Progetti
Stand – Kommen Sie vorbei!
BONJOUR NATURE an der Giardina
Mit dem Projekt BONJOUR NATURE fördern wir die naturnahe Gestaltung von Privatgärten, indem wir mit kostenlosen Beratungen und Zertifizierungen Gartenbesitzer:innen inspirieren, sich aktiv für die Biodiversität einzusetzen. Kommen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie.
Standort: Halle 01/D04
Tickets: https://www.giardina.ch/de
Dettagli dell'evento
Data
Luogo
Zürich Oerlikon
Dettagli
Costo
siehe Veranstaltungswebseite
Bitte melden: Tier- und Pflanzen-Beobachtungen gesucht
Eine Meldung ist rasch gemacht: Haben Sie ein Tier beobachtet und sind Sie sich sicher, um welche Art es sich handelt, besuchen Sie bitte die jeweilige Webseite. Zusätzlich zur Meldung können Sie auch ein Foto des Tieres mitschicken. Sie müssen sich kurz registrieren, damit die Meldestelle in bestimmten Fällen eine Rückfrage stellen kann. Bei einigen Organisationen erhalten Sie auch die Möglichkeit, Ihre Beobachtung via App zu melden.
Datenbank für Meldungen von allen Tieren ausser Fledermäusen und Vögeln:
App:
Meldungen von Fledermausquartieren:
Datenbank für Vogelbeobachtungen:
Datenbank für Meldungen von Blüten- und Farnpflanzen:
- Info Flora - Das nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora
- Link zum Online-Feldbuch
- Link zu weiteren Erfassungsmöglichkeiten
App:
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Barrieren und Fallen für Kleintiere vermeiden
Viele kleine, aber auch grössere Tiere nutzen überbautes Gebiet als Teil ihres Lebensraums. So finden beispielsweise Siebenschläfer im Dachstock ein Zuhause, Bergmolche und Wasserfrösche tummeln sich im Gartenbiotop und der Igel macht den Schnecken im Salatbeet den Garaus. Auch Fuchs und Steinmarder wagen sich in Dörfer und Städte. Doch wir Menschen nehmen unseren Mitbewohnern da und dort unbewusst ihren «Wohnraum» oder lassen sie in tödliche Fallen laufen.
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Info
Zu diesem Thema gibt es die beiden Faltblätter «Wildtiere vor der Haustür» und «Amphibien rund ums Haus». Bestellen Sie sich Ihre Exemplare im Pro Natura Shop:
Barrieren vermeiden und Lebensräume schaffen
Achten Sie darauf, bestehende Wildfallen zu beseitigen bzw. keine Neuen zu schaffen. Mit wenig Aufwand helfen Sie der Natur. So dienen Dörfer und Städte weiterhin einer vielfältigen Tierwelt als Lebensraum. Gleichzeitig steigern Sie auch den Erlebniswert des Siedlungsraums und verhalten sich gegenüber der Natur verantwortungsbewusst.
Unterschlüpfe für Fledermäuse und Vögel erhalten
Dachstöcke sind auch Wohnraum für Fledermäuse und bestimmte Vogelarten. Achten Sie darauf, dass Sie bei Arbeiten am Haus keine Einschlupf-Löcher verschliessen. Oft werden Tiere so ein- oder aus ihrem Wohnquartier ausgesperrt. Bitte ziehen Sie bei Renovationen und Umbauten von Dächern eine Fledermaus- oder Vogel-Fachperson bei.
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- Mit wenigen Tricks kann man Vögeln und Fledermäusen in seinem Dach ein Zuhause bieten.
Offene Eimer wegräumen
Denken Sie bei Arbeiten draussen an den Schutz von Kleintieren rund ums Haus: Lassen Sie keine offenen Gefässe wie Blumentöpfe und Eimer im Garten herumstehen. Diese werden rasch zu Todesfallen für hineingefallene Mäuse und andere Kleintiere: Bitte Gefässe verschliessen, umdrehen oder direkt im Keller versorgen.
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- Im Garten unscheinbare Gegenstände, für Kleintiere sind sie tödliche Gefahren.
Warnfolien für Vögel anbringen
Glasscheiben spiegeln die Umgebung und täuschen eine hindernisfreie Flugbahn vor. Kleben Sie Vogelschutzfolien oder farbige Birdstripes auf Ihre Glasscheiben, damit Vögel nicht dagegen fliegen und sich verletzen. Besonders problematisch sind Glasfronten wie Wintergärten, Balkonverglasungen und grosse Fenster.
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- Grosse Glasfronten können Vögel nicht erkennen – Unfälle sind vorprogrammiert.
«Steighilfe» bei Treppen und Schächten erstellen
Ebenerdig angelegte Licht-, Lüftungs- oder Entwässerungsschächte sowie Kellerabgänge sind für Kleintiere tödliche Fallgruben: Amphibien, Reptilien, Laufkäfer oder Mäuse, selbst Igel können hinunterfallen und finden wegen den senkrechten Schachtwänden oder Treppenstufen keinen Ausweg mehr. So können Sie helfen:
- Abdecken: Bedecken Sie den Schacht mit einer lichtdurchlässigen Kunststoffplatte, einem feinmaschigen Gitternetz oder einem Lochblech. Die Maschen bzw. Löcher dürfen im Durchmesser nicht mehr als 3-4 mm messen, da junge Molche sonst durchfallen.
- Abgrenzen: Erhöhen Sie die Schachtumrandung mit Blech oder Schneckenzaun um mindestens 10 cm. Indem Sie ausserdem ein gegen aussen horizontal vorstehendes Blech anbringen, verwehren Sie Amphibien den Einstieg.
- Steighilfe: Montieren Sie eine «Steighilfe», damit Tiere selber hinausklettern können. Legen Sie beispielsweise ein schmales Holzbrett über den Treppenabgang oder in den Schacht. Ein neu angelegter Lichtschacht kann mit stufig abfallenden Steinen ausgekleidet werden.
Befreite Amphibien setzen Sie am besten an einen schattigen, feuchten Ort, zum Beispiel unter einen Strauch.
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- Ein Brett reicht, damit sich Kleintiere aus ihrer misslichen Lage befreien können.
Winterlager stehen lassen
Ein naturnaher Garten bietet viele Verstecke für kleine Wildtiere. Bitte nehmen Sie Rücksicht beim Aufräumen Ihres Gartens. Durch das Verbrennen von Asthaufen und Entfernen von Brennholzbeigen verlieren zum Beispiel Igel oder Mäuse ihr Winterlager. Etwas «Unordnung» darf sein – als wichtiger Beitrag für mehr Biodiversität im Siedlungsraum.
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- Für uns mag es ein bisschen chaotisch aussehen, dafür finden Kleintiere hier optimale Winterlager.
Grünflächen und Gärten im Siedlungsbereich sind für die meisten Tiere oftmals kein geeigneter Lebensraum, da sie weder Unterschlupf noch Nahrung bieten. Exotische Pflanzen sind für die einheimische Fauna meist nutzlos und ein kurzgeschnittener, gedüngter Rasen ist sehr artenarm. Das Fehlen von blühenden Pflanzen macht ihn für viele Insekten wertlos.
Ein abwechslungsreicher Naturgarten umfasst verschiedene Elemente wie Einzelbäume, Sträucher, Wiesen- und Kiesflächen, Trockenmauern, sonnige und schattige Plätze. Solche ungedüngten Gärten mit einheimischen Wildpflanzen sind bevorzugte Lebensorte für seltenere Arten.
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- Wer auf Asphalt und Beton verzichtet, bietet Kleintieren einen natürlichen Lebensraum.
Wildhecken pflanzen statt Zäune bauen
Machen Sie Ihren Garten für Wildtiere zugänglich. Ersetzen Sie Zäune durch eine Wildhecke aus einheimischen Sträuchern. Diese schöne, natürliche Abgrenzung ist gleichzeitig eine wirkungsvolle ökologische Aufwertung. Soll es ein Zaun sein, wählen Sie bitte einen Holzzaun mit mindestens 15 cm Bodenabstand und Lücken als Durchschlupf.
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- Mit natürlichen Zäunen gewähren Sie Kleintieren, hindernisfrei zu passieren.
Auf Netze verzichten
Netze über Beerensträuchern, Obstbäumen und Reben sind gefährliche Fallen für Wildtiere. Beim Durchschlüpfen verheddern sich zum Beispiel Vögel oder Igel und sterben qualvoll. Auch für Füchse, Dachse oder Rehe sind sie gefährlich. Verzichten Sie deshalb im Garten bitte auf unnötige Netze und Zäune.
Falls ein Einsatz nicht zu vermeiden ist: Wählen Sie feinmaschige, weiche, grellfarbige Netze. Befestigen Sie diese korrekt und kontrollieren Sie regelmässig, ob sie repariert werden müssen.
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- Netze können für Vögel oder Igel eine Todesfalle sein.
Teiche und Swimmingpools abdecken
Gartenteiche oder Swimmingpools können für verschiedenste Kleintiere zur tödlichen Falle werden. Einerseits besteht die Gefahr des Ertrinkens im gefüllten, offenen Pool, andererseits können die Tiere im Winter in den geleerten Pool hinunterstürzen. Es gibt für Tiere kein Entkommen, wenn die Beckenwände zu steil oder gar senkrecht sind.
Decken Sie Schwimmbecken und steilwandige Teiche nachts und im Winter ab, bringen Sie eine Ausstieghilfe mit einem Brett oder mit stufig aufgeschichteten Steinen an und erhöhen Sie den Beckenrand rundum. Attraktive Alternativen sind ein Feuchtbiotop oder einen Schwimmteich mit flachem Uferbereich.
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- Ob gefüllt oder leer: Swimmingpools und Gartenteiche sind für Kleintiere gefährlich.
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Website Umweltallianz
Neue Heimat für Zauneidechse, Hermelin und Mauswiesel
Die Energie des Windes lässt sich bereits mit kleinen Anlagen nutzen. Analog zu PV-Anlagen können Kleinstanlagen im Privatbereich auf Hausdächern oder an Gebäuden installiert werden. Hierzulade gelten sogar Anlagen bis 30 Meter Höhe als Kleinwindkraftanlagen, alle darüber als Grosswindkraftanlagen.
Mit ebenfalls 140 Metern Rotordurchmesser, also über 200 Metern Gesamthöhe, erbringen solche Anlagen eine Leistung von bis zu 6 Megawatt und können, je nach Standort, jährlich bis zu 10 Gigawattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem Stromverbrauch von ca. 3500 Haushalten (bei einem Verbrauch von 3000 kWh, dem durchschnittlichen Verbrauch von zwei Personen in einem Mehrfamilienhaus).
Auf dem Meer dürften die Windräder in absehbarer Zeit sogar Rotordurchmesser von über 200 Metern und über 10 Megawatt Leistung erreichen.
Gefahren für die Natur beim Bau und Betrieb von Windenergieanlagen
Für den Bau der Windkraftanlage braucht es breite Strassen und Schwertransporte. Werden Windkraftanlage in bisher unverbaute Gebiete gebaut, sind die Eingriffe in die Natur allein schon durch den Bau und den Zugang für die Wartung der Anlage gross. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Windkraftanlagen nur an Standorten gebaut werden, wo es keine Neuerschliessungen braucht.
Der Betrieb an Land ist vor allem für Vögel und Fledermäuse problematisch. Einerseits besteht Kollisionsgefahr, andererseits gibt es Arten, die empfindlich auf Störungen reagieren. Die betroffenen Tiere meiden die Windparks und werden damit aus ihrem angestammten Lebensraum verdrängt.
Auch im Meer können durch den Bau und den Betrieb sehr viele Störgeräusche entstehen, die Fische und Meeressäuger aus ihrem Lebensraum verdrängen.
Die Windenergie wird vielfach auch damit beworben, dass die Anlage nach der Betriebszeit zurückgebaut werden kann. Das stimmt heute nur bedingt:
- Die Stahltürme können relativ einfach zurückgebaut und recycelt werden.
- Die verbaute Technik im Kopf der Anlage (Gondel) stellt höhere Anforderungen: Es muss verhindert werden, dass umweltschädliche Stoffe austreten können.
- Die massiven Betonfundamente bleiben nach dem Rückbau vielerorts im Boden. Das ist nur dann vertretbar, wenn die Anlage einem Repowering unterzogen wird und eine neue Anlage auf denselben Standort gebaut wird. Ansonsten sollte auch das Fundament abgebaut und der Stahlbeton recycelt werden.
- Die Rotorblätter sind heute noch mehrheitlich aus Faserverbundstoffen, die in dieser Form nicht wiederverwendbar sind. Verschiedene Unternehmen und Institutionen arbeiten daran, chemische oder thermische Verfahren zu entwickeln, um die Stoffe zu trennen und so wiederverwendbar zu machen. Auch an der Herstellung von recycelbaren Rotorblätter wird bereits gearbeitet.
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Was ist die Haltung von Pro Natura zur Windkraft?
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Sjo
- Die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Natur kann nicht allein an toten Tieren gemessen werden. Windräder können Tiere aus ihren Lebensräumen oder Durchgangsrouten verdrängen und so auch zur Zerstückelung von Lebensräumen beitragen.
2022 produzierten 41 Windräder 0.15 TWh Strom. Der Bund schätzt das maximale Potenzial auf rund 700 Anlagen. Ein solcher Zubau würde sich aber negativ auf die Biodiversität auswirken. Insbesondere da Standorte mit hohem Windpotenzial häufig Gebiete betreffen, die für die Biodiversität wichtig sind.
Gemeinsam mit den Verbänden der Umweltallianz haben wir geprüft, wie viele Windkraftanalgen sich in der Schweiz naturverträglich aufbauen liessen. Basierend auf diesen Arbeiten, erachten wir einen Ausbau auf 3.1 TWh bis 2035 als möglich. Dies entspricht ca. 300 zusätzlichen Windräder.
Wichtig für den Zubau sind sorgfältig erarbeitete Planungsgrundlagen, die aufzeigen wo sich jene Gebiete befinden, die einerseits über genügend Wind verfügen, andererseits aber auch die Anforderungen des Biodiversitätsschutzes erfüllen. Werden diese Planungsgrundlagen nicht sorgfältig erarbeitet, fordert Pro Natura die Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen zum Schutz der Natur ein. Zum Beispiel, wenn grosse industrielle Anlagen ausserhalb der Bauzone errichtet werden sollen.
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Wie ist ein naturverträglicher Ausbau der Windenergie möglich?
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thamerpic
- Auf dem Nufenenpass wurde die vorhandene Infrastruktur genutzt um das bestehende Wasserkraftwerk mit einer Windkraftanlage zu erweitern.
Windkraftanlagen beeinflussen immer die lokale Natur. Deshalb ist es wichtig, dass ihr Ausbau frühzeitig geplant und koordiniert wird. Unter Berücksichtigung von folgenden Punkten ist ein naturverträglicher Ausbau noch möglich:
- Der Bau ist nur ausserhalb von Schutzgebieten zulässig.
- Auch ausserhalb von Schutzgebieten muss der Einfluss auf die Flora und Fauna, insbesondere der Einfluss auf die lokale und ziehende Vogelwelt und der Fledermäuse, umfassend geklärt werden.
- Für Bau und Betrieb der Anlagen sollen keine festen Neuerschliessungen wie Strassen oder oberirdische Stromleitungen erforderlich sein. Dies ist vor allem in unbelasteten Landschaften wichtig. Zufahrtswege sollen unversiegelt angelegt werden.
- Die Anlagen müssen sich an geeigneten Standorten konzentrieren, sodass die Natur nicht durch Einzelanlagen unnötig beeinträchtigt und zerstückelt wird.
- Bau und Betrieb der Anlage dürfen die Schutzziele von kantonalen und kommunalen Schutzgebieten nicht beeinträchtigen.
Wir fordern deshalb, dass mindestens auf kantonaler Ebene, besser auf nationaler Ebene, der vorgesehene Ausbau und die geeigneten Standorte umfassend, koordiniert und transparent geplant werden.
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Welche Gebiete sind für Windkraftprojekte geeignet?
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Matthias Sorg
- Mit einer koordinierten, umfassenden Planung ist ein naturverträglicher Ausbau der schweizer Windkraft auf 3.1 TWh möglich.
Windpotenziale haben wir in der Schweiz im Jurabogen in einigen Alpentälern aber auch in der Ostschweiz. Eine Übersicht über die Windgeschwindigkeiten und die Windpotenzialgebiete der Schweiz finden Sie im Windatlas vom Bundesamt für Energie.
Zum Windatlas
Übersicht über aktuell geplante Windenergieprojekte in der Schweiz
Die frühzeitige Erhebung der Naturwerte an vorgesehenen Standorten ist zentral bei der Planung von Windkraftanlagen. Nur so können Konfliktpotenziale mit Biodiversität und Landschaft vermieden werden. Bei den Windenergieparks, welche unter die Beschleunigungsvorlage der UREK-N fallen, hat eine gewisse Abklärung dieser Naturwerte auf Ebene Nutzungsplanung bereits stattgefunden. Deshalb ist ein abgekürztes Bewilligungsverfahren für diese Anlagen akzeptabel. Dies muss jedoch eine Ausnahmeregelung bleiben und darf nicht richtungsweisend für weitere Bewilligungsverfahren sein.
Bis 01. Januar 2023 wurden in der Schweiz 43 Windkraftanlagen über das Einspeisevergütungssystem gefördert. Weitere 457 haben eine Zusicherung für die Förderung und 356 stehen noch auf der Warteliste. Nicht alle Projekte, die bereits über Förderzusagen verfügen, sind auch an geeigneten Standorten geplant. Pro Natura beurteilt jedes Projekt individuell und sucht den sinnvollen Mittelweg zwischen Ausbau und Naturschutz. Es braucht Transparenz über die Projekte und einen geografischen Überblick. Unsere interaktive Karte hilft Ihnen dabei.
Blaue Windräder = Anlage in Planung
Grüne Windräder = Anlage in Betrieb
Blaue Flächen = geplanter Windpark
Blaue Umrisse = Windenergieprüfraum
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Freie Bahn für Wildtiere
Wildtiere wandern: Zwischen Schlaf- und Futterplätzen, zwischen Sommer- und Winterlebensräumen oder zu ihren Fortpflanzungsstätten. Einzelne Tiere ziehen weiter, um neue Gebiete zu besiedeln. Diese Wanderungen sind sehr wichtig, damit die Arten nicht aussterben.
Nicht nur grosse Säugetiere wie der Rothirsch müssen sich frei bewegen können. Auch Luchs, Dachs, Feldhase, Baummarder, Igel, Laubfrosch und Zauneidechse haben wie fast alle Tiere einen Bewegungsdrang und typische Wanderrouten, sogenannte Wildtierkorridore oder Bewegungsachsen.
Ohne Mobilität kein Überleben
Der Austausch zwischen Tierbeständen verschiedener Gebiete ist entscheidend für ihr Fortbestehen. Je kleiner und isolierter die Population, desto grösser ist das Risiko, dass die Art ausstirbt. Und die Bedrohung nimmt zu: Immer mehr Strassen, Bahnlinien, Siedlungen, kanalisierte Gewässer und intensiv genutzte Landwirtschaftsflächen zerschneiden die traditionellen Verbindungswege der Wildtiere.
Damit Strassen und Eisenbahnlinien keine lebensgefährlichen Hindernisse für Wildtiere werden, braucht es Wildtierbrücken oder -unterführungen sowie Kleintierdurchlässe und Amphibientunnel. Wichtig ist, dass es sich um die richtigen Anlagen für die betroffenen Arten handelt und dass die Anlagen gut mit den umliegenden Naturlandschaften vernetzt sind.
Die Wanderwege der Tiere sind blockiert
Pro Natura fordert, dass beeinträchtigte oder unterbrochene Wildtierkorridore wieder durchgängig gemacht werden. Bei der Planung von Infrastrukturen wie Strassen oder Bahnlinien müssen die Planer möglichst früh und konsequent Rücksicht nehmen auf die Bewegungsbedürfnisse der Wildtiere. Nur so können sie eine weitere Zerschneidung der Wildtierlebensräume verhindern.
Im Jahr 2001 erfasste das Bundesamt für Umwelt (BAFU) 304 überregionale Wildtierkorridore für die Schweiz. Der Zustand dieses Wegenetzes war erschreckend: Nur gerade einmal ein Viertel (28 Prozent) der Wildtierkorridore waren intakt, 56 Prozent beeinträchtigt und 16 Prozent total unterbrochen. Zehn Jahre später hat das BAFU die Situation überprüft. Fazit: Der Zustand war schlecht, und er verbesserte sich nicht. Erst die Entwicklungen der letzten Jahre geben wieder etwas Grund zur Hoffnung.
20‘000 Wildtierunfälle pro Jahr
Jedes Jahr zählt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) über 20‘000 tödliche Wildunfälle. Diese Zahl umfasst nur grössere Säugetiere vom Hirsch bis zum Hasen. Alles was kleiner ist, wird nicht erfasst. Aber gerade Amphibien sind bei ihren saisonalen Wanderungen extrem gefährdet.
Es gibt zwar technische Massnahmen, um die Tiere an der Strasse abzuschrecken. Dieser Schutz reicht aber bei Weitem nicht aus, um Wildunfälle zu verhindern. Wildwarnsysteme sind derzeit die wirksamste technische Lösung. Diese warnen die Verkehrsteilnehmenden, sobald sich Tiere der Fahrbahn nähern.
Auch rund ums Haus gibt es Fallen
Aber nicht nur Strassen können tödliche Fallen für Wildtiere sein: Auch im Siedlungsraum, im Garten und rund ums Haus gibt es viele Barrieren und Fallen für Kleintiere, zum Beispiel Zäune und Netze. Ebenerdig angelegte Licht-, Lüftungs- oder Entwässerungsschächte sind für Kleintiere tödliche Fallgruben. Kellerabgänge, Gartenteiche und Swimmingpools bergen ähnliche Gefahren. Mit einem kleinen Aufwand können Sie diese Fallen entschärfen.
Was Pro Natura tut
Mit der vergangenen Kampagne «Freie Bahn für Wildtiere!» hat Pro Natura zwischen 2017 und 2019 den Fokus auf die zerschnittenen und beeinträchtigten Wildtierkorridore gelegt. Dabei ging es darum, über die Wanderbedürfnisse der Wildtiere zu informieren, um in der Bevölkerung ein Verständnis für die Bedeutung der wichtigen Korridore zu schaffen. Ausserdem arbeitete Pro Natura mit einigen Kantonen und Bundesämtern zusammen, um die Sanierung von Wildtierkorridoren voranzutreiben.
Aber auch Pro Natura selbst ist aktiv an der Schaffung neuer Korridore beteiligt. Mit über 700 Naturschutzgebieten setzt Pro Natura konsequent auf die Vernetzung von natürlichen Lebensräumen, sodass sich geschützte und gefährdete Tierarten zwischen verschiedenen Lebensräumen hin und her bewegen können. Pro Natura Sektionen pflegen vielfältige Kleinstrukturen und Böschungen, welche viele verschiedene Tierarten als Bewegungsachsen und Verstecke nutzen.
Was Sie selbst tun können
Besonders wichtig ist, dass die Tiere auf den Wildtierkorridoren nicht gestört werden. Betreten Sie keine Wildtierbrücken und -unterführungen. Ansonsten werden die Tiere diese Korridore nicht nutzen. Wenn Sie Wildtiere sehen, dann verfolgen Sie sie nicht oder leuchten Sie nicht mit Ihrer Taschenlampe an.
Auch im Winter ist die Gefahr gross, Tiere zu stören, zum Beispiel bei Ski- und Schneeschuhtouren, Freeride-Abfahrten und Wanderungen. Respektieren Sie bitte die Wildruhezonen und Wildtierschutzgebiete und nehmen Sie Ihren Hund in sensiblen Gebieten an die Leine.
Wenn Sie in der Morgen- oder Abenddämmerung mit dem Auto an Waldrändern unterwegs sind, passen Sie das Tempo bitte den Umständen an: Gerade zu diesen Tageszeiten versuchen die Wildtiere, Strassen zu überqueren. Und wenn Sie zu Hause sind, achten Sie auf Barrieren und Wildfallen in Ihrem Garten und Ihrer Umgebung. Versuchen Sie, diese zu entfernen und keine neuen zu schaffen. Die Wildtiere sind Ihnen dankbar!
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«Artenschutz alleine genügt nicht: Prioritäre…Artenschutz
Schulkinder verkaufen den Schoggitaler 2019 zugunsten der «Welt der Insekten»
Mindestens 163 Insektenarten gelten in der Schweiz als ausgestorben, 40 Prozent der Arten sind gefährdet. Pro Natura und der Schweizer Heimatschutz setzen mit der Schoggitaler-Aktion 2019 ein Zeichen. Ab September verkaufen Schülerinnen und Schüler in der ganzen Schweiz den bekannten Schoggitaler.
Mit dem Erlös unterstützen die beiden Organisationen Projekte mit dem Fokus «Gemeinsam gegen das Insektensterben!» und helfen dadurch die Biodiversität zu fördern.
Schoggitaler zugunsten der Insektenwelt
Insekten sind unerlässlich für eine funktionierende Umwelt: Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und ihre Artgenossen bestäuben den Grossteil aller blühenden Pflanzen – dank ihnen gedeihen Früchte, Beeren und Gemüse. Käfer und Ameisen sind die Recyclingspezialisten der Natur: Sie verarbeiten Pflanzenmaterial und Kadaver. Insekten sind eine unentbehrliche Futterquelle, zum Beispiel für Schwalben.
Aber die Insekten sind in Gefahr: Sie verschwinden, weil natürliche Lebensräume fehlen. Felder und Obstbäume werden mit Pestiziden bespritzt. Und wo die Nacht mit künstlichem Licht zum Tag gemacht wird, leiden nachtaktive Insekten. Wer den Schoggitaler 2019 kauft, hilft mit, die Insekten in der Schweiz zu schützen und unterstützt die Tätigkeit von Pro Natura und dem Schweizer Heimatschutz.
Der Einsatz der Schulkinder lohnt sich doppelt
Die Schoggitaleraktion dient nicht allein den Anliegen des Natur- und Heimatschutzes in der Schweiz. Auch die teilnehmenden Schulklassen profitieren: Einerseits erhalten sie didaktisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien zum Thema «Welt der Insekten», andererseits fliessen pro verkauftem Taler 50 Rappen in die Klassenkasse. Der Verkauf der Schoggitaler aus Schweizer Biovollmilch sowie Kakao aus fairem Handel (Max Havelaar) startet demnächst.
Schulkinder verkaufen vom 2. bis 30.9.2019 in der deutsch- und französischen Schweiz. Im Tessin dauert der Verkauf vom 9. bis 30.9.2019. Ab dem 18.9. bis 15.10.2019 können die Schoggitaler ausserdem in den Verkaufsstellen der Post bezogen werden.
Weitere Auskünfte und Fragen:
Loredana Ventre, Geschäftsleiterin Schoggitaler, Telefon 044 262 30 86, @email
Der Schoggitaler ist eine geschützte und Zewo-zertifizierte Marke für Natur- und Heimatschutzprojekte. Seit 1946 setzen sich Pro Natura und der Schweizer Heimatschutz mit dem Talerverkauf gemeinsam für die Erhaltung unseres Natur- und Kulturerbes ein. Die beiden Trägerorganisationen sind Nichtregierungsorganisationen (NGO) und handeln nicht gewinnorientiert zugunsten der Allgemeinheit. Pro Natura wurde 1909 gegründet und zählt über 160'000 Mitglieder. Ihr Engagement gilt der Förderung und dem Erhalt der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt. Der Schweizer Heimatschutz setzt sich seit 1905 für die Erhaltung von Baudenkmälern und Kulturlandschaften ein. Er vereinigt rund 27'000 Mitglieder und Gönner.
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Ausgewählte Fotos können unter www.schoggitaler.ch heruntergeladen werden.
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Die Wildkatze ist das Tier des Jahres 2020
Der lateinische Name der Wildkatze bedeutet «Waldkatze». Wilde Wälder mit vielfältigen Strukturen sind der ursprüngliche Lebensraum der Wildkatze. Hier jagt sie Mäuse und andere Kleintiere, verschläft manche Stunde im sicheren Versteck und bringt in einem trockenen Unterschlupf ihre Jungen zur Welt.
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Mehr Wildnis wagen – dafür wirbt die Wildkatze 2020. Mehr freie Naturentwicklung täte der aufgeräumten Schweiz vielerorts gut. Es muss nicht immer gleich ein grossflächiges Wildnisgebiet sein. In jedem Waldstück, an jedem Bachlauf, am Feldrand und auf der Weide können wir der Natur Freiraum gewähren. Davon profitieren viele Tier- und Pflanzenarten, nicht nur die Wildkatze. Die Wildkatze wagt sich auch in die Kulturlandschaft vor, wenn sie dort genügend deckungsreiche «Unordnung» vorfindet. Allerdings: Passende Lebensräume helfen Beutegreifern wie der Wildkatze nur dann, wenn die Tiere vor direkter Verfolgung geschützt sind. Auch das zeigt die Geschichte der Wildkatze exemplarisch.
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Fabrice Cahez
- Flüchtige Begegnung: Wildkatze auf Waldweg
Die Europäische Wildkatze teilte das Schicksal aller Beutegreifer in der Schweiz. Sie wurde erbarmungslos als vermeintlicher Schädling verfolgt. Philipp Schmidt stellt 1976 in seiner Geschichte der jagdbaren Tiere der Schweiz fest: «Im schweizerischen Bundesgesetz über Jagd und Vogelschutz von 1963 ist die Wildkatze sogar geschützt, aber es ist wohl wie mit dem Güllenloch, das erst zugedeckt wird, wenn schon einer hineingefallen ist.» (Philipp Schmidt, Das Wild der Schweiz, Bern 1976, Seite 341).
Glücklicherweise kam der Schutz für die Wildkatze gerade noch rechtzeitig. Heute beherbergt der Schweizer Jura grossflächig Wildkatzen. Es wird allerdings für immer offen bleiben, ob der «Tiger unserer Wälder» der Ausrottung in der Schweiz tatsächlich entgangen ist. Möglich ist auch, dass die Art aus Frankreich wieder eingewandert ist. In den 1960er und -70er Jahren erfolgten zudem mehrere Aussetzungen von Wildkatzen durch amtliche Stellen und Privatpersonen.
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- Aktuelle Verbreitungskarte der Wildkatze in der Schweiz. Jedes Quadrat markiert eine oder mehrere Beobachtungen (Stand November 2019)
Ungewöhnliche Filmaufnahmen von Wildkatzen aus dem Naturschutzgebiet Fanel
Quelle: Schweiz aktuell vom 5.11.2017
Wie erkenne ich eine Wildkatze?
Nicht nur Wildkatzen sind in unseren Wäldern unterwegs. Rund 1.6 Millionen Hauskatzen leben in der Schweiz. Viele von ihnen geniessen freien Auslauf. Auch Tausende von verwilderten Katzen streifen durch Feld und Wald. Selbst bei einer Katzenbeobachtung im tiefsten Wald stellt sich deshalb oft die Frage: Wildkatze oder Hauskatze? Eine getigerte Hauskatze ist nicht immer leicht von einer Wildkatze zu unterscheiden. Endgültige Gewissheit gibt es nur durch genetische Analysen. Äusserlich sind folgende Merkmale typisch für eine Wildkatze:
- Körperbau massig wirkend durch das dichte, langhaarige Fell
- Fell seitlich «verwaschen» grau-bräunlich, oft mit weissen Flecken an Kehle, Brust und Bauch; immer mit dunklem Rückenstrich (sog. Aalstrich)
- Schwanz buschig, mit stumpfem schwarzem Ende, oft mit 2-3 deutlichen schwarzen Ringen
- Nasenspitze immer rosa
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Fabrice Cahez
- Diese Wildkatze lässt einige typische Merkmale deutlich erkennen.
Wildkatzen leben einzelgängerisch in Revieren. Diese Reviere markieren sie mit Urinspritzern, Kot, Kratzbäumen oder Duftmarkierungen. Die Reviergrössen schwanken je nach Landschaft und Nahrungsangebot. Sie liegen bei mehreren Quadratkilometern pro Tier. Die grösseren Reviere der Kater erstrecken sich über mehrere Weibchenreviere. Von Januar bis März schallt das wenig harmonische Paarungsgeschrei der Kater durch den Wildkatzenwald. Nachdem sich Kater und Katze zur Paarung – im wahrsten Sinn des Wortes – zusammengerauft haben, trennen sich ihre Wege wieder.
Nach gut zwei Monaten wirft die Katze ihre Jungen, meist 2-5. Bis zu drei Monate lang werden die Jungen gesäugt. Ab einem Alter von rund 5 Wochen kosten sie erste Fleischbrocken. Kommt der Winter, geht das Familienleben zu Ende. Die ausgewachsenen Jungkatzen suchen ihre eigenen Reviere. Schon im folgenden Jahr können die weiblichen Tiere selber Junge gebären – wenn sie noch leben. Auf junge Wildkatzen lauern viele Gefahren: Natürliche Feinde sind Luchs, Fuchs, Baummarder, Uhu oder Hermelin.
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Fabrice Cahez
- «Hier wohne ich!»: Eine Wildkatze markiert mit Urin.
Der feine Unterschied: Wildkatze und Hauskatze
Man könnte vermuten, dass unsere Hauskatze (Felis catus) von der Europäischen Wildkatze (felis silvestris) abstammt. Das ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr gehen unsere Stubentiger genetisch auf die afrikanisch-asiatische Wildkatze, auch Falbkatze genannt, zurück (Felis lybica). Mit den Römern gelangten die Hauskatzen vor rund 2000 Jahren in unsere Breitengrade. Die Wissenschaft sieht diese drei «Katzentypen» heute als eigenständige Arten. Hauskatzen und Wildkatzen können sich allerdings paaren und fortpflanzungsfähige Junge gebären.
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Fabrice Cahez
- Bei der Mäusejagd auf frisch gemähten Wiesen am Waldrand können sich Haus- und Wildkatzen leicht begegnen.
Bis vor wenigen Jahren war es sehr schwierig, Wildkatzen wissenschaftlich zu erforschen. Den Durchbruch in der Wildkatzenforschung brachte ab 2006 die Lockstockmethode. Viele Katzen können dem Duft von Baldrian nicht widerstehen. Forschende platzieren deshalb im Wald Holzlatten, die mit Baldrian eingesprüht sind. Katzen reiben sich genüsslich daran. Sie hinterlassen dabei Haare am rauen Stock. Diese Haare enthüllen dank modernen Analysemethoden die genetischen Eigenschaften des Tieres.
2008-2010 analysierte die Hintermann & Weber AG mit der Lockstockmethode im Auftrag des Bundes erstmals die Verbreitung der Wildkatze im Jura. Damals waren erst rund 10% des Jurabogens von Wildkatzen bewohnt. Dieses Monitoring wird aktuell unter der Leitung des Vereins Wildtier Schweiz wiederholt. Anfangs 2021 ist mit neuen, spannenden Erkenntnissen zur Verbreitung der Schweizer Wildkatzen zu rechnen.
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Darius Weber
- Unwiderstehlich, dieser Duft: Eine Wildkatze reibt sich am Baldrian-Lockstock.
Wenn ausgerottete Tierarten wieder in ihre ursprünglichen Lebensräume zurückkehren, sind Überraschungen nicht selten. Das ist auch bei der Wildkatze so. Jüngste Forschungsergebnisse der Stiftung KORA zeigen zum Beispiel, dass sich die Wildkatze auch ausserhalb von grossen Waldgebieten offenbar behaupten kann. Vier sendermarkierte Tiere hielten sich im Sommer 2018 regelmässig in der intensiv genutzten Kulturlandschaft des Seelandes auf.
Unentbehrlich sind aber Vernetzungsstrukturen wie Hecken, Gehölze und Waldinseln. Ebenso wichtig sind Wildtierpassagen über oder unter verkehrsreichen Strassen. Viele Wildkatzen fallen sonst dem Strassenverkehr zum Opfer.
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Fabrice Cahez
- Lauf, Katze, lauf! Viele Wildkatzen fallen dem Strassenverkehr zum Opfer.
Wichtig: Hauskatzen unter Kontrolle halten
Die grösste Gefahr für unsere Wildkatzen geht mittelfristig von der Vermischung (Hybridisierung) mit Hauskatzen aus. Katzenhaltenden kommt also eine grosse Verantwortung zu. Wer freilaufende Katzen hält, sollte diese kastrieren. So werden Kreuzungen mit Wildkatzen verhindert. Erfreulicherweise nehmen bereits sehr viele Katzenbesitzende diese Verantwortung wahr. Das laufende Wildkatzenmonitoring wird auch Daten dazu liefern, wie es um die Hybridisierung von Wild- und Hauskatze in der Schweiz aktuell steht.
Das tut Pro Natura für die Wildkatze
Viele Pro Natura Naturschutzgebiete im Jura können auch Wildkatzen als Teillebensraum dienen. In unseren Waldreservaten finden sie ruhige Rückzugsorte, auf artenreichen Wiesen und Weiden am Waldrand können Wildkatzen Mäuse erbeuten.
Mehr über die 700 Pro Natura Naturschutzgebiete erfahren
Wildkatzen brauchen vernetzte Lebensräume. Und sie müssen Verkehrsachsen einigermassen gefahrlos überqueren können. Mit der Kampagne «Freie Bahn für Wildtiere!» hat sich Pro Natura intensiv für sichere Wildtierkorridore eingesetzt.
Mehr über die Kampagne «Freie Bahn für Wildtiere!»
Niemand denkt heute noch daran, die Wildkatze auszurotten. Doch ihr grösserer Verwandter, der Luchs, ist im Visier der Politik. 2019 haben die eidgenössischen Räte ein völlig missratenes Jagdgesetz verabschiedet, das auch den Luchs bedroht. Dagegen haben Pro Natura und andere Verbände das Referendum ergriffen.