Igel in Schnee © Klaus Reitmeier / Adobe Stock

Winterzeit – Schlafenszeit

06.12.2017

Zu einer Stachelkugel zusammengerollt verbringen unsere Igel den Winter in einem mit Laub gepolsterten, wetterfesten Nest.

Da der Igel als Insektenfresser in dieser Jahreszeit kaum Nahrung findet, muss er sparsam mit seiner Energie umgehen. Er macht einen Winterschlaf und reduziert seine Körpertemperatur und sämtliche Stoffwechselvorgänge drastisch. Dabei zehrt er von seinen Fettreserven. Die Igelmännchen beziehen ihr Winterquartier als Erste. Ihnen folgen die Weibchen. Als Letzte ziehen sich schliesslich die Jungtiere zurück.

Durchschnittlich schlafen Igel fünf bis sechs Monate. Normalerweise begegnen wir in der kalten Jahreszeit also keinem Igel. Treffen Sie dennoch einen an, sollten Sie versuchen, seinen Gesundheitszustand einzuschätzen. Hat der Igel eine rundliche Gestalt, ist aktiv, kugelt sich bei Berührung zusammen und frisst angebotenes Katzenfutter, ist er wahrscheinlich gesund. Er ist vermutlich aufgewacht und hat kurzzeitig sein Nest verlassen. Wurde er aufgescheucht, ist er nun möglicherweise auf der Suche nach einem neuen Unterschlupf. Sie können ihm helfen, indem Sie ihm an Ort und Stelle ein Schlafnest (z. B. eine mit Stroh gefüllte Holzkiste mit einem Eingang von ca. 14 cm auf 14 cm) aufstellen. Er wird sich bald verkriechen und weiterschlafen. Macht das Tier jedoch einen schwachen, abgemagerten Eindruck, benötigt es vielleicht Hilfe. Sie können dem Igel Hunde-, Katzenfutter oder ein ungewürztes Rührei anbieten sowie Wasser. Niemals Milch!

Verletzte, kranke oder unterernährte Igel brauchen professionelle Hilfe. Kontaktieren Sie in einem solchen Fall möglichst rasch eine Igelstation oder einen Tierarzt. Die Fachleute wissen, wie man einen Igel pflegt und versorgt.



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