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Wirkung des Aktionsplans Biodiversität klar ungenügend
Der Bundesrat hat heute den Bericht zur Wirkung des Aktionsplans Biodiversität 2017-2023 veröffentlicht und beschlossen, die Laufzeit der ersten Phase des Aktionsplans um ein Jahr bis 2024 zu verlängern. Im heute veröffentlichten Bericht wird festgehalten: «Die Zwischenevaluation der SBS zeigt, dass die meisten ihrer Ziele bis Ende 2021 nicht erreicht werden konnten. Sie macht weiter deutlich, dass der Aktionsplan (AP) SBS zwar eines der relevanten Instrumente zur Umsetzung der SBS darstellt, jedoch nicht das einzige Instrument sein kann, um die in der SBS formulierten Ziele zu erreichen.» Im Klartext: Die Massnahmen sind unzureichend, um die Biodiversität zu erhalten. Der Bundesrat muss nun dringend handeln, wenn er unsere Lebensgrundlagen nicht weiter gefährden will – der Aktionsplan war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber seine Wirkung bisher klar ungenügend!
Aufhorchen lassen die im Bericht zitierten Empfehlungen der Geschäftsprüfungskommission des Ständerates: «Der Bundesrat wird ersucht, sich im Rahmen der Analyse zur Wirkung des Aktionsplans SBS kritisch mit den in der ersten Umsetzungsphase festgestellten Schwächen auseinanderzusetzen und auf dieser Grundlage zu bestimmen, in welchen Bereichen die Massnahmen zum Schutz der Biodiversität verstärkt werden müssen.» Und weiter: «Der Bundesrat wird zudem ersucht, dafür zu sorgen, dass in der zweiten Umsetzungsphase ausreichend Personalressourcen für die Verwirklichung der Ziele der SBS zur Verfügung stehen. »
Die Naturschutzorganisationen werden den Bericht nun im Detail analysieren und weitere notwendige Schritte und Massnahmen daraus ableiten. Schon aus einer kurzen Analyse des Berichts jedoch wird klar, dass die Massnahmen zum Erhalt der Biodiversität der Schweiz bisher unzureichend sind. Damit sehen sich die Naturschutzorganisationen in ihrer Einschätzung von 2017 bestätigt, als der Aktionsplan publiziert wurde.
Zitate
«Die Biodiversität der Schweiz, unsere Lebensgrundlage, ist in einem sehr schlechten Zustand. Unser Land braucht einen griffigen Aktionsplan Biodiversität und die erforderlichen Mittel zur Umsetzung. Weiterfahren wie bisher würde noch mehr Schäden an der biologischen Vielfalt auf kommende Generationen überwälzen und die bereits herrschende Biodiversitätskrise weiter verstärken. So weit darf es nicht kommen.» Raffael Ayé, Geschäftsführer BirdLife Schweiz
«Der Wirkungsbericht zeigt auf: Es herrscht dringender Handlungsbedarf. Die bisherigen Massnahmen sind unzureichend, die Politik muss nun handeln und die Massnahmen intensivieren, nur so können wir der Biodiversitätskrise wirksam entgegentreten und unsere Lebensgrundlagen für uns und zukünftige Generationen erhalten.» Hasan Candan, Projektleiter Biodiversitätspolitik, Pro Natura
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Gemeinsame Medienmitteilung von BirdLife Schweiz und Pro Natura zum Bericht zur Wirkung des Aktionsplans Biodiversität 2017-2023
«Ich war vor einigen Jahren weniger alarmistisch »
Ein grandioser Sommertag ist in der Val Mingèr angebrochen. Letzte Nebelschwaden umhüllen die Gipfel des Unterengadins, während wir entlang von bizarren Felsformationen, mächtigen Bergföhren und riesigen Geröllhalden stetig bergwärts schreiten. Nach knapp einer Stunde erreichen wir die Alp Mingèr, das heutige Ziel von Sonja Wipf. Die Botanikerin erfasst hier, wie an weiteren Orten im Schweizerischen Nationalpark (SNP), systematisch die Flora und setzt damit eine über hundertjährige Forschungsarbeit fort. Der SNP gehört weltweit zu den Institutionen mit dem grössten Fachwissen und Datenreichtum zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Flora und Fauna.
Parallel dazu konnte Sonja Wipf als Leiterin einer viel beachteten europäischen Studie nachweisen, dass der Klimawandel starke Auswirkungen auf die alpine Biodiversität hat. Dazu haben Forscherinnen und Forscher auf über 300 europäischen Berggipfeln die Flora erfasst und mit früheren Daten aus rund 100 Jahren abgeglichen. Im SNP leitet die 50-Jährige den Bereich Forschung und Monitoring und ist Mitglied der Geschäftsleitung.
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
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Raphael Weber
- Sonja Wipf erfasst mit geübtem Auge alle vorhandenen Pflanzen.
Mittlerweile hat Sonja Wipf oberhalb der Alp Mingèr innerhalb einer sogenannten Naturbeobachtungsfläche einen Quadratmeter abgesteckt und erfasst dort mit geübtem Auge alle vorhandenen Pflanzen; deren 40 sind es schliesslich. Dies sei ein recht hoher Wert, in der vergangenen Woche habe sie bei Margunet sogar 57 unterschiedliche Pflanzen auf einem Quadratmeter gezählt, dies sei ein Spitzenwert.
Pro Natura Magazin: Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Alpenflora aus?
Sonja Wipf: Er führt zu einer grossen Artenverschiebung. Auf den Berggipfeln finden wir heute rund 45 Prozent mehr Arten vor als noch vor ein paar Jahrzehnten. Als Faustregel gilt: Je stärker die Erwärmung, desto grösser die Artenzunahme. Immer mehr subalpine Arten besiedeln höhere Lagen.
Und werden dadurch die alpinen Spezialisten verdrängt?
Das wird sich zeigen. Alpine Arten sind sich keine Konkurrenz gewohnt; bisher haben sie Standorte besiedelt, die ihnen niemand streitig gemacht hat, und deshalb haben sie eine konservative Überlebensstrategie. Viele sind langlebig, blühen nicht jährlich und produzieren nur wenige und kleine Samen. Meistens haben sie eine kleine Statur und sind generell wenig flexibel. Die neuen Arten aber sind sich Konkurrenz gewohnt, mussten sich auf subalpinen Wiesen behaupten und sind deshalb viel anpassungsfähiger. Natürlich behalten alpine Arten ihren Standortvorteil und Allerweltsarten werden nun nicht gerade die harschesten Standorte wie alpine Geröllhalden besiedeln. Trotzdem, einige alpine Spezialisten bekunden grosse Mühe mit den neuen Bedingungen, und ihre Bestände sind rückläufig.
Ich war vor einigen Jahren weniger alarmistisch, doch ich beobachte nun, dass die Besiedelung durch neue Arten in den letzten Jahren immer schneller vor sich geht.
Ausharren und sich behaupten ist eine Strategie, wandern andere bedrängte Arten ebenso in die Höhe?
Ja sicherlich. Doch viele Arten sind jetzt schon auf den Gipfeln und können deshalb nicht noch weiter nach oben wandern. Sie suchen nun passende Nischen, denn die neuen Arten besiedeln zuerst die warmen Stellen an den Süd- und Ostflanken der Berge. Dort scheint die Sonne am längsten oder sie sind vom Wind geschützt.
Die zunehmende Konkurrenz ist offensichtlich ein Stressfaktor, was kommt hinzu?
Eine zunehmende Trockenheit; etwas, das ich auf dieser Höhe früher kaum erlebt habe. Die Niederschläge werden seltener und kräftiger. Im Hochsommer kann es hier oben staubtrocken sein, und das ist nicht nur für die Flora eine grosse Belastung. Die Böden werden «hydrophob», können also kaum Wasser aufnehmen. Wenn dann ein heftiges Gewitter kommt, entfacht es eine mächtige Wirkung, es kommt zu Murgängen, erst recht in Landschaften wie hier, in diesem bröckeligen Dolomitgestein. Im Nationalpark, der ja «echt wild» ist, ist dies durchaus spannend. Denn je wilder und dynamischer die Landschaft, desto vielfältiger ist auch die Biodiversität!
Für die menschliche Zivilisation wird die Natur aber auch bedrohlicher.
Ja sicherlich, die Extremereignisse nehmen zu, die Stabilität nimmt ab, dies führt zu mehr Murgängen und Bergstürzen. Doch auch der Wasserhaushalt verändert sich stark. Die Gletscherreserven schwinden rasant, die Schneefelder sind stark rückläufig, Quellen versiegen. Unter anderem wird dies die Bewirtschaftung vieler Alpen erschweren.
Entstehen durch den Gletscherschwund und die zunehmenden Bergstürze hingegen auch neue Lebensräume, die alpine Pflanzen wiederum besiedeln können?
Durchaus, doch diese können die Bedrängnis der alpinen Pflanzen nur bedingt abfedern. Das zeigt sich nur schon an der Pyramidenförmigkeit unserer Berge. Der Druck von unten auf die kleinen Gipfelregionen bleibt gross.
Verschiebt sich auch die Baumgrenze nach oben?
Einzelne Bäume wandern nach oben, doch eine flächendeckende Bewegung findet hier im Nationalpark noch nicht statt. Dies ist vor allem auf die starke Beweidung durch unsere grossen Huftierpopulationen zurückzuführen. Es wird nun spannend, ob sich dies durch die Präsenz von grossen Beutegreifern ändern wird.
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Jan Gürke
- Schweizer Nationalpark im Graubünden.
Wie sind diese im Nationalpark vertreten?
Mehrere Jahre war eine einzelne Wölfin ansässig. Seit dem letzten Winter ist nun ein Paar im Park unterwegs, doch wir haben noch keinen Nachweis eines Rudels. Wir wollen die Situation nutzen, um die Rolle von Beutegreifern im Ökosystem zu erfassen. Dazu sammeln wir schon seit Jahren wissenschaftliche Basisdaten.
Und wie?
Wir haben Hirsche und Gämsen besendert, sie sind die Hauptbeute von Wölfen. Wir wollen erkennen, ob und wie sich ihre Aktivitätsmuster ändern. Bereits jetzt stellen wir bei den regelmässigen Zählungen fest, dass die Hirsche in kleineren Gruppen unterwegs sind, vermutlich, um agiler gegenüber allfälligen Angriffen zu sein. Bei Füchsen führen wir auch Besenderungen, Nahrungsanalysen und Fotofallenmonitoring durch. Spannend wird es auch bei den Kleinsäugern: Vermehren sie sich, weil ihre Hauptfeinde, die Füchse, durch den Wolf dezimiert werden oder auch weil sich die Füchse vermehrt durch Aas ernähren, das die Wölfe hinterlassen? Auch gewissen Alpenpflanzen wird eine grössere Dynamik sicherlich entgegenkommen.
Eine möglichst grosse natürliche Dynamik macht die Flora und Fauna der Alpen also widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels?
Ja, in alpinen Lebensräumen, die nicht durch den Menschen geprägt sind, können sich die natürlichen Prozesse ungehindert entfalten. Natürliche Abläufe und Störungen sorgen auch hier auf der Alp Mingèr dafür, dass ein unglaublich vielfältiges Mosaik besteht.
Ohne Steinschläge, Murgänge, Stürme, Hitze, Trockenheit, Kälte und weitere Faktoren würden wohl wenige einzelne Spezies Überhand nehmen, und ich würde auf einem Quadratmeter kaum 40 verschiedene Pflanzenarten finden. Die grosse Diversität von Standorten und Arten schafft auch eine gewisse Resilienz gegen die Folgen des Klimawandels.
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Raphael Weber
Nach erledigter Arbeit schreiten wir wieder das Tal hinunter. Dabei durchqueren wir ein Bachbett, in dem neulich riesige Geröllmassen verschoben und ganze Baumstämme das Tal hinuntergespült worden sind, jetzt aber liegt es trocken. Später, während wir aufs Postauto warten, inspiziert Sonja Wipf aufmerksam die Strassenränder; sie hält Ausschau nach Neophyten. Die Ofenpassstrasse, die Hauptverkehrsader, die durch den Nationalpark führt, war vor zwölf Jahren noch praktisch frei von Neophyten. mittlerweile säumen sie die Strassenborde. «Zum Glück sind noch keine invasiven Arten dabei», sagt die Botanikerin.
Die Neophyten werden durch Fahrzeuge und menschliche Aktivitäten in den Park eingeschleppt, und der Klimawandel fördert ihre Ausbreitung in die Höhe. Diese Entwicklung stellt auch das Nationalparkteam vor ungelöste Fragen, denn hier wird die Natur sich selbst überlassen und menschliche Eingriffe sind nicht erlaubt. «Müssen wir uns nun selber büssen, falls wir invasive Pflanzen ausreissen?», fragt Sonja Wipf rhetorisch. Die Antwort bleibt vorerst dahingestellt, doch es ist klar, dass die Biodiversität im Alpenraum vor grossen Veränderungen steht.
RAPHAEL WEBER, Chefredaktor Pro Natura Magazin.
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«Nun verschlucken sie alles … »
«Hier, am Eingang zum Misox, macht sich der Götterbaum breit, ein invasiver Neophyt. Fachleute sagten uns, dass er sich nur auf Lichtungen ausbreiten würde, doch nun besiedelt er auch alle schattigen Standorte und breitet sich auf Kosten der einheimischen Bäume aus.»
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Es blickt hinter die Kulissen politischer Entscheide und schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft. Als Mitglied erhalten Sie das Magazin fünf mal im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.
Luca Plozza ist Forstingenieur beim Bünder Amt für Wald und Naturgefahren und Präsident der Schweizerischen Gebirgswaldpflegegruppe. Er war die treibende Kraft bei der Schaffung des riesigen Waldreservats Val Cama, Leggia und Grono sowie bei der Wiederherstellung und Aufwertung der eindrücklichen Kastanienselven in Soazza.
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Raphael Weber
«Schau mal hier: Vor zehn Jahren hatte es noch keinen Götterbaum hier, nun verschlucken sie alles – auf Hektaren. Die Exoten aus China finden hier optimale Standortbedingungen; sie sind sich Hitze und Trockenheit gewohnt. Zudem hat der Götterbaum eine sogenannte allelopathische Wirkung und hemmt in seinem Umfeld die Keimung anderer Pflanzen – er ist eine richtige Kampfmaschine.»
Ein wichtiger Faktor sind aber auch die viel zu hohen Wildbestände: Die Jungbäume der einheimischen Arten werden vor allem durch Hirsche und Rehe verbissen; die fremden Götterbäume aber lassen sie in Ruhe, und so werden diese zur Plage. Eine stärkere Regulierung der Wildbestände ist deshalb stark zu begrüssen; durch den Menschen, den Wolf und den Luchs.
«An anderen Standorten bekämpfen wir die Ausbreitung der Götterbäume nun rigoros, doch hier ist es zu spät, ein Kampf gegen Windmühlen. Natürlich wird nun die Frage aufgeworfen, ob wir die Wälder nicht einfach den Götterbäumen überlassen sollen. Doch dann stelle ich die Gegenfrage, ob Roger Federer wohl auch sein ganzes Vermögen auf ein einziges Investment setzen würde. Siehst du, was ich meine? Falls sich auf einmal eine Epidemie unter den Götterbäumen ausbreiten sollte, hätten wir ein gigantisches Problem. Dazu kommt: Für die Biodiversität haben die Götterbäume einen geringen Wert. Sie bieten sehr wenigen Arten eine Lebensgrundlage.»
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Raphael Weber
- Luca Plozza unterwegs im Misox.
Die Kastanien waren hier 2000 Jahre lang die dominanten Bäume und besiedelten die Hänge des unteren Misox. Nun sind 80 Prozent in diesen Lagen verschwunden, sie können zwar gut mit Hitze umgehen, nicht aber mit Trockenheit. Also wandern sie nach oben und hinterlassen viel Totholz. Dies erhöht die Gefahr und vor allem die Intensität von Waldbränden. Die Brände ziehen dann nicht einfach durch, sondern setzen sich richtig fest. Dadurch erhöht sich die Erosion, aber auch die Steinschlaggefahr.
«Dies ist problematisch, weil wir hier viele Schutzwälder haben. Im Misox mit seinen steilen Talflanken schützen sie unsere Dörfer und Strassen gegen Steinschläge, Lawinen und Erdrutsche. Doch die Schutzwälder geraten auch durch den Borkenkäfer unter starken Druck. Diese befallen die Bestände der Fichten – die dominanten Bäume in den hochmontanen und subalpinen Lagen – die durch die klimatischen Veränderungen stark geschwächt sind. In den tieferen Lagen wird ein Grossteil der Fichtenbestände verschwinden – Ciao! –, auch sie wandern in die Höhe.»
«Andere Bäume können ihren Platz einnehmen; verschiedene Eichensorten oder auch der Spitzahorn kommen mit den neuen Bedingungen viel besser zurecht. Doch solange die Fichten in den Schutzwäldern stark vertreten sind, können wir sie nicht grossflächig sterben lassen, sonst sind Siedlungen und Strassen rasch gefährdet.»
«Bei der Pflege von Schutzwäldern ist es wichtig, auf eine gute Artenvielfalt und eine reiche Struktur zu achten. Dazu pflanzen wir auch gezielt Bäume. Bei der Wahl stützen wir uns auf Klimamodelle und wissenschaftliche Klima-Apps. Natürlich braucht diese Arbeit Ressourcen, doch das ist immer noch viel günstiger, als Schutzbauten zu errichten.»
«Wo der Wald keine Schutzfunktion hat, können wir der Natur auch freien Lauf lassen. Darum haben wir ja zusammen mit Pro Natura ein riesiges Waldreservat geschaffen. Auch dort besteht eine unglaubliche Dynamik, bei einigen Arten nimmt die Konkurrenzkraft ab, neue Arten breiten sich aus, andere verschieben sich. Wie das morgen aussehen wird? Damit beschäftigen wir uns intensiv, aber genau können wir es nicht sagen.»
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Crémines: Ziegen im Dienst der Natur
Knappe Mehrheit der ständerätlichen Umweltkommission verweigert rasche Lösung zur Biodiversitätskrise
Für Trägerverein und Initiativkomitee ist es unverständlich, dass die Umweltkommission einen vereinfachten Gegenvorschlag gemäss BAFU ablehnt, in dem sämtliche Bedenken berücksichtigt wurden, die im Ständerat im Sommer geäussert wurden. So wurde beispielsweise die Landwirtschaft vollumfänglich aus dem indirekten Gegenvorschlag herausgenommen. Der neu gewählte Ständerat hat hier nun die Chance, den Entschied seiner knappen Kommissionsmehrheit zu korrigieren.
Während der gesamten parlamentarischen Behandlung der Biodiversitätsinitiative boten der Trägerverein und das Initiativkomitee Hand für einen Kompromiss: So haben sie entschieden, ihre Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft» (Biodiversitätsinitiative) bedingt zurückzuziehen, sofern ein dem Entwurf des BAFU entsprechender indirekter Gegenvorschlag in Form einer Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG) vom Parlament verabschiedet wird. Denn ein Gegenvorschlag erlaubt es, rasch Massnahmen zum Schutz unserer Lebensgrundlagen zu ergreifen.
Zitate:
Sarah Pearson Perret, Directrice romande von Pro Natura: «Die Biodiversität liefert Nahrung, stellt Wirkstoffe für Arzneien bereit, ist zentral für das Klima und dient der Erholung. Wir appellieren an den neu gewählten Ständerat, einzutreten und so in der Wintersession noch einen indirekten Gegenvorschlag zu ermöglichen, der dem BAFU-Bericht entspricht. Damit werden rasche Massnahmen gegen die Biodiversitätskrise möglich.»
Raffael Ayé, Geschäftsführer BirdLife Schweiz: «Die Schweiz ist das Industrieland mit dem höchsten Anteil an bedrohten Arten und dem geringsten Anteil an Schutzgebieten. Doch eine knappe Mehrheit der ständerätlichen Umweltkommission verweigerte jetzt sogar eine gegenüber dem Vorschlag des Bundesrates stark abgeschwächte Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes (NHG), die alle Kritikpunkte aus der Ständeratsdiskussion im Juni aufnimmt. Es ist nun am Ständerat, zumindest auf diesen abgeschwächten Gegenvorschlag einzutreten und damit einen dringend notwendigen Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen für kommende Generationen zu leisten.»
Die Biodiversitätsinitiative wird von Organisationen aus unterschiedlichsten Bereichen unterstützt – wie Naturschutz, Jagd, Fischerei, Landwirtschaft, Kirchen, Alpenschutz oder Klima.
Kontakt:
- Pro Natura: Sarah Pearson Perret, Directrice romande, Tel. 079 688 72 24, @email
- BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, Tel. 076 308 66 84, @email
- Schweizer Heimatschutz: Stefan Kunz, Geschäftsleiter, Tel. 079 631 34 67, @email
- Stiftung Landschaftsschutz Schweiz: Franziska Grossenbacher, Stv. Geschäftsleiterin, Tel. 076 304 43 58, @email
- Medienstelle: Dagmar Wurzbacher, Tel. 076 517 25 96, @email
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Contatto
Medienmitteilung des Trägervereins der Biodiversitätsinitiative zum Nichteintreten der Umweltkommission des Ständerates
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Website der BiodiversitätsinitiativeMedienmitteilung des Trägervereins der Biodiversitätsinitiative Medienmitteilung der UREK-SDocumenti scaricabili
Vereinfachter Gegenvorschlag, Bericht BAFU vom 13.…Nationales Komitee ruft zum Ja zur Biodiversitätsinitiative auf
«Biodiversität hat nichts mit links oder rechts zu tun, weil Schutz und Nutzen keine Gegensätze sind», sagt FDP-Nationalrat Matthias Samuel Jauslin. Christina Bachmann-Roth, Präsidentin der Mitte Frauen Schweiz, unterstreicht die Bedeutung der Biodiversität: «Wir müssen Sorge zu unserer Lebensgrundlage tragen und gleichzeitig wirtschaftliche Risiken im Blick behalten.» Die Mitte Frauen Schweiz, SP, GRÜNE, GLP, EVP, Christlich-Soziale Mitte Schweiz sowie Vertreterinnen und Vertreter ihrer Jungparteien setzen sich für ein Ja ein.
Wissenschaft schlägt Alarm: Der Zustand der Biodiversität ist besorgniserregend
Im Komitee ebenfalls vertreten sind die Biologen Julien Perrot, Gründer der Zeitschrift «La Salamandre», und Raphaël Arlettaz, Professor an der Universität Bern. «Der Zustand der Biodiversität in der Schweiz ist alarmierend. Diese Herausforderung betrifft uns alle und ist entscheidend für die Zukunft unserer Kinder», warnt Perrot.
Der schlechte Zustand der Biodiversität in der Schweiz ist wissenschaftlicher Konsens. Ende August veröffentlichten Forscherinnen und Forscher eine Stellungnahme, in der sie dringende Massnahmen zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität fordern. Bis heute haben mehr als 350 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Erklärung unterzeichnet (siehe www.wissenschaft-zu-biodiversitaet.ch).
Unternehmerinnen und Unternehmer und Kulturschaffende fordern ebenfalls ein Ja
Kulturschaffende sowie Unternehmerinnen und Unternehmer warnen eindringlich vor den weitreichenden Konsequenzen, falls die Trendumkehr nicht erreicht wird. Laut Schätzungen des Bundesrats betragen die Kosten der Untätigkeit in der Schweiz ab 2050 jährlich zwischen 14 und 16 Milliarden Franken. Unternehmer und Alt-Ständerat Thomas Minder betont: «Die Vielfalt in der Natur ist die Grundlage für unser Überleben – sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich.» Alle Branchen der Schweizer Wirtschaft sind direkt oder indirekt von einer intakten Biodiversität abhängig, besonders der Tourismus, der von den charakteristischen Landschaften und Dörfern profitiert.
«Die Natur ist ein komplexes Gewebe, in dem wir alle verwoben sind», sagt Musikerin Steff la Cheffe. «Lasst uns die Laufmaschen flicken, bevor das Gewebe auseinanderfällt.»
Auskunftspersonen:
- Christina Bachmann-Roth, Präsidentin Die Mitte Frauen Schweiz, Tel. 079 686 47 95, @email
- Matthias Samuel Jauslin, Nationalrat FDP, Tel. 079 402 29 81, @email
- Gardi Hutter, Clown und Komikerin, Tel. 091 646 88 88, @email
- Leona Eckert, Co-Präsidentin JEVP Schweiz, Tel. 077 405 30 47, @email
- Markus Imhoof, Regisseur des Films «More than Honey», @email
- Ursula Schneider Schüttel, Ehem. Nationalrätin, Präsidentin Pro Natura, Tel. 078 603 87 25, @email
- Prof. Dr. Raphaël Arlettaz, Universität Bern, Leiter Departement Conservation Biology, Tel. 079 637 51 76, @email
- Medienstelle: Manuel Herrmann, Tel. 078 765 61 16, @email
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Foto: Raphael Weber
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Webseite der BiodiversitätsinitiativeJede Ja-Stimme am 22. September ist eine Stimme für den Schutz der Biodiversität und unserer Lebensgrundlagen
Wissenschaft fordert dringende Massnahmen
Mehr als 380 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre Besorgnis über den Zustand und die Zukunft der Biodiversität in der Schweiz zum Ausdruck gebracht. Sie fordern rasche und wirksame Massnahmen, um die Biodiversität nachhaltig zu sichern und wirksam zu fördern.
Kürzungen bedrohen die Biodiversität
Trotz der alarmierenden Lage tun Bundesrat und Parlament viel zu wenig. Sie machen sogar Rückschritte: Am Dienstag beschloss der Nationalrat, die vorgesehenen Mittel für die Erhöhung der Qualität der Biodiversität auf bestehenden Flächen um 276 Millionen Franken zu kürzen. Dieser Schritt blockiert die notwendigen Bemühungen, eine Trendwende zum Schutz unserer Lebensgrundlagen einzuleiten.
Ein Ja am 22. September – es braucht einen Weckruf an die Politik
Die Umfragen zeigen, dass viele Menschen über den Zustand der Biodiversität besorgt sind. Sie wollen ihren Kindern und Enkeln eine intakte Natur hinterlassen. Dennoch haben viele dieser Bürgerinnen und Bürger noch nicht abgestimmt. Der Trägerverein der Biodiversitätsinitiative wird die verbleibenden Tage nutzen, um möglichst viele Menschen zur Abgabe einer Ja-Stimme zu mobilisieren.
Am 22. September haben die Schweizerinnen und Schweizer die Möglichkeit, ein Signal an Bundesrat und Parlament zu senden. Jede Ja-Stimme zur Biodiversitätsinitiative ist eine Stimme für die Biodiversität und ein Weckruf an Bundesrat und Parlament, entschlossen zu handeln, unsere Lebensgrundlagen zu schützen und ihre Blockadehaltung endlich zu überwinden.
Kontakt:
- Pro Natura: Urs Leugger-Eggimann, Geschäftsleiter, Präsident Trägerverein, +41 79 509 35 49, @email
- BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, @email, +41 76 308 66 84
- Schweizer Heimatschutz: Peter Egli, Leiter Kommunikation, @email, +41 44 254 57 06
- Stiftung Landschaftsschutz Schweiz: Franziska Grossenbacher, Stv. Geschäftsleiterin, @email +41 76 304 43 58
- Biodiversitätsinitiative: Manuel Herrmann, Medienstelle, +41 78 765 61 16, [email protected]
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Website der BiodiversitätsinitiativeDer Appell der Frauen für ein JA zur Biodiversität
Den Parlamentarierinnen sowie Frauen aus Wirtschaft und Gesellschaft ist klar: Der Biodiversität in der Schweiz geht es schlecht. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Über ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten sowie die Hälfte der natürlichen Lebensräume in der Schweiz sind bedroht. Dringendes Handeln ist unerlässlich. Die gestern publizierten Umfrageergebnisse zur Biodiversitätsinitiative verdeutlichen die grosse Sorge der Frauen. Die Mehrheit der stimmberechtigen Frauen würde der Biodiversitätsinitiative zustimmen.
Die Biodiversitätskrise macht vielen Frauen in der Schweiz insbesondere mit Blick auf zukünftige Generationen grosse Sorgen. Aus diesem Grund wird die Biodiversitätsinitiative von Frauen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft getragen (siehe Botschaften). Unabhängig von Tagesaktualitäten rufen sie die Schweizer Frauen, welche die Biodiversitätsinitiative unterstützen, zum Abstimmen auf. Ein JA zur Biodiversitätsinitiative ist auch ein JA zu einem guten und gesunden Leben zukünftiger Generationen.
Kontakt:
- Franziska Grossenbacher, Stv.Geschäftsleiterin Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, @email +41 76 304 43 58
Statements:
Aline Trede, Nationalrätin Grüne:
- «Die Biodiversität ist unsere Lebensgrundlage. Und sie ist bedroht. Das Insektensterben ist das grösste Artensterben seit den Dinosauriern. Das können wir nicht einfach so hinnehmen. Deshalb Ja zur Biodiversitätsinitiative!»
Barbara Wittmer, Vorstandsmitglied SIA-Schweiz:
- «Eine interdisziplinäre Planung, welche die Biodiversität fördert, schafft Lebensqualität für uns alle.»
Brenda Tuosto, Nationalrätin SP:
- «Biodiversität ist Teil unserer Lebensgrundlage, unserer Lebensqualität und unserer Verantwortung. Die Natur zurück in den bebauten Raum zu bringen und Räume mit hoher Biodiversität miteinander zu verbinden, ist von entscheidender Bedeutung.»
Christina Bachmann-Roth, Präsidentin Mitte Frauen Schweiz, CEO Fromagerie Amstutz:
- «Mit dieser Initiative wird die Biodiversität in der Verfassung verankert. Das ist nicht übertrieben, sondern nötig, um unserer Lebensgrundlage Sorge zu tragen und das wirtschaftliche Risiko im Griff zu haben.»
Claudine Esseiva, Grossrätin Kanton Bern FDP, Vize-Präsidentin Berner Heimatschutz:
- «Die Biodiversitätsinitiative gibt genügend Raum für den dringend nötigen Ausbau Erneuerbarer Energien. Insbesondere ändert sie nichts an den geltenden Regeln der Interessenabwägung zwischen Energieversorgung und Natur- und Landschaftsschutz.»
Céline Vara, Ständerätin Grüne:
- «Eine intakte Biodiversität ist die Grundvoraussetzung für unsere Existenz. Alle Arten erfüllen wichtige Funktionen und ihr Verschwinden ist äußerst besorgniserregend. Wir müssen jetzt handeln!»
Delphine Klopfenstein Broggini, Nationalrätin Grüne:
- «Eine gesunde Biodiversität ist unsere beste Lebensversicherung im Umgang mit den Folgen des Klimawandels.»
Gabriela Suter, Nationalrätin Grüne:
- «Die Biodiversität ist unsere Lebensgrundlage. Schützen wir sie!»
Gardi Hutter, Clown/Komikerin:
- «Mensch und Natur sind keine Gegensätze. Der Mensch ist Natur. Wenn wir Vielfalt durch Eintönigkeit ersetzen, bedrohen wir unsere Lebensgrundlage.»
Gertrud Häseli, Bio-Bäuerin, Grossrätin AG Grüne:
- «Frische Luft, sauberes Wasser, gesundes Essen und Wohlergehen, wie lange noch?»
Greta Gysin, Nationalrätin Grüne:
- «Die Biodiversität ist unsere Lebensgrundlage. Sie stärkt die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme. Wir müssen ihr Sorge tragen und viel mehr für ihren Schutz tun. Die Biodiversitätsinitiative ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.»
Leona Eckert, Co-Präsidentin JEVP:
- «Biodiversitätsschutz ist Klimaschutz, Lebensschutz und Heimatschutz. Angesichts der aktuellen Biodiversitätskrise ist ein JA zur Biodiversitätsinitiative umso wichtiger.»
Lilian Studer, Präsidentin EVP Schweiz:
- «Ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz ist gefährdet oder bereits ausgestorben. Die Hälfte der Lebensräume ist bedroht. Nichts tun ist keine Option!»
Margot Chauderna, Co-Präsidentin Junge Grüne:
- «Ohne Biodiversität gibt es keine Obstkuchen, keine Waldspaziergänge, ja nicht einmal Wein zum Aperitif.»
Martina Munz, Nationalrätin SP:
- «Lebendige Gewässer sind die Voraussetzung für sauberes Trinkwasser. Handeln wir jetzt für kommende Generationen.»
Mathilde Crevoisier Crelier, Ständerätin SP:
- «Die Biodiversität schützt uns vor den Auswirkungen des Klimawandels. Ein JA zur Initiative bedeutet auch, unsere Gesundheit und unsere Ernährungssicherheit zu gewährleisten.»
Steff la Cheffe, Musikerin:
- «Die Natur ist ein komplexes Gewebe, in dem wir alle direkt oder indirekt miteinander verwoben sind. Lasst uns die Laufmaschen flicken, bevor der Stoff auseinanderfällt. Ja zu Schönheit und Stabilität - Ja zur Biodiversität!»
Tiana Moser, Ständerätin GLP:
- «Die Biodiversitätsinitiative verpflichtet Bund und Kantone, unsere Lebensgrundlagen zu schützen. Ein JA dazu ist für mich selbstverständlich.»
Ursula Schneider Schüttel, Präsidentin Pro Natura Schweiz:
- «Mehr Biodiversität ist gut für uns alle: um unsere Ernährung zu sichern, um uns vor Klimawandel zu schützen und nicht zuletzt für mehr Lebensfreude. Ohne Biodiversität gibt es kein Leben!»
Milena Hartmann, Co-Leiterin der Fachstelle und Umweltbeauftragte, & Vroni Peterhans, Präsidentin, oeku Kirchen für die Umwelt:
- «Wir stimmen JA zur Biodiversitätsinitiative, weil wir wollen, dass auch die nächsten Generationen noch tausende Tier- und Pflanzenarten erleben können. Tragen wir zur Biodiversität - unserer Heiligen Vielfalt - Sorge !»
Irmi Seidl, Ökonomin:
- «Eine Vielzahl von Subventionen wirken biodiversitätsschädigend! Neben dem Umgestalten und Abbauen solcher Fehlanreize braucht es mehr geschützte Flächen, bessere Instrumente und mehr finanzielle Mittel.»
Marlen Reusser, Radrennfahrerin:
- «Die Biodiversitätsinitiative als Schritt in eine Zukunft, in welcher der Mensch ein funktionierendes und wertvolles Glied des Ökosystems ist und dieses nicht nur ausbeutet. Ja am 22. September.»
Simone Niggli-Luder, OL-Weltmeisterin, Biologin:
- «Schützen, was wir brauchen - für unsere Kinder!»
Heidi Happy, Musikerin:
- «Ich setze mich für Biodiversität ein, weil mir Artenvielfalt, frische Luft und sauberes Wasser am Herzen liegen.»
Noémie Graff, Winzerin:
- «Die Weinberge sind allzu oft ein Französischer Garten, der mit chemischen Einträgen unterhalten wird. Nutzen wir Anbaumethoden, welche die Biodiversität, den Menschen und den Wein aus der Region fördern.»
Christina Meissner, Die Mitte, Biologin, Gründerin SOS Hérissons:
- «Biodiversität ist das lebendige Gewebe unseres Planeten, ohne das wir nicht existieren würden. Wir sind Teil der Natur und die Natur ein Teil von uns. In Zeiten der Umweltzerstörung sollte ihr Schutz eine Selbstverständlichkeit sein. Und ein JA zur Biodiversitätsinitiative auch.»
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Website der BiodiversitätsinitiativeDie Verantwortung liegt nun bei Bundesrat und Parlament
Die Biodiversität in der Schweiz ist stark gefährdet. Aber die bisherigen Massnahmen reichen nicht aus, um die Vielfalt von Arten und Lebensräumen zu erhalten. Damit sind Ökosystemleistungen wie sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung sowie Schutz vor Hochwasser und Hitzeperioden gefährdet. Die Lasten für kommende Generationen werden immer grösser.
Die Bevölkerung macht sich Sorgen um die Biodiversität in der Schweiz
In den letzten Monaten wurde der Zustand der Biodiversität breit diskutiert und das Bewusstsein für den dringenden Handlungsbedarf geschärft. Urs Leugger-Eggimann, Präsident Trägerverein, Geschäftsleiter Pro Natura, betont «Die Diskussion um die Biodiversitätsinitiative hat das Thema fest in der politischen Agenda der Schweiz verankert. Es bewegt die Bevölkerung stark.»
71 % der Menschen in der Schweiz sagen, dass die Folgen der Zerstörung unserer Natur für Gesundheit, Wirtschaft und nachfolgende Generationen gravierend sind. Diese Sorgen sind berechtigt. Zahlreiche Berichte des Bundesamtes für Umwelt und wissenschaftliche Studien zeigen den dringenden Handlungsbedarf (BAFU, «Zustand der Biodiverstität in der Schweiz»; Bundesrat, Bericht «Umwelt 2022»; Forum Biodiversität Schweiz, «Antworten der Wissenschaft auf häufige Fragen zur Biodiversität»).
Beispielsloser wissenschaftlicher Konsens
Über 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen in einer gemeinsamen Stellungnahme den grossen Bedarf für rasche und wirksame Massnahmen zur Sicherung und zur Förderung der Biodiversität – ein beispielloses Zeichen wissenschaftlichen Konsenses in der Schweiz.
«Wir werden uns auch in Zukunft für eine faktenbasierte, respektvolle und lösungsorientierte Debatte stark machen», sagt Franziska Grossenbacher, Stv. Geschäftsleiterin Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. «Biodiversität ist die Grundlage unseres Lebens – die Umweltverbände werden sich weiter für ihren Schutz engagieren.»
Die Verantwortung liegt nun bei Bundesrat und Parlament
Sowohl der Bundesrat als auch die Gegnerinnen und Gegner der Initiative betonten in der Abstimmungsdebatte, wie wichtig die Biodiversität ist. Sie wiederholten stets, dass der Schutz unserer Lebensgrundlagen mit der heutigen Gesetzgebung sichergestellt werden könne. Dies überzeugte die Mehrheit der Stimmbevölkerung.
«Bundesrat und Parlament sind verpflichtet, ihre Versprechen gegenüber der Bevölkerung einzulösen und die Umsetzung wirksamer Massnahmen unverzüglich in Angriff zu nehmen», sagt Raffael Ayé, Geschäftsführer BirdLife Schweiz, «unter anderem mit einem wirksamen Aktionsplan Biodiversität und höherer Qualität auf bestehenden Schutzflächen.»
Kontakt:
- Pro Natura: Urs Leugger-Eggimann, Präsident Trägerverein, Geschäftsleiter, +41 79 509 35 49, @email
- BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, +41 76 308 66 84, @email,
- Schweizer Heimatschutz: Martin Killias, Präsident, +41 79 621 36 56, @email
- Stiftung Landschaftsschutz Schweiz: Franziska Grossenbacher, Stv. Geschäftsleiterin, +41 76 304 43 58, @email
- Biodiversitätsinitiative: Manuel Herrmann, Medienstelle, +41 78 765 61 16, [email protected]