Progetti
Alpenbock: Schönheitskönig unter den einheimischen Käfern
Licht aus für die Nachttiere
Hier rascheln Mäuse auf der Suche nach Nahrung, dort ruft ein Uhu, lautlos jagen Fledermäuse durch die Luft, und unzählige Insekten und andere Wirbellose wuseln irgendwo im Unterholz und lassen die Finsternis mit bekannten und rätselhaften Geräuschen erklingen. Voller Leben ist sie, die dunkle Nacht. Nur – es gibt sie kaum noch im Mittelland und im Jura, die dunkle Nacht. Und deshalb kommen Tiere, die in der Dunkelheit leben und das Licht scheuen, zunehmend unter Druck.
Tiere haben über Millionen Jahre eine innere Uhr entwickelt, die vom Tag-/Nacht-Rhythmus gesteuert wird. Und viele von ihnen machen die Nacht zum Tag. So sind beispielsweise 95 Prozent der 3668 in der Schweiz bekannten Schmetterlingsarten nachtaktiv. Sie orientieren sich über Gerüche mithilfe ihrer hochempfindlichen Antennen und können beispielsweise ein Weibchen auf mehrere Kilometer Entfernung wahrnehmen. Fledermäuse können dank ihres Echolots ausschliesslich nachts jagen. Zugvögel orientieren sich auf ihrem Migrationsflug an den Sternen. Und am Wasser schlüpfen nachts aus Insektenlarven Eintags- und Köcherfliegen.
Tödliche Lichtfallen
Die Dunkelheit der Nacht bietet vielen Tieren Schutz – obschon diese Sicherheit relativ ist, denn auch die Jäger sind an das Leben ohne Licht angepasst. Kleininsekten und Raupen von Nachtfaltern sind in der kühlen Nacht besser vor dem Austrocknen geschützt als bei direkter Sonneneinstrahlung. Auf der Suche nach Pflanzennektar stehen Nachtfalter nachts nicht in Konkurrenz zu Bienen und anderen Tagbestäubern.
Nachtfalter sehen 1000 Mal besser als Tagfalter und nehmen vor allem gelbe und weisse Blüten wahr. Genau in diesem Farbspektrum strahlt aber auch Kunstlicht, das Nachtfalter über Distanzen von 250 Metern anzieht, vor allem die etwas mobileren Männchen. Das Kunstlicht verändert auch die Farben der Blüten: Nachtfalter können sie nicht mehr erkennen und sie somit auch nicht mehr bestäuben. Und so erschöpfen sich die Insekten mit endlosem Umkreisen der Laternen.
Jeden Sommer verenden pro Nacht rund 150 Insekten an jeder Strassenlaterne. Sie alle können keine Nahrung mehr suchen, keine Pflanzen mehr bestäuben, keine Eier mehr legen. Und sie werden damit leichte Beute für Fledermäuse, Katzen oder dämmerungsaktive Vögel.
Die Weibchen des Glühwürmchens senden ihr visuelles Signal in einem lichtverschmutzten Umfeld umsonst: Die Männchen können sie nicht mehr sehen und sich so auch nicht mehr mit ihnen paaren. Die entlang kleiner Bäche aufgestellten Leuchten ziehen Insekten aus dem Wasser in Scharen an. Doch die Tierchen verenden und fehlen somit als wichtige Nahrungsquelle für Fische, Vögel und Fledermäuse.
Lichtverschmutzung in 30 Jahren verdoppelt
Kunstlicht stört das Gleichgewicht unserer nächtlichen Ökosysteme und beeinträchtigt das Verhalten von Tieren und Pflanzen. Die lichtscheuen Arten verlieren in einem veränderten Lebensraum plötzlich die Orientierung, zum Nachteil der lichttoleranten Arten. Dadurch verändert sich einerseits die Nahrungskette, andererseits werden auch Pflanzen durch nachtaktive Insekten nicht mehr in gleichem Masse bestäubt. Eine Studie der Universität Bern zeigt, dass beispielsweise die Kohldistel 13 Prozent weniger Früchte produziert und 62 Prozent weniger von bestäubenden Nachtinsekten besucht wird, wenn sie nicht in kompletter Dunkelheit gehalten, sondern künstlich beleuchtet wird.
Die nächtliche Lichtverschmutzung ist ein weiteres Beispiel einer langen Liste von menschgemachten Problemen, welche die Biodiversität gefährden. Im Verlauf der letzten 30 Jahre hat sich die Lichtverschmutzung in unserem Siedlungsgebiet nahezu verdoppelt und es muss davon ausgegangen werden, dass die Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenwelt weiter zunehmen werden. Dabei gäbe es ein ganz einfaches Mittel, um diesen Trend umzukehren: Macht einfach das Licht aus!
RENE AMSTUTZ ist Insektenspezialist und arbeitet bei Pro Natura als Projektleiter Artenförderung.
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Prächtige Bilder und exklusive Angebote runden das Lesevergnügen ab. Alle Pro Natura Mitglieder erhalten das Magazin exklusiv fünf Mal im Jahr. Es blickt auf 48 Seiten hinter die Kulissen politischer Entscheide, präsentiert Forschungsergebnisse, erklärt die Natur. Und es schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft.
Mindestens 163 Insektenarten gelten in der Schweiz als ausgestorben, darunter der Kreuzdorn-Widderbock, die gefleckte Schnarrschrecke oder die grosse Zangenliebelle. Wie die Ameisenjungfer klammern sich die Insekten zur Zeit an jeden Strohhalm:
- Innerhalb der kurzen Zeit von nur drei Jahrzenten hat der Mensch in verschiedenen Gebieten die Insektenpopulationen um bis zu 75 Prozent dezimiert.
- Auch die Zahl der Arten nimmt dramatisch ab: zwei Drittel aller Schmetterlings- und Wasserkäferarten sind in ihrer Existenz bedroht.
- 40 Prozent der bisher untersuchten Insektenarten der Schweiz gehören zu den «gefährdeten Arten».
Darum sind die Insekten in Gefahr
Der massive Rückgang der Insekten hat, je nach Art und Lebensraum, verschiedene Ursachen. Hauptgründe für das Insektensterben sind die intensive Landwirtschaft, der massive Einsatz von Pestiziden sowie die Zerstörung der Lebensräume. Die Lichtverschmutzung und der Klimawandel sind weitere wichtige Gründe.
Intensive Landwirtschaft
Einen starken negativen Einfluss auf Natur und Umwelt hat die intensive Landwirtschaft. Sie ist hauptsächlich verantwortlich für die hohe Belastung mit Pestiziden.
Diese Gifte entfalten ihre Wirkung auch an den sogenannten «Nichtziel-Organismen» wie Wild- und Honigbienen. Die Auswirkungen können entweder sofort eintreten oder sich erst im Lauf der Zeit bemerkbar machen. In beiden Fällen sterben die Insekten an den Pestiziden.
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Robert Crum
- Pestizide vernichten nicht nur Schädlinge, sondern alle Insekten in der Landwirtschaft.
Verlust der Lebensräume
Durch die massive Bautätigkeit, die intensive Landwirtschaft und die Entwässerung von Feuchtgebieten zerstört oder zerstückelt der Mensch die natürlichen Lebensräume von Insekten. Auch der Rückgang artenreicher Trocken- und Bergwiesen führt zum Verlust wertvoller Lebensräume.
Weil viele Insekten ausserdem nicht sehr mobil sind und selbst unscheinbare Hindernisse wie Randsteine nicht überwinden können, sind sie nicht in der Lage, sich in anderen Lebensräumen anzusiedeln.
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Matthias Sorg
- Mit neuen Baufeldern verschwindet immer auch Lebensraum für die Insekten.
Lichtverschmutzung
Die Hälfte aller Insektenarten ist nachtaktiv. Sie sind auf Dunkelheit und natürliches Licht von Mond und Sternen angewiesen. Rund um die Uhr erleuchtete Strassen, grelle Leuchtreklamen oder Gartenbeleuchtungen stören ihr natürliches Verhalten – mit negativen Auswirkungen auf ihre Überlebenschancen.
Fluginsekten werden von künstlichen Lichtquellen wie von einem Staubsauger an- und gleichzeitig aus anderen Ökosystemen abgezogen. Sie sterben an Erschöpfung oder als leichte Beute von Vögeln und Fledermäusen.
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Sutlafk
- Die Lichtverschmutzung ist für die Insekten ein grosses Problem.
Kleine Tiere – grosse Leistung
Insekten sind die artenreichste Klasse im Tierreich. Weltweit sind 60 Prozent aller Tierarten Insekten. Ihr Verschwinden hat somit einen massiven Einfluss auf das Überleben anderer Arten. Das Insektensterben ist ein alarmierendes Zeichen für den allgemeinen Verlust an Biodiversität – und bedroht unsere Lebensgrundlage. Denn das Ökosystem ist wie ein Sicherungsnetz: sind zu viele Fäden kaputt, hält das Netz nicht mehr.
Blütenbestäuber
Insekten bestäuben Blüten fast aller Wild- und Kulturpflanzen. Erdbeeren, Raps oder Kaffee: rund ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion ist abhängig von Insekten. Ohne sie können sich viele Wild- und Nutzpflanzen nicht weiterverbreiten oder Früchte produzieren. Herrscht Mangel an den bestäubenden Insekten, fallen die Ernten geringer aus.
Dabei spielen Wildbienen eine weitaus grössere Rolle als bislang angenommen: Die Bestäubung durch «domestizierte» Honigbienen reicht bei weitem nicht aus, um die landwirtschaftlichen Erträge zu sichern.
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- Als Blütenbestäuber übernehmen Insekten eine wichtige Aufgabe im Ökosystem.
Futterquelle
Als primäre Futterquellen für viele andere Tiere sind die Insekten ein wichtiger Teil im Nahrungsnetz. Verschwinden Insekten, haben Vögel, Fische, Fledermäuse und andere Insektenfresser keine Nahrung mehr und auch sie sterben aus.
Dies zeigt sich zum Beispiel im massiven Rückgang der Feldlerchen in der Schweiz.
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David Iliff
- Viele Tiere ernähren sich von Insekten - ihr Sterben bringt diese Arten unter Überlebensdruck.
Rezyklierer
Insekten sind unerlässlich für ein funktionierendes Ökosystem. Die Sechsbeiner wandeln organisches Material wie Totholz, Kadaver und Fäkalien in wiederverwertbare Rohstoffe um. Ohne Insekten droht die Natur in ihrem eigenen «Abfall» zu ersticken.
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Luc Viatour
- Insekten sind Recycling-Helden: Zum Beispiel die Gelbe Dungfliege. Sie gehört zu den Arten, die den Kuhdung in wertvollen Humus verarbeitet.
Nützlinge
Auch in der Forst- und Landwirtschaft sind Insekten wichtige Nützlinge. Im Biolandbau, wo auf Pestizide weitestgehend verzichtet wird, ist die Förderung von Nützlingen ein elementarer Bestandteil der Produktion. Sie dämmen die Ausbreitung nicht erwünschter Insekten ein.
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Matthias Sorg
- Auch als Schädlingsbekämpfer im Gemüsebau leisten die Insekten wichtige Dienste.
Alle müssen handeln – gemeinsam gegen das Insektensterben!
Schlagzeilen, die das Aussterben der Insekten innerhalb eines Jahrhunderts prophezeien, sind absurd. Doch der wissenschaftlich bewiesene massive Verlust ist dramatisch und sollte ein Weckruf für uns alle sein. Um den Insektenschwund zu stoppen, braucht es grosse wie kleine Massnahmen. Nur wenn Konsumentinnen, Landwirte, Behörden und Verbände gemeinsam Verantwortung übernehmen, können wir das Insektensterben aufhalten.
Pro Natura
Auf politischer Ebene setzt sich Pro Natura für eine naturverträgliche Landwirtschaft ein und verlangt eine Reduktion des massiven und unnötigen Einsatzes von Pestiziden und künstlichen Düngemitteln. Pro Natura fördert und schützt Insektenarten und deren Lebensräume aktiv mit eigenen innovativen Projekten und Aktionen.
Ihr Beitrag
Konsumentinnen und Konsumenten tragen durch den Kauf von biologisch angebauten Nahrungsmitteln massgeblich zum Schutz der Insekten bei. Haben Sie einen eigenen Garten, ist es sehr wichtig, keine Chemie im Garten einzusetzen, insektenfreundliche Blumen und Sträucher zu pflanzen und heimische Pflanzen mit Blüten oder Pflanzen mit Nutzen für Insekten zu kaufen. Exotische Pflanzen bieten den Insekten keine Nahrung und keinen Lebensraum.
Wie Sie Ihren Garten in ein Paradies für Insekten verwandeln, erfahren Sie in unserem Naturtipp.
Gemeindebehörden
Künstliches Licht in der Nacht ist eine grosse Gefahr für Insekten. Mit einer selektiven und intelligenten Beleuchtung können Gemeinden viel zum Schutz der Insekten beitragen. Innovative Gemeinden wie Fläsch (GR) oder das Val de Ruz (NE) machen es vor: Der Schutz der Insekten geht Hand in Hand mit einer Reduktion der Energiekosten für die Beleuchtung. Gemeinden können zusätzlich auf den Gebrauch von Pestiziden bei der Grünflächenpflege verzichten.
Landwirtschaft
Landwirtinnen und Landwirte, die nach biologischen Grundsätzen arbeiten, wissen, dass Insekten in der Landwirtschaft unersetzlich sind: Wildbienen bestäuben Kirschen und Florfliegenlarven fressen Blattläuse und tragen so zur Sicherung der Produktion bei. In der konventionellen Landwirtschaft braucht es ein Umdenken: mehr Biodiversitätsausgleichsflächen, mehr Buntbrachen und weniger Pestizide. Dies schont nicht nur die Natur, sondern auch das Portemonnaie der Bäuerinnen und Bauern. Auch am Markt bewährt sich nämlich die biologische Landwirtschaft: Der Absatz von biologisch produzierten Lebensmitteln steigt seit Jahren stetig.
Unsere Projekte für Insekten
Ausbau der Erneuerbaren: UREK-N sagt Ja zum Biotopschutz - doch der Kompromiss braucht noch Verbesserungen
Die UREK-N stellt sich hinter die wertvollsten Naturgebiete in der Schweiz, was die Umweltallianz begrüsst. Die Biotope von nationaler Bedeutung umfassen Moore, Auen, Trockenwiesen und Amphibienlaichgebiete und machen nur gerade 2 Prozent unserer Landesfläche aus, beherbergen aber ein Drittel aller bedrohten Tier- und Pflanzenarten. So speichern sie beispielsweise auch CO2 und schützen uns vor Dürren und Überschwemmungen. Dieses Herz der Natur ist im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise besonders wichtig.
Zugleich relativiert die Kommission aber den Schutz für Gletschervorfelder und alpine Schwemmebenen, die mit dem Rückzug der Gletscher nationale Bedeutung erreichen könnten. Dies ist aus wissenschaftlicher Sicht unnötig und bedauerlich, denn viele dieser Pionierstandorte sind sehr selten und somit für den Erhalt der Biodiversität der Alpen zentral. Für eine sichere Winterstromversorgung ist es nicht notwendig, diese Gebiete zu nutzen.
Für die Winterstromversorgung will die UREK-N auf die 15 Projekte des Runden Tisches Wasserkraft setzen. Die Umweltverbände betonen, dass die geltenden Verfahren dazu eingehalten und die am Runden Tisch zugesagten Schutz- und Ausgleichsmassnahmen ebenfalls angewendet werden müssen.
Die erweiterte Pflicht für Solarenergie auf Neubauten und Infrastrukturbauten geht in die richtige Richtung. Der Solarausbau sollte prioritär auf bestehender Infrastruktur stattfinden. Sehr kritisch sehen die Umweltorganisationen die Standortgebundenheit der Windanlagen im Wald, da die Biodiversität im Wald wesentlich höher ist als im Kulturland.
Aktion «Retten wir das Herz der Schweizer Natur»
Diverse Verbände appellieren gemeinsam an die Politik, am Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung festzuhalten. Ohne Biotopschutz könnten unersetzbare Lebensräume verbaut und für immer zerstört werden. Dazu gehören z.B. die wilde Natur in der Greina, im Val Roseg, in Zinal oder im Maderanertal.
Weitere Informationen:
- So retten wir die Biotope von nationaler Bedeutung: www.biotopschutz.ch
- So gelingt uns die naturverträgliche Energiewende: www.energiewende2035.umweltallianz.ch
Kontakt:
- Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Energie-, Gewässerschutz- und Klimapolitik, 061 317 92 29, @email
- WWF Schweiz: Christoph Kinsperger, Kommunikationsberater, 078 749 88 14, @email
- Bird Life Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, 076 308 66 84, @email
- Greenpeace Schweiz: Georg Klingler, Energie- und Klimaexperte, 079 785 07 38, @email
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Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz und Pro Natura
BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke
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Développement des énergies renouvelables: la CEATE-N dit oui à la protection des biotopes, mais le compromis doit encore être amélioré
La CEATE-N soutient la protection des zones naturelles les plus précieuses de Suisse, ce que salue l’Alliance-Environnement. Ces marais, zones alluviales, prairies sèches et sites de reproduction des amphibiens représentent à peine 2% de notre territoire, mais abritent un tiers des espèces animales et végétales menacées. Elles sont particulièrement importantes dans la lutte contre le réchauffement climatique et la crise de la biodiversité. Elles stockent le CO2 et nous protègent des sécheresses et des inondations.
Toutefois, la commission réduit la protection pour les nouvelles marges proglaciaires et les plaines alluviales alpines, qui pourraient devenir d’importance nationale avec le recul des glaciers. D'un point de vue scientifique, c'est inutile et regrettable. En effet, nombre de ces sites pionniers sont rares et essentiels pour la préservation de la biodiversité alpine. Il est inutile de les utiliser pour assurer l’approvisionnement électrique en hiver.
Pour l'approvisionnement en électricité en hiver, la CEATE-N veut s’appuyer sur les 15 projets reconnus par la table ronde consacrée à l’énergie hydraulique. Les organisations membres de l’Alliance-Environnement insistent pour que les procédures en vigueur soient respectées et que les mesures promises lors de la table ronde soient appliquées.
L'obligation d'utiliser l'énergie solaire pour les nouveaux bâtiments va dans la bonne direction. Le développement de l'énergie solaire doit se faire en priorité sur les infrastructures existantes. Enfin, les membres de l’Alliance-Environnement sont très critiques à l'égard de l’implantation des éoliennes en forêt, car la biodiversité y est nettement plus élevée que sur les terres cultivées.
Action «Sauvons le cœur de la nature suisse»
Diverses organisations environnementales lancent un appel commun aux autorités politiques pour qu'elles maintiennent la protection des biotopes d'importance nationale. Sans protection des biotopes, des habitats irremplaçables pourraient être exploités et irrémédiablement détruits. La nature sauvage de la Greina, du Val Roseg, de Zinal ou du Maderanertal en font partie.
Plus d'informations:
Réussir la transition énergétique : energiewende2035.umweltallianz.ch/fr
Préserver les biotopes d'importance nationale : protectionbiotopes.ch
Contact:
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Communiqué commun de WWF Suisse, BirdLife Suisse, Greenpeace Suisse et Pro Natura
BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke
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Die Klimakrise macht den Amphibien zu schaffen
Jedes Jahr wandern schweizweit Millionen geschlechtsreife Frösche, Kröten und Molche von ihren Überwinterungsquartieren im Wald zu den Laichgewässern, in denen sie geboren wurden. Ihre innere Uhr weckt die Tiere aus der Winterstarre und signalisiert, dass es Paarungszeit ist. Sobald die Nächte warm und die Witterung nass genug sind, starten sie ihre gefährliche Hochzeitsreise. Im Schnitt dauert diese im Mittelland von Mitte Februar bis Ende März.
Klimaerhitzung stört den Ablauf
Weil die Wanderrouten von unzähligen Strassen durchschnitten werden, wartet dabei auf tausende Tiere der Tod. Dank Kleintierunterführungen und dem Einsatz zahlreicher Freiwilliger kann das mittlerweile vielerorts verhindert werden. In den letzten Jahren war denn der Verkehr auch nicht mehr die einzige Gefahr für die Amphibienwanderung.
«Die Klimaerhitzung bringt den Ablauf der Wanderung immer öfter durcheinander», erklärt Urs Tester von Pro Natura: «Die lange Trockenheit im Februar und März letztes Jahr führte dazu, dass sich nur wenige Grasfrösche und Erdkröten auf die Reise machten. Kurz nach Beginn der Fortpflanzungszeit gab es ausserdem nochmals Frostnächte, die den Grasfroschlaich absterben liessen.»
Amphibien leiden auch unter Biodiversitätskrise
Tester betont, dass sich die Populationen von einzelnen Ereignissen dieser Art erholen können. «Treten sie aufgrund der Klimakrise jedoch gehäuft auf, kann das ganze Bestände auslöschen». Fehlen diese Tiere in Zukunft, verlieren wir wichtige Bindeglieder in der Nahrungskette: Sie fressen Mücken, Fliegen und andere Insekten und sind selbst wichtige Beutetiere für Vögel und Reptilien. Schon jetzt sind die Amphibien, eine der am stärksten von der Biodiversitätskrise betroffenen Tierarten. Durch den grossen Schwund von Feuchtgebieten sind drei Viertel der 20 einheimischen Amphibienarten gefährdet. Umso wichtiger ist es, ihren Fortpflanzungserfolg mit effektiven Massnahmen gegen die Klima- und Biodiversitätskrise zu sichern. Mit dem Anlegen zahlreicher Tümpel und Teiche leistet Pro Natura hier einen konkreten Beitrag, der Wirkung zeigt, wie eine Studie der WSL und Eawag belegt.
Weitere Informationen:
- Neues Land für Froschkönige | Pro Natura
- Mit neuen Tümpeln gegen das Amphibiensterben - WSL
- Amphibienzugstellen in der Schweiz l info fauna / karch
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PressebilderLes amphibiens souffrent de la crise du climat
Chaque année, dans toute la Suisse, des millions de grenouilles, crapauds et tritons quittent leurs quartiers d’hiver dans la forêt pour gagner les frayères où ils sont nés. Leur horloge interne les tire de leur hibernation et leur signale que la période de reproduction a commencé. Dès que les nuits se réchauffent et que la météo est suffisamment humide, les amphibiens entreprennent leur périlleux voyage de noces. Il s’étend généralement de mi-février à mi-mars sur le Plateau.
Le réchauffement perturbe le processus
Les itinéraires de migration traversent d’innombrables routes où la mort guette des milliers d’animaux. Ce sort peut aujourd’hui leur être évité en beaucoup d’endroits grâce à l’aménagement de passages à amphibiens et à l’engagement de nombreux bénévoles. Mais depuis quelques années, la circulation routière n’est du reste plus le seul danger que doivent affronter les amphibiens lors de leur périple.
«Le réchauffement climatique perturbe de plus en plus souvent le déroulement de la migration», explique René Amstutz, de Pro Natura: «L’an dernier, à cause de la longue sécheresse en février et mars, seul un petit nombre de grenouilles rousses et de crapauds se sont mis en route. La saison de reproduction avait à peine commencé que le retour des gelées nocturnes a fait mourir les œufs des grenouilles rousses».
Les amphibiens souffrent aussi de la crise de la biodiversité
René Amstutz précise que les populations sont capables de se rétablir après de tels événements, pour peu qu’ils restent isolés. «Mais si la crise climatique les amène à se produire trop souvent, tout l'effectif peut s'effondrer.» Sans ces animaux, nous perdrions des maillons importants de la chaîne alimentaire. Ils se nourrissent de moustiques, mouches et autres insectes, tout en constituant eux-mêmes une proie de choix pour les oiseaux et les reptiles. Les amphibiens comptent déjà parmi les espèces les plus durement affectées par la crise de la biodiversité. La raréfaction des zones humides met en danger trois quarts des espèces d’amphibiens indigènes. Il est d’autant plus important d’assurer le succès de leur reproduction par des mesures efficaces contre la crise du climat et de la biodiversité. Pro Natura y travaille concrètement en aménageant de nombreuses mares et étangs, une contribution qui porte ses fruits, comme le prouve une étude du WSL et de l’Eawag.
Informations complémentaires:
- Un nouveau royaume pour la reinette
- De nouvelles gouilles pour lutter contre l’extinction des batraciens
- Sites de migrationsde batraciens en Suisse l info fauna / karch
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Umwelt-, Konsumenten- und Gesundheitsverbände warnen vor mehr Intransparenz bei der Pestizid-Zulassung
Seit einem Bundesgerichtsentscheid im Jahr 2018 haben die Umweltorganisationen ein Parteistellungsrecht bei der Zulassung von Pestiziden. Durch dieses Urteil erhielten Umweltorganisationen Zugang zu den Dokumenten, die als Grundlage für die Zulassung eines Pestizids dienen und die bis dahin nur der Verwaltung und den Agrochemiekonzerne zugänglich waren. Das Urteil hat dadurch nicht nur die Transparenz des Zulassungsverfahrens erhöht, sondern auch dessen Glaubwürdigkeit massiv verstärkt.
Eine Stimme für die Natur und Gesundheit
Zusammen mit dem Parteistellungsrecht kommt ein Beschwerderecht, das dazu dient, zu überprüfen, ob die Interessenabwägung zwischen Schutz und Nutzung in Übereinstimmung mit der Umwelt- und Gesundheitsschutzgesetzgebung vorgenommen wurde. Denn die Natur und die öffentliche Gesundheit haben keine Stimme. Sie braucht eine Anwältin im Zulassungsprozess - eine Aufgabe, welche die Umweltorganisationen, nicht zuletzt auch im Namen der öffentlichen Gesundheit, übernehmen. Wer nun das Parteistellungsrecht der Umweltorganisationen schwächen will, will Stoffe und Produkte zulassen, die gemäss Umweltrecht und aus Sicht des Konsumentenschutzes und der öffentlichen Gesundheit nicht zugelassen werden dürften.
Behauptet wird, dass das Zulassungsverfahren wegen der Verbandsbeschwerde verlangsamt wurde. Die Möglichkeit der Umweltorganisationen zur Parteistellung führt jedoch nicht zu einer Flut an Beschwerden. Seit dem Bundesgerichtsentscheid von 2018 haben die Umweltorganisationen lediglich in zwei Fällen Beschwerde geführt. Dies entspricht weniger als 0.1 Prozent der 700 derzeit hängigen Dossiers. Nach Angaben des BLV sind heute neun Beschwerden der Agrochemiekonzerne und nur eine von Umweltschutzorganisationen hängig!
Unabhängiges Audit empfiehlt mehr statt weniger Transparenz
Ende 2019 zeigte ein von der Bundesverwaltung an die KPMG AG beauftragtes Audit auf, wo die wirklichen Mängel des Zulassungsverfahrens liegen. Die Hauptgründe für den verlangsamten Prozess sind die Flut an Gesuchen aus den Unternehmen der Agrochemie, welche die viel zu tiefen Gebühren (Kostendeckungsgrad von 2%) ausnutzt sowie die oft unvollständig eingereichten Dossiers und die mangelnden personellen Ressourcen der Behörde, um diese Flut an Gesuchen überhaupt zu bewältigen.
Der Bericht von KMPG enthält zehn Handlungsempfehlungen. Unter anderem empfiehlt er, dass die Zulassungsentscheide zugänglich gemacht werden und dass die Verbände besser integriert werden. Eine Schwächung der Parteistellungsrecht für die Umweltorganisationen geht genau in die entgegengesetzte Richtung.
Agrochemie profitiert von der Intransparenz
Die überwiegende Mehrheit der KMPG-Handlungsempfehlungen wurden bislang nicht umgesetzt. Die Agrochemie arbeitet daran, dies zu verhindern, da sie von der Intransparenz des Systems profitiert. Doch je undurchsichtiger das System ist, desto wichtiger ist das Verbandsbeschwerderecht. Denn Pestizide haben massive Auswirkungen auf die Natur, das Trinkwasser und die menschliche Gesundheit (vgl. dazu das Faktenblatt von SCNAT-Factsheet). Es ist zwingend notwendig, dass ihre Zulassung transparent und im Einklang mit dem Umweltrecht erfolgt.
Die Verbände appellieren an den Nationalrat den Entscheid seiner Kommission zu korrigieren und fordern die Umsetzung des KPMG-Berichts für mehr Transparenz und Sicherheit. Nur so kann das System verbessert und die Natur und Gesundheit auch wirklich geschützt werden.
Kontakt:
- Pro Natura: Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik, 061 317 92 40, @email
- WWF Schweiz: Jonas Schmid, Kommunikationsbeauftragter, @email, 079 241 60 57
- BirdLife Schweiz: Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, 044 457 70 26, @email
- Greenpeace Schweiz: Alexandra Gavilano, Projektleiterin Nachhaltiges Ernährungssystem, 044 447 41 38, @email
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Getreidefeld © Matthias Sorg
Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, Greenpeace Schweiz, BirdLife Schweiz, SFV, AefU, Allianz Gesunde Schweiz, Public Health, Dachverband Schweizerischer Patient*innenstellen, Landwirtschaft mit Zukunft, Biene Schweiz, Future 3, Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein
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Les ONG mettent en garde contre un manque de transparence accru dans la procédure d’autorisation des pesticides
En 2018, le Tribunal fédéral a rendu un arrêt qui accorde aux organisations environnementales le droit d’être partie dans la procédure d’homologation des pesticides. Depuis cette décision, ces organisations ont donc accès aux documents qui servent de base à l’autorisation d’un pesticide et qui n’étaient jusqu’alors accessibles qu’à l’administration et aux groupes agrochimiques. Cette décision a ainsi augmenté la transparence de la procédure d’homologation, et ainsi sa crédibilité.
Une voix pour la nature et la santé
Outre le droit d’être partie à la procédure, il existe un droit de recours qui sert à vérifier si la pesée des intérêts entre protection et utilisation a été effectuée conformément à la législation sur la protection de l’environnement et de la santé. Car la nature et la santé publique n’ont pas de voix. Elles ont besoin d’un avocat dans le processus d’autorisation, une tâche assumée par les organisations environnementales, également au nom de la santé publique. Celles et ceux qui veulent affaiblir le droit de ces dernières à être partie à la procédure d’homologation veulent ainsi voir autoriser des substances et des produits qui, selon le droit de l’environnement et du point de vue de la protection des consommateurs et de la santé publique, ne devraient pas l’être.
L’argument avancé par les opposants au droit de recours des associations est qu’il ralentit la procédure d’autorisation. Pourtant, la possibilité qu’ont les organisations environnementales d’être partie à la procédure ne provoque pas une avalanche de recours. Depuis l’arrêt du Tribunal fédéral de 2018, les associations concernées n’ont fait recours que dans deux cas, soit moins de 0,1% des 700 dossiers en cours actuellement. Selon les indications de l’Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires, 9 recours de groupes agrochimiques doivent actuellement être traités, contre seulement un des organisations environnementales !
Un audit indépendant recommande plus de transparence
Fin 2019, un audit confié par l’administration fédérale à KPMG SA a montré où se situaient les véritables lacunes de la procédure d’autorisation. Les principales raisons du ralentissement du processus sont l’afflux de demandes émanant des entreprises de l’agrochimie, qui profitent des émoluments beaucoup trop bas (taux de couverture des coûts de 2%), les dossiers souvent incomplets et le manque de ressources en personnel des autorités pour faire face à l’afflux de demandes d’autorisation.
Le rapport de KMPG contient dix recommandations d’action. Il préconise entre autres que les décisions d’autorisation doivent être accessibles et les associations mieux intégrées à la procédure. Un affaiblissement du droit d’être partie des organisations environnementales va exactement dans la direction opposée.
L’agrochimie profite du manque de transparence
La grande majorité des recommandations d’action de KMPG n’a pas encore été mise en œuvre. L’industrie agrochimique travaille à éviter qu’elles le soient, puisqu’elle profite de l’opacité du système. Mais plus celui-ci est opaque et plus le droit de recours des associations est important. En effet, les pesticides ont un impact massif sur la nature, l’eau potable et la santé (voir à ce sujet la fiche d’information de SCNAT) . Il est impératif que leur autorisation soit transparente et conforme à la législation environnementale.
Les organisations signataires appellent le Conseil national à corriger la décision de sa commission et demandent la mise en œuvre du rapport de KPMG pour plus de transparence et de sécurité. C'est la seule façon d'améliorer le système et de protéger réellement la nature et la santé.
Contacts:
- Pro Natura: Nicolas Wüthrich, responsable de l’information, Pro Natura, @email, 079 212 52 54
- WWF Suisse: Cédric Jacot-Guillarmod, Porte-parole WWF Romandie, @email, 079 445 87 79
- BirdLife Suisse: Patrik Peyer, Chef de projet agriculture, BirdLife Schweiz, @email, 044 457 70 26
- Greenpeace Suisse: Alexandra Gavilano, Chef de projet Système alimentaire durable, @email, 044 447 41 38
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Champ de céréales © Matthias Sorg
Communiqué de presse commun de WWF Suisse, Greenpeace Suisse, BirdLife Suisse, SFV, AefU, Allianz Gesunde Schweiz, Public Health, Dachverband Schweizerischer Patient*innenstellen, Landwirtschaft mit Zukunft, Biene Schweiz, Future 3, Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein
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Strommangellage ist nicht eingetreten, jetzt Abbau beim Naturschutz stoppen
Bürgerliche Kreise haben die drohende Strommangellage Anfang Winter schamlos dazu benutzt, um einen Frontalangriff auf den Natur- und Landschaftsschutz zu lancieren. Rechtsstaatliche Prinzipien, vom Volk verabschiedete Gesetze und bewährte Mechanismen im Planungs- und Umweltrecht wurden dabei über Bord geworfen.
Dass die Mangellage nun doch nicht eingetreten ist, kann den bereits angerichteten Schaden kaum mehr rückgängig machen: So sind die Anbauschlacht und der Run auf Subventionen für grossflächige Photovoltaikanlagen in noch unberührten, alpinen Wildnisgebieten in vollem Gang und Restwassermengen wurden trotz drohendem Artensterben temporär für gewisse Wasserkraftwerke gesenkt. Weitere Attacken auf Natur und Landschaft sind mit einer Initiative der Kleinwasserkraftlobby geplant. Dass vor allem jene Kilowattstunde am meisten zählt, welche eingespart wird, ist derweil in der Politik kaum ein Thema.
Was in der Frühjahrssession auf dem Spiel steht
In der kommenden Frühjahrssession steht mit der Diskussion zum Energie- und zum Stromversorgungsgesetz (so genannter Mantelerlass) erneut das Verhältnis von Schutz und energetischem Nutzen unserer Natur und Landschaft auf dem Spiel: Noch ist nicht gesichert, dass Biotope von nationaler Bedeutung von der Energienutzung ausgeschlossen bleiben sollen – als wären diese 2,17% der Schweizer Landesfläche für die Energiewende ausschlaggebend; die Pflicht zu Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen, wenn ein Inventarobjekt betroffen ist, wird infrage gestellt, obwohl deren Notwendigkeit vom «Runden Tisch Wasserkraft» noch vor kurzem bekräftigt worden war; die Planungspflicht für die Projekte vom «Runden Tisch Wasserkraft» soll deutlich reduziert werden und ein grundsätzlicher Interessenvorrang für erneuerbare Energien steht zur Debatte. Per Ausnahmegesetz soll nach der alpinen Photovoltaik auch der Ausbau der Windenergie beschleunigt werden, was die sorgfältige Prüfung von Naturwerten infrage stellt.
Pro Natura appelliert an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier, zu einem nachhaltigen Verhältnis zwischen Schutz und Nutzen zurückzufinden und
- im Auge zu behalten, wie eng Biodiversitäts- und Klimakrise zusammenhängen;
- zu berücksichtigen, dass ein Drittel unserer einheimischen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind, ganz besonders die Gewässerlebewesen;
- den Naturwert von neu entstehenden Gletschervorfeldern zu berücksichtigen, statt sie voreilig der Nutzung zuzuschlagen
- unsere letzten unberührten Landschaften nicht einem Energieausbau zu opfern, welcher grösstenteils konfliktfrei auf bereits bebauten Gebieten stattfinden kann;
- politische Rahmenbedingungen anzugehen, um die Energieverschwendung zu stoppen und unseren Energiekonsum auf ein planetenverträgliches Mass zu reduzieren.
Energiewende, Biodiversitätskrise und Klimakrise müssen gemeinsam gelöst werden!
Weitere Informationen:
- Standpunkte der Umweltallianz zur Frühjahrssession 2023
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Biodiversität rund ums Schulhaus: Insekten entdecken und erforschen
Weiterbildung für Lehrpersonen Zyklus 1 und 2
Sie fliegen, springen und schwirren um uns herum: Diese Weiterbildung behandelt die Welt der Insekten anhand ihrer biologischen Besonderheiten, ihrer ökologischen Rollen und ihrer faszinierenden Lebensweise. Orientiert am Lehrplan 21 erlangen Sie als Lehrperson Methodenkompetenzen, um den Unterricht ins Freie zu verlegen und Ihren Schülerinnen und Schülern die faszinierende und bunte Welt der Insekten auf praxisnahe Art und Weise näherzubringen. Gemeinsam mit unserer erfahrenen Kursleitung erleben Sie verschiedene naturpädagogische Aktivitäten, testen Beobachtungsmethoden und erhalten fächerübergreifende Anregungen, die Sie sofort in Ihrem Unterricht umsetzen können.
Diese Bezüge zum Lehrplan 21 schaffen wir: NMG 2.1, NMG 2.2, NMG 2.4, NMG 2.6
Nach der Weiterbildung «Biodiversität rund ums Schulhaus» können Sie:
- Insekten erkennen und die wichtigsten Ordnungen, denen sie angehören, benennen;
- die Kriterien zur Identifizierung der wichtigsten Insektenordnungen verstehen und anwenden;
- die verschiedenen ökologischen Rollen der Insekten benennen und die daraus resultierenden Abhängigkeiten im Ökosystem erkennen;
- die Bedrohungen für Insekten in der Schweiz identifizieren und geeignete Schutzmassnahmen benennen
- Ihre Klasse beim Erforschen der Insekten mit praxistauglichen Methoden und Materialien begleiten und unterstützen
Allgemeine Informationen zur Weiterbildung:
Die Weiterbildung führen wir idealerweise zwischen Anfang April bis Ende September durch. Sie findet in der Nähe Ihrer Schule/auf dem Pausenplatz statt und dauert je nach Wunsch einen halben bis einen ganzen Tag.
Die Weiterbildung kann mit einem Schulteam oder mit einzelnen Lehrpersonen durchgeführt werden. Ab 13 Personen wird eine zweite Kursleitung benötigt.
Wir führen die Weiterbildung bei jedem Wetter durch. Bitte tragen Sie wettertaugliche Kleidung.
Richtpreis CHF 600.00 pro Halbtag. Dieser Preis beinhaltet die Vorbereitung und Durchführung der Weiterbildung sowie das Kursmaterial, das der Lehrperson ausgehändigt wird.
Bitte senden Sie Ihre Buchungsanfrage an Melanie Iqbal, Projektleiterin Pro Natura Umweltbildung. Sie führt die Weiterbildung mit Ihnen durch. Ihre E-Mail Adresse lautet: @email
Nach dem Kurs erhalten Sie von uns eine Teilnahmebestätigung per Mail zugestellt.
Kontakt für Anmeldung und weitere Auskünfte:
Melanie Iqbal
Projektleiterin Schule Deutschschweiz
Büro direkt: +41 61 317 92 56
E-Mail: @email
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Arthur Lehmann
Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihre Unterrichtspraxis zu bereichern und Ihre Schülerinnen und Schüler für die Bedeutung der Biodiversität und den Schutz der Insekten zu sensibilisieren.
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Ein verborgenes Universum
Die Zahlen beeindrucken: Zwei von drei bekannten Arten leben im Boden, in nur einem Gramm Erde tummeln sich 2000 bis 18 000 Arten, darunter mikroskopisch kleine Einzeller wie Bakterien oder Amöben, über etwas grössere wie Nematoden oder Tausendfüsser bis hin zu Tieren, welche die meisten von uns schon öfter gesehen haben wie Regenwürmer oder Schnecken. Kommen Sie mit auf eine Reise in eine ganz besondere Welt!
Bakterien und Archaeen — klein, aber oho
Die Anzahl an mikroskopisch kleinen Lebewesen im Boden ist riesig. Die grösste Gruppe bilden Bakterien und Archaeen.
In einem Gramm Erde können über 100 Millionen Bakterien leben. Sie spielen eine zentrale Rolle im Nährstoffkreislauf des Bodens. Sie zersetzen organisches Material und setzen dabei Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Schwefel frei, die für die Pflanzen unerlässlich sind.
Arachaeen ähneln Bakterien, weisen aber auch Merkmale höherer Organismen sowie ganz einzigartige Eigenschaften auf. So kommen sie in sehr extremen Lebensräumen vor – bis hin zu Geysiren. Sie sind unter anderem beteiligt an der Umwandlung von Ammonium in Nitrat.
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Keystone
- Pyrococcus furiosus archaea
Amöben — eine Zelle, viele Formen
Einzeller sind die kleinsten Bodenlebewesen, die sich vor allem in der feuchten Humusschicht finden. Zum Beispiel Amöben. Sie sind 0,005 bis 0,5 Millimeter winzig, haben eine wandelbare Gestalt und erbeuten Bakterien, Pilze, Algen oder organisches Material. Sie nehmen eine wichtige Rolle im Lebensraum Boden ein, indem sie den in der Beute gebundenen Stickstoff freisetzen und so Pflanzen mit Dünger versorgen. Zudem regulieren sie die Menge an Organismen im Boden. Zugleich sind sie sowie ihre Ausscheidungen Nahrung für andere Bodenorganismen.
Schalenamöben bauen sich als Schutz vor Räubern und schädlichen äusseren Einflüssen eine individuelle Schale aus mineralischen Partikeln, Kieselsäure und weiteren Materialien wie den Überresten von Kieselalgen. Aus einer Öffnung treten die «Scheinfüsschen» aus, um Nahrung zu fangen.
Wir zeigen exemplarisch drei der über 100 Amöbenarten, die in Torfmooren vorkommen:
Die Milbe — die Laubzersetzerin
Milben gehören zu den Spinnentieren und haben acht Beine. Sie sind zwischen 0,1 und 0,7 Millimeter klein und haben unterschiedliche Formen. Je tiefer unten sie leben, desto kleiner und flacher sind sie.
Es gibt Raub- und Hornmilben. Die kleineren Hornmilben (Foto) ernähren sich von Laub, Aas, Pilzen oder Algen und spielen damit für die Umwandlung von organischem Material
in Humus eine wichtige Rolle. Durch ihre Ausscheidungen werden zudem Nährstoffe im Boden verteilt. Besonders wichtig sind Hornmilben im Wald, da sie besonders effiziente Laubzersetzerinnen sind.
Die gepanzerten Raubmilben fressen Fadenwürmer, Springschwänze und andere Milben. Raubmilben gibt es nur in Böden, in denen sie genügend Nahrung finden, somit sind sie ein guter Indikator für ein reiches Bodenleben – in verdichteten oder mit Pestiziden belasteten Böden treten sie deutlich seltener auf.
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Hakan Soderholm
- Eine Hornmilbe
Fadenwürmer — kleine Beutegreifer unter der Erde
Fadenwürmer (Nematoden) sind weissliche Rundwürmer mit einem langgestreckten Körper von rund 50 Mikrometer Durchmesser und einer Länge von 1 bis 50 Millimeter. Sie kommen im Boden mit bis zu 1000 Tieren pro Gramm sehr häufig vor. Einige ernähren sich von Pflanzen und Algen, andere bevorzugen Bakterien und Pilze, manche jagen Einzeller oder andere Fadenwürmer. Vor allem bakterien- und pilzfressende Nematoden spielen eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf, da sie Stickstoff freisetzen.
Im Gartenbau und in der Landwirtschaft kommen gezüchtete Fadenwürmer, die ausschliesslich Insekten oder Schnecken parasitieren, gezielt im biologischen Pflanzenschutz zum Einsatz.
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Andy Murray
Pilz und Baum — eine unterirdische Lebensgemeinschaft
Von Pilzen sehen wir in der Regel nur den oberirdischen Teil, den Fruchtkörper. Der grösste Teil der Pilze lebt meist unsichtbar unter der Erde, wo ihre Fäden ein riesiges Geflecht bilden. Manche Pilze vernetzen sich so mit Pflanzen. Diese «Mykorrhizapilze» leben in symbiotischer Gemeinschaft mit den Wurzeln von Bäumen. Das hilft beiden: Während der Baum dem Pilz Nahrung in Form von Zucker liefert, führen die Pilzfäden den Baumwurzeln Wasser und darin gelöste Nährstoffe zu.
Regenwürmer — umtriebige Tunnelbauer
Ohne Regenwürmer geht im Boden gar nichts. In einem durchschnittlich besiedelten Boden produzieren rund eine Million dieser Tiere bis zu 100 Tonnen Wurmkot pro Hektar und Jahr. Dieser Humus enthält bis zu fünfmal mehr Stickstoff, siebenmal mehr Phosphor und elfmal mehr Kalium als die umgebende Erde. Damit tragen Regenwürmer entscheidend zur Nährstoffversorgung von Pflanzen bei. Als umtriebige Tunnelbauer belüften sie zudem den Boden, erhöhen seine Wasseraufnahmefähigkeit und erleichtern das Wurzelwachstum.
Tausendfüsser — die Bodenbelüfter
Doppelfüsser und Hundertfüsser gehören zu den Tausendfüssern. Doppelfüsser (Diplopoda) verstecken sich unter Laub oder im Boden, wo sie eine wichtige Rolle spielen: Sie fressen Laub und wandeln es in ihrem Verdauungstrakt zu Humus um. Ihr Kot sorgt für eine bessere Bodenstruktur und nährt andere Bodenlebewesen.
Hundertfüsser (Chilopoda) sind Räuber, die es auf Springschwänze, Regenwürmer und andere kleine Tiere abgesehen haben. Die Art, wie sie sich in den Boden graben, ähnelt der von Regenwürmern, was sie zu guten Bodenbelüftern macht.
BETTINA EPPER, Co-Chefredaktorin Pro Natura Magazin
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Info
Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
Das Pro Natura Magazin nimmt Sie mit in die Natur. Es berichtet über kleine Wunder, grosse Projekte und spannende Persönlichkeiten. Es blickt hinter die Kulissen politischer Entscheide und schildert, wo, wie und warum Pro Natura für die Natur kämpft. Als Mitglied erhalten Sie das Magazin fünf mal im Jahr direkt in Ihren Briefkasten.
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Gelbringfalter im Jurabogen
Naturgarten: Schmetterlinge im Garten und auf dem Balkon
Schmetterlinge brauchen Vielfalt. Die verschiedenen Lebensstadien einer Schmetterlingsart sind oft auf unterschiedliche Pflanzen und Standorte angewiesen.
1. Einheimische Pflanzen setzen
Pflanzen Sie eine Hecke mit einheimischen Sträuchern wie z.B. Schwarzdorn oder Faulbaum. Hecken bieten nebst Nahrung auch geschützte Ruheplätze für Raupen, Puppen und Falter.
Wussten Sie? Für Schmetterlinge wertlos sind dagegen Kirschlorbeer- oder Tujahecken sowie steriles Rasengrün. Exotische Zierpflanzen sind für die einheimischen Raupen ebenfalls wertlos, manchmal sogar giftig. Den Faltern bieten sie oft wenig bis keinen Nektar. Verzichten Sie auch auf den exotischen «Schmetterlingsstrauch» oder Sommerflieder (Buddleja spec.). Er gilt als invasive Art, die einheimische Pflanzen verdrängt.
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Matthias Sorg
- Kleiner Fuchs
2. Biologisch gärtnern
Bewirtschaften Sie Ihren Garten nach biologischen Grundsätzen.Verzichten Sie auf synthetische Insektizide. Sie schaden vor allem den Raupen, oft aber auch den Faltern. Synthetische Düngemittel und torfhaltige Produkte gehören ebenfalls nicht in den Schmetterlingsgarten. Setzen Sie stattdessen auf Kompost und Mulch zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit.
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Matthias Sorg
- Baum-Weissling
3. Blumenwiese anlegen
Bieten Sie eine blumenreiche Wiese an, auf der es von Frühling bis Herbst kontinuierlich blüht. Mähen Sie nur zwei mal jährlich und nicht die ganze Fläche auf einmal. Lassen Sie jedes Jahr einen anderen Teilbereich ganz ungemäht. So finden Schmetterlinge Nektarpflanzen und Platz für die Eiablage. Wiesenkräuter sind willkommenes Futter für Raupen.
4. Brennesseln und Disteln stehen lassen
Reservieren Sie eine Ecke als kleine Wildnis mit Brennnesseln und Disteln. Diese Pflanzen sind Nahrungsquellen für viele Raupen und Schmetterlinge.5. Ernte teilen
Gibt es in Ihrem Garten Beeren, Gemüse und blühende Kräuter? Umso besser, das ernährt viele Raupen und Falterarten. Auch Ihre Grosszügigkeit ist gefragt, wenn sich etwa die Schwalbenschwanz-Raupe am Rüeblikraut gütlich tut.
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Matthias Sorg
- Kleines Nachtpfauenauge
6. Weniger aufräumen
Seien Sie intelligent faul, wenn es ums Aufräumen im Garten geht. Alte, absterbende Bäume sind wichtige Überwinterungsplätze, genauso wie Asthaufen, dürre Stauden, altes Gras und Kletterpflanzen. Lassen Sie dürre Pflanzen im Herbst stehen und schneiden Sie sie erst im Sommer zurück. So können sich Eier, Raupen und Puppen, die bei Ihnen überwintern noch fertig entwickeln.
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Lorenz Heer
- Traubenkirschen-Gespinstmotte
Schmetterlinge auf Ihrem Balkon
Auch ein Balkon lässt sich schmetterlingsfreundlich gestalten. Ersetzen Sie die Geranien durch einheimische, nektarreiche Arten. Schmetterlinge mögen etwa einheimische Nelken oder Gewürzkräuter wie Arznei-Thymian oder Schnittlauch. Lassen Sie Ihre Küchenkräuter blühen. Kletterpflanzen eignen sich zur Abschirmung oder als Wandbegrünung. Ihr Blätterdach dient Schmetterlingen als Ruheplatz und die Blütenpracht bietet den Faltern reichlich Nahrung. So wird Ihr Balkon zur grünen Oase und eine willkommene, wichtige Raststation für vorbeifliegende Schmetterlinge.
Weitere Informationen für die Gestaltung eines schmetterlingsfreundlichen Gartens finden Sie im Pro Natura Merkblatt: «Schmetterlinge im Garten kennen und fördern» (digital) und «Blumenwiesen anlegen und pflegen».
Häufige Fragen zum Schmetterling
Bei Pro Natura gehen zum Thema Schmetterlinge immer wieder Anfragen aus der Bevölkerung ein. Hier ist eine Auswahl der am häufigsten gestellten Fragen.
Gegen 3600 verschiedene Arten! Zu den Schmetterlingen zählen nicht nur die bekannten und oft auffälligen Tagfalter. Diese sind mit etwa 200 Arten eine Minderheit. Mit sehr viel mehr Arten vertreten sind die Nachtfalter. Zu den rund 3400 Arten gehören z.B. Motten (z.B. die Kleidermotte oder die gefürchtete Dörrobstmotte), Spanner und Spinner . Weltweit kennt man über 150'000 Tag- und Nachtfalterarten.
Das ist der wissenschaftliche Sammelbegriff für die Ordnung der Schmetterlinge und bedeutet Schuppenflügler. Dies rührt daher, dass die Flügel der Schmetterlinge von winzigen Schüppchen bedeckt sind. Bei Berührung lösen sich diese relativ leicht und bleiben an den Fingern haften. Auf die Flugfähigkeit hat dies keinen Einfluss, wenn dabei nicht die Flügel verletzt werden.
Mit der Raupenzucht verhält es sich ähnlich wie mit der Winterfütterung der Vögel: für die Erhaltung der Arten bringt es nichts. Schmetterlingsraupen der freien Wildbahn zu entnehmen, sie zu Hause aufzuziehen und dann wieder freizulassen, ändert nichts an der Qualität des Lebensraums. Und diese ist derzeit in vielen Gebieten der Schweiz schlecht. Kurzfristig werden zwar mehr Schmetterlinge sichtbar sein, aber langfristig werden sie wieder verschwinden, weil sie in der Landschaft keinen Platz finden. Die Massnahme kann sogar schädlich sein! Wenn bei der Aufzucht andere Bedingungen herrschen als im Lebensraum, kann das die Überlebenschance der Nachkommen negativ beeinflussen (zum Beispiel könnten die gezüchteten Schmetterlinge zu früh schlüpfen). Die nach Hause genommenen Raupen «fehlen» in der Natur.
Die Zucht hat aber auch positive Seiten. Eine Schmetterlingsraupe aufziehen, ihr beim Verpuppen zuschauen und das Ausschlüpfen des fertigen Schmetterlings beobachten, ist spannend und lehrreich. Wenn diese Aufzucht mit häufigen, nicht geschützten Arten geschieht (z. B. Kohlweissling, Tagpfauenauge), wenige Raupen der Natur entnommen werden und die geschlüpften Falter am selben Ort freigelassen werden, kann dies eine sinnvolle Aktivität sein.
Eine Wiederansiedlung gewisser Arten kann dann sinnvoll sein, wenn ein Schmetterlingslebensraum so verbessert wurde, dass dort wieder eine Population leben könnte, diese aber nicht mehr selbständig an diesen Ort zurückkehren kann. Für solche Wiederansiedlungsprojekte gibt es international anerkannte Rahmenbedingungen, die eingehalten werden sollten.
Verzichten Sie darauf, Schmetterlinge oder Schmetterlingsraupen einzufangen.
Einige Schmetterlingsarten sind in der Schweiz oder in einzelnen Kantonen geschützt. Sie dürfen, ausser mit behördlicher Bewilligung, nicht eingefangen, gehalten und ausgesetzt werden. Das Tier des Jahres 2003, der Schwalbenschwanz, ist in den Kantonen Aargau, Bern, Genf*, Obwalden, Schaffhausen, Waadt* geschützt.
*Genf und Waadt haben eine Spezialbestimmung für alle Wirbellosen Tierarten.
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Sonja Roth
- Aurorafalter
Artenschutz
Schulkinder verkaufen den Schoggitaler 2019 zugunsten der «Welt der Insekten»
Mindestens 163 Insektenarten gelten in der Schweiz als ausgestorben, 40 Prozent der Arten sind gefährdet. Pro Natura und der Schweizer Heimatschutz setzen mit der Schoggitaler-Aktion 2019 ein Zeichen. Ab September verkaufen Schülerinnen und Schüler in der ganzen Schweiz den bekannten Schoggitaler.
Mit dem Erlös unterstützen die beiden Organisationen Projekte mit dem Fokus «Gemeinsam gegen das Insektensterben!» und helfen dadurch die Biodiversität zu fördern.
Schoggitaler zugunsten der Insektenwelt
Insekten sind unerlässlich für eine funktionierende Umwelt: Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und ihre Artgenossen bestäuben den Grossteil aller blühenden Pflanzen – dank ihnen gedeihen Früchte, Beeren und Gemüse. Käfer und Ameisen sind die Recyclingspezialisten der Natur: Sie verarbeiten Pflanzenmaterial und Kadaver. Insekten sind eine unentbehrliche Futterquelle, zum Beispiel für Schwalben.
Aber die Insekten sind in Gefahr: Sie verschwinden, weil natürliche Lebensräume fehlen. Felder und Obstbäume werden mit Pestiziden bespritzt. Und wo die Nacht mit künstlichem Licht zum Tag gemacht wird, leiden nachtaktive Insekten. Wer den Schoggitaler 2019 kauft, hilft mit, die Insekten in der Schweiz zu schützen und unterstützt die Tätigkeit von Pro Natura und dem Schweizer Heimatschutz.
Der Einsatz der Schulkinder lohnt sich doppelt
Die Schoggitaleraktion dient nicht allein den Anliegen des Natur- und Heimatschutzes in der Schweiz. Auch die teilnehmenden Schulklassen profitieren: Einerseits erhalten sie didaktisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien zum Thema «Welt der Insekten», andererseits fliessen pro verkauftem Taler 50 Rappen in die Klassenkasse. Der Verkauf der Schoggitaler aus Schweizer Biovollmilch sowie Kakao aus fairem Handel (Max Havelaar) startet demnächst.
Schulkinder verkaufen vom 2. bis 30.9.2019 in der deutsch- und französischen Schweiz. Im Tessin dauert der Verkauf vom 9. bis 30.9.2019. Ab dem 18.9. bis 15.10.2019 können die Schoggitaler ausserdem in den Verkaufsstellen der Post bezogen werden.
Weitere Auskünfte und Fragen:
Loredana Ventre, Geschäftsleiterin Schoggitaler, Telefon 044 262 30 86, @email
Der Schoggitaler ist eine geschützte und Zewo-zertifizierte Marke für Natur- und Heimatschutzprojekte. Seit 1946 setzen sich Pro Natura und der Schweizer Heimatschutz mit dem Talerverkauf gemeinsam für die Erhaltung unseres Natur- und Kulturerbes ein. Die beiden Trägerorganisationen sind Nichtregierungsorganisationen (NGO) und handeln nicht gewinnorientiert zugunsten der Allgemeinheit. Pro Natura wurde 1909 gegründet und zählt über 160'000 Mitglieder. Ihr Engagement gilt der Förderung und dem Erhalt der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt. Der Schweizer Heimatschutz setzt sich seit 1905 für die Erhaltung von Baudenkmälern und Kulturlandschaften ein. Er vereinigt rund 27'000 Mitglieder und Gönner.
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Ausgewählte Fotos können unter www.schoggitaler.ch heruntergeladen werden.
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Insekten
Schoggitaler in der Geschenkpackung
Insekten sind unerlässlich für eine funktionierende Umwelt: Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und ihre Artgenossen bestäuben den Grossteil aller blühenden Pflanzen – dank ihnen gedeihen Früchte, Beeren und Gemüse. Jedoch sind unsere Insekten hierzulande in Gefahr: Sie verschwinden, weil natürliche Lebensräume fehlen. Felder und Obstbäume werden mit Pestiziden bespritzt. Und wo die Nacht mit künstlichem Licht zum Tag gemacht wird, leiden nachtaktive Insekten. Wer den Schoggitaler 2019 kauft, hilft mit, die Insekten in der Schweiz zu schützen und unterstützt die Tätigkeit von Pro Natura und dem Schweizer Heimatschutz.
Ausserdem unterstützen Sie mit dem Kauf des Schoggitalers weitere Projekte von Pro Natura und dem Schweizer Heimatschutz zur Erhaltung unseres Natur- und Kulturerbes.
3er-Geschenkpackungen à Fr. 15.— (Mindestbestellung 6 Taler)
20er-Packungen à Fr. 100. —
30er-Packungen à Fr. 150.—
Die Medienmitteilung und ausgewählte Fotos können unter www.schoggitaler.ch heruntergeladen werden.
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Loredana Ventre, Geschäftsleiterin Schoggitaler, @email, Telefon 044 262 30 86