Schmadrifall im Hinteren Lauterbrunnental Matthias Sorg
Bern

Naturschutzgebiet Hinteres Lauterbrunnental (BE)

Tosende Wasserfälle vor imposanten Gipfeln

Weit weg von Skiliften, Passstrassen und massigen Hotelkomplexen liegt am Rande des Berner Oberlands eine wunderbare Gebirgswelt. Stolz ragen die Gipfel von Drei- und Viertausendern aus dem Eis empor. Hier sammelt sich das Schmelzwasser der Gletscher zu Bächen - und stürzt über Felswände und Stufen tosend in die Tiefe.

Das Hintere Lauterbrunnental ist nicht nur für seine Wasserfälle bekannt. Dank dem Engagement von Pro Natura blieb die ursprüngliche Landschaft erhalten: Das Gebiet wurde touristisch nicht weiter erschlossen. Hier zeigt sich ein wunderbares Mosaik aus Weiden und Waldstücken. Im Talkessel befinden sich diverse Alphütten, auch heute noch mit Schindeln bedeckt. Im Juli können Sie vielfältige Alpenpflanzen entdecken: im Naturschutzgebiet wachsen 30 verschiedene Orchideenarten. Weiter oben bietet sich Gelegenheit, Murmeltiere, Gämsen und Steinböcke zu beobachten. 

Erleben Sie die ursprüngliche Kraft der Alpenwelt

Der direkteste Zugang zum Naturschutzgebiet ist derjenige ab Stechelberg via Trachsellauenen. Wir empfehlen jedoch die aussichtsreiche Rundwanderung ab Gimmelwald. Gimmelwald erreichen Sie bequem mit der Seilbahn. 
Nach einem kurzen, ebenen Wegstück folgt der erste Aufstieg durch den Busewald aufs Tanzbödeli und hinunter zum Obersteinberg. Nicht nur die wunderbare Aussicht auf den Gipfel der Jungfrau oder in die Tiefen des Taltroges lädt zu Pausen ein: Wer einen Moment still steht, hört das Rauschen der Wildbäche und Wasserfälle sogar bis hier hinauf. 
Nun trennen sich die Routen: Die längere Tour führt via Oberhorn zurück nach Stechelberg. Die Kürzere führt direkt zum Schiirboden und via Trachsellauenen retour nach Stechelberg. Beides sind anstrengende Touren von 8 bis 10, respektive 5 bis 7 Stunden Wanderzeit. Unterwegs stehen jedoch drei einfache Berghotels zum Übernachten zur Verfügung. Und mit einem unvergesslichen Naturerlebnis werden Sie für Ihre Strapazen belohnt.

Der Ranger im Gebiet

Der Fokus des Rangers Marcel Pfister liegt bei der Aufsicht, der Information und dem Kontakt zu den Besuchenden. In der Zeit von Mai bis Ende Oktober ist er im Schutzgebiet präsent. Bei Fragen steht er Ihnen unter Tel. 077 470 16 38 oder per E-mail (@email) gerne zur Verfügung. Auf spannenden Exkursionen mit dem Ranger erfährt man zudem viel über Flora, Fauna und die Geschichte des Tales. Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Pro Natura Sektion Bern.