Klima- und Naturschutz stärken: Ja zur Klimafonds-Initiative
Pro Natura-Parole zur Klimafonds-Initiative
Dem Murmeltier fehlt die isolierende Schneeschicht, der Äsche der Sauerstoff im warmen Wasser, der Fichte das Wasser aus dem trockenen Waldboden – die Klimaerhitzung trifft die natürlichen Lebensräume der Schweiz und ihre Bewohner massiv. Gleichzeitig sind intakte Moore, Wälder und Wiesen wichtige CO2-Speicher. Ihre Wiederherstellung und Pflege sind Klimaschutz und Naturschutz in einem. Die Klimafonds-Initiative will sowohl für Massnahmen zur Senkung der CO2-Emmissionen als auch zur Stärkung der Biodiversität die dringend nötigen finanziellen Mittel bereitstellen. Klimaschutz und Naturschutz sind untrennbar miteinander verbunden. Sie gemeinsam anzugehen ist wichtig und richtig. Pro Natura hat für die Abstimmung am 8. März daher die Ja-Parole gefasst.
Aktuelle Finanzen und Massnahmen reichen nicht
Die finanziellen Mittel für den Erhalt der wichtigsten Schweizer Naturschutzgebiete – der Biotope von nationaler Bedeutung – reichen heute bei weitem nicht aus. Wie die Forschung zeigt, verlieren die meisten von ihnen an Qualität und die Artenvielfalt nimmt ab. Auch bei den Massnahmen zur Reduktion ihrer CO2-Emmissionen ist die Schweiz im Hintertreffen.
Die Klimafonds-Initiative gibt hier Gegensteuer und stellt deutlich mehr finanzielle Mittel für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen in Aussicht. Sie beauftragt den Bund einen Investitionsfonds für Massnahmen zur CO2-Reduktion einzurichten, der bis 2050 jährlich mit 0.5-1 Prozent des Bruttoinlandproduktes (3.5-7 Mia. Franken pro Jahr) gespeist wird. Damit sollen auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene Massnahmen zur CO2-Reduktion finanziert werden. Dazu zählen die Dekarbonisierung von Verkehr, Gebäuden und Wirtschaft, der sparsame und effiziente Energieverbrauch, der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Stärkung der Biodiversität.
Kühlende Grünräume, intakte Wasserspeicher und resiliente Schutzgebiete
Mit Geldern aus dem Fonds könnten beispielsweise Moore renaturiert werden, die enorm viel CO2 speichern und eine grosse Artenvielfalt beherbergen, heute aber grösstenteils vertrocknen und daher CO2 abgeben. Auch die gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerrevitalisierungen könnten endlich umgesetzt werden, wodurch sich Wasserrückhalt und Hochwasserschutz verbessern würden. Die Begrünung von Städten könnte Hitzeinseln verhindern und die Förderung von Schutzgebieten die Widerstandsfähigkeit der Natur stärken.
Der Klimafonds hat das Potenzial, den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen bedeutend zu stärken. Um diese Chance zu packen, sagt Pro Natura Ja zur Klimafonds-Initiative am 8. März.