Progetti
Iltis — was brauchst du?
In die Ferien – für die Biodiversität
Auf 1300 Metern über Meer in der kleinen Siedlung Cavaione (GR) die herrliche Aussicht aufs Val Poschiavo geniessen, dabei in den steilen Trockenwiesen heuen oder beim Entbuschen und Asthaufen anlegen helfen - das ist nur eine von 19 Möglichkeiten, dieses Jahr nachhaltige Ferien in den schönsten Schweizer Natur- und Kulturlandschaften zu verbringen.
Vielfältiges Angebot
Im letzten Jahr haben 185 Freiwillige den 22 durchgeführten Projekten rund 925 Arbeitstage ihrer Freizeit gewidmet. Dieses Jahr erwartet die Teilnehmenden erneut ein abwechslungsreiches Programm: Von der Entbuschung blumenreicher Weiden und der Errichtung eines Quellschutzes nahe Les Diablerets (VD), über die Sanierung einer traditionellen Weidemauer auf der Bettmeralp im Wallis, bis hin zur Förderung der Paradieslilie und verschiedener Orchideenarten bei Obermutten (GR) ist für alle Naturfreunde etwas dabei.
Gemeinsam die Natur kennenlernen
Die Einsätze finden in Gruppen von sieben bis zwölf Personen statt und werden von einer Fachperson geleitet. Die Teilnehmenden lernen bei ihrem Einsatz nicht nur Flora und Fauna oder Handwerkstechniken wie das Trockenmauern kennen, sie profitieren auch vom Austausch untereinander. Gelegenheiten dazu bieten sich bei der Arbeit draussen in der Natur oder beim gemeinsamen Kochen und Geniessen.
Faire Aufteilung der Kosten
Die Anmeldegebühr beträgt in der Regel zwischen 120 und 270 Franken pro Person und deckt einen Teil der Kosten für das Projekt sowie für Unterkunft und Verpflegung. Den Grossteil der verbleibenden Aufwände tragen die Stiftung Umwelteinsatz und Pro Natura.
Programm und Buchung:
Das vollständige Programm finden Sie auf den Webseiten der Stiftung Umwelteinsatz und von Pro Natura.
Kontakt:
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Headerfoto: Matthias Sorg
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Vorzeigeprojekt des Bibers in Seedorf wird ausgezeichnet
«Der Lobsigensee ist ein Vorzeigebeispiel dafür, was entsteht, wenn wir Menschen nicht gegen, sondern mit der Natur arbeiten», betont Jörg Felix Stiftungsratspräsident der Emanuel- und Oscar Beugger-Stiftung in seiner Rede an der diesjährigen Preisverleihung in Seedorf.
Ein Biodiversitätsförderer am Werk
«Um auf der Ebene zwischen Lobsigen und Seedorf Ackerbau zu betrieben, wurden in der Vergangenheit rund um den See Drainagen verlegt und der Seeabfluss abgesenkt», erzählt Renate Hübscher, Gemeinderätin von Seedorf. Dadurch wurde mehr Boden gewonnen, der See aber verkleinert sich und drohte mit nur noch 3.5. Hektaren bald zu verlanden. Bis 2010 der Biber einzog.
«Der Biber staute den Seebach beim Abfluss und so wurde die Fläche des Sees rasch grösser», erklärt Hübscher. In der Folge konnte sich der See erholen und bald kehrten einst verschwundene Vogelarten an seine Ufer zurück. Mit zunehmender Seefläche nahm jedoch die Landwirtschaftsfläche von Jahr zu Jahr ab und bald war klar: auch für die Landwirtschaft musste eine Lösung gefunden werden.
Gemeinsam für mehr Vielfalt
Viele Gespräche mit allen Beteiligten, sowie einige Landabkäufe und -tausche später wurde im Sommer 2023 das 12 Hektaren grosse Naturschutzgebiet «Lobsigensee» geschaffen. «Das Gebiet ist heute Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten», freut sich Ursula Schneider Schüttel, Präsidentin von Pro Natura. Dazu gehört auch eine kleine Wasserbüffelherde, die zusammen mit ihrem Besitzer, Landwirt Simon Heimberger, die Pufferzone um das Schutzgebiet pflegen. «Es freut mich, mit meinen Tieren dazu beizutragen, dass hier Schützen und Nutzen gemeinsam möglich sind», betont er. Der gewachsene See fördert auch das Wasserspeichervermögen der umliegenden Böden, was mit zunehmender Klimaerwärmung immer relevanter wird.
Die blühende Vielfalt am Lobsigensee zieht viele Naturinteressierte an. «Um die Natur zu schützen und das Verständnis der Bevölkerung für die natürlichen Zusammenhänge in diesem Kleinod zu fördern, werden wir mit dem Preisgeld eine gezielte Besucherlenkung einführen», erklärt Gemeinderätin Hübscher. Wer den Bauherrn Biber bei seinem Besuch nicht selbst antrifft, lernt am Lobsigensee also zumindest einiges über seine wichtige Rolle in der Natur.
Beugger-Stiftung und der Elisabeth und Oscar Beugger Preis
Die Emanuel und Oscar Beugger-Stiftung mit Sitz in Basel wurde im Jahr 2004 von Elisabeth Beugger gegründet. Der Name der Stiftung erinnert an Oscar Beugger, ihren im Februar 2004 verstorbenen Ehemann, und an dessen Vater, Emanuel Beugger. Die ausschliesslich gemeinnützige Stiftung bezweckt die Förderung von Projekten und Institutionen auf dem Gebiet des Natur- und Tierschutzes in der Schweiz.
Der mit 50‘000 Franken dotierte Elisabeth und Oscar Beugger-Preis ist einer der bedeutendsten Naturschutzpreise der Schweiz. Pro Natura verleiht ihn seit 2008 alle zwei Jahre im Auftrag der Emanuel und Oscar Beugger-Stiftung an beispielhafte Naturschutzprojekte aus den Sparten «Artenschutz und Artenförderung», «Schutzgebiete» sowie «Landschaftsschutz».
Weitere Informationen
- Projektbeschrieb und Referate zum Gewinnerprojekt “Lobsigensee”
- Pressebildergalerie (nach der Veranstaltung werden weitere Bilder hinzugefügt)
Kontakte
Pro Natura
- Susanna Meyer, Projektleiterin Schutzgebiete, 061 317 91 31, @email
- Nathalie Rutz, Medienverantwortliche, 079 826 69 47, @email
Beugger-Stiftung
- Andreas Murbach, Stiftungsrat der Emanuel und Oscar Beugger-Stiftung, 076 377 85 66, @email
Preisträgerin
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Schoggitaler in der Geschenkpackung Für Freunde, Familie und für einen guten Zweck
Auch in Städten und Dörfern gibt es Natur. Wir brauchen sie, nehmen sie aber oft kaum wahr. Nicht nur Gärten, Parks und Strassenbäume, sondern auch begrünte Dächer, Fassaden und Parkplätze sind wertvoll für die Biodiversität und für saubere, kühle Luft. Erstaunlich viele Tier- und Pflanzenarten finden hier Unterschlupf und Nahrung. Wo viel Natur ist, fühlen auch wir Menschen uns wohl. Mit dem Schoggitaler 2023 helfen Sie uns dabei, die Naturvielfalt vor der Haustür zu erhalten, aufzuwerten und zu vernetzen. Zudem unterstützen Sie zahlreiche Tätigkeiten von Pro Natura und dem Schweizer Heimatschutz.
3er-Geschenkpackungen Fr. 15.— (Mindestbestellung 6 Taler)
20er-Packungen Fr. 100.—
30er-Packungen Fr. 150.—
(Preise exkl. Porto und Verpackung)
Kontakt:
- Loredana Ventre, Geschäftsleiterin Schoggitaler, Tel. 044 262 30 86, @email
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Titelbild: © Schoggitaler
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Natureinsatz
Pflegeeinsatz Panzersperre Ennetmoos
Wir pflegen unser Schutzgebiet, die Panzersperre. Teiche ausmähen, Gehölze schneiden und Kleinstrukturen anlegen gehören zu den Arbeiten, die im Herbst in diesem Schutzgebiet anfallen.
Leitung: Daniela Rickenbacher, Pro Natura
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Pro Natura UWDettagli dell'evento
Data
Luogo
Panzersperre Ennetmoos
Dettagli
Preparazione
Costo
keine
Unterstützung für Hochstammobstbäume
«Warum nicht ploggen statt nur joggen?»
Pro Natura Magazin: Herr Gleyre, was ist «Plogging»?
Mathieu Gleyre: Eine einfache Möglichkeit, Sport und Ökologie zu verbinden. Der Begriff stammt vom schwedischen «plocka», was Aufsammeln bedeutet, und Jogging: Es geht darum, beim Joggen Abfall aufzuheben. Seitdem Plogging vor etwa sechs bis sieben Jahren entstanden ist, boomt es in vielen Ländern, auch bei uns.
Was hat sie dazu motiviert, diese Aktivität als Sportcoach anzubieten?
Ich finde es wichtig, dass wir uns um unsere unmittelbare Umgebung kümmern. Die Erhaltung der Natur liegt mir am Herzen, und alle können in ihrem Umfeld etwas zu einem saubereren Planeten beitragen. Warum also nicht ploggen statt nur joggen? Seit fünf Jahren wird Plogging in mehreren Städten der Westschweiz angeboten und ist ein schöner Erfolg.
Ploggen Sie selbst?
Ich bin eher der Organisator der Veranstaltungen, aber ja, wenn ich die Ärmel hochkrempeln kann, beteilige ich mich gern.
Ist Plogging Sport?
Die sportliche Herausforderung ist sicher vorhanden. Abgesehen davon, dass man
-
Florence Kupferschmid-Enderlin
mit einem Abfallsack läuft, der mit der Zeit immer schwerer wird, muss man sich bücken, wieder aufstehen und manchmal auch ein paar Treppenstufen hochsteigen, denn Plogging wird hauptsächlich im städtischen Umfeld ausgeübt. Aber ich denke, das Abfallsammeln steht dennoch im Vordergrund, so berichten es mir jedenfalls die Teilnehmenden.
Für wen ist diese Tätigkeit geeignet?
Plogging bietet vor allem die Möglichkeit, sich spielerisch einem gemeinsamen Projekt zu widmen. Ob mit Freunden oder der Familie, mit Kindern, die Initiative ist für alle zugänglich. Alle rüsten sich mit Handschuhen und einem Abfallsack aus, und schon gehts los, um in einem bestimmten Umkreis den Müll zu beseitigen.
Was wird am häufigsten gesammelt?
Zigarettenstummel! Trotz aller Informationskampagnen über die dramatischen Folgen für die Umwelt werden immer noch unglaublich viele Stummel gefunden. Danach Plastik und Flaschen.
Und was ist die Hauptmotivation der Teilnehmenden?
Bei manchen Familien geht es darum, den Kindern beizubringen, keine Abfälle auf den Boden zu werfen und Müll aufzusammeln, wenn man ihn irgendwo findet. In der Regel ist es ein punktuelles Engagement für die Umwelt, ähnlich wie zum Beispiel das Säubern der Skipisten am Ende der Wintersaison.
Verhindert das Einsammeln des Abfalls nicht, dass jene, die ihn wegwerfen, Verantwortung übernehmen?
Ah, eine grosse Frage! Ich habe keine Antwort. Ich bin Sportcoach, kein Erzieher. Denn es handelt sich um eine Frage der Erziehung. Aber in einigen Städten stellt man einen kleinen Rückgang der Abfallmenge fest. Deshalb hoffen wir weiterhin, dass unsere Aktionen einen positiven Effekt auf die Einstellung der Menschen im Allgemeinen haben.
Florence Kupferschmid-Enderlin
Möchten Sie bei einem Projekt mit anpacken? Informieren Sie sich über die nächsten Natureinsätze.
Was ist ein Ernährungssystem?
Das Ernährungssystem umfasst alles, was mit der Lebensmittelproduktion zusammenhängt: vom Saatgut über Futtermittelproduktion, über den Anbau, der Ernte und Transport der Produkte bis hin zu den Essensresten auf unseren Tellern. Ein nachhaltiges Ernährungssystem funktioniert ressourcenschonend, ist krisenfest und gerecht.
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Jeff Bergen
Schlüsselfaktor Landwirtschaft
Ohne dass wir unser Ernährungssystem umstellen, können wir die globale Umweltbelastung nicht reduzieren:
- Unser Hunger nach tierischen Eiweissen (Milch, Fleisch, Eier) führt zu einer überdimensionierten Nutztierhaltung und damit zu erhöhten Nährstoffeinträgen und Nährstoffüberschüssen. So entsteht unter anderem das umweltschädliche Ammoniakgas.
- Im Kampf gegen nicht erwünschte Pflanzen und Tiere werden Pestizide gespritzt, welche die Bodenlebewesen, unsere Gewässer und Böden belasten.
- Viel zu schwere Traktoren verdichten unsere Böden und machen sie für künftige Generationen schwer nutzbar. Das Wasser versickert weniger. Dies führt bei starkem Regen schneller zu Überschwemmungen und/oder Abschwemmungen des Bodens.
- Die intensive Bewirtschaftung zerstört die Biodiversität und treibt das Artensterben voran.
- Vermeidbare Lebensmittelabfälle und Lebensmittelverschwendung (Food-Waste) verursachen laut Bundesrat 25% der Umweltbelastung der Schweizer Ernährung.
- Dünger, Pestizide, Dieselruss und Mikroplastik werden durch Regen und Wind in Wälder und Moore transportiert. Die Schadstoffe sickern in unser Grundwasser und landen schlussendlich auch im Trinkwasser und auf unseren Tellern.
Um den dringend notwendigen Wandel zu einem nachhaltigen Ernährungssystem voranzutreiben, sieht Pro Natura in verschiedenen Bereichen Handlungsbedarf:
- Oft verhindern wirtschaftliche Interessen konkrete ökologische Verbesserungen. Denn mit dem Verkauf von noch mehr Dünger, Pestizide, Maschinen wird viel Geld verdient.
- Ein weiteres Problem ist die einseitige, staatlich mitfinanzierte Werbung von Lobbygruppen aus Fleisch- und Milchbranche.
- Auch Subventionen, die der Biodiversität schaden, stehen dem Prinzip einer ökologisch nachhaltigen Land- und Ernährungswirtschaft entgegen.
Mehr zu den biodiversitätsschädigenden Subventionen finden Sie in diesem Grundlagenbericht der WSL
Die Lösungen sind da
Wir wissen, dass die Biodiversität der Grundstein für eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft ist. Nur mit Biodiversitätsförderung auf den Feldern, weniger Dünger und Pestizide und angepassten Maschinen bleiben unsere Böden fruchtbar. Studien zeigen zudem, dass vielfältige Landwirtschaftsformen wie Agroforst langfristig produktiver sind.
Pro Natura unterstützt die Lösungsvorschläge des wissenschaftlichen Gremiums Ernährungszukunft Schweiz. Über vierzig Forscherinnen und Forscher haben gemeinsam einen praxistauglichen, sozialverträglichen und biodiversitätsfreundlichen Handlungspfad für die Transformation des Ernährungssystem entwickelt.
Das macht Pro Natura
Pro Natura engagiert sich auf verschiedenen Ebenen für einen Wandel zu einer ökologischen Landwirtschaft. Mit unserer Studie «Generationenwechsel» zeigen wir, wie die Transformation der Landwirtschaft ohne negative soziale Folgen für die Bäuerinnen und Bauern sowie für die angegliederte Industrie umgesetzt werden kann.
Zum Projekt «Generationenwechsel»
Wir setzen aber auch Projekte im praktischen Naturschutz um. Zum Beispiel:
Wir beteiligen uns in verschiedenen Organisationen für einen Wandel in der Landwirtschaft:
- Pro Natura ist Mitglied bei der Agrarallianz
- Pro Natura ist Mitglied in der Plattform Biodiversität in der Landwirtschaft, koordiniert vom Bundesamt für Landwirtschaft BLW und Bundesamt für Umwelt BAFU.
- Pro Natura ist Trägerorganisation der Schweizer Allianz Gentechfrei
- Pro Natura ist Mitglied und Mitbegründerin des Labels “Hochstamm Suisse”
Unsere Haltung und unser Engagement im Bereich Landwirtschaft und Ernährung
Unsere Kritik richtet sich nicht gegen die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte. Sie richtet sich gegen die Agrarlobby, welche seit 20 Jahren den Wandel zu einer ökologischen Landwirtschaft behindert. Zuletzt zum Beispiel in der Agrarpolitik 2022+ (AP 22+): Die Agrarpolitik wurde 2021 zuerst auf Druck der Agrarlobby sistiert. Anschliessend wurde mit ihrer politischen Beratung jeder Fortschritt von einer Mehrheit im Parlament abgelehnt. So verzögert sich nun die Gesetzgebung für einen dringend notwendigen ökologischen Fortschritt noch weiter.
Jegliche Reduktion von Tierbeständen, Kraftfutter oder Pestiziden gefährdet das Geschäftsmodell der Agrarindustrie und deren Lobbyorganisationen. Sie setzen deshalb alles daran, die von den Bundesämtern vorgeschlagenen Absenkpfade für Nährstoffe und Pestizide abzuschwächen. Pro Natura ist Mitglied der Agrarallianz und engagiert sich zusammen mit weiteren Verbänden für eine ökologische Landwirtschaft.
Landwirtinnen und Landwirte pflegen sogenannte Biodiversitätsförderflächen (BFF). Auf und mit diesen Flächen soll die pflanzliche und tierische Vielfalt gefördert werden. Dies ist wichtig, da heute mindestens 40 % der in der Schweiz vorkommenden Tier- und Pflanzenarten gefährdet sind und die gefährdesten Arten in mageren Wiesen und Weiden sowie in Auen und Mooren leben. Diese Flächen könnten bei richtiger Pflege und Lage zu einem vielfältigen Ökosystem beitragen. Ihre wichtigsten Funktionen sind:
- Artenvielfalt erhöhen und Lebensräume der Natur vernetzen
- Trinkwasser reinigen
- Bodenfruchtbarkeit erhalten
- Bestäubung sicherstellen und Schädlingspopulationen regulieren
19 % der gesamten Landwirtschaftsfläche sind Biodiversitätsförderflächen. Dies scheint auf den ersten Blick viel zu sein. Aber: auf rund 90 % dieser Flächen findet nebst der Arten- und Lebensraumförderung nach wie vor eine landwirtschaftliche Produktion statt. Dies verringert die Qualität der Flächen. Zudem befindet sich ein Grossteil dieser Flächen im Berggebiet und nicht im viel intensiver genutzten Tal- und Hügelgebiet, wo der Raum für Biodiversität knapp ist.
Manche Biodiversitätsförderflächen sind explizit auf eine Nutzung, wie eine Beweidung oder Mahd, angewiesen. Andere Flächen hingegen sollen nach ihrer Anlage ungestört der Naturentwicklung dienen. Und dieser Anteil ist heute zu klein.
Reduzieren Massnahmen zur Biodiversitätsförderung unseren Selbstversorgungsgrad? Nein. Wir wissen, dass die Biodiversität der Grundstein für eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft ist. Nur mit Biodiversitätsförderung bleiben unsere Böden fruchtbar. Heutzutage ist auch klar, dass vielfältige Agrarökosysteme längerfristig produktiver sind.
Es gibt ökologische Wege den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen:
- Essen für direkte Ernährung statt Tierfutter anpflanzen: Nur 39 % des Ackerlandes wird zur Nahrungsmittelproduktion verwendet. Die restliche Fläche dient der Futterproduktion. Futtergetreide und Mais gelangen nur über die Verfütterung an Tiere zu uns. Dies ist ein sehr ineffizienter Umweg.
- Lebensmittelverschwendung vermeiden: Nach wie vor schaffen 30% der Lebensmittel nicht den Weg in unsere Bäuche.
- Die Bestimmungen für den Verkauf in Bezug auf Form, Grösse, Farbe müssen gelockert werden.
- Die Bevölkerung muss weiter auf das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisiert werden.
- Die Vorgaben für den Handel müssen angepasst werden
Es muss eine Transformation des gesamten Ernährungssystems stattfinden. Konsumierende müssen abgeholt und auf eine ausgewogene pflanzliche Ernährung sensibilisiert werden. Die subventionierte Fleischproduktion steht dem entgegen und muss abgeschafft werden.
Seit Jahrtausenden züchten Bäuerinnen und Bauern standortgerechte Sorten. Dabei setzt die Natur Grenzen. Mit der Gentechnologie kann der Mensch diese Grenzen überwinden, tief in das Genom eingreifen und Eigenschaften einer Art auf andere Arten übertragen. Für Pro Natura ist klar, die Gentechnologie bietet keine tauglichen Antworten auf die aktuellen Krisen. Im Gegenteil – sie ist eine weitere Gefahr für die Biodiversität und fördert die hoch-industrielle Landwirtschaft. Gentechnik fördert zwei Problematiken:
- Sie führt zu einer weiteren Monopolisierung im Saatgutmarkt. Landwirtinnen und Landwirte werden noch mehr von grossen Agrarkonzernen abhängig.
- Sie führt zu noch mehr Dünger- und Pestizideinsätzen und setzen somit der Biodiversitätskrise zu.
Gegenwärtig wird verstärkt über die kommerzielle Nutzung von neuen gentechnischen Verfahren bei der Züchtung von Pflanzen und Tieren diskutiert. Dabei handelt es sich um verschiedene Verfahren, wie beispielsweise die ZFN-, TALEN- oder CRISPR/Cas9-Technik, bei denen Gen-Scheren zum Einsatz kommen oder direkte Eingriffe in die Genregulierung vorgenommen werden. Pro Natura fordert eine Regulierung dieser neuen gentechnischen Verfahren im Rahmen des Gentechnikgesetzes.
Pro Natura ist Trägerorganisation der Schweizer Allianz Gentechfrei.
Zur Website der Schweizer Allianz Gentechfrei SAG.
Unsere Projekte in der Landwirtschaft
Heckenverbindungen
Die neue Generation Blauflügeliger Ödlandschrecken entdecken
Rund 120 Eier legt das Weibchen der Blauflügeligen Ödlandschrecke Ende Sommer in den Boden. Miterleben, wie ihre Jungtiere das Licht der Welt erblicken, wird sie nicht. Denn während die nächste Generation im Eistadium den Winter überdauert, sterben die Elterntiere mit dem ersten Frost im Herbst. Zwischen April und Mai schlüpfen dann die nur wenige Millimeter grossen Nymphen. Sie sehen zwar schon aus wie Miniaturversionen ihrer Eltern, die namensgebenden blauen Flügel fehlen jedoch noch. Um diese zu entwickeln, häuten sich die Weibchen vier und die Männchen fünfmal und passen dabei ihre Grundfärbung der Umgebung an.
Die bedrohte Welt der Insekten
«Neben der Blauflügeligen Ödlandschrecke erwachen auch viele andere Insekten im Frühling zum Leben. Der ideale Zeitpunkt, diese genauer zu studieren», sagt Elisabeth Karrer, Projektleiterin Umweltbildung bei Pro Natura. Schliesslich machen Insekten 60 Prozent aller Tierarten weltweit aus und 60 Prozent der Schweizer Insekten sind gefährdet. Dabei sind sie zentral für natürliche Kreisläufe wie die Bestäubung oder die Umwandlung von totem Material. Wo Insekten bedroht sind, sind deshalb auch unsere Lebensgrundlagen bedroht.
Beobachten, bestimmen, fördern
Ob mit der Schulklasse, der Familie oder auch allein; Insekten lassen sich in der Natur wunderbar entdecken. Unser Tier des Jahres zum Beispiel findet man auf sonnig, kargem Gelände, wie Kiesbänken oder verwilderten Bahn- und Gewerbearealen, bevorzugt im Wallis, Tessin und entlang des Jurasüdhangs.
Um auch die vielen anderen Insekten besser zu verstehen, hat Pro Natura einen Bestimmungsfächer sowie ein Naturtagebuch entwickelt. «Letzteres liefert auch Tipps, wie Balkon, Garten oder Schulhof insektenfreundlicher gestaltet werden können, damit im nächsten Frühjahr wieder eine neue Insektengeneration zum Leben erwacht», ergänzt Elisabeth Karrer.
Weitere Informationen:
- Insekten entdecken mit Naturtagebuch und Bestimmungsfächer
- Dossier zum Tier des Jahres 2023
- Das Insektensterben bedroht unsere Lebensgrundlage
Kontakt:
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Headerfoto: © Christian Roesti
Les œdipodes turquoise vont éclore
À la fin de l’été, la femelle de l’œdipode turquoise dépose environ 120 œufs dans le sol. Elle ne verra pas naître sa progéniture. Alors que la génération à venir passe l’hiver au stade de l’œuf, les parents meurent dès les premières gelées d’automne. Les nymphes éclosent entre avril et mai de l’année suivante. Mesurant à peine quelques millimètres, ce sont des versions miniatures des insectes adultes, moins les ailes azurées qui donnent son nom à l’espèce. Avant leur apparition, les femelles connaîtront quatre mues et les mâles cinq, la couleur de base de leur livrée s’adaptant à celle de leur environnement.
Le monde menacé des insectes
«Comme l’œdipode turquoise, beaucoup d’insectes reprennent vie au printemps. C’est le moment idéal pour les observer», explique Delphine Seydoux, responsable Ecole Suisse romande. Rappelons que 60 % des espèces animales de la planète sont des insectes – et que 60 % des insectes suisses sont menacés. Ils jouent un rôle capital dans les cycles naturels comme la pollinisation ou la transformation des matériaux morts. Quand les insectes sont en danger, les conditions essentielles à notre vie sur Terre le sont aussi.
Observer, déterminer, promouvoir
Dans le cadre d’une sortie scolaire, en famille ou en solo, il est passionnant d’observer les insectes dans leurs habitats naturels. Notre Animal de l’année se rencontre sur des sols arides et ensoleillés comme les bancs de graviers et les terrains en friche, en bordure des voies ferrées et des zones industrielles, de préférence en Valais, au Tessin et le long du versant sud du Jura.
Pour mieux comprendre le monde des insectes qui nous entourent, Pro Natura a édité des guides de poche et des informations permettant d’identifier les espèces, ainsi qu’un journal de terrain. «Ce dernier montre aussi comment aménager balcons, jardins et préaux pour que les insectes s’y sentent mieux, ajoute Delphine Seydoux, afin que la prochaine génération puisse éclore au printemps prochain.»
Informations complémentaires:
- Découvrir les insectes
- Dossier sur l’Animal de l’année 2023
- La disparition des insectes menace nos conditions d’existence
Contacts:
- Delphine Seydoux, responsable Ecole Suisse romande, tél. 079 357 27 99, @email
- Leo Richard, chargé de communication Pro Natura, tél. 079 378 37 11, @email
Ulteriori informazioni
Info
Photo: © Christian Roesti
Pro Natura Vaud s’engage pour la biodiversité en milieu agricole
Stand – Kommen Sie vorbei!
Pro Specie Rara Markt Wildegg
Informieren sie sich an unserem Stand über unsere Arbeit, Naturschutz oder die Förderung der Natur bei Ihnen zu Hause und kaufen Produkte aus unserem Shop.
Wir freuen uns, über Ihren Besuch!
Öffnungszeiten:
Sa, 02.05.2026, 09:00 - 17:00
So, 03.05.2026, 09:00 - 16:00
Weitere Informationen zum Setzlingsmarkt: https://www.prospecierara.ch/erleben/veranstaltungen/veranstaltungen-de…
Ulteriori informazioni
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Pro Natura AGDettagli dell'evento
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Luogo
Schloss Wildegg
Dettagli
Costo
gratis
Mulchregelung bedroht Biodiversität im Alpenraum
Mit einem Grossteil der Anpassungen im neuen Landwirtschaftspaket 2023 zeigt sich Pro Natura einverstanden. Aber: «Die vorgeschlagene Regelung für das Mulchen im Sömmerungsgebiet ist ein Rückschritt für die akut bedrohte Biodiversität und muss zurückgewiesen werden», betont Marcel Liner, Experte für Agrarpolitik bei Pro Natura.
Fehlende wissenschaftliche Grundlagen
Moderne Mulchgeräte sehen aus wie überdimensionierte Rasenmäher oder sind an Traktoren befestigt. In den sensiblen und bisher wenig beeinflussten Naturgebieten der Alpen hinterlassen sie entsprechende Verwüstung. Fotos von gemulchten Flächen im Alpenraum zeigen, welche drastischen Folgen ein grossflächiger und unsachgemässer Einsatz haben kann: aufgerissener Boden und verhäckselte Zwergsträucher auf den sonst naturnahen Alpflächen. «Das ist nicht nur unschön anzusehen und negativ für den Tourismus, sondern schädigt auch Biodiversität und Boden», kritisiert Liner. Wissenschaftliche Untersuchungen zu den Auswirkungen beispielsweise auf die stark bedrohte Insektenwelt im Alpenraum fehlten im Vorschlag des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW).
Mehr administrativer Aufwand
«Mit dem unausgereiften Vorschlag zum Mulchen im Sömmerungsgebiet hat das BLW dem Druck einiger weniger Kantone nachgegeben», bedauert Liner. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Weidepflege und Entbuschung, wie sie die Vorlage vorsieht, in der Praxis kaum umsetzbar und wird den administrativen Aufwand für die Kantone weiter erhöhen.
Auch Pro Natura ist der Ansicht, dass Weiden vor Verbuschung und Vergandung geschützt werden müssen. «Das sieht die bestehende Direktzahlungsverordnung schon jetzt so vor. Doch der Trend hin zu immer weniger und immer grösseren Landwirtschaftsbetrieben führt zu laufend weniger Arbeitskräften, weniger Biodiversität und zu einem Rückgang von Ziegen und alptauglichen Rindern», so der Experte.
Es braucht regionale Alpkonzepte
Die übergeordneten Herausforderungen der Alpwirtschaft werden allein mit mehr Maschineneinsatz nicht gelöst. Dafür sind regionale Alpkonzepte notwendig, die aufzeigen welche Alpen in den kommenden Jahrzehnten überhaupt weiterhin bestossen werden können, wo genügend Tiere vorhanden sind und wo eine Bewirtschaftung besser aufgegeben werden muss. Darum weist Pro Natura die neue Mulchregelung des BLW zurück. Agrarexperte Liner bekräftigt: «Zuerst braucht es eine grundsätzliche Diskussion über eine Alpwirtschaft mit Zukunft.»
Weitere Informationen:
Kontakt:
Ulteriori informazioni
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Medienmitteilung zur Vernehmlassungsantwort zum Landwirtschaftspaket 2023
Documenti scaricabili
Pressefoto gemulchte AlpenflächePotrebbe anche interessarti
Exkursion
Excursion le brame des cerfs I
Le brame des cerfs résonne à travers la forêt d'Aletsch. À l'aube, nous partons à l'affût à la recherche des rois de la forêt d'Aletsch et avec un peu de chance nous pourrons les observer en train de bramer.
Coûts
- Adultes: CHF 15.-
- Enfants (7 à 16 ans): CHF 7.50
Guide
Nathan Rudin, ingénieur en sciences de l'environnement
Point de rendez-vous
Rassemblez-vous à l'heure indiquée devant la Villa Cassel et restez silencieux.
Ulteriori informazioni
Info
Participant·e·s: Minimum 6, maximum 15 personnes; enfants à partir de 7 ans.
Une inscription est obligatoire.
Der Biber — Landschaftsgestalter und Klimahelfer
Ausbau der Erneuerbaren: UREK-N sagt Ja zum Biotopschutz - doch der Kompromiss braucht noch Verbesserungen
Die UREK-N stellt sich hinter die wertvollsten Naturgebiete in der Schweiz, was die Umweltallianz begrüsst. Die Biotope von nationaler Bedeutung umfassen Moore, Auen, Trockenwiesen und Amphibienlaichgebiete und machen nur gerade 2 Prozent unserer Landesfläche aus, beherbergen aber ein Drittel aller bedrohten Tier- und Pflanzenarten. So speichern sie beispielsweise auch CO2 und schützen uns vor Dürren und Überschwemmungen. Dieses Herz der Natur ist im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise besonders wichtig.
Zugleich relativiert die Kommission aber den Schutz für Gletschervorfelder und alpine Schwemmebenen, die mit dem Rückzug der Gletscher nationale Bedeutung erreichen könnten. Dies ist aus wissenschaftlicher Sicht unnötig und bedauerlich, denn viele dieser Pionierstandorte sind sehr selten und somit für den Erhalt der Biodiversität der Alpen zentral. Für eine sichere Winterstromversorgung ist es nicht notwendig, diese Gebiete zu nutzen.
Für die Winterstromversorgung will die UREK-N auf die 15 Projekte des Runden Tisches Wasserkraft setzen. Die Umweltverbände betonen, dass die geltenden Verfahren dazu eingehalten und die am Runden Tisch zugesagten Schutz- und Ausgleichsmassnahmen ebenfalls angewendet werden müssen.
Die erweiterte Pflicht für Solarenergie auf Neubauten und Infrastrukturbauten geht in die richtige Richtung. Der Solarausbau sollte prioritär auf bestehender Infrastruktur stattfinden. Sehr kritisch sehen die Umweltorganisationen die Standortgebundenheit der Windanlagen im Wald, da die Biodiversität im Wald wesentlich höher ist als im Kulturland.
Aktion «Retten wir das Herz der Schweizer Natur»
Diverse Verbände appellieren gemeinsam an die Politik, am Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung festzuhalten. Ohne Biotopschutz könnten unersetzbare Lebensräume verbaut und für immer zerstört werden. Dazu gehören z.B. die wilde Natur in der Greina, im Val Roseg, in Zinal oder im Maderanertal.
Weitere Informationen:
- So retten wir die Biotope von nationaler Bedeutung: www.biotopschutz.ch
- So gelingt uns die naturverträgliche Energiewende: www.energiewende2035.umweltallianz.ch
Kontakt:
- Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Energie-, Gewässerschutz- und Klimapolitik, 061 317 92 29, @email
- WWF Schweiz: Christoph Kinsperger, Kommunikationsberater, 078 749 88 14, @email
- Bird Life Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, 076 308 66 84, @email
- Greenpeace Schweiz: Georg Klingler, Energie- und Klimaexperte, 079 785 07 38, @email
Ulteriori informazioni
Info
Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz und Pro Natura
BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke
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Weitere Informationen für Sie
Sind Sie an dem Thema interessiert? Gerne empfehlen wir folgende Podcasts für weiterführende Informationen:
- «FiBL Focus», Forschungsinstitut für biologischen Landbau: Folge 29, Was Landwirtschaft mit Biodiversität zu tun hat und Folge 5, Is(s)t Bio, die Lösung?
- «Hörkombinat: Politik»: Folgen 21 und 22, Die Krise der biologischen Vielfalt – Agrarökologie als Chance
- «45 Minuten Zukunft», Thünen Institut
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Elisabeth und Oscar Beugger-Preis
Pro Natura verleiht den Elisabeth und Oscar Beugger-Preis im Namen der Emanuel und Oscar Beugger-Stiftung an private oder öffentlich-rechtliche Institutionen. Der Preis wird alle zwei Jahre an beispielhafte Naturschutzprojekte in der Schweiz vergeben. Dabei zeichnen wir ausserordentliche Bemühungen in den Bereichen «Artenschutz und Artenförderung», «Schutzgebiete» und «Landschaftsschutz» aus. Der mit 50‘000 Franken dotierte Preis ist einer der bedeutendsten Naturschutzpreise des Landes.
Thema 2026: Feuchte Wälder
Menschliche Eingriffe haben in den letzten Jahrzehnten feuchte Waldflächen stark reduziert und beeinträchtigt. Mittlerweile hat man die Bedeutung dieses wichtigen Lebensraumes jedoch erkannt: Feuchte Wälder gewinnen nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Wasserspeicher und -filter mit zunehmender Klimaerhitzung an Bedeutung.
Für die Auszeichnung kommen beispielhafte Projekte in Frage, die sich für mehr feuchte Wälder einsetzen. Beispielsweise Projekte, welche die natürliche Dynamik feuchter Flächen im Wald erhalten, Projekte welche bestehende Feuchtstandorte oder natürliche Quellen langfristig sichern oder Projekte, in welchen beeinträchtigte Quellstandorte renaturiert oder eingebaute Drainagen aufgehoben werden.
Bewerbungen willkommen
Bis zum 3. November 2025 können Vorzeigeprojekte von privaten oder öffentlich-rechtlichen Institutionen eingereicht werden. Bei Projekteingabe sollen die Projekte in Planung oder zu Beginn der Ausführung stehen. Ausgeschlossen sind Projekte von Einzelpersonen, Projekte, bei welchen der Pro Natura Zentralverband oder eine Pro Natura Sektion die operative Leitung hat oder Projekte, die zu über einem Drittel von Pro Natura mitfinanziert werden.
Bisherige Preisgewinner und ihre Projekte
- Schaffung von «mehr Fläche für die Naturvielfalt» im Naturschutzgebiet Lobsigensee im Kanton Bern (2024)
- «Förderung des Übergangs zur Wildnis in der Kernzone» des Naturparks Jorat im Kanton Waadt (2022)
- «Landschaftsprojekt im Oberen Tösstal» des Vereins Schmetterlingsförderung im Kanton Zürich (2020).
- «Nachtlandschaft Gantrisch» des Fördervereins Region Gantrisch (BE/FR) und «Emissionsreduzierte öffentliche Beleuchtung» der Gemeinde Fläsch (GR) zum Schutz der Tierwelt vor Lichtverschmutzung (2018)
- Förderung des Gartenrotschwanzes in der Stadt La Chaux-de-Fonds (2016)
- «Vernetzungsprojekt Höfe» im Kanton Schwyz für die Schaffung neuer Feuchtgebiete (2014)
- Gemeinde Mörel-Filet (VS) für ihre ökologische Alpaufwertung (2012)
- Kanton Uri für sein Wildheu-Förderprogramm «Wildheu Uri» (2010)
- Fondazione Bolle di Magadino für das Aufwertungsprojekt des Ticino-Deltas (2008)