Nur ein haushälterischer Umgang mit seinen Energiereserven erlaubt es dem Schneehasen, den harten Bergwinter zu überstehen. © Fotolia/markmedcalf

Störenfried Mensch

01.12.2016

Viele Menschen verbringen ihre Freizeit gern in der Natur. Dass dabei die dort lebenden Wildtiere gestört werden können, vergessen wir oft.

Wie auch wir Menschen brauchen Tiere Ruhe. In der Schweiz gibt es deshalb zusätzlich zu den eidgenössischen Wildschutzgebieten in mehreren Kantonen Wildruhezonen. In diesen Zonen gilt ein Zutrittsverbot, wobei das Durchqueren auf Wegen oft erlaubt ist. Wildtiere wie Gämse, Steinbock, Hirsch, Reh, Auerhuhn, Birkhuhn und Alpenschneehuhn finden dort während des ganzen Jahres oder in einem begrenzten Zeitraum Rückzugsorte, wo sie ungestört fressen und sich ausruhen können.

Stress kann tödlich sein

Für gewisse Tiere in den Bergen ist der Winter besonders hart. Sie müssen wegen der Kälte und der knappen Nahrung sehr haushälterisch mit ihrer Energie umgehen. Menschliche Störung führt aber zu Stress bei den Tieren und treibt sie zur Flucht. Dadurch verlieren die Tiere Energie, was zu Erschöpfung und im Extremfall sogar zum Tod oder aber zu vermindertem Fortpflanzungserfolg führen kann. Wer Skitouren macht, soll daher unbedingt Wildruhezonen und Wildschutzgebiete beachten, im Wald auf markierten Routen und Wegen bleiben, Waldränder und schneefreie Flächen meiden und den Wildtieren überlassen sowie Hunde insbesondere im Wald an der Leine führen. Eine Karte mit den Schutzzonen hilft bei der Planung von Skitouren, siehe oben.

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