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Uno dei quattro pilastri di Pro Natura è la protezione attiva dei biotopi e delle specie.
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Pressebild Friedrich Wulf
17.10.2024 Biodiversitätskrise

Vor internationaler Biodiversitätskonferenz: Schweiz untätig

An der UNO-Biodiversitätskonferenz werden die Mitgliedstaaten in den nächsten zwei Wochen ihre nationalen Pläne zur Sicherung der Biodiversität präsentieren. Die Schweiz steht im Abseits, denn ein wirksamer Aktionsplan Biodiversität mit den nötigen Massnahmen, um die natürlichen Lebensgrundlagen der Schweiz zu sichern, fehlt.

An der UNO-Biodiversitätskonferenz (CBD COP16), die am 21. Oktober startet, wird Bilanz gezogen, mit welchen Massnahmen in ihren Aktionsplänen die Mitgliedstaaten die  gemeinsam vor zwei Jahren beschlossenen 23 Biodiversitätsziele erreichen wollen. Die Staatengemeinschaft hatte vereinbart, diese Ziele bis 2030 zu erreichen. Die Schweiz hat sich zu den Biodiversitätszielen bekannt und steht auch nach dem geltenden nationalen Recht in der Pflicht, mehr für die Sicherung der Biodiversität, unserer Lebensgrundlage, zu tun.   

Frist verpasst, angekündigte Massnahmen total ungenügend 

83 Länder haben inzwischen nationale Pläne zur Umsetzung der Biodiversitätsziele vorgelegt oder neue nationale Ziele festgelegt, darunter auch drei Nachbarländer der Schweiz: Frankreich, Italien, und Österreich. Die Schweiz hat die Frist verpasst und damit bereits rund ein Viertel der Zeit bis 2030 verstreichen lassen, ohne die nötigen wirksamen Massnahmen einzuleiten, geschweige denn umzusetzen. 

Die bisher bekannten Entwürfe des Aktionsplans Biodiversität sind hochgradig ungenügend. Statt Massnahmen zu ergreifen, die im Siedlungsraum, Wald, Kulturland und an Gewässern wirksam die Natur sichern und verbessern, werden neue Studien geplant oder Grundlagen erarbeitet. Dabei zeigt die Wissenschaft klar: Die Schweiz hat genug Wissen über ihre Biodiversität, um sofort handeln zu können.  

Mit einem solchen Aktionsplan wird die Schweiz weder ihre eigenen Biodiversitätsziele gemäss Bundesverfassung und Gesetzen erreichen, noch einen wirksamen Beitrag zu den gemeinsamen weltweiten Zielen leisten. Kommt hinzu, dass gerade im laufenden Jahr Bundesrat und Parlament für 2025 bis 2028 jährlich 68 Millionen Franken, die für die Natur bereits im Finanzplan beschlossen waren, kurzerhand total zusammengestrichen haben. So wird die Qualität der bestehenden Schutzgebiete auf Jahrzehnte hinaus in katastrophalem Ausmass abnehmen.   

Wird die Schweiz an der Biodiversitätskonferenz Farbe bekennen? 

Im Gegensatz zur desolaten Situation des Aktionsplans Biodiversität und zum aktuellen Abbau des Naturschutzes in der Schweiz gibt sich der Bundesrat international ambitioniert: Er will sich für eine weltweite Umsetzung der Biodiversitätsziele einsetzen und einen Überprüfungsmechanismus unterstützen, um den Erfolg der nationalen Massnahmen abschätzen und daraus Lehren ziehen zu können. Es wird sich zeigen, ob die Schweiz an der Biodiversitätskonferenz ehrlich über ihre eigenen ungenügenden Massnahmen informieren wird. 

«Es kann nicht sein, dass man von anderen, viel ärmeren Ländern verlangt, den Schutz der Biodiversität voranzutreiben und selbst seine Hausaufgaben nicht macht», kritisiert Friedrich Wulf, Projektleiter internationale Biodiversitätspolitik bei Pro Natura. «Unser Land muss nicht nur mehr tun, um die weltweiten Biodiversitätsziele zu erreichen. Vielmehr sind Bundesrat und Parlament gerade auch durch unsere eigenen gesetzlichen Grundlagen verpflichtet, unsere in der Schweiz besonders stark gefährdete Lebensgrundlage zu sichern», betont Raffael Ayé, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz.  

​​​Weitere Informationen: 

Convention on Biological Diversity (cbd.int) 

Kontakt: 

  • Pro Natura: Friedrich Wulf, Projektleiter internationale Biodiversitätspolitik, @email, Tel. 079 216 02 06  
  • BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, 076 308 66 84, @email 
  • WWF Schweiz: Jonas Schmid, Mediensprecher Biodiversität, 079 241 60 57, @email 

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Gemeinsame Medienmitteilung von Pro Natura, BirdLife Schweiz und WWF Schweiz

Im September 2024 ist die Entwicklung positiv. Es entwickelt sich eine typischere Vegetation und die Torfmoose wachsen stark. Torf wird gebildet und die Oberfläche ist wieder eine Kohlenstoffsenke. © Pro Natura – Bastien Amez-Droz
Moore

Pressebilder: Moorregeneration Im äusseren Bann und Wolfschachen

Die hier zur Verfügung gestellten Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit dem Thema und unter Angabe des Copyrights verwendet werden.
Grosse Biodiversität in der Auenlandschaft am Limmatspitz
28.10.2024 Biodiversitätskrise

Massnahmen und Messlatten für die Biodiversität in der Schweiz fehlen

An der UNO-Biodiversitätskonferenz in Cali wird aktuell intensiv über die Indikatoren zur Erreichung der Biodiversitätsziele 2030 verhandelt. Die Schweiz setzt sich international für klare Messlatten ein, obwohl sie sich im eigenen Land äusserst schwertut, selber wirksame Massnahmen und Indikatoren festzulegen. Dass unser Land den Termin der Konferenz zur Einreichung des neuen Aktionsplans Biodiversität verpasst hat, muss genutzt werden, um den absolut ungenügenden Entwurf an die neuen Indikatoren anzupassen.

An der UNO-Biodiversitätskonferenz in Cali ist jetzt Halbzeit. Ein wichtiges Ziel der Konferenz: noch fehlende Indikatoren definieren, welche die Wirkung der Massnahmen aufzeigen. Auf dem internationalen Parkett engagiert sich die Schweiz für ein standardisiertes, klares Kontrollsystem. Im eigenen Land fehlen jedoch sowohl der neue Aktionsplan als auch Indikatoren für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Einfallstor für Schönfärberei

Was geschieht, wenn Indikatoren fehlen, zeigt der erste Aktionsplan Biodiversität der Schweiz, der die Naturvielfalt in der Schweiz hätte sichern sollen. Als er 2017 beschlossen wurde, wurden zwar verschiedene – wenn auch aus wissenschaftlicher Sicht absolut ungenügende – Massnahmen festgelegt, aber keinerlei Indikatoren. Diese hätten jedoch zeigen müssen, ob der Aktionsplan überhaupt wirksam zur Erreichung der Schweizer und internationalen Biodiversitätsziele beiträgt. Dass damals keine Messlatte festgelegt wurde, rächte sich, als 2023 Bilanz zu ziehen war. Mit aufwändigen Aufträgen an Beratungsfirmen versuchte das BAFU, den Fehler zu korrigieren und die Wirkung der Massnahmen doch noch zu beurteilen. Das Resultat ist eine völlig schwammiger Wirkungsbericht, der deswegen auch beschönigt werden konnte. 

Hohn fürs Stimmvolk

Im Entwurf für den neuen Schweizer Aktionsplan Biodiversität, der ab 2025 gelten soll, fehlen die Indikatoren erneut. Das ist absolut unverständlich: Ohne Indikatoren fehlt die Orientierung, ob man auf Kurs ist, die Ziele zu erreichen, und kann die Massnahmen nicht nötigenfalls rechtzeitig anpassen. Im Entwurf ist zudem unter schönen Titeln wie etwa „Wiederherstellung leistungsfähiger Ökosysteme“ vorgesehen, bis 2030 weitere Berichte zu schreiben. Doch davon gibt es genug. Es ist längst bekannt, was für die Erhaltung der Biodiversität als unsere Lebensgrundlage zu tun ist. Dennoch enthält der Entwurf keinerlei Massnahmen, die auf der Fläche Wirkung erzielen. Man hofft einfach, dass jemand die Berichte aufnimmt und etwas damit macht. Was es im Aktionsplan hingegen braucht, sind ganz konkrete, wirksame und dank Indikatoren messbare Massnahmen die zeigen, welche Ökosysteme wie in welchem Umfang bis 2030 wiederhergestellt werden. 

Mit dem neuen Aktionsplan Berichte zu produzieren in der Hoffnung, dass sie irgendwie aufgenommen werden und zu Massnahmen führen, ist zum Scheitern verurteilt. Dies auch deshalb, weil die Finanzen für den Naturschutz in der Herbstsession zusammengestrichen wurden und im Januar weitere Kürzungsvorschläge in die Vernehmlassung gehen. Ein Aktionsplan ohne nötige Massnahmen, Indikatoren und Finanzen verhöhnt das Stimmvolk, das den Versprechen des Bundesrates geglaubt hat. Denn der Bundesrat hat vor der Abstimmung zur Biodiversitätsinitiative vom 22. September versprochen, die bedrohten Tier- und Pflanzenarten sowie die gefährdeten Lebensräume mit einem wirksamen neuen Aktionsplan zu erhalten. 

Unterdessen haben in Cali bereits 115 Länder ihre Ziele oder Aktionspläne zum Erhalt der Naturvielfalt in ihren Ländern vorgelegt – nicht so die Schweiz. Dieses Versäumnis muss nun wenigstens dafür genutzt werden, den absolut ungenügenden Entwurf des Aktionsplans zu überarbeiten und darin gleich die neuen Indikatoren aus Cali zu integrieren. Nur so kann der Aktionsplan wirksam zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen beitragen.

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Pro Natura: Stefan Kunz, Abteilungsleiter Politik und Internationales Tel. 061 317 92 23, @email 
  • BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer BirdLife Schweiz, Tel. 076 308 66 84, @email
  • WWF Schweiz: Jonas Schmid, Mediensprecher Biodiversität, Tel. 079 241 60 57, @email

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Gemeinsame Medienmitteilung von BirdLife Schweiz, WWF Schweiz und Pro Natura

Titelbild Biodiversitätskampagne
08.11.2024 Biodiversitätskrise

Nachwahlbefragung: Bevölkerung will wirksame Massnahmen für die Biodiversität

Die am Freitag veröffentlichte Vox-Analyse zur Biodiversitätsinitiative zeigt: Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung macht sich grosse Sorgen über die Zerstörung unserer Natur für Gesundheit, Wirtschaft und kommende Generationen. Der Bundesrat und das Parlament müssen darum ihre Versprechen zum Schutz unserer Lebensgrundlagen einlösen und die nötigen Massnahmen dafür rasch einleiten.

Mehr als drei Viertel der Bevölkerung machen sich grosse Sorgen über die Zerstörung unserer Natur, wie die Resultate der Nachwahlbefragung, die sogenannte Vox-Analyse, zur Biodiversitätsinitiative zeigen.

«Das beweist, dass die Initiative das Thema Biodiversität in die nationale Debatte gebracht hat», sagt Franziska Grossenbacher, Co-Geschäftsleiterin der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. «Das Bewusstsein für die Biodiversität in der Bevölkerung ist gewachsen.» Eine Mehrheit der Stimmenden hat den Versprechen des Bundesrats geglaubt, die Biodiversität mit den bestehenden gesetzlichen Grundlagen wirksam zu sichern.

Deutlicher Handlungsauftrag der Bevölkerung an Bund und Parlament

«Sowohl der Bundesrat als auch die Gegnerinnen und Gegner der Initiative betonten immer wieder die Wichtigkeit der Biodiversität und versprachen, den Schutz unserer Lebensgrundlagen mit den bestehenden Gesetzen sicherzustellen», betont Urs Leugger-Eggimann, Präsident des Trägervereins und Geschäftsleiter von Pro Natura. «Die Nachwahlbefragung verdeutlicht, dass diese Argumente eine Mehrheit der Stimmbevölkerung überzeugt haben.»

«Bundesrat und Parlament stehen nun in der Pflicht, die angekündigten Massnahmen zur Biodiversität rasch umzusetzen und die Zerstörung unserer Natur stoppen», ergänzt Raffael Ayé, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz. «Ein wirksamer Aktionsplan Biodiversität, die Verbesserung der Qualität der bestehenden Biodiversitätsflächen und die Berücksichtigung der Biodiversität in allen Sektoren von der Landwirtschaft bis zum Siedlungsgebiet sind die zentralen Massnahmen, um die Erwartungen der Bevölkerung zu erfüllen.»

Widersprüchliches Argument der Nahrungsmittelsicherheit

Die Nein-Allianz begründete ihren Widerstand gegen die Initiative hauptsächlich mit der Sicherstellung der Nahrungsmittelsicherheit. Gemäss Nachwahlbefragung war dies der wichtigste Grund für ein Nein zur Initiative. Dieses Argument greift jedoch zu kurz, denn nur mit einer intakten Biodiversität bleiben Böden fruchtbar und werden Pflanzen bestäubt. Um die Biodiversität, unsere Lebensgrundlage zu erhalten, braucht es jetzt ein konsequentes Handeln aller Akteurinnen und Akteure für die akut bedrohte Naturvielfalt.

Kontakt:

  • Pro Natura: Urs Leugger-Eggimann, Geschäftsleiter , +41 79 509 35 49, @email
  • BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, +41 76 308 66 84, @email,
  • Stiftung Landschaftsschutz Schweiz: Franziska Grossenbacher, Co-Geschäftsleiterin, +41 76 304 43 58, @email
  • Biodiversitätsinitiative: Manuel Herrmann, Medienstelle, +41 78 765 61 16, [email protected]
Buchenmischwald des Mittellandes von oben
04.01.2024 Wald

«Das Problem ist, dass der Klimawandel so schnell vorangeht»

Harald Bugmann, Professor für Waldökologie an der ETH Zürich, sieht im Wald bereits erste Anzeichen der Klimaerwärmung. Der Wald kann sich daran anpassen, doch wir Menschen werden viele seiner Leistungen nicht mehr erhalten, wenn wir keine Massnahmen ergreifen.
Pro Natura Magazin: Wie geht es dem Schweizer Wald?

Harald Bugmann: Grundsätzlich recht gut. Weil wir eine nachhaltige, recht sanfte Bewirtschaftung betreiben. Aber wir spüren bereits die Auswirkungen des Klimawandels, man sieht erste Alarmzeichen.

Welche?

Die Phänologie ändert sich, beispielsweise wird die Vegetationsperiode länger. Das Austreiben beginnt früher und der herbstliche Blattfall erfolgt später. Ausserdem häufen sich seit 2018 Extremereignisse, vor allem Dürren. Das ist ziemlich sicher auch eine Folge des Klimawandels. Wenn das die neue Normalität ist, dann ist das nicht lustig.

Nicht lustig, was bedeutet das?

Das Problem ist, das der vom Menschen verursachte Klimawandel so schnell vorangeht und sehr massiv ist. Die Wälder können sich daran zwar anpassen, aber wir Menschen werden Mühe haben, jene Leistungen des Waldes zu bekommen, die wir benötigen. Leistungen wie Kohlenstoffspeicherung, Holzproduktion, Bioenergie, Schutzfunktion im Gebirge oder auch Erholung.

Und was müssen wir tun, um dem Wald zu helfen?

Wir können gefährdete Baumarten wie die Fichten im Mittelland früher als geplant ernten und dadurch Licht schaffen, damit der Wald sich verjüngen kann, was angesichts der hohen Wildbestände an vielen Orten allerdings schwierig und sehr teuer ist. Eine wichtige Frage ist, ob die Verjüngung, die natürlich kommt, auch jene ist, die wir in 50 Jahren als erwachsene Bäume haben möchten. Wenn nicht, stellt sich die Frage, welche Arten man wann pflanzen sollte.

Welche Baumarten sollten wir denn pflanzen?

Im Mittelland beispielsweise sind das Winterlinde, Spitzahorn und Eichen. Sie sind trockenheitstolerant. Aber auf den besseren Böden hat auch die Buche weiterhin eine gute Chance.

Und wie sieht es beim Nadelholz aus?

Die Fichte ist nicht trockenheitsresistent und sehr anfällig auf den Borkenkäfer. Darum sollte man nicht ernsthaft darüber nachdenken, Fichten in mittleren und tieferen Lagen noch anzubauen. In höheren Lagen, also in der subalpinen Stufe, wird sie noch länger eine Rolle spielen. Die Rolle der Tanne ist ungewiss. Für manche ist sie eine tolle Baumart für die Zukunft, andere verneinen das. Ich bin überzeugt, dass sie grosses Potenzial hat. Und dann ist da die Douglasie, eine nicht heimische Art. Ich persönlich finde, wenn sie mit 10 bis 20 Prozent der Bäume in einem Wald beigemischt ist, warum nicht? Aber man sollte sicher nicht unbedacht exotische Baumarten einbringen und sie grossflächig pflanzen. Das wäre unter Umständen katastrophal.

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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.

Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Es blickt hinter die Kulissen politischer Entscheide und schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft. Als Mitglied erhalten Sie das Magazin fünf mal im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.

Buchenmischwald Naturschutzgebiet Horngraben BS
Wie wir dem Wald helfen können
  • Natürliche Dynamik fördern.
  • Biodiversität erhalten und fördern.
  • Natürliche Verjüngung mit möglichst vielfältigen, standortgerechten einheimischen Baumarten.
  • Naturnahen Waldbau betreiben.
  • Waldreservate sowie seltene Waldstandorte wie Feucht- und Trockenwälder, Auenwälder und lichte Laubwälder entwickeln, sichern und entschädigen.
  • Wälder in einem ökologischen Netzwerk miteinander verbinden.
  • Genügend Wildruhezonen schaffen.
  • Dort, wo durch Wild aus menschlicher Sicht Schäden entstehen, Regulierung – vorzugsweise im Rahmen natürlicher Prozesse – zulassen.
  • Erholung im Wald mit nötigem Respekt für Flora und Fauna.
Merkt man schon, dass sich wegen des Klimawandels die Vegetationsstufen ändern?

Das ist eine interessante Frage. Vor 25 Jahren, als ich anfing, im Wald zu arbeiten, haben viele noch keine Augen gehabt für den Klimawandel. Es verstand sich von selbst, dass es in der hochmontanen Stufe, der Tannen-Fichten-Stufe, keine Buchen gibt; man musste gar nicht hinschauen. Und jetzt sehen wir dort plötzlich Buchen. Die Frage ist: Sehen wir sie, weil wir jetzt erwarten, dass sie hochsteigt, dass heisst, ist sie wirklich neu – oder hat es sie früher schon gegeben und wir haben sie einfach nicht zur Kenntnis genommen? Ich denke aber schon, dass solche Phänomene bereits ein Indikator dafür sind, dass die Verbreitungsgrenzen der Arten steigen, und es gibt viele Forschungsarbeiten, die das stützen.

Wird die Gefahr von Waldbränden zu­ nehmen?

Ja, Waldbrände werden auch nördlich der Alpen zu einem Thema werden. Nach Bränden etwa im Kanton Glarus hat es dieses Jahr auch im Solothurner Jura gebrannt. Das sind wir uns nicht gewohnt.

Für den Wald ist das eigentlich kein Problem.

Nein, nur für uns Menschen. Waldbrände sind für die Biodiversität eine gute Sache. Das schafft Nischen für Organismen, die sonst keine Chancen hätten, weil es zu dunkel ist.

Können Sie ein Bild des Waldes der Zukunft zeichnen?

Nein, denn es kommt darauf an, was wir Menschen tun. Wenn wir es noch schaffen sollten, unsere Emissionen massiv zu reduzieren, dann wäre das verhältnismässig harmlos. Wenn die Treibhausgasemissionen aber weiterhin hoch bleiben, dann geht die Post ab – auch im Wald. Denn dann müssen wir mit Klimaveränderungen einer Grössenordnung umgehen, die wir noch nie gesehen haben in einer so kurzen Zeit.

Wir haben es also in der Hand?

Ja, es hängt davon ab, was wir tun. Ich bin bis Februar 2022 sehr optimistisch gewesen, dass wir die Kurve noch kriegen. Aber seit sich die geopolitische Situation wieder so stark geändert hat, muss ich sagen, allen Nationen ist derzeit ihr eigenes Hemd am nächsten, und Emissionsreduktion ist kein wichtiges Thema mehr auf der politischen Agenda.

BETTINA EPPER, Redaktionsleiterin Pro Natura Magazin

Wie Pro Natura dem Wald hilft
In Waldreservaten kann eine natürliche Waldentwicklung stattfinden. Dank eines hohen Anteils an Alt- und Totholz entsteht so Lebensraum für eine grosse Artenvielfalt. Pro Natura sichert seit über 100 Jahren Naturgebiete in der Schweiz, darunter auch zahlreiche Wälder wie beispielsweise die Combe Grède (BE), das Val Onsernone (TI), den Burstel (TG) oder den Aletschwald (VS).

Der Wald ist mehr als nur Bäume - viel mehr!

Der Wald als Trinkbrunnen

Das Grundwasser im Einzugsgebiet von Wäldern ist oft von so guter Qualität, dass vor seiner Verwendung keine Aufbereitung erforderlich ist. Für eine sichere Trinkwasserversorgung ist der Schutz des Grundwassers unabdingbar – und dabei spielen unsere Wälder eine zentrale Rolle. Vor diesem Hintergrund hat sich die Holzkammer der westlichen Waadt (Chambre des Bois de l’Ouest Vaudois, CBOVD) mit AGFORS, einer Forstgruppe im Einzugsgebiet der Serine, zusammengetan und mithilfe des Kantons und des Bundes einen Werkzeugkasten mit praktischen Instrumenten erarbeitet. Das Ziel: Waldbesitzer und Trinkwasserversorger gehen eine Partnerschaft ein, die eine hohe Wasserqualität gewährleistet und den rechtlichen Rahmen stärken.

Zum Werkzeugkasten (www.jefiltretubois.ch) gehören etwa Vorschläge für präventive Massnahmen, die in den Grundwasserschutzzonen im Wald ergriffen werden können, eine Vertragsvorlage, Vorschläge für Kommunikations- mittel und Texte, die in die forstwirtschaftliche Planung und die besonderen Massnahmen im Umgang mit den Schutzzonen von Grundwasserfassungen integriert werden können. Die auf freiwilliger Basis definierten Konventionen erlauben es der Forstwirtschaft, als vollwertiger Akteur im Wasserkreislauf wahrgenommen zu werden, der für das Ökosystem Wald einen wertvollen Beitrag leistet.
François Godi

Kühle Waldluft gegen heisse Städte

Wer im Sommer Abkühlung sucht, wird im Wald fündig. Dass es dort meist kühl ist, liegt einerseits am schattigen Blätterdach. Vor allem aber verdunsten Pflanzen ständig Wasser und kühlen so die Umgebung ab.

Die Stadt Baden im Kanton Aargau möchte diesen Kühleffekt mit dem schweizweit bislang einzigartigen Projekt «Kühlwald» nutzen. Die Idee: Nächtliche Kaltluftströme sollen durch Kühlluftkorridore gezielt aus dem Wald in die Stadt geleitet werden. Stadtförster Georg von Graefe: «Den Anstoss dazu gab einerseits ein Forstwart, der seit 40 Jahren für uns arbeitet. Er hat beobachtet, dass an besonderen Orten im Wald in heissen Sommernächten immer ein angenehmer kühler Wind weht.» Als von Graefe auf den Klimakarten des Kantons die Kaltluftströme studierte, fragte er sich, ob diese nicht gelenkt werden könnten. «Warum sollten wir uns diese Leistung, die der Wald sowieso erbringt, dieses physikalische Phänomen, dass kalte Luft zu Boden sinkt und abfliesst, nicht zunutze machen, indem wir die kühle Luft durch Korridore kanalisieren? Wir produzieren nichts, wir vermehren nichts, wir lenken nur.»

Für den Versuch wurden im Rahmen einer normalen Holznutzung vier 30 – 100 Meter lange und 20 – 30 Meter breite Korridore geschlagen, die auf die zwei Hauptwohntürme des Alterszentrums Kehl ausgerichtet sind. 22 Sensoren massen ein Jahr lang vor und erfassen ein Jahr lang nach dem Holzschlag die Temperatur. Umfragen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern des Altersheims sowie der Bevölkerung zeigen, dass manche tatsächlich einen Kühleffekt gespürt haben wollen. Die Auswertung der Messdaten erwartet Georg von Graefe – sehr gespannt – für Anfang 2024.
Bettina Epper

Blick auf den sich zurückziehenden Morderatschgletscher GR
Biodiversitätskrise

Die Klimakrise in der Schweiz jetzt angehen

Die Auswirkungen der Klimakrise machen sich global und auch in der Schweiz immer stärker bemerkbar: Unsere Gletscher schmelzen, extreme Wetterereignisse häufen sich, Niederschläge bleiben aus. Wir müssen jetzt den Klimaschutz angehen. Die Biodiversität nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.

In Kürze

  • Seit Jahrzehnten wachsen wir auf Kosten der Umwelt und zukünftiger Generationen. Wir steigern die Nahrungsmittelproduktion, verschmutzen die Umwelt massiv und beuten natürliche Ressourcen über ihre Kapazität aus. Die Erde hält diesem Druck nicht mehr stand.
  • Die Wissenschaft ist sich einig: Aktuell steigen die Temperaturen auf der Erde rasend schnell. Eine Anpassung der Ökosysteme auf natürliche Art und Weise ist daher schwierig und vielfach gar unmöglich.
  • Wir müssen die Klimakrise ernst nehmen und Lösungen wesentlich rascher umsetzen. Auch in der Schweiz. Pro Natura fordert rasche, wirksame Massnahmen im Klimaschutz und den Ausstieg aus den fossilen und atomaren Energieträgern. 

Klimakrise in der Schweiz?   

Gerölllawine unterhalb der Passhöhe Lukmanierpass TI Matthias Sorg
Gerölllawine (Murgang) unterhalb der Passhöhe Lukmanierpass TI

Seit Beginn der Klimamessungen (1864) ist die Durchschnittstemperatur in der Schweiz um ca. 2 Grad gestiegen. Das ist doppelt so viel wie im globalen Mittel (rund 1 Grad) und zeigt, dass die Schweiz von der Klimakrise besonders betroffen ist. Beide Zahlen scheinen klein, sie haben aber drastische Folgen.  

Beispiele für Folgen der Klimakrise in der Schweiz:   

  • Fische sind in Atemnot, weil der Sauerstoffgehalt im wärmeren Wasser abnimmt.   
  • Bäume sind geschwächt oder sterben, weil ihnen das Wasser fehlt. Geschwächte Bäume stürzen bei Stürmen oder kräftigem Wind eher und blockieren Strassen oder Bahnlinien, ganze Ökosysteme degenerieren.  
  • Alpine Arten, wie das Schneehuhn, verlieren Lebensraum und müssen, wo es geht, weiter in die Höhe flüchten. Bis es bald auch dort zu warm wird.   
  • Weil sich die Hitzesommer häufen, werden unsere Lieblingsbadeplätze zukünftig vermehrt wegen einer hohen Konzentration an Blaualgen oder einer ausgebreiteten Entenflohpopulation gesperrt sein. 
  • Der stabilisierende Permafrost in den Alpen taut auf, die Erosion nimmt stark zu.  

Intakte Biodiversität vermindert die Klimakrise    

Es ist essenziell, dass wir die Klimakrise und die Biodiversitätskrise nicht gegeneinander ausspielen. Die beiden Krisen müssen gemeinsam gelöst werden. Denn eine intakte Biodiversität unterstützt die Bewältigung der Klimakrise. Zum Beispiel können natürliche, regenerierte Lebensräume grosse Mengen an CO2 speichern. In der Schweiz gibt es folgende nennenswerte Reservoire: 

Megatonnen (Mt) CO2 in Bäumen
Mt CO2 in landwirtschaftlich genutzten Böden
Mt CO2 in Moorböden

Mäandrierender Bergbach im Val de Réchy VS Matthias Sorg
Val de Réchy, Moorlandschaft im Wallis

Indem diese belebten Schichten der Erde CO2 zurückhalten, befindet sich weniger in der Atmosphäre. Schutzwälder, Flussrevitalisierungen oder Moorvernässungen reduzieren zudem die Folgen von Dürren, Stürmen und Überschwemmungen. Auch in Städten gibt es Möglichkeiten zur Verbesserung der Biodiversität. Grünflächen tragen zu angenehmen Temperaturen bei und Wasserflächen zur Regulierung des Wasserhaushalts.   

Berner Hochalpen
Biodiversitätskrise

Für viele Arten wird unser Land zu warm. Lebensräume verschwinden. Pflanzen- und Tierarten sterben aus.  

Wie kommen wir aus der Klimakrise? 

Die Schweiz hat sich 2015 international auf das Netto-Null-Ziel des Pariser Klimaabkommens verpflichtet. Am 18. Juni 2023 sagte die Stimmbevölkerung: Ja zum Klimagesetz! Die Schweiz hat nun endlich die rechtlichen Instrumente, das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Trotzdem ging es in den letzten Jahren nur sehr schleppend voran. Die Schweiz ist nicht auf Kurs, um diese Ziele zu erreichen und muss dringend nachbessern.

Doch Klimaschutz muss gemeinsam mit allen Staaten der Welt gelingen. Solidarisch und fair. Die grössten Anstrengungen müssen dabei gerechterweise vor allem von den reichen, konsumstarken Industrieländern unternommen werden. Denn diese haben bislang am allermeisten zur Klimakrise beigetragen. Massnahmen dürfen nicht zu Lasten jener südlichen Länder gehen, die wenig zur Klimakrise beigetragen haben, aber vielfach am meisten darunter leiden. 

CO2-Ablasshandel ist keine Lösung

Wir können die Klimakrise nicht lösen, indem wir unsere Emissionen lediglich kompensieren. Wir müssen die Emissionen hier und jetzt reduzieren, das ist von zentraler Bedeutung. Kompensationsprojekte sind vielfach ungenügend, was die tatsächliche Kompensation betrifft. So wird mitunter die Nicht-Zerstörung von Waldflächen als Kompensationsmassnahmen akzeptiert. Eine Tonne CO2, die über solche Mechanismen kompensiert werden soll, wir damit nicht aus der Atmosphäre entfernt. Auch Aufforstungsprojekte oder die Bindung von CO2 in Böden klingen gut, aber ob und wie langfristig damit CO2 der Atmosphäre entzogen wird, hängt davon ab, wie lange die Projekte laufen. Zum Beispiel kann sich die Landbearbeitung ändern oder Teile des aufgeforsteten Waldes werden in einigen Jahrzehnten dann doch wieder genutzt.  

Gleichzeitig ermutigt der Ablasshandel dazu, weiterhin viel zu viel Treibhausgase auszustossen. Die günstige «Kompensation» verhindert, dass an der Quelle, also beim CO2-Ausstoss, nötige Massnahmen für eine CO2-Reduktion getroffen werden. 

Die Jagd nach Kohlenstoff-Einhörnern: Die Täuschung der Kohlenstoffmärkte und Net Zero (Friends of the Earth, 2021). 

L'Énergie hydraulique
Schweizer Energiepolitik

Auf die Verpflichtung des Pariser Klimaabkommens müssen jetzt Taten folgen. Wie gelingt eine naturverträgliche Energiewende?  

Was macht Pro Natura gegen die Klimakrise?  

In verschiedenen Projekten aus dem praktischen Naturschutz fördern wir die Biodiversität, damit die Schweiz und insbesondere unsere Natur der Klimakrise standhalten kann: Unsere Projekte

Im Rahmen der Klimaallianz und ihrer internationalen Tätigkeit setzt sich Pro Natura für eine wirksame, ökologische Klima- und Energiepolitik ein.   

Pro Natura engagiert sich an den Konferenzen der Klimarahmenkonvention gemeinsam mit Friends of the Earth International und der Climate, Land, Rights Alliance CLARA für ambitionierte Ziele im Einklang mit der Natur und für eine gerechte Lastenaufteilung.   

Der Fair shares approach von FoEI   

Forderungen der Climate, Land, Rights Alliance (CLARA)   

Ihre Fragen, unsere Antworten:

Was ist der Treibhauseffekt?

Von der Sonne gelangen kurzwellige Strahlen Richtung Erde. Ein Teil der kurzwelligen Sonnenstrahlung durchdringt die Atmosphäre, wird von der Erdoberfläche aufgenommen und dann als langwellige Strahlung wieder abgegeben. Auf ihrem Weg zurück zur Sonne treffen sie auf Treibhausgase wie Kohlendioxid oder Methan. Treibhausgase verhindern, dass die langwellige Strahlung die Atmosphäre verlassen können. Daher bleibt ein Grossteil der Strahlung in der Atmosphäre. Dadurch werden die unteren Schichten der Atmosphäre und die Erdoberfläche erwärmt. Grundsätzlich ist der Treibhauseffekt also etwas Natürliches; ohne ihn wäre es deutlich kühler und ein Leben auf der Erdoberfläche nicht möglich. Die momentan überdurchschnittlichen Mengen an Treibhausgasen führt jedoch zu einer zu starken und zu schnellen Erwärmung. 

Was ist das Pariser Abkommen?

Das Pariser Abkommen ist die erste weltweite Vereinbarung im Namen des Klimaschutzes.  

An der Weltklimakonferenz in Paris (2015) einigten sich fast alle Staaten der Welt darauf, langfristig die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen globalen Durchschnittstemperatur zu begrenzen. Das Pariser Abkommen beruht auf Selbstverpflichtung und ist daher rechtlich nicht bindend. Alle Staaten sind dazu aufgefordert, eigene rechtliche Rahmen für die Klimaziele zu schaffen. Das Pariser Abkommen ist seit dem 4. November 2016 in Kraft. Seit 2020 haben einige Staaten klare Ziele formuliert und eingereicht, sogenannte NDCs (Nationally Determined Contributions). Die Schweiz hat sich in ihren NDCs dazu verpflichtet, ihre Emissionen bis 2030 gegenüber 1990, um mindestens 50 Prozent zu reduzieren.  

Was passiert, wenn wir das 2°C-Ziel aus dem Pariser Abkommen nicht erreichen?

Überschreiten wir das 2°C-Ziel, steigt die Chance, dass wir gewisse Schwellenwerte überschreiten, stark an. Sind diese Werte einmal überschritten, können sich Teile des Klimasystems abrupt und irreversibel ändern. Beispiele sind sich ändernde Ozeanströmungen oder das Schmelzen der grönländischen Eisschichten. Beides hätte massive Konsequenzen für die Menschen und die Natur in Europa und global. Nur wenn wir die weltweite Erwärmung auf weniger als 2°C begrenzen, können wir die negativsten Folgen der Klimakrise vermeiden und den Klimawandel auf ein Mass beschränken, das voraussichtlich noch erträglich bleibt. 

«Das Klima hat sich schon immer verändert» - Ja, und… 

die Gründe für Klimaänderungen in der Vergangenheit sind bekannt. Diese sind beispielsweise auf Veränderungen der Erdumlaufbahn oder der Sonnenaktivität zurückzuführen. Rund 97% der wissenschaftlichen Forschung ist sich einig, dass der Mensch die Hauptverantwortung für die momentane Veränderung des Weltklimas trägt. Problematisch ist nicht, dass sich das Klima auch mal verändert. Ein über alle Zeiten bestehendes fixes Klima gibt es nicht. Hochgradig problematisch ist die Geschwindigkeit der Veränderung. Mensch, Tier und Umwelt fehlt so die nötige Zeit, um sich anzupassen. Zum Beispiel: Die Infrastruktur und die Nahrungsmittelproduktion richten sich nach dem Klima der letzten 10 000 Jahren. Anpassungen an die steigenden Temperaturen in der Atmosphäre und den daraus resultierenden Auswirkungen können sehr aufwendig und teilweise gar unmöglich sein. Das bedeutet: Klimaschutz schützt letztlich nicht das Klima, sondern sichert das Überleben von Mensch und Natur.  

Banner Biodiversitätsinitiative
31.01.2024 Biodiversitätskrise

Die Biodiversitätsinitiative kommt am 22. September zur Abstimmung

Der Bundesrat hat heute die Abstimmungsvorlagen für den 9. Juni angekündigt, die Biodiversitätsinitiative war nicht dabei. Die Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger werden somit am 22. September über die Biodiversitätsinitiative abstimmen.

Die Biodiversitätsinitiative (eidgenössische Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft») hat zum Ziel, die Biodiversität in der Schweiz endlich besser zu sichern. Denn eine vielfältige Natur ist unsere Lebensgrundlage. Sie sorgt für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung von Pflanzen und gesunde Nahrung. Zudem will die Initiative erreichen, dass die Naturwerte, die Landschaften und das baukulturelle Erbe auch ausserhalb von Schutzgebieten geschont, also nicht ohne Notwendigkeit beeinträchtigt werden.

Doch die Biodiversität ist in der Schweiz stark bedroht. Ein Drittel der in der Schweiz heimischen Tier- und Pflanzenarten und die Hälfte der Lebensräume sind gefährdet. Der grosse Verlust passiert oft unbemerkt, seine Folgen sind aber gravierend.

Noch im Dezember des vergangenen Jahres hatten sich die Initiantinnen und Initianten für einen indirekten Gegenvorschlag eingesetzt. Unterstützung erhielten sie dabei auch vom Bundesrat, dem Nationalrat sowie den Verbänden von Kantonen und Städten. Doch der Ständerat weigerte sich mit einer kleinen Mehrheit, Massnahmen gegen die Biodiversitätskrise überhaupt nur zu diskutieren.

Jetzt hat das Stimmvolk am 22. September das letzte Wort. Die Trägerorganisationen werden eine engagierte Abstimmungskampagne für den Schutz der Natur und der Landschaft führen. Biodiversitätskrise und Klimakrise dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Kontakt:

  • Pro Natura: Dr. Urs Leugger-Eggimann, Geschäftsleiter, 079 509 35 49, @email
  • BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, 076 308 66 84, @email
  • Schweizer Heimatschutz: Stefan Kunz, Geschäftsführer, 079 631 34, 67, @email
  • Stiftung Landschaftsschutz Schweiz: Franziska Grossenbacher, Stv. Geschäftsleiterin, 076 304 43 58 @email
  • Medienstelle Biodiversitätsinitiative: Dagmar Wurzbacher, 076 517 25 96, @email

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Gemeinsame Medienmitteilung des Trägervereins der Biodiversitätsinitiative

Bienen und Fliegen auf Wildblume
11.01.2018 Artenschutz

«Das Bienensterben ist nur die Spitze des Eisbergs»

Eine im Herbst veröffentlichte deutsche Studie belegt das rasante Verschwinden von Insekten. Yves Gonseth, Entomologe und Leiter des Schweizerischen Zentrums für Kartografie der Fauna in Neuenburg, ist beunruhigt.

Pro Natura Magazin: In Europa ist die Masse der Insekten in drei Jahrzehnten um 75 Prozent zurückgegangen. Geben diese Zahlen einem Entomologen besonders zu denken?
Yves Gonseth:
Das Ergebnis der Studie macht mich in der Tat hellhörig, aber nicht, weil Insekten mein Studienobjekt sind und mich besonders faszinieren, sondern weil die Daten objektiv beunruhigend sind – selbst wenn sie mich nicht überraschen.

Inwiefern beunruhigend?
Die Erhebung zeigt, dass es um die Biodiversität miserabel bestellt ist. Das von den Medien oft zitierte Bienensterben ist nur die Spitze des Eisbergs. Insekten machen in der Schweiz 47 Prozent der Arten­vielfalt insgesamt und 73 Prozent der Tierarten aus. Mit dem Rückgang der Insekten steht auch das Gleichgewicht der Ökosysteme auf dem Spiel, denn Insekten spielen in verschiedensten Prozessen eine zentrale Rolle. Mehr als 80 Prozent unserer Wildpflanzen sind für die Bestäubung auf Insekten angewiesen, und für 60 Prozent der Vögel sind sie die Haupt­nahrungs­quelle. Gleichzeitig spielen Insekten im Abbau von organischem Material pflanzlichen Ursprungs (zum Beispiel abgefallenes Laub) und tierischer Herkunft (zum Beispiel Exkremente von Weidevieh) eine entscheidende Rolle.

Sie bezeichnen die Entwicklung als beunruhigend, sind aber nicht überrascht. Heisst das, dass die Tragweite der Katastrophe zwar bekannt ist, wir also genug wissen, aber nicht genug tun, um das Insektensterben aufzuhalten? 
Die Situation ist tatsächlich nicht neu. Heute treten zwar die Folgen zutage, doch haben sich diese über längere Zeit angebahnt, vor unseren Augen. Nur konnten wir sie nicht beziffern. Trotz verschiedener Massnahmen zur Förderung der Biodiversität geht ihr Rückgang im Kulturland unaufhaltsam weiter. Ich stelle das jedes Jahr von neuem fest, wenn ich es wage, an einen Ort zurückzugehen, an dem ich schon einmal kartiert habe. Der Rückgang des Westlichen Scheckenfalters beispielsweise, eine typische Schmetterlingsart für Trockenwiesen und -weiden, ist eine Tatsache, die sich sowohl regional als auch im gesamten Verbreitungs­gebiet nachweisen lässt. 

Die Studie wurde in 63 Naturschutzgebieten im deutschsprachigen Raum durchgeführt. Ist das Besorgniserregende daran nicht gerade die Tatsache, dass der Rückgang ausgerechnet in Schutzzonen so massiv ist?
Man muss natürlich berücksichtigen, wo diese Schutzgebiete liegen. Die meisten der untersuchten Schutzgebiete befinden sich in niedrigen Höhenlagen, sie sind eingezwängt zwischen Ackerflächen, die intensiv bewirtschaftet werden, oder sie werden selber genutzt. Sie sind deshalb mindestens indirekt den Auswirkungen von Kunstdüngern, Herbiziden, Fungiziden oder Insektiziden mit breitem Wirkungsspektrum ausgesetzt. Schutzgebiete befinden sich ja nicht unter einer Glocke. Die Ergebnisse der Studie zeigen somit einmal mehr, welchen Einfluss die Landwirtschaft auf die Biodiversität insgesamt hat. Umso wichtiger wäre es, Schutzmassnahmen zu verstärken, nicht zu reduzieren.  

Die Landwirtschaft steht am Pranger, und doch sind die Gründe für den Arten­rückgang nicht klar belegt. 
Die Autoren der Studie räumen ein, dass andere Faktoren, wie etwa die schwankenden klimatischen Bedingungen, die Biomasse an Fluginsekten im Verlaufe einer Jahreszeit oder von einem Jahr auf das nächste ebenfalls beeinflussen können. Bei einem derart krassen Rückgang insgesamt müssen die Ursachen jedoch anderswo gesucht werden. Und da kommen die Intensivierung landwirtschaftlicher Praktiken und der breite Einsatz von Bioziden ins Spiel, aber ebenso die Übernutzung von Wasserressourcen, der unselige Umgang mit Hecken, Wald­rändern, Böschungen entlang von Strassen und Bahngeleisen sowie die übermässige Verjüngung des Waldes. Das sind alles Praktiken, die Schutzgebiete massiv beeinträchtigen. Heute ist die unterste Stufe der Nahrungspyramide in Gefahr, und kurzfristig leiden alle Organismen eines Standorts darunter.

Sie appellieren an die individuelle und kollektive Verantwortung. Was meinen Sie damit genau?
Ich bin zwar Wissenschaftler, aber meine Beziehung zur Natur basiert nicht nur auf Daten und Analysen. Ich spüre die Natur mit meinem Fleisch und Blut. Natürlich ist die kollektive Verantwortung der Politik und der Entscheidungsträger wichtig, um den Verlust der Biodiversität aufzuhalten. Aber ich rufe auch jede und jeden einzeln auf, sich zu überlegen, welche Beziehung man zur Umwelt hat. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere individuelle Verantwortung wahrnehmen und unsere Gleichgültigkeit, unser Unwissen und unsere Tatenlosigkeit ablegen.

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Auch in der Schweiz
Die Studie der Krefelder Entomologen hat von 63 Naturschutzgebieten im deutschsprachigen Raum die Daten über 27 Jahre zusammengetragen. Die Gesamtbiomasse an Fluginsekten, die in Fallen gefangenen wurden, ist im Schnitt um 76 Prozent zurückgegangen, im Hochsommer gar um 82 Prozent. Gemäss den Autoren der Studie dürften die Ergebnisse stellvertretend für eine Entwicklung sein, die sich in Europa insgesamt - und somit auch in der Schweiz - abzeichnet. Die klimatischen und landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der verschiedenen Schutzgebiete im Kulturland sind vergleichbar. 
Die Studie weist erneut auf unsere Verantwortung für den rasanten und alarmierenden Rückgang der Biodiversität hin und fordert dringende Massnahmen, nicht zuletzt auch finanzieller Art, um diesen Rückgang zu bremsen. Gleichzeitig zeigt auch der Umweltbericht 2017 der OECD auf, dass die Schweiz in Sachen Schutz der Biodiversität alles andere als eine Musterschülerin ist und in diesem Bereich zusätzliche Anstrengungen unternehmen muss.

 

FLORENCE KUPFERSCHMID-ENDERLIN ist Redaktorin der französischsprachigen Ausgabe des Pro Natura Magazins. 

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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.

Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Prächtige Bilder und exklusive Angebote runden das Lesevergnügen ab. Alle Pro Natura Mitglieder erhalten das Magazin exklusiv fünf Mal im Jahr. Es blickt auf 48 Seiten hinter die Kulissen politischer Entscheide, präsentiert Forschungsergebnisse, erklärt die Natur. Und es schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft.

Das Braune Langohr ist Tier des Jahres 2012 Dietmar Nill2
Tier des Jahres

Tier des Jahres 2012: Das Braune Langohr

Pro Natura kürt das Braune Langohr (Plecotus auritus) zum Tier des Jahres 2012. Tagsüber schläft es, nachts jagt es unermüdlich Insekten.

Als «Vögel der Nacht» leisten Fledermäuse einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht in der Natur. Im Gegenzug sind sie auf vielfältige Lebensräume angewiesen. Fledermäuse sind die heimlichen Nachbarn: Tagsüber verstecken sie sich in Baumhöhlen, Ritzen und Spalten, manche wohnen unbemerkt in unseren Häusern. Wer sind diese sonderbaren Wesen, nicht Vogel und nicht Maus? 

Fliegen mit den Händen

Fledermäuse gehören zur Ordnung der Chiroptera – Handflügler. Diese können als einzige Säugetiere aktiv fliegen. Mit Mittelhand- und Fingerknochen spannen sie ihre elastischen Flughäute auf.

Weltweit sind über 1100 Fledertierarten bekannt, die in 60 Millionen Jahren eine erstaunliche Vielfalt an ökologischen Nischen eroberten. In den Tropen gibt es neben den Insektenjägern auch Fleisch-, Fisch-, Früchte-, Blatt- und Pollenfresser. Fledermäuse in der Schweiz ernähren sich ausschliesslich von Insekten und anderen Gliederfüsslern wie Spinnen und Weberknechten. Bis heute wurden in der Schweiz 30 Fledermausarten nachgewiesen.

Aktiv fliegen: für Säugetiere ein Privileg Dietmar Nill
Aktiv fliegen

Sehen mit den Ohren

Pfeilschnell jagen Fledermäuse durch die Dunkelheit und schnappen zielsicher nach Insekten. Möglich macht dies ein raffiniertes Ultraschallsystem: Durch Mund oder Nase stösst die nächtliche Jägerin kurze, für Menschen nicht hörbare Rufe aus. Diese Ultraschallsignale werden von Hindernissen wie Bäumen, Zweigen und Mauern, aber auch von Beutetieren reflektiert und von den Ohren der Fledermaus wieder aufgefangen. So entsteht ein präzises Hörbild der Umgebung. Langohren beherrschen einen zusätzlichen Trick: Sie orten ihre Beute anhand von Krabbelgeräuschen. Ihren riesigen Ohren entgeht auch nicht das leiseste Rascheln.

Mit Ultraschall auf Insektenjagd Dietmar Nill
Auf der Jagd

Falterfresser und Flugakrobat

Das Braune Langohr (Plecotus auritus), Tier des Jahres 2012, misst von Kopf bis Rumpf etwa fünf Zentimeter. Seine riesigen Ohren, die es einzeln bewegen kann, sind beinahe so lang wie sein Körper. Es bringt lediglich 5 bis 12 Gramm auf die Waage, bei einer Flügelspannweite von rund 24 Zentimetern. Bei der Jagd erbeuten die wendigen Flugakrobaten hauptsächlich Nachtfalter. Darunter auch Waldschädlinge wie Eichenwickler und Schwammspinner. Weiche Käfer, Schnaken, Raupen und Spinnen stehen ebenfalls auf ihrer Menükarte. Wie ein Turmfalke kann das Braune Langohr im Rüttelflug an Ort verharren und seine Beute direkt von Blättern, Gräsern und Baumrinde absammeln. Die breiten Flügel erlauben gar Pirouetten und Loopings. Erbeutet das Langohr grosse Falter, verzehrt es diese im Hängen an einem Frassplatz. Unverdauliche Teile wie Flügel, Beine und Fühler lässt es zu Boden fallen.

Das Braune Langohr trägt seinen Namen zu Recht Dietmar Nill
Falterfresser

Schöner Wohnen im Wald

Das Braune Langohr gilt als typische Waldfledermaus. Wie sieht der ideale Fledermauswald aus? Er bietet ein Mosaik aus geschlossenen und lichten Waldabschnitten, Laub- und Mischwald, jungen und alten Bäumen sowie Totholzinseln mit vielen Höhlen und Rissen in den Stämmen, die Fledermäusen tagsüber als Verstecke dienen. In strukturreichen Wäldern leben auch unzählige verschiedene Beuteinsekten.

Braune Langohren jagen nachts, mit Vorliebe im Wald. Wichtige Jagdgebiete sind zudem Hochstammobstgärten, Hecken und naturnahe Wiesen, wenige 100 Meter vom Tagesschlafplatz entfernt. Dieser befindet sich in einer Baumhöhle oder im Dachstock von Kirchen, Fabriken, Schul- und Wohnhäusern. Hier ziehen die Weibchen während des Sommers ihre Jungen auf, in so genannten Wochenstuben. Da Fledermäuse in der Regel nur ein Jungtier pro Jahr zur Welt bringen, sind ihre Populationen besonders verletzlich. Es dauert Jahrzehnte, bis sich eine geschwächte Art erholt.

Braune Langohren brauchen: vielfältige Wälder mit Baumhöhlen Klaus Bogon
Baumhöhle

Abhängen in der Kälte

Zum Schlafen biegen Langohrfledermäuse ihre Ohren nach hinten und klemmen sie zwischen Unterarme und Körper. So erkennt man nur den vorstehenden Ohrdeckel, Tragus genannt.

In der kalten Jahreszeit ziehen sich Fledermäuse in frostsichere Quartiere zurück. Der Körper wird abgekühlt und die Körperfunktionen auf ein Minimum reduziert. So können zwischen zwei Atemzügen bis zu 90 Minuten verstreichen. Auch die Herzfrequenz wird stark gesenkt. Damit die Tiere während des Winterschlafs nicht austrocknen, muss das Quartier genügend Luftfeuchtigkeit aufweisen. Bekannte Winterquartiere sind Höhlen, Felsspalten, Tunnels und Keller mit Naturböden.

Im Winter sind Fledermäuse nicht völlig reglos. Manchmal verändern sie ihre Schlafposition oder sie wechseln, wenn es zu warm oder zu kalt ist, das Quartier. Jedes Aufwachen zehrt jedoch an ihren knappen Fettreserven. So entspricht eine Stunde Wachsein dem Energieverbrauch von rund elf Tagen im Winterschlaf. Bis zum Frühjahr, wenn es wieder wärmer wird und das Nahrungsangebot steigt, sollten schlafende Fledermäuse nicht gestört werden.

Der Winter wird kopfüber verschlafen Dietmar Nill
Im Schlaf

Fledermäuse brauchen Vielfalt

In der Schweiz ist das Braune Langohr vom Flachland bis in die Bergregionen verbreitet. Dennoch gilt es als gefährdet, wie fast alle der rund 30 einheimischen Fledermausarten. Durch intensive Nutzung der Landschaft verschwinden immer mehr Obstgärten, Hecken und Feldgehölze, die Fledermäusen als Jagdgebiete und wichtige Orientierungspunkte beim Fliegen dienen. Baumhöhlen sind in unseren stark genutzten Wäldern Mangelware; Alt- und Totholz werden ausgeräumt. Intensive Landwirtschaft schmälert den Insektenreichtum.

Mit der Wahl des Braunen Langohrs zum Tier des Jahres 2012 ruft Pro Natura dazu auf, die Vielfalt der Lebensräume zu bewahren und zu verbessern.

Vernetzt: Obstgärten und Hecken dienen als wichtige Flugstrassen Klaus Bogon
Obstgarten

Was macht Pro Natura?

  • Pro Natura setzt sich für vielfältige Wälderein – mit Waldschutzprojekten und auf politischer Ebene. Fledermäuse brauchen strukturreiche Wälder, in denen Alt- und Totholz vermehrt stehen und liegen bleiben.
  • Pro Natura fördert mit dem Label «Hochstamm Suisse» den Erhalt von Hochstamm-Obstbäumen in der Schweiz. Für Fledermäuse sind Hochstamm-Obstgärtendoppelt wichtig: als Jagdgebiete und als Leitstrukturen beim nächtlichen Fliegen.
  • Pro Natura kämpft für eine naturverträglichere Landwirtschaftspolitik. Mehr ökologische Ausgleichsflächen und weniger Pestizide verbessern den Insektenreichtum und damit das Nahrungsangebot für Fledermäuse.
  • Pro Natura engagiert sich für naturnahe Fliessgewässer, die Fledermäusen ein reichhaltiges Insektenangebot liefern.
  • Pro Natura ist an über 650 Naturschutzgebietenin der ganzen Schweiz beteiligt. Unser Ziel: Mehr Natur – überall!
Pro Natura – für vielfältige Lebensräume! Christoph Oeschger
Für vielfältige Lebensräume

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Kurzfilm zum Braunen Langohr
Lebensraum Wiese
laufende Projekte

Aktuell fördern wir mit über 250 Projekten die Natur und die Artenvielfalt in allen Regionen der Schweiz. Dies ist nur dank Spenden und Mitgliederbeiträgen möglich. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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