Progetti
Igelfreundliche Gärten
Schoggitaler in der Geschenkpackung für Freunde, Familie und für einen guten Zweck
Städte und Dörfer werden nicht nur von Menschen bewohnt. Hier leben auch unterschiedlichste, oft bedrohte Tiere und Pflanzen. In alten Mauern, Dächern und Gärten ist die Artenvielfalt besonders gross. Plätze, Parks und Alleen sind wichtige Lebensräume. Ein weitsichtiger Umgang mit Baukultur in Einklang mit der Natur bringt Mehrwert für alle.
Mit dem Schoggitaler 2024 helfen Sie uns, Lebensräume zu schaffen und zu erhalten, in denen Menschen, Tiere und Pflanzen sich entfalten können. Zudem unterstützen Sie zahlreiche Tätigkeiten von Pro Natura und dem Schweizer Heimatschutz.
3er-Geschenkpackungen Fr. 15.— (Mindestbestellung 6 Taler)
20er-Packungen Fr. 100.—
30er-Packungen Fr. 150.—
(Preise exkl. Porto und Verpackung)
Kontakt:
- Loredana Ventre, Geschäftsleiterin Schoggitaler, Tel. 044 262 30 86, @email
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Titelbild: © Schoggitaler
So mache ich meinen Naturgarten winterfest
Während viele von uns etwas mehr Zeit drinnen verbringen, bleibt Ihr Naturgarten aber auch im Winter voller Leben. Je vielfältiger und naturnaher Ihr Garten, desto mehr Tiere machen darin halt, oder nisten sich sogar dauerhaft ein.
Welche Tiere kommen mich im Winter im Naturgarten besuchen?
Mit etwas Glück beobachten Sie im Herbst einen Igel, der noch seine letzte Runde vor der Winterruhe dreht. Später schaut ein Eichhörnchen vorbei, das eines seiner 2000 Nuss-Lager plündert. Vielleicht können Sie einen Zitronenfalter beobachten, der in Ihrem Asthaufen überwintert. Amsel, Meisen und Buntspechte fühlen sich in Ihrem Naturgarten ganzjährig wohl.
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Hanna Schreiber
Die grosse Garten-Frage: Aufräumen oder nicht aufräumen?
Für viele freudige Winterbeobachtungen braucht der Garten nur noch ein klein wenig Zuneigung im Herbst. Gleichwertig wichtig ist es, in gewissen Bereichen im Garten vor dem Winter gar nicht einzugreifen. Überlassen Sie eine grosszügige Ecke Ihres Naturgartens ganz der Natur: nicht mähen, nicht schneiden, nicht das Laub oder dürre Vegetation entfernen. Distelfinken schätzen Samenkapseln als Nahrungsquellen, Aurorafalter und Schwalbenschwänze überwintern als Puppen an dürren Stängeln und Spinnen im Bodenstreu, um nur einige wenige Arten zu nennen. Haben Sie Mut, Ecken stehen zu lassen und beobachten Sie im Frühjahr das Leben, das sich dort entfaltet.
Wir haben für Sie die wichtigsten Antworten zusammengestellt, wie Sie Ihren Naturgarten im Herbst pflegen und einwintern.
FAQ «So mache ich meinen Naturgarten winterfest»
Der letzte Schnitt erfolgt im Oktober. Mähen Sie bei trockener Witterung mit einer Schnitthöhe von mindestens 10 cm. Verteilen Sie das Schnittgut zum Trocknen gleichmässig auf der Fläche, wenden Sie es regelmässig und tragen Sie es am Abend des dritten Tages ab.
Info: Mähen Sie nie die ganze Fläche. Lassen Sie mindestens 10 % Altgrasstreifen stehen. In den dürren Pflanzenstängel überwintern gerne Insekten. Achten Sie zudem darauf, dass Sie nicht immer die gleiche Fläche stehen lassen.
Wichtig: Verzichten Sie auf Mähroboter und Fadenmäher. Diese machen keinen Halt vor Tieren und sind tödlich für Igel, Amphibien und Insekten.
Was mache ich mit dem Heu bzw. Schnittgut?
Für das Schnittgut gibt es verschiedene wertvolle Verwendungszwecke:
- Nutzen Sie es als Futter für Kleintiere oder Pferde
- Errichten Sie einen Grashaufen
- Kompostieren Sie es im eigenen Garten
- Bringen Sie es in eine Biogasanlage
Das kommt drauf an, wo das Laub liegt:
- Unversiegelte Wege und Plätze: Entfernen Sie das Laub von unversiegelten Flächen vor dem Winter. Wenn Laub auf unversiegelten Flächen kompostiert, wird der Pflegeaufwand der Fläche schnell grösser.
- Unter Bäumen: Wenn die Fläche unter dem Baum nicht als Weg oder Sitzplatz im Winter genutzt wird, lassen Sie das Laub liegen. Es dient als Lebensraum, Schutz und Dünger für den Baum.
Nutzen Sie das Laub für einen Laubhaufen, bedecken Sie Staudenbeete oder kompostieren Sie es.
Herbst ist der ideale Zeitpunkt, einen Baum oder eine Staude zu pflanzen. Mehr Informationen dazu, wie Sie erfolgreich einen Baum pflanzen, finden Sie im PDF «Bäume».
Stauden können Ende April oder im September gesetzt werden. Setzen Sie die Stauden in Gruppen, am besten pro Quadratmeter Fläche nur je eine Art. Die Lücken können Sie im April mit einer Wiesenmischung füllen.
Obstbäume werden im Winter geschnitten. Alle anderen Bäume im Sommer.
Obstbäume bis 5-jährig:
- Jährlich im Winter schneiden
- Schützen Sie den Jungbaum im Winter mit einem Stammschutz: wenn an kalten Tagen die eine Stammseite von der Sonne gewärmt wird, und die Schattenseite gefroren bleibt, entstehen am Stamm feine Frostrisse, über die Schädlinge und Pilze in das Holz eindringen können. Ein Stammschutz kann ein umgebundener Jutensack oder ein weisser Kalkanstrich sein.
Obstbäume älter als 5-jährig:
Alte Obstbäume müssen nur noch alle zwei bis drei Jahre, jeweils im Winter geschnitten werden. Ein sachgemässer Obstbaumschnitt setzt Fachwissen voraus. Besuchen Sie einen entsprechenden Kurs oder lassen Sie den Baumschnitt von einer Fachperson durchführen.
- Wann: November bis Anfang März
- Wie: Pflegen Sie grössere, mehrreihige Wildhecken abschnittsweise und selektiv. Bearbeiten Sie maximal ¼ der Hecke auf einmal. Einreihige Hecken können Sie alle 3-5 Jahre auf der gesamten Länge selektiv auslichten.
- Auslichten: prüfen Sie, ob niedrigwüchsige Arten genügend Platz haben, schneiden Sie schnell wachsende Arten zurück und stellen Sie langsam wachsende Arten frei.
- Tipp: Seien Sie zaghaft mit zurückschneiden. Schneiden Sie die Hecke nur, wenn sie stört und zum Beispiel auf das Nachbarsgrundstück oder den Gehsteig wächst.
Wussten Sie? Auch auf dem Geäst von Hecken überwintern verschiedene Insekteneier, Raupen und Puppen.
- Info: Lassen Sie einige abgestorbene Sträucher in der Hecke, sie können von Kletterpflanzen überwachsen werden.
- Häckseln Sie das Schnittgut nicht. Verwenden Sie es zum Bau eines Asthaufens
- Lassen Sie das Laub im Winter liegen oder machen Sie damit einen Laubhaufen
Wichtig: Von Mitte März bis Mitte August sollte auf jegliche Eingriffe (z.B. Heckenschnitt) verzichtet werden. Der Brutbetrieb aller Vögel ist gesetzlich geschützt und darf nicht gestört werden.
- Einjährige Arten und Stauden, deren oberirdische Teile im Winter absterben, können Sie Ende Winter bodennah abschneiden.
- Spreizklimmer und Spalierobst können Sie im Winter schneiden und aufbinden, da sie sich nicht selbst an der Kletterhilfe festhalten können.
Hinweis: Der Schnitt vom Spalierobst erfordert in den ersten Jahren viel Aufwand. Konsultieren Sie eine Obstbaumfachperson. - Lassen Sie wenn möglich das Laub über den Winter unter den Pflanzen liegen.
- Kletterpflanzen können Sie im Herbst oder im Frühjahr setzen.
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Hanna Schreiber
Laubhaufen, Holzhaufen und Steinhaufen können Sie von November bis März ganz in Ruhe lassen. In dieser Zeit finden viele Tiere darin Unterschlupf oder halten gar ihren Winterschlaf darin, wie z.B. der Igel.
So viel vorweg: Die Töpfe müssen nicht jeden Herbst geleert werden.
- Lassen Sie Samenstände über den Winter stehen. Sie sind für Vögel und Insekten als Nahrungsquellen und Überwinterungsquartiere interessant.
- Wenn der Topf nicht im Regen steht, giessen Sie ihn auch im Winter einmal pro Monat an frostfreien Tagen.
- Schützen Sie Wildstauden vor zu viel Verdunstung, indem Sie die Erde mit einer 2-3 cm dicke Mulchschicht aus Laub bedecken.
- Wenn es sehr kalt wird, können Sie heikle Pflanzen (z.B. mediterrane Küchenkräuter) und Töpfe mit Jute oder einem alten Bettlaken einwickeln.
- Stellen Sie grössere Töpfe im Oktober auf 3 cm dicke Holzlatten. Dies verhindert das Einfrieren des Wurzelballens und verlängert die Lebensdauer der Töpfe.
- Überwintern Sie nicht winterharte Pflanzen drinnen an einem hellen, kühlen Ort (5-10 °C).
Die bei uns weit verbreiteten Vogelhäuser sind Nisthilfen für Höhlenbrüter. Der ideale Zeitpunkt, ein Vogelhaus aufzuhängen, ist Spätsommer oder Herbst. Beachten Sie folgendes:
- Bringen Sie das Vogelhaus im Schatten oder im Halbschatten und geschützt vor Fressfeinden an.
- Die Einflugöffnung muss frei zugänglich und idealerweise nach Südosten ausgerichtet sein.
- Befestigen Sie im Garten höchstens an jedem zweiten Baum ein Vogelhaus, da es sonst zu Revierstreitereien kommt. Halten Sie bei Vogelhäusern für gleiche Arten ca. 10 m Abstand ein.
- Stellen Sie sicher, dass das Vogelhaus mit einer Leiter zugänglich ist, Sie müssen es in der Regel jährlich reinigen.
- Das Vogelhaus muss stabil montiert sein und darf sich bei Wind nicht bewegen.
- Achten Sie bei der Montage, dass der Baum nicht verletzt wird.
Pflege
Oktober bis Ende Februar ist der ideale Zeitpunkt für die Pflege. Aber Vorsicht: Wenn ein Tier darin überwintert, verzichten Sie auf die Reinigung.
- Entfernen Sie das Nest und bürsten Sie den Kasten aus. Bei starkem Parasitenbefall können Sie das Vogelhaus mit einem Bunsenbrenner bzw. Einer Lötlampe ausflammen.
- Verzichten Sie auf Kontrollen während der Brutzeit von Mitte März bis August, um die Vögel nicht zu stören.
Nisthilfen für Wildbienen: Nein. Im Herbst und im Winter entwickeln sich in den gutverschlossenen Nestern die Wildbienen der neuen Saison. Verzichten Sie deshalb auf Eingriffe im Herbst und Winter.
Nisthilfen für Hummel: Hummel sterben im Spätherbst und die jungen Königinnen überwintern an einem anderen geschützten Ort, nicht in der Nisthilfe. Bei Hummelnisthilfen können Sie deshalb im Winter das Nistmateial auswechseln. Nutzen Sie dazu die Anleitung, die Sie zum Bau verwendet haben.
Eingriffe in einen Weiher sollte nur im Herbst erfolgen.
- Bei übermässigem Algenwachstum können Sie Fadenalgen mit einem Netz oder einem Rechen aus dem Weiher ziehen.
- Scheiden Sie einen Teil der Pflanzen im Wasser und am Ufer möglichst bodennah ab. Fischen Sie das Schnittgut mit einem Rechen aus dem Teich. Wussten Sie, dass verrottende Pflanzenteile unter dem Eis Faulgase bilden können, die für die Tiere im Teich gefährlich sein können?
- Röhrichtpflanzen können Sie über den Winter stehen lassen und erst im Frühjahr abschneiden. Sie sorgen im Winter, bei Eisbildung für einen minimalen Gasaustausch.
- Entfernen Sie Herbstlaub auf der Wasseroberfläche regelmässig. Falls Sie ein Netz einrichten, achten Sie darauf, dass dieses nicht im Wasser liegt.
- Entleeren Sie kleinere Weiher alle 2-4 Jahre, grössere Weiher alle 4-10 Jahre vollständig (Grundablass oder Abpumpen). Entfernen Sie dabei den Bodenschlamm und einen Grossteil der Pflanzen inkl. Wurzeln. Eine zu dicke Schicht Bodenschlamm würde wegen Faulgasbildung die Wasserqualität negativ beeinflussen. Lassen Sie einen Teil der Pflanzen stehen, damit sich Wassertiere zurückziehen können und sich die Pflanzen wieder neu ausbreiten können.
Eisfreihalter: Wenn Sie keine Röhrichtpflanzen im Teich haben, können Sie einige Schilfstängel bündeln oder eine Schilfmatte zusammenrollen und in den Teich stellen. Der Schilf muss mind. 20 cm aus dem Wasser ragen.
Hinweis: Legen Sie abgefischtes oder geschnittenes Material einige Tage neben den Teich, damit versehentlich gefangene Tiere zurück ins Wasser gelangen können.
Miniteiche: Miniteiche in Tontöpfen müssen im Herbst entleert werden, da die Töpfe nicht frostsicher sind.
Verwenden Sie kein Streusalz zum Enteisen von unversiegelten Wege und Plätzen. Das Salz kann Natursteinarten, Bäume und Lebewesen schädigen.
Entfernen Sie Schnee nicht vollständig von unversiegelten Wegen und Plätzen. Die Deckschicht wird sonst aufgekratzt und beschädigt.
Haben Sie noch weitere Fragen? Nutzen Sie unser Ratgeber-Angebot. Wir beantworten Ihre Fragen per E-Mail.
Kennen Sie unser Projekt BONJOUR NATURE? Pro Natura unterstützt Sie mit einer kostenlosen Beratung oder einer tollen Zertifizierung auf Ihrem Weg zum Naturgarten.
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Kurs
Kurs Igelfreundliche Gärten in Muttenz
Der Igel ist in der Schweiz in den letzten Jahren auf dem Rückzug und wird inzwischen als potentiell gefährdet eingestuft. In den Gärten und in der Landschaft gehen Versteck- und Nistmöglichkeiten verloren, der Igel findet weniger Nahrung und die Gefahren nehmen zu. Schaffen wir gemeinsam mehr Lebensraum für den Igel.
In unserem Kurs...
...lernen Sie Wissenswertes zur Biologie und Ökologie des Igels.
...erfahren Sie was einen igelfreundlichen Garten ausmacht.
...holen Sie sich theoretisches und praktisches Wissen zur Förderung von Igeln im Garten ab.
...bauen wir zusammen eine Kleinstruktur (bspw. Asthaufen oder Wildhecke).
Der Kurs ist Teil des Projekts "Igelfreundliche Gärten".
Dieser Kurs findet in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Muttenz statt.
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Contatto
Nora Lüdi
@email
Dettagli dell'evento
Data
Luogo
Muttenz
Dettagli
Preparazione
Costo
kostenlos
Stoppt die invasiven gebietsfremden Arten – helfen Sie mit
In Kürze:
- Die Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt in unserem Land ist in ständigem Wandel. Die Verbreitung von Arten verändert sich und passt sich neuen Verhältnissen an. Mit dem weltweiten Handel und der globalen Mobilität transportiert der Mensch vermehrt Arten absichtlich oder unabsichtlich über natürliche Verbreitungsgrenzen hinweg.
- Die Mehrheit dieser gebietsfremden Arten hat sich gut in unsere Umwelt integriert (z.B. die Strahlenlose Kamille). Einige wenige verdrängen aber in ihrer neuen Heimat die heimische Tier- und Pflanzenwelt und werden daher als «invasiv» bezeichnet.
- Invasive gebietsfremde Arten bedrohen damit unsere biologische Vielfalt. Sie können aber auch Krankheiten einschleppen, sich negativ auf die Gesundheit von Menschen auswirken (Allergien) und Infrastrukturen beschädigen.
Invasive gebietsfremde Pflanzen – darum sind sie heikel
Als Neophyten bezeichnet man jene Pflanzen, die Menschen ab dem 16. Jahrhundert gezielt oder zufällig in fremde Gebiete einführten. Denn nachdem 1492 die europäischen Seefahrer zum amerikanischen Kontinent gelangten, begann eine Zeit, in der sich die Menschen immer häufiger von einem Kontinent auf den anderen bewegten. Diese neuen Lebensräume wären von den Pflanzen auf natürliche Art und Weise nicht besiedelt worden.
Von den rund 4000 wildlebenden Pflanzenarten in der Schweiz sind gegen 750 gebietsfremde Pflanzen, sogenannte Neophyten. Von diesen verhalten sich gut 10 % «invasiv». Sie wachsen oft rasend schnell und verbreiten sich äusserst effizient.
Ihre rasche Verbreitung liegt unter anderem daran, dass diesen Arten bei uns natürliche Feinde oder Krankheiten fehlen. So verdrängen die Neophyten die heimische Pflanzenwelt. Dadurch geraten wiederum jene Tierarten in Bedrängnis, die auf einheimische Pflanzen angewiesen sind, unter anderem die Raupen mancher Schmetterlinge.
Beispiele für invasive Neophyten sind der Japan-Knöterich, die Kanadische Goldrute, der Sommerflieder und der Kirschlorbeer.
Invasive gebietsfremde Tiere – problematisch für die Artenvielfalt
Von den 430 in der Schweiz vorkommenden gebietsfremden Tierarten, den sogenannten Neozoen, gelten 85 als invasiv (BAFU 2022).
Dazu gehören zum Beispiel der Asiatische Marienkäfer, die Asiatische Hornisse, der Japankäfer oder die Rotwangenschildkröte.
Ein weiteres Beispiel sind amerikanische Krebsarten: Mit dem Aussetzen von drei amerikanischen Krebsarten wurde in Europa auch die Krebspest eingeschleppt. Die einheimischen Krebse sterben an diesem Pilz, während die sich stark verbreitenden invasiven Arten grösstenteils immun sind.
Ulteriori informazioni
-
Matthias Sorg
- Drüsiges Springkraut an Bachlauf
Rechtliche Grundlagen
Das Umweltschutzgesetz USG legt fest, dass mit allen Arten in der Natur nur so umgegangen werden darf, dass sie die biologische Vielfalt nicht gefährden.
Einige invasive gebietsfremde Pflanzen und Tiere sind gemäss Freisetzungsverordnung verboten. Diese verbotenen Arten sind im Anhang 2 der Verordnung aufgeführt.
Für 22 Pflanzen und drei Tiere ist jeglicher Umgang verboten. Sie sind im Anhang 2.1 aufgelistet. Das bedeutet, sie dürfen weder verkauft, vermehrt, freigelassen, transportiert noch gelagert werden. Ausgenommen sind Massnahmen zur Bekämpfung.
Ein Beispiel dafür sind die Amerikanischen Goldruten. Sie dürfen nicht gepflückt und in einem Blumenstrauss gebunden werden, auch wenn sie sehr dekorative Blüten haben. Eine verbotene Tierart ist die Rotwangen-Schmuckschildkröte. Sie darf bereits seit 2008 nicht mehr verkauft werden. Die Tiere können sehr alt werden. Wer vor dem Verbot eine erworben hat, muss diese bei einer Auffangstation registrieren.
In Anhang 2.2 sind weitere 31 Pflanzen aufgelistet. Für sie gilt das Inverkehrbringungsverbot, das weniger umfassend ist. Es verbietet nur die Abgabe an Dritte, also unter anderem die Einfuhr, den Verkauf, das Verschenken oder Vermieten.
Ein Beispiel ist der Kirschlorbeer. Die Kirschlorbeerhecke darf also weiterhin gepflegt und zurückgeschnitten werden.
Nicht alle invasiven gebietsfremden Pflanzen sind in diesen Anhängen aufgeführt. Die Robinie beispielsweise fehlt und darf weiterhin verkauft und angepflanzt werden. Es gilt jedoch bei allen gebietsfremden Arten die Sorgfaltspflicht. Eine Vermehrung in freier Natur sollte verhindert werden. Leider ist das sehr schwierig umzusetzen oder zu kontrollieren. Auch gibt es auf Bundesebene keine gesetzliche Verpflichtung, invasive Pflanzen zu bekämpfen.
Pro Natura empfiehlt, alle gebietsfremden Pflanzen, die negative Auswirkungen auf die Natur haben könnten, aus dem eigenen Garten zu entfernen.
Zur Freisetzungsverordnung mit den im Anhang 2 aufgeführten verbotenen Arten.
Wie erkenne und entferne ich invasive Neophyten?
Fragen Sie sich, ob auch Sie unwissentlich invasive Neophyten beherbergen? Viele Kantone haben übersichtliche Merkblätter herausgegeben, wie Sie für die Biodiversität gefährliche Neophyten erkennen und entfernen.
Ein paar nützliche Merkblätter:
Praxishilfe Neophyten Thurgau
Praxishilfe Neophyten Zürich
Praxishilfe Neophyten Solothurn
Praxishilfe Neophyten Zentralschweiz
Praxishilfe Neophyten St. Gallen
Erkennen – Entfernen – Entsorgen – Ersetzen: das Allerwichtigste in Kürze
- Erkennen: Achtung, nur wenige Pflanzen sind invasive Neophyten. Arbeiten Sie mit einer Praxishilfe, um Verwechslungen auszuschliessen. Nicht, dass Sie versehentlich wertvolle, heimische Wildpflanzen entfernen.
- Entfernen: Bitte verzichten Sie gerade im privaten Bereich auf den Einsatz von Pestiziden zur Bekämpfung von Neophyten. Kontaktieren Sie stattdessen unser Ratgeberteam.
- Entsorgen: Die meisten Neophyten dürfen Sie nicht in Ihrem eigenen Garten oder Kompost entsorgen. Beachten Sie die Entsorgungs- und Kompostierungsmöglichkeiten Ihrer Gemeinde.
- Ersetzen: Nun haben Sie Platz für einheimische Pflanzen: Beachten Sie Bodenbeschaffenheit und Lichtverhältnisse. Wählen Sie Pflanzen, die aus der Region stammen und vermeiden Sie Zuchtformen. Mit dem Online-Tool «Einheimisch oder nicht?» von Floretia finden Sie lokale Alternativen: Zur Datenbank
Pro Natura fordert vorbeugende Massnahmen
Wenn sich invasive gebietsfremde Arten in grosser Zahl ausbreiten, wird jede Abhilfe aufwändig und manchmal sogar wirkungslos. Vorbeugen ist deshalb die bessere Lösung.
Zum Beispiel:
- in Gärten und Parks auf einheimische Pflanzen setzen.
- keine Haustiere wie Goldfische, Schildkröten aussetzen.
- keine gebietsfremden Arten importieren. Mit Pflanzen, Samen, Gemüse, Obst und Tieren können Sie unwissentlich Schädlinge einschleppen.
Website zum Problem der importierten Tiere und Pflanzen
Gefährdete Tier- und Pflanzenarten sind durch invasive gebietsfremde Arten zusätzlich bedroht.
Deshalb setzen wir unter anderem folgende Massnahmen um:
- Wir entfernen invasive gebietsfremde Arten in den eigenen Schutzgebieten (z.B. die Kanadische Goldrute in Flachmooren).
- Wir informieren darüber, wie Schäden an der Biodiversität durch invasive gebietsfremde Arten reduziert werden können.
- Wir informieren über Alternativen zu invasiven gebietsfremden Arten im Garten.
- In der politischen Arbeit fordert Pro Natura die rasche und konsequente Umsetzung der Strategie des Bundes zu den invasiven gebietsfremden Arten.
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- Zahlreiche Freiwillige von Pro Natura beteiligen sich bei der Entfernung der invasiven Neophyten – oft in mühsamer Handarbeit.
Heimische Wildpflanzen: Schön und wertvoll
Mit der Wahl einheimischer Pflanzen für Ihren Garten fördern Sie die Artenvielfalt. Jede Wildpflanze bietet Nahrung für bestimmte Tierarten und lockt diese an. Je grösser die Pflanzenvielfalt, desto grösser ist auch die Vielfalt an Tieren in Ihrem Garten.
Nicht nur der ökologische Wert einheimischer Pflanzen ist deutlich höher als der von Neophyten. Auch an Farben und Formen übertrumpfen die zahlreichen einheimischen Pflanzen viele Neophyten mit Leichtigkeit. Wir wünschen Ihnen entspannte Stunden in Ihrem bunten Naturgarten!
Bestellen Sie bei uns den reich bebilderten Flyer «Invasive Neophyten im Garten». Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne mehrere Exemplare zu. Bitte nehmen Sie mit uns per E-Mail Kontakt auf: @email
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Bäumiges Seeland
Die Natur ist im Siedlungsraum allgegenwärtig, wird von uns aber kaum wahrgenommen. Nicht nur Parks, Alleen und Gärten – auch Dächer, Fassaden und Parkplätze können wertvolle Natur beinhalten. Erstaunlich viele heimische Tier- und Pflanzenarten finden hier auf kleinstem Raum ein breites Spektrum unterschiedlichster Lebensräume, ein grosses Nahrungsangebot und Unterschlupf. Einige Arten profitieren sogar von der Stadt, weil Fressfeinde fehlen und sie hier eine Wärmeinsel vorfinden.
Die Natur im Siedlungsraum steht unter Druck
Naturflächen leisten einen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt. Die Siedlungsnatur erfüllt nicht nur für Pflanzen und Tiere, sondern auch für uns Menschen wichtige Funktionen:
- Sie reguliert die Temperatur und filtert die Luft.
- Sie hält Regenwasser zurück und entlastet das Kanalisationssystem.
- Sie strukturiert den Raum und sorgt für Erholung im Alltag.
Trotz ihrer grossen Bedeutung gelangt die Siedlungsnatur zunehmend unter Druck:
- Die versiegelten Flächen nehmen zu.
- Kleinstlebensräume werden fortlaufend zerschnitten.
- Grünflächen werden banalisiert.
- Invasive Neophyten konkurrieren heimische Arten.
Da wir fortlaufend Freiflächen verlieren, ist es wichtig, die verbleibenden Grünräume ökologisch aufzuwerten und besser miteinander zu vernetzen. Hier besteht viel Potential.
Die Siedlungsnatur braucht mehr Aufmerksamkeit
Gefordert sind Gemeinden, Raumplaner, Architektinnen, Landschaftsarchitekten, Gärtnerinnen, Bauunternehmen, Liegenschaftsverwalterinnen, Hausbesitzer. Neben Vorgaben und Beispielen zur Umsetzung des ökologischen Ausgleichs im Siedlungsraum und Richtlinien braucht es eine verstärkte Zusammenarbeit verschiedener Akteure, passende Anreize, Beratungen und Sensibilisierungen.
Das Natur- und Heimatschutzgesetz verpflichtet die Kantone, für einen ökologischen Ausgleich im Siedlungsraum zu sorgen. Auch die Strategie Biodiversität Schweiz gibt Vorgaben zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum. Pro Natura setzt sich dafür ein, dass diese Grundlagen verstärkt umgesetzt werden.
Pro Natura fordert, dass die öffentliche Hand ihre Vorbildfunktion wahrnimmt und öffentliche Grünflächen im Siedlungsraum wie Parks, Schulanlagen, Friedhöfe sowie Strassenböschungen naturnah gestaltet, aufwertet, vernetzt und unterhält.
Die Forderungen von Pro Natura
Wichtige Massnahmen, um im Siedlungsraum Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen:
- Ökologisch wertvolle und alte Strukturen erhalten (insbesondere Bäume)
- Bestehende Frei- und Grünflächen qualitativ aufwerten
- Lebensräume vernetzen, Trittsteine errichten
- Der Gestaltung von Grünräumen mehr Gewicht einräumen
- Ökologisches Knowhow in Planung, Umsetzung und Unterhalt fördern und fordern
-
Angela Peter
- Mit guter Vernetzung können auch im Siedlungsraum wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen.
Pro Natura packt auch selbst an:
- Wir beraten Wohnbaugenossenschaften, Immobilienbesitzer/-innen und Gemeinden, wie sie ihre Flächen ökologisch aufwerten können. Zur Projektseite Biodiversitätsförderung in Wohnsiedlungen
- In verschiedenen Regionen beraten wir Gemeinden und Grundeigentümer/-innen, wie sie die Biodiversität im Siedlungsraum fördern können:
- Für Privatpersonen hat Pro Natura 2020 mit dem Wettbewerb «Naturgärten – kleine und grosse Paradiese» naturnahe Gärten, innovative Projekte und Balkone zertifiziert und die schönsten Gärten prämiert. Die Naturgartenzertifizierung läuft in einigen Kantonen weiter:
- In Basel-Landschaft entsteht ein neuer Naturgarten. Zum Projekt
- In Schaffhausen packen Jugendliche mit an und fördern die Natur im Siedlungsraum. Zum Projekt
- In Solothurn lädt ein mobiles Naturerlebniszentrum zum Entdecken der Natur im Siedlungsraum ein. Zum Projekt
- Im Aargau wird der Blick für die naturnahen Räume durch Fenster gelenkt. Zum Projekt
Projekte im Siedlungsraum
Heckenverbindungen
Die neue Generation Blauflügeliger Ödlandschrecken entdecken
Rund 120 Eier legt das Weibchen der Blauflügeligen Ödlandschrecke Ende Sommer in den Boden. Miterleben, wie ihre Jungtiere das Licht der Welt erblicken, wird sie nicht. Denn während die nächste Generation im Eistadium den Winter überdauert, sterben die Elterntiere mit dem ersten Frost im Herbst. Zwischen April und Mai schlüpfen dann die nur wenige Millimeter grossen Nymphen. Sie sehen zwar schon aus wie Miniaturversionen ihrer Eltern, die namensgebenden blauen Flügel fehlen jedoch noch. Um diese zu entwickeln, häuten sich die Weibchen vier und die Männchen fünfmal und passen dabei ihre Grundfärbung der Umgebung an.
Die bedrohte Welt der Insekten
«Neben der Blauflügeligen Ödlandschrecke erwachen auch viele andere Insekten im Frühling zum Leben. Der ideale Zeitpunkt, diese genauer zu studieren», sagt Elisabeth Karrer, Projektleiterin Umweltbildung bei Pro Natura. Schliesslich machen Insekten 60 Prozent aller Tierarten weltweit aus und 60 Prozent der Schweizer Insekten sind gefährdet. Dabei sind sie zentral für natürliche Kreisläufe wie die Bestäubung oder die Umwandlung von totem Material. Wo Insekten bedroht sind, sind deshalb auch unsere Lebensgrundlagen bedroht.
Beobachten, bestimmen, fördern
Ob mit der Schulklasse, der Familie oder auch allein; Insekten lassen sich in der Natur wunderbar entdecken. Unser Tier des Jahres zum Beispiel findet man auf sonnig, kargem Gelände, wie Kiesbänken oder verwilderten Bahn- und Gewerbearealen, bevorzugt im Wallis, Tessin und entlang des Jurasüdhangs.
Um auch die vielen anderen Insekten besser zu verstehen, hat Pro Natura einen Bestimmungsfächer sowie ein Naturtagebuch entwickelt. «Letzteres liefert auch Tipps, wie Balkon, Garten oder Schulhof insektenfreundlicher gestaltet werden können, damit im nächsten Frühjahr wieder eine neue Insektengeneration zum Leben erwacht», ergänzt Elisabeth Karrer.
Weitere Informationen:
- Insekten entdecken mit Naturtagebuch und Bestimmungsfächer
- Dossier zum Tier des Jahres 2023
- Das Insektensterben bedroht unsere Lebensgrundlage
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Headerfoto: © Christian Roesti
Les œdipodes turquoise vont éclore
À la fin de l’été, la femelle de l’œdipode turquoise dépose environ 120 œufs dans le sol. Elle ne verra pas naître sa progéniture. Alors que la génération à venir passe l’hiver au stade de l’œuf, les parents meurent dès les premières gelées d’automne. Les nymphes éclosent entre avril et mai de l’année suivante. Mesurant à peine quelques millimètres, ce sont des versions miniatures des insectes adultes, moins les ailes azurées qui donnent son nom à l’espèce. Avant leur apparition, les femelles connaîtront quatre mues et les mâles cinq, la couleur de base de leur livrée s’adaptant à celle de leur environnement.
Le monde menacé des insectes
«Comme l’œdipode turquoise, beaucoup d’insectes reprennent vie au printemps. C’est le moment idéal pour les observer», explique Delphine Seydoux, responsable Ecole Suisse romande. Rappelons que 60 % des espèces animales de la planète sont des insectes – et que 60 % des insectes suisses sont menacés. Ils jouent un rôle capital dans les cycles naturels comme la pollinisation ou la transformation des matériaux morts. Quand les insectes sont en danger, les conditions essentielles à notre vie sur Terre le sont aussi.
Observer, déterminer, promouvoir
Dans le cadre d’une sortie scolaire, en famille ou en solo, il est passionnant d’observer les insectes dans leurs habitats naturels. Notre Animal de l’année se rencontre sur des sols arides et ensoleillés comme les bancs de graviers et les terrains en friche, en bordure des voies ferrées et des zones industrielles, de préférence en Valais, au Tessin et le long du versant sud du Jura.
Pour mieux comprendre le monde des insectes qui nous entourent, Pro Natura a édité des guides de poche et des informations permettant d’identifier les espèces, ainsi qu’un journal de terrain. «Ce dernier montre aussi comment aménager balcons, jardins et préaux pour que les insectes s’y sentent mieux, ajoute Delphine Seydoux, afin que la prochaine génération puisse éclore au printemps prochain.»
Informations complémentaires:
- Découvrir les insectes
- Dossier sur l’Animal de l’année 2023
- La disparition des insectes menace nos conditions d’existence
Contacts:
- Delphine Seydoux, responsable Ecole Suisse romande, tél. 079 357 27 99, @email
- Leo Richard, chargé de communication Pro Natura, tél. 079 378 37 11, @email
Ulteriori informazioni
Info
Photo: © Christian Roesti
Pro Natura Vaud s’engage pour la biodiversité en milieu agricole
Stand – Kommen Sie vorbei!
Pro Specie Rara Markt Wildegg
Informieren sie sich an unserem Stand über unsere Arbeit, Naturschutz oder die Förderung der Natur bei Ihnen zu Hause und kaufen Produkte aus unserem Shop.
Wir freuen uns, über Ihren Besuch!
Öffnungszeiten:
Sa, 02.05.2026, 09:00 - 17:00
So, 03.05.2026, 09:00 - 16:00
Weitere Informationen zum Setzlingsmarkt: https://www.prospecierara.ch/erleben/veranstaltungen/veranstaltungen-de…
Ulteriori informazioni
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Pro Natura AGDettagli dell'evento
Data
Luogo
Schloss Wildegg
Dettagli
Costo
gratis
Mulchregelung bedroht Biodiversität im Alpenraum
Mit einem Grossteil der Anpassungen im neuen Landwirtschaftspaket 2023 zeigt sich Pro Natura einverstanden. Aber: «Die vorgeschlagene Regelung für das Mulchen im Sömmerungsgebiet ist ein Rückschritt für die akut bedrohte Biodiversität und muss zurückgewiesen werden», betont Marcel Liner, Experte für Agrarpolitik bei Pro Natura.
Fehlende wissenschaftliche Grundlagen
Moderne Mulchgeräte sehen aus wie überdimensionierte Rasenmäher oder sind an Traktoren befestigt. In den sensiblen und bisher wenig beeinflussten Naturgebieten der Alpen hinterlassen sie entsprechende Verwüstung. Fotos von gemulchten Flächen im Alpenraum zeigen, welche drastischen Folgen ein grossflächiger und unsachgemässer Einsatz haben kann: aufgerissener Boden und verhäckselte Zwergsträucher auf den sonst naturnahen Alpflächen. «Das ist nicht nur unschön anzusehen und negativ für den Tourismus, sondern schädigt auch Biodiversität und Boden», kritisiert Liner. Wissenschaftliche Untersuchungen zu den Auswirkungen beispielsweise auf die stark bedrohte Insektenwelt im Alpenraum fehlten im Vorschlag des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW).
Mehr administrativer Aufwand
«Mit dem unausgereiften Vorschlag zum Mulchen im Sömmerungsgebiet hat das BLW dem Druck einiger weniger Kantone nachgegeben», bedauert Liner. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Weidepflege und Entbuschung, wie sie die Vorlage vorsieht, in der Praxis kaum umsetzbar und wird den administrativen Aufwand für die Kantone weiter erhöhen.
Auch Pro Natura ist der Ansicht, dass Weiden vor Verbuschung und Vergandung geschützt werden müssen. «Das sieht die bestehende Direktzahlungsverordnung schon jetzt so vor. Doch der Trend hin zu immer weniger und immer grösseren Landwirtschaftsbetrieben führt zu laufend weniger Arbeitskräften, weniger Biodiversität und zu einem Rückgang von Ziegen und alptauglichen Rindern», so der Experte.
Es braucht regionale Alpkonzepte
Die übergeordneten Herausforderungen der Alpwirtschaft werden allein mit mehr Maschineneinsatz nicht gelöst. Dafür sind regionale Alpkonzepte notwendig, die aufzeigen welche Alpen in den kommenden Jahrzehnten überhaupt weiterhin bestossen werden können, wo genügend Tiere vorhanden sind und wo eine Bewirtschaftung besser aufgegeben werden muss. Darum weist Pro Natura die neue Mulchregelung des BLW zurück. Agrarexperte Liner bekräftigt: «Zuerst braucht es eine grundsätzliche Diskussion über eine Alpwirtschaft mit Zukunft.»
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Medienmitteilung zur Vernehmlassungsantwort zum Landwirtschaftspaket 2023
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Pressefoto gemulchte AlpenflächePotrebbe anche interessarti
Exkursion
Excursion le brame des cerfs I
Le brame des cerfs résonne à travers la forêt d'Aletsch. À l'aube, nous partons à l'affût à la recherche des rois de la forêt d'Aletsch et avec un peu de chance nous pourrons les observer en train de bramer.
Coûts
- Adultes: CHF 15.-
- Enfants (7 à 16 ans): CHF 7.50
Guide
Nathan Rudin, ingénieur en sciences de l'environnement
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Der Biber — Landschaftsgestalter und Klimahelfer
Ausbau der Erneuerbaren: UREK-N sagt Ja zum Biotopschutz - doch der Kompromiss braucht noch Verbesserungen
Die UREK-N stellt sich hinter die wertvollsten Naturgebiete in der Schweiz, was die Umweltallianz begrüsst. Die Biotope von nationaler Bedeutung umfassen Moore, Auen, Trockenwiesen und Amphibienlaichgebiete und machen nur gerade 2 Prozent unserer Landesfläche aus, beherbergen aber ein Drittel aller bedrohten Tier- und Pflanzenarten. So speichern sie beispielsweise auch CO2 und schützen uns vor Dürren und Überschwemmungen. Dieses Herz der Natur ist im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise besonders wichtig.
Zugleich relativiert die Kommission aber den Schutz für Gletschervorfelder und alpine Schwemmebenen, die mit dem Rückzug der Gletscher nationale Bedeutung erreichen könnten. Dies ist aus wissenschaftlicher Sicht unnötig und bedauerlich, denn viele dieser Pionierstandorte sind sehr selten und somit für den Erhalt der Biodiversität der Alpen zentral. Für eine sichere Winterstromversorgung ist es nicht notwendig, diese Gebiete zu nutzen.
Für die Winterstromversorgung will die UREK-N auf die 15 Projekte des Runden Tisches Wasserkraft setzen. Die Umweltverbände betonen, dass die geltenden Verfahren dazu eingehalten und die am Runden Tisch zugesagten Schutz- und Ausgleichsmassnahmen ebenfalls angewendet werden müssen.
Die erweiterte Pflicht für Solarenergie auf Neubauten und Infrastrukturbauten geht in die richtige Richtung. Der Solarausbau sollte prioritär auf bestehender Infrastruktur stattfinden. Sehr kritisch sehen die Umweltorganisationen die Standortgebundenheit der Windanlagen im Wald, da die Biodiversität im Wald wesentlich höher ist als im Kulturland.
Aktion «Retten wir das Herz der Schweizer Natur»
Diverse Verbände appellieren gemeinsam an die Politik, am Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung festzuhalten. Ohne Biotopschutz könnten unersetzbare Lebensräume verbaut und für immer zerstört werden. Dazu gehören z.B. die wilde Natur in der Greina, im Val Roseg, in Zinal oder im Maderanertal.
Weitere Informationen:
- So retten wir die Biotope von nationaler Bedeutung: www.biotopschutz.ch
- So gelingt uns die naturverträgliche Energiewende: www.energiewende2035.umweltallianz.ch
Kontakt:
- Pro Natura: Michael Casanova, Projektleiter Energie-, Gewässerschutz- und Klimapolitik, 061 317 92 29, @email
- WWF Schweiz: Christoph Kinsperger, Kommunikationsberater, 078 749 88 14, @email
- Bird Life Schweiz: Raffael Ayé, Geschäftsführer, 076 308 66 84, @email
- Greenpeace Schweiz: Georg Klingler, Energie- und Klimaexperte, 079 785 07 38, @email
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Gemeinsame Medienmitteilung von WWF Schweiz, BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz und Pro Natura
BLN Greina – Piz Medel GR © Jan Gürke
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Willkommen im Naturgarten
Stellen Sie sich vor, Sie legen sich in den Schatten einer Baumkrone. Ihre Finger gleiten durch weiche Gräser, ein sanfter Windstoss raschelt durch die Blätter, Sonnenstrahlen kitzeln Ihre Nase und eine Vogelstimme zwitschert im Grün. Solche Momente verbinden uns mit der Natur und wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Insbesondere im stressigen Alltag sind solche Naturerlebnisse wichtig. Doch ein Blick in unsere Städte zeigt: Die Natur im Siedlungsraum gerät zunehmend unter Druck. Und damit verlieren wir nicht nur eine Quelle des Wohlbefindens, sondern wertvollen Lebensraum für heimische Tier- und Pflanzenarten.
Jeder Quadratmeter zählt
Seit 2017 schrumpfen die Grünflächen in städtischen Gebieten jährlich um rund ein Prozent, wie das Monitoringprogramm «Landschaftsbeobachtung Schweiz» (LABES) des Bundes zeigt. Hauptverantwortlich dafür ist die Bautätigkeit, die Lebensräume zerschneidet, Böden versiegelt und die Biodiversität belastet. Verdichtet wird heute vorwiegend in die Breite statt in die Höhe, wodurch bestehende Grünräume stark unter Druck kommen. Verbleibende Grünflächen werden nicht nur kleiner, sondern auch stärker voneinander isoliert. Zusätzlich nimmt die Qualität vieler Freiräume ab: Wichtige Strukturen wie alte Bäume und Nischen in alten Gebäuden gehen verloren, während neue Flächen oft eintönig und mit nicht heimischen Arten gestaltet werden.
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Nathalie Rutz
Doch das Potenzial, diesem Trend entgegenzuwirken, ist enorm. Zusammengenommen entsprechen die Gärten der Schweiz einer Fläche von 97 300 Tennisplätzen. Jeder naturnahe Garten trägt zu einem lebendigen Mosaik für die Natur bei. Je besser diese Naturinseln vernetzt sind, desto wertvoller wird der Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Vom Garten zum Naturgarten
So unterschiedlich wie die Menschen sind auch die Ansprüche an ihre Gärten: Manche geniessen einen Rückzugsort im Grünen, andere verbringen viel Zeit mit der Pflege ihrer Staudenbeete. Auch die Gestaltung ist geprägt von den jeweiligen Vorlieben und reicht von geometrischen Formen bis zu wilden Hecken. All diese Überlegungen können auch in die Gestaltung eines Naturgartens einfliessen. Entscheidend ist, ihn so zu planen, dass Tiere und Pflanzen einen passenden Lebensraum finden.
Um eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen in den Garten einzuladen, ist eine breite Palette an Standortbedingungen eine wichtige Grundlage, denn nicht alle gedeihen unter denselben Voraussetzungen oder fühlen sich in derselben Umgebung wohl. Manche mögen es mager, andere nass, sandig oder schattig. Je mehr solch unterschiedliche Bedingungen in einem Garten vorhanden sind, desto besser ist die Basis für eine grosse Vielfalt an Wildpflanzen. Standortgerechte Wildpflanzen sind besonders wertvoll, da sie die passende Nahrung für einheimische Tiere liefern. Unterschiedliche Versteckmöglichkeiten wie Ast- und Laubhaufen, Trockenmauern oder Tümpel bieten Käfern, Raupen, Libellen und Co. ausserdem ein Zuhause, dienen ihnen als Versteckmöglichkeiten, Sonnenplatz, Kinderstube und Jagdrevier. Zum Schutz der Tiere sollten Sie die Lichtverschmutzung so gut wie möglich reduzieren, andere Fallen wie offene Kellerschächte zudecken und tierschonende Gartengeräte verwenden. Pestizide und Torf haben im Naturgarten nichts verloren. Unter diesen Bedingungen kann jeder Garten zur Wohlfühloase für Mensch und Natur werden.
Haben Sie Lust bekommen, direkt loszulegen? Unser Naturgarten-Newsletter liefert Ihnen regelmässig Tipps, mit denen Sie Ihren Garten in eine blühende Oase für Mensch und Natur verwandeln können.
Die Testphase beginnt
Wir helfen Ihnen dabei, Ihren Garten in eine Naturoase zu verwandeln. Im April 2025 begann die Testphase von BONJOUR NATURE. In ausgewählten Kantonen (Liste siehe unten in der Hinweisbox) finden Beratungen, Zertifizierungen und Veranstaltungen rund um das Thema Naturgarten statt. Unsere fachkundigen Beraterinnen und Berater beantworten Ihre Fragen zur Naturförderung in Gärten – bei Bedarf kommen sie auch zu Ihnen in den Garten. Wer gar nicht so recht weiss, was ein Naturgarten eigentlich ist, kann in den «Offenen Schmetterlingsgärten» inspirierende Beispiele entdecken. Diese Schaugärten laden nicht nur zum Staunen ein, sondern bieten auch Raum für Austausch und neue Ideen. Nach einer sorgfältigen Zertifizierung belohnen wir naturnahes Gärtnern mit der Pro Natura Schmetterlings-Plakette. Sie macht das Engagement für mehr Natur im Siedlungsraum sichtbar – ein Zeichen für gelebten Naturschutz direkt vor der Haustür.
Wichtiger Hinweis: Die Testphase findet in den Kantonen Aargau, Bern, Freiburg, Genf, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Thurgau und Zürich statt. Wenn Sie in einem dieser Kantone wohnen, können Sie die Naturgarten-Angebote bereits in diesem Jahr nutzen. Alle Details finden Sie auf der Website der Pro Natura Sektion Ihres Kantons. Ab 2026 soll das Angebot schweizweit realisiert werden.
NATHALIE LEUTENEGGER ist bei Pro Natura verantwortlich für die Kommunikation des Projekts BONJOUR NATURE.
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Wenn die Natur die Stadt zurückerobert
«Sind Flächen zur Förderung der Biodiversität in der Stadt gut verteilt und zahlreich vorhanden, können sie sehr positiv wirken, selbst wenn sie klein sind», sagt Stéphanie Chouleur, Geschäftsführerin von Pro Natura Freiburg und Leiterin des Projekts «Aufwertung der Freiflächen im Siedlungsraum».
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Pro Natura Freiburg
- Im Quartier Pérolles wurde im Rahmen des Projektes eine Blumenwiese ausgesät.
In Städten sind viele Biotope und mit ihnen Arten verloren gegangen. Qualitativ hochwertige Grünflächen geben Flora und Fauna nun ihren Lebensraum zurück und leisten gleichzeitig unschätzbare Dienste: Die Naturflächen in der Stadt nehmen beispielsweise Regenwasser auf, filtern es und speichern es im Untergrund. Sie reinigen die Luft, binden Kohlendioxid und regulieren die Temperatur. Im Freiburger Stadtteil Pérolles hat Pro Natura Freiburg die Grün- und Freiflächen qualitativ untersucht und Verbesserungsmassnahmen zur Erhöhung der Biodiversität vorgeschlagen. «Die Wahl fiel auf ein jüngeres Quartier, das über viele Flächen mit Aufwertungspotenzial verfügt. Dieses Projekt sollte als Beispiel für andere Stadtteile dienen», sagt Stéphanie Chouleur.
Ein Mitmachprojekt …
Dank der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Freiburg, den beiden Vereinen Habiter Pérolles und Fribourg pour le Climat, der Botzet-Schule und Pro Natura Freiburg konnten im Rahmen des Projektes «Biodiversität im Siedlungsraum» ab 2019 erste Massnahmen umgesetzt werden. Unter anderem säten die Beteiligten eine Wildblumenwiese an, pflanzten Sträucher und werteten eine Terrasse im Domino-Park mit Baumstämmen auf. Das partizipative Projekt ermöglichte der Quartierbevölkerung, einen aktiven Beitrag zur Verbesserung ihres Lebensraums zu leisten. Ihre Rückmeldungen sind sehr positiv.
Von 2021 bis Ende 2023 verbreitete Pro Natura Freiburg in der Agglomeration von Freiburg einen Aufruf an private und öffentliche Grundeigentümerinnen und -eigentümer, ihr Land zugunsten der Biodiversität aufzuwerten. Daraufhin konnte die Sektion 35 Privatgrundstücke respektive Einzeleigentümer beraten, ebenso zwei Gemeinden (Givisiez und Corminboeuf), fünf Stockwerkeigentümergemeinschaften und eine Verwaltung. «Zudem haben wir 22 Aufwertungskonzepte für interessierte Eigentümer erarbeitet, die Grundstücke mit grossem Potenzial besitzen», so Chouleur. Sechs Projekte wurden bereits ausgeführt und bei den anderen laufen derzeit Gespräche über eine baldige Realisierung.
… auf Erfolgskurs
Aufgrund des Erfolgs und des Interesses der privaten Eigentümerinnen und Eigentümer hat die Sektion jetzt beschlossen, das Projekt bis ins Jahr 2028 weiterzuführen. Die 13 noch in Diskussion befindlichen Aufwertungskonzepte sollen im Jahr 2025 weiter betreut und möglichst bald konkretisiert werden.
Die Zusammenarbeit mit Privaten hat den Vorteil, dass sich die Massnahmen flexibel und rasch umsetzen lassen. «Und die Vielfalt an Möglichkeiten, die sich aus der grossen Anzahl an Privatgrundstücken ergibt, macht es einfacher, die aufgewerteten Flächen miteinander zu vernetzen», sagt Stéphanie Chouleur. Die privaten Grundeigentümer und -eigentümerinnen erhalten im Gegenzug finanzielle Unterstützung im Umfang von bis zu 50 Prozent der Realisierungskosten. Die Massnahmen zur Förderung der Biodiversität reichen vom Anlegen einer Wildblumenwiese über das Einrichten von Sandlinsen für Wildbienen, die Pflanzung von Hecken aus einheimischen Arten bis hin zur Schaffung von Kleingewässern (Feuchtzonen).
Ab 2026 sollen die Massnahmen in Zusammenarbeit mit Landschaftsgärtnerinnen und -gärtnern umgesetzt werden. Das Projekt wird ausgeschrieben und interessierte Berufsleute können sich bewerben, um «Landschaftsgärtner von Pro Natura Freiburg» zu werden. Die Bewerbung muss ein Umsetzungskonzept für eine oder mehrere der vorgeschlagenen Massnahmen enthalten. Ein mit der Projektbegleitung beauftragter Biologe wird die eingereichten Konzepte beurteilen, um sicherzustellen, dass die Vorhaben den definierten Kriterien der Sektion und den Bedürfnissen der vorkommenden Arten entsprechen. «Die Weiterbildung von Landschaftsgärtnerinnen und -gärtnern im Bereich Biodiversitätsfördermassnahmen ist ein wichtiger Teil unseres Projekts und wir freuen uns, weitere Schritte in diese Richtung zu machen», sagt Stéphanie Chouleur.
Von FLORENCE KUPFERSCHMID-ENDERLIN, redaktionelle Leiterin der französischsprachigen Ausgabe des Pro Natura Magazins
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Dieser Artikel wurde im Pro Natura Magazin publiziert.
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