Baldeggersee Niklaus Troxler
Luzern

Naturschutzgebiet Baldeggersee (LU)

Da bewegt sich was im dichten Schilf

Mal ganz ehrlich: Woran denken Sie zuerst bei einem See? Ans Baden? Ans Fischen? Vielleicht sogar ans Surfen? Am Baldeggersee gibt es jedoch ganz Anderes zu entdecken: Der Weg entlang der schilfbewachsenen Ufer birgt verborgenes Leben und unerwartete Einblicke in eine faszinierende Landschaft.

Zugegeben, die Idylle am unverbauten See täuscht etwas. Dass hier so viele Pflanzen und Tiere einen geeigneten Lebensraum finden, verdanken sie vor allem dem unermüdlichen Wirken von Pro Natura. Beispielsweise im Ronfeld, dem Feuchtgebiet am Südufer des Sees: Um die in aufwändiger Arbeit angelegten Weiher tummeln sich Amphibien, Libellen, Schmetterlinge und rastende Vögel . Die Vögel finden zudem in den extensiv bewirtschafteten Wiesen - und den wieder aufgestockten Hochstammobstgärten der Umgebung - weitläufige Lebensräume.

Aus dem Versteck beobachten

Der Weg führt Sie von der Bahnstation Hochdorf zum See - und weiter dem Ufer entlang bis nach Gelfingen. Dank der Beobachtungshütte (Hide) im Ronfeld können Sie die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Auf Wasserfrösche oder Weissstörche brauchen Sie bestimmt nicht lange zu warten, der Eisvogel taucht hingegen seltener auf. Weiter bietet eine gedeckte Plattform, kurz vor der Baldegger Badi, idealen Einblick ins Leben der Ufer- und Seezone. Dieser geschützte Bereich bietet verschiedenen Wasservögeln - und im Frühjahr und Herbst auch rastenden Zugvögeln und Wintergästen - optimale Lebensbedingungen. Wer sich erfrischen möchte, geht im Baldegger Seebad oder ganz am Ende des Spaziergangs, in der Gelfinger Badi, schwimmen.