhliches Wesen, gepaart mit einer guten Portion Frechheit, öffneten ihr die Türen zu angesehenen Häusern, wo sie ihre Ausbildung fortsetzte: erst im Hôtel de Ville in Crissier, dann im Restaurant von Anne-Sophie Pic im Beau-Rivage in Lausanne.
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Florence Kupferschmid-Enderlin
Natur und Abwechslung
Von Natur aus neugierig und ständig auf der Suche nach kreativen Lösungen und neuen kulinarischen Kombinationen – ihre Stärke – hat Léa Graham mit einer Freundin das Thema der essbaren Wildpflanzen vertieft. Sie möchte Pflanzen besser bestimmen und in die Küche integrieren können, um ihr vegetarisches Universum zu erweitern. Da Routine sie langweilt, ändert sie die vegetarische Karte des Restaurants jede Woche und macht sich einen Spass daraus, skeptische Gäste zu überzeugen, dass man auch fleischlos gut essen kann. Für alle, die die vegetarische Küche lieben, bietet Léa Graham immer im Frühling ein mehrgängiges Menü aus Wildpflanzen an.
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Pro Natura
Hektik und Konserven
Zwischen März und Oktober folgen sich die Mittagessen in Champ-Pittet Schlag auf Schlag, sodass der Küchenchefin kaum Zeit zur Erholung bleibt. Sie ist fast froh, dass das Zentrum im Winter geschlossen ist, «dann kann ich zur Ruhe kommen, nachdenken und vor allem Konserven und Einmachgläser mit laktofermentiertem Gemüse bereitstellen.» Dann nimmt sie sich auch mehr Zeit für ihre Familie, vor allem für ihre Grossmutter, mit der sie auf Flohmärkten nach Schätzen für ihr Restaurant sucht. In Champ-Pittet gibt es nur spezielle Teller und Tassen. «Ich lege grossen Wert darauf, dem Lokal eine persönliche Note zu verleihen, etwa mit Geschirr, das eine Seele hat, das mir beim Anrichten Freude bereitet und hoffentlich auch den Gästen gefällt.» In Champ-Pittet herrscht bei jeder Mahlzeit eine festliche Stimmung mit wunderbaren Farb- und Geschmacksakzenten, die Léa Graham auch in der zweiten Saison in ihrer einfallsreichen, raffinierten und genussvollen Küche zu setzen weiss. Ihrem konsequenten und engagierten Ansatz stehen noch viele schöne Jahre bevor.
FLORENCE KUPFERSCHMID-ENDERLIN ist redaktionelle Leiterin der französischsprachigen Ausgabe des Pro Natura Magazins.
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
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