Rückzugsstreifen

Mahdreste-Wettbewerb "Kreative Insektenförderung"

Im Mahdreste-Wettbewerb «Kreative Insektenförderung» setzen wir stehengelassene Streifen für Insekten in Szene und erhöhen die Bekanntheit und Akzeptanz der ungemähten Streifen in der Bevölkerung.

Landwirte und Landwirtinnen fördern mit der Pflege von artenreichen Wiesen die Biodiversität. Lassen sie beim Mähen einen Teil der Fläche stehen, schaffen sie einen optimalen Lebensraum für Heuschrecken, Schmetterlinge und andere Kleintiere. 

So nehmen Sie am Wettbewerb teil

Lassen Sie als Landwirt oder Landwirtin bei der Mahd 10 % der Nutzungsfläche als Rückzugsstreifen stehen. Zeichnen Sie die ungemähte Wiesenbereiche auf einem Plan ein und schicken Sie uns diesen gemeinsam mit einem Foto innerhalb von zwei Wochen nach der Mahd. 

Teilnahmeberechtigt sind extensive Wiesen und wenig intensive Wiesen, welche jährlich geschnitten werden und an einen Schnittzeitpunkt gebunden sind.

Nach Ihrer Voranmeldung per Anmeldetalon  oder Mail bis 15. Juni 2021 erhalten Sie eine Feldrandtafel, welche die Spaziergänger über den Wert der ungemähten Streifen informiert.

Wir unterscheiden zwei Kategorien

In beiden Kategorien erhält der Gewinner CHF 1'000. Der 2. und 3. Preis betragen je CHF 250. Die Preisverleihung findet am 30.10.2021 am Plantahof statt.

Publikumsliebling 

Das Publikum wählt in einer Online-Abstimmung aufgrund von Fotos den schönsten und kreativsten Mahdrest. Der Mahdrest, mit den meisten Punkten erhält den Preis als Publikumsliebling. 

Insektenliebling

Der Insektenliebling wird anhand von vier gleich gewichteten Kriterien bestimmt.

  • Biotoptyp: Je artenreicher die Fläche, desto mehr Insekten kommen vor. 
  • Grösse der Fläche: Je grösser die Fläche, desto mehr Insekten profitieren.
  • Entfernung zwischen den ungemähten Bereichen: Insekten sollen innerhalb von 30 m die Rückzugsstreifen erreichen können. 
  • Randlänge: Je mehr Rand der Mahdrest aufweist, desto besser können die Insekten die gemähten Bereiche wieder besiedeln. Mehrere schmale, lange Streifen sind in grösseren Parzellen ideal.

Beiträge für Mahdreste über die Vernetzungsprojekte

Wenn die Teilnehmenden sich entscheiden, die Mahdreste auch in den kommenden Jahren stehen zu lassen, kann die Massnahme per 2022 in die Bewirtschaftungsverträge integriert und die Leistung innerhalb des Vernetzungsprojektes zusätzlich entschädigt werden. Im Rahmen der Vernetzungsprojekte gibt es im Kanton Graubünden einen Zuschlag von Fr. 200.--/ha, wenn Mahdreste auf jährlich geschnittenen extensiv und wenig intensiv genutzten Wiesen sowie Streueflächen stehenbleiben. Der Vernetzungszuschlag wird auf der ganzen Fläche des Vertragsobjekts ausbezahlt. Weitere Infos dazu erhalten Sie beim Amt für Landwirtschaft und Geoinformation

Aber auch unabhängig von den Bewirtschaftungsverträgen können auf extensiven und wenig intensiven Wiesen 10 % Mahdreste stehengelassen werden - die ganze Fläche gilt als genutzt und berechtigt zu Beiträgen.

Anmeldung und Bestellung Feldrandtafel bis 15. Juni 2021


Das Projekt wird vom Amt für Natur und Umwelt Graubünden, Plantahof, Parc Ela, Naturpark Beverin, Biosfera Val Müstair und Parco Val Calanca unterstützt.


Sarah Hell oder Monika Jung
@email
081 252 40 39



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