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Uno dei quattro pilastri di Pro Natura è la protezione attiva dei biotopi e delle specie.
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Feuchter Wald
13.05.2025 Wald

Trotz Risiken: Bundesrat will Pestizidverbot im Wald aufheben

Die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse wird von der Landesregierung vorgeschoben, um den Kantonen weitreichende Möglichkeiten für den Pestizideinsatz im Wald zu schaffen. Die Naturschutzorganisationen WWF und Pro Natura warnen vor unkalkulierbaren Risiken für Biodiversität, Gesundheit und Trinkwasser.
  • Der Einsatz von Insektiziden im Wald kann unbeabsichtigte Folgen für Menschen und Tiere haben: So können etwa Spaziergänger:innen mit den Substanzen in Kontakt kommen oder Wildtiere wie Vögel, Igel oder Fledermäuse können vergiftete Insekten fressen und geschädigt werden.
  • Insektizide belasten Böden, geraten ins Grundwasser und beeinträchtigen langfristig die Gesundheit des Waldes und die Qualität unseres Trinkwassers.
  • Die Massnahme ist unnötig: Denn es gibt effektivere und nachhaltigere Alternativen, um die Asiatische Hornisse zu bekämpfen. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, die Nester dieser invasiven Art zu finden. Diese können danach auf unterschiedliche Weise zerstört werden. 

 Zitat Thomas Wirth, Waldexperte beim WWF: 
«Die Herausforderung bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist das Finden der Nester. Hat man diese gefunden, lassen sie sich auch anders zerstören als mit gefährlichen Insektiziden, die Boden und Trinkwasser vergiften.»

Zitat Elena Strozzi, Waldexpertin bei Pro Natura:
«Der Einsatz von Pestiziden schädigt das ganze Ökosystem Wald. Denn diese Stoffe töten nicht zur die Zielart, sondern ganz viele andere Arten, die für einen gesunden und stabilen Wald wichtig sind.» 

Die Wälder bedecken etwa ein Drittel der Fläche der Schweiz und erfüllen überlebenswichtige Funktionen. Sie sind Lebensraum unzähliger Arten, schützen vor Naturkatastrophen, filtern Wasser, speichern CO2 und sind der wichtigste Erholungsraum für die Schweizer Bevölkerung. 

Der Einsatz von Pestiziden im Wald ist hierzulande seit langem grundsätzlich verboten. Und dies aus gutem Grund: Denn Wälder sind besonders sensible Lebensräume für zahlreiche gefährdete Arten wie Wildbienen, Schmetterlinge und bodenlebende Insekten. Viele noch unbelastete Trinkwasserquellen befinden sich in Waldgebieten. Und nicht zuletzt kann sich der Wald nur dank einem intakten Bodenleben regenerieren, das durch Pestizide geschädigt wird. 

Unverhältnismässig und unnötig

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) stellt zweifellos eine Bedrohung für die Imkerei dar. Dennoch wäre die Zulassung von Insektiziden zur Bekämpfung dieser invasiven Art im Wald eine unverhältnismässige und umweltschädliche Massnahme. Erfahrungen aus anderen Ländern haben gezeigt, dass nicht-chemische Methoden bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse wirksamer sind, z.B., durch die mechanische Zerstörung von Nestern oder durch biologische Bekämpfung. Ein Pestizideinsatz bringt mehr Schaden als Nutzen für die Umwelt.

Der WWF und Pro Natura erwarten vom Bundesrat, dass er auf die Änderung der ChemRRV verzichtet und stattdessen die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse verbessert. Das ist erfolgsversprechender und zeitigt weniger Risiken. 
 

Weitere Informationen: 

Kontakt:

Stausee Zmutt Wallis
25.02.2025 Umweltpolitik

Kommission will Ablasshandel bei Ersatzmassnahmen und schränkt Verbandsbeschwerderecht ein

Eine Mehrheit der UREK-N will bei den 16 Grosswasserkraftprojekten des Stromgesetzes statt konkreter und für die Natur wichtiger Ersatzmassnahmen eine Geldzahlung ermöglichen und auch das Verbandsbeschwerderecht (VBR) einschränken.
  • Die Kommissionsmehrheit rückt ab vom bewährten Verursacherprinzip des Umweltrechts: Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen zur Kompensation von Eingriffen in schutzwürdige Lebensräume sollen bei den 16 Grosswasserkraftprojekten für die Betreiber mit einer Geldzahlung erledigt werden können und nicht mehr Teil des Gesamtprojekts sein. Aber jedes Grosskraftwerk greift in die Natur ein und verursacht Schäden. Diese als Teil des Gesamtprojekts auszugleichen – mit ganz konkreten Massnahmen für die geschädigten Lebensräume und Tier-und Pflanzenarten – ist heute Sache der Kraftwerksbetreiber. Mit dem heutigen Beschluss bricht die Kommission mit einer seit Jahrzehnten bewährten Praxis. Dass die UREK-N diese naturschädliche Idee aus dem Ständerat nicht gestrichen hat, ist nicht nachvollziehbar und entspricht weder dem Verursacherprinzip noch Sinn und Geist des Runden Tisches Wasserkraft.

  • Geht es nach dem Willen der Kommissionsmehrheit, wird zudem das Verbandsbeschwerderecht für diese 16 Grosswasserkraftprojekte eingeschränkt. Die Organisationen der Umweltallianz stehen hinter dem Runden Tisch und begrüssen es, wenn die Projekte rasch vorangetrieben werden. Mit dem Verbandsbeschwerderecht kann einzig verlangt werden, dass die geltenden Gesetze auch eingehalten werden. An diesem Recht zu sägen, ist höchst bedenklich und rechtsstaatlich problematisch. Die im Rahmen der Abstimmung zum Stromgesetz (2024) gemachte Zusicherung, das Beschwerderecht nicht zu beschränken, wird nicht eingehalten. Das ist dem Image dieser Grossprojekte und dem Wohlwollen in der Bevölkerung abträglich. 

Gesicherte, angemessene und fristgerechte Ersatzmassnahmen sind ein Grundpfeiler des Umweltrechts, ebenso wie das Verbandsbeschwerderecht. Damit verpasst es die UREK-N leider die nötigen Korrekturen vorzunehmen. Nun muss der Nationalrat dringend nachbessern. Die Umweltorganisationen  werden den Gesetzentwurf - sobald publiziert - sorgfältig analysieren und dazu Stellung beziehen.

 

Kontakte:

  • Pro Natura: Stefan Kunz, Abteilungsleiter Politik & Internationales, @email, 079 631 34 67
  • WWF Schweiz: Jonas Schmid, Mediensprecher, [email protected], 079 241 60 57
  • BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, @email, 076 308 66 84

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Gemeinsame Medienmitteilung der Umweltallianz

Staumauer und Druckstollen beim Lago Ritom im Tessin
04.03.2025 Umweltpolitik

Nationalrat will Ablasshandel bei Ersatz- sowie Ausgleichsmassnahmen und schränkt Verbandsbeschwerderecht ein

Der Nationalrat will statt konkreter und für die Natur wichtiger Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen einen Ablasshandel mittels Geldzahlung ermöglichen. Weiter will er das Verbandsbeschwerderecht einschränken, aber zumindest nicht abschaffen, wie das der Ständerat wollte.
  • Mit dem Ablasshandel bei Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen hebelt das Parlament das Verursacherprinzip aus: Die Betreiber von Kraftwerken können sich einfach freikaufen, ohne konkreten Ersatz für die Eingriffe in die Natur leisten zu müssen. Jedes Grosskraftwerk greift in die Natur ein und verursacht Schäden. Diese als Teil des Gesamtprojekts auszugleichen – mit ganz konkreten Massnahmen für die geschädigten Lebensräume und Tier- und Pflanzenarten – ist heute Sache der Kraftwerksbetreiber. Nun bricht das Parlament mit dieser seit Jahrzehnten bewährten Praxis. Dass der Nationalrat diese naturschädliche Idee aus dem Ständerat nicht vollständig gestrichen hat, ist überhaupt nicht nachvollziehbar und unterläuft die erklärten Ziele und Vereinbarungen des Runden Tischs Wasserkraft. Auch die Kantone sehen diesen Ablasshandel laut Medienberichten kritisch.
  • Die Hürden für das Verbandsbeschwerderecht werden bei allen Energieanlagen von nationaler Bedeutung erhöht. Neu sollen im Zweifelsfall nur noch drei Organisationen gemeinsam Beschwerde führen können. Das ist sachfremd. Immerhin bleibt es grundsätzlich möglich, bei erheblichen Zweifeln an der konkreten Ausgestaltung eines Projektes die Judikative einzuschalten. Die unabhängige Überprüfung der Rechtmässigkeit eines Projekts wird jedoch unnötigerweise erschwert. 

Als nächstes ist nun der Ständerat am Zug. Die Umweltverbände erwarten, dass dieser die Vorlage korrigiert, insbesondere bei den Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen.  

Kontakt:

  • Pro Natura: Stefan Kunz, Abteilungsleiter Politik & Internationales, Tel. 079 631 34 67, @email
  • WWF Schweiz: Jonas Schmid, Mediensprecher, Tel. 079 241 60 57, @email
  • BirdLife Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, Tel. 076 308 66 84, @email

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Gemeinsame Medienmitteilung der Umweltallianz

Symbolbild Landwirtschaft
18.02.2026 Landwirtschaft

Die Agrarpolitik 2030+ ist aus Umweltsicht ungenügend

Mit seinem heute veröffentlichten Aussprachepapier zur Agrarpolitik 2030+ akzeptiert der Bundesrat ein Konzept, das den grossen Herausforderungen im Umweltbereich nicht gerecht wird. Stillstand statt Weitsicht schädigt weiterhin die natürlichen Lebensgrundlagen von uns allen. Es braucht nun Nachbesserung zugunsten der Natur.

«Die Vorschläge zur Agrarpolitik 2030+ in der heute vom Bundesrat skizzierten Form reichen bei Weitem nicht aus, um die Situation für Klima, Biodiversität und Umwelt zu verbessern.» So lautet die Zwischenbilanz der Umweltschutzorganisationen, zum heute vom Bundesrat veröffentlichten Aussprachepapier.

Die aktuelle Ausrichtung der Agrarpolitik treibt durch biodiversitätsschädigende Subventionen die Beeinträchtigungen der natürlichen Lebensgrundlagen wie sauberes Trinkwasser, fruchtbare Böden oder die Resilienz gegenüber Klimaveränderungen voran. Langfristig stehen damit auch die landwirtschaftlichen Produktionsgrundlagen Boden und Biodiversität auf dem Spiel. Mit dem Zielbild 2050 (Bericht «Zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik» vom Dezember 2024) hat der Bundesrat einen Leitfaden vorgelegt, der diesen Herausforderungen begegnen würde. Doch die nun vorgelegten Vorschläge sind von diesem Zielbild noch weit entfernt, selbst die vorgesehenen Lenkungsabgaben auf Kraftfutter und Pestizide wurden heute vom Bundesrat gestrichen. Die Agrarpolitik 2030+ muss dringend weiterentwickelt und beim Schutz von Biodiversität, Umwelt und Klima nachgebessert werden. 

Die Umweltschutzorganisationen werden die Vorschläge des Bunderates analysieren und Lösungsvorschläge zuhanden der Vernehmlassung mit Start im Herbst 2026 erarbeiten. Es liegt in der Hand des Bundesrates, die im Zielbild 2050 formulierten Ziele im Bereich Umwelt wieder aufzunehmen und im Botschaftsentwurf umzusetzen. 

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Pro Natura: Marcel Liner, Leiter Agrarpolitik, 061 317 92 40, @email

  • Greenpeace:Nico Frommherz, Experte für Food und Konsum, 044 447 41 64,  [email protected]

  • BirdLife Schweiz: Jonas Schälle, Projektleiter Landwirtschaft, 044 457 70 26, @email 

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Gemeinsamer Kommentar von Pro Natura, BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz

Moorebene Rothenthurm
27.01.2026 Umweltpolitik

Klima- und Naturschutz stärken: Ja zur Klimafonds-Initiative

Pro Natura-Parole zur Klimafonds-Initiative

Die Klimakrise und die Biodiversitätskrise sind miteinander verbunden und müssen gemeinsam gelöst werden. Die Klimafonds-Initiative leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie dringend benötigte Gelder sowohl für Klima- wie auch Naturschutz bereitstellt. Pro Natura empfiehlt daher am 8. März Ja zu stimmen.

Dem Murmeltier fehlt die isolierende Schneeschicht, der Äsche der Sauerstoff im warmen Wasser, der Fichte das Wasser aus dem trockenen Waldboden – die Klimaerhitzung trifft die natürlichen Lebensräume der Schweiz und ihre Bewohner massiv. Gleichzeitig sind intakte Moore, Wälder und Wiesen wichtige CO2-Speicher. Ihre Wiederherstellung und Pflege sind Klimaschutz und Naturschutz in einem. Die Klimafonds-Initiative will sowohl für Massnahmen zur Senkung der CO2-Emmissionen als auch zur Stärkung der Biodiversität die dringend nötigen finanziellen Mittel bereitstellen. Klimaschutz und Naturschutz sind untrennbar miteinander verbunden. Sie gemeinsam anzugehen ist wichtig und richtig. Pro Natura hat für die Abstimmung am 8. März daher die Ja-Parole gefasst.

Aktuelle Finanzen und Massnahmen reichen nicht

Die finanziellen Mittel für den Erhalt der wichtigsten Schweizer Naturschutzgebiete – der Biotope von nationaler Bedeutung – reichen heute bei weitem nicht aus. Wie die Forschung zeigt, verlieren die meisten von ihnen an Qualität und die Artenvielfalt nimmt ab. Auch bei den Massnahmen zur Reduktion ihrer CO2-Emmissionen ist die Schweiz im Hintertreffen. 

Die Klimafonds-Initiative gibt hier Gegensteuer und stellt deutlich mehr finanzielle Mittel für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen in Aussicht. Sie beauftragt den Bund einen Investitionsfonds für Massnahmen zur CO2-Reduktion einzurichten, der bis 2050 jährlich mit 0.5-1 Prozent des Bruttoinlandproduktes (3.5-7 Mia. Franken pro Jahr) gespeist wird. Damit sollen auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene Massnahmen zur CO2-Reduktion finanziert werden. Dazu zählen die Dekarbonisierung von Verkehr, Gebäuden und Wirtschaft, der sparsame und effiziente Energieverbrauch, der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Stärkung der Biodiversität.

Kühlende Grünräume, intakte Wasserspeicher und resiliente Schutzgebiete

Mit Geldern aus dem Fonds könnten beispielsweise Moore renaturiert werden, die enorm viel CO2 speichern und eine grosse Artenvielfalt beherbergen, heute aber grösstenteils vertrocknen und daher CO2 abgeben. Auch die gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerrevitalisierungen könnten endlich umgesetzt werden, wodurch sich Wasserrückhalt und Hochwasserschutz verbessern würden. Die Begrünung von Städten könnte Hitzeinseln verhindern und die Förderung von Schutzgebieten die Widerstandsfähigkeit der Natur stärken.

Der Klimafonds hat das Potenzial, den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen bedeutend zu stärken. Um diese Chance zu packen, sagt Pro Natura Ja zur Klimafonds-Initiative am 8. März. 

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Stefan Kunz, Abteilungsleiter Politik und Internationales, 061 317 92 23, @email 

  • Nathalie Rutz, Medienverantwortliche, 079 826 69 47,
    @email 

Nationalratssaal Parlamentsdienste
30.11.2025 Umweltpolitik

Mitte-Ständeräte nur noch halb so umweltfreundlich wie ihre Nationalrät:innen

Halbzeitbilanz des Umweltratings

Zur Halbzeit der 52. Legislatur zeigt das Umweltrating von BirdLife, Greenpeace, Pro Natura, SES, VCS und WWF wie umweltfreundlich Schweizer Politiker:innen stimmen. Die ersten Plätze belegen nach wie vor die Parlamentarier:innen der SP und der Grünen. Eine bedenkliche Tendenz zeigt sich bei der Mitte: Während ihre Nationalrät:innen in den letzten zwei Jahren wieder etwas umweltfreundlicher stimmten, fallen ihre Ständeräte weiter ab.

Klimaschutzgesetz, Autobahnausbau, Grundwasserschutz und Biodiversitätsinitiative sind nur einige der zahlreichen ausgewerteten Umweltvorlagen, über welche die Schweizer Parlamentarier:innen in den letzten zwei Jahren abgestimmt haben. Die Mitglieder der Umweltallianz (BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura, SES, VCS und WWF Schweiz) haben analysiert, inwiefern sie dabei im Sinne von Natur und Klima gestimmt haben.

Diskrepanz in der Mitte wächst

Augenfällig ist die Diskrepanz, die sich zwischen den Mitte-Parlamentarier:innen öffnet. Während die Mitte-Politiker:innen im Nationalrat im Vergleich zum letzten Rating 2023 umweltfreundlicher abgestimmt haben (46.5 %: plus 10.5 Prozentpunkte) haben sich ihre Kollegen im Ständerat nochmals klar verschlechtert (23.5 %: minus 7 Prozentpunkte). Sie stimmten im Durchschnitt bei nur noch knapp einem Viertel der Umweltvorlagen im Sinne von Natur und Klima. Besonders bedenklich: zu den Mitte-Ständeräten, die am meisten gegen Natur und Klima gestimmt haben, gehören jene, die in der ständerätlichen Umweltkommission sitzen und damit einen enormen Einfluss auf Umweltvorlagen haben. 

Erste und letzte Plätze unverändert

Unverändert auf den ersten Plätzen in Sachen umweltfreundliches Stimmverhalten liegen die Politiker:innen der SP und Grünen. Auch auf dem letzten Platz bleibt klar abgeschlagen die SVP. Bei nur gerade 1.5 % (minus 2.5 Prozentpunkte) der Vorlagen stimmen ihre Nationalrät:innen und bei nur gerade 10 % ihre Ständerät:innen für Natur und Umwelt (minus 6.5 Prozentpunkte). Verschlechtert haben sich auch FDP und GLP. Letztere stimmen dennoch noch immer bei über Dreiviertel der Umweltvorlagen mit Natur und Klima, während die FDP-Politiker:innen in beiden Räten nur noch bei jeder fünften Umweltvorlage für Natur und Umwelt stimmen. 

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Gewässerschutz & Energiepolitik, 061 317 92 29, @email

  • WWF Schweiz: Jonas Schmid, Kommunikationsberater, 079 241 60 57, @email

  • BirdLife Schweiz: Damaris Hohler, Projektleiterin Biodiversitätspolitik, 044 457 70 42, @email 

  • VCS: Luc Leumann, Koordinator Bundespolitik, 079 705 06 58, @email

  • Greenpeace Schweiz: Juliette Wyss, Politikverantwortliche, 076 518 79 01, @email

  • SES: Fabio Gassmann, Leiter Politik, 076 319 09 50, @email 

 

Das Umweltrating der Umweltallianz
Das Umweltrating berechnet, wie umweltfreundlich Parlamentarierinnen und Parlamentarier auf nationaler und kantonaler Ebene bei den wichtigsten Umweltvorlagen abstimmen. Das vorliegende Legislatur-Halbzeit-Rating deckt die Zeitspanne seit den Wahlen 2023 bis zur Herbstsession 2025 ab. Die Umweltallianz ist ein Zusammenschluss der sechs grossen Umweltorganisationen BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura, SES, VCS und WWF Schweiz. Sie hat zum Ziel, die Interessen des Natur-, und Umweltschutzes auf der politischen Ebene zu stärken. Mit Pro Alps und Naturfreunde Schweiz besteht eine Kooperation.

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Gemeinsame Medienmitteilung der Umweltallianz (Greenpeace, BirdLife, SES, VCS, WWF und Pro Natura)

Fabia Vulliamoz im Schutzgebiet Chassagne d’Onnens
Aktiv werden

Unsere Themen

Wir Menschen gestalten die Natur. Wir können sie bereichern, aber auch zerstören. Pro Natura verleiht der Natur eine Stimme in Gesellschaft und Politik. Wir finden Lösungen, welche die Natur respektieren, schützen und fördern.

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Die zunehmende Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und das Ausräumen von natürlichen Elementen haben im 3-Seen-Land zu einer Verödung der Landschaft geführt.
09.02.2026 Umweltpolitik

Wie Schweizer Unternehmen zu positiven Akteuren für die Natur werden können

Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) hat heute einen umfassenden Bericht zum Verhältnis von Wirtschaft und Biodiversität veröffentlicht. Die Abhängigkeit auch der Schweizer Unternehmen von intakter natürlicher Vielfalt ist gross, ihr negativer Einfluss auf sie leider auch. Anhand der Empfehlungen des Berichts zeigt Pro Natura, mit welchen Massnahmen die Schweizer Wirtschaft zum positiven Wandel beitragen könnte.

«Jedes Unternehmen ist auf die Leistungen der Natur angewiesen.» - lautet die Hauptbotschaft des heute veröffentlichten IPBES-Berichts zu den Wirkungen und Abhängigkeiten zwischen Wirtschaft und Natur. Aber: «Das, was für Unternehmen heute profitabel ist, führt oft zum Verlust von biologischer Vielfalt, und das, was für die Artenvielfalt und die Gesellschaft gut ist, ist oft nicht profitabel.» Schweizer Grossfirmen und Banken haben dabei aufgrund ihrer global vernetzten Lieferketten und der starken Präsenz im Rohstoffsektor einen überproportionalen Einfluss auf die weltweite Naturzerstörung.

Um unsere natürlichen Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten, müsse sich das ändern, betont das Team renommierter, internationaler Wissenschaftler, die den Bericht verfasst haben. Auch wenn bewusstes Handeln engagierter Unternehmen einiges bewirke, reiche es nicht, um den nötigen Wandel herbeizuführen. Mit besseren Vorgaben und Förderinstrumenten müssen Staaten und internationale Gremien ein förderliches Umfeld und die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, damit Unternehmen und Finanzinstitute zu positiven Akteuren für die Natur werden. 

Was bedeutet das für die Schweizer Wirtschaft und Politik?

Der Bericht beinhaltet 13 Handlungsempfehlungen für Regierungen und Wirtschaft. Für die Schweizer Politik und Unternehmen leitet Pro Natura daraus u.a. folgende Massnahmen ab, für die bereits vielversprechende Ansätze bestehen:

  • Richtlinien, Gesetze und Vorgaben für die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt einführen: Die nationale Strategie Biodiversität konsequent umsetzen, den Erhalt der Biodiversität bei anstehenden Geschäften der Finanzpolitik (Entlastungspaket), Landwirtschaftspolitik (AP 2030+) und Raumplanung (Umsetzung RPG2) berücksichtigen.
  • Biodiversitätsschädigende Anreize abbauen und Anreize für eine umweltfreundliche Produktion stärken: Die 162 von der SCNAT identifizierten biodiversitätsschädigenden Subventionen in der Schweiz abschaffen oder umgestalten, wie z.B. die Förderung von Kleinstwasserkraftwerken und überhöhten Nutztierbeständen. Biodiversitätsfördernde Beiträge wie z.B. für Biolandbau, Waldreservate oder Naturgartenberatungen stärken und ausbauen.
  • Akzeptables Geschäftsverhalten bestimmen: Die Konzernverantwortungs-initiative unterstützen, die eine Sorgfaltspflicht und Haftung für Grosskonzerne und Tochterfirmen bei Umweltzerstörung vorsieht.
  • Rückverfolgbarkeit und Transparenz in den Lieferketten verbessern: Vorlagen wie eine entwaldungsfreie Lieferkette einführen, wie sie die EU bereits kennt.
  • Investitionen der Finanzindustrie von naturschädigenden zu naturfördernden Unternehmen verlagern: Die Finanzplatzinitiative unterstützen, welche diese Ziele verfolgt.

Weitere Informationen:

Kontakt:

  • Friedrich Wulf, Projektleiter Internationale Biodiversitätspolitik, Tel. 079 216 02 06, [email protected]

  • Florence Lötscher, Stv. Medienverantwortliche, Tel. 079 826 69 47, @email

Ein Weiher im Landschaftspark Wiese

Wei­her für Frosch & Co.

Lebensraum Wiese
laufende Projekte

Aktuell fördern wir mit über 250 Projekten die Natur und die Artenvielfalt in allen Regionen der Schweiz. Dies ist nur dank Spenden und Mitgliederbeiträgen möglich. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

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