Progetti

Uno dei quattro pilastri di Pro Natura è la protezione attiva dei biotopi e delle specie.
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Der Alpenbock gilt als streng geschützte Art von allgemeinem Interesse

Alpen­bock: Schön­heit­skönig unter den ein­heimis­chen Käfern

Gelb blühendes Leinkraut in einem Walliser Weinberg

Hil­fe für den Leinkraut-Scheck­en­fal­ter im Wallis

Eine Haselmaus klettert auf einen Baum

Der Hasel­maus auf der Spur

21
Mar
2026
Igel im Garten

Kurs

Kurs Igelfreundliche Gärten in Muttenz

Luogo
Muttenz
Costo
Gratuito
Giorno
Sabato
Data
21.03.2026
Data e ora
09:00 - 12:00
Iscrizione entro
Ein Asthaufen bietet dem Igel Unterschlupf, liegen gelassenes Laub dient ihm als Polstermaterial für sein Nest und in einer Wildhecke kann der Insektenfresser Nahrung finden. Mit wenig Aufwand lässt sich in jedem Garten etwas für unseren stachligen Nachbarn tun.

Der Igel ist in der Schweiz in den letzten Jahren auf dem Rückzug und wird inzwischen als potentiell gefährdet eingestuft. In den Gärten und in der Landschaft gehen Versteck- und Nistmöglichkeiten verloren, der Igel findet weniger Nahrung und die Gefahren nehmen zu. Schaffen wir gemeinsam mehr Lebensraum für den Igel.

In unserem Kurs...

...lernen Sie Wissenswertes zur Biologie und Ökologie des Igels.

...erfahren Sie was einen igelfreundlichen Garten ausmacht.

...holen Sie sich theoretisches und praktisches Wissen zur Förderung von Igeln im Garten ab.

...bauen wir zusammen eine Kleinstruktur (bspw. Asthaufen oder Wildhecke).

Der Kurs ist Teil des Projekts "Igelfreundliche Gärten".

Dieser Kurs findet in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Muttenz statt.

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Dettagli dell'evento

Data

Sabato, 21.03.2026
Data e ora
09:00 - 12:00

Luogo

Muttenz

Dettagli

Tipo di evento
Stagione
Grado di difficoltà

Preparazione

Indirizzo
Wird nach Anmeldung bekannt gegeben
Osservazioni
Der Kurs findet bei jeder Witterung statt.
Da prendere con sé
Gartenhandschuhe

Costo

kostenlos

Arbeiten für Zauneidechse und Hermelin im Gros-de-Vaud
05.03.2018 Artenschutz

«Erste Hilfe für Hermelin und Co.»

In der Region Gros-de-Vaud (VD) 
ist die Landwirtschaft besonders intensiv. Dort sind Hecken, Steinhaufen und andere Kleinstrukturen selten.
 Um die Situation zu verbessern, führt Pro Natura in dieser Region ein Förderprojekt durch. Das dient nicht nur dem Hermelin.

2015 klopfte ein junger Reptilienspezialist bei Pro Natura an. Der Herpetologe berichtete, dass sich die Situation der Zauneidechsen in der Region Gros-de-Vaud (Gebiet zwischen Yverdon-les-Bains, Jorat und Moudon) verschlechtere. Pro Natura ist davon überzeugt, dass der Rückgang dieser geschützten Art in der Schweiz zwei Hauptgründe hat. Erstens sind die Kleinstrukturen in der Landschaft dramatisch geschwunden. Stein- und Asthaufen, Hecken und Dickichte, gestufte Waldränder, Brachland, ausgedehnte Säume und ungeschnittene Grasstreifen fehlen überall. Zweitens sind die wenigen noch vorhandenen Zauneidechsen-Lebensräume voneinander isoliert. Pro Natura beschloss daraufhin, ein Projekt zur Förderung der Zauneidechse in der Region Gros-de-Vaud zu starten.

Ein gemeinschaftliches Projekt

Kleinstrukturen sind auch günstig für die beiden einheimischen Wieselarten, diese in der Landwirtschaft so beliebten Mäusejäger. Das Projekt soll also sowohl den biologischen und ökologischen Besonderheiten der Zauneidechse wie auch jenen von Hermelin und Mauswiesel gerecht werden. Deshalb arbeitet Pro Natura mit mehreren Akteuren eng zusammen, namentlich mit der Karch (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz) und der Stiftung WIN Wieselnetz.

Auf der Grundlage vorhandener Verbreitungskarten analysierten die Fachleute Luftbilder und Karten, um Gebiete mit Förderpotenzial für Zauneidechse, Hermelin und Mauswiesel herauszuschälen. Fünf Sektoren wurden so festgelegt. Im Jahr 2017 erkundete ein Biologe mit Unterstützung von Pro Natura Waadt und der kantonalen Behörden drei dieser Gebiete. Er beurteilte die Qualität der vorhandenen Lebensräume, kartierte bestehende Kleinstrukturen und machte sich Gedanken über ideale Standorte für neue Hecken, Steinhaufen, Säume und Brachen. Ziel der Analyse war es, konkret im Gelände passende Flächen für die Fortpflanzung und die Wanderungen der drei Arten zu definieren. Durch die Gegenüberstellung der erhobenen Daten mit früheren Analysen und mit den bestehenden landwirtschaftlichen Vernetzungsprojekten ergab sich schliesslich eine Karte jener Flächen, die in erster Priorität verbessert werden müssen.

Überzeugen, nicht erzwingen

Jetzt geht es darum, die geplanten Massnahmen in die Tat umzusetzen. Keine einfache Aufgabe, schliesslich betreffen die Planungen meist privates Grundeigentum. Pro Natura muss informieren, erklären, überzeugen. Den Beauftragten der landwirtschaftlichen Vernetzungsprojekte wird das Projekt vorgestellt. Gemeinsam wird der beste Ansatz definiert, um Grundeigentümer und Bewirtschafterinnen für die Anlage und Pflege von Steinhaufen, Brachen, Hecken oder Säumen zu gewinnen. Klar, dass dabei der grosse Mäuse-Appetit von Hermelin und Mauswiesel ein wichtiges Argument ist! Zudem beherbergen Kleinstrukturen viele andere Tierarten wie etwa Insekten und Spinnen, die für die Landwirtschaft nützliche "Mitarbeiter" in der Bestäubung oder biologischen Schädlingsbekämpfung sind.

Ziel: 25 konkrete Projekte bis 2019

Die Projektverantwortlichen bei Pro Natura hoffen, dass ab diesem Frühjahr die ersten Projekte in die Tat umgesetzt werden können. Die Chancen stehen gut: Im Rahmen interner Schulungstage für Pro Natura-Mitarbeitende haben bereits 2017 zwei Bauern aus der Region mit Begeisterung Steinhaufen mitsamt Brutkammern für Hermeline aufgebaut. Beide Landwirte sind bereit, noch mehr zu tun. Auch andere Akteure in der Westschweiz haben sich der Wieselförderung verschrieben, insbesondere einige Regionale Naturpärke. Bis Ende 2019 will Pro Natura gemeinsam mit allen Beteiligten in der Region Gros-de-Vaud mindestens 25 konkrete Projekte umsetzen, die dem Hermelin neuen oder besseren Lebensraum bieten: Im Kulturland, entlang des Waldes, an Strassenoder Bahndämmen. Damit das möglich wird, engagiert sich Pro Natura bis 2019 mit Beratung, Fachwissen, spezifischen Schulungen, Erfolgskontrolle und finanziellen Beiträgen.

René Amstutz leitet bei Pro Natura Projekte 
zur Artenförderung, zum Beispiel im Gros-de-Vaud.

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Info

Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.

Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Prächtige Bilder und exklusive Angebote runden das Lesevergnügen ab. Alle Pro Natura Mitglieder erhalten das Magazin exklusiv fünf Mal im Jahr. Es blickt auf 48 Seiten hinter die Kulissen politischer Entscheide, präsentiert Forschungsergebnisse, erklärt die Natur. Und es schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft.

Aufgescheuchte Steingeiss
05.03.2018 Artenschutz

Drohnen: «Unbekanntes Objekt im Anflug»

Die boomende Drohnenfliegerei scheucht immer mehr Wildtiere in ehemals ruhigen Gebieten auf. Pro Natura setzt sich für griffigere Regeln und eine Sensibilisierung der Drohnenpiloten ein.

Ein Herbstmorgen auf dem Augstmatthorn im Berner Oberland. Der ganze Berggrat nördlich des Brienzersees ist als eidgenössisches Wildtierschutzgebiet bezeichnet und bekannt für seinen Wildreichtum. Das schöne Wetter und die phänomenale Aussicht locken schon in der Morgendämmerung Dutzende von Wanderern auf den Grat. Trotz des intensiven Betriebs lassen sich zahlreiche Gämsen und Steinböcke beobachten, die oberhalb der Waldgrenze verstreut äsen. Doch plötzlich kommt Bewegung in die Tiergruppe. Kreuz und quer flüchten die Gämsen und Steinböcke hinunter in den Wald. Nach wenigen Minuten ist eine Fläche von zwei Quadratkilometern leergeräumt, 80 Tiere sind "verschwunden". Was ist passiert? Vom Grat war eine Drohne gestartet. Der kleine, ferngesteuerte Multikopter flog längere Zeit über dem Grat sowie der steilen, für Menschen unzugänglichen Südseite des Augstmatthorns. Vermutlich ging es um Videoaufnahmen.

Solche Vorkommnisse wurden in jüngster Zeit häufiger gemeldet: Mal fühlten sich Besucher eines Naturschutzgebiets gestört, mal wurden Wasservögel am Seeufer aufgescheucht, mal wurde ein Steinadler am Horst belästigt. Sie sind Zeichen eines rasant wachsenden Trends: 2015 gab es geschätzte 20'000 Drohnen in der Schweiz, 2017 waren es bereits 100'000.

Vögel reagieren besonders sensibel

Viele Drohnenbesitzer sind sich nicht bewusst, dass ihre Fluggeräte für die Wildtiere eine Gefahr sein können. So hat eine Studie der Schweizerischen Vogelwarte gezeigt, dass insbesondere Vögel sehr sensibel auf Drohnenflüge reagieren. Die Drohnenfliegerei kann zu energieverschleissenden Fluchten, Lebensraumverlusten, Stress oder gar Unfällen führen", erklärt Michael Schaad von der Vogelwarte. Dramatisch ist insbesondere, wenn Vögel ihr Brutgeschäft abbrechen oder gar nicht erst beginnen.  Die Vogelwarte empfiehlt, Vögel nie direkt anzufliegen, zu Naturschutzgebieten eine Distanz von mindestens 200 Meter einzuhalten und auf Flüge an Brutstandorten zu verzichten.

Die Rechtslage in der Schweiz hinkt der technischen und kommerziellen Entwicklung hinterher. Bei den aktuell geltenden Einschränkungen stehen Aspekte der Sicherheit, des Datenschutzes und der Luftfahrt vor den Naturschutzanliegen. Einzig in den Wasser- und Zugvogelreservaten und in den eidgenössischen Jagdbanngebieten ist das Fliegen mit Drohnen untersagt. Also auch im beschriebenen Fall Augstmatthorn.

Aber wenn ein Verbot weder kommuniziert noch kontrolliert wird, ist seine Durchsetzung schwierig. Pro Natura fordert, dass sich Drohnen in geordneten, naturverträglichen Bahnen bewegen. Für grosse Drohnen, die von professionellen Piloten (z.B. zur Vermessung) gesteuert werden, müssen klare rechtliche Vorgaben gelten. Die kleinen Freizeit-Drohnen sind schwieriger zu kontrollieren, sie stellen aber in Naturschutzgebieten oft das grössere Problem dar. In dieser Nutzergruppe besteht noch ein grosses Sensibilisierungspotenzial. Gemeinsam mit anderen Organisationen, mit dem Bund, den Kantonen und Vertretern der Drohnenflieger engagiert sich Pro Natura für griffigere Regeln und eine Sensibilisierung der Drohnenpiloten.

Heli-Biking erreicht die Schweiz

Das Heliskiing sorgt seit Jahren für hitzige Debatten. Die Touristiker pushen das Angebot, während die Erholungssuchenden und Naturschützer den Helikopterlärm und die Erschliessung von unberührten Geländekammern (auch in geschützten Landschaften) kritisieren. Und nun kommt als neuer Trend das Heli-Biking in die Schweiz. Mountainbikes und ihre Fahrer werden mit Helikoptern auf Berggipfeln geflogen, um danach auf Bergwanderwegen ins Tal zu fahren. Problematisch sind dabei nicht nur die zusätzlichen Flüge. Mountainbiker werden in Gebiete geflogen, wo sie aus eigener Kraft kaum hingelangen. Konflikte mit der Natur und mit anderen Touristen sind vorprogrammiert.

Andreas Boldt, Projektleiter Freizeitaktivitäten & Naturschutz

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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.

Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Prächtige Bilder und exklusive Angebote runden das Lesevergnügen ab. Alle Pro Natura Mitglieder erhalten das Magazin exklusiv fünf Mal im Jahr. Es blickt auf 48 Seiten hinter die Kulissen politischer Entscheide, präsentiert Forschungsergebnisse, erklärt die Natur. Und es schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft.

Wolf, Luchs, Bär

Luchs, Wolf, Bär - die grossen Beutegreifer der Schweiz

Wie gelingt das Zusammenleben?

Luchs im Solothurner Jura Matthias Neuhaus
Grosse Beutegreifer gehören zur Tierwelt der Schweiz. Sie sollen kein zweites Mal ausgerottet werden. Pro Natura setzt sich für ein möglichst konfliktarmes Nebeneinander von Mensch, Wolf, Bär und Luchs ein, damit die Rückkehrer ihre natürliche Rolle im Ökosystem einnehmen, aber auch weiterhin Nutztiere sicher auf den Alpweiden gesömmert werden können.

In Kürze:

  • Luchs, Wolf und Bär sind Teil unserer Fauna. Pro Natura freut sich, dass sie zurück sind und in der Schweiz wieder Lebensraum finden.
  • Um Vorurteile und Ängste abzubauen, informieren wir die Bevölkerung über das Zusammenleben mit grossen Beutegreifern.
  • Mit eigenen Projekten und politischem Engagement setzen wir uns für Toleranz gegenüber den vierbeinigen Jägern, deren Existenz, aber auch für den Schutz der Nutztiere ein. Eine nachhaltige Alpsömmerung ist auch mit Wolf und Co. möglich.

Rückkehr in angestammten Lebensraum

Der Mensch hatte im vorletzten Jahrhundert in der Schweiz Luchs und Wolf sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch den Bären ausgerottet. Auch deren Hauptbeutetiere (Reh, Rothirsch, Gämse, Wildschwein) waren ausgerottet oder stark dezimiert. Ihre natürlichen Rückzugsräume, die Wälder, waren gerodet. Heute sind Luchs und Wolf in der Schweiz wieder heimisch, so wie zuvor schon ihre Beutetiere. Auch Bären besuchen unser Land wieder regelmässig.

  • Der Luchs besiedelt Voralpen, Alpen und Jura sowie zunehmend auch das Mittelland. Die drei Teilpopulationen in der Schweiz sind aber schlecht vernetzt und es droht Inzucht – mit negativen Folgen für den längerfristigen Erhalt der Art.
  • Den Wolf gibt es wieder im gesamten Alpenraum und dem südlichen Jura. Er stösst zunehmend auch ins Mittelland vor.  2022 lebten mindestens 20 Wolfsrudel und zahlreiche Paare sowie Einzelwölfe in der Schweiz, total rund 180 Tiere. Der Bestand wächst zurzeit stark.
  • Seit Sommer 2005 überqueren fast jährlich Bären aus dem italienischen Trentino die Landesgrenze nach Graubünden. Nur selten stossen sie in weitere Kantone vor. Bislang handelte es sich immer um männliche Tiere, und eine Fortpflanzung von Bären auf Schweizer Boden ist bis auf weiteres nicht in Sicht.
Wolf in mystischer Abendstimmung
Ich begegne einem Wolf – und jetzt?

Die Begegnung mit einem Wolf in freier Wildbahn ist für die meisten Menschen unwahrscheinlich. Theoretisch ist es aber in weiten Teilen der Schweiz möglich, zufällig einem Wolf zu begegnen. Hier lesen Sie, welches Verhalten in dieser Situation am besten ist.

Ein Zusammenleben ist möglich

Pro Natura ist sich bewusst, dass das Zusammenleben mit Wolf, Bär und Luchs in unserer Kulturlandschaft erlernt werden muss. Dies ist eine Herausforderung und es gibt keine Patentrezepte. Wir sind aber überzeugt, dass ein konfliktarmes Nebeneinander möglich ist, so wie in anderen Ländern auch.

Um dies zu erreichen, setzen wir uns für konstruktive Lösungen ein mit dem Ziel: Erhalt und Ausbreitung der geschützten Tierarten in unserem Land zu gewährleisten und die legitimen Interessen der Bergbevölkerung und NutztierhalterInnen zu berücksichtigen.

Dazu suchen wir das Gespräch mit den betroffenen Menschen und helfen mit, den Herdenschutz in der Schweiz praktisch umzusetzen. Sei es durch finanzielle Hilfe, Freiwilligeneinsätze oder Exkursionen, bei denen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen das richtige Verhalten bei Begegnungen mit Herdenschutzhunden lernen.

Grosse Beutegreifer und Landwirtschaft können nebeneinander existieren

Auf geschützten Weiden, von Herdenschutzhunden begleitet und/oder von elektrischen Zäunen umgeben, im Idealfall von Hirtinnen und Hirten betreut, sind Weidetiere vor Beutegreifern weitgehend sicher.

Nur bei guter Weideführung tragen Schafe und Rinder tatsächlich zum Erhalt der Biodiversität in den Alpen bei und werden Verluste durch Stürze und Krankheiten reduziert. Diese Todesursachen fordern jährlich ein Mehrfaches an Opfern unter den Nutztieren als die Angriffe durch Beutegreifer.

Allerdings wird es immer einzelne Wölfe geben, die geschützte Herden angreifen. In diesen Fällen muss es möglich sein, besonders schadenstiftende Exemplare zu erlegen. So ist es in der Berner Konvention und dem Jagd- und Schutzgesetz (JSG) vorgesehen. In Regionen mit gesichertem Wolfsbestand und gleichzeitig hohem Prädationsdruck auf Nutztierherden kann es zudem nötig sein, regulierend in den Wolfsbestand einzugreifen.

Pro Natura setzt in solchen Fällen aber voraus, dass der Herdenschutz zuvor umgesetzt wurde. Der Wolfsbestand darf durch allfällige Regulationsabschüsse selbst lokal nicht gefährdet werden. Pro Natura begleitet deshalb den Gesetzesvollzug eng und nimmt bei Bedarf auch das Verbandsbeschwerderecht in Anspruch, um einem sorgsamen Umgang mit Wolf, Bär und Luchs Nachdruck zu verschaffen.

Lince seduta
Materialien für Ihren Unterricht

Herdenschutzhunde

Herdenschutzhunde sind ein wirksames Mittel, Schafe vor Angriffen von Beutegreifern zu schützen. Der von Pro Natura mitfinanzierte Kurzfilm unten zeigt auf, wie man sich bei Begegnungen mit Herdenschutzhunden richtig verhält.

Gebiete mit Herdenschutzhunden

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Info

Zu diesem Thema gibt es auch verschiedenste Faltblätter. Bestellen Sie sich bei Interesse Ihre Exemplare im Pro Natura Onlineshop:

Wie verhält man sich gegenüber Herdenschutzhunden? (Lange Version)
Wolf
Wie der Wolf wieder in die Schweiz kam

Die Geschichte der Einwanderung des Wolfes in die Schweiz chronologisch aufgearbeitet bis Sommer 2021.

Von Bienen und Bären

Bären lieben Honig. Genauer gesagt, sind es die Bienenmaden, welche dem Bären so schmecken. Wie können Imkerinnen und Imker verhindern, dass die Schleckmäuler ihre Bienenhäuser plündern?

Ein gut installierter Elektrozaun hilft wirkungsvoll. Wir wollen dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen praktische Wege für eine gute Nachbarschaft zwischen Grossen Beutegreifern und Menschen kennen. Deshalb haben wir diesen Kurzfilm über Bienen, Bären und wie Imker ihre Völker gegen Bären wirksam schützen können, unterstützt. Schauen Sie rein!

Von Bienen und Bären
Orso bruno nella foresta rada
Wie der Bär wieder in die Schweiz kam

Die Geschichte der Rückkehr des Bären in die Schweiz chronologisch aufgearbeitet.

Der Schutz darf nicht geschwächt werden

Wolf, Bär und Luchs sind gesetzlich geschützt. Trotzdem gibt es immer wieder Forderungen, die Anzahl Tiere durch Abschüsse zu reduzieren. Auch illegale Abschüsse kommen leider immer noch vor. Der Wolfsschutz wurde auf gesetzlicher Ebene bereits deutlich geschwächt.

Pro Natura ist überzeugt, dass es weiterhin einen wirkungsvollen Schutz für das längerfristige Überleben dieser konfliktträchtigen Tierarten in unserem Land braucht.

Wir wehren uns deshalb politisch gegen extreme Forderungen, wie die Bestände dieser Tiere zu dezimieren, «wolfsfreie Zonen» zu schaffen oder Luchse im Interesse höherer Jagderträge zu schiessen. Pro Natura fordert, dass die Wilderei endlich energisch bekämpft wird.

 Pasturs Voluntaris
Wollen Sie mithelfen? – Pilotprojekt Pasturs Voluntaris

Im ganzen schweizerischen Alpenraum wächst die Wolfspopulation. Das stellt die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Wir packen mit an und unterstützen Landwirtinnen und Landwirte beim Schutz ihrer Herden.

Europäischer Flussaal
01.11.2017 Artenschutz

Das Wandern ist des Aales Lust

In der Schweiz steht der Aal auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Viele Tiere sterben in den Turbinen der Wasserkraftwerke, wenn sie sich auf Wanderschaft begeben.

Im Herbst begibt sich der in unsern Gewässern beheimatete Europäische Flussaal (Anguilla anguilla) auf grosse Wanderschaft. AIs «Blankaal» reist er flussabwärts bis ins Meer und schliesslich weiter in die Sargassosee östlich von Florida. Noch während der Wanderung werden die Verdauungsorgane zu Gunsten von Geschlechtsorganen zurückgebildet. In der Sargassosee paaren sich die Tiere, laichen ab und sterben. Ein neuer Lebenszyklus beginnt.

Die zarten Aallarven sehen aus wie durchsichtige Weidenblättchen. Im Golfstrom wandern sie über einen Zeitraum von etwa drei Jahren an die europäische Küste zurück. Danach weisen sie zwar die typische Aalgestalt auf, bleiben aber völlig durchsichtig. AIs «Glasaale» dringen sie in den Brackwasserbereich der Flussmündungen vor. Hier stellt sich der Stoffwechsel von Salz- auf Süsswasserbetrieb um. Jene Aale, die schliesslich flussaufwärts schwimmen, werden als «Steigaale» bezeichnet. Und als wäre dies alles nicht spektakulär genug, verfügen Aale noch über eine weitere Besonderheit: Wenn die Umgebung feucht genug ist, können sie gar über Land kriechen, um Hindernisse im Gewässer zu umgehen.

Nicht ganz harmlos: Die Rauschbeere
01.09.2017 Artenschutz

Vorsicht – Diese Beere macht blau

Wer kennt sie nicht, die wohlschmeckenden Früchte der Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus)?

Bevor Sie die reifen Beeren im Spätsommer jedoch pflücken und in den Mund stecken, sollten Sie sich vergewissern, dass es sich nicht um Rauschbeeren (Vaccinium uliginosum) handelt. Der Verzehr einer grösseren Menge Rauschbeeren kann Sie nämlich in einen Zustand versetzen, der einer Trunkenheit ähnelt. Es wird vermutet, dass die dafür verantwortlichen giftigen Substanzen in den Rauschbeeren von einem schmarotzenden Pilz stammen.

Immerhin, die beiden Pflanzenarten sind bei genauerem Hinsehen klar unterscheidbar. Die Beeren beider Arten sind aussen zwar blau, das Fruchtfleisch und der Saft unterscheiden sich jedoch. Das Innere der Heidelbeeren ist nämlich ebenfalls blau, jenes der Rauschbeeren hat eine helle Farbe. Die beiden Heidekrautgewächse haben weitere Unterscheidungsmerkmale: Die jungen Zweige der Heidelbeere sind grün und kantig und ihre Laubblätter eiförmig zugespitzt mit fein gezähntem Rand. Die jungen Ästchen der Rauschbeere dagegen sind braun und rund, die Blätter ganzrandig. Genau hinschauen lohnt sich!

Lebensraum Wiese
laufende Projekte

Aktuell fördern wir mit über 250 Projekten die Natur und die Artenvielfalt in allen Regionen der Schweiz. Dies ist nur dank Spenden und Mitgliederbeiträgen möglich. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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