Progetti

Uno dei quattro pilastri di Pro Natura è la protezione attiva dei biotopi e delle specie.
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Gewässer

Wasser: Unsere Lebensquelle geht verloren

So schützen wir diese einzigartigen Lebensräume

Stäubifall Unterschächen UR
Kraftwerke zerstören die Artenvielfalt unserer Gewässer. Dabei profitieren auch wir davon, wenn unsere Flüsse nicht eingezwängt sind.

Die Schweiz war einst überzogen von einem Netz aus Gewässern und Feuchtgebieten. Kleine und grössere Bäche, Flüsse, Feuchtwiesen und Moorflächen prägten die Landschaft. Ein Paradies für viele Tiere und Pflanzen.

Feuchtgebiete sind rar geworden

In den letzten 200 Jahren legte der Mensch den grössten Teil der feuchten Lebensräume trocken. Die Gewässer wurden massiv verbaut und der Energiegewinnung zugeführt. Heute sind Feuchtgebiete meist nur noch isolierte Flecken, klein und inmitten von intensiv genutzten Gebieten. Eingezwängt in Siedlungen, Äcker oder Wiesen fliessen kanalisierte oder begradigte Wasserläufe. Viele kleine Bäche sind heute in unterirdische Röhren gelegt, unzugänglich für alle wasserliebenden Tiere und Pflanzen. Verbaute Flüsse verhindern die Wanderung der Fische zu ihren Laichplätzen. Lebendige Lebensräume im und am Gewässer fehlen fast überall. 

In den letzten Jahren hat ein Umdenken begonnen. Das Wasser soll wieder mehr Platz in unserer Landschaft erhalten. Doch noch ist das Netz der Schweizer Feuchtgebiete und Gewässer äusserst lückenhaft. Biber, Aal oder Wasseramsel vermissen immer noch geeignete Lebensräume wie strukturreiche Ufer, dynamische Auenbereiche oder natürlich fliessende Bach- und Flussabschnitte.

Fliessgewässer «unter Strom»

Pro Natura setzt sich für naturnahe Fliessgewässer ein, die Heimat sind für unterschiedlichste Tiere und Pflanzen. Doch das Ökosystem der Flüsse und Bäche ist auch heute noch durch neue Bauprojekte und Begehrlichkeiten bedroht. Dabei spielen immer wieder Projekte für Wasserkraftwerke die Hauptrolle. Fast jeder Tropfen Wasser fliesst in der Schweiz heute schon mehrfach durch eine Turbine. Bleiben die letzten freien Gewässer verschont?

Gewässer brauchen unsere Hilfe

Pro Natura setzt sich dafür ein, dass Gewässer den nötigen Raum erhalten. Wir führen Aufwertungsprojekte durch und engagieren uns in der Politik für die verschiedenen Lebewesen der Gewässer. Wenn Bäche und Flüsse mehr Platz erhalten, dient das auch dem Hochwasserschutz. Mehr Raum für Gewässer bedeutet kleinere Hochwasserspitzen und damit auch weniger Schadenpotenzial in den Gebieten flussabwärts.

Quellen – einzigartige Lebensräume

Haben Sie schon einmal Wasser aus einer noch frei sprudelnden Quelle getrunken? Quellwasser ist kühl, nährstoff- und sauerstoffarm und sehr erfrischend. In Quellen leben sehr spezialisierte Tiere. Neben Köcherfliegen, Schnecken, Strudelwürmern und anderen Kleintieren leben oft auch Feuersalamander-Larven in Quellen. Wenn Menschen Quellen nutzen und diese fassen, machen sie so wertvollen Lebensraum zunichte.

Projekte für lebendige Gewässer

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BLN Greina – Piz Medel GR, Copyright Jan Guerke
26.01.2023 Energie

Ausbau der Erneuerbaren: UREK-N sagt Ja zum Biotopschutz - doch der Kompromiss braucht noch Verbesserungen

Die Umweltallianz begrüsst, dass die UREK-N den Schutz bestehender Biotope von nationaler Bedeutung aufrechterhält und den Ausbau der Solarenergie auf Infrastrukturen vorantreibt. Sie zeigt sich jedoch besorgt über den geplanten Freipass für Windkraftanlagen in Waldgebieten und erinnert daran, dass die Bewilligung von Wasserkraftprojekten nicht von den bestehenden Verfahren ausgenommen werden darf.

Die UREK-N stellt sich hinter die wertvollsten Naturgebiete in der Schweiz, was die Umweltallianz begrüsst. Die Biotope von nationaler Bedeutung umfassen Moore, Auen, Trockenwiesen und Amphibienlaichgebiete und machen nur gerade 2 Prozent unserer Landesfläche aus, beherbergen aber ein Drittel aller bedrohten Tier- und Pflanzenarten. So speichern sie beispielsweise auch CO2 und schützen uns vor Dürren und Überschwemmungen. Dieses Herz der Natur ist im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise besonders wichtig.

Zugleich relativiert die Kommission aber den Schutz für Gletschervorfelder und alpine Schwemmebenen, die mit dem Rückzug der Gletscher nationale Bedeutung erreichen könnten. Dies ist aus wissenschaftlicher Sicht unnötig und bedauerlich, denn viele dieser Pionierstandorte sind sehr selten und somit für den Erhalt der Biodiversität der Alpen zentral. Für eine sichere Winterstromversorgung ist es nicht notwendig, diese Gebiete zu nutzen. 

Für die Winterstromversorgung will die UREK-N auf die 15 Projekte des Runden Tisches Wasserkraft setzen. Die Umweltverbände betonen, dass die geltenden Verfahren dazu eingehalten und die am Runden Tisch zugesagten Schutz- und Ausgleichsmassnahmen ebenfalls angewendet werden müssen.

Die erweiterte Pflicht für Solarenergie auf Neubauten und Infrastrukturbauten geht in die richtige Richtung. Der Solarausbau sollte prioritär auf bestehender Infrastruktur stattfinden. Sehr kritisch sehen die Umweltorganisationen die Standortgebundenheit der Windanlagen im Wald, da die Biodiversität im Wald wesentlich höher ist als im Kulturland.

Aktion «Retten wir das Herz der Schweizer Natur»

Diverse Verbände appellieren gemeinsam an die Politik, am Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung festzuhalten. Ohne Biotopschutz könnten unersetzbare Lebensräume verbaut und für immer zerstört werden. Dazu gehören z.B. die wilde Natur in der Greina, im Val Roseg, in Zinal oder im Maderanertal. 

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Energie-, Gewässerschutz- und Klimapolitik, 061 317 92 29, @email
  • WWF Schweiz: Christoph Kinsperger, Kommunikationsberater, 078 749 88 14, @email
  • Bird Life Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, 076 308 66 84, @email
  • Greenpeace Schweiz: Georg Klingler, Energie- und Klimaexperte, 079 785 07 38, @email

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Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz und Pro Natura

BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke

BLN Greina – Piz Medel GR, Copyright Jan Guerke
26.01.2023

Développement des énergies renouvelables: la CEATE-N dit oui à la protection des biotopes, mais le compromis doit encore être amélioré

L’Alliance-Environnement salue le fait que la CEATE-N maintient la protection des biotopes d’importance nationale et encourage le développement de l'énergie solaire sur les infrastructures existantes. Elle s'inquiète toutefois du développement des éoliennes dans les zones forestières et rappelle que les autorisations pour les projets hydroélectriques ne doivent pas être exemptées des procédures existantes.

La CEATE-N soutient la protection des zones naturelles les plus précieuses de Suisse, ce que salue l’Alliance-Environnement. Ces marais, zones alluviales, prairies sèches et sites de reproduction des amphibiens représentent à peine 2% de notre territoire, mais abritent un tiers des espèces animales et végétales menacées. Elles sont particulièrement importantes dans la lutte contre le réchauffement climatique et la crise de la biodiversité. Elles stockent le CO2 et nous protègent des sécheresses et des inondations. 

Toutefois, la commission réduit la protection pour les nouvelles marges proglaciaires et les plaines alluviales alpines, qui pourraient devenir d’importance nationale avec le recul des glaciers. D'un point de vue scientifique, c'est inutile et regrettable. En effet, nombre de ces sites pionniers sont rares et essentiels pour la préservation de la biodiversité alpine. Il est inutile de les utiliser pour assurer l’approvisionnement électrique en hiver. 

Pour l'approvisionnement en électricité en hiver, la CEATE-N veut s’appuyer sur les 15 projets reconnus par la table ronde consacrée à l’énergie hydraulique. Les organisations membres de l’Alliance-Environnement insistent pour que les procédures en vigueur soient respectées et que les mesures promises lors de la table ronde soient appliquées. 

L'obligation d'utiliser l'énergie solaire pour les nouveaux bâtiments va dans la bonne direction. Le développement de l'énergie solaire doit se faire en priorité sur les infrastructures existantes. Enfin, les membres de l’Alliance-Environnement sont très critiques à l'égard de l’implantation des éoliennes en forêt, car la biodiversité y est nettement plus élevée que sur les terres cultivées.

Action «Sauvons le cœur de la nature suisse»

Diverses organisations environnementales lancent un appel commun aux autorités politiques pour qu'elles maintiennent la protection des biotopes d'importance nationale. Sans protection des biotopes, des habitats irremplaçables pourraient être exploités et irrémédiablement détruits. La nature sauvage de la Greina, du Val Roseg, de Zinal ou du Maderanertal en font partie.

Plus d'informations:

Réussir la transition énergétique : energiewende2035.umweltallianz.ch/fr  
Préserver les biotopes d'importance nationale : protectionbiotopes.ch

Contact:

  • Pro Natura: Sarah Pearson Perret, secrétaire romande, 079 688 72 24, @email
  • WWF Suisse: Cédric Jacot-Guillardmod, porte-parole, 079 445 87 89, @email
  • BirdLife Suisse: François Turrian, directeur romand, 079 318 77 75, @email
  • Greenpeace Suisse: Mathias Schlegel, porte-parole, 079 794 61 23, @email 

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Communiqué commun de WWF Suisse, BirdLife Suisse, Greenpeace Suisse et Pro Natura

BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke

Paarungszeit bei den Fröschen, Copyright Sandra Schweizer
06.02.2023 Amphibien

Die Klimakrise macht den Amphibien zu schaffen

Wenn nachts die ersten Regentropfen fallen und das Thermometer über vier Grad anzeigt, beginnt die grosse Wanderung: Millionen Frösche, Kröten und Molche machen sich auf den Weg zu ihren Fortpflanzungsgewässern. Gefahr droht ihnen vom Strassenverkehr, aber auch von der Klimakrise.

Jedes Jahr wandern schweizweit Millionen geschlechtsreife Frösche, Kröten und Molche von ihren Überwinterungsquartieren im Wald zu den Laichgewässern, in denen sie geboren wurden. Ihre innere Uhr weckt die Tiere aus der Winterstarre und signalisiert, dass es Paarungszeit ist. Sobald die Nächte warm und die Witterung nass genug sind, starten sie ihre gefährliche Hochzeitsreise. Im Schnitt dauert diese im Mittelland von Mitte Februar bis Ende März. 

Klimaerhitzung stört den Ablauf

Weil die Wanderrouten von unzähligen Strassen durchschnitten werden, wartet dabei auf tausende Tiere der Tod. Dank Kleintierunterführungen und dem  Einsatz zahlreicher Freiwilliger kann das mittlerweile vielerorts verhindert werden. In den letzten Jahren war denn der Verkehr auch nicht mehr die einzige Gefahr für die Amphibienwanderung. 
«Die Klimaerhitzung bringt den Ablauf der Wanderung immer öfter durcheinander», erklärt Urs Tester von Pro Natura: «Die lange Trockenheit im Februar und März letztes Jahr führte dazu, dass sich nur wenige Grasfrösche und Erdkröten auf die Reise machten. Kurz nach Beginn der Fortpflanzungszeit gab es ausserdem nochmals Frostnächte, die den Grasfroschlaich absterben liessen.»

Amphibien leiden auch unter Biodiversitätskrise

Tester betont, dass sich die Populationen von einzelnen Ereignissen dieser Art erholen können. «Treten sie aufgrund der Klimakrise jedoch gehäuft auf, kann das ganze Bestände auslöschen». Fehlen diese Tiere in Zukunft, verlieren wir wichtige Bindeglieder in der Nahrungskette: Sie fressen Mücken, Fliegen und andere Insekten und sind selbst wichtige Beutetiere für Vögel und Reptilien. Schon jetzt sind die Amphibien, eine der am stärksten von der Biodiversitätskrise betroffenen Tierarten. Durch den grossen Schwund von Feuchtgebieten sind drei Viertel der 20 einheimischen Amphibienarten gefährdet. Umso wichtiger ist es, ihren Fortpflanzungserfolg mit effektiven Massnahmen gegen die Klima- und Biodiversitätskrise zu sichern. Mit dem Anlegen zahlreicher Tümpel und Teiche leistet Pro Natura hier einen konkreten Beitrag, der Wirkung zeigt, wie eine Studie der WSL und Eawag belegt.


Weitere Informationen:


Kontakt:

  • Urs Tester, Leiter Abteilung Biotope und Arten Pro Natura, Tel.  061 317 91 36, @email  
  • Pro Natura Medienstelle: Tel. 079 826 69 47, @email 

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Headerbild © Sandra Schweizer

Pressebilder

La saison des amours chez les grenouilles, Copyright Sandra Schweizer
06.02.2023 Amphibiens

Les amphibiens souffrent de la crise du climat

Lorsqu’il pleut la nuit et que le mercure s’élève au-dessus de quatre degrés, le signal de la grande migration est donné: des millions de grenouilles, crapauds et tritons se mettent en route pour gagner leurs sites de reproduction. Déjà victimes de la circulation routière, ils sont aujourd’hui menacés par la crise climatique.

Chaque année, dans toute la Suisse, des millions de grenouilles, crapauds et tritons quittent leurs quartiers d’hiver dans la forêt pour gagner les frayères où ils sont nés. Leur horloge interne les tire de leur hibernation et leur signale que la période de reproduction a commencé. Dès que les nuits se réchauffent et que la météo est suffisamment humide, les amphibiens entreprennent leur périlleux voyage de noces. Il s’étend généralement de mi-février à mi-mars sur le Plateau.

Le réchauffement perturbe le processus

Les itinéraires de migration traversent d’innombrables routes où la mort guette des milliers d’animaux. Ce sort peut aujourd’hui leur être évité en beaucoup d’endroits grâce à l’aménagement de passages à amphibiens et à l’engagement de nombreux bénévoles. Mais depuis quelques années, la circulation routière n’est du reste plus le seul danger que doivent affronter les amphibiens lors de leur périple.
«Le réchauffement climatique perturbe de plus en plus souvent le déroulement de la migration», explique René Amstutz, de Pro Natura: «L’an dernier, à cause de la longue sécheresse en février et mars, seul un petit nombre de grenouilles rousses et de crapauds se sont mis en route. La saison de reproduction avait à peine commencé que le retour des gelées nocturnes a fait mourir les œufs des grenouilles rousses». 

Les amphibiens souffrent aussi de la crise de la biodiversité

René Amstutz précise que les populations sont capables de se rétablir après de tels  événements, pour peu qu’ils restent isolés. «Mais si la crise climatique les amène à se produire trop souvent, tout l'effectif peut s'effondrer.» Sans ces animaux, nous perdrions des maillons importants de la chaîne alimentaire. Ils se nourrissent de moustiques, mouches et autres insectes, tout en constituant eux-mêmes une proie de choix pour les oiseaux et les reptiles. Les amphibiens comptent déjà parmi les espèces les plus durement affectées par la crise de la biodiversité. La raréfaction des zones humides met en danger trois quarts des espèces d’amphibiens indigènes. Il est d’autant plus important d’assurer le succès de leur reproduction par des mesures efficaces contre la crise du climat et de la biodiversité. Pro Natura y travaille concrètement en aménageant de nombreuses mares et étangs, une contribution qui porte ses fruits, comme le prouve une étude du WSL et de l’Eawag.

Informations complémentaires:

Contacts:

  • René Amstutz, chef de projet Réserves naturelles & espèces, tél. 061 317 91 34, @email 
  • Service médias Pro Natura: Nicolas Wüthrich, tél. 079 212 52 54, @email

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Photo © Sandra Schweizer

Photos pour les médias

Getreidefeld, Copyright Matthias Sorg
31.01.2023 Umweltpolitik

Umwelt-, Konsumenten- und Gesundheitsverbände warnen vor mehr Intransparenz bei der Pestizid-Zulassung

Eine Mehrheit der nationalrätlichen Wirtschaftskommission hat heute dem Druck der Agrochemiekonzerne nachgegeben und das Parteistellungsrecht der Umweltorganisationen bei der Pestizid-Zulassung eingeschränkt. Dies widerspricht dem Entscheid des Bundesgerichts und den Vorgaben des Natur- und Heimatschutzgesetzes.

Seit einem Bundesgerichtsentscheid im Jahr 2018 haben die Umweltorganisationen ein Parteistellungsrecht bei der Zulassung von Pestiziden. Durch dieses Urteil erhielten Umweltorganisationen Zugang zu den Dokumenten, die als Grundlage für die Zulassung eines Pestizids dienen und die bis dahin nur der Verwaltung und den Agrochemiekonzerne zugänglich waren. Das Urteil hat dadurch nicht nur die Transparenz des Zulassungsverfahrens erhöht, sondern auch dessen Glaubwürdigkeit massiv verstärkt.

Eine Stimme für die Natur und Gesundheit

Zusammen mit dem Parteistellungsrecht kommt ein Beschwerderecht, das dazu dient, zu überprüfen, ob die Interessenabwägung zwischen Schutz und Nutzung in Übereinstimmung mit der Umwelt- und Gesundheitsschutzgesetzgebung vorgenommen wurde. Denn die Natur und die öffentliche Gesundheit haben keine Stimme. Sie braucht eine Anwältin im Zulassungsprozess - eine Aufgabe, welche die Umweltorganisationen, nicht zuletzt auch im Namen der öffentlichen Gesundheit, übernehmen. Wer nun das Parteistellungsrecht der Umweltorganisationen schwächen will, will Stoffe und Produkte zulassen, die gemäss Umweltrecht und aus Sicht des Konsumentenschutzes und der öffentlichen Gesundheit nicht zugelassen werden dürften.

Behauptet wird, dass das Zulassungsverfahren wegen der Verbandsbeschwerde verlangsamt wurde. Die Möglichkeit der Umweltorganisationen zur Parteistellung führt jedoch nicht zu einer Flut an Beschwerden. Seit dem Bundesgerichtsentscheid von 2018 haben die Umweltorganisationen lediglich in zwei Fällen Beschwerde geführt. Dies entspricht weniger als 0.1 Prozent der 700 derzeit hängigen Dossiers. Nach Angaben des BLV sind heute neun Beschwerden der Agrochemiekonzerne und nur eine von Umweltschutzorganisationen hängig!

Unabhängiges Audit empfiehlt mehr statt weniger Transparenz

Ende 2019 zeigte ein von der Bundesverwaltung an die KPMG AG beauftragtes Audit auf, wo die wirklichen Mängel des Zulassungsverfahrens liegen. Die Hauptgründe für den verlangsamten Prozess sind die Flut an Gesuchen aus den Unternehmen der Agrochemie, welche die viel zu tiefen Gebühren (Kostendeckungsgrad von 2%) ausnutzt sowie die oft unvollständig eingereichten Dossiers und die mangelnden personellen Ressourcen der Behörde, um diese Flut an Gesuchen überhaupt zu bewältigen.
Der Bericht von KMPG enthält zehn Handlungsempfehlungen. Unter anderem empfiehlt er, dass die Zulassungsentscheide zugänglich gemacht werden und dass die Verbände besser integriert werden. Eine Schwächung der Parteistellungsrecht für die Umweltorganisationen geht genau in die entgegengesetzte Richtung.

Agrochemie profitiert von der Intransparenz

Die überwiegende Mehrheit der KMPG-Handlungsempfehlungen wurden bislang nicht umgesetzt. Die Agrochemie arbeitet daran, dies zu verhindern, da sie von der Intransparenz des Systems profitiert. Doch je undurchsichtiger das System ist, desto wichtiger ist das Verbandsbeschwerderecht. Denn Pestizide haben massive Auswirkungen auf die Natur, das Trinkwasser und die menschliche Gesundheit (vgl. dazu das Faktenblatt von SCNAT-Factsheet). Es ist zwingend notwendig, dass ihre Zulassung transparent und im Einklang mit dem Umweltrecht erfolgt.

Die Verbände appellieren an den Nationalrat den Entscheid seiner Kommission zu korrigieren und fordern die Umsetzung des KPMG-Berichts für mehr Transparenz und Sicherheit. Nur so kann das System verbessert und die Natur und Gesundheit auch wirklich geschützt werden.

Kontakt:

  • Pro Natura: Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik, 061 317 92 40, @email
  • WWF Schweiz: Jonas Schmid, Kommunikationsbeauftragter, @email, 079 241 60 57
  • BirdLife Schweiz: Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, 044 457 70 26, @email
  • Greenpeace Schweiz: Alexandra Gavilano, Projektleiterin Nachhaltiges Ernährungssystem, 044 447 41 38, @email

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Getreidefeld © Matthias Sorg

Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, Greenpeace Schweiz, BirdLife Schweiz, SFV, AefU, Allianz Gesunde Schweiz, Public Health, Dachverband Schweizerischer Patient*innenstellen, Landwirtschaft mit Zukunft, Biene Schweiz, Future 3, Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein

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SCNAT-Factsheet zu Pestiziden
Champ de céréales, Copyright Matthias Sorg
31.01.2023 Politique environnementale

Les ONG mettent en garde contre un manque de transparence accru dans la procédure d’autorisation des pesticides

Une majorité de la Commission de l’économie et des redevances du Conseil national a cédé aujourd’hui à la pression des groupes agrochimiques et a limité le droit des organisations de défense de l’environnement d’être partie dans la procédure d’autorisation des pesticides. Cette décision va à l’encontre de la décision du Tribunal fédéral et des prescriptions de la loi sur la protection de la nature et du paysage.

En 2018, le Tribunal fédéral a rendu un arrêt qui accorde aux organisations environnementales le droit d’être partie dans la procédure d’homologation des pesticides. Depuis cette décision, ces organisations ont donc accès aux documents qui servent de base à l’autorisation d’un pesticide et qui n’étaient jusqu’alors accessibles qu’à l’administration et aux groupes agrochimiques. Cette décision a ainsi augmenté la transparence de la procédure d’homologation, et ainsi sa crédibilité.

Une voix pour la nature et la santé

Outre le droit d’être partie à la procédure, il existe un droit de recours qui sert à vérifier si la pesée des intérêts entre protection et utilisation a été effectuée conformément à la législation sur la protection de l’environnement et de la santé. Car la nature et la santé publique n’ont pas de voix. Elles ont besoin d’un avocat dans le processus d’autorisation, une tâche assumée par les organisations environnementales, également au nom de la santé publique. Celles et ceux qui veulent affaiblir le droit de ces dernières à être partie à la procédure d’homologation veulent ainsi voir autoriser des substances et des produits qui, selon le droit de l’environnement et du point de vue de la protection des consommateurs et de la santé publique, ne devraient pas l’être.

L’argument avancé par les opposants au droit de recours des associations est qu’il ralentit la procédure d’autorisation. Pourtant, la possibilité qu’ont les organisations environnementales d’être partie à la procédure ne provoque pas une avalanche de recours. Depuis l’arrêt du Tribunal fédéral de 2018, les associations concernées n’ont fait recours que dans deux cas, soit moins de 0,1% des 700 dossiers en cours actuellement. Selon les indications de l’Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires, 9 recours de groupes agrochimiques doivent actuellement être traités, contre seulement un des organisations environnementales !

Un audit indépendant recommande plus de transparence

Fin 2019, un audit confié par l’administration fédérale à KPMG SA  a montré où se situaient les véritables lacunes de la procédure d’autorisation. Les principales raisons du ralentissement du processus sont l’afflux de demandes émanant des entreprises de l’agrochimie, qui profitent des émoluments beaucoup trop bas (taux de couverture des coûts de 2%), les dossiers souvent incomplets et le manque de ressources en personnel des autorités pour faire face à l’afflux de demandes d’autorisation.

Le rapport de KMPG contient dix recommandations d’action. Il préconise entre autres que les décisions d’autorisation doivent être accessibles et les associations mieux intégrées à la procédure. Un affaiblissement du droit d’être partie des organisations environnementales va exactement dans la direction opposée.

L’agrochimie profite du manque de transparence

La grande majorité des recommandations d’action de KMPG n’a pas encore été mise en œuvre. L’industrie agrochimique travaille à éviter qu’elles le soient, puisqu’elle profite de l’opacité du système. Mais plus celui-ci est opaque et plus le droit de recours des associations est important. En effet, les pesticides ont un impact massif sur la nature, l’eau potable et la santé (voir à ce sujet la fiche d’information de SCNAT) . Il est impératif que leur autorisation soit transparente et conforme à la législation environnementale.

Les organisations signataires appellent le Conseil national à corriger la décision de sa commission et demandent la mise en œuvre du rapport de KPMG pour plus de transparence et de sécurité. C'est la seule façon d'améliorer le système et de protéger réellement la nature et la santé.

Contacts:

  • Pro Natura: Nicolas Wüthrich, responsable de l’information, Pro Natura, @email, 079 212 52 54
  • WWF Suisse: Cédric Jacot-Guillarmod, Porte-parole WWF Romandie, @email, 079 445 87 79
  • BirdLife Suisse: Patrik Peyer, Chef de projet agriculture, BirdLife Schweiz, @email, 044 457 70 26
  • Greenpeace Suisse: Alexandra Gavilano, Chef de projet Système alimentaire durable, @email, 044 447 41 38 

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Champ de céréales © Matthias Sorg

Communiqué de presse commun de WWF Suisse, Greenpeace Suisse, BirdLife Suisse, SFV, AefU, Allianz Gesunde Schweiz, Public Health, Dachverband Schweizerischer Patient*innenstellen, Landwirtschaft mit Zukunft, Biene Schweiz, Future 3, Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein

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SCNAT-Factsheet zu Pestiziden
Ein Bergmolch. © Matthias Sorg
Gewässer

Pressebilder «Amphibien»

Die hier zur Verfügung gestellten Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit dem erwähnten Thema und unter Angabe des Copyrights verwendet werden.
Un triton alpestre migre la nuit vers sa zone de reproduction
Eaux

Photos pour les médias «Amphibiens»

Les photos mises à disposition ne peuvent être utilisées qu’avec un sujet parlant d’une action de Pro Natura et en mentionnant l'auteur (copyright).
Greina-Hochebene
23.02.2023 Umweltpolitik

Strommangellage ist nicht eingetreten, jetzt Abbau beim Naturschutz stoppen

Der Frühling steht vor der Tür, die anfangs Winter angekündigte Strommangellage ist nicht eingetreten. Trotzdem hat die Politik zugunsten der Energiegewinnung bereits diverse Abstriche beim Natur- und Landschaftsschutz gemacht und stellt weitere in Aussicht. Wird das Parlament in der Frühjahrsession zum dringend nötigen Augenmass zurückfinden? Pro Natura sagt, was sich bei der Bewältigung der Energieknappheit ändern muss, damit nicht gleichzeitig die akute Biodiversitätskrise verschlimmert wird.

Bürgerliche Kreise haben die drohende Strommangellage Anfang Winter schamlos dazu benutzt, um einen Frontalangriff auf den Natur- und Landschaftsschutz zu lancieren. Rechtsstaatliche Prinzipien, vom Volk verabschiedete Gesetze und bewährte Mechanismen im Planungs- und Umweltrecht wurden dabei über Bord geworfen. 

Dass die Mangellage nun doch nicht eingetreten ist, kann den bereits angerichteten Schaden kaum mehr rückgängig machen: So sind die Anbauschlacht und der Run auf Subventionen für grossflächige Photovoltaikanlagen in noch unberührten, alpinen Wildnisgebieten in vollem Gang und Restwassermengen wurden trotz drohendem Artensterben temporär für gewisse Wasserkraftwerke gesenkt. Weitere Attacken auf Natur und Landschaft sind mit einer Initiative der Kleinwasserkraftlobby geplant. Dass vor allem jene Kilowattstunde am meisten zählt, welche eingespart wird, ist derweil in der Politik kaum ein Thema. 

Was in der Frühjahrssession auf dem Spiel steht 

In der kommenden Frühjahrssession steht mit der Diskussion zum Energie- und zum Stromversorgungsgesetz (so genannter Mantelerlass) erneut das Verhältnis von Schutz und energetischem Nutzen unserer Natur und Landschaft auf dem Spiel: Noch ist nicht gesichert, dass Biotope von nationaler Bedeutung von der Energienutzung ausgeschlossen bleiben sollen – als wären diese 2,17% der Schweizer Landesfläche für die Energiewende ausschlaggebend; die Pflicht zu Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen, wenn ein Inventarobjekt betroffen ist, wird infrage gestellt, obwohl deren Notwendigkeit vom «Runden Tisch Wasserkraft» noch vor kurzem bekräftigt worden war; die Planungspflicht für die Projekte vom «Runden Tisch Wasserkraft» soll deutlich reduziert werden und ein grundsätzlicher Interessenvorrang für erneuerbare Energien steht zur Debatte. Per Ausnahmegesetz soll nach der alpinen Photovoltaik auch der Ausbau der Windenergie beschleunigt werden, was die sorgfältige Prüfung von Naturwerten infrage stellt.   

Pro Natura appelliert an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier, zu einem nachhaltigen Verhältnis zwischen Schutz und Nutzen zurückzufinden und  

  • im Auge zu behalten, wie eng Biodiversitäts- und Klimakrise zusammenhängen; 
  • zu berücksichtigen, dass ein Drittel unserer einheimischen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind, ganz besonders die Gewässerlebewesen; 
  • den Naturwert von neu entstehenden Gletschervorfeldern zu berücksichtigen, statt sie voreilig der Nutzung zuzuschlagen 
  • unsere letzten unberührten Landschaften nicht einem Energieausbau zu opfern, welcher grösstenteils konfliktfrei auf bereits bebauten Gebieten stattfinden kann; 
  • politische Rahmenbedingungen anzugehen, um die Energieverschwendung zu stoppen und unseren Energiekonsum auf ein planetenverträgliches Mass zu reduzieren. 

Energiewende, Biodiversitätskrise und Klimakrise müssen gemeinsam gelöst werden!  

Weitere Informationen: 

Kontakt: 

  • Michael Casanova, Projektleiter Gewässerschutz- und Energiepolitik, 061 317 92 29, @email
  • Nathalie Rutz, Medienverantwortliche, 079 826 69 47, @email

Amphibien

Amphibien: Wie können bedrohte Frösche, Kröten und Molche überleben?

Über Tümpel, Teiche, Seeufer und Moore

Laubfrosch
Die meisten Frösche, Molche, Kröten und Salamander sind bedroht. Damit sie überleben, brauchen sie geeignete Feuchtgebiete.

Der Dieselmotor dröhnt, die Schaufel des Baggers gräbt sich tief ins Erdreich. Weil Tümpel, Teiche, Seeufer, Moore und andere Feuchtgebiete nicht mehr auf natürlichem Weg entstehen, legt Pro Natura mit Hilfe von Baumaschinen und Freiwilligen neue Gewässer für Laubfrosch, Geburtshelferkröte und andere Amphibien an. 

Mehr Frösche dank Feuchtgebieten

Nur im Wasser können sich Kaulquappen zu Jungfröschen entwickeln. Um das zu ermöglichen, bauen wir Feuchtgebiete, in denen unterschiedliche Arten leben können. Die Kreuzkröte liebt flache Kiestümpel oder Karrenspuren, die sich rasch erwärmen. Die Erdkröte liebt den Waldteich mit Rohrkolben und Teichrosen. Besonders die stark bedrohten Arten wie Laubfrosch, Gelbbauchunke, Kammmolch, Kreuzkröte und Geburtshelferkröte profitieren von den Pro Natura Projekten, wie dem Projekt Grosse Strommasten für kleine Gelbbauchunken.

Der natürliche Baumeister der Wasserlebensräume ist übrigens der Biber. Mit der Aktion Biber und Co. verhilft ihm Pro Natura zu immer mehr «Baustellen» in der Landschaft.

Im Wasser und an Land lebend

Kaulquappen und Larven der Amphibien leben zuerst im Wasser. Mit der Umwandlung zu Fröschen, Kröten oder Molchen verlassen sie die Gewässer und leben meistens an Land. Je nach Art wandern sie mehrere Kilometer vom Gewässer weg. Wenn Sie also in einer lauen Sommernacht weit weg von einem Gewässer eine Erdkröte entdecken, ist das völlig normal.

Frösche und die Klimaerwärmung

Der Aufbruch der Tiere ans Fortpflanzungsgewässer wird nicht nur durch das Wetter bestimmt. Eine «innere Uhr» kündigt den Tieren die Paarungszeit an. Deshalb bleiben Grasfrösche in milden, regnerischen Januarnächten noch im Versteck. Einen Monat später hüpfen sie bei gleichen Bedingungen los. Wenn die innere Uhr vorgeht überlebt der Nachwuchs nicht. Kurz nach einem milden Regen können nochmals frostige Nächte folgen. Die Froscheier sterben dann ab. Spätfröste sind auch in Zeiten der Klimaerwärmung möglich. Deshalb hat sich die Paarungszeit von Grasfröschen und Erdkröten bisher nicht verschoben. 

Die Gelbbauchunke hat dank Pro Natura und den Tümpeln unter Strommasten wieder mehr Lebensraum. Schön zu sehen sind die typische herzförmige Pupille und ansatzweise der gelbe Bauch der Unke. Wolfgang Bischoff, naturschutzlösungen
Die Gelbbauchunke hat dank Pro Natura und den Tümpeln unter Strommasten wieder mehr Lebensraum. Schön zu sehen sind die typische herzförmige Pupille und ansatzweise der gelbe Bauch der Unke.

Gefährliche Amphibienwanderungen

Kaum ist der Winter vorbei, wandern die Amphibien aus den Winterquartieren zu ihren Laichgewässern, um sich dort zu paaren. Zuerst wandern die Grasfrösche und die Erdkröten. In tiefen Lagen sind sie in regnerischen Nächten schon Ende Februar unterwegs. Führt ihr Weg über eine Strasse, werden sie oft zu Hunderten überfahren.  Damit dies nicht geschieht, werden einzelne Strassenabschnitte gesperrt oder Amphibienunterführungen gebaut. An manchen Orten werden Amphibienzäune aufgestellt. Freiwillige, Schulklassen oder Gemeindemitarbeitende sammeln die Tiere ein und tragen sie über die Strasse.

 Matthias Sorg Matthias Sorg

Amphibien sind geschützt

Alle einheimischen Amphibienarten sind gesetzlich geschützt. Wer sie fängt, transportiert, verkauft oder gar tötet, braucht dazu eine Bewilligung. Das bedeutet, wer sich über den laut quakenden Frosch im Gartenteich ärgert, darf diesen nicht ohne Bewilligung wegfangen.

Erdkröte Raphael Mettler

Pestizide schwächen oder töten Amphibien

Amphibien haben eine durchlässige Haut und nehmen damit leicht Stoffe aus der Umwelt auf – leider auch Pestizide. Amphibien können durch Pestizide getötet oder geschwächt werden. Zum Beispiel haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass «Roundup», ein in der Schweiz verkauftes Mittel gegen Unkräuter auf Kaulquappen und junge Amphibien tödlich wirken kann. Verzichten Sie deshalb in ihrem Garten auf den Einsatz von Pestiziden.

Frösche und Molche rund ums Haus

Hat es in Ihrer Nähe einen Teich? Gut möglich, dass dann rund um Ihr Haus Frösche, Molche, Kröten oder Salamander leben. Helfen Sie mit, dass es ihnen gut geht. Das Pro Natura Faltblatt «Amphibien rund ums Haus» gibt Ihnen Tipps.

Ein Froschkonzert am Bildschirm

Unsere Projekte für Amphibien

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BLN Greina – Piz Medel GR, Copyright Jan Guerke
26.01.2023 Energie

Ausbau der Erneuerbaren: UREK-N sagt Ja zum Biotopschutz - doch der Kompromiss braucht noch Verbesserungen

Die Umweltallianz begrüsst, dass die UREK-N den Schutz bestehender Biotope von nationaler Bedeutung aufrechterhält und den Ausbau der Solarenergie auf Infrastrukturen vorantreibt. Sie zeigt sich jedoch besorgt über den geplanten Freipass für Windkraftanlagen in Waldgebieten und erinnert daran, dass die Bewilligung von Wasserkraftprojekten nicht von den bestehenden Verfahren ausgenommen werden darf.

Die UREK-N stellt sich hinter die wertvollsten Naturgebiete in der Schweiz, was die Umweltallianz begrüsst. Die Biotope von nationaler Bedeutung umfassen Moore, Auen, Trockenwiesen und Amphibienlaichgebiete und machen nur gerade 2 Prozent unserer Landesfläche aus, beherbergen aber ein Drittel aller bedrohten Tier- und Pflanzenarten. So speichern sie beispielsweise auch CO2 und schützen uns vor Dürren und Überschwemmungen. Dieses Herz der Natur ist im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise besonders wichtig.

Zugleich relativiert die Kommission aber den Schutz für Gletschervorfelder und alpine Schwemmebenen, die mit dem Rückzug der Gletscher nationale Bedeutung erreichen könnten. Dies ist aus wissenschaftlicher Sicht unnötig und bedauerlich, denn viele dieser Pionierstandorte sind sehr selten und somit für den Erhalt der Biodiversität der Alpen zentral. Für eine sichere Winterstromversorgung ist es nicht notwendig, diese Gebiete zu nutzen. 

Für die Winterstromversorgung will die UREK-N auf die 15 Projekte des Runden Tisches Wasserkraft setzen. Die Umweltverbände betonen, dass die geltenden Verfahren dazu eingehalten und die am Runden Tisch zugesagten Schutz- und Ausgleichsmassnahmen ebenfalls angewendet werden müssen.

Die erweiterte Pflicht für Solarenergie auf Neubauten und Infrastrukturbauten geht in die richtige Richtung. Der Solarausbau sollte prioritär auf bestehender Infrastruktur stattfinden. Sehr kritisch sehen die Umweltorganisationen die Standortgebundenheit der Windanlagen im Wald, da die Biodiversität im Wald wesentlich höher ist als im Kulturland.

Aktion «Retten wir das Herz der Schweizer Natur»

Diverse Verbände appellieren gemeinsam an die Politik, am Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung festzuhalten. Ohne Biotopschutz könnten unersetzbare Lebensräume verbaut und für immer zerstört werden. Dazu gehören z.B. die wilde Natur in der Greina, im Val Roseg, in Zinal oder im Maderanertal. 

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Energie-, Gewässerschutz- und Klimapolitik, 061 317 92 29, @email
  • WWF Schweiz: Christoph Kinsperger, Kommunikationsberater, 078 749 88 14, @email
  • Bird Life Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, 076 308 66 84, @email
  • Greenpeace Schweiz: Georg Klingler, Energie- und Klimaexperte, 079 785 07 38, @email

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Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz und Pro Natura

BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke

BLN Greina – Piz Medel GR, Copyright Jan Guerke
26.01.2023

Développement des énergies renouvelables: la CEATE-N dit oui à la protection des biotopes, mais le compromis doit encore être amélioré

L’Alliance-Environnement salue le fait que la CEATE-N maintient la protection des biotopes d’importance nationale et encourage le développement de l'énergie solaire sur les infrastructures existantes. Elle s'inquiète toutefois du développement des éoliennes dans les zones forestières et rappelle que les autorisations pour les projets hydroélectriques ne doivent pas être exemptées des procédures existantes.

La CEATE-N soutient la protection des zones naturelles les plus précieuses de Suisse, ce que salue l’Alliance-Environnement. Ces marais, zones alluviales, prairies sèches et sites de reproduction des amphibiens représentent à peine 2% de notre territoire, mais abritent un tiers des espèces animales et végétales menacées. Elles sont particulièrement importantes dans la lutte contre le réchauffement climatique et la crise de la biodiversité. Elles stockent le CO2 et nous protègent des sécheresses et des inondations. 

Toutefois, la commission réduit la protection pour les nouvelles marges proglaciaires et les plaines alluviales alpines, qui pourraient devenir d’importance nationale avec le recul des glaciers. D'un point de vue scientifique, c'est inutile et regrettable. En effet, nombre de ces sites pionniers sont rares et essentiels pour la préservation de la biodiversité alpine. Il est inutile de les utiliser pour assurer l’approvisionnement électrique en hiver. 

Pour l'approvisionnement en électricité en hiver, la CEATE-N veut s’appuyer sur les 15 projets reconnus par la table ronde consacrée à l’énergie hydraulique. Les organisations membres de l’Alliance-Environnement insistent pour que les procédures en vigueur soient respectées et que les mesures promises lors de la table ronde soient appliquées. 

L'obligation d'utiliser l'énergie solaire pour les nouveaux bâtiments va dans la bonne direction. Le développement de l'énergie solaire doit se faire en priorité sur les infrastructures existantes. Enfin, les membres de l’Alliance-Environnement sont très critiques à l'égard de l’implantation des éoliennes en forêt, car la biodiversité y est nettement plus élevée que sur les terres cultivées.

Action «Sauvons le cœur de la nature suisse»

Diverses organisations environnementales lancent un appel commun aux autorités politiques pour qu'elles maintiennent la protection des biotopes d'importance nationale. Sans protection des biotopes, des habitats irremplaçables pourraient être exploités et irrémédiablement détruits. La nature sauvage de la Greina, du Val Roseg, de Zinal ou du Maderanertal en font partie.

Plus d'informations:

Réussir la transition énergétique : energiewende2035.umweltallianz.ch/fr  
Préserver les biotopes d'importance nationale : protectionbiotopes.ch

Contact:

  • Pro Natura: Sarah Pearson Perret, secrétaire romande, 079 688 72 24, @email
  • WWF Suisse: Cédric Jacot-Guillardmod, porte-parole, 079 445 87 89, @email
  • BirdLife Suisse: François Turrian, directeur romand, 079 318 77 75, @email
  • Greenpeace Suisse: Mathias Schlegel, porte-parole, 079 794 61 23, @email 

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Communiqué commun de WWF Suisse, BirdLife Suisse, Greenpeace Suisse et Pro Natura

BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke

Paarungszeit bei den Fröschen, Copyright Sandra Schweizer
06.02.2023 Amphibien

Die Klimakrise macht den Amphibien zu schaffen

Wenn nachts die ersten Regentropfen fallen und das Thermometer über vier Grad anzeigt, beginnt die grosse Wanderung: Millionen Frösche, Kröten und Molche machen sich auf den Weg zu ihren Fortpflanzungsgewässern. Gefahr droht ihnen vom Strassenverkehr, aber auch von der Klimakrise.

Jedes Jahr wandern schweizweit Millionen geschlechtsreife Frösche, Kröten und Molche von ihren Überwinterungsquartieren im Wald zu den Laichgewässern, in denen sie geboren wurden. Ihre innere Uhr weckt die Tiere aus der Winterstarre und signalisiert, dass es Paarungszeit ist. Sobald die Nächte warm und die Witterung nass genug sind, starten sie ihre gefährliche Hochzeitsreise. Im Schnitt dauert diese im Mittelland von Mitte Februar bis Ende März. 

Klimaerhitzung stört den Ablauf

Weil die Wanderrouten von unzähligen Strassen durchschnitten werden, wartet dabei auf tausende Tiere der Tod. Dank Kleintierunterführungen und dem  Einsatz zahlreicher Freiwilliger kann das mittlerweile vielerorts verhindert werden. In den letzten Jahren war denn der Verkehr auch nicht mehr die einzige Gefahr für die Amphibienwanderung. 
«Die Klimaerhitzung bringt den Ablauf der Wanderung immer öfter durcheinander», erklärt Urs Tester von Pro Natura: «Die lange Trockenheit im Februar und März letztes Jahr führte dazu, dass sich nur wenige Grasfrösche und Erdkröten auf die Reise machten. Kurz nach Beginn der Fortpflanzungszeit gab es ausserdem nochmals Frostnächte, die den Grasfroschlaich absterben liessen.»

Amphibien leiden auch unter Biodiversitätskrise

Tester betont, dass sich die Populationen von einzelnen Ereignissen dieser Art erholen können. «Treten sie aufgrund der Klimakrise jedoch gehäuft auf, kann das ganze Bestände auslöschen». Fehlen diese Tiere in Zukunft, verlieren wir wichtige Bindeglieder in der Nahrungskette: Sie fressen Mücken, Fliegen und andere Insekten und sind selbst wichtige Beutetiere für Vögel und Reptilien. Schon jetzt sind die Amphibien, eine der am stärksten von der Biodiversitätskrise betroffenen Tierarten. Durch den grossen Schwund von Feuchtgebieten sind drei Viertel der 20 einheimischen Amphibienarten gefährdet. Umso wichtiger ist es, ihren Fortpflanzungserfolg mit effektiven Massnahmen gegen die Klima- und Biodiversitätskrise zu sichern. Mit dem Anlegen zahlreicher Tümpel und Teiche leistet Pro Natura hier einen konkreten Beitrag, der Wirkung zeigt, wie eine Studie der WSL und Eawag belegt.


Weitere Informationen:


Kontakt:

  • Urs Tester, Leiter Abteilung Biotope und Arten Pro Natura, Tel.  061 317 91 36, @email  
  • Pro Natura Medienstelle: Tel. 079 826 69 47, @email 

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Headerbild © Sandra Schweizer

Pressebilder

La saison des amours chez les grenouilles, Copyright Sandra Schweizer
06.02.2023 Amphibiens

Les amphibiens souffrent de la crise du climat

Lorsqu’il pleut la nuit et que le mercure s’élève au-dessus de quatre degrés, le signal de la grande migration est donné: des millions de grenouilles, crapauds et tritons se mettent en route pour gagner leurs sites de reproduction. Déjà victimes de la circulation routière, ils sont aujourd’hui menacés par la crise climatique.

Chaque année, dans toute la Suisse, des millions de grenouilles, crapauds et tritons quittent leurs quartiers d’hiver dans la forêt pour gagner les frayères où ils sont nés. Leur horloge interne les tire de leur hibernation et leur signale que la période de reproduction a commencé. Dès que les nuits se réchauffent et que la météo est suffisamment humide, les amphibiens entreprennent leur périlleux voyage de noces. Il s’étend généralement de mi-février à mi-mars sur le Plateau.

Le réchauffement perturbe le processus

Les itinéraires de migration traversent d’innombrables routes où la mort guette des milliers d’animaux. Ce sort peut aujourd’hui leur être évité en beaucoup d’endroits grâce à l’aménagement de passages à amphibiens et à l’engagement de nombreux bénévoles. Mais depuis quelques années, la circulation routière n’est du reste plus le seul danger que doivent affronter les amphibiens lors de leur périple.
«Le réchauffement climatique perturbe de plus en plus souvent le déroulement de la migration», explique René Amstutz, de Pro Natura: «L’an dernier, à cause de la longue sécheresse en février et mars, seul un petit nombre de grenouilles rousses et de crapauds se sont mis en route. La saison de reproduction avait à peine commencé que le retour des gelées nocturnes a fait mourir les œufs des grenouilles rousses». 

Les amphibiens souffrent aussi de la crise de la biodiversité

René Amstutz précise que les populations sont capables de se rétablir après de tels  événements, pour peu qu’ils restent isolés. «Mais si la crise climatique les amène à se produire trop souvent, tout l'effectif peut s'effondrer.» Sans ces animaux, nous perdrions des maillons importants de la chaîne alimentaire. Ils se nourrissent de moustiques, mouches et autres insectes, tout en constituant eux-mêmes une proie de choix pour les oiseaux et les reptiles. Les amphibiens comptent déjà parmi les espèces les plus durement affectées par la crise de la biodiversité. La raréfaction des zones humides met en danger trois quarts des espèces d’amphibiens indigènes. Il est d’autant plus important d’assurer le succès de leur reproduction par des mesures efficaces contre la crise du climat et de la biodiversité. Pro Natura y travaille concrètement en aménageant de nombreuses mares et étangs, une contribution qui porte ses fruits, comme le prouve une étude du WSL et de l’Eawag.

Informations complémentaires:

Contacts:

  • René Amstutz, chef de projet Réserves naturelles & espèces, tél. 061 317 91 34, @email 
  • Service médias Pro Natura: Nicolas Wüthrich, tél. 079 212 52 54, @email

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Photo © Sandra Schweizer

Photos pour les médias

Getreidefeld, Copyright Matthias Sorg
31.01.2023 Umweltpolitik

Umwelt-, Konsumenten- und Gesundheitsverbände warnen vor mehr Intransparenz bei der Pestizid-Zulassung

Eine Mehrheit der nationalrätlichen Wirtschaftskommission hat heute dem Druck der Agrochemiekonzerne nachgegeben und das Parteistellungsrecht der Umweltorganisationen bei der Pestizid-Zulassung eingeschränkt. Dies widerspricht dem Entscheid des Bundesgerichts und den Vorgaben des Natur- und Heimatschutzgesetzes.

Seit einem Bundesgerichtsentscheid im Jahr 2018 haben die Umweltorganisationen ein Parteistellungsrecht bei der Zulassung von Pestiziden. Durch dieses Urteil erhielten Umweltorganisationen Zugang zu den Dokumenten, die als Grundlage für die Zulassung eines Pestizids dienen und die bis dahin nur der Verwaltung und den Agrochemiekonzerne zugänglich waren. Das Urteil hat dadurch nicht nur die Transparenz des Zulassungsverfahrens erhöht, sondern auch dessen Glaubwürdigkeit massiv verstärkt.

Eine Stimme für die Natur und Gesundheit

Zusammen mit dem Parteistellungsrecht kommt ein Beschwerderecht, das dazu dient, zu überprüfen, ob die Interessenabwägung zwischen Schutz und Nutzung in Übereinstimmung mit der Umwelt- und Gesundheitsschutzgesetzgebung vorgenommen wurde. Denn die Natur und die öffentliche Gesundheit haben keine Stimme. Sie braucht eine Anwältin im Zulassungsprozess - eine Aufgabe, welche die Umweltorganisationen, nicht zuletzt auch im Namen der öffentlichen Gesundheit, übernehmen. Wer nun das Parteistellungsrecht der Umweltorganisationen schwächen will, will Stoffe und Produkte zulassen, die gemäss Umweltrecht und aus Sicht des Konsumentenschutzes und der öffentlichen Gesundheit nicht zugelassen werden dürften.

Behauptet wird, dass das Zulassungsverfahren wegen der Verbandsbeschwerde verlangsamt wurde. Die Möglichkeit der Umweltorganisationen zur Parteistellung führt jedoch nicht zu einer Flut an Beschwerden. Seit dem Bundesgerichtsentscheid von 2018 haben die Umweltorganisationen lediglich in zwei Fällen Beschwerde geführt. Dies entspricht weniger als 0.1 Prozent der 700 derzeit hängigen Dossiers. Nach Angaben des BLV sind heute neun Beschwerden der Agrochemiekonzerne und nur eine von Umweltschutzorganisationen hängig!

Unabhängiges Audit empfiehlt mehr statt weniger Transparenz

Ende 2019 zeigte ein von der Bundesverwaltung an die KPMG AG beauftragtes Audit auf, wo die wirklichen Mängel des Zulassungsverfahrens liegen. Die Hauptgründe für den verlangsamten Prozess sind die Flut an Gesuchen aus den Unternehmen der Agrochemie, welche die viel zu tiefen Gebühren (Kostendeckungsgrad von 2%) ausnutzt sowie die oft unvollständig eingereichten Dossiers und die mangelnden personellen Ressourcen der Behörde, um diese Flut an Gesuchen überhaupt zu bewältigen.
Der Bericht von KMPG enthält zehn Handlungsempfehlungen. Unter anderem empfiehlt er, dass die Zulassungsentscheide zugänglich gemacht werden und dass die Verbände besser integriert werden. Eine Schwächung der Parteistellungsrecht für die Umweltorganisationen geht genau in die entgegengesetzte Richtung.

Agrochemie profitiert von der Intransparenz

Die überwiegende Mehrheit der KMPG-Handlungsempfehlungen wurden bislang nicht umgesetzt. Die Agrochemie arbeitet daran, dies zu verhindern, da sie von der Intransparenz des Systems profitiert. Doch je undurchsichtiger das System ist, desto wichtiger ist das Verbandsbeschwerderecht. Denn Pestizide haben massive Auswirkungen auf die Natur, das Trinkwasser und die menschliche Gesundheit (vgl. dazu das Faktenblatt von SCNAT-Factsheet). Es ist zwingend notwendig, dass ihre Zulassung transparent und im Einklang mit dem Umweltrecht erfolgt.

Die Verbände appellieren an den Nationalrat den Entscheid seiner Kommission zu korrigieren und fordern die Umsetzung des KPMG-Berichts für mehr Transparenz und Sicherheit. Nur so kann das System verbessert und die Natur und Gesundheit auch wirklich geschützt werden.

Kontakt:

  • Pro Natura: Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik, 061 317 92 40, @email
  • WWF Schweiz: Jonas Schmid, Kommunikationsbeauftragter, @email, 079 241 60 57
  • BirdLife Schweiz: Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, 044 457 70 26, @email
  • Greenpeace Schweiz: Alexandra Gavilano, Projektleiterin Nachhaltiges Ernährungssystem, 044 447 41 38, @email

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Getreidefeld © Matthias Sorg

Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, Greenpeace Schweiz, BirdLife Schweiz, SFV, AefU, Allianz Gesunde Schweiz, Public Health, Dachverband Schweizerischer Patient*innenstellen, Landwirtschaft mit Zukunft, Biene Schweiz, Future 3, Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein

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SCNAT-Factsheet zu Pestiziden
Champ de céréales, Copyright Matthias Sorg
31.01.2023 Politique environnementale

Les ONG mettent en garde contre un manque de transparence accru dans la procédure d’autorisation des pesticides

Une majorité de la Commission de l’économie et des redevances du Conseil national a cédé aujourd’hui à la pression des groupes agrochimiques et a limité le droit des organisations de défense de l’environnement d’être partie dans la procédure d’autorisation des pesticides. Cette décision va à l’encontre de la décision du Tribunal fédéral et des prescriptions de la loi sur la protection de la nature et du paysage.

En 2018, le Tribunal fédéral a rendu un arrêt qui accorde aux organisations environnementales le droit d’être partie dans la procédure d’homologation des pesticides. Depuis cette décision, ces organisations ont donc accès aux documents qui servent de base à l’autorisation d’un pesticide et qui n’étaient jusqu’alors accessibles qu’à l’administration et aux groupes agrochimiques. Cette décision a ainsi augmenté la transparence de la procédure d’homologation, et ainsi sa crédibilité.

Une voix pour la nature et la santé

Outre le droit d’être partie à la procédure, il existe un droit de recours qui sert à vérifier si la pesée des intérêts entre protection et utilisation a été effectuée conformément à la législation sur la protection de l’environnement et de la santé. Car la nature et la santé publique n’ont pas de voix. Elles ont besoin d’un avocat dans le processus d’autorisation, une tâche assumée par les organisations environnementales, également au nom de la santé publique. Celles et ceux qui veulent affaiblir le droit de ces dernières à être partie à la procédure d’homologation veulent ainsi voir autoriser des substances et des produits qui, selon le droit de l’environnement et du point de vue de la protection des consommateurs et de la santé publique, ne devraient pas l’être.

L’argument avancé par les opposants au droit de recours des associations est qu’il ralentit la procédure d’autorisation. Pourtant, la possibilité qu’ont les organisations environnementales d’être partie à la procédure ne provoque pas une avalanche de recours. Depuis l’arrêt du Tribunal fédéral de 2018, les associations concernées n’ont fait recours que dans deux cas, soit moins de 0,1% des 700 dossiers en cours actuellement. Selon les indications de l’Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires, 9 recours de groupes agrochimiques doivent actuellement être traités, contre seulement un des organisations environnementales !

Un audit indépendant recommande plus de transparence

Fin 2019, un audit confié par l’administration fédérale à KPMG SA  a montré où se situaient les véritables lacunes de la procédure d’autorisation. Les principales raisons du ralentissement du processus sont l’afflux de demandes émanant des entreprises de l’agrochimie, qui profitent des émoluments beaucoup trop bas (taux de couverture des coûts de 2%), les dossiers souvent incomplets et le manque de ressources en personnel des autorités pour faire face à l’afflux de demandes d’autorisation.

Le rapport de KMPG contient dix recommandations d’action. Il préconise entre autres que les décisions d’autorisation doivent être accessibles et les associations mieux intégrées à la procédure. Un affaiblissement du droit d’être partie des organisations environnementales va exactement dans la direction opposée.

L’agrochimie profite du manque de transparence

La grande majorité des recommandations d’action de KMPG n’a pas encore été mise en œuvre. L’industrie agrochimique travaille à éviter qu’elles le soient, puisqu’elle profite de l’opacité du système. Mais plus celui-ci est opaque et plus le droit de recours des associations est important. En effet, les pesticides ont un impact massif sur la nature, l’eau potable et la santé (voir à ce sujet la fiche d’information de SCNAT) . Il est impératif que leur autorisation soit transparente et conforme à la législation environnementale.

Les organisations signataires appellent le Conseil national à corriger la décision de sa commission et demandent la mise en œuvre du rapport de KPMG pour plus de transparence et de sécurité. C'est la seule façon d'améliorer le système et de protéger réellement la nature et la santé.

Contacts:

  • Pro Natura: Nicolas Wüthrich, responsable de l’information, Pro Natura, @email, 079 212 52 54
  • WWF Suisse: Cédric Jacot-Guillarmod, Porte-parole WWF Romandie, @email, 079 445 87 79
  • BirdLife Suisse: Patrik Peyer, Chef de projet agriculture, BirdLife Schweiz, @email, 044 457 70 26
  • Greenpeace Suisse: Alexandra Gavilano, Chef de projet Système alimentaire durable, @email, 044 447 41 38 

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Champ de céréales © Matthias Sorg

Communiqué de presse commun de WWF Suisse, Greenpeace Suisse, BirdLife Suisse, SFV, AefU, Allianz Gesunde Schweiz, Public Health, Dachverband Schweizerischer Patient*innenstellen, Landwirtschaft mit Zukunft, Biene Schweiz, Future 3, Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein

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SCNAT-Factsheet zu Pestiziden
Ein Bergmolch. © Matthias Sorg
Gewässer

Pressebilder «Amphibien»

Die hier zur Verfügung gestellten Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit dem erwähnten Thema und unter Angabe des Copyrights verwendet werden.
Un triton alpestre migre la nuit vers sa zone de reproduction
Eaux

Photos pour les médias «Amphibiens»

Les photos mises à disposition ne peuvent être utilisées qu’avec un sujet parlant d’une action de Pro Natura et en mentionnant l'auteur (copyright).
Greina-Hochebene
23.02.2023 Umweltpolitik

Strommangellage ist nicht eingetreten, jetzt Abbau beim Naturschutz stoppen

Der Frühling steht vor der Tür, die anfangs Winter angekündigte Strommangellage ist nicht eingetreten. Trotzdem hat die Politik zugunsten der Energiegewinnung bereits diverse Abstriche beim Natur- und Landschaftsschutz gemacht und stellt weitere in Aussicht. Wird das Parlament in der Frühjahrsession zum dringend nötigen Augenmass zurückfinden? Pro Natura sagt, was sich bei der Bewältigung der Energieknappheit ändern muss, damit nicht gleichzeitig die akute Biodiversitätskrise verschlimmert wird.

Bürgerliche Kreise haben die drohende Strommangellage Anfang Winter schamlos dazu benutzt, um einen Frontalangriff auf den Natur- und Landschaftsschutz zu lancieren. Rechtsstaatliche Prinzipien, vom Volk verabschiedete Gesetze und bewährte Mechanismen im Planungs- und Umweltrecht wurden dabei über Bord geworfen. 

Dass die Mangellage nun doch nicht eingetreten ist, kann den bereits angerichteten Schaden kaum mehr rückgängig machen: So sind die Anbauschlacht und der Run auf Subventionen für grossflächige Photovoltaikanlagen in noch unberührten, alpinen Wildnisgebieten in vollem Gang und Restwassermengen wurden trotz drohendem Artensterben temporär für gewisse Wasserkraftwerke gesenkt. Weitere Attacken auf Natur und Landschaft sind mit einer Initiative der Kleinwasserkraftlobby geplant. Dass vor allem jene Kilowattstunde am meisten zählt, welche eingespart wird, ist derweil in der Politik kaum ein Thema. 

Was in der Frühjahrssession auf dem Spiel steht 

In der kommenden Frühjahrssession steht mit der Diskussion zum Energie- und zum Stromversorgungsgesetz (so genannter Mantelerlass) erneut das Verhältnis von Schutz und energetischem Nutzen unserer Natur und Landschaft auf dem Spiel: Noch ist nicht gesichert, dass Biotope von nationaler Bedeutung von der Energienutzung ausgeschlossen bleiben sollen – als wären diese 2,17% der Schweizer Landesfläche für die Energiewende ausschlaggebend; die Pflicht zu Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen, wenn ein Inventarobjekt betroffen ist, wird infrage gestellt, obwohl deren Notwendigkeit vom «Runden Tisch Wasserkraft» noch vor kurzem bekräftigt worden war; die Planungspflicht für die Projekte vom «Runden Tisch Wasserkraft» soll deutlich reduziert werden und ein grundsätzlicher Interessenvorrang für erneuerbare Energien steht zur Debatte. Per Ausnahmegesetz soll nach der alpinen Photovoltaik auch der Ausbau der Windenergie beschleunigt werden, was die sorgfältige Prüfung von Naturwerten infrage stellt.   

Pro Natura appelliert an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier, zu einem nachhaltigen Verhältnis zwischen Schutz und Nutzen zurückzufinden und  

  • im Auge zu behalten, wie eng Biodiversitäts- und Klimakrise zusammenhängen; 
  • zu berücksichtigen, dass ein Drittel unserer einheimischen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind, ganz besonders die Gewässerlebewesen; 
  • den Naturwert von neu entstehenden Gletschervorfeldern zu berücksichtigen, statt sie voreilig der Nutzung zuzuschlagen 
  • unsere letzten unberührten Landschaften nicht einem Energieausbau zu opfern, welcher grösstenteils konfliktfrei auf bereits bebauten Gebieten stattfinden kann; 
  • politische Rahmenbedingungen anzugehen, um die Energieverschwendung zu stoppen und unseren Energiekonsum auf ein planetenverträgliches Mass zu reduzieren. 

Energiewende, Biodiversitätskrise und Klimakrise müssen gemeinsam gelöst werden!  

Weitere Informationen: 

Kontakt: 

  • Michael Casanova, Projektleiter Gewässerschutz- und Energiepolitik, 061 317 92 29, @email
  • Nathalie Rutz, Medienverantwortliche, 079 826 69 47, @email
Kreuzkröte rufend

Ehe­ma­lige Kies­grube wird zum Amphibien-Paradies

Erdkröte unterwegs auf Strasse
13.02.2026 Amphibien

Millionen Tiere auf gefährlicher Mission

Eines der grössten Naturschauspiele der Schweiz hat begonnen: Die Amphibienwanderung. Zwischen Mitte Februar und Ende März machen sich Millionen Frösche, Kröten und Molche auf den gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern. Doch diese Lebensräume sind stark gefährdet. Mit einer Vielzahl von Projekten setzt sich Pro Natura für ihren Erhalt ein.

Sobald die Nächte milder werden und Regenfälle einsetzen, erwachen Millionen Amphibien aus ihrer Winterstarre im Wald. Einem inneren Kompass folgend wandern die geschlechtsreifen Tiere meistens genau dorthin, wo sie einst selbst geschlüpft sind. Das ist heute oft ein Wettlauf ums Überleben: Zahlreiche dieser Wanderrouten werden von Strassen durchschnitten. Trotz Kleintierunterführungen und dem unermüdlichen Einsatz tausender freiwilliger Helfer:innen bleiben Strassenüberquerungen für Amphibien eine der häufigsten Todesursachen.

Lebensraumverlust bedroht ganze Populationen

Der Verkehr ist jedoch nicht das grösste Problem. Dramatischer wirkt sich der Verlust geeigneter Lebensräume aus: In den letzten 150 Jahren wurden über 90 Prozent der Feuchtgebiete in der Schweiz trockengelegt oder überbaut. Die Folgen sind gravierend: In jedem Amphibienlaichgebiet ist heute im Durchschnitt eine Art lokal verschwunden, 79 Prozent der einheimischen Arten sind auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Aber es gibt auch positive Signale: In den letzten zehn Jahren konnte der Rückgang in gewissen Gebieten gebremst oder gestoppt werden. 

Vernetzte Feuchtgebiete als Schlüssel für den Fortbestand

Eine Studie von WSL und Eawag zeigt, dass der Bau von neuen Tümpeln ein wirksames Instrument gegen das Amphibiensterben ist. Um die Verluste aus der Vergangenheit wettzumachen, sind neue, gut vernetzte Feuchtgebiete und funktionierende Wanderkorridore entscheidend. Nur wenn genügend Laichgewässer vorhanden und miteinander verbunden sind, können stabile Amphibienpopulationen überleben. Pro Natura Sektionen unterstützen das Überleben von Amphibien in der Schweiz mit diversen Projekten: vom Bau neuer Weiher für den Glögglifrosch (Geburtshelferkröte) im Oberbaselbiet bis zu Mini-Tümpeln unter Strommasten für die seltene Gelbbauchunke.

Weitere Informationen: 

Kontakt: 

  • Nathalie Rutz, Medienverantwortliche Pro Natura, 079 826 69 47,
    @email 
Junge und erwachsene Gelbbauchunke liegen im Wasser

Grosse Strom­mas­ten für kleine Gelbbauchunken

Erdkroete_cr_Matthias Sorg
07.02.2022 Amphibien

Lotsen für Frosch-Hochzeitsreise gesucht

Bald sind wieder 5 Millionen Frösche, Kröten und Molche auf dem Weg zu ihren Fortpflanzungsgewässern. Damit die gefährdeten Amphibien unterwegs nicht dem Verkehr zum Opfer fallen, suchen Naturschutzvereine und Gemeinden nach freiwilligen Lotsen, die ihnen zu einer sicheren Hochzeitsreise verhelfen.

Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche sind wichtige Bindeglieder in der Nahrungskette. Sie fressen Mücken, Fliegen, Käfer, Spinnen, Würmer; sind aber auch selbst wichtige Beutetiere für vielerlei Vögel, Reptilien und Säugetiere. „Mehr als drei Viertel unserer 20 einheimischen Amphibienarten sind jedoch gefährdet — damit gehören sie zu den am stärksten von der Biodiversitätskrise betroffen Tierarten“, betont Urs Tester von Pro Natura. Umso wichtiger ist deshalb ihr Fortpflanzungserfolg. Jedes Frühjahr nach dem ersten Wärmeeinbruch – in tiefen Lagen meist ab der zweiten Februarhälfte – machen sich in regnerischen Nächten rund 5 Millionen Frösche, Kröten und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Bei der Überquerung von Strassen lauert dabei für Tausende von ihnen der Tod. 

Kleiner Einsatz, grosse Wirkung 

Gemeinden und regionale Naturschutzvereine erstellen deshalb Amphibienzäune und rufen Vereine, Schulklassen und Privatpersonen dazu auf, sich für eine sichere Amphibienwanderung zu engagieren. Der Einsatz ist denkbar einfach, die Wirkung gross: Während rund drei Wochen sammeln die Freiwilligen abends und am Morgen die Lurche in Kübeln ein und tragen sie über die Strasse. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. 

Interessierte Personen finden unter folgendem Link weiterführende Informationen: https://www.pronatura.ch/de/amphibienwanderung

Kontakt

Urs Tester, Leiter Abteilung Biotope und Arten Pro Natura, Tel.  061 317 91 36, @email  

Medienstelle Pro Natura, Tel. 079 826 69 47, @email

Wasserfläche und Vegetation der Düdinger Möser
Friburgo

Naturschutzgebiet Düdinger Möser

Dieser Moorkomplex aus 6 Mösern, dessen Bildung vor 15'000 Jahren begann, drohte während dem 20. Jahrhundert zu verschwinden.

Die Düdinger Möser waren im 20. Jahrhundert zahlreichen Störungen unterworfen. Der Torf dieser Möser, der mehrere Tausend Jahre brauchte, um sich zu bilden, wurde während dem 2. Weltkrieg intensiv abgebaut, um dem Kohlemangel entgegenzuwirken. Daraus entstanden mehrere Wasserflächen und die Besiedelung des Lebensraumes durch Bäume und Sträucher begann. Die Nutzung eines Teils der Möser als Abfallgrube und für die Fischzucht, wie auch der Bau der Autobahn A12 hatten in den 1970er-Jahren grosse Auswirkungen auf diesen Lebensraum.

Um den Erhalt dieser aussergewöhnlichen Feuchtgebiete und deren Pflanzen- und Tierarten zu sichern, sind die Düdinger Möser seit 1975 geschützt. Die Möserkommission, in der Pro Natura vertreten ist, plant mit dem Amt für Natur und Landschaft gezielte Pflegemassnahmen und die notwendigen Einrichtungen. Diese Massnahmen haben zum Ziel, die Erhaltung dieses Lebensraumes und die Attraktivität des Gebiets für die Öffentlichkeit zu garantieren.

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Info

Hoch- und Flachmoore, Feuchtwiesen, Wald. Lebensraum von zahlreichen Pflanzen und Insekten von Feuchtgebieten, wie auch von 7 Amphibienarten.

Hunde bitte an der Leine führen, Wege nicht verlassen, kein Feuer entfachen.

Dettagli sulla riserva naturale

Accesso

Zu Fuss von Freiburg über die Grandfeybrücke oder zu Fuss von Düdingen.

Servizi sul luogo

Ein botanischer Lehrpfad führt durch die Möser und stellt 60 typische Pflanzenarten vor.

Die Wasserflächen von Les Overesses in Villarepos von oben betrachtet
Friburgo

Naturschutzgebiet Overesses

Die Vegetation und die Wasserflächen des Schutzgebietes Overesses beinhalten eine grosse Vielfalt. Um diese zu erhalten, wurden 2016 grössere Arbeiten ausgeführt.

Die friedliche Stimmung in dieser ehemaligen Kiesgrube in Villarepos zieht viele Tierarten an. Die Gebüsche werden von zahlreichen Vögeln genutzt und das Reh oder sogar das Hermelin können in den umliegenden Wiesen gesichtet werden. Für die Amphibien ist das Feuchtgebiet sehr wichtig. Jeden Frühling pflanzen sich die Gelbbauchunke, der Bergmolch, der Fadenmolch, die Kreuzkröte, die harmlose Ringelnatter und weitere Arten darin fort.

Ein seltener Auenwald

Im Osten des Schutzgebietes wird der Boden durch das einfliessende Wasser des Baches, der durch das Gebiet führt, sehr nass. Der lockere und wassergesättigte Boden hat das Wachstum von vielen Schwarzerlen begünstigt, die für diesen Standort typisch sind. Die Schwarzerlenbruchwälder sind in der Schweiz selten, beherbergen aber eine aussergewöhnliche biologische Vielfalt

Eine notwendige Revitalisierung

Die trockeneren Stellen des übrigen Schutzgebietes sind von mehreren, unterschiedlich grossen Wasserflächen durchsetzt. Diese werden jedoch durch das Ausbreiten der Wasservegetation und den Sedimentablagerungen bedroht, die fortlaufend zu dessen Auffüllen führen. Ohne Massnahmen würden diese kleinen Teiche verschwinden und mit ihnen der Lebensraum von Arten, die sich darin fortpflanzen.

Seit dem Herbst 2016 wurden umfassende Aufwertungsmassnahmen ausgeführt. Es wurden die bestehenden Wasserflächen aufgewertet und neue Teiche angelegt, die temporär mit Wasser gefüllt werden können, was ihren Unterhalt erleichtert. Die Verbuschung bedrohte auch den Schwarzerlenbruchwald, der aufgelichtet wurde, um der Verbuschung entgegen zu wirken. Die Revitalisierungsmassnahmen können als erfolgreich bewertet werden; mehrere seltene Arten sind zurückgekommen, wie der Pirol, der Waldwasserläufer und die Gelbbauchunke!

Ulteriori informazioni

Info

Ehemalige Kiesgrube mit dauernden und temporären Wasserflächen, Grosssegenried, Hecken, Wildblumenwiesen und Erlenbruchwäldern (nasser Waldstandort). Fortpflanzungsgebiet für Amphibien und Lebensraum von verschiedenen Vögeln, Säugetieren und der harmlosen Ringelnatter.

Um die Amphibien zu schützen, danken wir Ihnen, wenn Sie keine Fische in diese Teiche aussetzen. Es ist nämlich verboten, jegliche Fischarten oder andere Tiere in die Natur auszusetzen.

Im Sommer 2017 wurde das Schützgebiet mit einer Flugdrohne gefilmt in Bezug eine Zeitungsartikel von La Liberté.

Les Overesses nach der Revitalisierung
Les Overesses vor des Revitalisierung
Dank der Revitalisierung konnten aufgefüllte Wasserflächen ausgegraben und damit die Fortpflanzung von gewissen Amphibienarten begünstigt werden (Bild rechts).

Dettagli sulla riserva naturale

Accesso

Dieses Naturschutzgebiet ist leider nicht für Besucher eingerichtet (keine Parkplätze und keine Wege).

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